Abschottung, Tag 58

Abschottung, Tag 58

Sonntag. Yeah. Nach dem gestrigen Wandertag fühlt sich der Sonntag auch irgendwie verdient an. Als ich gemütlich aufwache, gucke ich durch instagram und sehe mir eine Story an, in der Buchteln gebacken werden. Ich habe instant Bock darauf, auch welche zu backen. Ich stehe auf. Das Kind ist schon wach, der RB kommt auch um die Ecke. Ich sichte die Vorräte und tadaaa, alles da für Buchteln. Also setze ich den Hefeteig an. Dann geht das Kind zur Feier des Muttertages Brötchen holen. Ganz schön viele. Wen er wohl erwartet?!

Nach dem späten Frühstück mache ich die Buchteln fertig.

Während die Buchteln backen, kontrolliere ich die Deutschhausaufgaben vom Kind und bekomme einen Wutanfall. Das Kind geht nochmal in Klausur. Ist ja nicht so, dass er nicht wüsste, wie es geht. Außerdem hat er – danke HomeSchooling – mittlerweile gelernt, dass im Internet viel Wissen steckt, wenn eine die richtigen Fragen stellt. Die zweite Version sieht super auf. Dazwischen erreicht mich eine e-Mail, dass ab Montag die Schule wieder losgehen wird. Heute ist Sonntag, heute rege ich mich nicht auf.

Dann sind wir zum Virtuellen Kaffeeklatsch verabredet.

Als wir fertig sind, übe ich mit dem Kind e-Mails verschicken. Er hat ja nun 2 Adressen und kann damit seine Hausaufgaben selbst verschicken. Wir üben auch, was in einer e-Mail stehen sollte.

Anschließend muss ich los. Ich habe mit einer Freundin verabredet, dass ich in ihrer Wohnung ein paar Sachen mit und für sie zusammensuche, damit sie in der Ferne (Arbeitsexpat) endlich auch Frühlings- und Sommersachen hat und nicht mehr in den dicken Winterklamotten rumlaufen muss. Ein Stunde gehe ich mit ihr per Videochat ihren Schrank durch. Das ist irgendwie lustig. Und auch hier wieder: Toll, was dank Technik alles möglich ist. Mit einer Umzugskiste voll Kram fahre ich wieder. Als ich im Auto sitze, muss ich mir bewusst machen, dass wir uns nicht in echt gesehen haben. Irgendwie fühlte es sich aber so an. Komisch.

Das Autofahren durch die Stadt stresst mich. Obwohl Sonntag ist und dementsprechend wenig los. Aber ich finde keinen Parkplatz und auch sonst ist diese Art der Fortbewegung nichts für mich. Trotzdem denke ich den restlichen Abend darüber nach, ob ich am kommenden Wochenende nicht zu meinen Eltern fahre.

Zu Hause gibt es Essen. Der RB hat gekocht. Ist ja auch mal schön, nicht für alles zuständig zu sein.

Der Abend endet fürs Kind später als geplant, da er mit meiner Mutter skypet. Ich kümmere mich derweil darum, meine Stunden in unser nerviges Zeiterfassungssystem zu töckeln. Dann lese ich dem Kind wieder aus Känguruchroniken vor und als er endlich schläft, mache ich mich dran, einen Text fertig zu machen. Das geht nachts ja oftmals viel besser. Spät wird es trotzdem.

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