Durchsuchen nach
Kategorie: Hin und her

Eingetragene Partnerschaft

Eingetragene Partnerschaft

Seit jeher habe ich eine Bahncard. Ich habe die noch nicht mal während der Pandemie gekündigt. Was zum einen an meiner Bequemlichkeit lag und zum anderen daran, dass sie sich immer Mitte März erneuert. Die Kündigungsfrist ist 6 Wochen (meine ich, ich mag jetzt nicht nachschauen) und Anfang Februar 2020 war Pandemie noch zu weit weg, um an Kündigung zu denken und Anfang Februar dieses Jahres bin ich schon wieder Zug gefahren, sodass ich keine Notwendigkeit für Kündigung sah.

Nun steigen die Spritpreise und das Gegurke mit dem Auto stresst eh. Die Zugfahrten zu meiner Mutter und zurück waren entspannt – trotz Verspätung.

Der RB hatte zeitweise – vor der Pandemie – eine BahnCard. Aktuell nicht mehr.

Auf der Rückfahrt heute – vor 3 Wochen wäre noch schlauer gewesen – fiel mir ein, dass das ja eigentlich unpraktisch ist. Ich recherchierte kurz und dann bogen der RB und ich nach unserer pünktlichen Ankunft in Frankfurt noch kurz ins Reisezentrum ab.

Ich zeigte meine BahnCard, der RB zeigte seinen Perso. Die Partnerschaft wurde akzeptiert und der RB bekam eine Partner-BahnCard zu meiner BahnCard ausgestellt.

Nun werden wir also bei einem Unternehmen der BRD als eingetragene Partnerschaft geführt.

Wenn das nicht kurz vor Ehe ist, was dann?!

Wandern im Süden

Wandern im Süden

Nachdem wir vor 7 Wochen so lange im Stau steckten, dass wir kurz vor Heidelberg entscheiden musste, dass wir nicht bis hinter Stuttgart fahren, um mit Freundin S zu wandern, versuchten wir es heute nochmal. Es regnete bei uns bei der Abfahrt. 170 Kilometer weiter südlich war es zwar bewölkt, aber es sah nicht nach Regen aus. Die Fahrt war weniger aufregend als beim ersten Versuch. Wobei diese Konzept Autofahren immer weniger meins ist. Dabei bin ich noch nicht einmal gefahren. Nach 2,5 Stunden (schneller geht es nicht, solange noch andere Menschen auf der Autobahn sind) waren wir da und starteten direkt los: große Runde mit Schönbuchturm.

Das war schön. Und ich bin auch stolz auf mich, dass ich den Turm bis ganz oben hoch bin. Die Treppe außen lang haben es ganz schön in sich.

Rückfahrt war dann auch unspektakulär staufei. Zu Hause warteten das Kind und Kassiopeia. Der eine hungrig und die andere mit leckerem Pulled Pork. Schnell noch Kartoffeln in Eve geschmissen, ein Sößchen angerührt und yummy.

——————————-
* Die Porgs aus Star Wars gibt es ja nur, weil es Puffins gibt. Denn beim Dreh auf Skelling Micheal waren überall Puffins. Die wohnen da nämlich. Und da sie eher neugierig sind, als dass sie sich zurückziehen, waren immer wieder Puffins im Bild. Und das rausretouchieren sich als (zu) aufwendig gestaltete, wurde auf jeden Puffin ein Porg gerendert.

Zwischen Hamburg und Helgoland

Zwischen Hamburg und Helgoland

Tag 9 (Fortsetzung)
Nach dem Frühstück mit Blick auf Meer und Ulli Potofski fuhren wir 150 Kilometer Richtung Süd-West. Denn nachdem klar war, dass das Kind nicht mit uns in den Urlaub fährt, hatten wir uns entschieden unsere zwei Wochen Urlaub* voll zu nutzen und weil wir unser Häuschen nicht verlängern konnten, hatten wir uns eine weitere Unterkunft gesucht. Im Alten Land. Zu meiner großen Freude „müssen“ wir über die Köhlbrandbrücke fahren.
Nachdem wir eingeräumt haben und ich meinen letzten Text fertig gemacht habe, gehen wir eine Runde durch Jork. Eigentlich wollen wir essen gehen, aber das ausgwählte und alle anderen Restaurants in Jork haben zu. Wir stellen fest, dass sämtliche Restaurants im Alten Land nicht auf urbane Essgewohnheiten ausgelegt sind. Außerdem besteht das Alte Land tatsächlich nur aus Obstbäumen und hübschen Häusern von Obstbauern.

Tag 10
Weil das Wetter gut sein soll, fahren wir nach Hamburg. Ich will unbedingt in den Hagenbeck Tierpark, denn da wohnen Puffins. Und während es die ganze letzte Zeit immer noch kurzfristig Karten gab und es auch auf der Webseite hieß, dass es kein Problem sei, Karten vor Ort zu bekommen, hatte ich nicht mehr daran gedacht, Karten zu reservieren. Tja, heute gibt es keine Karten und die Schlangen sind lang auf unbestimmt. Wir drehen bei und schlendern durch Hamburg und essen im berühmten Café Max leckeren Kuchen**. Gibt schlimmeres. Auf dem Rückweg fahren wir einen Apfelbaum besuchen und dann tappen wir schon wieder in die Essensfalle: Kurzerhand fahren wir nach Stade, drehen eine Runde dort, gehen im Ratskeller essen, drehen noch eine Runde.

Tag 11
Für heute sind die Tierpark-Karten reserviert – inklusive Tropen-Aquarium***. Wir genießen den Tag im Tierpark. Er ist schön angelegt und es gibt wirklich viel zu sehen. Leider gibt es nur einen einzigen Puffin. Und der sich anscheinend auch zwischen den Trottellummen nicht wohl fühlt. Danach fahren wir noch bis zum (neuen) Überseequartier und wandern von dort über die HafenCity zu den Landungsbrücken. Wo wir wieder auf die Fähre nach Finkenwerder stiegen und … ebendort wieder Pech mit dem ausgewählten Restaurant hatten – um 20h15 war die Küche schon zu. Wir finden zum Glück noch – über Umwege – ein griechisches Restaurant (Taverna Elina).

Tag 12
Eigentlich hatten wir führ heute Hin- und Rückfahrt nach Helgoland gebucht. Uneigentlich bekam ich bereits gestern die Nachricht, dass die Fahrt nicht stattfände wegen Sturm. Wir entschließen uns für einen 3. Tag in Hamburg – nachdem ich unsere Fahrt nach Heögoland erfolgreich auf morgen umbuchen konnte. Also fahren wir wieder mit dem Auto bis Finkenwerder, steigen auf die Fähre und steigen wieder … äh … diesmal am Altonaer Fischmarkt aus. Wir kommen 600 Meter weit, um dann erstmal ausgiebig im Café Geyer zu frühstücken. Gestärkt lassen wir uns durch St. Pauli und die Schanze treiben. Nach einem Drink ergibt es sich, dass ich für den Rest den Tages mit einer Kiste Weingläser unterwegs bin. Wir essen im P’Ti Breizh im Karoviertel großartige Galettes und Crêpes. Tschüss, Hamburg. Drei Tage waren definitiv kein Tag zu viel.****

Tag 13
Keine Nachricht, es geht nach Helgoland. Erstmal müssen wir nach Cuxhaven. Als wir abfahren, ist es noch entspannt. Doch irgendwann nimmt der Seegang zu und auch der HalunderJet muss nun über die Wellen hüpfen. Mir ist nicht gut und ich bin froh, dass ich einen Fensterplatz habe und mich auf den Horizont konzentrieren kann. Ich bin froh, als wir endlich anlegen. Auf Helgoland erwartet uns bestes Wetter. Der RB und ich versuchen, jenseits der allgemeinen Menschenströme Wege zu finden. Das ist nur bedingt möglich, aber auf dem Klippenrandweg verläuft es sich etwas. Insgesamt haben wir 4,75 Stunden auf der Hochsee-Insel. Das reicht für einen Gang zur Langen Anna und zurück. Die Rückfahrt ist entspannt. Und als wie wieder Festland unter den Füßen haben, gehen wir im Hus Op’n Diek***** essen. Schöner Urlaubsabschluss.

Tag 14
Alles wieder ins Auto und ab nach Hause.

Hach, das tat sehr gut. Urlaub. Was anderes sehen. Und auch, dass wir nur zu zweit sein durften. Mal schauen, wann all das wieder möglich ist.

Diese Diashow benötigt JavaScript.

——————————
* Zwischenzeitlich sah es arbeitsbedingt so aus, als würde ich in der 2. Woche arbeiten müssen – also Urlaub zurück geben.

** Sehr überzeugend auch deren Hygienekonzept, inkl. Impfpassprüfung.

*** Während wir in Hamburg gelebt haben, habe ich es nicht einmal dahin geschafft. Wobei es vermutlich auch eine finazielle Frage war. Hätten der RB und ich voll zahlen müssen, hätte uns der Eintritt 84 Euro gekostet. Und nein, ich diskutiere nicht darüber, ob das zu viel Geld für einen „Zoobesuch“ ist. Denn der Tierpark ist meiner Meinung nach das Geld wert. Die Tiere haben Platz und gute Bedinungen (soweit ich das beurteilen kann).

**** Allein zu Fuß haben wir fast 26 Kilometer in der Hansestadt zurückgelegt.

***** Kindheitserinnerung vom RB, der dort schon vor 40 Jahren mit seinen Eltern essen war.

Lebenszeichen

Lebenszeichen

Was habe ich auf den 17. Juli hingefiebert: Mein Urlaub startete und auch die Sommerferien des Kindes. Dieses erste Halbjahr 2021 war anstrengend, aufreibend, fordernd, mühsam … gleichzeitig war es so eintönig: HomeOffice, HomeSchooling, HomeIrgendwas. Der Urlaub im April war hat auch nur bedingt einer, denn wenn eine nicht wegfährt, dann ist auch nicht wirklich erholsam. Unsere Strukturtapete – vom Vermieter – im Wohnzimmer hat 1.293.477 Noppen. Kleiner Scherz, aber gefühlt hätte ich sie zählen können in der Zeit. Es war auch nur kurz erholsam, dass das Kind für 10 Tage bei Oma, also meiner Mutter, war. Die Beförderung bauchpinselt natürlich, ist aber auch nicht mit mehr Urlaub oder zumindest weniger Arbeit verbunden. Eher im Gegenteil.

Ende Mai, als klar war, dass der RB und ich zum Ferienanfang den vollen Impfschutz haben würden, haben wir uns entschieden, dass wir wegfahren wollen und wir suchten uns ein Häuschen an der Ostsee. Anfang Juni, nachdem das Kind den KV erfolgreich zum Impfen bequatscht hat, buchte ich dem Kind einen Flug als unbemanntes Flugobjekt mit Begleitservice, damit er die Sommerferien in Frankreich verbringen könnte. Ab da zählte ich die Tage bis zum Urlaub. Aber wie immer vor dem Urlaub kam eins zum anderen. Neben der Arbeit musste ich für das und mit dem Kind seinen ersten Perso beantragen und abholen (was in Nicht-Pandemie-Zeiten semi-banal wäre, aber die Zeiten sind wie sie sind und so wardie Sache mit dem Termin für Antrag und Abholung etwas zeitfressend).

Ich fasste zwischendrin einen Kühlschrank-Beschluss, den ich umgehend in die Tat umsetzte, und nach kurzer Recherche- und Umplanungsphase steht nun ein schöner großer Kühlschrank zwischen Küche und Wohnzimmer. Es gibt auch noch einen Herd-Ofen-Beschluss, aber finale Entscheidung ist noch nicht gefällt.

Das Kind ging zum Wechselunterricht und es ging gut. Ein Kumpel aus der Schule war zum seinem Geburtstag über Nacht da und das was auch gut. Das Kind ging nach reiflicher Überlegung zum Voll-Präsenz-Unterricht und das war gar nicht gut. Um genau zu sein so schlecht, dass ich drei Wochen vor Ferienbeginn für das Kind einen neue Schule organisierte, besuchte (das Kind uns ich) und hospitierten (das Kind). Das Kind wird so insgesamt 9 Wochen Ferien gehabt haben, denn die Lehrkräfte der alten Schule sahen sich nicht in der Lage, die online-Lernbplattform für ihn zu befüllen. Er ging noch einmal hin, um die Bücher abzugeben und noch einmal, um sein Zeugnis zu holen. Ich habe noch immer einen Schlüssel für die Schule. Die Schulleitung weiß das, will ihn aber anscheinend nicht wiederhaben. Die Lehrkräfte des Kindes sind beleidigt – zumindest die Klassenlehrkräfte. Anders kann ich mir die Nicht-Reaktionen bzw. die noch reingewürgte 3 in dem einen Fach nicht erklären. Tjanun. Danke, dass wir nicht mit der Entscheidung hadern müssen.

Ich arbeitete bis zum letzten Tag – und darüber hinaus (jaha, im Urlaub).

Ein Wunder, dass am 17.7. nicht nur des Kindes Koffer mit sauberer Wäsche gepackt, sondern auch das Gepäck vom RB und mir parat war. Während ich das Kind am Flughafen ablieferte – wir waren viel zu früh da, kümmerte sich der RB um den Rest zu Hause. Und nachdem das Kind tatsächlich auf dem Weg nach Frankreich war, fuhren wir los Richtung Norden. Zunächst zu meiner Mutter. Und nach einer Nacht dort an die Ostsee. Und uff, was tat es gut, nicht mehr die Strukturtapete zu sehen, dass Meer rauschen zu hören, sich den Wind um die Nase wehen zu lassen, auszuschlafen, anderes zu sehen und auch Zeit nur zu zweit zu haben.

Morgen dann wieder Arbeit… Dabei habe ich mich doch gerade erst ans Urlaub machen gewöhnt.

1.900/6

1.900/6

Lockdown, Tag 19

Mit heute bin ich binnen sechs Tagen rund 1.900 Kilometer gefahren, also an drei Tagen jeweils 600 und ein paar Kilometer – 315 hin und eben wieder zurück. Nicht nur die Pandemie, sondern auch die Situation bei meinen Eltern machten es unmöglich über Nacht zu bleiben. Außerdem war stellte sich ja erst bei Besuch 1 raus, dass 2 nötig sei und bei 2, dass ich noch ein 3. Mal kommen müsste. Heute dann mit dem RB.

Die Wohnung war leerer als vorgestern. Einiges ist gestern schon zusammen mit meinen Eltern umgezogen*. Dennoch ist noch viel da und es musste auch noch einiges verträumt oder entsorgt werden.

Systematisch ging ich Zimmer für Zimmer durch. Der RB entsorgte fleißig. Irgendwann kamen A und J, um 8 Meter Regal mitzunehmen. Sie nahmen auch die Wohnung ob Vermietbarkeit in Augenschein. Der RB und ich nahmen Keller und Garage in Augenschein.

Das ist eine 8“-Diskette

Mein Entrümpelungsunternehmen-Beschluss erhärtete sich.

Kurze Begegnung der absurden Art: Ein irgendwie zur Verwandtschaft gehörender Bekannter** meiner Eltern, ebenfalls mit Schlüssel für die Wohnung ausgestattet, kam vorbei. Da waren der RB und ich gerade an der Garage. So traf er zunächst A und J in der Wohnung an. Uns erst an der Garage. Aus irgendwelchen Gründen stellte er sich vor und fragte: „Was macht ihr denn hier?“ Was ist das für eine absurde Frage? Tja, was machen wir an einem Sonntag inmitten der Pandemie in Bielefeld während meine Eltern schon, aber die meisten Möbel und Kisten noch nicht umgezogen sind?!***

Das Kind war übrigens nicht mit. Der genoss sturmfrei und übte sich in „Kevin allein zu Haus“. Er rief an, als er wach wurde (9h30, da waren wir schon kurz vor Kassel), als er Internet bzw. Freischaltung von Switch und Tablet brauchte, versorgte die Nachbarinnen mit Lorbeerblättern, machte Kassiopeia rechtzeitig an und zockte sich durch den Tag. Abends brauchte er dann aber doch eine Extra-Kuscheleinheit.

Morgen werde ich dann ein paar Dinge anleihern (Entrümpelung, Parkettaufbereitung) und dann wird sich zeigen, wann ich nochmal nach Bielefeld fahren muss.

—————————
* Unterstützt von meinen Brüdern. Ich sage jetzt nichts dazu, wie bekloppt ich es finde, dass der eine aus der Schweiz kommt und vermutlich sämtliche Quarantäneregeln ignorieren wird****.

** angeheiratet

*** Spaziergang im Schneeregen? Uns wundern, dass meine Eltern nicht da sind? Die Wohnung ausräumen?

**** Jaja, ich weiß es nicht.

S wie…

S wie…

… schlecht geschlafen

… Samstag

… Stress beim Packen

… Start in den Urlaub

… Saarland-Zwischenstopp

… Stück(scher), aber nicht zu groß

… KaktuS

… selbstgemachter Schnapps bzw. saarländischer Bembelgin

Ohne Sorgen

Ohne Sorgen

Höhö, diese Überschrift ist so platt, wie Sanssoucis kitschig ist. Aber gut. Wenn eine in Potsdam ist, sollte sie mal Sanssoucis gesehen haben.

Der RB und ich können nun sagen: „Wir haben Sanssoucis gesehen und waren auch im großen Park ‚lustwandeln‘.“ Vom Schloss durch den wirklich schönen Park zum Neuen Palais, an Schloss Charlottenhof vorbei und dann auch wieder raus. Joah, hübsch, zum Teil hübsch-hässlich, und vermutlich nichts, was ich mir nochmal ansehen möchte. Barock und Prunk sind nicht so meins (bzw. unsers).

Von da aus ging es wieder in die Innenstadt. Erstmal was essen. Dann die letzten Eindrücke sammeln:

Potsdam ist schon schön. Aber sehr geleckt. Ein bisschen zu geleckt und ein bisschen zu viel Disney-Kulisse. Das Preußisch-Militärische scheint auch viel durch – massige Bauten, große (Aufmarsch-)Plätze. Aber einer Stadt mit so viel Wasser und Grün (und einem Lakritzladen*) verzieht eine viel.

(Spätestens zum Ultrash XIII fahren wir wohl wieder hin.)

—————————————
* und einer Bar, in der es wirklich guten Gimlet gibt und in der Sven van Thom gespielt wird

Beeindruckend

Beeindruckend

Nachdem wir gestern spät im Bett sind, müssen wir heute früh raus.

Wir sind um 11h00 in Berlin zum Frühstück verabredet. Mit meiner Nichte, die da seit fast zwei Jahren lebt und wir uns bestimmt drei Jahre nicht gesehen haben.

Ich bin schwer begeistert, was für eine coole und taffe Frau aus ihr geworden ist. Und weil sie so cool und taff ist und noch deutlich engagierter als ich, kommt sie natürlich mit zur Demo.

Auf dem Weg zum Demostartpunkt nahe Alex.

Meine zweite Demo in Berlin. 12.000 wurden gezählt. Eine beeindruckende Zahl – auch (oder besonders) für Berliner Verhältnisse. Es gab gute Beiträge. Gute Transparente und Schilder. Und vor allem eine gute, insbesondere nicht aggressive Stimmung. Und ich hätte es wohl nicht mit meinem Gewissen vereinbaren können, wenn der RB und ich nicht hingegangen wären (und es ist ja nicht so, als hätte es kein Alternativprogramm gegeben*).

Dann ging es wieder zurück nach Potsdam. Mir hatte das Laufen in der Sonne zugesetzt und ich musste mich erstmal hinlegen. Der RB war zu heiß auf den 2. Tag vom Festival und ging schon mal vor. Ich ging erst gut zwei Stunden später hinterher.

Meine Beine und ich … das ist auch so ein Kapitel in meinem Leben.

Heute fanden die Konzerte draußen statt und ich kam rechtzeitig zu Band 3… Nunja, der Sound war gut, aber die Stimme der Frontfrau war (leider) nicht schön. Der RB und ich nutzten den Moment, um das Gelände zu erkunden.

So als Hochbeet find ich Autos gut**

Band 4 war laut, aber gut. Vorausgesetzt eine mag Punk/ Oi.

Brigadir spielte, bis es dunkel wurde, um zum letzten Song Pyros zu zünden.

Der krönende Abschluss – für mich und aus meiner Sicht auch fürs Festival – waren Rhoda Dakar & The Chancers.

Eine beeindruckende Lady des 2Tone (und sie hatte so tolle Schuhe an)

Deutlich früher und deutlich weniger betrunken als am Tag davor gingen wir ins AirBnB, um für den nächsten Tag und das nächste Abenteuer fit zu sein.
———————–
* Fußballspiel

** Keine Diskussion über Öl, Metal, Gummi etc.

K6/F1

K6/F1

Ich weiß gar nicht, wann ich das letzte Mal auf einem Festival war. Die großen bekannten meide ich ja wie der Teufel das Weihwasser und gehe eigentlich nur auf – am liebsten kleine – Konzerte.

Aber dann kam der RB mit dem Ultrash-Festival ums Eck und dass er da gerne hinwolle. Und weil mir die Musik zusagte, es nicht groß erschien (eher wie zwei Tage Konzert), es in den Ferien und der Kindfrei-Zeit lag, entschied ich, mitzufahren. Dass es in Potsdam stattfand, war ein zusätzlicher Pluspunkt.

Nachdem ich die Lage in der brandenburgischen Landeshauptstadt ein klitzekleines bisschen sondiert hatte, buchten wir die Reise. Ja, Punk ist nicht tot, aber alt und fliegt zum Konzert und hat ein AirBnB.

Wir fliegen verspätet, weswegen ich den Flug nicht genießen kann, denn um 12h00 sollten wir gelandet sein. Um 12h00 startet der VVK für das Frankfurter Feine-Sahne-Fischfilet-Konzert. Um 11h30 starten wir erst. Zum Glück ist das Konzert nicht so schnell ausverkauft und als wir in Berlin sind haben wir die gewünschten 3 Tickets.

Wir nehmen den Bus zum Bahnhof Zoo und treffen uns mit einer Tweep.

Ich mag TweepMeets.

Dann geht’s nach Potsdam: Wohnung beziehen, Kleinkram besorgen, fertig machen und auf zum Festival-Gelände.

Die Konzerte sind in der Halle und so bekommen wir Band 1 nicht richtig mit, weil es draußen so entspannt ist und wir quatschen.

Band 2 ist so gar nicht meins und auch den RB zieht es nicht rein.

Aber wegen Band 3 und 4 sind wir ja vor allem gekommen.

Noch ein kleiner Weit-nach-Mitternachtssnack

Und dann müssen wir schnell schlafen, denn der nächste Tag wird voll und lang und beginnt recht früh.

—————
* Ich vertrag es einfach nicht mehr.

Einig und einfach

Einig und einfach

Das war einfach. Einfach und erfreulich entspannt. Diese Schottlandreiseplanung mit dem RB. Klar, er hat Vorgaben gemacht, weil er sich bestimmte Whisky-Destillerien* angucken möchte – also wenn möglich von außen UND innen. Ich mag Whisky, war auch schon mal in einer Destillerie und Schottland ist eh toll**. Und als sich dann auch noch herausstellte, dass New Model Army im anvisierten Zeitraum in Glasgow spielen werden, freute ich mich noch mehr auf den Urlaub.

Dank und mit GoogleMaps konnten wir einfach die Route planen. Der RB zeichnete Destillerien ein, die er sehen wollte. Ich zeichnete Brücken ein, die ich sehen wollte. Das waren die beiden Fixpunkte, die die Route maßgeblich bestimmten – neben dem Termin*** in Glasgow für das Konzert. Dann recherchierten wir Übernachtungsmöglichkeiten bzw. befragten das Internet nach Empfehlungen.

Wir waren uns erfreulich einig mit allem. Auch als mir irgendwann die Idee kam, die Route nicht rechtsrum, sondern linksrum zu fahren. Dann kam die Frage auf, ob wir wirklich mehr als eine Nacht in Glasgow bleiben wollen. Nein. Route wieder geändert. Wir buchten die erste Unterkunft, der RB ganz allein**** die zweite. Dann guckten wir zusammen nach Unterkunft drei.

Und während wir heute Unterkunft vier, fünf und sechs***** fix machen wollten, guckten wir so auf die Route und die Destillerien und waren etwas genervt von den BnB, die sich uns so in dem einen Übernachtungsort boten und stellten fest, dass Einzelübernachtungen ja eh doof sind, und änderten nochmal zwei Übernachtungsorte.

Aber nun ist alles fix und wir werden in folgenden Orten übernachten: Glencoe, Tain, Wick, Muir of Ord, Glasgow, Perth.

Hochprofessioneller Screenshot******

Hauptsächlich in BnB, aber auch einmal in einer Ferienwohnung und einmal im Hotel. Die Strecke zwischen den Orten ist insgesamt 1.108 Kilometer lang – Abstecher und Tagestouren noch nicht inklusive.

Auch nicht miteingerechnet sind die vermutlich vielen Kilometer zu Fuß, wenn wir im Nordosten bzw. an der Ostküste sind, die ich zurücklegen werde, um Puffins zu sehen. Ich habe schon zum RB gesagt: „Ich verlasse Schottland erst, wenn ich Puffins gesehen habe.“

——————————-
* Nein, es heißt nicht Destille(n)

** Ich war bislang nur 1997 da.

*** Der nicht ganz optimal liegt, aber gut.

**** Wir hatten schon mal zusammen ein paar in dem Ort rausgesucht, aber eben nichts gebucht.

***** Und eigentlich sieben, aber die siebte entfiel wegen Zusammenlegung auf anderen Ort.

****** Über die Drucktaste von der Tastatur geht es bei mir nicht. Also Bild vom Bildschirm.