Ee Schnibbelsche

Ee Schnibbelsche

Eine Zeit lang ging ich nicht so gerne auf unseren kleinen Markt im Viertel. Er ist immer mittwochs und samstags. Und wirklich schnell zu Fuß zu erreichen. Aber die Qualität war nicht so toll. Ein paar Mal hatte ich wirklich Pech mit dem Päggscher Grie Soß und auch sonst kam mir zu vieles nicht aus der Region. Dann ging auch noch das Waffeleisen beim Metzger kaputt. Und mal ehrlich, wie soll eine denn den Samstag zelebrieren, wenn sie keine Waffeln zum Kaffee bekommen kann.

Doch der Erzeugermarkt ist auch nicht mehr das, was er einmal war. Bieten die Stände mittlerweile Gemüse aus allen Ländern an. Warum also in die Ferne schweifen?!

Waffeln gibt es auf unserem Märktchen zwar immer noch nicht wieder. Doch die Qualität von Obst und Gemüse ist besser geworden. Und der Metzger, der zwar keine Waffeln mehr hat, ist wirklich gut und lecker – also seine Fleisch- und Wurstwaren. Die lange Schlange spricht jeden Mittwoch und Samstag für sich. Und das Team ist auch immer für einen Scherz zu haben:

Der RB steht wie es sich gehört mit etwas Abstand zu mir, während ich schon bedient werde.
„Junger Mann, wie können wir Ihnen helfen, oder gehört“, die zweite Verkäuferin blickt zu mir, „der zu Ihnen?“
„Ja, wir gehören zusammen.“
„Einer muss ja die guten Sachen nach Hause tragen“, meint die erste, unsere, Verkäuferin.
„Mal sehen, wie schwer das wird. Ob ich das überhaupt schaff.“
„Ja, geben Sie dem armen Mann lieber ee Schnibbelsche Wurst, bevor er völlig entkräftet ist“, grinse ich.
Unsere Verkäuferin grinst zurück, nimmt die Kinderwurst aus der Auslage, schneidet eine Scheibe ab und reicht sie dem RB: „Jetzt sollte es gehen.“

Ja, bis nach Hause hat er unsere Einkauftaschen geschafft.

Liebes Tagebuch am Fünften (Februar 2019)

Liebes Tagebuch am Fünften (Februar 2019)

Ich bin noch nicht wieder im Blogflow. Keine Ahnung, warum. Vielleicht ist es einfach so. Aber Tagebuchbloggen geht immer und so beantworte ich Frau Brüllen gerne ihre Frage: WMDEGT?

0h30 Nachdem ich die Puffin-Tour für den Schottland-Urlaub im Juli gebucht, mit dem RB noch seine Broschüre durchgeguckt und besprochen habe, rufe ich die Bettzeit aus. Also ab ins Bad.

3h00 Während der RB neben mir seelig schläft und schnurchelt, komme ich nur in so einen Dämmerschlaf und wache immer wieder auf, weil der RB eben nicht nur schnurchelt, sondern auch schnarcht. So geht es die ganze Nacht weiter, bis um

7h15 der Wecker klingelt. Ich kann aber völlig orientierungslos nicht aufstehen, sondern erst um

7h35 Da finde ich das Kind wach (gut) in seinem Zimmer. Lesend (toll). Nicht angezogen (nicht so gut). Also schnell anziehen (das Kind) und Frühstücksdose bereiten (ich).

7h50 Das Kind ist auf dem Weg zur Schule. Und ich muss mich wieder ins Bett legen.

10h10 Der umgestellte Wecker weckt. Ich werde langsam wach.

10h30 Ich bekomme einen Tee ans Bett gebracht <3 Habe aber keine Ruhe, ihn im Bett zu genießen. Stehe auf.

10h40 Kurz eine e-Mail verschickt. Der RB ist mit Brötchen zurück. Wir frühstücken. Dann mache ich mich fertig, verabschiede den RB ausgiebig, denn er ist über Nacht weg und steige um

12h00 ins Auto, um in die Landeshauptstadt zu fahren.

12h45 Ankunft in der Agentur. Ich kümmere mich um ein Projekt, geselle mich dann kurz zur Mittagsgesellschaft.

14h00 Meeting 1

14h30 Meeting 2

15h00 Telefonkonferenz

16h15 Briefing

16h30 Ich mach noch kurz was an dem Projekt, das ich vor dem Meetingmarathon angefangen habe.

16h45 Abfahrt nach Hause. Nur gut, dass das Kind schon groß ist und mit dem Schlüssel allein in die Wohnung kann.

17h45 Ankunft zu Hause. Kurz diesdasjenes machen, das Kind redet auf mich ein, ich sortiere mich. Dann mache ich Pfannkuchenteig und Pfannkuchen.

18h40 à table! (So früh essen wir selten. Aber eigentlich ist das ganz gut.)

20h00 Das Kind durfte, naja, konnte, bis jetzt (nun ist das Internetz an seinem Tablet weg) daddeln und schlüpft ohne Diskussion in den Pyjama, geht sich die Zähne putzen und ins Bett. Huch?! Ich sage gute Nacht und will mich vor den Fernseher fleezen, aber dann fällt mir die Wäsche ein, die der RB angemacht hat. Und dann sehe ich, dass er Kochwäsche mit 95 °C interpretiert hat. Nun, es scheint, als hätten alle Wäscheteile die noch nie erlebte Hitze überlebt. Dann aber aufs Sofa und „This is us“ gucken.

22h15 Heute passiert nicht mehr viel.

Gute Nacht!

Lichtblicke 2018

Lichtblicke 2018

Seit 2013 gibt es zum alljährlichen Fragebogen auch einen persönlicheren Rückblick: meine Lichtblicke. 2018 habe ich ja das Bloggen temporär eingestellt. Nun versuche ich wieder in den Flow zu kommen. Keine Ahnung, ob es wieder täglich etwas zu lesen gibt. Derzeit noch nicht. Aber irgendwie kann ich auch noch nicht wirklich weiterbloggen, ohne das letzte Jahr Revue passieren zu lassen. Seit der letzten Dezemberwoche bewege ich im Hinterkopf, was ich über 2018 zu schreiben habe. Wenn ich das alte Blog, Twitter und instagram überfliege, habe ich im letzten Jahr insbesondere nachgedacht über:

  • Impfen bzw. die Idiotie von Impfgegnerinnen
  • §218/218a und §219
  • #Seebrücke
  • Menschen, die im Mittelmeer ertrinken und Menschen, die Menschen im Mittelmeer ertrinken lassen
  • die immer deutlicher werdenden Rechtsrücke in diversen Parteien
  • das Dasein als (steuerrechtliche Ex-) Alleinerziehende
  • DSGVO und was mit dem Blog passieren soll
  • Krankheit, Alter und Tod
  • Menschen, die meinen in Handlungen und insbesondere Nichthandlungen von Menschen deren Grundhaltung zu erkennen
  • Gin und Whisky
  • das generische Femininum (je länger ich es privat verwende, desto mehr muss ich darauf aufpassen, dass ich es nicht beruflich verwende)
  • links und rechts
  • Krisen-PR
  • Frauenrechte und Feminismus

Dennoch war das letzte Jahr – wenn ich es mit einem Wort beschreiben müsste – „GlittaFlitta“ und deswegen werde ich etwas von meiner bisherigen Form abweichen, aber chronologisch bleibe ich doch (Verlinkungen kommen dann, sobald ich das alte Blog weiter umgezogen habe):

Januar: Das Jahr beginnt mit Glitza, (viel) Gin und Kultur (Museum und Kino). Wie „immer“ kommt das Kind am Ferienende wieder nach Hause, ich habe Geburtstag und der Alltag rückelt sich wieder ein – also Arbeit, Rugby-Training, Aikido, Unternehmungen.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Nicht ganz so toll sind die 350 Euro fürs Falschparken und meine Begegnung in Genf.

Februar: Direkt am 1.2.2018 sehen der RB und ich uns das erste Mal in Echt und alles ist anders. Es beginnt die Tweep-Smørgås-Essensreihe. Ich habe wieder Kultur (Museum, Theater) und Wellness mit einer der Besten. Der Kv ist zum vorerst letzten Mal bei uns. Für den midi-monsieur klärt sich endlich die Schulsituation und er wird die verhasste bisherige Klassenlehrkraft nie wieder sehen müssen.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Überhaupt nicht schön ist dass mein Vater im Krankenhaus wegen Lungenkrebsverdacht vorstellig wird (und es für lange Zeit nicht mehr verlassen kann).

März: Der März ist „bipolar“: Auf der einen Seite sind der RB und ich sehr glücklich miteinander. Auch das Kind ist mir der Situation durchaus zufrieden. Auf der anderen Seite ist da die Sorge um meinen Vater. Es vergeht Woche um Woche, ohne dass es eine Diagnose gibt. Dennoch genießen der midi-monsieur und ich noch den letzten Schnee, fahren Rad. Zu dritt verbringen einen schönen Abend im tiefsten Taunus. Der RB beschließt bei uns einzuziehen. Als das Kind in die Ferien beim Kv aufgebrochen ist, kommen liebe Freunde zu Besuch. Ich mache eine Stadtführung mit und meine Haare wechseln von schwarz zu rot. Ende des Monats gibt es endlich Entwarnung bei meinem Vater: kein Krebs.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Die Sorge um Papa stresst mich sehr und die blöde Sehnenscheidenentzündung im Fuß ist auch – tadaa – für die Füß.

April: Zu Ostern kommt dem RB sein Vater zu besucht. Der RB und ich machen Urlaubspläne für Sommer und Herbst. Es geht – für mich – auf die ersten Konzerte des Jahres (insgesamt 3). Wir holen zusammen das Kind in Paris ab. Dann ziehen wir die Zimmer in der Wohnung um (und das Gästezimmer wird sehr lange Baustelle sein). Ich trenne mich von uralten Unterlagen. Es ist viel schön, sodass wir viel Zeit mit Herrn Weber und auf dem Balkon verbringen. Ich muss beruflich über Nacht weg, was die erste Feuerprobe für den midi-monsieur und den RB allein ist. Zudem hat die Rugby-Saison wieder richtig begonnen.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Aus irgendwelchen Günden hakt die Kommunikation zwischen meiner Mutter und mir, was zu einer gewissen Aufgewühltheit meinerseits führt.

Mai: Der Mai beginnt mit einem gemeinsamen Ausflug ins Schwimmbad. Wir machen ein paar Radtouren (allein, zu zweit, zu dritt). Nach dem Rugby-Festival hat das Kind Klassenfahrt. Dann geht es zur Garty-Party. Ich hatte mich angeboten, im Rahmen der Projektwoche an der Schule ein Projekt zu leiten. Das war zwar anstrengend, aber auch sehr schön. Am Ende des Monats zieht der RB zieht mit seinen Möbeln ein. Der Balkon wird endlich sommerfit gemacht.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Wer auch immer die Maus auf den Balkon eingeladen hat, hätte sie auch gerne abholen können. Noch nerviger sind allerdings die Streptokokken beim Kind (inkl. ärztlicher Notdienst und schlecht vertragenes Antibiotikum).

Juni: Da wir aufgrund von Feiertagen, Rugby und Ferienanfang die Kindergeburtstagsfeier verschieben, entspannt sich der Kind-Geburtstagsmonat etwas. Doch wir haben trotzdem noch viele Termine und viel zu tun: das Kind auf seinem ersten Mini-Festival, viel Arbeit, Fahrt mit dem Rugby nach Frankreich, das Kind spielt Theater, ich bringe dem midi-monsieur nach Frankreich, Konzert und ich muss zwei Hautstellen prophylaktisch stanzen lassen. Dafür haben wir endlich einen Standkorb. Spannend war es für das Kind und mich am Computer live dabei sein zu können, als Alexander Gerst auf der ISS ankommt. Ich bin das Rot in den Haaren leid und lasse mir zum Übergang einen halben Feather-Cut schneiden,
Verzichtes hätte ich gerne auf: Der Juni ist immer stressig. Wir müssen eine Mausefalle anschaffen. Mein Vater muss nun doch operiert werden.

Juli: Der RB und ich fliegen nach Berlin für ein Festival in Potstdam. Weil wir schon mal da sind, nehmen wir an der (ersten?) Seebrücke-Demo in Berlin teil. Wir treffen meine Nichte. Dann fahren wir Tandem um die Seen und treffen dabei Mademoiselle ReadOn. Wieder zu Hause wird eine Woche gearbeitet und Tattoo Nr. 4 kommt unter meine Haut. Dann geht es in den Urlaub in die Bretagne. Mein erster wirklich echter Urlaub seit 2015 (abgesehen von Wochenendtrips mit dem Kind). Auf dem Rückweg sammeln wir das Kind beim Kv ein. Am 27. fahren zusammen zur Heppenheimer Sternenwarte, um die Mondfinsternis zu erleben.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Die Hitze in Frankfurt schlaucht mich schon sehr. Und unserer französischer Vermieter zerrt auch an den Nerven. Dass ich mir die Nase am Rollladen kaputt mache, hätte auch nicht sein müssen.

August: Das Kind hat in der letzten Ferienwoche noch Rugby-Camp, dann geht der Alltag langsam los. Wobei der Schulalltag erstmal noch eine Übrgangslösung ist. Dafür beschließe ich mit dem Kind eine Abmachung, die Schule, Hausarbeiten und Lernen anbelangt, die immer noch erfolgreich wirkt. Scott zieht bei uns ein. Es geht auf ein Konzert, zu dem der midi-monsieur aus reinem Pragmatismus mitkommt. Es finden einige Radtouren statt (zusammen und alleine). Wir falten viele Seebrücke-Boote – für so und für die Demo -, denn Seenotrettung ist kein Verbrechen. Am Ende des Monats wird der Geburtstag vom Kind mit einer Übernachtungsparty nachgefeiert.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Es ist immer noch sehr heiß. Die Reperatur meiner Brille zieht sich etwas (zu) lag). Die Ereignisse in Chemnitz erschüttern mich. Aber das Schlimmste ist der Schlaganfall bei meinem Vater.

So und nun wird es etwas schwieriger, denn ich hatte ja im August beschlossen, eine Blogpause einzulegen. Das war gut. Denn ich merkte, dass mich das tägliche Bloggen stresste: Immer der Gedanke „oh, ich muss ja noch“ und dazu mein Anspruch bestimmte Themen tagesaktuell zu verbloggen.

September: Der Monat fängt mit Rock gegen Rechts an. Die neue Lehrerin vom Kind tritt ihren Dienst an und ich freue mich. Ich muss auf Jobtrip nach Wales. Es geht auf die große Frankfurter Seebrücke-Demo – ja, auch hier „muss“ das Kind mit. Er soll das ruhig frühzeitig lernen. Ansonsten plätschert der Monat mit Arbeit so vor sich hin, bis wir für den zweiten Urlaub des Jahres (yeah!) packen müssen. Ich freue mich riesig über das Objektiv, dass mir Giardino schenkt und das rechtzeitig vor unserem Abflug nach Schottland ankommt.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Die Auswirkungen des Schlaganfalls bei meinem Vater (v.a. Aphasie) sind heftig. Mich erschüttern trotz aller „linker“ Aktivitäten die politschen Entwicklungen in Deutschland. Und dass kurz vor Abflug die Karten für das New-Model-Army-Konzert unauffindbar sind, verhagelt mir doch sehr die Laune (zum Glück lässt es sich lösen).

Oktober: Die erste Woche sind wir im Urlaub auf Pressereise in Schottland. Wir sehen und erleben viel. Toll war auch, dass die Freunde, die im April bei uns waren, auch in Schottland sind und sich unsere Wege für 2 Tage kreuzen. Das New-Model-Army-Konzert in Glasgow war für mich als Fangirl natürlich ein besonderes Highlight. Nach dem Urlaub heißt es: Arbeit, Arbeit, Arbeit mit Job-Trip nach München. Dazwischen bleibt auch noch Zeit für Tattoo Nr. 5 (Erdbert auf dem rechten Arm), zum Seebrücke-Pussyhat stricken. Das Kind ist dann auch wieder aus den Ferien da. Der RB hat Geburtstag und wir gehen (diesmal nur zu zweit) auf ein Konzert.
Verzichtes hätte ich gerne auf: … die Landtagswahl, weil ich mich nicht entscheiden kann und das Ergebnis (der Wahl gesamt) ist auch … tjanun … bescheiden.

November: Arbeit, Arbeit, Arbeit – ich muss u.a. nach Berlin (wie immer hinfliegen, Veranstaltung und zurückfliegen). Es laufen die letzten Rugby-Turniere bei nochmal schönem Wetter. Wir nutzen die Gelegenheit und besuchen eine liebe Internet-Freundin. Es gibt erstmals Grippeimpfung für alle. Ich gehe mit dem Kind (und einem Kumpel) zur Kinder-Kunst-Nacht. Und dann machen wir einen Ausflug nach Marburg. Ich beginne die alljährliche Keksbackaktion zu planen, während wir zusammen schon den nächsten Urlaub in Schottland organisieren.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Der November ist recht entspannt. Es gibt so gut wie nichts, das mich übermäßig stresst.

Dezember: In diesem Haushalt gibt es 7 Adventskalender – zwei davon sind musikalische, die der RB für den midi-monsieur und mich individuell bestückt hat. Ich backe bis zum 13. gefühlt durchgehend Kekse. Was nur kurz unterbrochen wird von einem Job-Trip nach Leipzig, Käsefondue bei einer der besten, Nikolaus, der #frauleinzuhaus-Aktion auf Twitter. Dann ist alles parat für den Adventskaffee, der wie immer sehr toll ist. So viele liebe Menschen! In der letzten Ferienwoche geht es für uns drei zum FeineSahneFischfilet-Konzert. Den Ferienstart beginnen der midi-monsieur und ich in Zürich. Heilig Abend sind wir bei meinen Eltern, am Tag drauf im Saarland beim Vater vom RB. Bevor das Kind nach Frankreich gebracht wird gehen wir zusammen zum Busters-Konzert. Der RB und ich bleiben eine Nacht in Paris, wofür wir eine sehr niedliche Mikro-Wohnung ergattert haben. Der Tag im Centre Pompidou war quasi der Jahresabeschluss, denn am 30. und 31. haben wir nichts gemacht.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Der midi-monsieur hat mal wieder Streptokokken und muss Antibiotikum nehmen. Dazu hat der RB sich eine fette Erkältung eingefangen, die er dank Arbeit auch verschleppt. Das Ergebnis: In Paris verbringen wir den Abend in der Wohnung und nicht wie geplant im Restaurant und im Jardin des Plantes.

Mal sehen, was 2019 so bringen wird.

12von12 (Januar)

12von12 (Januar)

Weil ich Samstag erst spät zu Hause war, dann noch ein Post-Konzert-Dinner einnehmen, duschen und Serie gucken musste (also alles nicht nur ich, sondern wir), und ich dann gestern nicht richtig an das Blog/ WordPress kam, halt erst heute die 12von12-Sammlung.

Mehr 12von12 sammelt wie immer Draußen nur Kännchen.

Friedensstiftend

Friedensstiftend

Viele Kinder haben ja im Kindergartenalter eine unsichtbare Freundin. Das ist nichts Schlimmes und zeugt – wie ich las – von geistiger Gesundheit bei der Brut. Die Funktion ist unterschiedlich: Mal ist es die starke Heldin, die sich mehr traut als das Kind selbst. Mal ist es diejenige, die immer den Blödsinn macht, den das Kind selbst ja nieeee machen würde.

Der midi-monsieur hatte einige unsichtbare Begleiterinnen: Lange erzählte er sehr phantasievoll von seinen Brudas. Und das so bildhaft, dass mich die Erzieherinnen darauf ansprachen und fragten, ob er denn wirklich Einzelkind sei. Später kamen dann die Minions. Und immer mal wieder taucht Herr Niemand auf. (Oh Wunder, oh Wunder, vor allem dann, wenn das Kind nicht weiß, warum sein Zimmer aussieht, als sei es explodiert.)

Herr Niemand ist in irgendeiner Weise verwandt mit Karlheinz und Elvira. Genau konnten wir das noch nicht klären. Aber es ist ziemlich sicher, dass sie zusammen mit dem RB eingezogen sind. Und das ist gut so, obwohl bzw. gerade weil die beiden ein Chaotenpärchen sind: Sie lassen Dinge stehen und liegen, wo sie gerade fallen. Sie räumen nicht auf. Sie sind unkonzentriert. Sie kümmern sich nicht ums Putzen. Sie vernachlässigen die Wäsche. Sie vergessen regelmäßig, die Spülmaschine anzuschalten oder auszuräumen. Sie haben kein Problem damit, dass der Biomüll sie persönlich begrüßt. Es stört sie auch nicht sonderlich, dass das Gästezimmer immer noch nicht fertig ist.

Das klingt anstrengend und ist es auch. Aber gleichzeitig ist es auch sehr entspannend. Denn wann immer irgendein Chaos auftritt, ist davon auszugehen, dass es eine der beiden war. Genau können und wollen wir das gar nicht rausfinden. Wir, der RB oder ich, stellen den Makel fest, fluchen kurz über Karlheinz oder Elvira, beheben das Problem und freuen uns, dass wir weder mit Elvira noch Karlheinz zusammen sind und dieses Chaos unsere Beziehung belasten müsste.

Liebes Tagebuch am Fünften (Januar 2019)

Liebes Tagebuch am Fünften (Januar 2019)

Das Tagebuchbloggen vonmitfür Frau Brüllen ist womöglich eine gute Gelegenheit, wieder in den Blogflow zu kommen. Hier also mal wieder ein Einblick in „WMDEDGT?

0h10 Wir, der RB und ich, kommen nach einem Konzert in Aschaffenburg und einem kleinen Abstecher zum Laden nach Hause. Unser Tagesrhythmus ist noch etwas aus den Fugen, weswegen wir erst jetzt die unterwegs besorgten Döner als Abendessen verspeisen.

0h25 Möglicherweise wäre ins Bett zu gehen vernünftiger, aber wir gucken lieber zwei Folgen von „The man in the high castle“ (Gefällt uns bislang sehr gut, nachdem wir Vikings abgebrochen haben.).

2h40 Zähneputzen und ab ins Bett.

8h40 Ich wache auf. Möglicherweise weil der RB nicht neben mir liegt. Ich finde ihn auf dem Sofa, wohin er wohl auswanderte, weil er mich mit seiner Husterei nicht wach machen wollte. Er kommt nochmal mit ins Bett. Wir schlummern so vor uns hin, bis um

9h30 die – naja, zumindest mein – Wecker klingeln.

11h05 Wir schlürfen Kaffee auf dem Markt. Wir haben an die Gemüsenetze und die Einkaufsliste gedacht. Zuvor haben wir zu Hause Wäsche sortiert und eine Maschine angemacht, das Essen für heute Abend geplant. Ich habe schon den Gelbwurst-Teig für afghanische Ravioli angesetzt. Der darf ruhen.

12h25 Wir sind wieder zu Hause. Der Markt war kleiner als sonst. Weswegen wir keine Äpfel bekamen. Aber sonst alles. Weil die Nacht kurz bzw. beim RB zudem recht bescheiden war, legen wir uns hin.

13h05 Wie geplant bin ich nach einer guten halben Stunde wieder frisch(er). Der RB darf liegen bleiben. Ich mache in der Wohnküche klar Schiff und bereite Raviolifüllung und Keema vor.

14h15 Als der RB wach wird, fange ich gerade an, die Ravioli zu basteln. Also erstmal den Teig ausrollen. Das ist ausreichend anstrengend und ich sinniere über die Anschaffung einer Nudelwalze nach. Aber dafür mache ich Aushak nicht oft genug. Der RB wirft ein, dass ich es evtl. öfter machen würde, wenn so ein Dings hier rumstünde. Ich denke darüber nach. Vielleicht würde auch einfach ein besseres Nudelholz helfen.

16h00 Die Nudeln sind vorbereitet. Der Joghurt tropft immer noch ab. Wir räumen weiter die Wohnung auf bzw. ich bereite die Galette des rois vor.

17h30 Alles ist vorbereitet. Ich versuche meine Mutter anzurufen.

17h45 Meine Mutter ruft zurück. Ich bin hin und her gerissen. Es ist schwer für sie. Also die Situation mit meinem Vater. Es ist schwer für meinen Vater. Sehr. Ich würde gerne (mehr) helfen, aber ich habe das Gefühl auf eine fixe Meinung (bei meiner Mutter) zu stoßen, der ich nur zustimmen kannsollmuss. Sicherlich wäre es einfacher, wenn uns keine 300 Kilometer trennen würden. Aber ich habe trotzdem das Gefühl, dass mein Anteil am „mental load“ größer ist, als die Anteile, die meine Brüder abbekommen. Aber ich rede ja nicht mit denen, also bleibt es ein Gefühl.

18h15 Telefonat beendet. Ich beschließe die Überlegung, noch duschen zu gehen, mit „nein“. Gut so, denn um

18h20 klingeln die Gäste.

Wir essen lecker:

  • Nüsslisalat mit warmer Champignonvinaigrette
  • Aushak
  • Galette des Rois mit Mandel-Mohn-Füllung und dazu
  • selbstgemachtes Granatapfeleis

Und trinken degustieren viele interessante Ginse:

  • Bertha’s Revenge
  • H2B
  • Citadelle
  • Skin Gin
  • Tinte-Gin
  • OriGinAl
  • Jinzu
  • Mackmyra Lab

Hach, schön und lecker war’s. Jetzt machen der RB und ich es uns noch auf dem Sofa gemütlich.

Bislang startet das Jahr ganz gut.

Verzweiflung

Verzweiflung

Vor einem Jahr beschloss ich dem Blog ein Update zu gönnen: eigene Domain und damit keine Werbeeinblendungen mehr für die Leserinnen. Ja, das kostet Geld, aber das war mir der mein Spaß wert. Zumal ich dadurch auch mehr Speicherplatz für Bilder hatte. Und ich blogge gerne mit Bildern.

Mitte 2018 zeigte sich, dass der neue Speicherplatz für die Bilder knapp wurde. (Ja, sicherlich könnte ich die Bilder noch kleiner bzw. weboptimierter abspeichern. Aber ich möchte nicht 3.750 Bilddateien auf ihre Größe überprüfen.) Außerdem nervte mich wordpress.com zunehmend. So richtig DGSVO-kompatibel ist das nämlich alles nicht. Also reifte die Überlegung: selbstgehostetes Blog. Und dann mal eben den Blog vom .com auf .org migrieren.

Hahaha, „mal eben“.

Mal eben geht nicht. So gar nicht. Menschen (genau ein Mensch) mit deutlich mehr Verständnis für die Materie haben sich schon die Zähne ausgebissen.

Dabei bietet WordPress eine einfach zu bedienende Import-Export-Funktion. Die allerdings etwas schwach auf der Brust ist: Ein paar Einträge konnte ich umziehen – wie ihr sehen könnt. Bilder aber so gut wie gar nicht. Blogbeiträge mit Bildergalerien wollen auch nicht zügeln und integrierte Tweets verhindern auch, dass ein Post vom littleb.blog. zu littleb.de will. (Wobei letzters wohl an dem neuen §$%&-Editor Gutenberg liegt.) Dazu kommt, dass das tägliche Bloggen eine immense Datenmenge erzeugt hat, die irgendein Server nicht handeln kann. Selbst Monatshäppchen sind zu umfangreich.

„Aber“, möchte mir die eine oder der andere zurufen, „es gibt doch gute Plugins.“ Jaha, die gibt es. Und die kann ich fürs neue Blog auch problemlos installieren, doch um für ein wordpress.com-gehostetes Blog Plugins installieren zu können, bedarf es den Professional-Tarif. Ähm, nein.

Ich weiß noch nicht, wie ich das handhaben werde. Alles per Hand zu übertragen, ist definitiv keine Option. Aber so ganz ohne all die Posts der Vergangenheit möchte ich hier auch nicht weiterbloggen. Das fühlt sich nicht gut an – irgendwie unvollständig.

Und mit dem Theme hier bin ich auch noch nicht glücklich.


2018-F&A

2018-F&A

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
9.

Zugenommen oder abgenommen?
etwas zu.

Haare länger oder kürzer?
Viel kürzer.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gleich.

Mehr ausgegeben oder weniger?
Mehr (für Urlaub).

Der hirnrissigste Plan?
Ich mache keine hirnrissigen Pläne – also aus meiner Warte heraus. Andere mögen das anders sehen.

Die gefährlichste Unternehmung?
So spontan ich auch bin, aber in Gefahr begebe ich mich nicht.

Der beste Sex?
Also, das ist … nein, ich werde jetzt nicht aus dem Nähkästchen plaudern.

Die teuerste Anschaffung?
Keine größeren Anschaffungen gemacht.

Das leckerste Essen?
Viel lecker gegrillt. Und die Crepes in der einen Creperie kurz vorm Pointe du Raz waren schon sehrsehr gut.

Das beeindruckenste Buch?
Ich kam nicht wirklich zum Lesen bzw. schlafe sicher nach 2-5 Seiten ein, sodass ich „Inside AfD“ bislang noch nicht beenden konnte, obgleich es durchaus spannend und interessant ist.

Der ergreifendste Film?
Ich habe nicht viele Filme gesehen. Und ergriffen hat mich davon eher nichts.

Die beste CD?
Die einzige CD, die ich mir 2018 gekauft habe, war die neue von Zaz. Aber hierläuft viel Musik. Viel neues ist mit dem RB eingezogen. DIE eine beste CD gab es aber 2018 nicht. Wobei … wenn ich mich entscheiden müsste, dann „Between the lines“ von The Hacklers.

Das schönste Konzert?
New Model Army (Ayo, Baboon Show, Feine Sahne Fischfilet, The Busters)

Die meiste Zeit verbracht mit…?
… dem mini-monsieur und dem RB

Die schönste Zeit verbracht mit…?
… RB.

Vorherrschendes Gefühl 2018?
Hui, alles anders, alles toll.

2018 zum ersten Mal getan?
ganz kurze Haare.

2017 nach langer Zeit wieder getan?
Mich verliebt. Mir Sorgen um meinen Papa gemacht. Urlaub.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
– Lungengeschichte von meinem Papa
– den Franzosen, der mein Nein nicht sofort akzeptierte
– Schlaganfall von meinem Papa

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
Meinte Mutter davon, dass sie ihre Schmerzmittel nehmen soll (und muss). Ist noch nicht vollbracht

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Da zu sein. Ein kleines Geschenk als Geste.

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Zeit, der RB sich selbst und Unterstützung.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Ja, klar will ich Dich wiedersehen.“

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
„Wir sind immer für Dich da“

Mehr Kohle oder weniger?
Mehr.

Besseren Job oder schlechteren?
Immer noch selbstständig, aber mit neuen Autraggebern.

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Die Erkenntnis, dass ein Mann doch in mein Leben passt.

Mehr bewegt oder weniger?
Physisch habe ich mich etwas weniger bewegt. Ansonsten hat sich hier viel bewegt.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Nichts Ernsteres.

Davon war für Dich die Schlimmste?
nichts.

Dein Wort des Jahres?
Seebrücke.

Dein Unwort des Jahres?
Krankenhaus.

Dein Lieblingsblog des Jahres?
Ich habe keinen Lieblingsblog. Ich lese die Blog in meiner Blogroll gerne.

2018 war mit einem Wort…?
Glitzer-Flitter.

Dein grösster Wunsch fürs kommende Jahr?
Dass mein Vater weiter Fortschritte macht und der Frust über die kleinen Schritte nicht überwiegt.

Damals: 2017, 2016, 2015, 2014, 2013

Ruhe

Ruhe

Beim Blick auf den kleinen Kalender da in der rechten Menüleiste dreht mein innerer Monk ja etwas hohl: Da gibt mittlerweile ein paar viele Tage, an denen ich nicht täglich gebloggt habe. Und ich weiß auch noch nicht, ob ich sie nachbloggen werde. Denn der Grund fürs Nichtbloggen war: keine Zeit. Der Schreibtisch und die To-Do-Liste quellen (immer noch) über. Aber ich bin ja zum Glück keiner verpflichtet, täglich zu bloggen. Auch wenn nach drei Jahren ja schon fast von Gewohnheitsrechten die Rede sein könnte.

Dazu kommt, dass ich den Blog neu aufsetzen muss, damit ich wieder Bilder bloggen kann. Ich habe dazu schon umfangreiche Hilfestellung bekommen, muss mich aber mal damit auseinandersetzen. ABER: keine Zeit (s.o.).

Vielleicht brauche ich auch einfach eine schöpferische Pause fürs Blog. Vielleicht aber auch nicht. Ich weiß es nicht. Vielleicht überkommt es mich direkt heute Abend und ich komme wieder in den Blogflow. Was weiß ich.

Auf jeden Fall: Mir geht es sehr gut. Das Privatleben ist immer noch sehr primast und glücklich sind der RB und ich auch noch.

Kuh vom Eis

Kuh vom Eis

Puuuh, das war jetzt ein ganz schönes Mammutprojekt. Seit zwei Wochen stand die Mammutkuh auf dem Eis und bewegte sich nicht weg.

Dass ich daran nicht so lockerflockig vor mich hinschreibe, war mir zwar klar, aber dass ich da so ewig lang dransitze, hätte ich nicht gedacht.

Nun gut. Es ist erstmal fertig und beim Kunden.

Jetzt kann ich hoffentlich wieder besser schlafen.