Balkonien

Balkonien

Habe ich schon mal erwähnt, wie sehr ich unseren Balkon mag. Bestimmt, denn er war ein sehr wichtiger Grund, warum ich mich vor nun fast 6 Jahren für die Wohnung entschieden habe. Wow… 6 Jahre. Ich habe noch nie so lange am Stück in irgendeiner Wohnung gewohnt – außer in der Wohnung, in der ich aufgewachsen bin.

Dieses Jahr ist der Balkon allerdings so schön wie nie, was an mehreren Dingen liegt;

  • Standkorb
  • keine Sandmuschel mehr
  • Herrn Weber
  • Lichtkonzept mit neuen Solarlampen
  • neue Wimpelkette
  • die Hochbeete sind ordentlich bepflanzt
  • alles grünt und blüht und treibt Früchte

Und endlich werden auch die Tage und insbesondere die Abende wieder so schön, dass wir uns auf dem Balkon aufhalten können.

Bloggen auf dem nächtlichen Balkon

Balkonien ist schon schön. Und ich freue mich auf den weiteren Sommer.

Alles klar

Alles klar

Wenn ich könnte, würde ich ja schon den Koffer packen, aber das ist doch etwas früh (zumindest für uns). Am Donnerstag muss er allerdings fertig sein und ich muss zwei Koffer zwischen 15 und 18h30 am Flughafen einchecken, denn am Freitag werden das Kind und ich keine Zeit dafür haben.

Dafür haben der RB und ich heute alle Unterlagen ausgedruckt: Mietwagen, Unterkünfte, Fähren und Whisky-Touren. Ich habe für den ersten Abend schon das Restaurant gebucht. Denn Freitagabend könnte es durchaus schwierig werden, für acht Personen Platz zu finden. Insbesondere, wenn ein Kind dabei ist, dass in Schottland ja nicht in alle Lokalitäten rein darf. Außerdem las ich heute erstmalig (ja, erst heute!), dass ich für die Puffin-Tour – habe ich erwähnt, dass wir zu den Puffins fahren werden? – die Bestätigungs-e-Mail (Voucher) noch in die richtigen Tickets umtauschen muss. Am besten am Tag vorher (da kommen wir ja schon an) bis 17h30 (hah, wichtiger Zeitanker, der berücksichtigt werden muss, wenn wir an dem Tag reine Fahrtzeit eh schon 2,5 Stunden haben).

Zusätzlich zu den Einzelunterlagen gibt es noch eine Übersicht, in die ich die wichtigsten Fahrzeiten eingetragen habe, damit wir vor Ort nicht unnötig routieren müssen. Außerdem gibt es eine myMaps, in der alles drin ist, was für uns wichtig sein könnte. Dazu noch ein Tablet, auf dem wir eine Offline-Karte unserer Reiseregion speichern werden. Das hat beim letzten Mal in Schottland bestens bewährt.

Bald geht es los und es wird sicherlich toll.

Verzögerungen

Verzögerungen

Es gab keine konkreten Timings, aber dennoch hat sich der Zeitplan für heute durchaus verzögert.

Spätes Frühstück um 12h00 kann eine eher Brunch nennen. Dadurch waren wir erst gegen 15h00 bei meinen Eltern. Irgendwie hatte ich ja gedacht, dass wir um die Uhrzeit schon wieder auf dem Weg nach Frankfurt gewesen wären.

Als wir losfahren, war auf der einen Strecke so viel los, dass wir die andere nahmen und so in eine Vollsperrung fuhren, die uns anderthalb Stunden Verzögerung bescherte.

So konnte ich aber wenigstens etwas schmunzeln, als wir im fototauglichen Tempo am OWL-Schild vorbeifuhren

Andere Regionen haben Sehenswürdigkeiten wie Schlösser, Burgen und Denkmäler…

Wir hätten auch nicht bei stimmungsvollem Licht eine Brücke im Nichts gesehen

Und vermutlich hätten wir auch früher gegessen.

Salat-Bausatz. Alle sind satt geworden.
Massage

Massage

Der Zustand meines Vaters ist ernst und es ist klar, dass er nicht vollständig rekonvalesziert. Wichtig ist, den Status zu erhalten. Optimum ist es, diesen zu verbessern.

Anfang April sah es danach aus, als würde es schwierig werden zu verhindern, dass es schlechter wird.

Heute war er für all das erstaunlich fit. Er ist sprachlich fitter, die Mobilität muss trainiert werden (und wird es auch). Er hat Schmerzen, aber weiß auch, was ihm gut tut.

Zum Beispiel Massagen vom Enkel, …

… die dieser ihm gerne macht.

Was eine so tut

Was eine so tut

Hin und her und her und hin. Für meine Verhältnisse sehr viel im Auto gesessen. Diskutiert. Standpunkte vertreten. Geschrieben. Mich als Weibchen mit Ahnung von nix präsentiert. Nickerchen gemacht. Viel getrunken. Rad gefahren. Beeren gegessen. Kuchen gebacken. Unter der Hitze gelitten. Dinge geklärt. Puffin-Whisky probiert.

Das Kind schreibt

Das Kind schreibt

Auf den letzten Metern übt die Klasse des Kindes doch noch, Aufsätze zu schreiben. Und – oh, Wunder – das Kind hat Spaß daran.

Daher freue ich mich, dass ich eine Geschichte im Internet veröffentlichen darf:

6+1

6+1

Das Kind hat nur noch sechs reguläre Schultage plus den letzten zur Verabschiedung. Vermutlich fällt auch noch ein Tag für Schwimmbad weg und Eis essen gehen sie wohl auch noch mal. Der Drops ist halt gelutscht. Sollen sie die letzten Tage noch genießen.

Ich habe aber auch nur noch 6 Arbeitstag bis zum Urlaub. Den Brückentag habe ich mal mit „frei“ deklariert. In die sechs Tage muss noch einiges rein, aber es ist überschaubar und vieles davon ist tatsächlich „Kleinkram“. Insgesamt wohl noch so 10 Seiten Text.

Mein Zusatz-Großprojekt habe ich heute Mittag abgeschlossen und ich bin durchaus stolz. Das war ein kleiner Kraftakt, aber hat doch ziemlich Spaß gemacht. Nach meinem Urlaub bin ich auch wieder zu solchen Schandtaten bereit. Aber bis dahin darf und muss es ruhig bleiben. Ich habe auch neben dem Job noch genug zu tun bis zum Abflug.

Langer Abend

Langer Abend

Partys, zu denen eine keine Lust hat, aber irgendwie doch gehen muss, werden entweder wirklich schlecht oder doch ganz gut.

Das heutige Klassenfest fällt unter zweiteres. Auch wenn ich mir mit den meisten Eltern auch nach 4 Jahren als Eltenbeirätin immer noch nichts zu sagen habe. Ob es möglicherweise an mir liegt?

Tjanun, wenn es so sein sollte, ist es so. Ich kann es nicht ändern, ich hab mich ja nicht gewählt, sondern nur zur Wahl aufstellen lassen.

Trotzdem nochmal ein paar interessante Interna hier und da aufgeschnappt.

Achach…

Den Abend dann entspannt auf fremden Terrassen beendet. Mit viel Wein, büschen Whisky und viel Quatschen, während das Kind mit dem besten Kumpel eine Etage höher zockte. Um 23h15 war da irgendeine Mission beendet und bereitwillig wurde das Gerät abgeschaltet. Das Kind ging ohne Murren nach Hause, dann zum Zähneputzen und auch ins Bett.

Alles wird gut.

Irgendwie.

Irgendwann.

Lieber midi-monsieur!

Lieber midi-monsieur!

Nein, ich schreibe Dir nicht jedes Jahr einen Geburtstags-Blogbeitrag. Aber die erste Null, der erste zweistellige Geburtstag ist schon was Besonderes. Außerdem ist diese Zeit gerade etwas Besonderes. Denn neben Deinem Geburtstag ist es gerade auch die Zeit der Umbrüche.

In den Hort gehst Du seit diesem Monat nicht mehr und es war eine recht elende Nervenangelegenheit. Insbesondere die Zeit, seitdem Du zu den Großen gehörtest. Da wurde (und wird) einfach viel falsch gemacht. Im besten Fall hat es Deine Resilienz gestärkt. Aber letztlich sind wir einfach nur froh, dass es nun vorüber ist.

Die Grundschulzeit ist auch in zwei Wochen vorbei. Ab August gehst Du dann in die weiterführende Schule und ich bin sehr froh, dass Du einen Platz an der Wunschschule bekommen hast. Du bist noch etwas skeptisch. Aber das bist Du ja immer bei Transitionen. Wobei es auch echt blöd ist: Erst seit dem 2. Halbjahr in Klasse 3 läuft es gut für Dich in der Grundschule. Endlich ist die Grundschulzeit so, wie sie sein soll oder kann. Es täte Dir sehr gut, wenn ihr als Klasse noch eine Jahr mehr zusammen hättet. Denn nun werdet ihr sehr verstreut über Frankfurt und Du hast Angst um Deine Freundschaften. Ich hoffe sehr, dass Du die Chance, die sich diesbezüglich durch den Schulwechsel ergibt, auch als solche begreifst.

Ich wünsche Dir dabei, dass Du aus den Konstanten – Rugby, Aikido und natürlich auch mir – viel Kraft für alle Umbrüche, Veränderungen, Zweifel ziehst. So wie Du das schon in den vergangenen Jahren getan hast. Ich wüsste nicht, wo Du ohne den sportlichen Ausgleich stehen würdest und möchte auch gar nicht darüber nachdenken.

Denn es ist viel passiert in den vergangenen 10 Jahren und ich wünsche Dir (und auch mir), dass die nächsten 10 Jahre nicht wieder so ereignisreich werden. Damit Du auch wieder mehr zur Ruhe kommen kannst. Dich auf die Pubertät konzentrieren kannst, die sich immer mehr ankündigt. Damit Du entspannt die nächsten 6 Jahre Schulzeit überstehen kannst. Beziehungsweise wünsche ich Dir, dass die nächsten 10 Jahre so laufen, wie sie für einen jungen heranwachsenden Mann halt laufen sollenkönnenmüssen.

Und auch wenn ich es oft anstrengend finde, bin ich froh, dass Du Dich mir gegenüber nicht verstellst, um (mir) zu gefallen. Ich wünsche Dir, dass Du das auch in andere Lebensbereiche noch mehr mitnehmen kannst. Dass Du Kraft aus Dir ziehst, dass Du Dein Ding machst, dass Du nichts machst, nur weil es die Peergroup macht, aber letztlich eigentlich nicht Dein Ding ist. Ich setze da viel Hoffnung auf die nächsten Jahre, in denen Altersunterschiede eine immer geringere Rolle spielen werden, und auf die Heterogenität in der neuen Schule, dass Du Dich weniger anpassen musst.

Noch bist Du mein kleiner Großer, der an vielen Stellen so mutig ist. Der manchmal etwas chaotisch und verpaddelt ist. Der klug, aber auch stinkefaul ist. Der verantwortungsbewusst und selbstständing ist und dem ich vertrauen kann. Der so weltoffen und interessiert ist.

Bleib wie Du bist und hab keine Angst, Du zu sein!

<3 Deine Mama