Abschottung, Tag 84

Abschottung, Tag 84

Der RB wollte wieder schnarchen. So schlafe ich erst spät, als er wieder ins Gästezimmer gezogen ist.

Ich versuche mir meinen FREItag zurückzuerobern. Das klappt derzeit nur mittel. Aber wenigstens kann ich ausschlafen.

Am Rechner trifft mich kurz der Schlag, weil Dinge verschlimmbessert wurden und es mich nervt, wenn ich Dinge wieder und wieder erkläre und dann die Beratung nicht berät, sondern einfach übers Stöckchen springt, den die Kundin hinhält.

Dann kümmere ich mich um ein paar Projekte. Die Kundin ist happy. Unser Kontakt ist wirklich gut. Ich sehe schon kommen, dass wir bald beim Du sind.

An anderer Stelle ärgere ich mich dafür. Sehr. Tjanun, Freud und Leid einer Dienstleisterin. Agenturalltag.

Zwischendurch puzzle ich das zweite Puzzle aus dem Puzzlezirkel fertig.

Um 17h30 mache ich den Rechner aus. Der RB und ich sind unentschlossen ob des Abendessens. Wir haben Hunger und keine Lust zu kochen. Wir bestellen nach etwas Hin und Her Frankfurter Schnitzel für alle. Die liebste Frankfurter Küch‘ bietet kein Bestell- und Abholservice mehr an, also testen wir was anderes. Lecker war’s.

Um 19h15 muss ich mich hinlegen. Um 19h30 bimmeln die Pestglocken, was mich sehr nervt. Um 19h40 schlafe ich ein – für 20 Minuten Powernap. Ich bin aber unleidlich und bleibe noch im Bett. Dann gehe ich duschen und stecke die Füße in die Fitzelsocken.

Die #CorotäneKneipe muss ohne mich anfangen.

Abschottung, Tag 83

Abschottung, Tag 83

Dieses Internet ist sehr, sehr merkwürdig manchmal. Gestern twitterte ich folgende Begebenheit:

Nicht nur, dass der so viele Likes hats, sondern dass er auch geretweetet wurde – und zwar nur von Menschen, die mir nicht folgen. Außerdem schien er einige Menschen sehr zu triggern – eigene Trennungskindgeschichte, Rosenkrieg. Väterrechtler hatte ich mir zum Glück nicht eingefangen. Aber dennoch führte ich absurde Diskussionen dazu mit Menschen, die ich nicht kenne, die mir nicht folgen, die die Geschichte dahinter nicht kennen. Ich musste halt arbeiten und hatte so leider nur kurz Zeit für Amüsemeng. Aber mal im Ernst: Dinge einfach stehen lassen geht nicht, oder?!

Nun denn. Ich schüttel den Kopf und schmunzel etwas, aber freue mich lieber darüber, dass mein (sic!) Internet im Normalfall super ist. So super, dass das Kind wohl ein supercooles Geschenk zum Geburtstag bekommen wird. Hachz.

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Mein Wecker klingelte um kurz nach 8h00, weil ich vor 9h00 zur Bank musste, damit ich ab 9h00 ausreichend Bargeld für die Zollauslösung habe. Um 8h35 verließ ich das Haus, ging zur Bank, zum Bäcker und war um 8h55 wieder zu Hause. Hoch lebe das Dorf.

Ich arbeitete ab 9h00 bis 16h30 durch. Nur kurz unterbrochen von einem kurzen Frühstück.

Das Kind hatte zwischendurch virtuelles Klassenzimmer. Der RB hatte frei musste nicht in den Laden.

Um 16h30 wollte ich nicht mehr auf dem Computer starren und puzzelte. Ab und an machte der Rechner ein Geräusch und ich guckte oder telefonierte. Der RB ging derweil einkaufen, damit wir ein gesundes und ausgewogenes Mahl zu Abend haben würden. Ob des Wetters wurde es Spaghetti-Bolo, was endlich wieder geht, jetzt wo das Kind keine Hyrax mehr hat.

Nach dem Essen waberte ich zwischen Puzzle und Arbeit noch ein wenig hin und her, las dem Kind vor und guckte mit dem RB die vorletzte Folge von Good Omens.

Abschottung, Tag 82

Abschottung, Tag 82

Ups, wir haben sowas wie verschlafen. Als tapere ich direkt an den Schreibtisch. Ich kümmere mich um Projekte, räume parallel noch ein bisschen auf, schicke das Kind zur Buchhandlung und dann zur Schule, arbeite weiter, gehe duschen, verabschiede den RB, habe eine Telko, die glücklicherweise zu Ende ist, bevor die Putzhilfe kommt. Endlich wieder nach 12 Wochen.

Ich verziehe mich auf den Balkon, um dort zu arbeiten. So kann die Putzhilfe unbeobachtet arbeiten und wir haben genug Abstand.

Ich komme gut voran.

Zwischendrin kommt der dhl-Bote mit einer Zolllieferung. Blöd nur, dass ich vorher nicht über die Summe informiert worfen war und so kein Bargeld im Haus hatte.

Die Putzhilfe geht und unsere Wohnung ist wieder sauber. Blitzblanksauber. Überall gleichzeitig.

Ich habe noch eine Telko. Das Kind kommt von der Schule. Reicht mir eine Nussecke rein <3 und vergisst dann durchs Daddeln sein Rugby-Training. Ich denke auch nicht dran, denn ich versuche nach getaner Arbeit erst dhl zu erreichen. Zum Glück mit Erfolg, die Sendung wird morgen erneut zugestellt. Dann bespreche ich mich kurz mit meiner Mutter, weil ich für sie Handyangelegenheiten regeln möchte. Es ist etwas schwierig beim Handyanbieter meiner Eltern zum Kundenservice zu kommen. Erst als ich den Computer anschnauze: „Ich will verdammich einen echten Menschen sprechen.“ werde ich von einem echten Mensch begrüßt. Einem echt kompetenten Mensch. Ich schildere ihm das Problem und er kann es gut und höchst zufriedenstellend lösen. Meine Mama ist glücklich.

Dann kümmere ich mich ums Abendessen: Gegrillter Haloumi mit gegrillter Ananas. Sehr lecker. Dazu noch gegrillte Reste.

Weil wir spät dran sind, sind wir auch erst später in der #CorotäneKneipe.

Abschottung, Tag 81

Abschottung, Tag 81

Das Kind hat Frühdienstschule. Ich kann aber noch nicht aufstehen, als das Kind weg ist und ich lege mich nochmal in sein Bett. Der RB schnurchelt in unserem Bett.

Ich arbeite vor mich hin. Das Kind kommt nach Hause. Der RB geht (sic !) zur Arbeit. Ich arbeite weiter. Es scheint, als habe ich ein Problem erzeugt. Ein spätes Telefonat ergibt, dass ich’s nicht verbockt habe.

Dann gehe ich einkaufen, weil wir noch Obst brauchen fürs Abendbrot.

Das Kind hat ein neues Lieblingsessen.

Weil der RB noch Steuerdings macht, setze ich mich auch noch mal an den Rechner.

Dann räumen wir noch ein bisschen die Wohnung auf, weil morgen – endlich – mal wieder unsere Putzhilfe kommt. (Ich habe ihn die ganze Zeit, die er jetzt nicht kommen sollte, trotzdem bezahlt.)

Ansonsten mein Empfinden zum Weltgeschehen:

Mein Verständnis für all die und das Bekloppte(n) auf der Welt ist erschöpft.

Seufz. Wo wird das alles noch enden?

Abschottung, Tag 80

Abschottung, Tag 80

Ich etappe mich immer wieder bei dem Gedanken, dass ich es schon nett fände, mut allen im Haus in unserem Hof ein Fest zu feiern, wenn klar ist, dass wir uns wieder gefahrlos begegnen dürfen. Aber dann sehe ich, wie unverwundbar sich einige im Haus verhalten und habe keine Lust mehr.

Lieber plane ich mit dem RB eine echte Fakehochzeitsparty, zu der wir alle einladen, die uns lieb und wichtig sind, die wir derzeit nicht sehen können denen wir derzeit nicht nahe sein dürfen.

Oder wenn wenigstens ein reales Treffen der #CorotäneKneipe-Teilnehmerinnen. Gerne auch in Dänemark. Dann sehen wir alle (endlich wieder) was anderes.

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Der RB und ich haben seit langem (seit Beginn der Abschottung?) wieder in einem Bett geschlafen. Ohne Schnarchen seitens des RB geht das. Wir schliefen aus, wobei ich länger schlief als der RB, was dieser nutzte, um mir Tee ans Bett zu bringen.

FrühSpätstück gab es auf dem Balkon – mit Omelette und sehrsehr leckerer Mango. Und Tage, die auf dem Balkon beginnen, enden auf dem Balkon. So will es das Balkongesetz.

Der RB machte Dinge am Computer. Ich machte etwas Grünschnitt, tropfte die Olive um. Dann wollte ich Zitronenkuchen backen, weil da aber ein paar Orangen rumlagen, machte ich einen Orangenkuchen. Dieser war pünktlich zum Kaffee-Zoom-Date mit Freunden fertig.

Nach Kuchen und Wein kümmerte ich mich um die Fotos von gestern, der RB bereitete das Abendessen vor. Ich gesellte mich später zu ihm und machte zwei Soßen.

Alles bereit – auf dem Balkon

Das waren mein erstes Mal Sommerrollen. Und es war gut. Ich mag Modulessen, bei dem jede das nimmt, was sie mag.

Essen, das mit den Fingern gegessen wird, hat das Kind am liebsten

Bevor das Kind früh (haha, zumindest früher als sonst, weil morgen Frühschichtschule) ins Bett ging, spielten wir noch zusammen Karten. Dann vorlesen, schlafen (das Kind) und Good Omens (der RB und ich).

Könnte ich bitte noch einen Tag frei haben?!

Abschottung, Tag 79

Abschottung, Tag 79

Obwohl Sonntag ist, haben der RB und ich uns Wecker gestellt, damit wir rechtzeitig für unsere Wanderung loskommen. Heute soll es in den Odenwald gehen und das bedeutet eine knappe Stunde mit dem Auto.

Nach dem Frühstück will ich Brötchen holen. Da der nächste Bäcker – warum auch immer – nicht geöffnet hat, muss ich woanders hin. Das dauert etwas länger als geplant. Dann Proviant fertig machen, Schuhe zusammensuchen und ab ins Auto. Um 13h20 sind wir in Breuberg und los geht’s:

Wie immer hat Else, also Komoot, tolle Wege gefunden, auf denen außer uns – abgesehen von der Obrunnschlucht – so gut wie keine andere unterwegs ist. Das ist wirklich gut. Auch das Kind macht gut mit – trotz neuer Schuhe und leicht blauem Knie.

Bevor wir wieder losfahren, bestellen wir unser Essen vor. Das wir dann auf dem Rückweg abholen. Das ist ein sehr praktisches Verfahren, denn so müssen wir nur zu Hause den Tisch decken und können essen:

Das war Persisch und sehr, sehr lecker.

Abschottung, Tag 78

Abschottung, Tag 78

Der RB und der Junior RB lassen mich ausschlafen. Um 10h45 wache ich auf. Tee ist fast fertig und dann frühstücken wir. Gestärkt übe ich mich in Bondage sichere ich das Paket, das die Freundin in Belgien mit Sommerklamotten versorgen soll, mit viel Pakettesa.

Weil ich doch nicht mit dem RB mitfahre, um zum Markt zu kommen, verheddere ich mich etwas in der Geburtstagsgeschenkbestellung fürs Kind. Glücklicherweise, denn so bin ich noch zu Hause, als die SMS vom Radladen kommt, dass mein Rad inspiziert und repariert ist. Yeah!

Ich mache mich fertig, nehme Helm und Schloss mit und gehe zum Radladen. Die Werkstattschlange ist erfreulicherweise nicht sehr lang und schnell habe ich mein Rad wieder. Yeah!

Auf dem Rad fahre ich zum Markt. Unterwegs will ich noch Geld abheben – auf dem Markt geht ja nur Bargeld -, aber die Automaten sind leer. Ich fahre trotzdem zum Markt. Ich will ja nur zum Metzger.

Als ich dran bin, leite ich ein: „Ich habe ein Problem. Der Geldautomat unterwegs war leer und jetzt habe ich kein Bargeld. Bekomme ich trotzdem was und kann es nächste Wiche bezahlen?“ „Kein Problem. Wir kennen Sie ja.“

Mit Uffschnitt und Grillfleisch radel ich wieder heim.

Das Kind und ich essen Erdbeeren und telefonieren mit meiner Mutter. Gegen 18h00 scheuche ich das Kind auf, dass wir doch noch mal nach besseren Wanderschuhen für ihn gucken sollten. Als wir losgehen, kommt der RB gerade wieder.

Vor dem Schuhladen ist eine ziemliche Schlange. Es dürfen nur 18 Menschen in den Laden und anscheinend bietet sich Samstagabend 30 Minuten vor Geschäftsschluss bestens für Familienausflüge* in Schuhläden an. Wir haben Glück: erstens dürfen wir um 18h35 noch rein und zweitens finden wir ein paar Wanderschuhe (und ein Paar Halbsandalen**) fürs Kind.

Wieder zu Hause kümmern wir uns ums Abendessen (der RB und ich) und Balkongießen (das Kind). Dann Essen und bevor wir unsere Kinoabendreihe „Filmklassiker füts Kind“*** beginnen, setze ich noch schnell Krautsalat an****.

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* Ja, wir sind auch eine Kleinstfamilie. Aber halt nicht Mutter, Vater Kind(er) und Säugling, der als Mensch zählt.

** Keine richtige Sandalen, eher so eine Art Trekkingsandale, aber vorne geschlossen

*** Heute „Blues Brothers“, den auch ich zum ersten Mal sehe.

**** Ob der Menge werden wir die nächsten 10 Tage Krautsalat essen (müssen).

Abschottung, Tag 77

Abschottung, Tag 77

Als der Wecker um 9h30 klingelt, möchte ich noch nicht aufstehen. Gegen 10h00 bringt mir der RB Tee ans Bett. Gegen 10h15 wanke ich Richtung Schreibtisch. Ich werde schon vermisst und ärgere mich ein wenig darüber, dass die Kolleginnen denken, dass ich bei einer 30-Stunden-Woche 24/5 erreichbar und verfügbar bin.

Ich beende ein paar Projekte. Das tut gut.

Um 16h00 mache ich den Rechner nicht nur zu, sondern auch aus. Irgendwann ist mal gut. Außerdem will ich noch Dinge einkaufen. Ich scheuche das Kind auf, mich zu begleiten. Zusammen machen wir uns auf den Weg. Ich zu Fuß, das Kind per Roller.

Kurz vor dem ersten Ziel stürzt das Kind mit dem Roller. Auf der Straße. Weil er so weit vorgerollert ist, sehe ich es nicht sofort, sondern höre ihn nur. Ich sprinte los und sammel ihn von der Straße. Das linke Knie ist aufgeschlagen, der Ellenbogen angekratzt. Die Handgelenke tun etwas weh. Ich überprüfe, dass die Handgelenke nichts Ernstzunehmendenes haben. Zum Glück scheint es nur die Haut zu sein, die schmerzt. Aus dem 2. Stock im Haus, vor dem wir gerade stehen, ruft uns eine Dame zu: „Brauchen Sie das?“ und winkt mit einem Päckchen Taschentücher. Ich bin sehr dankbar, denn ich habe so gut wie nie Taschentücher bei mir. Noch nie. Wir haben Wasser dabei und können so die Wunde am Knie reinigen. Das Kind ist tapfer und damit er sich nicht in seinem vermeintlich Unglück verliert, sage ich ihm zum Trost: „So müssen Kindersommerknie aussehen. Ich sah als Kind jeden Sommer so aus.“

Die Worte wirken. Wir können unseren Weg fortsetzen: Asialaden und dann bester Mini-Baumarkt. Zum Schuhladen – für endlich mal Wanderschuhe fürs Kind – will er nicht. Stattdessen gehe ich kurz in den Drogeriemarkt und hole noch was zur desinfizierenden Wundversorgung. Und einen kleinen Schokoriegel fürs Kind.

Wieder zu Hause verheddere ich mich in der Zeit und habe keine Lust, alles zu kochen, was wir geplant haben. Etwas zu spät gehe ich nochmal in den Supermarkt. Dadurch essen wir auch erst später als geplant und können erst später in die Kneipe. Wobei der RB erstmal „auf“ ein Konzert geht.

Die heute doch recht kleine Runde dauert wieder lang. Aber schön ist es, wie wir uns immer mehr kennenlernen. Ich mag die Diskussionskultur in unserer Runde.

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Nachtrag von Mittwoch: Endlich hat das Finanzamt meine Steuerklasse geändert. Nach nur 23 Monaten und 9 Tagen seit der ersten Nachricht meinerseits ob der Steuerklassenwechsels hat es endlich geklappt.

Abschottung, Tag 76

Abschottung, Tag 76

Als ich ins Bett gehe, zwitschern schon die Vögel. Änder aber auch nichts daran, dass ich trotzdem um 10h00 wieder am Schreibtisch sitze. Ich arbeite so durch den Tag. Ansonsten passiert nichts Spannendes. Irgenswann machen der RB und ich eine Essensplan und später gehen wir zusammen einkaufen. Dann kochen wir schnell, denn der RB muss um 20h00 arbeiten.

Das ist schon ein bisschen lustig, ihn bei der Arbeit zu beobachten. Und dabei zu wissen, wer so alles dabei ist. Ich könnte was auf Twitter leaken, mache ich aber nicht.

Zum Ins-Bett-Bringen lese ich dem Kind Känguruchroniken vor. Und danach probieren der RB und ich Good Omens als neue Serie für uns. Ja, vielleicht könnte das was werden.

Abschottung, Tag 75

Abschottung, Tag 75

Eigentlich müsste ich den heutigen Tag aus der Zählung rausnehmen. Heute war ich nicht abgeschottet. Ich habe nur kurz gearbeitet. Bis 14h00. Dann fuhr ich mit dem RB los gen Offenbach. Er musste zum Laden und ich hatte – tadaa – einen Friseurtermin. Dort war ich über zwei Stunden. Mit Mundschutz. Und alle um mich rum auch mit Mundschutz – mehr oder weniger korrekt getragen. Das fühlte sich alles gar nicht so komisch an, wie befürchtet. Es tat gut, betüddelt zu werden. Und es tat sehrsehr gut, dass der Mopp endlich vom Kopf ist.

Danach wollte ich mich eigentlich nur kurz dem RB zeigen. Außerdem hatte ich Durst und ich wollte nicht in irgendeinen Laden. Also ging wieder zum Laden. Doch dann kam die eine Freundin vorbei und wir quatschten zu dritt. Von einem Freund führte der Rückweg von der Arbeit an uns vorbei und wir quatschten zu viert weiter (bzw. zu dritt, der RB musste zwischendurch auch mal arbeiten). Irgendwann meldete sich das Kind vom Rugby zurück und wir fassten einen Pizzabeschluss. Es kam fast zu einem Eklat zwischen dem Kind und mir, aber dann fand ich doch online die Speisekarte vom Pizzamensch unserer Wahl. Als der RB und ich fahren wollten, kam

der dritte Mensch vorbei, mit dem wir befreundet sind.

Es tat so gut, mit den Leuten zu quatschen, sie zu sehen. Aber gleichzeitig fühlte es sich so falsch und komisch an, die Leute nicht zur Begrüßung umarmen zu können. Nicht nah beieinander stehen zu dürfen. Weird world.

Auf dem Rückweg holten der RB und ich die vorbestellten Sachen beim Pizzamensch ab.

Nach dem Essen war ich auf einmal total fertig. Sicherlich spielte die kurze Nacht mit rein, aber mich hatten diese 6 Stunden außerhalb der Wohnung in der Zivilisation mit wechselnden Menschen und Eindrücken echt schwer gefordert. Das musste ich erstmal verarbeiten. Anderthalb Stunden schlief ich, dann konnte ich die Dringlichkeit des einen Projekts* nicht mehr ignorieren und setze mich nochmal an den Rechner, um es fertig zu machen. Es wurde sehr spät. Sehrsehr spät.

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* Extra-Auftrag