Der Nachtalb

Der Nachtalb

X-42 Tage bis zur zweiten Welle

Ich komme nicht in die Pötte und habe eine ewig lange To-Do-Liste.

Das Kind geht nicht raus. Ach nee, nur kurz: Er holt sich zwei Bücher ab, die ich für ihn bestellt habe. Ich bin gespannt, ob sich das abends rächt, denn dieses Rumgespuke je.den A.bend nervt.

Um 21h30 ist für ihn Internetschluss aka Abgabe der digitalen Medien. Nach einem kurzen Disput lese ich ihm Die unendliche Geschichte weiter. Um kurz nach 22h00 verlasse ich hoffnungsvoll sein Zimmer.

Tja, um es kurz zu machen: Um 0h15 schlief er immer noch nicht. Er musste auf Klo, ihm war zu warm, hörte die Flöhe husten, hatte Durst, musste auf Klo, ihm war zu heiß…

Ich flippe aus. Es nervt. Es nervt ganz furchtbar. Ich möchte Feierabend haben. Ich möchte Zeit mit dem RB haben ohne von „ich kann nicht schlafen/mir ist warm/mir ist kalt/ich hab Hunger“ unterbrochen zu werden. Ich möchte abends noch 2-3 Stunden nur für mich.

Und vor allem möchte ich mein Kind nicht irgendwann am Ende genervt anmotzen, auf dass er dann heulend einschläft.

Wildkatzen, Amphibien und The King

Wildkatzen, Amphibien und The King

X-41 Tage bis zur zweiten Welle

Wir komnmen (zu) spät ins Bett. Ich bin noch nicht lange eingeschlafen, da rummst es. Ich baue das Geräusch zunächst in meinen Traum, werde dann aber um 4h00 wach wegen Gewitter. Bis ca. 6h30 liege ich wach. Yeah, Top-Voraussetzungen für unseren Wandertag.

Als ich gegen 11h30 wach werde, habe ich schon Tee am Bett. Dann kümmere ich mich um die Frühstückswaffeln: Low-Carb-Waffeln nach diesem Rezept (das ich nochmal verbesserte):

Zutaten
160 g Haferflocken
20-30 g Leinsamen
1 TL Backpulver
12 M-Eier
500 g Magerquark
50 mL Sahne
Wasser

Zubereitung

  • Haferflocken und Leinsamen zu Mehl schreddern (ich hab da so einen Untersatz zum Stabmixer).
  • Eier und Prise Salz schaumig schlagen.
  • Quark unterrühren.
  • „Mehl“ + Backpulver einrühren.
  • Sahne zufügen und nur so viel Wasser, dass der Teig noch ausreichend zähflüssig bleibt
  • Im geölten Waffeleisen – nicht ganz heiß – ausbacken.
  • Nach 8 Waffeln habe ich einen Rest Kokosraspeln und noch einen Schuss Sahne in den Teig gerührt und
  • (Die Waffeln sind relativ geschmacksneutral, wer mag, kann daher auch gerne 1 EL Zucker zum Teig geben.)

Wir haben extra mehr Waffeln gemacht, damit wir welche als Proviant mitnehmen können. Denn heute ist Sonntag und Sonntag ist Wandertag. Diesmal geht es in den Taunus. Ich hatte von einem Wildkatzen- und Amphibienlehrpfad bei Ober-Mörlen gelesen. Und als ich die Route mit Else plante, sah ich noch einen interessanten Schlenker. Wir kommen etwas spät los.

Das war eine schöne Wanderung, aber auf dem Amphibien-Lehrpfad gab es fast ausschließlich Schilder zu sehen und keine Amphibien: Fast alle Tümpel waren ausgetrocknet. Der Regen fehlt. Es ist zu heiß und das nicht erst seit gestern. Die vielen toten Bäume im Wald, der trockene Nadelregen sprechen die gleiche Sprache.

Weil wir spät losgekommen sind, sind wir auch erst um 19h15 wieder am Parkplatz. Teile der Wandertruppe haben bereits großen Hunger, andere Teile der Wandergruppe haben aber keine Lust essen zu gehen. Die Situation droht zu kippen. Ich bestelle noch während der Fahrt Poké-Bowls (alles andere gestaltet sich schwierig mit LowCarb). Wir holen sie noch auf dem Weg ab.

After-Wander-Essen ordered by Sailor Moon

Tja und da sollte eine meinen, dass das Kind nach der Wanderung müde sein sollte. Weit gefehlt. Das Kind spukte echt lange rum. Zu lange. Da muss wieder Grund rein.

Ein Test, ein Anfang

Ein Test, ein Anfang

X-40 Tage bis zur zweiten Welle

Weil der RB und ich einkaufen waren, bevor er in den Läden musste, war am Nachmittag nichts zu tun. Ich hätte bei der Hitze auch nichts tun können. Und so hing ich einfach auf dem Bett ab, daddelte durchs Internet, bestellte Dinge, begann eine neue Serie*.

Ich vergesse immer, dass der RB samstags nur bis 17h00 arbeitet. Und fing daher vermeintlich zu spät an zu kochen. Doch während des Kochens fiel mir ein, dass der RB ja noch einen Termin nach der Arbeit hat.

Für heute hatten wir ein Kochexperiment entschieden. Also der orientalische Tomatensalat ist kein Experiment, den kennen wir. Der ist lecker. Aber da kommt Hackfleisch rein. Und weil ich schon seit einiger Zeit mit dem Gedanken schwanger gehe, ob und wie wir weniger Fleisch essen können, haben wir Hackfleischersatz** gekauft.

Links: mit Ersatzhack; rechts: mit Rinderhack

Es war ein Unterschied zu schmecken und zu sehen, aber nicht wirklich im Sinne von besser oder leckerer.

Mal sehen, was wir noch ersetzen können und – ich bin ehrlich – wollen.

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* Dietland. Ich bin noch nicht sicher, was ich davon halten soll.

** von Garden Gourmet

Es reicht

Es reicht

X-39 Tage bis zur zweiten Welle

Es ist heiß heute. Ich bin mal wieder froh um unsere EG-Wohnung, bei der die Fenster nach Nordosten und Südwesten rausgehen. Wenn wir bis Mittags die Rollläden der Nordostfenster unterlassen und spätestens dann die Rollläden der anderen Seite runter machen UND die Fenster schließen, bleibt es derzeit in der Wohnung immer noch deutlich kühler als außerhalb.

Das Kind hat heute seit längerer Zeit mal wieder mit Frankreich kommuniziert. Allerdings nicht mit dem Kv, sondern mit der Tante. Die Tante ist die Freundin vom Bruder des Kv und die Mutter von des Kindes Cousine. Die Frau ist etwas … speziell. Wenn das Kind in Frankreich ist, ist er wohl ganz gerne bei ihr. Allerdings meldet sie sich zwischen den Ferien vom Kind nie bei ihm.* Dass sie dieses Jahr direkt am Geburtstag gratuliert hat, lag am Zoom-Meeting. Die ganzen Jahre zuvor kam nichts, denn in der Regel war das Kind ja immer kurz nach seinem Geburtstag in Frankreich** und zwei, drei, vier Wochen später reicht ja auch völlig aus.

Bei mir ist sie unten durch, seitdem sie mich wirklich doof von der Seite angemacht hatte, nachdem es mit dem Kv im November 2014 so eskalierte. Und überhaupt nahm und nimmt sie immer so viel Partei für den Kv, dass eine zwischenzeitlich nicht sicher war, ob sie wirklich mit dem Bruder oder mit dem Kv zusammen ist. Wir haben spätestens*** seit November 2014 keinen Kontakt mehr.

Aber zurück zu heute: Das Kind skypte also mit der Tante. Von sich aus. Warum weiß ich nicht so genau, aber da lasse ich ihm freie Hand. Ich glaube, dass er ein bisschen gehofft hat, dass sie die Wogen etwas glätten könnte. Außerdem ging es wohl darum, ob und wie das Kind sein Geburtstagsgeschenk bekommen könnte, das ja bislang als Köder diente und deswegen nicht verschickt werden konnte.**** Als das Gespräch zu Ende war, war das Kind konsterniert, denn:

  • Die Tante ließ vom Kv ausrichten, dass dieser faché avec lui, also sauer auf das Kind sei. Haha, da hat das Kind direkt doppelt Lust, doch hinzufahren. NICHT!
  • Der Kv könne das Kind ja auch seit Wochen nicht erreichen.*****
  • Die Tante hat die Adresse vom Kind nicht, um ihm was zu schicken. (So schade, dass es in ganz Frankreich niemanden gibt, der ihr da helfen könnte.)
  • Das Kind drehe sich mit seiner Argumentation, warum er nicht kommen wolle im Kreis.******
  • Außerdem müsse das Kind ja auch den Kv verstehen. Dem ginge es ja jetzt schlecht.*******
  • Wenn das Kind nicht nach Frankreich käme, würden sie sich ja so schnell nicht sehen. Und sie würden ihn doch sooo vermissen.********

Ganz ehrlich, bei so viel Mist kann ich nicht mehr diplomatisch bleiben. Da muss ich sagen, was ich denke. Auch dem Kind gegenüber. Ich bin diese französchen Kapriolen und Egotrips so dermaßen leid. Ich weiß gar nicht, wie ich noch mit irgendwem da kommunizieren soll, ohne ausfällig zu werden.

Soll der Kv doch seine vermeintlichen Konsequenzen ziehen und vor Gericht gehen. Ihm sollte dann nur klar sein, dass er sein Kind verklagen muss. Denn es ist das Kind, das nicht will.*********

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* Der Onkel, also Bruder vom Kv, meldet sich allerdings „noch weniger“.

** Dank der frühen hessischen Sommerferien

*** Davor war der Kontakt auch nur darauf beschränkt, wenn wir in Frankreich waren.

**** GooglePlay-Gutscheine.

***** Seine Nummer ist nicht gesperrt, er kann jederzeit hier anrufen. Ob das Kind abnimmet, ist des Kindes Sache.

****** Nee, er muss sie nur mantraartig wiederholen, weil ihn anscheinend niemand ernst nimmt.

******* Für eine Selbstreflektion ist der Leidensdruck aber immer noch nicht hoch genug.

******** Am Arsch. Die haben es die ganzen Jahre nicht auf die Kette bekommen uns auch nur ein einziges Mal in Frankfurt zu besuchen.

********* Ich stehe und stand seit Juli 2015 keinem Besuch im Wege.

Fluchen erlaubt

Fluchen erlaubt

X-38 Tage bis zur zweiten Welle

Arbeit, Arbeit, Arbeit. Irgendwann geht das Kind in den Park. Und kurz drauf der RB zur Arbeit. Hiphiphurra, endlich wieder allein. Arbeit, Arbeit, Arbeit.

Kleiner Exkurs: Mein HomeOffice-Arbeitplatz befindet sich im Wohnzimmer. In der kleinen Nische direkt am Fenster. Das Fenster geht – wie das Wohnzimmer auch – zur Straße hin. Da wir parterre wohnen, fühlt es sich an manchen Tagen an, als säße ich auf der Straße. Leute, die wirklich laut schlechte Musik bei offenem Autofenster hören, tun ihr übrigens. Der Vorteil an diesem Platz: Bis zum frühen Nachmittag knallt nicht die Sonne drauf. Außerdem bin ich ganz nah am Internet. Jetzt im Sommer wechsele ich gerne nachmittags auf dem Balkon. Dann ist der im Schatten und das Mikroklima im Hof ist sehr angenehm.

Heute bin ich aber nicht gewechselt. Gegen 16h00 höre ich ein heulendes Kind. Noch nicht wirklich nah, vielleicht so an der Ampel 70 Meter entfernt. „Das klingt wie das Kind“, denke ich, arbeite aber erstmal weiter. Das Heulen kommt näher und wenn ich nicht sicher wäre, dass das Kind im Park ist, wäre ich sicher, dass es das Kind ist. Aber das Kind hat sein Handy dabei und wenn was wäre, riefe er bestimmt erstmal an. Also weiterarbeiten. Das heulende Kind ist mittlerweile recht nah. Hm, der Kindergarten nebenan hat gerade Schließzeit. Ob es vielleicht doch … das Heulen ist mittlerweile in unserem Fahrradhof angekommen. Aufgrund der Höhe des Hofs hallt es da besonders gut. Ich suche meinen Schlüssel und flitze raus. Da versucht das Kind gerade sein Fahrrad einzuparken – heulend und fluchend. Ich ging im Kopf Dinge durch: Handy verloren, Schlüssel verloren – ach nein, kann nicht sein, er ist ja reingekommen -, Ärger mit anderen Kindern gehabt. Währenddessen höre ich ihn weiter fluchen*: „So eine Kackscheiße. Drecksviecher.“ Mir dämmert es. „Wespen sind die unnötogsten Tiere überhaupt.“ Aha. Er streckt mir den Arm hin. Ich sehe … nichts. Okay, ich stehe auch noch recht weit weg. Ich lotse ihn rein, er wäscht die Händer, ich betrachte das Elend den Stich – nichts drin, nicht großartig geschwollen -, hole ein Kühlpack und verarzte das Kind, inkl. blitzdingsen. Nicht schön, aber nicht schlimm. Weiß er jetzt endlich auch, dass Wespenstiche nicht toll sind, aber in seinem Fall kein, absolut gar kein Grund für Panik sind. Schlauer durch Aua…

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* Ja, hier darf geflucht werden.

Mittwoch, Ende Juli

Mittwoch, Ende Juli

X-37 Tage bis zur zweiten Welle

Hahaha, lacht mich ruhig aus, dass ich tatsächlich kurz dachte, dass es nach dem Urlaub nicht mehr so stressig sein würde wie vor dem Urlaub. Tja, ich hätte es ja auch nicht ahnen können. Nein, nein. Die To-Do-Liste, die ich vor dem Urlaub für nach dem Urlaub geschrieben hatte, war ja auch total kurz. Nicht.

Manchmal bin ich etwas putzig.

Nicht putzig, sondern toll war das Bild, dass sich gestern bei der #CorotäneKneipe bot. In dem einen Bild waren nicht – wie üblich – mein langjährigster Freund J. mit (seiner) Freundin A. zu sehen, sondern auch noch Frau und Herr Rabe sowie die Rabenkinder. Das hat mich sehr gefreut.

Lustig ist die Konstellation: J. und ich sind seit der Schulzeit ca. 25 Jahren befreundet. A. und Herr Rabe kennen sich ebenfalls aus der Schule. Die Schule war bei uns vier die gleiche. Frau Rabe wiederum war auf der gleichen Schule wie mein jüngerer Bruder (aber die kennen sich nicht). Dennoch sind Frau Rabe und ich das Bindeglied. Wir kennen uns aus diesem komischen Internet. Tja, auch da kann eine Freundinnen finden. Und letztlich ist die Welt ein Dorf so groß wie Bielefeld.

Das Kind geht an die frische Luft

Das Kind geht an die frische Luft

X-36 Tage bis zur zweiten Welle

Das Kind war draußen. Im Park. Nachdem zwei junge Männer vor unserer Tür standen, die das Kind noch aus Kindergartenzweiten kennt, und fragten, ob er mit rauskäme. Wir vereinbarten, dass er um 19h00 wieder da sein sollte. Um 18h15 rief er an und bat um Verlängerung bis 19h30. Um 19h20 rief er an und handelte eine weitere Verlängerung bis 20h15 aus. So muss das sein. So sollen Kindersommer sein. Draußen rumstreunern, Kinder kennenlernen, Spaß haben.

Ich hatte abends noch eine Seance* mit meiner Mutter. Per Telepathie** habe ich mit ihr ihre Steuererklärung gemacht. Alles geschafft und geprüft. Meine Mama happy und ich auch.

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* Skypesitzung

** geteilter Bildschirm

Wirklich nötig?!

Wirklich nötig?!

X-35 Tage bis zur zweiten Welle

Seit über einer Woche sind wir zurück aus dem Urlaub, an den ich mit äußerst gemischten Gefühlen zurückdenke:

  • Der Urlaub war toll.
  • Mussten wir wirklich wegfahren?
  • Wir hatten mit wirklich wenig Menschen engeren Kontakt.
  • Aber ein Kontakt reicht letztlich aus.
  • Wir waren nur wenig außer Haus essen.
  • Immer draußen sitzen beim Essen wäre besser gewesen.
  • Rotzbremse da getragen, wo es in D Pflicht ist, auch wenn es in B und F nicht Pflicht war.
  • Es tat so gut, aus den eigenen vier Wänden zu kommen.
  • Musste es wirklich ins Ausland gehen?
  • In D am Meer wären wir vermutlich mehr Leuten zu nahe gekommen.
  • In B und F sind die Inzidenzen nicht so niedrig.
  • Die Erholung und die Auszeit tat uns allen gut.
  • Es war an beiden Orten nicht überlaufen.
  • In D wären wir vielleicht nicht ÖPNV gefahren.
  • Dank hessischer früher Ferien, waren wir früh dran.

Es ist … kompliziert. Dennoch kann ich sagen, dass wir uns bestimmt nicht unverantwortlich verhalten haben. Nicht wegfahren wäre sicherlich möglich gewesen, aber ob das so gesund für unser aller Psyche gewesen wäre?! Wir – insbesondere das Kind und ich – haben uns seit Anfang März und spätestens seit der Schulschließung komplett zurückgezogen und letztlich abgeschottet. Das Kind war wirklich wenig draußen. Ich nur zum Einkaufen. Für unsere Wanderungen sind wir mit dem Auto gefahren. Wir haben so gut wie niemanden persönlich getroffen – und wenn dann immer auf Abstand.

Ich musste nicht. Natürlich muss eine sowas nicht und wenn es nicht gegangen wäre, dann wären wir zu Hause geblieben. Aber ein bisschen in mir MUSSTE dennoch trotz aller Stoa und Katastrophenmodus ENDLICH mal wieder raus. Wollte die Gelegenheit, das kurze Zeitfenster nutzen, um den Kopf frei zu bekommen.

Und doch ist das alles Jammern auf hohem Niveau. Uns geht es gut. Wir sind gesund. Haben wir das aufs Spiel gesetzt?

Noch nie war ein Urlaub ein derartiges guilty pleasure.

Aber ich weiß auch nicht, wie es mir heute ginge, wären wir nicht gefahren.

Äppel für Brombeeren

Äppel für Brombeeren

Ausschlafen. Wie so oft, wenn ich „vormittags“ – so nach 8h00 – nochmal einschlafe, träume ich wild. Diesmal von meinem älteren Bruder und seiner Freundin, die ich noch nicht mal kenne. Sehr absurd.

Nach Spätstück und allgemeinem Rumgepuzzle bekommt der RB einen Rappel: Er muss raus und sich bewegen. Hihi, soweit habe ich ihn ist er schon. Zumindest eine kleine Runde raus. Das Kind will nicht mit.*

Zum Glück ist der Lohrberg nicht weit.**

Im Main-Äppel-Haus nehmen wir Äpfel mit. Was sich kurz drauf als sehr schlau herausstellt: Bereits auf dem Hinweg schwer behangende Brombeersträucher gesehen. Auf dem Rückweg kommen wir an noch mehr vorbei. Kurzerhand kommen die Äpfel lose in meinen Rucksack und wir nehmen die Papiertüte, um Brombeeren zu sammeln.

Nach dem Essen spielen wir noch zu dritt und ich lese dem Kind verhältnismäßig früh vor. Dennoch schläft er um 23h30 immer noch nicht*** und da ist mir kurz die Hutschnur geplatzt.

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* Der war von seinem gestrigen Flug nich so mit Eindrücken voll, dass er sich heute nur berieseln lassen wollte.

** Am Ende waren es dann doch 9 Kilometer.

*** Dieses Gespuke gepaart mit Mamaaaaa-Rufen macht mich wahnsinnig.

Nur Fliegen ist schöner

Nur Fliegen ist schöner

X-33 Tage bis zur zweiten Welle

Für heute ergab sich, dass das Kind seinen Geburtstagsgutschein einlösen konnte. Dank dem Internet – insbesondere Rainer – konnte ich ihm nämlich einen Mitflug in einem „kleinen“ Traktor* Motorsportflugzeug schenken.

Nach Einkauf und spätem Essen** fuhren wir dann endlich*** los gen Egelsbach.

Weil es des Kindes Geschenk war, durfte er entscheiden, ob er allein mitfliegen wollte oder ob ich**** ihn begleiten sollte. Er wollte allein.

Das Kind war sehr happy, als er wieder am Boden war. Er durfte selbst steuern. Hatte wohl einen guten Bluck für die Gegend und erkannte von oben das Felsenmeer, die Grube Messel.

Nun schwebt er weiter… Und sein Wunsch, Pilot zu werden, ist nicht kleiner geworden.

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* O-Ton des Piloten

** hatten kein Frühstück und kein Mittag, sondern erst um 14h30 einen erweiterten Snack für alle

*** Das Kind jibbelte schon seit 10h00.

**** oder der RB