Abschottung, Tag 23

Abschottung, Tag 23

Nach dem Spaziergang durch den Osten Frankfurts gestern wachte ich heute mit einem angenehmen Muskelkater aufgewacht. Hach, das tut gut.

Zum Frühstück gab es Bananenbrot, das ich gestern noch gebacken hatte. Gestärkt rasierte ich dem Kind die Haare. Weil Ferien sind, traute er sich endlich zum Iro. Und hey, es sieht verdammt cool aus. Dann durfte der RB an meinen Hinterkopf. Und ich durfte an seinen ganzen Kopf. Nach dem Duschen stellte ich allerdings fest, dass des RBs 3D-Schwäche Zögerlichkeit zu ein paar Besonderheiten geführt hatten. Kurzerhand schnappte ich mir den Bartschneider und arbeitete nach. Dann nahm ich auch die Schere und kümmerte mich um den Pony und die Kotletten.

Die gute Seite 😉

Während das Kind sich durch die Welt videokonferierte – zunächst war Norwegen dabei, später Frankreich -, brachte ich der Nachbarin das kleine Extra-Bananenbrot. Dann saugte ich ein paar Spinnweben von der Decke, aber Saugfried streikte irgendwann. Tja, da kann ich nichts machen. Dann videokonferierte ich mich mit einem befreundeten Paar. Der RB videokonferierte mit anderen Menschen.

Dann kam ich auf die Idee, dass ich endlich mal das Flugticket vom Kind stornieren sollte und griff zum Telefon – ja, natürlich hatte ich den Buchungscode parat. Und weil ich von lange Wartezeiten in der Hotline ausging, fing ich beim ersten Tuten an, die Grie Soß zubereiten. Dann musste ich irgendwelche Zahlen drücken und kurz hatte ich Angst, wieder in den englischsprachigen Teil geraten zu sein. Doch dann – ich war noch immer bei der Petersilie* – sprach mich eine Dame viel, viel, viel schneller als erwartet an. Ich gab den Buchungscode an. Nein, umbuchen kann ich leider nicht, ich weiß ja nicht, wann es weitergeht. Die Rückbuchung würde etwas dauern. Ja, kein Problem. Ist ja alles unschön genug so.

Danach machte ich die Grie Soß fertig – die Petersilie war ja noch gar nicht verarbarbeitet. Der RB kümmerte sich um Herrn Weber und das Grillen.

Und damit das Kind wenigstens etwas frische Luft bekam, musste er noch mit mir auf den Balkon, um die beiden Avocados endlich einzuplanzen und die Pilea-Babys in ihre Kinderzimmer eigene Blumentöpfe zu überführen.

Danach videokonferierten der RB und ich noch mit einem anderen befreundeten Paar. Es tut gut, sich wenigstens so zu sehen und zu sprechen.

Und als hätte das Kind mitbekommen, dass ich heute das Flugticket zu seinem Papa storniert hatte**, hatte er heute abend besonders großes Vermissen. Wäre er doch auch, wenn keine Pandemie wäre, bereits seit gestern beim Kv. Er weinte und schluchzte viel. Er war traurig und brauchte Einschlafbegleitung. Ich hoffe nur, dass er sich nicht die kommenden zwei Wochen weiter reinsteigert***.

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* Wenn ich Grie Soß mache, rolle ich das Päggscher auf, vereinzele die verschiedenen Kräutersorten. Dann fange ich immer mit der Petersilie an, die anderen Kräuter folgen dann auch sortenrein und in einer bestimmten Reihenfolgen. Am Ende kommt immer die Kresse rein.

** Ich hatte es ihm extra nicht gesagt.

*** ja, das klingt nicht sehr nett. Ich brauche Urlaub.

Abschottung ,Tag 22

Abschottung ,Tag 22

Das Kind hatte gestern wieder einen Fotoauftrag*, damit er sich an der frischen Luft bewegt:

Das Wochenende fing mit Quasi-Ausschlafen an. Hätte ich nicht noch unbedingt eine Folge Mrs. Maisel gucken müssen, hätte ich auch eine Stunde mehr Schlaf bekommen. Aber es war schon okay.

Der RB und ich machten schnell einen Essensplan bis Donnerstag. Dann ging (!!!) er los Richtung Laden (und kam da auch zu Fuß an). Ich ging schnell einkaufen. Das Kind hing derweil im Internet rum.

Allerdings hatte ich gestern einen Rausgeh-Deal vorgegeben: Heute geht das Kind mit mir raus, dafür machen einen Kinoabend.

Also gingen wir gegen 14h00 los. Weil ich kein Mehl bekommen hatte (und tatsächlich mal ein Kilo brauche), gingen wir zunächst so, dass wir an ein paar Supermärkten vorbeikamen. Allerdings war mir entweder die Schlange zu lang oder es gab halt keins. Dafür war „unsere“ Metzger auf dem Markt (das hätte ich 2 Stunden früher wissen sollen), ich kaufte etwas Uffschnitt und Notfall-Grillgut. Und wenn wir schon mal unterwegs waren, konnten wir auch gleich gucken gehen, ob das eine Spargelbüdchen schon an Ort und Stelle ist. Ist es. Also nahm ich auch Spargel für morgen mit.

Dann ging es weiter (bzw. das Kind rollerte) – Richtung Offenbach und damit RB.

Während der Osthafenpark wirklich leer war, …

… war der südliche Main-Uferweg total überlaufen bzw. voll mit Radfahrern.

Ein Radfahrer fuhr mit Vollspeed erstmal in einen Zaun. Eine andere Radfahrerin musste vor unseren Augen notärztlich behandelt werden**.

Dann machten wir uns zusammen mit dem RB, der zwischenzeitlich zu uns gestoßen war, auf dem Weg nach Hause. Weil ich noch einen Mehlversuch starten wollte, ging es über die Kaiserleibrücke zur Metro.

Und dann auch endlich zurück. Wir waren alle schon ziemlich k.o. und als wir zu Hause waren hatten das Kind und ich auch gut 11 Kilometer in den Beinen.

Der Kinoabend war redlich verdient.

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* Farben des Regenbogen sammeln.

** So makaber es ist, aber das Kind weiß jetzt, warum ich darauf bestehe, dass er Helm trägt. Auch beim Rollerfahren.

Abschottung, Tag 21

Abschottung, Tag 21

Nachtrag zu gestern: Ich sollte aktuell keine Nachrichten gucken. Zum einen, weil ich bis zum 19.4. nichts mehr hören will, wie lange eventuellvielleichtmöglicherweise die Kontaktsperre noch laufen wird. Liebe Politikerinnen, macht euch dazu einfach Gedanken hinter verschlossen Türen, aber verdammt nochmal NICHT vor laufenden Kameras. Zum anderen ertrage ich es nicht, dass die himmlische Ruhe um die blaubraunen Nazis durch einen fast 2minütigen Beitrag beendet werden musste. Liebe Medien, gebt denen doch bitte keine Plattform mehr.

Die HomeSchooling-Phase ist vorerst vobei. Das Kind hat im Großen und Ganzen gut mitgemacht. Ja, ich kann verstehen, dass er keinen Bock hatte. Und dafür hat er es gut gemacht. Er kam insgesamt gut zurecht, hat sich meistens helfen lassen und hat mit der Zeit verstanden, dass ich bestimmte Anforderungen an sein Arbeiten habe und dass er sich das Leben sehr erleichtert, wenn er sie von vornherein berücksichtigt. Nun also Osterferien: Eine Aufgabe hat er noch, bei der war von Anfang an klar, dass sie bis Ferienende fertig sein soll. (Und nein, ich finde das nicht schlimm, auch wenn Hausaufgaben in den Ferien eigentlich verboten sind.)

Ich habe heute wieder gearbeitet. Ich bin mal gespannt, wie das wird, wenn die Schule wieder losgeht und ich dann wieder AG habe, ob ich es schaffe, konsequent nur Montag bis Donnerstag zu arbeiten.

Ich telefonierte kurz mit dem Kv, da das Kind draußen war und wir uns ja tatsächlich mittlerweile über das Kind und dessen Befinden austauschen. Am Ende brachen seine Sorgen aus ihm raus und er bat mich mit tränenerstickter Stimme, dass ich auf das Kind aufpasse.

Meine Yoga-Einheit habe ich heute auch noch untergebracht. Das war anstrengend, tat aber gut.

Um 17h00 musste ich nochmal in ein Webinar. Das dauerte bis 19h00. Ein Hoch auf die Mutefunktion. So konnte ich parallel Dinge versandfertig machen, Briefmarken drucken und dem RB das erjagte Essen abnehmen. Denn passend zum späteren Kneipenabend gab es heute Schnitzel für alle aus der potentiellen Stammkneipe.

#CorotäneKneipe war wieder mal sehr nett. Und lang.

Abschottung, Tag 20

Abschottung, Tag 20

Der Tag begann gut. Ich hatte verhindert, dass ich bereits um 9h00 telefonieren musste. So begann der Tag um 10h00. Ich arbeitete vor mich hin. Half dem Kind hier und da bei den Hausaufgaben. Überlegte mit ihm zusammen, wie wichtig oder nicht Grammatik ist (sehr wichtig).

Gegen 15h00 dachte ich, ich könne eine Yoga-Einheit einschieben. Gegen 16h00 saß ich dann – ohne Yoga – mit Wärmflasche auf dem Sofa, weil ich auf einmal fieses Magendrücken hatte. Das war gar nicht lustig. Promt fand ich mich nach Covid19-Symptomen googelnd wieder. Da war doch was mit Magen-Darm-Irgendwas. Um mich weiter abzulenken, geben ich „The Marvelous Mrs. Maisel“ eine neue Chance mich zu überzeugen. Was soll ich sagen?! Am Ende des Tages bin ich mit der ersten Staffel durch.

Ich wohne für den Rest des Tages auf dem Sofa. Nicke zwischendurch immer mal wieder weg oder stricke an einem Pussyhat weiter (der ebenfalls am Ende des Tages fertig ist).

Nachts hatte das Kind Spukerei (nicht SpuCKerei). Das ist nicht so wirklich verwunderlich, denn er ist körperlich überhaupt nicht ausgelastet, frische Luft kommt maximal durchs gekippte Fenster. Dazu noch die Dauerberieselung durch Let’s-Play-Videos und seinen digitalen Spielen. Aber jeder Hinweis darauf, dass er sein Verhalten etwas ändern sollte, wird höchst prä-pubertär kommentiert.

Ich warte jetzt erstmal darauf, ob ich kurzatmiger werde oder nichts mehr schmecke.

Abschottung, Tag 19

Abschottung, Tag 19

Puh, der Tag fing mit einer Telefonkonferenz um 9h00 an. Dann schickte ich das Kind zum Bäcker und wir frühstückten zu dritt. Insgesamt lief der Tag sehr fluffig. Das Kind hatte hier und da Fragen zu seinen Aufgaben. Ich konnte aber dies das und jenes abarbeiten. Irgendwann war die Konzentration weg und ich beschloss eine kurze Yoga-Einheit einzulegen. Dann kochte ich und wir aßen zusammen. Anschließend ging ich duschen, um mich dann aufzuhübschen für die #CorotäneKneipe. Heutiges Thema war „Formell“ und es hatten sich viele in Schale geworfen. Toll. Es waren auch ein paar Neue dabei. Das war auch toll.

Abschottung, Tag 18

Abschottung, Tag 18

Auf und ab und auf und ab. So ist das wohl dieser Tage. Es gibt gute Tag und es gibt schlechte Tage. Die gibt es eigentlich immer und vielleicht wäre gestern eh doof gewesen, auch wenn wir nicht in der Abschottung wären. Vielleicht waren Zeitumstellung, wenig Schlaf und vermutlich auch noch Zyklus ausreichend, dass der Tag doof war. Womöglich hören wir höre ich nur besser in mich rein. Vielleicht höre ich auch einfach nur Stimmen, weil mir der Input von außen fehlt. Ich versuche mein Nicht-Fuktionieren von mir zu weisen und auf äußere Umstände zu schieben. Das ist dieser Tage auch einfach und nimmt eine dann ja prima aus der Schuld bzw. Pflicht.

Wie auch immer: Heute war ein guter Tag. Ich hing zwar viel in Telkos und Teams-Meetings, aber ich habe mich gut gefühlt. Etwas müde, denn die Nacht war wieder kürzer als geplant. Doch wenn ich erstmal wach bin und Tee getrunken habe, geht es in der Regel.

Am späten Nachmittag beschlossen, dass es nun auch mal gut ist. Alles zugemacht und dann mit dem RB und dem Kind eine Runde durch Viertel gemacht.

Abends dann in Ruhe gekocht.

Das Kind ging früh(er als sonst) ins Bett, aber konnte zunächst nicht einschlafen. Er wollte mit mir in einem Bett schlafen (was theoretisch ginge, weil der RB wegen angeseucht und Schnarch im Gästezimmer schläft), aber das ertrage ich nicht. Das haben wir letztens versucht. Dieses Kind ist zu groß und zu schlafaktiv. Ich habe keinen Platz neben ihm. Ich schlafe nicht gut und schon gar nicht durch.
Ich kann sein Bedürfnis verstehen. Er ist verunsichert und braucht Mamawärme. Aber wir müssen einen Weg finden, wie ich sie ihm anders geben kann.

Abschottung, Tag 17

Abschottung, Tag 17

Liebes Tagebuch,

heute war kein guter Tag. Diese Kack-Zeitumstellung und dass ich gestern nicht draußen war, führten dazu, dass ich nicht schlafen konnte. Ich meldete den Kolleginnen, dass ich erst später arbeiten könne. Aber in dem Tag war der Wurm drin. Ich war unkonzentriert, inspirationslos. Am späten Nachmittag schlief ich sogar ein. Da kochte der RB schon. Auch das Kind hing durch. Er musste heute keine Schulaufgaben machen.

Das Spannendste bis dahin war, dass der RB ebenfalls falsch über die Gültigkeit von Internetbriefmarken aufgeklärt wurde und die Post die Annahme zweier Briefe verweigerte zwei Briefe von mir nur gegen Neufrankierung annehmen wollte. Tjanun, wofür gibt es Briefkästen.

Abends kamen dann aber die Lebensgeister zurück. Nach einem virtuellen Mädelsabend küsste mich sogar noch die Muse für den Text, dessen Deadline wie ein Damoklesschwert über mir hing.

Mal sehen, wie morgen wird.

B.

Abschottung, Tag 16

Abschottung, Tag 16

Zeitumstellung, Nachteuleritis und zack, ist es echt spät, als ich ins Bett gehe. Entsprechend anstrengend ist es, als ich um 11h30 aufstehe. Das Kind weiß noch nicht, dass um 12h00 wieder Kinderquatsch(en) angesagt ist. Er freut sich sehr, dass es doch ein paar Kinder gibt, die Lust haben.

Während er also in seiner Online-Konferenz hängt und der RB die Bäder putzt, yogiere ich. Endlich mal wieder. Das tut gut. Dann muss ich das Kind aus zoom schmeißen, da ich verabredet bin. Es tut gut, andere Gesichter zu sehen.

Danach müsste ich mich eigentlich an einen Text setzen*, aber irgendwie ist mir mehr danach, das Küchenfenster zu putzen. Huiuiui, da kommt eine ziemliche Brühe runter**. Währenddessen hat der RB eine Verabredung auf zoom. Das Kind daddelt in seinem Zimmer.

Ich setze Pizzateig an und brauche diverse Mehlreste auf, die wir so haben***. Der Teig geht und ich räume die Küche auf. Dann ist Pizzaparty angesagt.

Durch die Zeitumstellung fühlt sich alles irgendwie komisch an****. Das Kind bleibt auch bis 23h30 auf. Ich will dann eigentlich endlich meinen Text schreiben, aber beim Ins-Bett-Bringen zeigt sich, dass die letzten zwei Wochen nicht gut für das Mutter-Kind-Verhältnis waren. Er fühlt sich vernachlässigt. Und retrospektiv hat er auch Recht. Dadurch, dass ich es gewohnt bin, im HomeOffice zu arbeiten, habe ich halt mehr oder weniger weitergearbeitet wie sonst. Er lief halt mit. Nicht gut. Wir müssen uns ein anderes System ausdenken.

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* Ja, am Wochenende, da Extra-Auftrag

** Das habe ich wurde auch sicherlich seit 2 Jahren nicht mehr geputzt.

*** Ich mag es ja eh gern, wenn im Pizzateig ein Teil Vollkornmehl ist. Das Geheimnis ist eh, einen Teil (10-15%) durch Hartweißengrieß zu ersetzen.

**** Für mich ist es nicht nur eine Stunde. Es beeinflusst sehr meinen Biorhythmus und mein Zeitgefühl.

Abschottung, Tag 15

Abschottung, Tag 15

Ausgeschlafen. Etwas zu lange, aber immerhin konnten der RB und ich endlich mal wieder einen Essensplan machen. Die letzten Wochen war mir wieder zu viel Kochen on demand.

Dann musste der RB auch schon los und ich beschloss, heute etwas Self-care zu betreiben. Ich duschte ausgiebig und zog ich mich ordentlich an. Dann ging ich zum Markt, aber der war sehr ausgedünnt. Ich bekam Kartoffeln und Knoblauch. Unsere anderen Stammstände waren gar nicht da. Auf dem Weg nach Hause besorgte ich noch ein paar Sachen beim türkischen Supermarkt.

Danach ging ich mit unserem neuen Hackenporsche einkaufen. Die Schlange vor dem Supermarkt war lang. Aber gut, damit hatte ich gerechnet. Auch heute bekam ich alles von der Liste – sogar Hefe. Weswegen ich direkt zwei Würfel mitnahm*.

Ich muss mehr auf mich achten. Dann fühlt sich die Abschottung vielleicht insgesamt besser an. Vielleicht war aber heute auch nur ein guter Tag in der Abschottung – auch weil ich heute nicht zwischen Arbeit und HomeSchooling jonglieren** musste, sondern weil letztlich ein ganz normaler Samstag war. So normal er eben sein konnte.

(Einmal täglich schaue ich auf die Corona-Map der John-Hopkins-University: Ich bin immer noch irritiert-fasziniert, dass die Todesrate in Deutschland so niedrig ist.)

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* Einen habe ich halbiert und (beide Hälften) eingefroren.

** Ich weiß, dass ich auf einem sehr, sehr, sehr hohen Niveau jammere: Ich habe eine Arbeit, die derzeit alles andere als gefährdet ist und von der wir zur Not auch zu Dritt leben können.. Ich habe nur ein Kind, der außer „kein Bock“ keine wirklichen Probleme in der Schule hat. Wir haben genug Platz und einen großen Balkon. Wir haben Internet und genug zu essen. Wir sind gesund.

Abschottung, Tag 14

Abschottung, Tag 14

Hui, zwei Wochen also schon in der Abschottung. Dabei bin ich ja schon seit 4 Wochen im HomeOffice – abgesehen von dem einem Kundentermin. Es geht die zweite HomeSchool-Woche zu Ende. Noch eine Woche bis zu den Osterferien. Ich muss endlich mal das Flugticket stornieren.

Weil Abschottung und HomeSchooling meine tägliche Produktivität etwas einschränken, ist der Freitag aktuell nicht mehr mein FREItag. 30 Stunden auf 5 statt 4 Arbeitstage zu verteilen, ist unter den derzeitigen Umständen deutlich entstressend. Die Projekte laufen insgesamt gut.

Das Kind hatte morgens Geschichtsunterricht beim RB. Mittags jagdte ich ihn ins gute Wetter. Er sollte musste frische Luft schnappen und damit er nicht nach 5 Minuten wieder reinkommt, bekam er meine Spiegelreflex und eine Fotoralley* in die Hand gedrückt.

Mein Hauptprojekt wartet immer wieder mit neuen spannenden Unwägbarkeiten auf. Aber es läuft gut zwischen unserer Hauptansprechpartnerin und unserem Team. Das ist viel wert.

Um 16h00 verabschiede ich mich aber dann doch in Wochenende.

Vorerst.

Um 16h40 kontaktiert mich die Kollegin. Es muss doch noch dringend was gemacht werden.

Das Kind startete um 17h00 wieder Kinderquatschen. Aber entweder passte der Termin nicht oder zu große Schüchternheit führten dazu, dass nur kurz ein anderes Kind dabei war. Der midi-monsieur war – verständlicherweise – sehr enttäuscht.

Ich klappte erst um 18h00 den Rechner zu.

Dann wollte ich kochen, allerdings musste ich nochmal kurz einkaufen. Naja, was sich in diesen Zeiten kurz nennt. Unser Supermarkt hat nun endlich auch Zugangsbeschränkungen und so war vor dem Laden eine kleine Schlange, in der jede gut 2 Meter Abstand zur Vorderfrau hielt. Das Gute an den Zugangsbeschränkungen: Der Laden ist nicht mehr so ausgeräubert und der Einkauf ohne zu viele Menschen durchaus entspannter. So konnte ich wenigstens kochen, was sich mein Hirn sponant überlegt hatte, als ich das Hackfleisch sah, das dringend verarbeitet werden wollte:

Tom Kha Köttbullar**

Das war sehr lecker.

Dann ging es in die CorotäneKneipe und es war wieder mal eine gute Ablenkung von der Abschottung.

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* Was Gelbes, 4 verschiedene Blätter, ein Quadrat, Blüten, Wasser – nur ein Regenbogenbild hatte er nicht gefunden.

** TomKhaIrgendwas mache ich nach diesem Rezept. Immer angepasst an das, was gerade da ist. Das Hack hatte ich mit Salz, Cumin und Paprikapulver gewürzt, kleine Bällchen geformt, angebraten. Als Gemüse: Möhre, Paprika, Champignons und Bambus. Und als Einlage Reis.