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Kategorie: moi

Schlaf wäre gut

Schlaf wäre gut

Meine Notizen von heute Nacht habe ich nicht angeguckt. Dennoch war die Präsentation gut. Der ganze Termin war gut. Manche Dinge hatten wir (leider) vorhergesehen und so trafen sie auch ein. Egotrips sind halt immer mistiger Mist.

Zu Hause nach einer zähen Rückfahrt zunächst alle begrüßt, in Empfang genommen und wieder verabschiedet.

Kurz ein nicht eingeworfenes Einwurf-Einschreiben aus der Post befreit.

Im Einwurf-Einschreiben waren u.a. DNA-Ohrringe

Dann war auch der letzte Rest Adrenalin verbraucht und die schlechte Nacht forderte ihren Tribut. Ich fiel ins Bett und schlief powernappte anderthalb Stunden.

Jetzt noch auf den RB warten, dann wieder ins Bett.

Sonntags unterwegs

Sonntags unterwegs

Das Kind findet es mindestens so doof wie ich, dass ich heute schon zum Kundentermin fahren musste.

Wenigstens war die Autofahrt okay. Und mit den Kolleginnen ist es auch nett.

Ich muss morgen seit Langem mal wieder präsentieren. Hmhm, ich präsentiere nicht gern. Aber tja, das gehört nun wohl dazu.

Habe mir alles aufgeschrieben, aber ablesen will ich nicht. Klingt auch immer wie … tja … abgelesen.

Wird schon werden.

Hoffentlich.

12von12 (im Januar 2020)

12von12 (im Januar 2020)

Einmal (mindestens) im Jahr mache ich bei 12von12 mit – nämlich im Januar. Ich finde es schön, meinen Geburtstag mit (mindestens) 12 Bildern zu begleiten.

Wenn eine am Sonntag Geburtstag hat, kann sie ja reinfeiern. Also wenn sie feiern würde. Geplant hatte ich nichts und der RB hatte auch nichts angedacht, aber wir – so als Eule(n) – waren um Mitternacht noch wach und stießen kurz nach Mitternacht auf die 43 an.

#1: <3 Der RB hat mir einen Rüblikuchen gebacken und den Geburtstagskranz hat er auch ohne nachzufragen gefunden. Und ein tolles Geschenk hat er mir auch gemacht. Darf ich vorstellen: Little Jim, meine neue Tee-Maschine.

#2: Fürs Durchmachen bin ich (nun) zu alt, also geht es dann doch mal ins Bett. Davor müssen wir natürlich Zähne putzen.

#3: Nachdem ich das Kind um 7h50 nochmal zum Schlafen bis 10h20 genötigt, ist er sehr umgänglich und möchte seinen Anteil an meinem Geurtstag beitragen. So bringt er mir Tee ans Bett. Und Kekse.

#4: Frühstück im Bett ist mMn grundlegend doof. Full Scottisch Breakfast allerdings wirklich ungeeignet für den Genuss in der Schlafstatt. (Gut, dass ich am Freitag in Paris war, da bekomme ich problemlos den typischen Breakfast-Bacon.)

#5: Kleiner Blick auf den Rechner: Gestern startete ich ein Upload zur Sicherung meiner Daten aus der Freiberuflichkeit. Knapp 30 GB dauern halt. Aber gegen 12h00 ist schon über die Hälfte geschafft. (Um 22h00 war er dann auch wirklich fertig.)

#6: Ich wollte an die frische Luft, aber ich wollte auch nicht zu weit weg von unserem Abendessen, das seit 11h30 im Backofen schmorte niedertemperaturgarte (und noch bis 20h00 drin bleiben sollte) und auch nicht zu weit weg vom Geburtstagskuchen sein. Also wünschte ich mir, dass der RB und ich den Balkon aufräumen.

#7: Nach dem Aufräumen ist vor dem Aufräumen. Heute kam auch die Weihnachtsdeko runter. Und weil es das Gesetz so will, wird danach Läppar (so heißen die skandinavischen Dickmilch Pfannkuchen wohl nur bei meiner Mutter und mir … ich tippe auf einen StillePost-Effekt vor Jahrzehnten) gegessen. Zu den Läppar gab es wahlweise Lachs und saure Sahne oder Heidelbeeren und Sahne uuuuund natürlich Geburtstagskuchen.

#8: Für den allgemeinen Spaß probierten wir zusammen dendiedas RingFit vom Kind aus. Huiii, das ist ganz schön anstrengend.

#9: Ich hatte mir als Geburtstagsessen Pulled Beef mit Cole Slaw gewünscht. Selbstgemacht natürlich. Sooooo lecker.

#10: Das Kind musste noch duschen und damit sich das Duschen auch lohnt, durfte ich ihm davor die Haare schneiden. Kurzfristig durfte ein Iro stehen bleiben. (Er fand ihn eigentlich ziemlich gut, hat aber Angst vor den Reaktionen in der Schule. Wir klärten, dass er mit Iro in den Sommerurlaub fahren wolle.)

#11: Dem Kind „graut“ es vor der Schule morgen, außerdem hat er Papa-Jetlag. Zusammen macht das, dass er Kuscheln und Vorlesen und Einschlafbegleitung braucht.

#12: Wir gucken Wilsberg (wegen Bielefeld), ich blogge und trinken Tee.

Mehr 12von12 gibt es bei „Draußen nur Kännchen„.

Arbeitszeiten

Arbeitszeiten

Es fällt schwer, in den Alltagsrhythmus zu kommen. Ich bin ein Nachtmensch. Da ist es schon gut, dass ich nicht um 8h00 im Büro sein muss, sondern gemütlich zwischen 9h00 und 10h00 eintrudeln kann.

Ein Glück, dass letztlich entscheidend ist, dass und nicht wann die Arbeit gemacht wird.

Noch entspannter sind die HomeOffice-Tage, an denen ich keinen Weg habe.

Wenn das Kind wieder da ist, wird sich das auch nochmal ändern. Der muss um 8h15 in der Schule sein.

Allerdings ändert es nichts daran, dass ich bis ca 11h00 nur bedingt arbeitsfähig bin.

XVIIXIXIV

XVIIXIXIV

Auf Twitter geistert gerade so ein Jahrzehnt-Meme rum, dabei twittert jede in Stichworten, was die letzten zehn Jahre passiert ist. Tjanun, das Jahrzehnt ist aber erst 2020 zu Ende. Und das Jahr selbst ist halt auch noch nicht beendet.

Dennoch drängt sich mir ein Rückblick auf. Nicht auf die letzten zehn, aber wenigstens auf die zurückliegenden fünf Jahre – und zwar auf den heutigen Tag genau. Denn heute vor fünf Jahren war der schlimmste schwärzeste zäsurbringenste Tag in meinem Leben.

Heute vor 5 Jahren eskalierte* es so dermaßen zwischen dem Kv und mir (wir waren bereits 4 Monate getrennt), dass ich ihn am Ende eines langen Abends von der Polizei aus der Wohnung holen lassen musste.

Seitdem ist verdammt viel passiert:

  • Gerichtsverhandlung wegen Umgang
  • zwei Jobkündigungen
  • Selbstständigkeit angefangen
  • Einschulung vom Kind
  • Urlaub mit meinen Eltern
  • anstrengende Grundschuljahre
  • Elternbeirätin gewesen
  • Konzertliebe wiederentdeckt
  • verschiedene Kurzreisen
  • mich von meinem kleinen Bruder „getrennt“
  • mich an kindfreie Ferien gewöhnt
  • manchmal kein Weihnachten gefeiert
  • Psychotherapie für mich und fürs Kind
  • den Adventskaffee ritualisiert
  • viele Menschen aus dem Internet getroffen
  • im Europapark gewesen
  • Freundschaften geknüpft
  • mir viele Sorgen um meinen Papa gemacht
  • Zeit mit Freundinnen verbracht
  • bunte Haare gehabt (blau, lila, schwarz, rot)
  • eine wilde Phase gehabt
  • eine Freundschaft gekündigt
  • oft nach Wiesbaden gezogen
  • Haare von schulterlang über Bob mit Pony auf Feathercut-kurz
  • viel wegen Rugby unterwegs gewesen
  • 40 geworden
  • Mitbewohnerinnen gehabt
  • mit dem RB zusammengekommen und -gezogen
  • noch mehr Konzerte besucht
  • min. 18 Mal nach Paris gefahren
  • drei Mal richtig Urlaub gemacht
  • mich politisch radikalisiert positioniert
  • Schulwechsel fürs Kind
  • weiterhin Eltenbeirätin
  • AG-Leitung
  • einen Arbeitsvertrag unterschrieben
  • 7 Tattoos
  • Freiheit genossen

Wow, und wer weiß, was ich noch vergessen habe. Dabei habe ich

  • getrauert und geweint
  • gewütet
  • mich geärgert
  • resigniert
  • gekämpft
  • geschimpft
  • gewundert
  • mit den Augen gerollt
  • gehofft
  • mich viel gefreut
  • nachgedacht
  • immer das Kind geliebt
  • viel Spaß gehabt
  • geflucht
  • meine Ängste abgelegt
  • Mut gehabt
  • gestritten
  • viel aus dem Bauch heraus entschieden
  • gelacht
  • das Leben genossen,

denn das Tolle war und ist:
Es ist alles besser geworden.


Für immer ein Teil von mir.

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* Passwort auf Anfrage

Lose Gedanken …

Lose Gedanken …

… zu Arbeitszeiten

  • 40 Stunden pro Woche sind echt viel. Wenn noch Fahrtzeiten dazukommen, bleibt nicht mehr viel vom Tag. Ist einfach so.
  • Nicht in jedem Job sind Vollzeit 40 Stunden pro Woche.
  • Geringere Wochenarbeitszeit führt in der Regel oftmals dazu, dass eine deutlich effektiver arbeitet. Denn eine möchte ja noch was vom Tag haben.
  • Arbeitszeit ist NICHT gleich Lebenszeit (auch wenn ich es durchaus begrüße, wenn eine ihren Job gern macht und Arbeitszeit nicht als verschenkte Zeit definiert).
  • Die abgesesseneleistete Arbeitszeit ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit der Leistung.
  • Menschen mit mehr Erfahrung können das gleiche Projekt schneller, effektiver erledigen als Menschen mit weniger Erfahrungen.
  • Und Menschen, die besser organisiert sind, können das gleiche Projekt schneller, effektiver erledigen als Menschen, die weniger organisiert sind.
  • Regelmäßig Überstunden sind kein Zeichen für besonders hohes Engagement.
  • Wer regelmäßig Überstunden macht, hat zu viel auf dem Tisch – warum auch immer.
  • Wenn es irgendwie möglich ist, finde ich, dass jede Arbeitnehmerin in den Zeiten arbeiten sollte, die für sie passen. (Ja, ich weiß, das ist eine sehr priviligierte Sicht einer Büroarbeiterin.)
  • Menschen, die Teilzeit arbeiten, sind keine Arbeitnehmerinnen zweiter Klasse.
  • Wer in ihrem Job aufgeht und sich darüber definiert, soll das gerne tun. Aber das kann nicht der Maßstab an alle anderen sein.
  • Eine kann ihren Job auch gerne und gut machen, ohne regelmäßig mehr zu machen, als für das sie bezahlt.
  • Karriere ist für mich eine Frage der Expertise und Erfahrung und nicht der geleisteten Arbeitszeit.
  • Es soll Menschen geben, die nicht immer „höher, weiter, schneller“ im Job wollen, sondern in ihrer Position glücklich sind, weil sie da tun können, was sie gut und gerne machen (ich zum Beispiel).
  • Ich muss als Frau nicht arbeiten wie ein Mann. Das ist nämlich ein Bärendienst am Feminismus, weil es das patriarchalische System komplett bedient. Vielmehr muss ich – wen auch immer – überzeugen, dass meine Expertise und Arbeitsweise ein Mehrwert für das Unternehmen darstellen – egal, welches Geschlecht ich habe.
  • Wer eine besondere Expertise hat, hat einen so hohen Wert für ein Unternehmen, dass es auch „dankbar“ ist, wenn eine die TZ zur Verfügung stellt.
Zahlen – aufsteigend

Zahlen – aufsteigend

1* Liste bzw. Kunde
2 Phasen
4 Teilbereiche
25 Einzelprojekte**
59 Unterpunkte

80 Prozent davon sollte noch vor Weihnachten fertig werden.

Natürlich könnt ihr mich für bekloppt erklären, dass ich parallel dazu noch

8 Pussyhats
12 Sorten Kekse***

stricken bzw. backen möchte werde. Aber: Sowohl stricken als auch backen entspannt mich. Ich sitze dabei nicht vor dem Rechner. Ich mache etwas anderes mit den Händen als Tippen. Es ist höchst produktiv. Ich brauche das als Gegenpol.

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* Das tut mir ja in den Augen weh, denn richtig wäre „eine Liste“

** Nicht alle von mir zu bearbeite, aber für alle verantwortlich.

*** Jaja, es werden eh mehr.

Entspannt

Entspannt

Entspanntes Nixtun weiterhin.

Ausschlafen. Frühstücken. Halloween-Kostüm vom bzw. fürs Kind fertigmachen.

Mr Pumpkin

Gestrickt. Gequatscht. Geduscht. Kind abgeholt. Zur nächsten Party gedüst.

Uffbasse

Uffbasse

Natürlich hat der RB Recht, dass „Aufapssen“ falsch ist. Es muss „Uffbasse“ heißen. Und das habe ich heute nochmal sehr intensiv gemacht.

Nachdem klar war, dass das Kind nicht in die Schule gehen wird wegen beginnendem Rotz, habe ich mich nochmal umgedreht und habe weitergeschlafen. Irgendwann weckte mich der RB so halb, weil er loswollte, um gegen die Nazis in Offenbachen Präsenz zu zeigen. Ich sollte eigentlich mit, denn der Faschismus wird sicherlich nicht darauf warten, dass ich ausgeschlafen bin.

Aus Selfcare-Gründen auch die AG für heute abgesagt.

Mit dem Kind Pfannkuchen gefrühstückt. Danach gingen wir los. Ich begleitete ihn bis zum Kieferorthopäden. Er ging rein und ich ging weiter. Kurz zum Optiker, dann Backmatten und anderes erstes Gedöns für die Weihnachtsbäckerei. Zudem brachte ich mir Blumen mit.

Seit langem mal wieder Blumen auf dem Tisch

Den restlichen Nachmittag strickend auf dem Sofa verbracht.

Die neuen Plätzchen-Sonderhefte durchgeguckt. Zwei sind schon erschienen. Das dritte kommt kommende Woche. Danach werden die Sorten für den Adventskaffee ausgesucht. Das Prozedere ist festgelegt. Da bekomm ich den Monk nicht aus mir raus.

So ein Tag ohne Arbeit fühlte sich so gut an wie er nötig war.