Update

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Diese elende Perimenopause. Keine Ahnung, was ich irgendwem getan habe, dass sie mich so nerven muss. Zudem es – und ich zitere die Lieblingskollegin – ein multifaktorielles Geschehen zum Nachteil aller meiner Person ist.

Seit mindestens 2021 mache ich nun mit den Wechseljahren rum. 2022 habe ich zunächst zeitweise Progesteron genommen. Allerdings nicht, weil meine Frauenärztin von sich aus das indiziert sah, sondern weil ich darauf gedrungen habe, dass sie es mir berschreibt. Es hat auch gut geholfen. 2024 hatte ich das Glück, dass mich vorübergehend eine Ersatz-Gyn betreute und sie mir nach Schilderung der damals aktuellen Symptome (Schlafstörungen, unspezifische Gelenkprobleme) Östrogen aufschrieb. Ich musste nicht danach fragen. Sie schickte mich auch zur Mammographie, damit vorab geguckt wird, dass nichts in der Brust ist, was auf Östrogen reagieren könnte.

Das Östrogen war nochmal ein ganz anderer Schnack. Es hat ziemlich schnell ziemlich gut gewirkt. Da ich eine Hormonspirale hatte, musste ich auch nicht extra Progesteron nehmen. So für den Schleimhautschutz. Ich lief tatsächlich ziemlich gut auf Östrogen.

Dann war die Ersatz-Gyn nicht mehr da und ich wurde wieder von meiner „eigentlichen“ betreut. Ich mag sie ja durchaus. Sie hat mich auch durch die Schwangerschaft begleitet. Aber den Wechseljahren scheint sie eher eigenwillig gegenüber zu stehen. Und die Ersatzhormone sieht sie auch kritisch. Sie hat das zwar nie explizt geäußert und mir auch brav weiterhin Rezepte ausgestellt, aber als ich irgendwann mal äußerte, dass ich gelegentlich 2 Hübe statt nur einem nähme, reagierte sie sehr vehement. Ich solle nur einen Hub nehmen. Ob die WHI-Studie noch tief verankert ist bei ihr, ich weiß es nicht.

Im Oktober 2025 musste dann doch mal die Hormonspirale raus. Und da ich ja Östrogen nahm und bislang mit der Kombi gut zurecht kam, habe ich mich für einen Tausch entschieden. Denn mal ehrlich, zusätzlich zu diesem Perimenopausen-Quatsch auch noch zu bluten und dazu noch regelmäßig an Gestagen-Tabletten denken zu müssen, ist nicht sonderlich erstrebenswert.

Doch seitdem ist wieder Hormonchaos angesagt. Ich reagiere auf einmal total empfindlich auf die Östrogen-Ersatztherapie. In der Brust. Kurz nach dem Spiralen-Wechsel taten die Brüste auf einmal sehr weh, waren schwer und geschwollen. Wenn ich abends den BH öffnete, tat es weh. Bei Liegen musste ich aufpassen. Manchmal waren die Schmerzen so schlimm, dass ich fast geweint hätte. Dies Brustsymptome sind ein typisch bei Östrogen-Dominanz. Keine Ahnung, wo die auf einmal herkam. Schweren Herzens ließ ich das Östrogen weg. Ich hatte wirklich Angst wieder fiese Perimenopausen-Symptome zu entwickeln. Aber die Schmerzen war so unterträglich, dass ich keine andere Wahl hatte. Ich hatte einen Kontrolltermin, meine Gyn schallte meine Brust – ohne Befund. Als ich sagte, dass ich das Östrogen nun weglassen würde, schien ihr das nur recht zu sein. Keine Frage, ob sich das auf meine Perimenopausen-Symtome auswirke. Ich hoffe wirklich sehr, dass die Ersatz-Gyn bals wieder im Dienst ist.

Nach fast 6 Wochen ohne HRT merkte ich, dass der Brainfog wieder aufkam und dass die rechte Schulter* zunhemen schmerzte. Da die Brüste wieder symptomfrei waren, wagte ich es, wieder mit der HRT anzufangen. Eine Woche lang, dann fingen die Brüste wieder an. Also lasse ich die HRT erstmal wieder weg. So wirklich happy bin ich damit nicht und habe auch Angst, dass ich wieder blöde Symptome entwickel. Schlafstörungen, Brainfog, unspezifische Gelenkschmerzen, Hitzewallungen, Migräne und Co sind nicht sonderlich erstrebenswert.

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* Forzen Shoulder ist bei asiatischen Frauen das Leitsymptom der Perimenopause und auch sonst ist das ein relativ häufiges Smyptom.

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