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Monat: Februar 2019

Ee Schnibbelsche

Ee Schnibbelsche

Eine Zeit lang ging ich nicht so gerne auf unseren kleinen Markt im Viertel. Er ist immer mittwochs und samstags. Und wirklich schnell zu Fuß zu erreichen. Aber die Qualität war nicht so toll. Ein paar Mal hatte ich wirklich Pech mit dem Päggscher Grie Soß und auch sonst kam mir zu vieles nicht aus der Region. Dann ging auch noch das Waffeleisen beim Metzger kaputt. Und mal ehrlich, wie soll eine denn den Samstag zelebrieren, wenn sie keine Waffeln zum Kaffee bekommen kann.

Doch der Erzeugermarkt ist auch nicht mehr das, was er einmal war. Bieten die Stände mittlerweile Gemüse aus allen Ländern an. Warum also in die Ferne schweifen?!

Waffeln gibt es auf unserem Märktchen zwar immer noch nicht wieder. Doch die Qualität von Obst und Gemüse ist besser geworden. Und der Metzger, der zwar keine Waffeln mehr hat, ist wirklich gut und lecker – also seine Fleisch- und Wurstwaren. Die lange Schlange spricht jeden Mittwoch und Samstag für sich. Und das Team ist auch immer für einen Scherz zu haben:

Der RB steht wie es sich gehört mit etwas Abstand zu mir, während ich schon bedient werde.
„Junger Mann, wie können wir Ihnen helfen, oder gehört“, die zweite Verkäuferin blickt zu mir, „der zu Ihnen?“
„Ja, wir gehören zusammen.“
„Einer muss ja die guten Sachen nach Hause tragen“, meint die erste, unsere, Verkäuferin.
„Mal sehen, wie schwer das wird. Ob ich das überhaupt schaff.“
„Ja, geben Sie dem armen Mann lieber ee Schnibbelsche Wurst, bevor er völlig entkräftet ist“, grinse ich.
Unsere Verkäuferin grinst zurück, nimmt die Kinderwurst aus der Auslage, schneidet eine Scheibe ab und reicht sie dem RB: „Jetzt sollte es gehen.“

Ja, bis nach Hause hat er unsere Einkauftaschen geschafft.

Liebes Tagebuch am Fünften (Februar 2019)

Liebes Tagebuch am Fünften (Februar 2019)

Ich bin noch nicht wieder im Blogflow. Keine Ahnung, warum. Vielleicht ist es einfach so. Aber Tagebuchbloggen geht immer und so beantworte ich Frau Brüllen gerne ihre Frage: WMDEGT?

0h30 Nachdem ich die Puffin-Tour für den Schottland-Urlaub im Juli gebucht, mit dem RB noch seine Broschüre durchgeguckt und besprochen habe, rufe ich die Bettzeit aus. Also ab ins Bad.

3h00 Während der RB neben mir seelig schläft und schnurchelt, komme ich nur in so einen Dämmerschlaf und wache immer wieder auf, weil der RB eben nicht nur schnurchelt, sondern auch schnarcht. So geht es die ganze Nacht weiter, bis um

7h15 der Wecker klingelt. Ich kann aber völlig orientierungslos nicht aufstehen, sondern erst um

7h35 Da finde ich das Kind wach (gut) in seinem Zimmer. Lesend (toll). Nicht angezogen (nicht so gut). Also schnell anziehen (das Kind) und Frühstücksdose bereiten (ich).

7h50 Das Kind ist auf dem Weg zur Schule. Und ich muss mich wieder ins Bett legen.

10h10 Der umgestellte Wecker weckt. Ich werde langsam wach.

10h30 Ich bekomme einen Tee ans Bett gebracht <3 Habe aber keine Ruhe, ihn im Bett zu genießen. Stehe auf.

10h40 Kurz eine e-Mail verschickt. Der RB ist mit Brötchen zurück. Wir frühstücken. Dann mache ich mich fertig, verabschiede den RB ausgiebig, denn er ist über Nacht weg und steige um

12h00 ins Auto, um in die Landeshauptstadt zu fahren.

12h45 Ankunft in der Agentur. Ich kümmere mich um ein Projekt, geselle mich dann kurz zur Mittagsgesellschaft.

14h00 Meeting 1

14h30 Meeting 2

15h00 Telefonkonferenz

16h15 Briefing

16h30 Ich mach noch kurz was an dem Projekt, das ich vor dem Meetingmarathon angefangen habe.

16h45 Abfahrt nach Hause. Nur gut, dass das Kind schon groß ist und mit dem Schlüssel allein in die Wohnung kann.

17h45 Ankunft zu Hause. Kurz diesdasjenes machen, das Kind redet auf mich ein, ich sortiere mich. Dann mache ich Pfannkuchenteig und Pfannkuchen.

18h40 à table! (So früh essen wir selten. Aber eigentlich ist das ganz gut.)

20h00 Das Kind durfte, naja, konnte, bis jetzt (nun ist das Internetz an seinem Tablet weg) daddeln und schlüpft ohne Diskussion in den Pyjama, geht sich die Zähne putzen und ins Bett. Huch?! Ich sage gute Nacht und will mich vor den Fernseher fleezen, aber dann fällt mir die Wäsche ein, die der RB angemacht hat. Und dann sehe ich, dass er Kochwäsche mit 95 °C interpretiert hat. Nun, es scheint, als hätten alle Wäscheteile die noch nie erlebte Hitze überlebt. Dann aber aufs Sofa und „This is us“ gucken.

22h15 Heute passiert nicht mehr viel.

Gute Nacht!