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Kategorie: aufgeschnappt

#ClosedNovember (24)

#ClosedNovember (24)

Die Nächte sind durchwachsen. Ich muss früh raus, um das Kind zur Schule zu schicken. Ich will mich nochmal hinlegen, aber dann fällt mir ein, dass ich noch ein Briefing fertig machen muss. Dann noch eine Kleinigkeit. Vor meiner 1. Kunden-Videokonferenz mache ich mich fertig. Schlauerweise habe ich gestern Abend, als das warme Wasser da war, geduscht. Heute morgen war wieder alles kalt…

Nach der Videokonferenz ist vor der Videokonferenz.

Als mittags die Putzhilfe kommt, gehe ich los, um die Zutaten fürs Backen zu besorgen.

Alles bekommen – inklusive Konter-Guinness

Der Nachmittag ist zäh. Ich kümmere mich um Geburtstagspost. Ich bin irgendwann total k.o. und muss mich hinlegen. Ich weiß, dass sich das hinten raus rächen wird, aber ich kann mich nicht mehr auf den Beinen halten.

Während ich das Essen auftaue, werde ich auf eine lustige Spielerei am Handy aufmerksam gemacht und so haben wir auf einmal Viechzeug in der Wohnung.

Allerdings gibt es weder Puffins noch Erdmännchen.

#CorotäneKneipe heute ohne uns.

#ClosedNovember (6)

#ClosedNovember (6)

Ich bin dann mal die Spielverderberin: Während gefühlt ganz Deutschland im Freudentaumel über die Wahl Bidens (und Harris) eskapiert, bin ich wütend.

Ich bin wütend über das, was in Leipzig passiert ist. Wütend über meine Hilfslosigkeit. Wütend über meine Machtlosigkeit. Wütend über diese klar dokumentierte Ungerechtigkeit. Über den Rechtsruck und darüber wie sehr Deutschland auf dem rechten Auge blind ist.

Ich bin auch wütend darüber, dass es so vielen so viel wichtiger ist, dass Trump abgewählt worden ist als das, was im eigenen Land passiert.

Und ehrlich gesagt: Ja, es ist gut, dass Trump abgewählt worden. Aber ob Biden und auch Harris die großen Heilsbringerinnen sein werden, wage ich zu bezweifeln. Sehr.

#ClosedNovember (4)

#ClosedNovember (4)

Jippie und Yeah! Heute, nach fast drei Jahren ist endlich mein altes littleb.blog-Blog nahezu* vollständig hierher umgezogen. Damit sind die Einträge der vergangenen siebeneinhalb Jahre hier vereint. Und wow, wieviel in dieser Zeit passiert ist.

Mein großer Dank gilt dem geschätzten Blognachbar** und Tweep, der so web-Kram und WordPress-Zeug beruflich macht.***

Jetzt kann ich das alte Blog „abschalten“.

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* außer 22 Posts, aber die finden sicherlich auch noch ihren Weg hierüber.

** In Bloggerhausen sind alle Nachbarinnen.

*** Selbstverständlich werde ich ihm seine Dienste ordnungsgemäß bezahlen – sobald die Rechnung da ist.

Supertag (2)

Supertag (2)

Zweite Welle: Tag 78

Ich mag meinen Job. Dennoch fällt es mir morgens unendlich schwer, aus dem Bett zu kommen. (Ich freue mich schon sehr auf die Zeitumstellung.)

Daher ist es sehr interessant, dass ich trotz Samstag, wenig Schlaf und der Aussicht auf körperlich fordernde Arbeit um 7h30 relativ problemlos aufstehen kann. Kurze Dusche, etwas Tee. Frühstück dann im Auto auf dem Weg an den Mittelrhein. Noch einmal Weinlese.

Die Weinberge waren etwas steiler als letzte Woche. Die Reben voller und das Wetter wunderschön.

Das ist eine tolle Erfahrung. Und wer gerne Wein trinkt, der empfehle ich, bei mal einer Lese mitzumachen. Da weiß eine, warum guter Wein seinen Preis wert ist.

Um für das Kind den „Sendung mit der Maus“-Effekt perfekt zu machen, fuhren wir noch mit zum Weinkeller. Er durfte helfen, die Trauben in die Kelter zu füllen und dann sahen wir, wie der erste Most floss.

Und dann war schon wieder ein „Supertag und viel besser als nur vorm Tablet“ rum.

Wieder zu Hause wartete Kassiopeia mit dem Essen auf uns.

Große SlowCooker-Liebe

Zum Abschluss des Tages gab es mal wieder einen Filmabend zum Thema „Klassiker aus dem letzten Jahrhundert“. Diesmal: Men in Black.

Privilegien

Privilegien

Zweite Welle: Tag 54

Ich kann all diese klugen, allgemein gültig formulierten RatSCHLÄGE nicht mehr hören und lesen. Da möchte ich ganz allgemein die Leute schütteln und fragen, ob sie sich selbst zuhören (oder halt lesen, was sie schreiben).

Was im Einzelfall gut geklappt hat oder eine es sich im Einzelfall ausmalt, dass es gut klappen könnte und sicherlich gut nach außen wirkt, hat maximal anekdotische Evidenz. Letztlich beweisen Anekdoten aber nix. Höchstens die Existenz von Glück. Oder von Pech.

Ich – und ja, es muss was heißen, wenn ich mich das frage – frage mich wirklich, mit was für einem Ego eine ausgestattet sein muss, wenn sie jeder, die es hören will oder auch nicht, fröhlich aufmunternd arrogant zuruft: „Eine muss nur wollen.“

Nicht alles, was eine will, kann sie auch. Sei es, weil ihr die Fähigkeiten dazu fehlen oder weil es keine Möglichkeit/Mittel dazu gibt. Und gesetzliche Rahmenbedingungen müssen auch noch eingehalten werden.

Etwas können können hat extrem viel mit Privilegien zu tun. Privilegien, die eine qua Herkunft in den Schoß gelegt bekommen hat oder sich mehr oder weniger hart erarbeitet hat.

Aber egal wie eine zu Privilegien kam, in jedem Fall besteht Unverständnis über das vermeintlich Unvermögen. Entweder weil eine sich nicht vorstellen kann, dass andere nicht so einfach können, wie sie wollen, oder weil eine auf dem hohen „ich habe es doch auch geschafft“-Ross hockt.

Mein kluger, allgemein gültiger Ratschlag an alle, denen mal wieder „eine muss nur wollen“ auf der Zuge liegt:

Checkt eure Privilegien!

Und überlegt, ob und wie ihr der Person helfen könnt, der ihr gerade ihr vermeintliches Unvermögen vor die Füße rotzen wollt. Und wenn ihr das nicht wollt (sic!), dann einfach mal die Klappe halten.

Vegetarisch gefüllte Paprika

Vegetarisch gefüllte Paprika

Zweite Welle: Tag 53

Bereits gestern ist ja der SlowCooker (3,5 Liter) angekommen. Für den fand sich ja wundersamerweise direkt ein Plätzchen in der Anrichte.

Ich nehme das als Zeichen: Der sollte wohl hier einziehen. Oder die? Vielleicht nennen wir das Gerät „Kassiopeia“…

Schon am Samstag bei der Essensplanung hatte ich die fixe Idee, dass das für heute geplante Gericht – vegetarisch gefüllte Paprika – bestimmt gut darin ginge. Ich befragte das Internet nach Rezepten, aber da gab es nur welche mit Hack oder mit Reis/Bulgur. Aber ich hatte was anderes im Kopf:

Zutaten
6 Paprika (2 rote, 2 grüne, 1 gelbe, 1 orange)*
je eine Tasse** rote, gelbe und schwarze*** Linsen
3 Tassen Wasser
200 g Schafskäse
1 kl Dose Pastatomaten
Salz, Pfeffer, Paprikapulver, gem. Kreuzkümmel, etwas Thymian und Rosmarin

Zubereitung
Linsen und Wasser mischen, Paprika und Kreuzkümmel zugeben, etwas ziehen lassen

Bei den Paprikas die Deckel abschneiden und die Kerngehäuse entfernen, im SlowCooker-Topf platzieren****

Schafskäse zerbröseln und zu den Linsen geben, gut mischen; die Linsen-Schafskäse-Masse in die Paprikas verteilen; dabei etwas Flüssigkeit übrig lassen

Flüssigkeit mit Pastatomaten mischen, mit Salz, Pfeffer, Prise Zucker, Thymian und Rosmarin würzen und über die Paprikas geben

Auf High ca. 4 Stunden garen lassen

 

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* Es geht natürlich auch einheitlich 😉

** eine Mumin-Tasse. Die fassen 300 ml

*** Berglinsen

**** war etwas eng, aber es ging

Menschen, keine Tweetvorlagen

Menschen, keine Tweetvorlagen

Liebe Ärztinnen,

Euer Job ist oftmals stressig. Ihr habt zu wenig Zeit für Eure Patientinnen. Gleichzeitig ist die Medizin so komplex wie nie. Gefühlt täglich kommt eine neue Therapie auf den Markt, die vielleicht der Patientin, die gestern erst da war, bestens helfen könnten. Aber es stehen auch so viele Diagnostikverfahren wie nie zur Verfügung. Eine Diagnose kann einfach und präzise gestellt werden (und bleibt natürlich höchst komplex).

Ich verstehe, dass Ihr die einzlenen Patientinnenfälle nicht zu nah an Euch ranlässt / ranlassen solltet. ABER dennoch habt Ihr es mit Menschen zu tun. Menschen, die Euch ihr höchstes Gut – nämlich ihr Leben, ihre Gesundheit – anvertrauen. Wenn eine Patientin zu Euch kommt, dann hat sie ein Problem – ein wie auch immer geartetes medizinisches Problem. Und ich behaupte mal: in den allermeisten Fällen wirklich ein organisches.

Dank meines Jobs habe ich ein bisschen Einblick in Eure Welt. So als Nicht-Medizinerin. Verschiedenste Fachrichtungen durfte ich bereits kennenlernen. Und dank dieses Jobs weiß ich auch, wo ich valide Informationen finde. Das weiß aber nicht jede und so sind die meisten Patientinnen Eurem Wissen und Willen vollständig ausgeliefert. Dass sich das nicht ganz so toll anfühlt, könnt Ihr Euch vielleicht vorstellen, wenn Ihr Euch einmal bemüht, Euch in die Situation Eurer Patientinnen reinzufühlen. Perspektivenwechsel nennt eine das.

Ich weiß, dass Ihr nur selten fürs Reden bzw. eine umfassende Anamnese bezahlt werdet. Dass Ihr vermutlich hoffentlich gerne mehr Zeit für jede einzelne Patientin hättet. (Das ist übrigens der einzige Aspekt, der für mich die Zusatzausbildung zur Horrormöopathin „rechtfertigt“.) Ihr müsst in einer sehr knapp bemessenen Zeit herausfinden, was der Mensch vor Euch hat, was ihr helfen könnte und im besten Fall auch noch alles erkläre. Schwierig. Aber ich glaube, in den meisten Fällen nicht unmöglich. Wenn, ja wenn Ihr Euren Patientinnen auf Augenhöhe begegnet. Medizin ist in den seltensten Fällen der große Ruhm, sondern in der Regel einfach ein Dienst an Euren Mitmenschen. (War wirklich allen praktizierenden Medizinerinnen von Anfang an klar, dass sie mit Menschen zu tun haben?)

Und dann stolpere ich auf Twitter (bestimmt gibt es das auch anderswo) über Tweets von Medizinerinnen, in denen sie launig Begebenheiten aus ihrem Alltag preisgeben. In denen Patientinnen vorgeführt werden – sei es das Aussehen, der Bildungsstand, die „dummen“ Fragen, die vermeintliche Unnötigkeit des Termins oder die mitgebrachte Diagnose von Dr. Google.

Und ich frage mich ernsthaft, was das soll? Ihr wisst schon, dass Ihr damit Eurer Zunft einen Bärendienst erweist. Dass so was das Vertrauen in Euch, Eure Arbeit und auch Eure Schweigepflicht nachhaltig kaputt macht.

Und mal ehrlich: Nach unten treten bzw. sich über Schwächere lustig machen, geht halt überhaupt nicht. Der Grad zu fahrlässig und verantwortungslos ist da sehr, sehr schmal.

Und diesen Absatz lasst jetzt bitte mal wirken, bevor ihr aufschreit, dass Patientinnen ja auch tweeten. Über Euch. Darüber, wenn Ihr mal wieder Euren Job schlecht gemacht habt. Ja, es fühlt sich nicht gut an, wenn einer gesagt wird, dass sie ihren Job nicht gut macht. Aber das Ärztinsein habt Ihr Euch selbst ausgesucht. Als Job. Patientin ist nunmal keiner.

Meine persönliche Erlebnisbandbreite mit Euch lässt sich übrigens mit folgenden Begebenheiten umreißen:

„Ich verschreibe Ihnen XYZ. Ich brauche Ihnen ja nicht erklären, wie das wirkt. Das wissen Sie als Biochemikerin ja besser.“

Wiederholte Sinusitis bei mir.
„Jetzt stellen Sie sich nicht an. Ich kann Sie nicht schon wieder krankschreiben. Sie sollten überlegen, ob das wirklich organisch ist.“
Ich insistiere auf HNO-Überweisung. Zack, chronische Sinusitis und 6 Monate Kortisonspray. Beschwerden seitdem weg.

„Haben Sie noch Fragen zu ABC?“
„Nein, ich habe die Fachinfo dazu gelesen.“
„Oh, dann wissen Sie ja mehr als ich.“

So wirklich vertrauensfördernd ist/war keine dieser Situationen. Aber mich ficht das auch nicht so an. Und ich gehöre sicherlich auch zu den Patientinnen, die vorrangig zwecks Vorsorge, Impfung oder halt – wenn nötig – Krankschreibung zur Ärztin geht. Noch kann ich mir das erlauben, denn bislang waren meine Erkrankungen harmlos und weit entfernt von lebensbedrohlich.

Aber ich kenne auch genug, die im Umgang mit Ärztinnen nicht so entspannt und souverän sind. Ich finde auch nicht, dass eine souverän sein muss, wenn sie sich krank zur Ärztin schleppt. Das ist die Aufgabe der Ärztin – souverän, nicht Souverän(in). Und es macht mich einfach wütend, wenn ich merke, dass meine Mutter sich nur ganz zögerlich traut, die Ärztinnen meines Vaters Dinge zu fragen, die ich ihr „einflüstere“. Dass sie die Therapieentscheidungen nicht in Frage stellen will, weil sie Angst hat, dass meinem Vater dann anderers vorenthalten wird (schon erlebt). Die sich nicht traut, ihre dringend erforderliche Schmerztherapie anzufangen, weil es keine Ärztin schafft, ihr die Ängste vor den Medikamenten zu nehmen.

Natürlich weiß ich, dass auch hier gilt #NotAllDoctors und ich habe auch schon viele tolle Medizinerinnen kennenlernen dürfen, die die Patientinnen als das wahrnehmen, was sie sind: Menschen mit einem medizinischen Problem.

Menschen, keine Tweetvorlagen.

Dazugehören

Dazugehören

Das Kind möchte dazugehören. Am liebsten zu den Coolen. Natürlich zu den Coolen. „Alle“ wollen zu den Coolen gehören. Und wenn eine nicht dazugehören kann, dann will sie wenigstens nicht auf deren „Abschussliste“ geraten. Geachtet bzw. Beachtet wäre natürlich noch toller.

Doch wer sind eigentlich die Coolen? Sind das die, die am lautesten sind? Die, die sich ständig gegenseitig bestärken (müssen), um zu wissen, dass sie was sind?

Ich halte nicht viel von Cliquen und noch weniger von Coolness. Schon in der Schulzeit war ich eine Wanderin zwischen den Welten. Ich verstand mich mit den Strebern genauso wie mit den „Coolen“. Aber mir war es nie wichtig, dazuzugehören. Vielleicht, weil ich immer meine Bereiche außerhalb der Schule hatte.

Ich weiß nicht, was das Kind und seine vermeintlich coolen Mitschülerinnen gemein haben. Und ich weiß auch nicht, ob das Kind wirklich was sieht. Er verdreht zurecht die Augen über seine Kolleginnen, wenn sie ihn einen Rassisten nennen – als Antwort auf einen #NazisRaus-Aufkleber auf seinem Lernzeitheft. Mit Fußball kann er auch nichts anfangen. Und auf „Scheiße bauen“ oder Schwänzen hat er auch keinen Bock. Hoffentlich bleibt das so.

Ja, das Kind möchte dazugehören, aber er weiß vermutlich nicht wozu. Die Coolen sind gar nicht cool, sondern nur laut. Und die anderen, mit denen er gut auskäme, sind in deren Windschatten (noch) nicht zu erkennen.

Die Spreu wird sich vom Weizen trennen.

Abgelenkt

Abgelenkt

Tja, also, ähm… Eigentliche habe ich keine Spiele auf meinem Handy. Uneigentlich überkommt es mit alle paar Jahre und ich installiere eine Spiel-App. Das Spiel spiele ich dann recht exzessiv eine kurze Weile durch. Dann hab ich keinen Bock mehr und die App fliegt wieder runter.

Noch bin ich in der Exzessiv-Phase bei BlockuDoku, einer Art statisches Tetris (für mehr (als statisch) reicht es bei mir nicht).

Zecken-Stream

Zecken-Stream

Ich habe es ja nicht so mit Superhelden (weder Marvel noch DC), aber trotzdem oder vermutlich gerade deswegen finde ich „The Tick“* durchaus sehenswert.

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* bei Amazon