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Kategorie: aufgeschnappt

Von Impf und Musik

Von Impf und Musik

Ich war heute impfen. 2. FSME-Impfung. Dabei erfuhr ich, dass der Grippeimpfstoff schon da ist. Also direkt einen Termin auch für diese Impfung ausgemacht. „Ich sehe“, lobte mich meine Ärztin, „Sie haben ja alle Impfungen, die es so gibt. Das ist gut, jede Impfung stärkt das Immunsystem.“ Und dann meinte sie noch, dass wir jetzt durch den Winter kommen müssen. Gesund. Dass sie davon ausgeht, dass nach dem Winter 95 % der Menschen Antikörper haben werden – entweder durch Impfung oder halt genesen.

Von letzter auf diese Woche haben sich so wenig erstimpfen (ca 500.000) lassen, dass die gerundete Prozentzahl sich nicht verändert hat (75 % aller Impfbaren bzw. 67 % aller Bundesbürgerinnen). Fehlen noch 28 % bis zur Prognose meiner Ärztin – in Zahlen: 23,2 Mio Menschen. Das finde ich sehr gruselig. Vor allem, weil es (zu) viele Kinder sein werden.

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Völlig unrelated und noch nicht einmal meine Musik, aber trotzdem sehr interessant: die hr-Serie über HipHop und Rap aus Frankfurt. Klar kenne ich Moses Pelham (immerhin habe ich ihn schon mal angepöbelt) und Sabrina Setlur und weiß auch, dass sie aus Frankfurt kommen. Aber irgendwie war Frankfurt für mich – obwohl auch so gar nicht meine Musik – die Keimzelle des deutschen Techno.

Ein Ehe-Rant

Ein Ehe-Rant

Ich bin eine Grinchin. Ich bin eine radikale, feministische Anti-Heirats-Grinchin*. Ich könnte jetzt schreiben, dass es mir leid tut. Aber das tut es halt nicht. Eine könnte mir auch vorwerfen, dass ich ja selbst schon mal verheiratet war. Und nein, das hat mich nicht radikalisiert – sicherlich auch weil diese Ehe endete, bevor die „staatliche Patriachatsfalle“ komplett zugeschnappt hat**.

Radikalisiert hat mich vielmehr die Situation meiner Bekannten, die sich quasi zeitgleich von ihrem Mann trennte. Sie – zu Beginn der Ehe selbsttändig tätig – hatte ihn finanziell durchs Studium getragen und als dann die Kinder kamen und er beruflich durchstartete, gab sie ihren Job auf und war knapp 10 Jahre Hausfrau und Mutter und aus dem Job raus. Als sie sich trennte, stand sie vor dem Nichts. Naja, noch weniger als vor dem Nichts, denn im romatinschen Glauben hat sie blind vertraut und was – wie sich zeigte – ausgenutzt worden war. Sie musste um jeden Cent streiten. Die Rechtslage hatte sich zwischenzeitlich geändert und nachehelicher Ehegatten-Unterhalt stand ihr so nicht mehr zu. Sie musste aus dem Haus raus, in dem sie mit den Kindern lebte – auch weil er sie gelinkt hatte. In ihren alten Job konnte sie nicht wieder einsteigen. Ihr blieb nicht viel übrig und musste mit Anfang 40 eine komplett neue Ausbildung anfangen. Während sie in der nächsten Abhängigkeit hing: Sie zog sehr schnell mit ihren Kinder mit dem neuen Partner zusammen.

Versteht mich nicht falsch: Ich finde es toll, wenn sich zwei Menschen zueinander bekennen und füreinander sorgen wollen, bis das der Tod sie scheidet. Ich finde es aber ganz und gar nicht toll, dass die staatliche Ehe dazu führt, dass Frauen (ja, in der Regel sind es Frauen) (berufliche) Chancen, Karriere, finanzielle Unabhängigkeit und Sicherheit aufgeben bzw. um diese gebracht werden. Ehen, in denen beide Geld verdienen, sollten per se IV/IV besteuert werden. Steuerklasse V ist eine Unverschämtheit. Männer, die ihren Frauen einreden, dass III/V die bessere Wahl sei, sind unverschämt***: „Weib, Deine Arbeit ist nicht so viel wert wie meine, daher ist auch egal, was am Ende dabei rausspringt“. Edit: Maximal wenn es ums Elterngeld geht, merken Frauen, welche Auswirkungen III/V haben kann. Aber dann ist es meistens schon zu spät, weil _sie_ danach ja eh kürzer treten will und so in die nächste Falle tappt: weniger Rentenpunkte (ja, III/V hat keine direkte Auswirkung auf den Rentenanspruch). Es ist ein Trauerspiel.

Und – und das ist vermutlich eine sehr akademische Sicht – ich frage mich: Aus welcher finanziellen Situation kommen die beiden Partnerinnen, dass sie unbedingt Steuerklasse III/IV brauchen?! Entweder habe die beiden bereits zusammen gelebt und kamen mit I/I (IV/IV ist ja das Gleiche) aus oder sie haben noch nicht zusammengelebt, dann wird das Leben durch gemeinsame Wohnung etc aber idR tortzdem günstiger, sodass IV/IV ausreichen müsste.

Ja, ich weiß, dass nicht nur die Steuerklasse in die staatliche Ehe „zwingt“. Es sind auch verschiedene Rechte: Auskunft im Krankheitsfall, Erben (mehr fällt mir gerade nicht ein).

Wer wegen Kindern heiratet, der sei gesagt: Lasst es. Das braucht es nicht. Mit Vaterschafts- und Sorgerechtserklärung seid ihr eh für immer bis zum 18. Lebensjahr**** des (jüngsten) Kindes aneinander gebunden. Da hilft auch keine Scheidung. Und denkt bitte daran: Ob ihr schon verheiratet seid oder eben nicht, wenn ihr Kinder bekommt, ändert sich steuerlich bzw. finanziell gar nichts. Auch daran sieht eine, dass die staatliche Ehe mit Steuerklasse III/IV nicht dafür gedacht ist, um Familien zu fördern, sondern um Frauen vor allem langfristig im Patriachat zu fixieren.

Ich werde die staatliche Ehe nicht abschaffen, aber ich muss sie nicht unterstützen*****. Wem die staatliche Ehe – warum auch immer – trotzdem wichtig ist, der empfehle ich, sich wirklich zu informieren, was im Fall einer Trennung passiert. Was passiert, wenn der Partner (die Partnerin) womöglich verstirbt. Was die Ehe für die eigene Rente bedeutet******. Und bitte, bitte, macht – so unromantisch das auch ist – einen Ehevertrag, insbesondere wenn ihr Euch gegen IV/IV oder für eine Allein-Verdienerinnen-Ehe entscheidet, mit dem fixiert, wie der geringere Verdienst / das geringere Netto bzw. der finanzielle Nachteil der Partnerin ausgeglichen wird.

Denn im Fall der Fälle zahlt eine rosarote Brille keine Miete, keine Milch und kein Brot.

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* Impliziert „Grinchin“ gegen etwas zu sein? Wäre ich als Anti-Heirats-Grinchin letztlich doch pro Heirat?! Also, ich bin gegen dieses komische Heiraten – zumindest das offizielle mit Standesamt und so.

** Wir waren hauptsächlich verheiratet, solange ich studiert habe. Bös formuliert, könnte eine sagen, dass er mir das Studium finanziert hat. Ich denke aber, dass wir finaziell beide gut profitiert haben.

*** Denn das vermeintlich übers Jahr „verloren gegangene“ Geld, bekommen die Paare bei der Steuererklärung immer zurück.

**** oder Ausbildungsende

***** Zumal: Sollten der RB und ich heiraten, hätte das Kind keinen Anspruch mehr auf Unterhaltsvorschuss. Welch ein Hohn.

****** Denn selbst wenn die Ehe tatsächlich „bis das der Tod euch scheidet“ hält, wird es finanziell sehr schwierig, wenn die Ehepartnerin, die die höhere Rente bezieht, zuerst verstirbt – trotz Witwenrente.

Plastikfrei(er)

Plastikfrei(er)

Ich komme mir vor wie eine Nachmacherin, dabei war das schon lange geplant, ich war nur von meiner Eingenwilligkeit und Lieferschwierigkeiten ausgebremst.

Der RB hatte sich schon vor einiger Zeit neue Grätschaften zum Rasieren besorgt: Rasierhobel und Rasierseife mit Pinsel*. Um das Rasieren endlich plastikfreier** zu gestalten-. Das erinnerte mich daran, dass ich eigentlich neue Klingen brauche bzw. erinnerte mich daran, dass ich keine neuen Klingen, sondern auch einen Rasierhobel kaufen wollte. Aber gut, dass der Mann schneller war als ich, so konnte ich feststellen, dass mir die anscheinend gängige Grifflänge zu kurz ist. Dazu wollte ich dann auch noch einen Hobel „Made in Germany“. Ich hatte zwar befürchtet, dass es unmöglich wäre, diese beiden Wünsche in einem bezahlbaren Rahmen zu erfüllen, aber ich wurde fündig. Musste halt etwas warten, da das Wunschobjekt vorrübergehend nicht lieferbar war.

Noch unbenutzt, denn ich habe vor der „freien“ Klinge durchaus Respekt.

Wenn ich schon nicht bei meinem Duschgel auf plastikfrei*** umsteigen darf zur Zeit, dann wenigstens schon mal diesen Schritt.

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* mit ohne echten Dachshaaren

** mit ohne echten Dachshaaren ist halt mit echten Polyesterschweinhaaren

*** Dabei liegt hier schon was rum, weil ich so froh war, endlich ein festes Duschgel gefunden zu haben, das nicht nach RoseGurkeKokosMinzeStinkWürg riecht, sondern ganz einfach parfümfrei ist.

Digitale Demo

Digitale Demo

Ich dachte echt, ich lese nicht richtig, als ich das Ergebnis von dieser Aktion sehe.

Fazit:

Die Politik‘ ist sich überhaupt nicht bewusst, dass es da draußen Menschen gibt, die nicht nach Lockerung sondern nach einer Lösung im Bezug auf die Pandemie gieren, dass es Unternehmer gibt, die nicht nur ‚öffnen, öffnen, öffnen‘ rufen, sondern lieber das Virus besiegen wollen. Die Quer’denker‘ und Öffnungsfetischisten bestimmen nach meinem Eindruck den Diskurs innerhalb der Politik.

Unter welchem Stein leben die Politikerinnen? Oder sind wir, die wir die Pandemie und die daraus resultierenden Kontakteinschränkungen ernst nehmen, wirklich nicht sichtbar? Tja, wie auch. Demos fallen ja wegen Kontaktbeschränkungen und Abstandhalten aus. Zumindest überlegt sich derzeit jede, die ansatzweise versteht, dass die Pandemie kein Spaß ist, mehrmals, ob sie wirklich auf eine Demo gehen will.

Wie also sichtbar werden?!

Die jeweiligen Mitglieder von Bundes- und Landtag kann eine sehr einfach ergoogeln. Und dann ran an die Tasten. Ich hatte es gestern schon versucht, aber mir fiel nichts ein, was nicht unflätig gewesen wären und „Euch brennt doch der Hut“ war dabei noch das Freundlichste. Heute beim Frühstück kamen mir dann ein paar Fragmente in den Sinn, die ich erstmal grob notierte. Dann töckelte ich zwischen Frühstückende und Start zur heutigen Wanderung meine Gedanken zusammen und verschickte sie dann an „meine“ MdB und LdB. Auch an unsere Bundeskanzlerin schickte ich eine Nachricht, die sich in vielen Teilen gleich war zu denen an die anderen.*

Der Brief ist nicht perfekt und ich wollte auch nicht „zu viel“ Fässer aufmachen, aber vielleicht dient er der einen oder anderen zur Inspiration:

Sehr geehrte XXX,
ich wende mich an Sie als „meine“ Bundstags-/Landtagsabgeordnete. Meine Anliegen: Der Umgang mit dem Pandemiegeschehen in Deutschland. Seit gut 13 Monaten haben wir Pandemie. Seit gut 13 Monaten arbeite ich im HomeOffice. Ich werde – solange die Infektionszahlen nicht auf ein Minimalniveau gesunken sind – auch weiterhin im HomeOffice arbeiten. Ich bin sehr froh, dass meine Arbeitgeberin die Ansichten der Wissenschaft teilt und Arbeit im Büro nur in Ausnahmefällen erlaubt. Aber ich weiß, dass meine Arbeitgeberin mit dieser Haltung eher die Ausnahme ist.

Daher fordere ich Sie auf, die wissenschaftlichen, epidemiologischen Erkenntnisse zum anzuerkennen und sich für einen sogenannten harten Lockdown einzusetzen, der allen voran Folgendes beinhalten muss:

  • Keine weiteren Lockerungen
  • Keine Öffnungen von Restaurants, Cafés, Hotels ets.
  • Einkauf weiterhin nur mit begrenzter Personenzahl im Laden und nachweislichem Hygienekonzept
  • Härteres und unmittelbares Durchgreifen (Auflösen) bei sogenannten Hygiene-Demos
  • KEINE MENSCHENVERSUCHE durch sogenannte Modellstädte/-regionen mit Durchseuchung der nicht-vulnerablen Mitbürgerinnen.

Es kann nicht angehen, dass sich ein Großteil der Bevölkerung seit über einem Jahr massiv einschränkt, nur damit die Wirtschaft weiterlaufen kann. Es kann auch nicht sein, dass Repressalien wie Ausgangssperren die Ultima Ratio ist – noch bevor die Wirtschaft deutlich mehr in die Pflicht genommen wurde. Daher erwarte ich, dass Sie sich stark machen für

  • HomeOffice-Pflicht in allen Bereichen, in denen es geht. Und wir wissen alle, dass es in viel mehr Bereichen geht, als es derzeit möglich ist. Das Potential der Kontaktreduzierung ist immens und noch lange nicht ausgeschöpft.
  • Test-Pflicht in allen Betrieben, in den kein HomeOffice möglich ist. Jede Arbeitnehmerin muss mindestens 2x pro Woche getestet werden.

Bei der diesjährigen Bundestagswahl werden für mich (und auch mein Umfeld) die Haltung der einzelnen Parteien zur Pandemie und insbesondere zur Pandemieeindämmung entscheidende Punkte sein, wem ich meine Stimmen gebe. Und eins ist sicher: Mit Lockerungen und Menschenversuchen werden Sie keine Wählerstimmen gewinnen.

Next Step: Anrufen.

Lasst uns laut sein.

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* Musste erstmal googeln, welche Anredeformel für die Bundeskanzlerin richtig ist.

 

#ClosedNovember (24)

#ClosedNovember (24)

Die Nächte sind durchwachsen. Ich muss früh raus, um das Kind zur Schule zu schicken. Ich will mich nochmal hinlegen, aber dann fällt mir ein, dass ich noch ein Briefing fertig machen muss. Dann noch eine Kleinigkeit. Vor meiner 1. Kunden-Videokonferenz mache ich mich fertig. Schlauerweise habe ich gestern Abend, als das warme Wasser da war, geduscht. Heute morgen war wieder alles kalt…

Nach der Videokonferenz ist vor der Videokonferenz.

Als mittags die Putzhilfe kommt, gehe ich los, um die Zutaten fürs Backen zu besorgen.

Alles bekommen – inklusive Konter-Guinness

Der Nachmittag ist zäh. Ich kümmere mich um Geburtstagspost. Ich bin irgendwann total k.o. und muss mich hinlegen. Ich weiß, dass sich das hinten raus rächen wird, aber ich kann mich nicht mehr auf den Beinen halten.

Während ich das Essen auftaue, werde ich auf eine lustige Spielerei am Handy aufmerksam gemacht und so haben wir auf einmal Viechzeug in der Wohnung.

Allerdings gibt es weder Puffins noch Erdmännchen.

#CorotäneKneipe heute ohne uns.

#ClosedNovember (6)

#ClosedNovember (6)

Ich bin dann mal die Spielverderberin: Während gefühlt ganz Deutschland im Freudentaumel über die Wahl Bidens (und Harris) eskapiert, bin ich wütend.

Ich bin wütend über das, was in Leipzig passiert ist. Wütend über meine Hilfslosigkeit. Wütend über meine Machtlosigkeit. Wütend über diese klar dokumentierte Ungerechtigkeit. Über den Rechtsruck und darüber wie sehr Deutschland auf dem rechten Auge blind ist.

Ich bin auch wütend darüber, dass es so vielen so viel wichtiger ist, dass Trump abgewählt worden ist als das, was im eigenen Land passiert.

Und ehrlich gesagt: Ja, es ist gut, dass Trump abgewählt worden. Aber ob Biden und auch Harris die großen Heilsbringerinnen sein werden, wage ich zu bezweifeln. Sehr.

#ClosedNovember (4)

#ClosedNovember (4)

Jippie und Yeah! Heute, nach fast drei Jahren ist endlich mein altes littleb.blog-Blog nahezu* vollständig hierher umgezogen. Damit sind die Einträge der vergangenen siebeneinhalb Jahre hier vereint. Und wow, wieviel in dieser Zeit passiert ist.

Mein großer Dank gilt dem geschätzten Blognachbar** und Tweep, der so web-Kram und WordPress-Zeug beruflich macht.***

Jetzt kann ich das alte Blog „abschalten“.

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* außer 22 Posts, aber die finden sicherlich auch noch ihren Weg hierüber.

** In Bloggerhausen sind alle Nachbarinnen.

*** Selbstverständlich werde ich ihm seine Dienste ordnungsgemäß bezahlen – sobald die Rechnung da ist.

Supertag (2)

Supertag (2)

Zweite Welle: Tag 78

Ich mag meinen Job. Dennoch fällt es mir morgens unendlich schwer, aus dem Bett zu kommen. (Ich freue mich schon sehr auf die Zeitumstellung.)

Daher ist es sehr interessant, dass ich trotz Samstag, wenig Schlaf und der Aussicht auf körperlich fordernde Arbeit um 7h30 relativ problemlos aufstehen kann. Kurze Dusche, etwas Tee. Frühstück dann im Auto auf dem Weg an den Mittelrhein. Noch einmal Weinlese.

Die Weinberge waren etwas steiler als letzte Woche. Die Reben voller und das Wetter wunderschön.

Das ist eine tolle Erfahrung. Und wer gerne Wein trinkt, der empfehle ich, bei mal einer Lese mitzumachen. Da weiß eine, warum guter Wein seinen Preis wert ist.

Um für das Kind den „Sendung mit der Maus“-Effekt perfekt zu machen, fuhren wir noch mit zum Weinkeller. Er durfte helfen, die Trauben in die Kelter zu füllen und dann sahen wir, wie der erste Most floss.

Und dann war schon wieder ein „Supertag und viel besser als nur vorm Tablet“ rum.

Wieder zu Hause wartete Kassiopeia mit dem Essen auf uns.

Große SlowCooker-Liebe

Zum Abschluss des Tages gab es mal wieder einen Filmabend zum Thema „Klassiker aus dem letzten Jahrhundert“. Diesmal: Men in Black.

Privilegien

Privilegien

Zweite Welle: Tag 54

Ich kann all diese klugen, allgemein gültig formulierten RatSCHLÄGE nicht mehr hören und lesen. Da möchte ich ganz allgemein die Leute schütteln und fragen, ob sie sich selbst zuhören (oder halt lesen, was sie schreiben).

Was im Einzelfall gut geklappt hat oder eine es sich im Einzelfall ausmalt, dass es gut klappen könnte und sicherlich gut nach außen wirkt, hat maximal anekdotische Evidenz. Letztlich beweisen Anekdoten aber nix. Höchstens die Existenz von Glück. Oder von Pech.

Ich – und ja, es muss was heißen, wenn ich mich das frage – frage mich wirklich, mit was für einem Ego eine ausgestattet sein muss, wenn sie jeder, die es hören will oder auch nicht, fröhlich aufmunternd arrogant zuruft: „Eine muss nur wollen.“

Nicht alles, was eine will, kann sie auch. Sei es, weil ihr die Fähigkeiten dazu fehlen oder weil es keine Möglichkeit/Mittel dazu gibt. Und gesetzliche Rahmenbedingungen müssen auch noch eingehalten werden.

Etwas können können hat extrem viel mit Privilegien zu tun. Privilegien, die eine qua Herkunft in den Schoß gelegt bekommen hat oder sich mehr oder weniger hart erarbeitet hat.

Aber egal wie eine zu Privilegien kam, in jedem Fall besteht Unverständnis über das vermeintlich Unvermögen. Entweder weil eine sich nicht vorstellen kann, dass andere nicht so einfach können, wie sie wollen, oder weil eine auf dem hohen „ich habe es doch auch geschafft“-Ross hockt.

Mein kluger, allgemein gültiger Ratschlag an alle, denen mal wieder „eine muss nur wollen“ auf der Zuge liegt:

Checkt eure Privilegien!

Und überlegt, ob und wie ihr der Person helfen könnt, der ihr gerade ihr vermeintliches Unvermögen vor die Füße rotzen wollt. Und wenn ihr das nicht wollt (sic!), dann einfach mal die Klappe halten.

Vegetarisch gefüllte Paprika

Vegetarisch gefüllte Paprika

Zweite Welle: Tag 53

Bereits gestern ist ja der SlowCooker (3,5 Liter) angekommen. Für den fand sich ja wundersamerweise direkt ein Plätzchen in der Anrichte.

Ich nehme das als Zeichen: Der sollte wohl hier einziehen. Oder die? Vielleicht nennen wir das Gerät „Kassiopeia“…

Schon am Samstag bei der Essensplanung hatte ich die fixe Idee, dass das für heute geplante Gericht – vegetarisch gefüllte Paprika – bestimmt gut darin ginge. Ich befragte das Internet nach Rezepten, aber da gab es nur welche mit Hack oder mit Reis/Bulgur. Aber ich hatte was anderes im Kopf:

Zutaten
6 Paprika (2 rote, 2 grüne, 1 gelbe, 1 orange)*
je eine Tasse** rote, gelbe und schwarze*** Linsen
3 Tassen Wasser
200 g Schafskäse
1 kl Dose Pastatomaten
Salz, Pfeffer, Paprikapulver, gem. Kreuzkümmel, etwas Thymian und Rosmarin

Zubereitung
Linsen und Wasser mischen, Paprika und Kreuzkümmel zugeben, etwas ziehen lassen

Bei den Paprikas die Deckel abschneiden und die Kerngehäuse entfernen, im SlowCooker-Topf platzieren****

Schafskäse zerbröseln und zu den Linsen geben, gut mischen; die Linsen-Schafskäse-Masse in die Paprikas verteilen; dabei etwas Flüssigkeit übrig lassen

Flüssigkeit mit Pastatomaten mischen, mit Salz, Pfeffer, Prise Zucker, Thymian und Rosmarin würzen und über die Paprikas geben

Auf High ca. 4 Stunden garen lassen

 

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* Es geht natürlich auch einheitlich 😉

** eine Mumin-Tasse. Die fassen 300 ml

*** Berglinsen

**** war etwas eng, aber es ging