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Kategorie: aufgeschnappt

Die andere Landeshauptstadt

Die andere Landeshauptstadt

Herrje, habe ich schlecht geschlafen. Ich konnte nicht einschlafen und als ich dann endlich schlief, war nicht mehr so viel von der Nacht übrig. Den RB habe ich wohl auch aus dem Bett vertrieben, weil ich seinen Klogang um 5h00 ausnutzte, um mich im Bett und auf seiner Bettdecke so auszubreiten, dass er keinen Platz mehr im Bett hatte und ins Gästezimmer auswanderte.

Das Kind hatte wohl auch schlecht geschlafen und kam nur schwer in die Gänge.

Ich legte mich nochmal hin. Wurde – wie befürchtet – später wach als geplant. Ich duschte schnell, setzte mich an den Rechner. Dann musste ich aber auch schon bald los, denn ich hatte ein TweepMeep in der Landeshauptstadt des Nachbarbundeslandes. Die Bahn hatte Problem und ich fürchtete schon, dass ich deutlich später käme als geplant. Doch ein beherzter Sprint am Bahnhof rettete den Zeitplan. In der Bahn gearbeitet. Und erstmals mit dem Bus von der einen Landeshauptstadt in die andere gefahren.

Mit der Tweep gut unterhalten und lecker gegessen.

Irgendwie ist die „andere“ Landeshauptstadt hübscher als unsere. Ich muss da nochmal hin. So weit ist es ja nicht.

PS: Der Maxibrief ist direkt heute angekommen. Ohne Nachporto. (Hoffe ich jetzt mal.)

Liebes Tagebuch am Fünften (September 2019)

Liebes Tagebuch am Fünften (September 2019)

Huch, schon September? Wo ist denn das Jahr geblieben? Wie dem auch sei, der September ist noch jung und das ist der Moment für Frau Brüllen, um zu fragen: WMDEDGT?

Es ist nach Mitternacht, als ich ins Bett gehe. Allerdings nicht, um zu schlafen, sondern um eine To-Do-Liste zu erstellen und zwei Dokumente für den heutigen Elternabend vorzubereiten. Daher ist es fast

2h00 als ich endlich schlafen will. Aber erstmal nicht kann. Ich wälze mich unruhig, schlafe nicht tief ein, muss auf Toilette… repeat

7h30 Jetzt muss ich spätestens aufstehen. Das Kind ist zum Glück schon wach und dabei, sich umzuziehen. Ich mache ihm seine Brotdose.

7h45 Das Kind geht los. Er will erstmals mit dem Bus zur Schule fahren. Ich lege mich nochmal hin. Die Seuche und der schlechte und wenige Schlaf fordern ihren Tribut.

9h30 Aufstehen. Telefonieren. Auf ein Projekt warten.

11h40 Projekt finalisiert rausschicken. Anderes Projekt angehen. Im Internet rumwabern. Der Drucker produziert wiederholt Papierstau. Ich höre nebenbei alle Briefcast-Folgen. (Es ist tatsächlich der einzige Podcast, den ich hören kann.)

13h35 Der Kammerjäger kündigt sich an.

13h50 Der Kammerjäger ist da und kontrolliert die Fallen. Nichts. Kein Zeichen, dass hier Mäuse sind. Da war wohl SuperCat1 ausreichend erfolgreich.
Als der Kammerjäger weg ist, kümmere ich mich um ein weiteres Projekt.

14h40 Projekt verschickt, jetzt könnte ich mal duschen gehen.

15h30 Ich muss unbedingt noch Zubehör für die morgigen AG-Versuche besorgen.

16h10 Wieder zu Hause meldet sich das Kind via Handy, dass er unterwegs sei. Als er kurz darauf da ist, muss er sich schnell fürs Lauftraining umziehen.

16h35 Der midi-monsieur ist wieder unterwegs. Ich esse endlich mal was. Dann bin ich total k.o. und lege mich vor den Fernseher. Ich kann aber nicht einschlafen. Dann fällt mir auch noch ein, dass ich noch was im Keller suchen muss.

17h50 Ich bekomme eine Mail in dieser Sache und eind wegen eines anderen wichtigen Projekts mit der Info, dass wir nichts Neues dazu bekommen und so die Timeline nicht halten können, was aber – zum Glück – nicht an uns liegt.

18h30 Das Kind kommt wieder, ich packe meine Sachen für den Elternabend, er geht sich einen Lahmacun kaufen. Wir klatschen uns ab.

18h47 Treffe an der Bushaltestelle eine andere Klassenmutter, die ich schon seit Kindergarten und Grundschule kenne. An der Schule verschwinde ich kurz im Lehrerinnentrakt, um was zu kopieren. Im Klassenzimmer werde ich gewahr, dass der Elternabend schon um 19h00 anfangen soll und nicht erst 19h30 (wie ursprünglich mal kommuniziert). Ich darf aber trotzdem noch schnell die mitgebrachten Sachen in meinen AG-Raum bringen.
Dann: Elternabend. Insgesamt ganz ok. Es entbrennt zwischendurch ein absurde Diskussion über Entschuldigungen und Beurlaubungen. Es scheint ein paar Eltern zu geben, die das mit der Schulpflicht vor den Ferien nicht so sinnvoll ansehen. Tjanun. Die Wahl zur Elternbeirätin verläuft kurz und schmerzlos: Neben mir hat sich noch eine andere Mutter angeboten. Ich bin zur ersten und sie zur zweiten Elternbeirätin gewählt worden. Rückweg zu Fuß, noch ein bisschen mit zwei neuen Müttern geschnackt.

21h30 Zu Hause. Das Kind kurz duschen und Zähneputzen geschickt. Noch zweidrei Sachen mit ihm besprochen – unter anderem übers Lernen und darüber, dass Sprache von Sprechen kommt. Ich freue mich, dass ich endlich auch mal „normale“ Schulgespräche mit dem Kind führen kann. Dann sage ich ihm gute Nacht.
Ich esse was, mache es mir auf dem Sofa bequem.

23h00 Der RB kommt nach Hause. Ich bin ziemlich k.o. und werde dann auch bald ins Bett gehen.

Liebes Tagebuch am Fünften (Juni 2019)

Liebes Tagebuch am Fünften (Juni 2019)

Auch heute wieder fragt Frau Brüllen: WMDEDGT?

Und so kurz wie meine Einleitung ist, so könnte auch meine Antwort ausfallen: Arbeiten. Aber ich versuche mal es genauer zu rekapitulieren.

8h10 Ich werde kurz wach, weiß aber, dass ich noch 45 Minuten schlafen kann (und sollte). Als dann der Wecker klingelt, bin ich natürlich nicht fit und es braucht noch bis 9h20 etwas panisch wach werde, weil mir direkt bewusst ist, dass ich um 9h30 telefonieren muss. Zum Glück klingelt das Telefon mit 10 Minuten Verspätung. Danach e-Mails gecheckt. Feedback zum Großprojekt. Absprachen. Während Dinge umgesetzt werden, kümmere ich mich um Text1 und verschicke ihn. Der RB ruft zum Frühstück. Das ist gut. Sonst käme ich gar nicht vom Rechner weg. Aber es macht mich unruhig. Das ist nicht gut. Zurück in den Flöz: Wieder Absprachen. Arbeit an Text2. Der RB lockt mich nach draußen, damit ich das Fahrrad von meinem Papa ins Auto bringe. Dann wieder ins BettOffice. Bekomme eine e-Mail, die mich etwas nervt*. Ich verschicke das Zwischenergebnis vom Großprojekt und bekomme parallel Feedback. Gut, also telefonieren. Die Ansprechpartnerin ist gerade in USA, aber um 14h30 ist bei ihr auch schon morgen. Wir sind uns einig, dass wir auf einem guten Weg sind. Danach telefoniere ich gleich nochmal. Ich esse ein halbes Bötchen. Dann kommt ein Projekt mit Prio1-Ansage zurück, also direkt mal bearbeiten und zurückschicken. Ich sage dem RB ab, heute abend beim Tasting dabei zu sein. Nach Alkohol ist mir eh nicht. Nun wieder zu Text2, den ich endlich fertig mache und zum Gegenlesen verschicke. Ich esse zwei Möhren. Während ich auf das Feedback warte, kümmere ich mich um das Großprojekt. Ich steigere mich in Details rein, aber weiß, dass die Vorarbeit wichtig ist, damit wir das Projekt bald ohne weitere Reibungsverluste abschließen können. Der Kollege machte erfreulicherweise auch etwas länger, um mir noch Text2 zurückzuschicken. Ich arbeite sein Feedback ein und schicke den Text raus. Dann wurschtel ich mich noch weiter durch das Großprojekt, bis ich es endlich um 20h00 verschicke. Dann schreibe ich noch meine Zeiten auf, bekomme einen kleinen Schock, sodass ich um 20h50 noch der Team-Leitung den Status-Quo melde (es geht nicht mehr bis zum Urlaub). Um 21h05 verlasse ich dann das Haus, um was zu essen zu besorgen. Ich laufe ein bisschen durchs Viertel. Als ich feststelle, dass ich mein T-Shirt auf links anhabe, verstecke ich mich hinter der katholischen Kirche, um es umzudrehen. Dann lande ich zufällig im neuen Supermarkt und besorge mir je ein halbes Kilo Blau- und Erdbeeren**. Ich wandere zurück und esse endlich in Ruhe.

Jetzt bekomme ich langsam Entspannungskopfschmerezen, vielleicht lege ich noch eine Runde Yoga ein***.

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* Ich kann gerade ganz unverblümt sagen, dass der Kunde so gut läuft, ist mein Verdienst. Da finde ich etwas übergriffig, wenn die Beratung, die – im Gegensatz zu mir – ein extra-langes Wochenende genießen konnte, mir sagen will, was ich priorisieren soll.

** dazu noch etwas Sushi. Und zum Testen: Rafaello-Himbeere**** und Hummus Chips*****

*** Alternativ könnte ich auch noch arbeiten.

**** Nicht kaufen. Örgs. Künstliche Himbeere.

***** Ganz lecker. (Sorte: Sour Cream & Chives)

Außerordentlich

Außerordentlich

Ein Stöckchen, das keins sein soll. Oder vielleicht doch?! Zumindest fragt Frau Rabe heute: „Und Ihnen? Geht es Ihnen gut?“ Und auch wenn Frau Rabe und ich uns im offline- und weitestgehend auch im online-Leben duzen, fühle ich mich aufgefordert, die Frage zu beantworten

Als elender Optimistin geht es mit natürlich gut. Mir geht es eigentlich immer gut. Es geht mir auch an Tagen gut, an denen ich schimpfe und meckere, an denen mir irgendwas zu schaffen macht, an denen ich Sorgen habe oder an denen ich gestresst oder traurig bin. In der bislang ätzendsten Phase meines Lebens habe ich täglich Glückstagebuch geschrieben, um mir zu verdeutlichen, dass jeden Tag mindestens eine gute Sache passiert. Dass mein Leben gut ist. Dass Dinge gut werden. Aus dieser Zeit sind die Jahres-Lichtblicke geblieben, mit denen ich das Jahr Revue passieren lassen. Das hilft mir sehr, mich zu hinsichtlich meines Wohlergehens genordet zu halten.

Und heute?! Heute geht es mir auch gut. Sogar außerordentlich gut aus verschiedenen Gründen:

  • Ich habe ausgeschlafen. Fast etwas zu lang, denn ich war um 10h30 wieder etwas matschig.
  • Der RB und ich haben zusammen gefühstückt.
  • BettOffice ist ob der Temperaturen durchaus entspannend.
  • Das Wetter ist großartig.
  • Es entspannt mich durchaus sehr, dass das Kind auf Klassenfahrt ist. Dass morgens keine Frühstücksbox fällig ist und es auch auch am Nachmittag ruhig ist.
  • Ich habe ein Projekt fertig gemacht und direkt Lob dafür bekommen. Und dieses Lob ist auf vielen Ebenen viel wert.
  • Zu einem anderen Projekt hatte ich irgendwann die zündende Recherche-Idee, worauf hin der Text so rausflutscht.
  • Es ist durchaus beruhigend zu wissen, dass es Menschen gibt, bei denen sich eine auch mal Luft machen kann. Hilft ja auch manchmal, damit eine gar nicht erst irgendwelche Grabenkämpfe anzettelt.
  • Ich habe ein To-Do wiedergefunden, bevor es mir auf die Füße fällt. (Wobei ich mir ob des Lobs da nicht so viele Sorgen machen muss.)
  • Der RB und ich waren heute nochmal essen. Koreanisch und es war höchstlecker.
  • Nun sitzen wir mit Wein im Strandkorb und genießen die laue Sommernacht.
  • Ich weiß, dass es dem Kind auf der Klassenfahrt gut geht.
  • Wir sind soweit alle gesund.

Und wie ist es so bei Euch? Wie geht’s? Seid Ihr glücklich oder wenigstens zufrieden?

Nur vor den Kopf

Nur vor den Kopf

Bestandsaufnahme. Ich habe den Spiegel-Artikel gelesen. Und auch den Zeit.Online-Blogpost. Ich habe Anke Gröners Analyse gelesen. Ich habe Mlle ReadOn einmal persönlich getroffen.

Ich habe ihren Blog nicht regelmäßig gelesen, denn ihr besonderer Stil war mir an vielen Tagen zu anstrengend. Manchmal waren mir die Geschichten zu dicht, zu intensiv. Ihre Geschichten berührten oft und rührten am Menschlichen in den Leserinnen. Vermutlich hätten die Leserinnen ihre Texte anders gelesen, hätten sie sie bewusst als Fiktion gelesen. Viele hätten sie vermutlich gar nicht gelesen. Das vermeintlich Persönliche hat Nähe geschaffen.

Ich bin mir recht sicher, dass die beiden Zeitungsartikel Recht haben. Die Fakten sind stichhaltig und logisch.

Aber ich bin nicht schockiert. Ich schäme mich auch nicht, es nicht früher erkannt/ gewusst zu haben. Dafür habe ich letztlich ihr Blog nicht intensiv genug gelesen. Ich fühle mich noch nicht einmal betrogen. Zumindest nicht persönlich. Ja, sie hat ihre Leserschaft betrogen. Und nein, keine ihrer Leserinnen sollte denken: „Aber ich habe mich betrügen lassen.“ Das ist wie wenn Frauen denken, dass sie wegen des Minirocks / Lippenstift / Lächelns eine Mitschuld an sexuellen Übergriffen haben. Oder halt wie – insbesondere – Frauen oft denken, wenn sie in einer toxischen (ja, ich weiß, viele finden den Ausdruck überzogen oder gar „albern“) Beziehung stecken, dass sie mindestens Mitschuld haben daran, dass sie da jetzt drinstecken, dass sie leiden. Sie hätten sich ja früher trennen können / müssen. Sie hätten es doch erkennen müssen. Wie konnten sie nur auf so einen Blender reinfallen. Etcetcetc.

Ich kenne das. Ich habe das erlebt. Und vielleicht hilft mir diese unschöne Erfahrung mit dem Kv, dass mich all das um Mlle ReadOn nicht schockiert.

Die menschlichen Abgründe sind tief und vielfältig.

Wir können noch so gebildet sein. Meinen, dass wir noch so eine gute Menschenkenntnis haben. Letztlich können wir unseren Mitmenschen doch nur vor den Kopf gucken.

(Darüber hinaus hoffe ich, dass das Fräulein (professionelle) Hilfe hat.)

Liebes Tagebuch am Fünften (Mai 2019)

Liebes Tagebuch am Fünften (Mai 2019)

Draußen kann es regnen, stürmen oder schnei’n … Frau Brüllen, will trotzdem wissen, was ich an einem kalten, latent össeligen Sonntag Anfang Mai gemacht habe. Also hier meine Antwort auf die Frage: WMDEDGT?

0h00 Ich habe mir gerade „Kindeswohl“ angemacht, nachdem ich „Maria by Callas“ abgebrochen haben, da ruft der RB an. Weil ich mich noch nicht so ganz ans neue Handy gewöhnt habe, drücke ich ihn weg, um direkt zurückzurufen. Wir telefonieren eine knappe Viertelstunde. Dann gucke ich den Film weiter. Parallel kümmere ich mich weiter um den Blogumzug. Da keines der WordPress-Migrationstools funktioniert, muss ich das händisch machen. 36 Posts sind schon umgezogen, 1.426 Posts fehlen noch. Dabei muss ich Bilder ebenfalls händisch umziehen und neu einfügen (weil halt alles händisch) und irgendwann auch mal diverse bloginterne Links ändern. Aber ich möchte das alte Blog nicht einfach löschen (das würde voraussichtlich passieren – zumindest die Bilder – wenn ich die domain bzw. das WordPress-Paket kündige).

4h30 Wenn sich eine so vertieft mit dem Rechner beschäftgt, kann sie auch mal die Zeit vergessen. Insbesondere wenn da keiner im Bett auf sie wartet. Nun aber trotzdem flott ins Bett.

8h30 (ungefähr) Der RB sagt mir „guten Morgen“. Er ist nur auf dem Sprung da, um das Auto zu holen. Ich schlafe wieder ein.

12h00 Das Kind weckt mich. Er habe schon den Tisch gedeckt und erzählt mir aufgeregt, dass der RB Brötchen mitgebracht habe. Und dass er ihm geraten hatte, mich nicht zu wecken.

13h00 Frühstück fertig. Ich rege das Kind an, endlich die Rahmen für die Verwandtschaft zu gestalten, damit die schönen Bilder von ihm endlich mal dem Kv, Mamie&Papy sowie Oma und Opa zugeschickt werden können. Danach macht er Schreibübungen und ich fange an, dass Wohnzimmer aufzuräumen. Hier sparkt gar nichts joy und ich bin genervt.

15h45 Es ergibt sich doch noch, dass das Kind zu einem Kumpel kann. Ich räume weiter auf. Mache Kisten, in die ich den Kram nach Zugehörigkeit schmeiße sortiere. Zwischendurch immer wieder Twitter aufgrund einer recht spannenden Diskussion über Wohl und Wehe des selbstgewählten Wohnortes.

18h10 Es klingelt. Ich bin kurz irritiert, aber dann fällt mir ein, dass eine der Besten vorbeikommen wollte, um ihren Helm abzuholen.

18h35 Die Freundin und das Kind geben sich die Klinke in die Hand. Ich rödel immer noch ein bisschen; sauge das Wohnzimmer. Erinnere dabei das Kind, sein Zimmer so weit aufzuräumen, dass er auch saugen kann.

19h20 Der RB verkündet, dass er auf dem Rückweg ist. Was für mich bedeutet, dass ich anfange zu kochen. Tipp an dieser Stelle: Wenn eine Roulade dicker als die anderen ist und es zudem eine weniger als geplant/eingekauft ist, dann hat eine vermutlich eine Roulade doppelt gewickelt.

20h00 (irgendwas um den Dreh) Juchee, der RB ist wieder da. Wir können auch quasi sofort essen. Sehr lecker diese Rouladen in Erdnusssoße.

Rouladen in Erdnusssoße auf Moodles und Edamame-Nudeln

Und die Ananas ist auch so nachgereift, dass sie jetztsofort als Nachtisch herhalten muss. Dank einem Rest Kokosmilch kommt quasi ein Piña-Colada-Gefühl auf.

21h15 Nun muss das Kind aber mal ins Bett. Er geht Zähneputzen, der RB das Auto umparken. Das Kind und ich machen Quatsch mit den Kuscheltieren.

21h45 Licht aus und Tür zu beim midi-monsieur. Ich mache mir dann mal einen Tee und dann mal schauen, was der RB und ich so mit dem Rest des Abends machen, nachdem er nun 3 Tage lang nicht da war.

Impfen hilft

Impfen hilft


Entsprechend liege ich dem RB seit über einem Jahr in den Ohren, dass er sich um seinen Impfstatus kümmern muss. Wobei der Status mittlerweile eindeutig ist: unklar. Das sieht auch seine neue Hausärztin so. Er müsste also endlich mal einen Termin machen.


Immerhin hat er es VOR der Saison zur Grippeimpfung geschafft (bei seinem Job ja nicht total doof) und so verseucht (Nebenhöhlen, nech?!) wie er dennoch den Winter über war, hat ihn das vermutlich vor Schlimmerem bewahrt.

Nun braucht er also – wie alle Erwachsenen nach StIKo-Empfehlung – eine Auffrischung der Impfungen Tetanus, Diphterie und Pertussis (Keuchhusten; TDP) und Masern. Das sind zwei Spritzen: Einmal mit dem TDP-Kombinationsimpfstoff und einmal mit einem MMR-Kombiimpfstoff, da es Masern nicht als Mono-Impfstoff gibt. Danach gilt es, die TD-Impfung (NICHT Pertussis und Masern) halbwegs regelmäßig etwa alle 10 Jahre aufzufrischen. Gibt es übrigens eine belegte Grundimmunisierung mit TDP, ist keine erneute Grundimmunisierung erforderlich, auch wenn die letzte Auffrischung mehr als 10 Jahre her ist.

Kurz gefasst gilt für erwachsene, „normal gesunde“* Erwachsene, die im Kindesalter bereits einmal mit mindestens TDP grundimmunisiert wurden, aber jetzt nicht mehr wissen, wann und was bei der letzten Auffrischung geimpft wurde**:

  • einmalig TDP und MMR
  • danach alle 10 Jahre TD***

Und ganz ehrlich: Da weiß ich wirklich nicht, wann welche Titer warum bestimmt werden sollten.****

Für alle, die keine Ahnung von ihrem Impfstatus haben und auch nicht belegen können, dass sie im Kindesalter grundimmunisiert wurden, gilt:

  • einmalig Grundimmunisierung TDP und Polio
  • einmalig MMR
  • danach alle 10 Jahre TD

Und es ist auch wirklich kein Beinbruch, wenn Ihr Euren Impfpass verschlampt verloren verlegt habt: Dafür gibt es keine Strafen und die Ärztin wird sicherlich auch nicht schimpfen, sondern vielmehr froh sein um jede, die sich impfen lässt. Und zur weiteren Beruhigung sei der Twitter-Thread von Anna Aridzanjan empfohlen:

Zu weiteren „individuell“ erforderlichen Impfungen aufgrund des Berufs oder für Reisen (z.B. Hepatitis A/B) klärt Euch Eure Ärztin sicherlich gerne auf. Auch Schwangere und Menschen, die schwanger werden wollen, sollten sich von ihrer Ärztin bzw. Frauenärztin beraten lassen.

Aber lasst Euch bitte impfen.*****

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* also ohne chronischen Erkrankungen u/o nicht-immunsupprimierte

** Wer nach StIKo geimpft wurde hatte mit ca. 10 Jahren die letzte TDP-Polio-Auffrischung im Kindesalter und sollte so mit 20 Jahre die erste Auffrischung als Erwachsene haben

*** Tetanus gibt es als Mono-Impfstoff, Diphterie jedoch nicht.

**** Ich weiß gar nicht, wann dieser Titerbestimmungshype aufkam. Auf jeden Fall ist er relativ fehlgeleitet. Letztlich macht er ja nur Sinn bei Menschen, die nicht geimpft werden können, um zu gucken, ob sie einer besonderen Gefährdung ausgesetzt sind. Oder halt bei Schwangeren oder Menschen, die schwanger werden wollen, um zu gucken, ob sie gegen impfbare teratogene Erkrankungen ausreichend geschützt sind.

12von12 (im April 2019)

12von12 (im April 2019)

Etwas „late to the party“ (also erst nachdem Kind und Mann aus dem Haus waren), aber dennoch ausreichend Bilder heute gemacht.

Kurzer Einschub, weil mich das Brotbelagsfieber gepackt hat:

Aber dann weiter mit 12von12:

Mehr 12von12 sammelt wie jeden Monat Draußen nur Kännchen.

———————
* Wegen des Kaffees vergesse ich meine Tee und das hängt mir heute den ganzen Tag nach.

** New Model Army – Thunder and Consolation

*** Tweeps und Muggles

**** Essen und Trinken war heute irgendwie nicht ganz stimmig.

Liebes Tagebuch am Fünften (April 2019)

Liebes Tagebuch am Fünften (April 2019)

Dass ich heute Frau Brüllens Frage: WMDEDGT? beantworten kann, gleicht einem Wunder, denn eigentlich bin ich kurz davor, an schlimmer Männergrippe zu versterben.

0h30 Wir haben gerade S502.10 von Vikings beendet und damit vorerst die ganze Serie. Ich bin heilfroh, dass es nun vorbei ist. So richtig warm bin ich mit der Serie nicht geworden. Sie war aber okay genug, um sie nicht abzubrechen. Und wenn Staffel 6 kommt, werde ich sie sicher vermutlich auch gucken. Zumal danach wirklich Schluss sein soll.

2h00 oder so wird es gewesen sein, als ich endlich einschlafe. Ich fühle mich ziemlich matschig und huste. Ich hasse husten.

7h35 Der RB weckt mich. Ich bin nicht in der Lage aus dem Bett zu springen, um das Kind zu versorgen. Der midi-monsieur ist aber auch gerade so beschäftigt, dass er sich nicht schnell fertig machen kann.

7h45 Ich kann immer noch nicht aufstehen. Das Kind könnte sich jetzt zwar fertig machen, aber irgendwie und überhaupt beschließe ich, dass ich keine Lust auf Stress habe. Ich sage dem Kind, dass er in Ruhe frühstücken und erst zur zweiten Stunde in die Schule gehen soll. Das lässt er sich natürlich nicht zweimal sagen.

8h15 Aufstehen geht immer noch nicht. Ich grummele bitte den RB an, dass er dem Kind das Pausenbrot macht. Und weil er schließlich Schuld hat an meiner Misere so toll ist, steht er tatsächlich auf.

8h35 Das Kind verabschiedet sich. Ich bin so halb wach, muss husten und leiden und kann nicht wieder einschlafen. Der RB bereitet Heißgetränke und bringt sie ans Bett.
Ich schnappe mir irgendwann den Rechner und gucke, was heute ganz Wichtiges erledigt werden muss. So wie es aussieht, ist heute ein guter Tag zum Sterben Kranksein.
Ich wurschtel so vor mich hin, suche Klamotten fürs Kind zusammen.

11h30 Ich fasse einen Duschbeschluss.

12h10 Ich bin geduscht und angezogen und kann nun Proviant für das Kind besorgen. Danach packe ich den Koffer zu Ende.

12h45 Das Kind kommt nach Hause, er isst was und dann ist er so rappelig, dass ich ihn in sein Zimmer verbannen muss.

13h30 Mir fällt ein, dass ich dem Kind ja noch die Haar schneiden wollte. Also ab ins Bad und Haarschneider an.

13h50 Unter der Wolle war tatsächlich das Kind versteckt.

14h20 Auf zur befreundeten Rugby-Familie. Der Vater, der eh mit seinem Sohn nach Prag fuhr, ist so nett und nimmt auch das Kind und einen weiteren Rugby-Kumpel mit.

15h15 Abfahrt nach Prag für die Rugby-Spieler. Für mich geht es auch nach Hause.

15h40 Kurzes Telefonat mit der Agentur. Wenigstens ist nichts dringend. Ich werde wohl noch einen Text übers Wochenende fertig machen, aber sonst entspannt. Zeit, gesund zu werden.

17h30 Fertig. Total. Ich schlafe vor Netflix ein.

18h15 Wieder wach. Erstmal zu mir kommen. Ich verfolge kurz den Standort vom Rugby-Shuttle. Dann habe ich Hunger. Riesenhunger auf Hühner-Nudelsuppe.

19h00 Ich ziehe mich wieder an und gehe einkaufen.
Im Supermarkt sehe ich den einen Vater aus der Klasse, der zum Dummschwätzen neigt. Ich muss meine Route durch den Supermarkt ändern, damit ich ihm nicht begegne. Ich habe keine Lust und Nerven.

19h50 Zu Hause erstmal die Dosensuppe vererbsen und warm machen, währenddessen inhaliere ich 300g Blaubeeren und einen großen Apfel. Ich flätze mich vor den Fernseher.

20h45 Via geteiltem Standort sehe ich, dass der Rugby-Shuttle am Hotel in Prag angekommen. Ich gucke weiter Fernsehen.

Und viel mehr passiert hier auch nicht mehr. Ich warte noch auf den RB und dann geht’s ins Bett.

rrb

rrb

Nein, ich habe mich nicht verschrieben. Es geht nicht um den Rundfunk Berlin-Brandenburg. Es geht um ein Thema, dass beim heutigen Tweep-Meet irgendwann zwischen Vorspeise und Kaffee aufkam. Also genau genommen von Silke aufgebracht wurde. Es gibt ja viele Dinge (in unserem Land), die fallen in die Kategorie „Die Menschheit hat zu viel Zeit“. So auch das Event, das auf einem Aushang, den Silke fotografierthatte, angeboten wurde: eine Rauf-Party bzw. eine Rauf-Kuschel-Party. Ja, googelt das ruhig. Ich bin aus dem Staunen nicht rausgekommen.

Ehrlich Leute, ihr trefft euch mit Wildfremden zum Raufen*, Rangeln**, Balgen***?

Und um das fachmännisch (sic!) anzuleiten – es gibt nämlich ein umfangreiches Regelwerk – reist Siggi doch tatsächlich nach Darmstadt. Denn dieses Happening findet in der – und ja, das denke ich mir nicht aus – Bessunger Knabenschule statt.

Enganliegende Wechselkleidung sowie ein Spannbettlaken müssen mitgebracht werden.

Ich habe Fragen. Aber ich glaube nicht, dass ich die Antworten darauf haben möchte.

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* Verhörer vom RB: saufen

** Verhörer von C.: rammeln

*** mein Verhörer: blasen