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Kategorie: WalkingB

Lieber Rad

Lieber Rad

Zweite Welle: Tag 58

Seit dem 1. Mai machen wir tatsächlich jedes Wochenende einen Ausflug (davor war ich zwei Mal alleine und einmal mit dem RB und dem Kind unterwegs). Insgsamt haben wir*

  • 191 Kilometer zu Fuß und
  • 93,5 Kilometer mit dem Fahrrad

zurückgelegt. Dazu kommen noch 23,4 Fahrradkilometer und 57 Wanderkilometer im Urlaub.

Den heutigen Ausflug hatte ich ursprünglich als Wanderung geplant. Dann war aber klar, dass das Kind mitkommt und so disponierte ich um und aus 15 Kilometern zu Fuß wurden 30 Kilometer Radtour.

Kurz dachte ich, dass Else uns im Stich gelassen hätte und uns überfüllte Wege rausgesucht hätte. Aber nach dem Abenteuerspielplatz wurde es doch recht leer. Und ich war ob der Strecke auch sehr froh, dass wir mit dem Rad gefahren sind. Zu Fuß wäre die Strecke womöglich etwas langweilig gewesen.

Auf den letzten Kilometer waren beim Kind die Körner schon sehr verbraucht. Da darf er schon meckern, wenn die nicht vorausschauende Mutter vor den letzten zwei Anstiegen nicht dran denkt, das Kind zu einer Banane zu nötigen. Immerhin hatte die Mutter bei Kilometer 5,5 darauf bestanden, den Sattel an des Kindes Rad höher zu stellen. Sehr weise.

Gut war auch, dass wir auf dem Rückweg in der Bahn entschieden hatten, direkt zum gewünschten Restaurant zu fahren. Wir hatten Durst** und wirklich Hunger.

Wie immer lecker im Weida. Gut, dass wir noch draußen sitzen konnten. Bald ist das vorbei.

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* Also ich bin alles davon gelaufen. Der RB hat einmal ausgesetzt, das Kind bislang vier Mal.

** 1,5 Liter Apfelschorle, 2 4er-Bembel und 1,5 Liter Wasser haben wir weggetrunken

Nicht hoch hinaus

Nicht hoch hinaus

Zweite Welle: Tag 51

Nachdem das Kind letztens Bouldern ausprobierte, hatte ich überlegt, dass er wenigstens einmal auch Seilklettern ausprobieren könntesollte. Auch dafür gibt es in Frankfurt eine Halle (vom DAV), wo auch Schnupperstunden angeboten werden: Sonntags zwei Stunden im Seil. Und weil dabei eine „Seilschaft“ immer aus drei Personen bestehen soll, habe ich uns kurzerhand zu dritt angemeldet, damit nicht das Kind und ich mit einer unbekannten dritten Person agieren müssen. Sporty Spice Der RB ist ja im Aktivitätsrausch und hatte Bock es auszuprobieren.

Wie so oft am Sonntag fing der Tag später an als geplant. Das Frühstück war sehr ausgedeht. Ich fiel kurz in ein Stricknadelkanninchenloch und dann war es auch schon kurz vor knapp, um loszufahren. Aber für die knapp 4 Kilometer brauchten wir nur 17 Minuten mit dem Rad. Das hätten wir auch mit dem Auto kaum schneller geschafft.

Ich war etwas gereizt, weil das Kind vor Aufregung etwas anstrengend und damit faselig* war.

In dieser Stimmung stellte ich dann vor dee Kletterhalle fest, dass ich mein Portemonnaie vergessen hatte**. Und auch der RB hatte keins mit.

Nun war ich nicht nur gereizt, sondern auch genervt. Aber ich hatte ja mein Handy dabei, das zwei Zahlungsmethoden in sich trägt.

Die Familie vor uns brauchte gefühlt ewig, bis sie geklärt hatte, was sie wollten und ich sah die Zeit für einen Sprint nach Hause davonrinnen.

Als wir dran waren, erklärte ich das Dilemma: Kein Bargeld (eh nicht in ausreichender Höhe im Portemonnaie) und auch keine ec-Karte. Aber ich könnte paypalen oder direkt überweisen. Nein, das ginge beides nicht. Und tja, das wäre nun Pech.

Mal abgesehen davon, dass die Person an der Kasse eh völlig hilflos wirkte, frage ich mich, was mit den Leuten nicht stimmt. Uns hätte das Schnupperklettern zusammen rund 100 Euro gekostet. 100 Euro, die an dem Tag nicht eingenommen werden konnten, weil der Kurs vorab gebucht werden musste und so sicherlich nicht zufällig drei andere Personen unsere Plätze haben einnehmen können. Tja, das ist dann wohl Pech.

Ich war sauer. Auf mich und auf die deutsche Unflexibilät hinsichtlich Zahlungsmethoden. Ich warte ja nur darauf, dass ich eine Ausfallrechnung bekomme, die ich dann – tadaa – überweisen soll.***

Wir fuhren also unverrichteter Dinge zurück.

Das Kind war frustriert und enttäuscht. Und er tat mir sehr leid.

Sporty Spice Der RB war durchs Radfahren gerade warm geworden und wollte sich weiter bewegen. Ich hätte zwar auch den Nachmittag über stricken können, aber befand, dass das Wetter doch besser draußen genutzt werden sollte. Das Kind wollte daddeln.

Und so vereinbarten wir, dass der RB und ich alleine spazieren gingen, das Kind noch eine Weile daddeln konnte, ich ihm dann aber via FamilyLink**** den Saft abdrehen würde und er dann auf den Spielplatz ginge.

In Anbetracht der Zeit spazierten der Mann und ich nur durch Frankfurt.

Ich liebe Frankfurt. Und auch die Hochhäuser. Aber dennoch merke ich, dass mir Teil dieser Stadt sehr fremd (geworden) sind. Zu hip, zu chic, zu posh … gentrifiziert und uniform.

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* Der redet sich eines Tages noch um Kopf und Kragen.

** Es war klar, dass ich es nicht verloren hatte, sondern beim Rucksack umräumen, versehentlich rausgeräumt hatte.

*** Sollte das passieren, würde ich das juristisch klären lassen.

**** Große Liebe für dieses Tool.

Eins aus vier

Eins aus vier

Zweite Welle: Tag 44

Ich hatte vier Wanderungen und eine Radtour geplant. Allerdings hatte der RB sein Fahrrad nicht aus der Werkstatt geholt, wodurch die Radtour ausfliel. Eine Wanderung kam wegen zu spät wach nicht infrage. Eine Route war vorrangig kindtauglich, aber das Kind wollte nicht mit. Also blieben noch zwei zur Auswahl. Und auch wenn es reizvoll wäre, die Hohe Straße weiter abzulaufen, war uns doch nach einer Abwechselung. Zudem hatte der RB die Kühkopf-Wanderung geschwänzt, also wurde es die Wanderung auf*in der Knoblauchsaue.

Das Kind war derweil auf dem Spielplatz. Dank FamilyLink konnte ich ihm das Tablet aus der Ferne sperren, sodass er gar nicht auf die Idee kam, sich zu verdaddeln, sondern wie verabredet raus ging. Da war es so gut, dass er erst kurz bevor wir wieder zurück waren nach Hause ging.

Schön, dass wir diesen für alle guten Tag, mit bestem Soulfood beenden konnten.

Grie Soß – heute mit Ofengemüse – geht immer
Via regia

Via regia

Zweite Welle: Tag 37

Weil das Kind derzeit dreimal pro Woche Rugby-Training hat, muss er nicht (mehr) mit uns wandern. Und für den RB und mich ist es durchaus schön, auch mal Zeit zu zweit haben. Schließlich sind wir seit 233 Tage zu dritt. Ohne Pandemie wären wir nur 81 % dieser Zeit zu dritt gewesen. Und auch erst seit 20 Tagen wieder zu dritt.

Und nachdem der RB und ich letzte Woche 3,4 Kilometer auf der Hohen Straße gewandert sind, dachten Else und ich, dass wir heute die ersten 5,6 Kilometer dieses alten Handelswegs ablaufen könnten. Wenn wir so weiter wandern, brauchen wir noch ca 73 Etappen bis Leipzig.

Passend bevor es richtig regnet, sind wir wieder zu Hause. Wir kochen und aus den unterwegs gepflückten Pflaumen mache ich Crumble.

Pflaumen-Nuss-Mohn-Crumble
Warum in die Ferne schweifen

Warum in die Ferne schweifen

X-62 Tage bis zur zweiten Welle
(Ich sollte wirklich langsam aufhören zu zählen, sondern es beim Namen nennen. Aber Vogel Strauß mächtig in mir ist.)

Natürlich war die Nacht doof, nachdem ich gestern Abend kurz genappt habe. Dazu kommt noch, dass das Kind das Prinzip „andere ausschlafen lassen“ nicht verinnerlicht hat. Mööp.

Es ist Sonntag und wir müssen heute raus. Der RB müsste eigentlich nicht raus, der ist schon die Woche über ca 40 Kilometer gelaufen… Der meint das jetzt ernst.

Mir fällt ein, dass ich eigentlich mit dem Kind die Strecke zum Schulschwimmbad, also das städtische Schwimmbad, in dem das Schulschwimmen stattfindet, per Fahrrad üben wollte. Also kümmere ich mich um alle Fahrräder, da diverse Reifen bzw. Bremsen verzogen sind und schleifen. Des Kindes und mein Rad bekomme ich soweit hin. Im Vorderrad vom RB ist eine so fette Acht, dass ich da nichts machen kann. Ergo: Das Kind fährt mit dem Rad und der RB und ich wandern hinterher. Doch dann fällt dem Kind ein, dass er mit zwei Schulkollegen in ebendiesem Schwimmbad verabredet sei. Ahasoso. Ob er, das Kind, sich um eine Karte gekümmert hätte. Er guckt sparsam. Diese Planlosigkeit bzw. Termine, die Vorlauf brauchen, auf dem allerletzten Drücker anzuküdigen, nervt mich zwar, aber ich gucke dennoch, ob so kurzfristig noch ein Ticket zu bekommen ist. Das Kind hat Glück, schnappt sich seine Schwimmsachen, ich installiere ihm Else Komoot auf dem Handy und er düst los.

Dann plane ich die ursprüngliche Fahrradtour (via Schwimmbad) um, sodass der RB und ich noch eine schöne Runde zu laufen haben: Nicht mehr via Schwimmbad. Die Strecke ist zum Wandern nicht so spannend. Aber quasi die Extra-Schleife. Die Anfahrt mit dem Auto ist kurz, sodass es ok ist, dass wir erst spät (16h00) zu Hause loskommen.

Zwischendurch meldet sich das Kind, dass er nach Hause fährt. Er freut sich, dass wir noch unterwegs sind, denn er genießt es auch, mal einfach alleine zu sein.

Dem RB und mir tat es auch sehr gut, dass wir mal nur zu zweit unterwegs sind.******

Um 19h40 sind wir wieder zu Hause und machen dann schnell Abendessen:

LowCarb-Quiche und Salat

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* Ja, mit „er“. Die Nidder fließt aber in die Nidda.

** Milch zum Selberzapfen, Eier, Mehl … dazu noch Gemüse, Obst und Marmelade

*** Nur zwischen der ersten und zweiten Reihe. No corn was harmed.

**** Wusstet ihr, dass Wespen nur 22 Tage leben?! Da wäre ich vermutlich auch etwas aggressiv.

***** Wir sind den Pfad „rückwärts“ gegangen. Was aber nicht schlimm ist.

****** Das fehlt uns ja doch sehr in den letzten Monaten. Zeit nur für uns. Zeit, in der ich keinen Erziehungsauftrag habe. (Allein deshalb ist es total absurd, dass ich nicht wollen würde, dass das Kind zum Kv fährt.)

Erste Male in der Pandemie

Erste Male in der Pandemie

X-59 Tage bis zur zweiten Welle

Ich hatte heute einen Termin bei einer Ärztin. Der erste ärztliche Termin seit der Pandemie.

Letztlich war alles normal wie immer bei der Gynäkologin. Nur halt mit Mundschutz.

Und nein, ich rege mich nicht darüber auf, dass Brust- und Vaginalultraschall IGeL-eistungen sind. Ist so. Ist mir wichtig. Und zum Glück kann ich es zahlen.

Hin bin ich mit der Bahn gefahren. Als ich aus der Praxis raus bin, ist meine Rotzbremse durchgeatmet. Außerdem ist das Wetter schön und so gehe ich die gut 4 Kilometer zu Fuß nach Hause. Einen Zwischenstopp kann ich mir nicht verkneifen.

Danach arbeite ich. Aber der Kopf zieht sich schrittweise zu. Die Hitze, die Hormone … und vielleicht habe ich auch zu wenig getrunken. Als mir auch noch kodderig wird, ist klar: Mit der Migräne gehe ich besser nicht zur SEB-Sitzung. Ich bin eh schon genervt und mit der Migräne würde ich heute wen auffressen.

Den Rest des abends hänge ich durch. Wenn ich groß bin, lerne ich das noch etwas besser mit der Migräne.

Letzter Ferientag

Letzter Ferientag

X-55 Tage bis zur zweiten Welle

Irgendwie war die Nacht durchwachsen. Zu spät im Bett, nicht zur Ruhe gefunden, komisch geschlafen. Entsprechend spät aus dem Bett gekommen. Zu spät für eine Wanderung mit einer längeren Anfahrt. Zum Glück hatte ich noch eine geplante Route im Taunus mit nur 30 Minuten Anfahrt. Frühstück, Proviant verpacken und los.

Erkenntnisse:

  • Die Wildschweinroute hat nicht viel mit Wildschweinen zu tun. Hmpf. (Und an diversen Stempelstationen fehlten die Stempel.)
  • Das Kind läuft weniger nörgelig mit, wenn er unter „erschwerten“ Bedingungen wandern muss: So hatte er sich ab dem Barfußpfad vorgenommen, mindestens einen Kilometer barfuß zu laufen und lief ohne Schuhe erstaunlich leichtfüßig mit.
  • Andere Menschen haben echt keinen Sinn dafür, wann eine vielleicht mal ruhiger sein sollte. Die Fledermäuse im Fledermausstollen hatten Glück, dass sie durch ein Eisengatter geschützt sind, sonst wären die Kinder der anderen Familie mit „Mama, Papa, da sind Fledermäuse drin“ einfach reingestürmt.
  • Das Kind war insgesamt schlecht drauf. (Der Grund kam erst später raus.)

Weil LowCarb und Essen gehen / bestellen insgesamt recht schwierig ist, hatten wir Essen vorbereitet.

Zitronen-Hühnersuppe mit Quarkklößchen

Das Kind war verhältnismäßig früh im Bett, geisterte aber wieder rum. Orrr, dabei sollte er doch nach der Wanderung durchaus müde sein. Das war er auch, aber der morgige Schulstart ließ ihn nicht zur Ruhe kommen. Er hat Angst vor der Schule. Also nicht vor der Schule, sondern vor allen vor seinen Mitschülern (ja, mit Absicht kein generisches Femininum). Angst vor Hänseleien wegen seiner Frisur, aber auch weil er nicht klapperdürr ist, Angst vor Ausgrenzung, weil dem Platzhirsch der Klasse seine Nase nicht passt, Angst vor dem Alleinsein – in der Klasse und auch auf dem Schulhof.

Uff.

Es war Mitternacht und das Kind sollte schlafen, aber ich wusste: Er konnte so nicht schlafen. Wir redeten. Natürlich kann ich in 30 Minuten Bettkanten-Gespräch nicht die Welt in Ordnung bringen und ihn auch nicht nachhaltig fit machen, um das Mobbing zu ertragen. Und nein, damit meine ich nicht, dass die Täter aus der Pflicht genommen werden sollen, aber ich kann nur für mein Kind da sein, kann es immer wieder bei den Lehrkräften ansprechen.

Wir sprachen. Ich versuchte ihn zu stärken, ihm Mut zu machen, bestätigte ihm, dass er toll ist, wie er ist. Dass er zu sich stehen soll.

Nein, sein Weg ist nicht leicht. Er ist da alles anders andere als mir ähnlich. Er will dazugehören. Will Freunde finden, aber es fällt ihm so unendlich schwer. Er macht es sich unendlich schwer. Er schafft es nicht, offen zu sein. Er geht immer vom Schlimmsten aus. Die anderen wollen ihm nur was Böses. Ihm fällt es unendlich schwer zu erkennen, ob jemand ihm wirklich Böses will oder ob er nur gefoppt wird. Und gerade im Schulumfeld hat er in der Grundschule leidvoll gelernt, dass sich ein Vertrauensvorschuss nicht lohnt. Dass sein Vertrauen mit Füßen getreten wird. Von Lehrkräften und auch von Mitschülern.

Am Ende unseres Gesprächs war er entspannter. Ich konnte es spüren. Er ließ sich fest drücken, bedankte sich, nahm seinen Orca fest in den Arm und rollte sich ein.

Fast FREItag

Fast FREItag

X-53 Tage bis zur zweiten Welle

Das Kind möchte, dass ich was poste:

Wie lautet die Zahl der Liebe?

Ich löse das später auf.

Heute ist FREItag. Allerdings muss ich mich kurz um zwei Projekte kümmern. Jedes nur 30 Minuten. Mehr Zeit habe ich auch nicht. Denn ich habe einen Friseurtermin. Ich muss noch frühstücken, duschen und dann mit dem Bus nach Offenbach.

Wie immer ist es toll beim Friseur. Ich mag es, wie sie mit der Pandemie umgehen. Ich mag, wie er mir die Haare schneidet. Und ich mag, dass er für mich „Postbote“ spielt. Denn Freundin T, wegen der ich überhaupt bei diesem Friseur bin, ist später noch bei ihm und ich hatte ein kleines Geschenk für sie, das er ihr dann übergab.

Ich gehe zu Fuß zurück. Allein. Das tut auch mal gut.

Die Antwort auf die Frage vom Kind:

26893

Erklärung kommt später.

Am späten Nachmittag – und ich möchte an dieser Stelle betonen, dass heute Freitag, der 14.8., und damit letzter Tag der hessischen Ferien ist – kommt eine e-Mail von der Klassenlehrkraft. Infos zum Schulanfang Hygieneregeln, Maskenpflicht … und … tadaa, eine Info zu den benötigten Materialien im kommenden Schuljahr. Eine Info, auf die wir Eltern seit sechs Wochen warten. Und dann heißt es lapidar: „Das Gleiche wie im letzten Jahr.“ Ich glaub, ich spinne. Das konnte uns nicht schon vor 6 Wochen mitgeteilt werden?! Herrje, ich bin schon wieder total genervt von der Schule, bevor das Schuljahr überhaupt richtig angefangen hat.

Gut, dass später noch #CorotäneKneipe ist. Heute mit ein paar Neuen, was ich sehr schön finde.

Auflösung der Liebeszahl:

Wenn sich 2 Menschen lieben und 6 haben und dabei nicht 8 geben, sind sie nach 9 Monaten zu 3.

In den Wald!

In den Wald!

X-48 Tage bis zur zweiten Welle

Die Nacht war heiß. Als der RB und ich gegen 2h30 ins Bett gingen, kühlte es sich etwas ab. Draußen. Daher machten wir alle Fenster auf Kipp bzw. ganz auf, um wenigstens etwas Austausch und Durchzug zu erzeugen.

Allerdings lassen mich die ganz offenen Fenster nicht ganz so ruhig schlafen. Ich wache zweimal auf und mache dann um 7h30, als es auch schon wieder wärmer wird, die Fenster zu. Um 10h00 bringt mir das Kind Tee ans Bett und um 11h00 werde ich so wach, dass ich mit Else eine neue Route für heute ausarbeiten kann. Denn die ursprünglich angedachte geht nicht genug durch den Wald. Wenn schon Wandern – und das wollen wir alle mittlerweile -, dann heute nur im Wald. Alles andere wäre ungesund.

Nach einem späten Frühstück muss ich mich erstmal um die Waschmaschine kümmern. Seit Wochen will ich sie reinigen, nach der gestrigen Arbeit hat es die nun 20 Jahre alte Miele auch mehr als verdient.

Um kurz nach 14h00 sind wir am geplanten Startpunkt. Nach 750 Metern werden wir von einem entgegenkommenden Wanderer darauf aufmerksam gemacht, dass es grummelt, aka sich ein Gewitter ankündige. Joah, das hören wir wohl auch. Wir sind guter Dinge und gehen einfach weiter. Spoiler: Das Gewitter verzieht sich und erst am Ende userer Tour – 750 Meter vor Auto – fängt es an zu tropfen. Nichts Dramatisches.

Es war zwar auch im Wald heiß und als das Gewitter sich ankündigte, auch etwas drückend. Aber insgesamt deutlich angenehmer als in der Wohnung. Die Route ging teilweise auf dem Keltenweg, was ich allerdings bei der Planung nicht wusste. Ein schön angelegter und gepflegter Rundweg mit Stationen über die Keltensiedlungen im Taunus. Durchaus interessant.

Weil durchgeschwitzt und noch früh, fuhren wir nach Hause, um dort zu duschen, bevor wir essen gehen wollten.

In dem Bistrocafé, in dem wir schlussendlich landeten**, können wir – wie so oft in D – leider nicht mit Karte zahlen. Also zog ich nochmal los, um Geld zu holen. Und weil ich dem Kind versprochen hatte, dass wir mal zusammen e-Roller fahren bzw. er es mal ausprobieren darf diesen Sommer, nahm ich ihn mit. Wir suchten den nächsten Roller, fahren zunächst ein Stück zusammen aber dann lasse ich das Kind alleine fahren.

Glückliches elektrisch rollendes Kind

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* Ein kleines Bergwerk, in dem aber kein Gold abgebaut wurde.

** Das Restaurant, in das wir usprünglich wollten, bot wegen der drei Tropfen keine Tische draußen an. Zumindest waren die Schirme nicht aufgespannt, dadurch die draußen Sitzmöglichkeiten nass und auch sonst machte es keinen Eindruck, als wäre eine draußen willkommen. Aber IN einem Restaurant gehe ich derzeit einfach nicht essen.

Wildkatzen, Amphibien und The King

Wildkatzen, Amphibien und The King

X-41 Tage bis zur zweiten Welle

Wir komnmen (zu) spät ins Bett. Ich bin noch nicht lange eingeschlafen, da rummst es. Ich baue das Geräusch zunächst in meinen Traum, werde dann aber um 4h00 wach wegen Gewitter. Bis ca. 6h30 liege ich wach. Yeah, Top-Voraussetzungen für unseren Wandertag.

Als ich gegen 11h30 wach werde, habe ich schon Tee am Bett. Dann kümmere ich mich um die Frühstückswaffeln: Low-Carb-Waffeln nach diesem Rezept (das ich nochmal verbesserte):

Zutaten
160 g Haferflocken
20-30 g Leinsamen
1 TL Backpulver
12 M-Eier
500 g Magerquark
50 mL Sahne
Wasser

Zubereitung

  • Haferflocken und Leinsamen zu Mehl schreddern (ich hab da so einen Untersatz zum Stabmixer).
  • Eier und Prise Salz schaumig schlagen.
  • Quark unterrühren.
  • „Mehl“ + Backpulver einrühren.
  • Sahne zufügen und nur so viel Wasser, dass der Teig noch ausreichend zähflüssig bleibt
  • Im geölten Waffeleisen – nicht ganz heiß – ausbacken.
  • Nach 8 Waffeln habe ich einen Rest Kokosraspeln und noch einen Schuss Sahne in den Teig gerührt und
  • (Die Waffeln sind relativ geschmacksneutral, wer mag, kann daher auch gerne 1 EL Zucker zum Teig geben.)

Wir haben extra mehr Waffeln gemacht, damit wir welche als Proviant mitnehmen können. Denn heute ist Sonntag und Sonntag ist Wandertag. Diesmal geht es in den Taunus. Ich hatte von einem Wildkatzen- und Amphibienlehrpfad bei Ober-Mörlen gelesen. Und als ich die Route mit Else plante, sah ich noch einen interessanten Schlenker. Wir kommen etwas spät los.

Das war eine schöne Wanderung, aber auf dem Amphibien-Lehrpfad gab es fast ausschließlich Schilder zu sehen und keine Amphibien: Fast alle Tümpel waren ausgetrocknet. Der Regen fehlt. Es ist zu heiß und das nicht erst seit gestern. Die vielen toten Bäume im Wald, der trockene Nadelregen sprechen die gleiche Sprache.

Weil wir spät losgekommen sind, sind wir auch erst um 19h15 wieder am Parkplatz. Teile der Wandertruppe haben bereits großen Hunger, andere Teile der Wandergruppe haben aber keine Lust essen zu gehen. Die Situation droht zu kippen. Ich bestelle noch während der Fahrt Poké-Bowls (alles andere gestaltet sich schwierig mit LowCarb). Wir holen sie noch auf dem Weg ab.

After-Wander-Essen ordered by Sailor Moon

Tja und da sollte eine meinen, dass das Kind nach der Wanderung müde sein sollte. Weit gefehlt. Das Kind spukte echt lange rum. Zu lange. Da muss wieder Grund rein.