Wandern, untherapeutisch
Schlecht geschlafen wegen Kopfkino und Lesen. Aufgeschreckt um 8h00. Diffuses Gefühl, diffuses Heuli. Alles Quatsch und nur in meinem Kopf. Hatte sich da aber gut eingenistet.
Therapieplan und Wetter sagten „raus“. Ich entschied mich für den Westen. Schöne Tour mit Else* geplant. Ließ sich gut laufen, aber da hatte sich ja was im Kopf eingenistet, das sich auch mit 14 Kilometern nicht rauslaufen ließen. Maximale Genervtheit bei mir. Die ich auch mit Schreien und Baumschütteln nicht los wurde. Doppelnerv. Es war auch nicht so angenehm, dass es echt leer war im Wald und kalt und sowieso und überhaupt. Ich war rappelig. Vermutlich, weil ich nicht so viel gegessen hatte und durch das Wandern weiter unterzuckerte. Da ich aber wegen Rappeligkeit nicht essen kann, befinde ich mich da auf einer Abwärtsspirale. Und ich rappel so vor mich hin. Nicht gut und ich hoffe, dass sich das bald wieder ändert.
Nein, das war keine therapeutische Wanderung. Das war nur Bewegung. Ich habe mich davor und danach gleich gefühlt. Gleich unausgegoren. Vielleicht bin ich genug gewandert**. Oder genug allein gewandert. Habe ich Leser*innen aus Frankfurt, die mich mal begleiten wollen?
Das Kind lag derweil im Bett und litt: Er hatte seit Freitagnacht Bauchschmerzen und Übelkeit, die nicht wirklich besser geworden waren. Wir überlegten hin und her, ob Krankenhaus oder nicht. Die 116117 machte es spannend. Zunächst kam ich nicht weit. Dann hieß es, ich bekäme einen Rückruf. Der kam auch. Und dann kam noch einer und das war ein Arzt und der sagte ob der beschriebenen Symptome, dass abgeklärt werden solle, dass es nicht der Blinddarm ist. Um 22h00 waren wir im Krankenhaus. Es ging eigentlich alles recht flott. Nein, es ist nicht der Blinddarm. Was ein Glück. Behandelt werden musste er dennoch, aber nun geht es besser.
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* Komoot
** Ich habe ja eh schon einen Schwimmbeschluss gefasst.








3 Gedanken zu „Wandern, untherapeutisch“
Ich komme gern mit, wenn es zeitlich passt. Alles Weitere gern per Mail.
Schade, Frankfurt ist zu weit weg…..
Ich würde auch gern mit Dir wandern gehen – aber die Entfernung!
Ich habe es erst jetzt geschafft, hier ganz viel nachzulesen. Danke für das Vertrauen!
Ich wünsche Dir ganz viele weitere hilfreiche Erkenntnisse auf dem Weg in die Zukunft und freue mich auf hoffentlich viele weitere Kneipen.