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Kategorie: wörkfloh

#ClosedNovember (3)

#ClosedNovember (3)

Das Kind ist immer noch krank zu Hause. Aber er ist deutlich fitter und entsprechend unausgelastet. Ich habe viel zu tun, fühle mich weiterhin nicht fit. Die Ausgestaltung meines Arbeitsplatzs ist nicht gesundheitsfördernd: Ich sitze mit der linken Seite direkt am Fenster, unter dem eine der wenigen Heizungen ist, die – in der Heizperode – immer an ist. Ich habe auf Kopfhöhe Kälte und von unten steigt die trockene Luft hoch. Ich muss den Arbeitsplatz verändern.

Ich bin so beschäftigt (und muss auch noch mit der Klassenlehrkraft telefonieren), dass ich schon wieder nicht zum einkaufen und kochen komme. Außerdem ist mir kalt und mäh. Der beste RB der Welt erledigt den Einkauf auf dem Weg nach Hause und kocht auch.

Den restlichen Abend verbringe ich unter der Decke mt Wärmflasche und strickend auf dem Sofa. Naja, strickend bis die Wolle aus ist und ich Wolle bestelle (und vier Farben noch im stationären Wollhandel* besorgen muss).

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* Ich könnte da auch alle Knäuel kaufen, aber ich bin nicht so happy, mit deren Hygienekonzept, sodass ich sie leider nicht weiter übermäßig unterstützen möchte.

#ClosedNovember (2)

#ClosedNovember (2)

Das Kind hat Männgergrippen-Rüsselpest. Er bleibt zu Hause und kuriert sich aus. Hoffentlich.

Ich hangel mich von Meeting zu Meeting, fühle mich aber nicht so fit. Dennoch schaffe ich einiges weg.

Der Arbeitstag ist zu lang, um mir abends noch Gedanken ums Essen zu machen. Und weil angeschlagen und überhaupt, gibt es heute Caaarbs: Ich gehe Pizza holen.

Danach ist wieder #CorotäneKneipe.

 

Dankbar

Dankbar

Zweite Welle: Tag 100

Morgen beginnt #ClosedNovember und wenn ich ehrlich bin ändert sich vermutlich nicht viel. Ich arbeite zu Hause wie schon seit Anfang März. Ich gehe nur zum Einkaufen und Spazierengehen/ Wandern raus.

Ja, auch ich bin die Pandemie leid und würde gerne mal wieder in ein Museum oder auf ein Konzert. Ich würde zu gerne meine Eltern besuchen.

Und dennoch bin ich dankbar.

Dankbar dafür, dass ich Alleinsein ausreichend super finde.

Dankbar dafür, dass ich derzeit nicht allein bin. Ich weiß nicht, wie ich durch die vergangenen 230 Tage gekommenen wäre, hätte ich nicht den RB an meiner Seite.

Umgekehrt bin ich auch dankbar, dass ich die Pandemie nicht ausgebrochen ist, als der Kv noch hier gewohnt hat. (Dann lieber allein.)

Dankbar bin ich auch, dass die hessischen Sommerferien so früh sind und wir so in den Urlaub fahren konnten, als die Inzidenz so gering war.

Dankbar bin ich mir dafür, dass ich mich bereits im September 2019 dafür entschieden hatte, 2020 festangestellt zu arbeiten. (Ich hätte auch freiberuflich genug Arbeit gehabt, aber die Sicherheit einer Festangestellung ist in Pandemiezeiten nicht zu verachten.)

2020 verlangt viel von uns ab. Mir hilft es, mir das Positive aufzuzeigen. Es ist nicht alles schlecht, nur weil es besser sein könnte.

Nur Arbeit

Nur Arbeit

Zweite Welle: Tag 94

Die Infektionszahlen steigen weiterhin. Es muss was passieren. Ich gehe nicht unnötig raus, gehe nur einkaufen, schränke mich ein. Es fällt mir nicht schwer – zum Glück. Auch wenn ich gerne mal wieder Menschen umarmen möchte, ins Museum gehen, meine Eltern besuchen. Aber das funktioniert dieser Tage nicht bzw. wäre einfach unvernünftig. Und der RB hat ausreichend Kontakt mit Menschen. Das Kind geht in die Schule und wird auch – solange es noch geht – weiterhin zum Sport gehen.

Bleibt mir also nur Arbeit…

… und ein früher Start in die Grünkohl-Saison.

Abwechselung war das kurze Wohnungstürgespräch mit Freundin C, als sie den Drucker abholte.

Geburtstage

Geburtstage

Zweite Welle: Tag 85

Meine Mutter hat am 15., der RB hat am 19.10. und mein Vater hat eben heute Geburtstag.

Wegen des nahenden Geburtstags vom RB und des unerwarteten Arbeitspensums war ich Anfang der Woche zu verpeilt, um das Geschenk für meine Eltern so auf den Weg zu bringen, damit es pünktlich zum Geburtstag meiner Mutter da ist.

Wenigstens kam das Paket heute an.

Schön war, dass sie so Kuchen zum Tee hatten, als wir am Nachmittag per Skype gratulierten.

Schön war auch zu sehen, dass mein Vater recht gut drauf war. Teilnahm, antwortete.

Ach, möge es für ihn noch weiter aufwärts gehen und besser werden.

Urlaubsplanung

Urlaubsplanung

Zweite Welle: Tag 83

Haha, wie ich am Sonntag zum RB sagte: „So wie meine To-Do-Liste diese Woche aussieht, könnte ich mir überlegen, ob ich vielleicht für Donnerstag einen Urlaubstag einreiche.“ Ich weiß nämlich nicht, wann ich die restlichen drei noch verbraten soll.

Und nun ist es so, dass ich hierdaunddort Feuerwehr bin und halt auch morgen arbeiten werde.

Aber Montag, am Geburtstag vom RB, da habe ich auf jeden Fall frei.

Nicht nötig

Nicht nötig

Zweite Welle: Tag 82

Seit dem Shutdown im März arbeite ich im HomeOffice. Ich arbeite gerne zu Hause. Keine verlorene Zeit durch Fahrten. Keine Kolleginnen, die mich ansprechen oder laut telefonieren. Ich kann meine Projekte in meinem Tempo bearbeiten.

Nun bin ich binnen 42 Tagen schon zum zweiten Mal im Büro gewesen. Und während ich es vor 6 Wochen noch recht ok fand, habe ich für den heutigen Tag im Büro lange mit mir gehadert. Nein, es war nicht zwingend nötig. Aber ….

… es war sicherlich sicherer als beim HNO gestern*;
… es passte gerade in mein Arbeitspensum**;
… zwei neue Kollginnen haben vor Kurzem angefangen und da ist es auch mal ganz nett, sich wenigstens kurz persönlich gesehen zu haben***.

Und ja, es war sehr nett, mal wieder andere Menschen zu sehen. Ich habe die ganze Zeit FFP2-Maske getragen.

Nein, es war nicht zwingend nötig und wird auch so schnell nicht wieder stattfinden****.

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* Zumal ich mit dem Auto gefahren bin und im Büro sehr strikte Regeln gelten.

** 2-3 Stunden Fahrzeit sind halt 2-3 Stunden, die mir sonst als Lebens- oder auch als Arbeitszeit verloren gehen.

*** Teams-Meetings ersatzen das nur leidlich, zumal nicht immer alle die Kamera an haben.

**** in 57 Tagen ist Weihnachtsfeier. Ich bin gespannt, ob sie stattfinden kann.

FFP2-Masken

FFP2-Masken

Zweite Welle: Tag 77

FREItag und das Kind hat Ferien. Nach einer entsprechenden Ansage gestern Abend durfte ich auch tatsächlich ausschlafen.

Fas zu lange geschlafen, denn ich habe einen Friseurtermin. Da mein Friseur in der Nähe vom Laden vom RB ist, gehen wir zusammen zu Fuß von einen ins andere Risikogebiet.

Nach dem Friseur muss ich schnell navh Hause. Deswegen muss ich den ÖPNV nutzen. Ich bin ganz froh, dass ich eine FFP2-Maske dabei habe.

Weil sich ein Termin nicht anders legen ließ, muss ich eine Stunde lang Interview führen.

Anschließend hole ich eine Bestellung bei der Dorf-Buchhandlung ab.

Danach sitze ich etwas untätig strickend auf dem Sofa und sinniere über die Wochenendplanung, die etwas durcheinander geraten ist. Da wir morgen zur Weinlese fahren, können wir morgen nicht einkaufen.

Hmhm, dank des neuen Kochbuchs bin ich dann doch inspiriert und gehe einkaufen.*

Als das Kind halbwegs früh im Bett ist, will ich die bisher benutzten FFP2-Masken „aufbereiten“. Das geht wohl im Backo für 30 Minuten bei 60-80 °C.

Tja, blöd ist’s, wenn eine – also ich – nach 30 Minuten in den Herd fasst und denkt, dass der nicht geheizt habe und den Herd beherzt auf >100 °C stellt, dann sehen FFP2-Masken recht schnell so aus:

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* Mir kurz freue ich micht über die Aussicht, den Samstag nichr mit Einkaufshetzerei zu vertun und dass wir so am Sonntag ja wirklich nichts vorhaben.

Donnerschdag

Donnerschdag

Zweite Welle: Tag 62

Das Kind bekam heute ein Kompliment. Und ich damit auch. Oder bekam ich das Kompliment und dadurch das Kind? Zumindest begegnete ich heute einer Nachbarin: „Ich muss Dir mal ein Kompliment machen“, leitete sie ein. Ich war irritiert. „Ich finde, dass Du das mit der Erziehung von Deinem Sohn prima machst.“ Ui, ich weiß gar nicht, was ich sagen soll. „Der ist immer so freundlich und höflich. Er grüßt immer, wenn er uns sieht. Hält die Tür auf.“ „Oh, danke“, stammele ich. „Ich habe mit so vielen Kindern zu tun. Da bin ich schon froh, wenn die mir nicht die Tür vor der Nase zuschlagen. Aber so wie er, das machen die wenigsten“, setzt sie nach und verschwindet die Treppe rauf. Ich bleibe perplex stehen. Und natürlich erfreut. Und ein bisschen stolz.

Anderes Thema:


Wenn eine um 7h30 anfängt zu arbeiten, obwohl die Kernarbeitszeiten zwischen 9h00 und 18h00 liegen, zudem klar kommuniziert ist, dass ich erst ab zwischen 9h30 und 10h00 erreichbar bin, dann kann sich niemand darüber beschweren, dass ich „so schwer erreichbar bin“. Ich beschwere mich ja auch nicht darüber, dass ich nach 18h00 keine mehr erreiche, obwohl ich da oft noch arbeite. Dazu kommt, dass ich als Schreiberling auch immer mal wieder längere Konzentrationsphasen ohne Unterbrechung brauche, damit ich in den Flow komme, und so auch über Tag nicht ständig sofort zur Verfügung stehe. Nöckelig werde ich allerdings, wenn diese Personen – arbeitszeittechnisch zurecht – um 16h30 Feierabend machen, ohne das zu kommunizieren.