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Kategorie: wörkfloh

In Bewegung

In Bewegung

Um schlechte Gewohnheiten gar nicht erst wieder einreißen zu lassen, war ich heute ab 13h00 nicht mehr beruflich erreichbar. Denn Donnerstagnachmittag ist mein freier Nachmittag. Joah, ich bin auch erst später aufgestanden als üblich, da ich auch von der einen Stunde Zeitumstellung leichten Jetlag bekomme. So konnte ich heute nicht für das dringende Projekt gebrieft werden, das angeblich diese Woche noch raus muss.

Ich ging also einkaufen und fragte mich, warum ich nicht gesagt hatte, dass ich erst ab Montag wieder verfügbar bin. Denn morgen ist es auch blöd: Das Kind wird abgeholt, sein Koffer ist noch zu packen und der RB und ich fahren später dann nach Saarbrücken.

Nun denn. Egal. Es ist, wie es ist. Und wenigstens war heute Abend noch Konzert, zu dem das Kind erfreulicherweise doch mit wollte. Um 18h00 sah das kurzfristig anders aus. Aber dann hätten zumindest das Kind ich The Movement verpasst.

Hetzhetz

Hetzhetz

Warum ist der letzte Tag vor dem Urlaub immer so stressig? Zum Glück war es heute nicht so heiß wie gestern, aber immer noch sehr warm. Morgens habe ich noch gearbeitet (wenn auch nicht alles erledigt, was ich wollte). Mittags musste ich noch ein paar Dinge besorgen. Und dann zwei Koffer zum Flughafen bringen. Doch „mal eben“ Koffer am Flughafen einchecken dauert auch zwei Stunden (und ich habe wirklich nirgends lange angestanden). Dann war das Kind kurz verschwunden – also nicht richtig verschwunden, ich wusste ja, dass er im Schwimmbad war, aber er war halt nicht zu der Zeit zurück, zu der ich ihn erwartet hatte (aber ehrlicherweise nicht konkret mit ihm ausgemacht hatte). Dann musste ich noch was abholen, was essen und dann zum Elternabend an der neuen Schule. Ich hatte ja kurz den Drang, das ausfallen zu lassen, aber bin nun sehr froh, das doch nicht getan zu haben, denn: Alles wird gut. Ich blicke positiv auf den Schulanfang. Denn auch wenn das letzte Schuljahr wirklich gut war für den midi-monsieur: Es kann nur besser werden.

Arbeitstechnisch habe ich nicht geschafft, was ich schaffen wollte. Ich arbeite auch gerade noch und lass mich mal überaschen, ob mein Pflichtbewusstsein mich zum Durchmachen (und Arbeiten) zwingt, oder ob ich doch etwas Schlaf bekommen werde.

 

Heiss

Heiss

Kleines Geheimnis aus Frankfurt: Heute war es sehr heiß.

So heiß, dass ich leider keinen klaren Gedanken für meine noch ausstehende Arbeit fassen konnte.

Stattdessen habe ich Sachen für den Urlaub zusammengesucht und gefaltet.

Es war auch eigentlich zu heiß, um zum Rugby-Club zu fahren. Aber es war großes „Familientreffen“ und es war ja auch schön, Tschüss zu sagen.

Seit gerade sind die beiden Koffer gepackt, die schon morgen zum Flughafen gehen.

In der Nacht zum Freitag werde ich dann wohl nicht schlafen und auch erst wieder durchatmen können, wenn wir im Flieger sitzen.

Was eine so tut

Was eine so tut

Hin und her und her und hin. Für meine Verhältnisse sehr viel im Auto gesessen. Diskutiert. Standpunkte vertreten. Geschrieben. Mich als Weibchen mit Ahnung von nix präsentiert. Nickerchen gemacht. Viel getrunken. Rad gefahren. Beeren gegessen. Kuchen gebacken. Unter der Hitze gelitten. Dinge geklärt. Puffin-Whisky probiert.

6+1

6+1

Das Kind hat nur noch sechs reguläre Schultage plus den letzten zur Verabschiedung. Vermutlich fällt auch noch ein Tag für Schwimmbad weg und Eis essen gehen sie wohl auch noch mal. Der Drops ist halt gelutscht. Sollen sie die letzten Tage noch genießen.

Ich habe aber auch nur noch 6 Arbeitstag bis zum Urlaub. Den Brückentag habe ich mal mit „frei“ deklariert. In die sechs Tage muss noch einiges rein, aber es ist überschaubar und vieles davon ist tatsächlich „Kleinkram“. Insgesamt wohl noch so 10 Seiten Text.

Mein Zusatz-Großprojekt habe ich heute Mittag abgeschlossen und ich bin durchaus stolz. Das war ein kleiner Kraftakt, aber hat doch ziemlich Spaß gemacht. Nach meinem Urlaub bin ich auch wieder zu solchen Schandtaten bereit. Aber bis dahin darf und muss es ruhig bleiben. Ich habe auch neben dem Job noch genug zu tun bis zum Abflug.

Achterbahn

Achterbahn

Heute ist so ein Tag, an den ich weiß, dass es mir gut geht, aber ich emotional so ausgepresst und ausgelaugt bin, dass ich das nur mit Mühe spüren kann.

Der Tag war eine mentale Achterbahn. Und jetzt gerade weiß ich nicht, wo ich mit meinem Wagen stehe. Ob ich noch fahre, stehe oder mit der Tour durch bin.

Hoffentlich bin ich morgen schlauer.

Liebes Tagebuch am Fünften (Juni 2019)

Liebes Tagebuch am Fünften (Juni 2019)

Auch heute wieder fragt Frau Brüllen: WMDEDGT?

Und so kurz wie meine Einleitung ist, so könnte auch meine Antwort ausfallen: Arbeiten. Aber ich versuche mal es genauer zu rekapitulieren.

8h10 Ich werde kurz wach, weiß aber, dass ich noch 45 Minuten schlafen kann (und sollte). Als dann der Wecker klingelt, bin ich natürlich nicht fit und es braucht noch bis 9h20 etwas panisch wach werde, weil mir direkt bewusst ist, dass ich um 9h30 telefonieren muss. Zum Glück klingelt das Telefon mit 10 Minuten Verspätung. Danach e-Mails gecheckt. Feedback zum Großprojekt. Absprachen. Während Dinge umgesetzt werden, kümmere ich mich um Text1 und verschicke ihn. Der RB ruft zum Frühstück. Das ist gut. Sonst käme ich gar nicht vom Rechner weg. Aber es macht mich unruhig. Das ist nicht gut. Zurück in den Flöz: Wieder Absprachen. Arbeit an Text2. Der RB lockt mich nach draußen, damit ich das Fahrrad von meinem Papa ins Auto bringe. Dann wieder ins BettOffice. Bekomme eine e-Mail, die mich etwas nervt*. Ich verschicke das Zwischenergebnis vom Großprojekt und bekomme parallel Feedback. Gut, also telefonieren. Die Ansprechpartnerin ist gerade in USA, aber um 14h30 ist bei ihr auch schon morgen. Wir sind uns einig, dass wir auf einem guten Weg sind. Danach telefoniere ich gleich nochmal. Ich esse ein halbes Bötchen. Dann kommt ein Projekt mit Prio1-Ansage zurück, also direkt mal bearbeiten und zurückschicken. Ich sage dem RB ab, heute abend beim Tasting dabei zu sein. Nach Alkohol ist mir eh nicht. Nun wieder zu Text2, den ich endlich fertig mache und zum Gegenlesen verschicke. Ich esse zwei Möhren. Während ich auf das Feedback warte, kümmere ich mich um das Großprojekt. Ich steigere mich in Details rein, aber weiß, dass die Vorarbeit wichtig ist, damit wir das Projekt bald ohne weitere Reibungsverluste abschließen können. Der Kollege machte erfreulicherweise auch etwas länger, um mir noch Text2 zurückzuschicken. Ich arbeite sein Feedback ein und schicke den Text raus. Dann wurschtel ich mich noch weiter durch das Großprojekt, bis ich es endlich um 20h00 verschicke. Dann schreibe ich noch meine Zeiten auf, bekomme einen kleinen Schock, sodass ich um 20h50 noch der Team-Leitung den Status-Quo melde (es geht nicht mehr bis zum Urlaub). Um 21h05 verlasse ich dann das Haus, um was zu essen zu besorgen. Ich laufe ein bisschen durchs Viertel. Als ich feststelle, dass ich mein T-Shirt auf links anhabe, verstecke ich mich hinter der katholischen Kirche, um es umzudrehen. Dann lande ich zufällig im neuen Supermarkt und besorge mir je ein halbes Kilo Blau- und Erdbeeren**. Ich wandere zurück und esse endlich in Ruhe.

Jetzt bekomme ich langsam Entspannungskopfschmerezen, vielleicht lege ich noch eine Runde Yoga ein***.

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* Ich kann gerade ganz unverblümt sagen, dass der Kunde so gut läuft, ist mein Verdienst. Da finde ich etwas übergriffig, wenn die Beratung, die – im Gegensatz zu mir – ein extra-langes Wochenende genießen konnte, mir sagen will, was ich priorisieren soll.

** dazu noch etwas Sushi. Und zum Testen: Rafaello-Himbeere**** und Hummus Chips*****

*** Alternativ könnte ich auch noch arbeiten.

**** Nicht kaufen. Örgs. Künstliche Himbeere.

***** Ganz lecker. (Sorte: Sour Cream & Chives)

Außerordentlich

Außerordentlich

Ein Stöckchen, das keins sein soll. Oder vielleicht doch?! Zumindest fragt Frau Rabe heute: „Und Ihnen? Geht es Ihnen gut?“ Und auch wenn Frau Rabe und ich uns im offline- und weitestgehend auch im online-Leben duzen, fühle ich mich aufgefordert, die Frage zu beantworten

Als elender Optimistin geht es mit natürlich gut. Mir geht es eigentlich immer gut. Es geht mir auch an Tagen gut, an denen ich schimpfe und meckere, an denen mir irgendwas zu schaffen macht, an denen ich Sorgen habe oder an denen ich gestresst oder traurig bin. In der bislang ätzendsten Phase meines Lebens habe ich täglich Glückstagebuch geschrieben, um mir zu verdeutlichen, dass jeden Tag mindestens eine gute Sache passiert. Dass mein Leben gut ist. Dass Dinge gut werden. Aus dieser Zeit sind die Jahres-Lichtblicke geblieben, mit denen ich das Jahr Revue passieren lassen. Das hilft mir sehr, mich zu hinsichtlich meines Wohlergehens genordet zu halten.

Und heute?! Heute geht es mir auch gut. Sogar außerordentlich gut aus verschiedenen Gründen:

  • Ich habe ausgeschlafen. Fast etwas zu lang, denn ich war um 10h30 wieder etwas matschig.
  • Der RB und ich haben zusammen gefühstückt.
  • BettOffice ist ob der Temperaturen durchaus entspannend.
  • Das Wetter ist großartig.
  • Es entspannt mich durchaus sehr, dass das Kind auf Klassenfahrt ist. Dass morgens keine Frühstücksbox fällig ist und es auch auch am Nachmittag ruhig ist.
  • Ich habe ein Projekt fertig gemacht und direkt Lob dafür bekommen. Und dieses Lob ist auf vielen Ebenen viel wert.
  • Zu einem anderen Projekt hatte ich irgendwann die zündende Recherche-Idee, worauf hin der Text so rausflutscht.
  • Es ist durchaus beruhigend zu wissen, dass es Menschen gibt, bei denen sich eine auch mal Luft machen kann. Hilft ja auch manchmal, damit eine gar nicht erst irgendwelche Grabenkämpfe anzettelt.
  • Ich habe ein To-Do wiedergefunden, bevor es mir auf die Füße fällt. (Wobei ich mir ob des Lobs da nicht so viele Sorgen machen muss.)
  • Der RB und ich waren heute nochmal essen. Koreanisch und es war höchstlecker.
  • Nun sitzen wir mit Wein im Strandkorb und genießen die laue Sommernacht.
  • Ich weiß, dass es dem Kind auf der Klassenfahrt gut geht.
  • Wir sind soweit alle gesund.

Und wie ist es so bei Euch? Wie geht’s? Seid Ihr glücklich oder wenigstens zufrieden?

Reibungslos

Reibungslos

Es fühlt sich ziemlich sehr gut an, zu wissen, dass alles läuft, wenn ich nicht da bin. Dass der RB sich um Haushalt, Einkauf und Kind kümmert. Dass ich morgens nicht noch schnell diesdasjenes machen muss, sondern eine kleine Yoga-Einheit einlegen kann und trotzdem mit Duschen, Teemachen, Business tauglich aufrüschen pünktlich zu meinem Arbeitstermin komme.

Dass ich währenddessen keine Nachrichten bekomme, weil Entscheidung nicht gefällt werden können oder wollen. Oder weil Dramen passiert sind, die ich ohne unmittelbare Anwesenheit eh nicht lösen könnte. (Nein, es ist nichts dergleichen passiert, aber wenn wäre der RB groß, erwachsen und Manns genug, das aus selbst zu lösen / organisieren.)

Dass ich danach nicht darüber nachdenken muss, was noch alles erledigt werden muss, sondern einfach nur aus den Businessklamotten schlüpfen kann, um das Konzertoutfit überzustreifen. Dass mir dabei sogar ein Brot gemacht wird, damit ich in der Bahn nicht versehentlich irgendwen anknabbere.

Doch, das ist alles ziemlich großartig, dass ich mich da einfach verlassen und Mental Load abgeben kann. Und das alles, ohne groß darüber zu diskutieren. Der RB macht einfach.

Viel vs wenig

Viel vs wenig

Vielleicht ist es gerade zu viel. Zu viel Arbeit. Zu viel, an das gedacht werden muss. Zu viele Termine. Zu viel Haushalt. Zu viele Gedanken. Zu viele Sorgen. Zu viel Ärger. Zu viel zu organisieren. Zu viel Ablenkung. Zu viel Chaos. Zu viel HomeOffice. Zu viel Kopfschmerzen.

Vielleicht ist es auch zu wenig. Zu wenig Schlaf. Zu wenig Pause. Zu wenig echte Freizeit. Zu wenig Moment zu zweit. Zu wenig Sonne. Zu wenig Trennung zwischen Arbeit und Privatleben. Zu wenig Fokus. Zu wenig zu trinken. Zu wenig Ausgleich. Zu wenig BalkonOffice.

Ich bin wenigstens froh, dass ich das Kind vom Rugby abhole. Das heißt dreimal pro Woche aufs Rad. Und wenn es passt auch noch eine bis fünf Runden um den Hauptpitch. Sonst wäre es noch weniger frische Luft.

Außerdem „zwinge“ ich mich wieder auf die Matte. Diesemal vorrangig Yoga. Nein, nicht mit Adriene. Ich kann mich nicht auf die Asanas konzentrieren, wenn mir das auf Englisch angesagt wird.