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Kategorie: wörkfloh

Lose Gedanken …

Lose Gedanken …

… zu Arbeitszeiten

  • 40 Stunden pro Woche sind echt viel. Wenn noch Fahrtzeiten dazukommen, bleibt nicht mehr viel vom Tag. Ist einfach so.
  • Nicht in jedem Job sind Vollzeit 40 Stunden pro Woche.
  • Geringere Wochenarbeitszeit führt in der Regel oftmals dazu, dass eine deutlich effektiver arbeitet. Denn eine möchte ja noch was vom Tag haben.
  • Arbeitszeit ist NICHT gleich Lebenszeit (auch wenn ich es durchaus begrüße, wenn eine ihren Job gern macht und Arbeitszeit nicht als verschenkte Zeit definiert).
  • Die abgesesseneleistete Arbeitszeit ist nicht unbedingt gleichbedeutend mit der Leistung.
  • Menschen mit mehr Erfahrung können das gleiche Projekt schneller, effektiver erledigen als Menschen mit weniger Erfahrungen.
  • Und Menschen, die besser organisiert sind, können das gleiche Projekt schneller, effektiver erledigen als Menschen, die weniger organisiert sind.
  • Regelmäßig Überstunden sind kein Zeichen für besonders hohes Engagement.
  • Wer regelmäßig Überstunden macht, hat zu viel auf dem Tisch – warum auch immer.
  • Wenn es irgendwie möglich ist, finde ich, dass jede Arbeitnehmerin in den Zeiten arbeiten sollte, die für sie passen. (Ja, ich weiß, das ist eine sehr priviligierte Sicht einer Büroarbeiterin.)
  • Menschen, die Teilzeit arbeiten, sind keine Arbeitnehmerinnen zweiter Klasse.
  • Wer in ihrem Job aufgeht und sich darüber definiert, soll das gerne tun. Aber das kann nicht der Maßstab an alle anderen sein.
  • Eine kann ihren Job auch gerne und gut machen, ohne regelmäßig mehr zu machen, als für das sie bezahlt.
  • Karriere ist für mich eine Frage der Expertise und Erfahrung und nicht der geleisteten Arbeitszeit.
  • Es soll Menschen geben, die nicht immer „höher, weiter, schneller“ im Job wollen, sondern in ihrer Position glücklich sind, weil sie da tun können, was sie gut und gerne machen (ich zum Beispiel).
  • Ich muss als Frau nicht arbeiten wie ein Mann. Das ist nämlich ein Bärendienst am Feminismus, weil es das patriarchalische System komplett bedient. Vielmehr muss ich – wen auch immer – überzeugen, dass meine Expertise und Arbeitsweise ein Mehrwert für das Unternehmen darstellen – egal, welches Geschlecht ich habe.
  • Wer eine besondere Expertise hat, hat einen so hohen Wert für ein Unternehmen, dass es auch „dankbar“ ist, wenn eine die TZ zur Verfügung stellt.
Zwölf

Zwölf

Nein, ich habe keine 12von12-Bilder gemacht heute. Obwohl ich heute bei zweiten Aufwachen um 10h00 kurz dran gedacht hatte, aber da fehlten ja schon Bilder vom ersten Tagesanfang mit Kind und dann, ach… Den ganzen Tag telefoniert, organisiert, mit dem Kind Schuldingse geklärt, vergessen zu essen und ein Projekt nicht so vorangetrieben, wie ich wollte. Dafür sitze ich jetzt dran und das Dokument ist schon 12 Seiten lang.

Und wiederum und wiederum

Und wiederum und wiederum

Wenn ich Schlaf nicht so toll finden würde, würde ich ihn mir aktuell abgewöhnen. So wirklich effektiv ist das nämlich alles nicht gerade:

  1. In Anbetracht der aktuellen Arbeitsbelastung wäre es durchaus sinnvoll, die vollen 24 Stunden eines Tages zu nutzen.
  2. Wir gehen grundsätzlich zu spät ins Bett. Ich müsste bestenfalls zwischen 22 und 23h00 im Bett liegen, aber da hat der Abend ja gefühlt erst angefangen. An manchen Tagen kommt dann auch erst der RB nach Hause. Und dann ist es zu spät und ich habe den toten Punkt überwunden und kann vor 2h00 nicht wirklich einschlafen.
  3. Weil wir das eigentlich schön finden, versuchen der RB und ich in einem Bett zu schlafen. Allerdings neigt der RB zum Schnarchen und wenn er das zu laut macht, kann ich nicht einschlafen oder wache sogar davon aus. Dann muss einer von uns ins Gästezimmer umziehen und dann kann ich auch nicht direkt (wieder) einschlafen.
  4. Wenn der RB und ich in weiser Voraussicht direkt getrennt schlafen, ist das dennoch kein Garant für ausreichend Schlaf, denn 2. ist auch dabei ein Problem, außerdem
  5. wohnt hier ja auch noch das Kind und der neigt derzeit wegen Zahnschmerzen oder – heute Nacht – Albträumen zum Rumgeistern. Oder wenn es das nicht ist, dann
  6. kann auch immer nochmal meine Blase dazwischengrätschen und mich am Durchschlafen hindern.

Insgesamt also sehr unbefriedigend und stressig. Um wenigstens nicht ganz matschig zu sein, lege ich mich oft nochmal hin, sobald das Kind aus dem Haus ist. Dann fängt der Tag aber später an als gut ist, was wiederum zu Stress führt. Das wiederum hat zur Folge, dass ich wie besessen durchgehend am Rechner sitzen und zum einen kaum esse und zum anderen noch weniger an die frische Luft komme. Bei beidem eine gewisse Regelmäßigkeit herzustellen wäre natürlich wichtig, um einen etwas geregelteren Tagesrhythmus zu bekommen, zumal den ganzen Tag auf den Bildschirm zu gucken ja auch nicht wirklich müde macht.

Also habe ich heute Nachmittag den Rechner zugeklappt, bin rausgegangen, um Erledigungen zu machen und habe mir danach die Haare blondiert. Dann habe ich mit dem Kind gegessen und dann – haha – war ich so k.o., dass ich für 2 Stunden auf der Fakirmatte eingeschlafen bin. Das hilft natürlich super.

Nicht.

Eigene Laufart

Eigene Laufart

Es läuft und es läuft nicht. Wenn ich nicht schon viele andere Pferde hätten kotzen gesehen, dann hätte ich mich heute vermutlich vor Frust  und Wut heulend ins Bett verkrochen. So bleibt nur das weise Kopfschütteln. Tjanun. Manchen Menschen ist nicht zu helfen. Und manche Menschen wollen wohl auch nicht helfen.

Wenn ich eins in meinem Job gelernt habe, dann, dass Ego-Probleme äußerst kontrapoduktiv sind. Ich bin Dienstleisterin. Ich biete Dienste an, die ich – mittlerweile – ziemlich gut kann, die geschätzt werden. Und ich mag meinen Job wirklich.

Ich arbeite gern im Team zusammen. Es ist gut, wenn es zwischenmenschlich auch passt, aber ich halte es mit der Devise „erst die Arbeit, dann das Vergnügen“. Soll heißen: Erstmal muss es auf der Arbeitsebene gut laufen, dann kann ich auch Privates teilen. Der umgekehrte Weg ist mir in der Regel sehr suspekt. Vielleicht bin ich dafür zu preußisch, aber dDieses schäkernde Angebieder befremdet mich sehr. Und nicht selten beweisen diese Menschen mehr Inkompetenzen als eine befürchtet geahnt hat.

Und als hätte es der RB geahnt, dass der heutige Tag recht eigenwillig verlief, brachte er mir ein Geschenk mit.

Die Blumen eines Schnapshändlers

Er ist und bleibt der Beste!

Zahlen – aufsteigend

Zahlen – aufsteigend

1* Liste bzw. Kunde
2 Phasen
4 Teilbereiche
25 Einzelprojekte**
59 Unterpunkte

80 Prozent davon sollte noch vor Weihnachten fertig werden.

Natürlich könnt ihr mich für bekloppt erklären, dass ich parallel dazu noch

8 Pussyhats
12 Sorten Kekse***

stricken bzw. backen möchte werde. Aber: Sowohl stricken als auch backen entspannt mich. Ich sitze dabei nicht vor dem Rechner. Ich mache etwas anderes mit den Händen als Tippen. Es ist höchst produktiv. Ich brauche das als Gegenpol.

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* Das tut mir ja in den Augen weh, denn richtig wäre „eine Liste“

** Nicht alle von mir zu bearbeite, aber für alle verantwortlich.

*** Jaja, es werden eh mehr.

NaSch

NaSch

Eigentlich wollte ich ja nach letzter Woche keine Nachtschicht mehr einlegen. Aber es ist leider so, dass ich nachts besonders gut in den Schreibflow komme. Und diesen brauche ich, wenn ich Texte schreiben muss, in deren Themen ich mich neu eindenken muss.

Es ist die Ruhe und die Stille. Das Wissen, dass kein Telefon klingeln kann. Auch das Kind schläft und will nichts von mir. Der RB ist auch eine Eule und sitzt mir gegenüber am Rechner.

Das Feedback auf die letzten beiden Nachtschichten war sehr gut und zeigt, dass die Strategie nicht so falsch ist. Nur gesund ist halt was anderes.

Viel nichts

Viel nichts

Es ist erschreckend, zu wie viel ich im Büro nicht komme.

15 Minuten Projektbarbeitung
15 Minuten Besprechung 1
60 Minuten Telko 1
15 Minuten Projektabsprache
30 Minuten Projektbearbeitung
45 Minuten Pause
45 Minuten Besprechung 2
60 Minuten Besprechung 3
15 Minuten Projektbarbeitung*

Und dann war es schon 17h15 und fuhr ich nach Hause.

Der Text, den ich heute schreiben wollte, habe ich gerade mal vorstrukturiert.

Gut, dass ich auch mit Vertrag nicht täglich im Büro sein muss. Ich muss ja auch mal arbeiten.

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* Ich war schon länger als 5 Stunden im Büro

Sonntag vs. Montag

Sonntag vs. Montag

Irgendwie war das heute ein zähes Ringen um den Tag. Während das Denken heute halbwegs auf Zack war, fiel das Schreiben recht schwer.

Mein Geduldsfaden hatte eher was von einer Zündschnur. Ich bin nicht ganz happy mit meinen Reaktionen auf bestimmte Situationen. Doch noch hallt mir die letzte Woche zu sehr nach, sodass ich weiterhin ungnädig bin. Ein Gespräch – früher oder später – ist sicherlich erforderlich, aber ein wenig bin ich noch zu bockig und denke: Komm Du doch auf mich zu, wenn Du ein Problem hast. Dadurch wird der Elefant im Raum aber sicherlich nicht kleiner. Im Gegenteil. Vielleicht habe ich über Nacht eine Erleuchtung zur Gesprächsstrategie und räume morgen auf.

Das Kind rief nach der 6. bereits an, dass es im schlecht ginge und er nach Hause wolle. Hier kam ein glühiges Kind an, dass sich aber noch seine Mathearbeit hat zurückgeben lassen. Möglicherweise war eine Teil des Glühens auch der Stolz über die sehr, sehr gute Note. Trotzdem ging er anstandslos ins Bett und schlief erstmal.

Der RB war heute – unser Montag ist sein Sonntag* – den ganzen Tag zu Hause. Erfreulicherweise können wir uns problemlos gegenüber sitzen und jede arbeitet vor sich hin.

Kurz mit meiner Mutter telepathiert. Es ist so hilfreich, dass eine über Skype den Bildschirm teilen kann. (Irgendwer sagte letztens, dass es Skype bald nicht mehr geben solle. Ich finde dazu allerdings keine weiteren Infos.)

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* Stimmt natürlich nur bedingt, denn wenn er den Sonntag genau nehmen würde, würde er nicht arbeiten.

Aufpassen

Aufpassen

Ich muss auf mich aufpassen, dass ich mich in dem Job nicht verliere. Es ist gerade sehr viel zu tun und bei nur wenig habe ich das Gefühl, es gut abgeben zu können. Natürlich bauchpinselt es mich, dass ich und vor allem meine Erfahrung und mein Wissen von allen anerkannt wird. Aber ich mag das Gefühl „wenn ich’s nicht mache, macht es keine andere richtig“ nicht.

Es war aufreibend die letzten Tage. Und es wird noch viel zu tun sein in den kommenden Monaten. Ich mag meine Arbeit und ich arbeite auch gerne.

Das Verständnis vom RB und wie er mir den Rücken frei hält zusammen mit der Selbstständigkeit vom Kind unterstützen mich sehr bei meiner Art zu arbeiten.

Umso mehr weiß ich, dass ich aufpassen muss, mich nicht in der Arbeit zu verlieren. Das ist nicht immer einfach, wenn die Projekt-Timelines eng gesteckt sind. Aber Nachtschichten dürfen nicht die Regel werden. Dafür muss es wieder mehr Pausen geben. (Immerhin habe ich meinen FreiTag.)

Und weil heute eh nichts mehr ging nach der zweiten Nachtschicht in dieser Woche, machte ich um kurz vor 16h00 den Rechner aus und kümmerte mich um mich. Ich duschte ausgiebig, ließ die Silberspülung im Haar wirken, während die Maske auf dem Gesicht einzog. Ich kümmerte mich ein wenig um die Wäsche und dann fuhren das Kind und ich nach Offenbach.

Auf dem Märktchen waren viele liebe Menschen und es tat einfach gut, mal was anderes zu sehen als den Bildschirm von meinem Laptop. Das Kind hatte Spaß dem RB zur Hand zu gehen.

Zu Hause musste ich auf LowCarb pfeifen und der RB und ich ließen den Abend bei Wein und Süßkram ausklingen.