Browsed by
Kategorie: wörkfloh

RudeBelge, Tag 1

RudeBelge, Tag 1

X-14 Tage bis zur zweiten Welle

Entspannte Anfahrt ist entspannt. Es war auch nicht stressig, dass ich morgens noch schnell Post für die nun in Belgien wohnende Freundin und Zimtschnecken für uns abgeholt habe. Ich tetrisierte die letzten Sachen ins Auto.

Und dann konnten wir pünktlich los.* Machten den geplanten Schlenker über Wiesbaden, um meinen Arbeitsrechner für eine Reparatur abzugeben.

Fahrt war problemlos. Ein Fahrerinnenwechsel. Der RB „kämpfte“ sich durch Belgien – um Antwerpen und Gent war es etwas zäh. Wie von mir „vorausgesehen“ kamen wir kurz nach 17h00 an unserer ersten Urlaubsstation an. Unser Vermieter begrüßte uns, erklärte uns die wichtigsten Dinge. Wir richteten uns kurz ein, …

Danach drehten wir eine Runde am Strand.

Ooooh, es tat so gut: Luft, Wasser (zumindest das, was die Ebbe übrig gelassen hat), Barfuß im Sand.

Die Preise in den Restaurants sind huiuiui. Wir waren aber für Einkaufen zu spät dran, als wir vom Strand kamen. Gut, dass wir uns ein Notfallessen*** mitgenommen hatten.

Ach, das war eine gute Idee, nicht auf Urlaub mit Wegfahren zu verzichten. Wir haben es so bitter nötig.

Bonne nuit

————————–
* Ich wollte spätestens um 11h00 unterwegs sein, der RB meinte darauf: „Lass uns 10h00 anpeilen.“ Hihi. Wir fuhren um 10h30 los.

** Die Bäckerin sagte mir, dass sie besser schmecken, wenn sie etwas warm sind. Da das im Auto in der Sonne nicht geklappt hat, nutzten wir die Mikrowelle in der Ferienwohnung.

*** Nudeln, Soße, Gemüse, Thunfisch

X-13 bis zur zweiten Welle

X-13 bis zur zweiten Welle

Der Tag ist etwas unkoordiniert. Wir schlafen zwar nicht bis in die Puppen, aber irgendwie fehlen hinten raus zweidrei Stunden.

Weil ich mich gestern noch weiter über die Ignoranz der Schule uffgerescht hab, werde ich noch nachts ak- und kreativ. Das Ergebnis überreiche ich dem Kind, als er morgens ins Bett kommt.

Alles muss eine selber machen*

Er hat sich sehr gefreut (und ich mich auch, weil er meine Schrift lesen konnte ).

Dann Frühstück, rumkruschen, packen bzw. Sachen zusammensuchen, mit meiner Mutter telefonieren. Wir wurschteln so nebeneinander her. Weder effizient noch effektiv. Um wenigstens produktiv zu sein, mache ich mich an das eine Textprojekt. Als ich es wegschicke, ist es viel später als gehofft. Der RB fängt an zu kochen. Ich tetrisiere unsere drei Fahrräder ins Auto.**

Weil ich seit Tagen unkoordiniert wegen der Blumen bin, haben wir keine Blumensitterin. Also stellen wir alle Blumen auf den Balkon und hoffen, dass es hin und wieder regnet in unserer Abwesenheit.

Wir freuen uns alle sehr auf Urlaub. Das Kind ist dennoch angespannt. Die Situation mit dem Kv ist ungeklärt. Er, also das Kind, möchte nicht mit dem Kv sprechen und verweigert die Annahme jedes Anrufes. Ich will auch nicht mit ihm kommunizieren. Seine letzten Nachrichten zeigen deutlich, dass er eh nicht auf mich hören würde. Wir werden ihn wohl morgen Abend, wenn wir angekommen sind, darüber unterrichten, dass wir im Urlaub sind.

———————-
* Idee darf gerne geklaut werden.

** Der RB und ich sind unszum Glück einig, dass ich besser packe.

X-11 Tage bis zur zweiten Welle

X-11 Tage bis zur zweiten Welle

Ich hätte gerne mehr ausgeschlafen, aber 9h30 klingelte der Wecker. Das Kind kam just rein.

Ausschlafen ging heute nicht, weil das Kind um 10h30 in der Schule sein musste, um sein Zeugnis abzuholen (morgen gibt’s einen Rant dazu).

Während er vor Aufregung etwas anstrengend war, versuchte ich, meine verbliebenen vier To-Dos abzuarbeiten. Insgesamt bis auf ein* Projekt nur Kleinkram**. Allerdings stellte sich raus, dass ich ein – zum Glück kleines – To-Do vergessen hatte und ein weiteres ploppte auf. So hatte ich dann, bis ich duschen ging, bevor ich zum Friseur los musste, drei von nun sechs To-Dos erledigt.

Friseur ging heute schnell, weil keine Farbe. Aber ich finde es schön zu sehen, wie super in dem Salon die Hygieneregeln umgesetzt werden. Es ist wirklich viel Platz, alle tragen ordnungsgemäß ihre Rotzbremsen** und es ist dauerhaft gelüftet. Falls ich Leserinnen habe, die eine Friseurempfehlung für Offenbach (gut aus Ffm zu erreichen) brauchen…

Als ich fertig war, war der RB im Laden noch nicht fertig. So holte ich ihn flugs ab. Schon im Auto meldete der RB, er habe Hunger. Und da machten wir was total Verrücktes: Wir beschlossen spontan im Hafen2 einzukehren. Nach der langen Zeit fühlt es sich immer noch etwas verwegen an, irgendwo essen zu gehen. Aber im Hafen2 können wir prima draußen sitzen. Die Tische stehen – seit eh schon – weit auseinander, die Hygieneregeln werden bei Eintritt erklärt, viele Wege, wo sich potentiell viele Menschen begegenen können, sind Einbahnstraßen.

Schon schön, nur mit dem RB allein zu sein ❤️

Wieder zu Hause machte ich mich an die verbliebenen To-Dos: Jetzt sind nur noch das eine* und das andere Textprojekt** übrig. Das sollte ich übers Wochenende schaffen.

Essen kochen um den Kühlschrank zu leeren zu entspannen.

#CorotäneKneipe mit Weinorakel

Was ist im Weinsatz zu sehen?

——————————
* mittelgroßes Textprojekt

** Es gibt noch ein größeres Textprojekt, das aber nicht über die Agentur läuft, sondern das ich frei bearbeite. Das rechne ich nicht ein, aber wird auch noch bis Montag bearbeitet.

** Wirklich keine einzige „Pimmelnase“ 😉

Blattspam statt #Blümchenspam
X-10 Tage bis zur zweiten Welle

X-10 Tage bis zur zweiten Welle

Long story short: Ich habe von 10h00 bis 21h00 quasi durchgehend gearbeitet. Dann trug ich meine Stunden für diese Woche ein: 160%. Das allein ist schon heftig genug. Doch der „Clou“: Ich habe noch vier To-Dos, die ich machen muss. Denn wenn ich dafür eine Kollegin briefen würde, würde das vermutlich länger dauern als wenn ich es selbst mache.

Urlaubsreif. Sowas von.

Das Kind will weiterhin nicht mit dem Kv sprechen. Des Kindes Haltung zur Aussage von Kv, er habe ein Recht mit ihm zu sprechen und ihn zu sehen, ist sehr sehr eindeutig*. Bei mir hat sich der Kv seit Tagen nicht gemeldet. Ich vermute, dass ich bald Post vom Gericht bekommen werde.

So soll es sein.

————————–
* „… une loi de moi – am Arsch …“

X-9 Tage bis zur zweiten Welle

X-9 Tage bis zur zweiten Welle

Uups, verschlafen. Um 10h30 weckt mich der RB. Ich bin schlagartig wach und mir fällt direkt wieder ein, dass ich vergessen habe, den Wecker zu stellen.

Den Rest des Tages verbringe ich am Rechner. Das Kind muss zur Schule und zum Rugby. Der RB geht zu Arbeit. Die Putzhilfe kommt. Ich arbeite draußen, genieße die saubere Wohnung und die Ruhe.

Kurze Pause, um mich über die Post zu freuen (Urlaubs-Rotzbremsen für alle)

Irgendwann fällt mir ein, dass wir abends was essen sollten. Der RB und ich fassen einen Sushi-Beschluss. Ich bestelle. Als Mann und Kind, der (abgesprochen) eine Extrarunde durch Frankfurt machte, zu Hause sund, kommt das Essen.

Sushi aufm Balkon. Yeah.

Ab 21h00 ist #CorotäneKneipe. Ich müsste eigentlich arbeiten und mache zunächst auch was. Aber dann fangen mich die Gesprächsfetzen. Ach, es ist wie immer schön mit Euch.

Ändert aber nichts daran, dass das Projekt noch fertig gemacht werden muss, also sitze ich nach der Kneipe noch drei Stunden am Rechner.

X-8 Tage bis zur zweiten Welle

X-8 Tage bis zur zweiten Welle

Das erste Halbjahr dieses bisher absurden Jahrs ist um. Uff. Große Hoffnung aufs zweite Halbjahr habe ich nicht.

Ich habe noch nicht mal Hoffnung, dass es hinsichtlich meiner Überstunden besser wird. Nach gestern gibt es heute noch mehr zu viel Arbeit. Und das nach einer kurzen Nacht. Ich schreibe noch und das Kind spukt bis 2h00 rum. Gegen 6h00 kommt er zu mir. Um 7h30 kann ich den Wecker nicht zuordnen. Um 8h30 stelle ich fest, dass wir verschlafen haben. Das Kind ist aber noch unausgeschlafen. Ich stehe auf und arbeite. Drölfzig Telkos ab 11h30 zerschießeb mir den Mittag und meinen Zeitplan.

Bald ist Urlaub. Zum Glück.

Wieder viel zu spät denke ich daran, dass das Kind und ich was essen müssen. Der RB ist ja gar nicht da heute Abend, um uns zu retten. Ich improvisiere mit dem, was da ist. Passt schon.

Danach arbeite ich noch weiter. Irgendwie muss ich ja fertig werden.

Bald ist Urlaub. Zum Glück.

X-7 Tage bis zur zweiten Welle

X-7 Tage bis zur zweiten Welle

Arbeit. Zu viel Arbeit.

Mittags musste ich mal raus. Was anderes machen. Außerdem brauchte das Kind ein Geschenk.

Das Kind war draußen. Bis spät. Das tat ihm gut.

Unsere neuen Sitzmöbelbezüge sind da. Yeah.

Es bleibt bei zu viel Arbeit.

Und wenn es nicht so widerlich, unnötig und energiefressend wäre, wären die Kapriolen des Kv wenigstens eine Abwechslung. Aber es nervt einfach nur.

X-5 Tage bis zur zweiten Welle

X-5 Tage bis zur zweiten Welle

Dank Blase und vermutlich auch alkoholinduzierter Kurzschlafeuphorie war ich bereits um 8h50 wach. Das Kind war da auch wach und schlich durch die Wohnung. Ich schlich auch aus dem Zimmer und nutzte die Gunst der Stunde und erschreckte das Kind im halbdunklen Flur*. So begann der Tag mit einem spitzen Schrei.

Ich versuchte danach noch einmal zu schlafen, aber das wurde nichts. Zumal das Kind neben mir nicht stille liegen bleiben konnte. Ich schickte ihn raus, woraufhin ich nochmal wegdöste, aber erholsam war das auch nicht. Dann wurde mir Tee gebracht, der RB kam dazu und ich las dem Kind vor.

Richtig in die Gänge kam ich nicht**. Machte aber mit dem RB einen Essens- und Einkaufsplan. Das Kind war unleidlich, weil er auf Nachricht von seinem Kumpel wartete. Ich war unleidlich, weil das Kind unleidlich war und wollte eigentlich nur meine Ruhe. Der RB erkannte die Lage und ging schon mal alleine einkaufen. Das Kind musste zur Erkenntnis gezwungen werden, ging dann aber auch raus – in den Park. Ich fällte einen Sport-Entschluss und yogierte, als der RB wieder da war und sich auf den Fakir zurückgezogen hatte.

Beim Kaffee ärgerte ich mich über eine e-Mail vom Kv. Eine e-Mail an mich. Auf Französisch. Diese e-Mail ist natürlich auf Französisch. Mal abgesehen davon, dass das Schriftfranzösisch vom Kv nicht ganz einwandfrei ist, rostet mein Französisch zunehmend ein. Außerdem empfinde ich es zunehmend als Unverschämtheit, dass ich dauernd Rücksicht auf seine Befindlichkeiten nehmen soll und dass er nicht in der Lage ist, sich in meiner Sprache adäquat auszudrücken. Stattdessen kann er sich immer darauf zurückziehen, dass ich womöglich was falsch verstanden habe, weil ich dann ja doch nicht so gut Französisch kann. Und weil mich das alles so nervt, bekommt er von mir eine Antwort auf Deutsch.

Das Kind kam nach Hause. Ich telepathierte mit meiner Mutter.*** Der RB kochte. Ich fing an zu arbeiten.**** Wir aßen. Ich arbeitete weiter.**** Der RB guckte seine Serie. Um 22h00 wollte ich Eis und holte welches*****. Nacht-Eis für alle.

————————–
* Das Kind liebt Erschrecken zur Zeit sehr. In beide Richtungen.

** das Wetter, die Urlaubsreife, der unterschwellige Stress mit dem Kv, der Liter Wein von gestern

*** Computerhilfe via Skype mit geteiltem Bildschirm. Diesmal um ihr zu helfen, wie sie die Bilder vom Handy und dann als Anhang an die e-Mail bekommt.

**** jahaaaa

***** Ein Hoch auf die Großstadt!

X-4 Tage bis zur zweiten Welle

X-4 Tage bis zur zweiten Welle

Ich hoffe sehr, dass ich in einer Woche tatsächlich nicht doch noch mal eben an den Arbeitsrechner muss. Die To-Do-Liste ist seit gestern nicht wirklich kürzer geworden, weil ich heute noch mehr auf Sparflamme gearbeitet habe als gestern schon. Das Wetter, die Urlaubsreife, der unterschwellige Stress mit dem Kv zehren an meinen Nerven und an meiner Konzentration. Es lauern noch ein paar Mamutprojekte auf mich für die kommenden 4 Arbeitstage.*

Das Kind verabschiedete sich gegen Mittag, um mal wieder im Park zu gehen, um mit anderen Kindern zu spielen. Möglicherweise haben der RB und ich diese Erkenntnis etwas gefeiert.

Um 16h00 kam das Kind ziemlich glücklich und ausgepowert nach Hause.

Ich musste mich zwischendurch mal hinlegen – das Wetter, die Urlaubsreife, der unterschwellige Stress mit dem Kv…

Als der RB nach Hause kam, hatte ich wenigstens schon das Abendessen fertig. Wir konnten auf dem Balkon essen. Für die #CorotäneKneipe gingen wir dann aber rein. Nicht, dass uns noch irgendwelche Viecher in den Wein geflogen wären.

Als diese sehr spät (und mit 1L Wein intus) endete, genossen wir noch einen Moment die kühle Luft auf dem Balkon.

————————-
* Ich werde wohl nicht um Wochendarbeit drumherum kommen.

X-3 Tage bis zur zweiten Welle

X-3 Tage bis zur zweiten Welle

Bis zum Urlaubsbeginn wird es hier nicht wirklich spannender: Meine To-Do-Liste ist ziemlich lang und ich arbeite sie nur im Schneckentempo ab. Weil immer wieder irgendwas geklärt werden muss, oder den Job anderer Leute machen muss. Orrrr.

Mittags rief die Anwältin an und bestätigte meine Wunschvorgehensweise*.

Das Kind hat festgestellt, dass er bei dem guten Wetter rausgehen kann und war am nachmittag im Park.

Ich habe am Nachmittag mal wieder gesportelt. Und war danach irgendwie so ausgepowert, dass ich nicht mehr richtig denken konnte. Mit Blick auf die To-Do-Liste nur suboptimal. Aber mei. Das wird schon irgendwie.

Weil der RB abends Tasting hatte**, gingen das Kind und ich uns ein Eis holen. Und redeten etwas darüber, wie das mit dem Kv und Frankreich weitergehen sollte. Er hatte am Nachmittag versucht, der französischen Oma zu erklären, was das Problem sei.***

Wir haben ein Amselbaby im Hof wohnen.**** Das ist schon ein bisschen niedlich. Und das Kind ist auch niedlich, wie andächtig er zuguckt und auf dem Balkon rumschleicht, um es nicht zu erschrecken und zu beobachten.

—————————–
* Aussitzen und abwarten, was da kommt.

** online von zu Hause aus

*** Ich fürchte, sie kann und will es nicht verstehen. Und letztlich ist ihre einzige Sorge, ob das Kind ihr in irgendeiner Weise gram ist. Das hilft dem Kind echt weiter.

**** Und ein Taubenprächen brütet in der Zierkirsche.