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Kategorie: Muddi geht aus

Dieser Zirkus geht immer

Dieser Zirkus geht immer

Wenn das Kind mich gelassen hätte, hätte eine Stunde mehr geschlafen. Das wäre nicht sooo schlecht gewesen.

Um die Laune zu harmonisieren, habe ich erstmal lang geduscht.

Essens- und Einkaufspläne bei Tee und Kaffee gemacht.

Dann mit dem überdrehten Kind zum Markt. Auf dem Rückweg die restlichen Einkäufe. Versorgt bis hoffentlich Donnerstag.

Etwas Zeit zum Streiten um die Tabletzeit des Kindes, bis wir losgehen zum Weihnachtsgeschenk fürs Kind*.

Ich bin mit Circus FlicFlac groß geworden. Für mich ist es der Inbegriff für Zirkus. Tierzirkusse habe ich erst danach kennengelernt und finde sie bis heute befremdlich.

Die Show war großartig. Abwechslungsreich. Aufregend. Lustig. Atemberaubend.

Danach ging es direkt weiter zum ersten Twitteressen des Jahres.

In der Bahn von eine höchst sterotypen Kartoffel ob meines #NazisRaus-Button an der Mütze lang taxiert worden.

Das Kuli Alma ist ein ausschließlich veganes Restaurant und es war alles** seeehhr lecker. Unsere Runde war klein aber fein***. #NazisRaus-Merch durfte ich auch verteilen. <3

Alles in allem besser als die letzten Tage.

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* Und auch für den RB, so begeistert wie er von der Show war. Naja, letztlich ein Geschenk für uns alle.

** Der Hummus war nicht so ganz meins,. Aber das ist ja sehr Geschmackssache.

*** Das Kind war – wie schon den ganzen Tag – etwas ziemlich anstrengend und erst ruhiger, als er auf meinem Handy spielen durfte.

Freizeitstress

Freizeitstress

Länger geschlafen als geplant.

Eine Stunde gruppengewresteltkuschelt.

Wochenplanung gemacht. Markt und Supermarkt.

Auf unserem Markt gibt es einen Kräuter- und Gewürzstand. Dort besorgte ich Wacholder, Hibiskus und Süßholz für einen ersten Tee-Versuch. (Ingwer soll auch rein, aber den hole ich frisch.) Petroleum haben wir zum wiederholten Male vergessen

Die Haare vom RB mussten noch rasiert werden. Geduscht haben wir auch noch. Das Kind wollte sich nicht vom Tablet lösen. Dennoch nur ein halbe Stunde zu später als gewollt bei „Lautstark gegen Rechts“.

Es ist toll, welchen Zuspruch das Kind dafür bekommt anders zu sein – also anders als viele Kinder in seinem Alter. Obwohl er bei solchen Events ja eigentlich nicht anders ist. Aber dennoch wird es von den Erwachsenen honoriert, dass er dabei ist, dass er die Musik (noch?) gut findet, dass er tanzt und auch dass er sich mit Doc’s, Braces und Polo sehr eindeutig präsentiert. (Ich finde ja auch, dass der midi-Skin sehr niedlich ist.)

2 von 4 gehörten Bands für gut befunden. Bei Band 5 gegangen, da a) das nächste Event rief, b) das Kind unleidlich zu werden drohte und c) recht klar war, dass Band 5 und 6 nicht so ganz unsers sind.
Beim Kind verarzten ist mir die Hose gerissen.

Tschüss, geliebte schwarze Jeans.

S-Bahn verpasst, Taxi genommen. Gegessen, umgezogen, das Kind mit Internet versorgt und dann nur noch zu zweit weiter.

Es ist schon toll, wie einfach eine mit dem ÖPNV auch nachts noch durch Frankfurt kommt.

Gratuliert, getrunken, gequatscht, getanzt.

Eine muss sich nicht lange kennen, um sich verbunden zu fühlen. Und das Schlimmste an einer Depression ist, wenn eine (es weiß und) nichts dagegen unternimmt.

Ska against racism

Ska against racism

Beginnen wir mit einem Fundstück zur allgemeinen Weiterbildung, woran Nazis zu erkennen sind. Die Glatze ist es – wie wir ja wissen – nicht!

Das Poster kann bei Kein Bock auf Nazis bestellt und downgeloadet werden.

Ansonsten: Dank Sterbse-Phase bei der Seuche heute bis 14h00 geschlafen. Allerdings von 9h30 bis 10h30 wach gewesen. Und die finale Schlafphase für einen sehr wirren Traum genutzt, in dem ich mit einer meiner liebsten Freundinnen schlimm Streit hatte, ich mit wem anders verkuppelt werden sollte und auch sonst bin ich gestresst wach geworden.

Nachdem der RB, der mir vorher noch Tee ans Bett brachte und extra beim Bäcker war, weg war, bin ich direkt aufs Sofa umgezogen. Während ich „Hjem til jul“ komplett guckte, weiter unter der Seuche gelitten, aber auch 1/3 Pussyhat gestrickt.

Mich dann über nicht erfolgte Geldflüsse und das Kind über uns geärgert. Das zum Anlass genommenen, aufs Konzert von The Busters zu gehen. Sonst hätte ich mich nur über mich selbst geärgert.

The Busters waren super. Das Drumherum irgendwie … nicht so.

Das war das letzte Konzert des Jahres. Erste Tickets für Konzerte 2020 hängen schon an der Pinnwand.

Spontan

Spontan

Heute lang geschlafen und noch später gefrühstückt

Dann spontan entschieden, dass wir bereits am Sonntag Richtung Meer fahren.

Spontane Panik beim RB, weil er die Tickets fürs Konzert heute Abend nicht auf seinem Rechner fand.*

Semispontan – nach einem nächtlichen Beschluss – spazieren gegangen. Spontan entschlossen, uns autonom** fortzubewegen***.

Dann über den Römer gehuscht, um einen Kaffee zu trinken.

Der Frankfurter Weihnachtsbaum ist jedes Jahr auf irgendeine Weise katastrophal.****

Beim Kaffee fast vom Glütza hypnotisiert worden

aber dabei spontan abgeklärt, dass wir vor dem Konzert noch mit einem befreundeten Paar Tapas essen.

Lecker gegessen.

Anschließend – äußerst unspontan – auf dem vorletzten Konzert des Jahres gewesen.

Jaya The Cat

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* Weil sie auf meinem Rechner waren.

** Was sich halt so im europäischen Sinne autonom nennt (es braucht einen Führer menschliche Unterstützung).

*** Eine kann eigentlich den gesperrten Bereich vom Mainkai langfahren. Uneigentlich fährt das Fahrzeug nur eine Station. Und so fuhren wir einmal im Kreis.

**** Nicht nur, dass schon Birnscher kaputt sind, nein, es ist auch der Zweitbaum…

Haltung

Haltung

Wenn ich nach Bielefeld fahre, dann sehe ich meistens nicht viel von der Stadt. Eigentlich fahre ich nur zu meinen Eltern oder – wenn ich es schaffe – zum besten Kumpel. Ich bin ja auch in der Regel nur einen Tag, maximal eine Nacht da. Da steht im Vordergrund, meine Eltern zu sehen oder Zeit mit dem besten Kumpel zu verbringen.

Diesmal bin ich drei Nächte in Bielefeld. Und weil ich nach den stressigen Monaten dringend Ruhe und Komfort brauche, habe ich mir ein Hotel gesucht. Dadurch kann ich besser meinem Rhythmus folgen und den Tag so gestalten, wie ich will. Meine Eltern wissen nicht, dass ich im Hotel wohne und auch nicht, dass ich schon gestern angekommen bin.

Das hat mir die Gelegenheit gegeben, gestern den besten Kumpel und seine Freundin zu treffen und davor auch noch ein Nickerchen zu machen.

Heute konnte ich den Tag damit starten, Familie Rabe zum Frühstück zu treffen.

Das war schön. Und ich freue mich schon drauf, dass Frau Rabe in spätestens 11,5 Monaten nach Frankfurt kommt, um zusammen aufs Die-Ärzte-Konzert zu gehen.

Danach konnte ich dank Hotelzimmer nochmal ein Nickerchen machen und erst am Nachmittag bei meinen Eltern aufschlagen. Wir quatschen etwas, bereiteten den Kartoffelsalat für morgen vor, aßen zusammen und dann zog ich entspannt zum Weihnachtsmarkt weiter.

Zwei Glühwein haben ich trinken können, dann gab es keinen GinTonic und irgendwie war ich unleidlich… Neben leicht angekratztem Hals, Nieselregen und zu süßem Glühwein war ich vor allen Dingen genervt. Hatte ich vor drei Jahren noch halbwegs viel Spaß mit einer der Besten auf dem Weihnachtsmarkt am Abend vor Heiligabend, so fühlte ich ich heute sehr fehl am Platz. Zu viel Chichi, zu viel oberflächliches Blabla, keine erkennbare Haltung. Bei niemandem.

Zum Glück hatte ich auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt Bielefelder Haltung entdeckt:

Solidarity

Solidarity

Sometimes antisocial, always antifascist! – Stage Bottles –

As many workers fight to make their stand
And behind them every honest working men
In unity with each other and your friend becomes your brother
And in the tyrants heart will be a lesson learned

Give them hope, give them strength, give them live
Like a candle burning in the black of night
We’re all with you in our hearts and in our minds
And we’ll pray for the workers through their darkest times

And I know your hearts are made of a further kind,
And a riot stick wont kill your piece of mind
You can fight with all the spirit that you posses
Because your fight’s a struggle that is blessed

Give them hope, give them strength, give them live
Like a candle burning in the black of night
We’re all with you in our hearts and in our minds
And we’ll pray for the workers through their darkest times

The tyrant has no smile upon his face
Cause he knows that in his mind he’s in disgrace
The religion of union will take their breath away
Our time will come and then we will have our day

Give them hope give them strength give them live
Like a candle burning in the black of night
We’re all with you in our hearts and in our minds
And we’ll pray for our nation through its darkest times

Give them hope, give them strength, give them live
Like a candle burning in the black of night
We’re all with you in our hearts and in our minds
And we’ll pray for the workers through their darkest times

Flashback

Flashback

Die Ärzte höre ich schon ziemlich lange. Meine Lieblingsalben sind: „Die Ärzte“ und „Im Schatten der Ärzte“. Allerdings war selbst ich als diese Alben rauskamen noch zu jung für exzessives Fantum und Konzertbesuche*. Entsprechend erfreut war ich, als sich die Ärzte 1993 wieder zusammenfanden und auch auf Tour gingen. Im März 1993 sind sie damals in Bielefeld aufgetreten und ich wollte dahin.

Mein Glück: Der ältere Bruder arbeitete zu dem Zeitpunkt in der Konzertlocation. Hey, das bedeutete ein Platz auf der Gästeliste. Der beste Kumpel wollte mit und es wurden zwei Plätze auf der Gästeliste.

Tja, doch am Konzerttag an der Kasse dann das böse Erwachen: Er hatte vergessen, uns auf die Gästeliste zu setzen. Handy oder so gab es nicht, es konnte nichts geregelt oder geklärt werden und der Kumpel und ich mussten höchst bedröppelt abziehen. Und wow, es tut mir bis heute noch leid, dass sich der Kumpel auf mich (jaja, ich weiß, eigentlich meinen Bruder) verließ und so um das Konzert gebracht war.

Und wenn ich es richtig auf die Reihe bekommen, war ich dann erst auf der Attacke-Royal-Tour (1998) zum ersten Mal auf einem Die-Ärzte-Konzert. Dann noch 2001 und 2007.

Vor ein paar Tagen machte es die Runde, dass Die Ärzte nochmal auf Tour gehen würden. Und wer 6 Mal New Model Army in 3 Jahren fangirlend hinterherreist, die muss auch zu Die Ärzte, die sie immerhin mindestens genauso lange** begleiten. Heute um 17 Uhr sollte der Vorverkauf starten und ich machte mir extra eine Erinnerung, damit ich das nicht verpasse. Während des Countdows fiel mir ein, dass Frau Rabe ja auch Fangirl ist und da Die Ärzte sicherlich nicht in Norwegen auftreten werden, fragte ich sie, ob sie nach Frankfurt kommen wolle (in einem Jahr, drei Wochen und vier Tagen).

Ab 16h55 aktualisierte ich regelmäßig die Webseite. Und aktualisiert. Und aktualisierte… bis 17h00. Ich konnte mich zum gewünschten Konzerttermin klicken, sah die Kartenoptionen, aber es war nichts, aber auch gar nichts mehr zu reservieren. Um maximal 17h02 hieß es, dass keine Karten mehr reserviert werden können. Der Frust war groß. Sehr. Ich hoffte kurz auf einen zusammengebrochenen Server, aber da las ich schon auf Twitter, wie die ersten vermeldeten, Karten bekommen zu haben. Noch größerer Frust.

Um 18h05 dann eine persönliche Nachricht: Es gibt Zusatzkonzerte.

Schnell war ich wieder bei den Bademeistern und klickklickklick hatte ich drei Karten reserviert***.

Keine Wiederholung der Schmach von 1993

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* Wobei das Kind mit seinen knapp 10 Jahren mittlerweile schon auf sehr vielen Konzerten war.

** musikalisch, nicht mit Konzerten

*** bezahlt sind sie mittlerweile auch schon.

Scott unterwegs

Scott unterwegs

Der RB und ich haben heute so Pärchendings gemacht: Ausflug nach Marbug, um dort essen und auf ein Konzert zu gehen.

Allerdings wollte Scott unbedingt mit. Tjanun.

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* Sehr empfehlenswert, aber unbedingt reservieren.
** Kfz
*** Dr. RingDing