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Kategorie: NazisRaus

Abschottung, Tag 81

Abschottung, Tag 81

Das Kind hat Frühdienstschule. Ich kann aber noch nicht aufstehen, als das Kind weg ist und ich lege mich nochmal in sein Bett. Der RB schnurchelt in unserem Bett.

Ich arbeite vor mich hin. Das Kind kommt nach Hause. Der RB geht (sic !) zur Arbeit. Ich arbeite weiter. Es scheint, als habe ich ein Problem erzeugt. Ein spätes Telefonat ergibt, dass ich’s nicht verbockt habe.

Dann gehe ich einkaufen, weil wir noch Obst brauchen fürs Abendbrot.

Das Kind hat ein neues Lieblingsessen.

Weil der RB noch Steuerdings macht, setze ich mich auch noch mal an den Rechner.

Dann räumen wir noch ein bisschen die Wohnung auf, weil morgen – endlich – mal wieder unsere Putzhilfe kommt. (Ich habe ihn die ganze Zeit, die er jetzt nicht kommen sollte, trotzdem bezahlt.)

Ansonsten mein Empfinden zum Weltgeschehen:

Mein Verständnis für all die und das Bekloppte(n) auf der Welt ist erschöpft.

Seufz. Wo wird das alles noch enden?

Abschottung, Tag 21

Abschottung, Tag 21

Nachtrag zu gestern: Ich sollte aktuell keine Nachrichten gucken. Zum einen, weil ich bis zum 19.4. nichts mehr hören will, wie lange eventuellvielleichtmöglicherweise die Kontaktsperre noch laufen wird. Liebe Politikerinnen, macht euch dazu einfach Gedanken hinter verschlossen Türen, aber verdammt nochmal NICHT vor laufenden Kameras. Zum anderen ertrage ich es nicht, dass die himmlische Ruhe um die blaubraunen Nazis durch einen fast 2minütigen Beitrag beendet werden musste. Liebe Medien, gebt denen doch bitte keine Plattform mehr.

Die HomeSchooling-Phase ist vorerst vobei. Das Kind hat im Großen und Ganzen gut mitgemacht. Ja, ich kann verstehen, dass er keinen Bock hatte. Und dafür hat er es gut gemacht. Er kam insgesamt gut zurecht, hat sich meistens helfen lassen und hat mit der Zeit verstanden, dass ich bestimmte Anforderungen an sein Arbeiten habe und dass er sich das Leben sehr erleichtert, wenn er sie von vornherein berücksichtigt. Nun also Osterferien: Eine Aufgabe hat er noch, bei der war von Anfang an klar, dass sie bis Ferienende fertig sein soll. (Und nein, ich finde das nicht schlimm, auch wenn Hausaufgaben in den Ferien eigentlich verboten sind.)

Ich habe heute wieder gearbeitet. Ich bin mal gespannt, wie das wird, wenn die Schule wieder losgeht und ich dann wieder AG habe, ob ich es schaffe, konsequent nur Montag bis Donnerstag zu arbeiten.

Ich telefonierte kurz mit dem Kv, da das Kind draußen war und wir uns ja tatsächlich mittlerweile über das Kind und dessen Befinden austauschen. Am Ende brachen seine Sorgen aus ihm raus und er bat mich mit tränenerstickter Stimme, dass ich auf das Kind aufpasse.

Meine Yoga-Einheit habe ich heute auch noch untergebracht. Das war anstrengend, tat aber gut.

Um 17h00 musste ich nochmal in ein Webinar. Das dauerte bis 19h00. Ein Hoch auf die Mutefunktion. So konnte ich parallel Dinge versandfertig machen, Briefmarken drucken und dem RB das erjagte Essen abnehmen. Denn passend zum späteren Kneipenabend gab es heute Schnitzel für alle aus der potentiellen Stammkneipe.

#CorotäneKneipe war wieder mal sehr nett. Und lang.

Abschottung, Tag 12

Abschottung, Tag 12

Ich habe einen Wunsch für die Nach-COVID19-Abschottungszeit:

Wenn wir dann alle wieder raus dürfen, zeigen wir dann bitte geballt und mehrheitlich, dass wir gegen Nazis sind?

Ihr braucht ja nicht alle ein Tattoo 😉 Aber traut Euch, Buttons anzustecken und/oder Aufkleber zu verteilen.

Es zeigt sich gerade so wunderbar, dass die rechten Stimmen verstummen, wenn wir ihnen keinen Raum geben.

DANKE!

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In diesem Leben werde ich keine Lerche mehr. Ich bin eine Eule. Durch und durch. Sobald sich auch nur ansatzweise die Gelegenheit bietet, meinen Tag-Nach-Rhythmus zu verschieben, passiert das auch. Die Nächte werden länger als es gut ist. Die Tage fangen später an. Das ist für die eh schon angeschlagene Konzentration nicht sonderlich förderlich. Ich verbringe gefühlt mehr Zeit damit, meine Projekte zu sortieren und aufzuschreiben als dass ich sie wirklich bearbeite.

Das Kind ist mit seinen Matheaufgaben fertig und GL hat er auch fast geschafft (also, alles, was bis zu den Osterferien vorgesehen war). Deutsch und Englisch sind deutlich umfangreicher. Er macht das aber gut.

Ihn über Mittag rausgeschickt, damit er mal Sonne und frische Luft bekommt. Da müssen wir noch mehr dran arbeiten. Vielleicht lasse ich ihn einfach die ALBA-Sportstunde auf dem Balkon turnen.

Der RB war im Laden. Das ist nicht so schlecht*, dass er da immer mal wieder hin will und muss. Wobei mir natürlich auch nicht ganz wohl dabei ist, denn er kann dadurch ja auch immer wieder was anschleppen**.

Als er wieder da war, legte ich mich für eine gute Stunde ins Bett***, dann beriet ich kurz telefonisch****, während der RB mit dem gefrühjahrskurten***** Herrn Weber das Abendessen zubereitete.

Der Abend endete spät, aber amüsant in der CorotäneKneipe.

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* Also für unseren häuslichen Frieden

** Allerdings hat er heute weißes Blattgold angeschleppt. 24 Rollen Klopapier. Damit sollten wir erstmal versorgt sein.

*** Oberstes Gebot der Stunde: Wenn mein Körper nach Schlaf verlangt, lege ich mich hin. Es ist wirklich KEINER in diesem Haushalt gedient, wenn ich mich zwinge wach zu bleiben.

**** Spätere Erkenntnis dazu:

Wenn du wegen deiner Grunderkrankung irgendwann mit COVID19 im Krankenhaus liegst, wirst Du sicher nicht denken: Ach, wäre ich doch öfter ins Büro gegangen.

***** Er hat nun ein gußeisernes Grillrost, neue Aromaschinen und die rausgekratzten Sedimentschichten hätten jede Geologin erfreut.

Wut

Wut

Ich kann die Wut, der bei einer #NazisRaus-Bestellung Luft gemacht wurde, soso gut nachvollziehen.

ich hab`die Faxen dicke – jetzt müssen die Buttons und Aufkleber her.
Nach einem erneuten lautstarken Zusammentreffen (im Großraumbüro!) mit meinem ausländerfeindlichen und menschenverachtenden Kollegen werde ich nicht nur verbal  Farbe bekennen. Es kann doch nicht sein, dass wir im Jahr 2020 noch mit Vorurteilen aus finsteren Urzeiten kämpfen müssen!

Dass der Mannheimer Naziprediger nun eins aufs Dach bekommen hat, ist zwar gut, aber vermutlich nicht sonderlich nachhaltig und letzten Endes auch nur ein Tropfen auf den heißen Stein.

SM-Müde

SM-Müde

Es liegt sicherlich auch daran, dass ich schon den ganzen Tag beruflich vor dem Rechner Mac sitze und über das Gerät fluche, dass abends dann tatsächlich die Puste raus ist, was das Bloggen anbelangt.

Außerdem bin ich gerade etwas SocialMedia-müde: fb habe ich ja schon immer begrenzt genutzt (eine halt halt ein Profil, um mit der einen oder dem anderen in Kontakt zu bleiben). ig wird ja schon seit langem immer anstrengender – ich poste weniger und scrolle nur noch sporadisch. twitter stresst mich gerade sehr: Ich folge mittlerweile vielen linksradikalen Zecken politschen Accounts und ich finde es unerträglich, dass so viel rechte Nazischeiße in der Gesellschaft und allen rechtstaatlichen Instanzen (Polizei, Bundeswehr) mittlerweile total frei und ungestraft bewegen kann. Es wird immer schlimmer und es passiert genau gar nichts. Dazu kommt noch Corona und mir fehlt da Sachlichkeit. Aber das ist vermutlich auch einfach nur ein Symptom für alles.

Das Gute daran ist, dass meine SocialMedia-Aktivitäten so deutlich weniger als Zeitfresser eine Rolle spielen.

Hmpf

Hmpf

Mir ist immer noch nicht nach Bloggen. Mich bewegen und frustrierten die EU und Hanau weiterhin.

Hoffentlich schaffe ich es morgen nach Hanau.

Die Arbeit nervt mich auch gerade. Trotz HomeOffice wird die To-Do-Liste nicht kürzer.

Bislang steckt der Wurm in diesem Jahr.

F**k Dich, EU

F**k Dich, EU

Mir ist nicht nach schreiben. Ich bin fassungs- und sprachlos über das, was da heute an der Grenze zwischen Griechenland und der Türkei bzw. auf Lesbos passiert.

Eine Bankrotterklärung für jedliche Werte und die Menschlichkeit im Besonderen.

Sonntag, 1. März

Sonntag, 1. März

Der Tag begann höchst ramontisch. Denn das Kind hatte sich was ausgedacht. Ich hatte ja schon eine kleine Ahnung. Immerhin sollte ich ihm gestern Abend noch ein Waffelrezept raussuchen. Außerdem habe ich aus dem Augenwinkel beobachtet, was er gestern mit dem Upcycring-Frank gewerkelt hatte. Hachz.

Da der RB und ich die Nacht wegen Schnarch getrennt verbracht hatten, wurde ich gegen 10h30 gedrängt, mich doch wieder auf meiner Betthälfte einzufinden.

Kaum war ich umgesiedelt, stand das Kind mit frischen, allein zubereiteten Waffeln im Zimmer, Tee und Kaffee warteten schon, und war etwas enttäuscht, dass der RB nicht einfach die Augen aufriss und wach war.

Als alle aufnahmefähig waren, kam das Kind mit zwei kleinen Päckchen: eins für den RB und eins für mich.

Der Inhalt aus meinem Päckchen war allerdings für den RB und umgekehrt. Nein, das Kind hatte nichts vertauscht, aber er wollte, dass wir uns nach seiner fragenden Feststellung „Ihr wollt doch?!“ die Ringe gegenseitig ansteckten, um so die Fakeverheiratung zu vollenden.

Dann war für den Standesbeamten alles erledigt und er ließ das junge Glück allein.

Wir überlegten, was wir machen wollten mit dem Sonntag, entwarfen einen Plan, der uns gut gefiel.

Allerdings ging ich dann in des Kindes Zimmer und sah die Baustelle aka erst nur halb aufgebautes Bett. Ach, wenn der RB mal da ist, kann er ja mal kurz helfen, denn so ein Vollholzhochbett ist durchaus sperrig und schwer. Wir montierten die Leiter. Dann stellte ich fest, dass bestimmte Teile nicht an der richtigen Stelle waren. Also Leiter wieder ab und Teile tauschen. Dann baute ich weiter und der RB kochte (für morgen vor*). Ich musste nochmal Holmen tauschen, doch mit weniger Aufwand. Ich verzweifelte kurz an vermeintlich fehlenden und ebenso vermeintlich zu vielen Teilen, hatte dann aber eine Eingebung.

Wir werkelten und kochten und schwubs war es 16h00 vorbei. Der Plan war damit obsolet, aber lüften mussten wir uns alle dennoch.

Wir spazierten in den nächsten Park, ließen das Kind beim Fußballplatz und führten unseren Gang in politischer Mission fort.

Als es dunkel wurde, gingen wir nach Hause. Der RB kochte wieder, ich tat mit dem Kind noch letzte Handgriffe am Bett.

Das steht jetzt schon in seiner Ecke und wartet nur darauf, dass der Matratzenbezug gewaschen ist. Dann kann das Kind in luftiger Höhe von 1,90 Metern schlafen.

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* Mist, ich hab den Rotkohl vergessen.

Bonustag

Bonustag

Ob diese Jahr wirklich einen Extratag braucht, wird sich noch zeigen. Überzeugt bin ich nach den ersten beiden Monaten nicht. Mal sehen, wie das alles noch weitergeht.

Vermutlich war es daher keine so schlechte Idee erstmal bis 12h00 im Bett zu bleiben, den Wochen- und NICHT Hamstereinkauf (Markt, Drogerie, Supermarkt) zu erledigen, mich mit dem Kind heftig zu fetzen, um dann doch zu dritt zur Eröffnug von 57Nord zu fahren: Der RB wollte nach nur kurzer Zeit weiter und das Kind wollte zum Schluss nicht mehr weg…

Vorbeugen ist besser als auf die Füße zu kotzen

Vorbeugen ist besser als auf die Füße zu kotzen

Ich bleibe dabei:

Ich habe mehr Angst vor den Nazis in diesem Land als vor COVID-19.

Die Angst vor Krankheit finde ich eh recht rational, denn entweder kann ich nichts dran ändern oder ich konnte präventiv was machen. Zum Beispiel Impfung, gesund leben, auf Hüschjene Hygiene achten. Und wenn das nicht greift, kann ich halt nichts daran ändern. (Was nicht heißt, dass ich bei schlimmer Männergrippe Erkältung nicht auch hervorragend leiden kann.)

Apropos Hygiene und Corona: Wascht euch die Hände. Gründlich! Und desinfiziert sie gelegentlich. DAS ist nämlich eine der wirksamsten Optionen gegen viel Infektionen – nicht nur Corona.

Bleibt fit!