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Kategorie: NazisRaus

#ClosedNovember (18)

#ClosedNovember (18)

Viel Spannendes ist heute nicht passiert. Abgesehen von einem Stille-Post-Moment in der Kind-Lehrkraft-Mutter-Kommunikation. Und dass ich abends noch zum Römer bzw Paulsplatz gedüst bin, um wenigstens etwas Gegenpräsenz zu den Schwurblern zu bieten. Aber die Polizei hatte aus Sanstag gelernt und die Schwurblerinnen nahezu hermetisch gesichert. Jeder Gegenprotest wurde zerstreut und im Keim erstickt.

Von (!!!) den Schwurblerinnen kommemd kam mir eine ehemalige Kindergarten-Mitmutter entgegen. Sie hat mich wohl nicht erkannt. Oder wollte es wie ich nicht. Bereits im Frühjahr habe ich sie wegen Schwurbelscheiße auf WA geblockt und bei fb entfreundet.

Die „Begegnung“ war also nicht überraschend, aber dennoch bleibt die Frage, warum verfällt eine studierte, nicht auf den Kopf gefallene Frau so einem Mist?!

#ClosedNovember (17)

#ClosedNovember (17)

Ich möchte was anzünden.

Ich bin zu spät eingeschlafen, weil #CorotäneKneipe war, der Mann und ich noch geredet haben und ich dann den Podcast mit Professorin Ciesek gehörte habe (und bei eingeschlafen bin). Dementsprechend hatte ich zu wenig Schlaf, als ich um 7h30 aufstehen musste, damit das Kind in die Schule kommt. Wieder hinlegen konnte ich mich nicht, weil ich um 9h20 einen Termin bei der HNO* hatte. Also trank ich Tee, las im Internet und war ob der sich anbahnenden Schwurbler-Demo in Berlin schon vor 9h00 in Zündellaune.

Termin bei der HNO: ohne Befund. Also, die Nebenhöhlen sind es nicht. Vielleicht über was Neurologisches nachdenken.

Wieder zu Hause konnte ich auch nicht schlafen, weil die Wohnung putzbar gemacht werden musste. Und dann war es auch so spät, dass die Putzhilfe vor der Tür stand.

Die Entwicklungen in Berlin machten mich weiter fassungslos.

Diese Bilder aus Berlin.
Das allgemeine Weltgeschehen.
Und die Frage: „Warum machste diesen ganze Scheiß überhaupt noch? In welche Welt entlasse ich mein Kind?“

Ein guter Tag, um Deine Lakaien zu hören.**
Hier sitzen und vor Wut und Hilflosigkeit heulen.

Ich ertrag das nicht.
Mein Gerechtigkeitssinn läuft Amok.

Das Kind kam nach Hause und erzählte mir mal wieder, dass er in der Schule „Nazi“ und „Hitler“ genannt wird. Noch was, was ich anzünden will. Ich musste los zu meinem Optikertermin. Auf dem Weg dahin musste ich meinem Ärger über die Situation in der Schule Luft machen und schrieb eine „brennende“ e-Mail an die Klassenlehrkräfte. Mir platzt hier echt die Hutschnur und ich drohe mit rechtlichen Schritten***.

Termin beim Optiker: 1,5 Dioptrien für den Lesebereich. Als mir die Optikerin allerdings den Preis für die Gleitsichtgläser nannte, war ich raus. 450 bzw 600 Euro sind gerade einfach nicht drin. Dabei dachte ich, dass meine Brillenversicherung die neuen Gläser, deren Stärken sich ja definitiv ändern, deckt. Zumindest in großen Teilen. Dem ist – laut Optikerin – nicht so. Ich bin mir da noch nicht so sicher und werde das mit der Versicherung direkt klären. Etwas genervt und mit noch mehr Zündellaune verließ ich den Laden. (Wenigstens sind meine beiden Brillen gerichtet.)

Wieder zu Hause hatte ich endlich die Gelegenheit, mich hinzulegen. Das war bitter nötig. Änderte aber auch nicht so viel an meiner Laune.

Um das Abendessen zubrereiten zu können, musste ich einkaufen gehen. Das ging erfreulich reibungslos und es tar mir auch gut, dass ich das Handy zu Hause ließ.

Bei Essenkochen musste ich mich noch kurz über die Lesekompetenz anderer Menschen aufregen. Aber nur kurz. Erfreulich war, dass das Kind mir beim Kochen hilft.

Der Rest des Abends verlieg ruhig: lecker Essen, Kind in Bett bringen, kleine #CorotäneKneipe.

—————————-
* DER HNO ist im Ruhestand und so begrüßte mich heute eine HNO – mit Mundschutz.

** Ich erstellte mir eine Playlist mit dem aufbauenden Titel „Dystopie“ mit Deine Lakaien, New Model Army und alten Sachen von Depeche Mode.

*** Muss mir noch überlegen, was das sein kannsollte. Im Zweifelsfall werden die jeweiligen Schülerinnen wegen Beleidigung angezeigt.

#ClosedNovember (8)

#ClosedNovember (8)

Nach den Bildern von Samstag und während Pegida trotz Pandemie marschieren darf, bleibt mir heute in Gedenken an den Novemberpogrom nur zu sagen:

Nie wieder!

Kein Vergessen.

Lasst uns bitte alle unseren Beitrag leisten, dass sich Geschichte nicht wiederholt.

#ClosedNovember (6)

#ClosedNovember (6)

Ich bin dann mal die Spielverderberin: Während gefühlt ganz Deutschland im Freudentaumel über die Wahl Bidens (und Harris) eskapiert, bin ich wütend.

Ich bin wütend über das, was in Leipzig passiert ist. Wütend über meine Hilfslosigkeit. Wütend über meine Machtlosigkeit. Wütend über diese klar dokumentierte Ungerechtigkeit. Über den Rechtsruck und darüber wie sehr Deutschland auf dem rechten Auge blind ist.

Ich bin auch wütend darüber, dass es so vielen so viel wichtiger ist, dass Trump abgewählt worden ist als das, was im eigenen Land passiert.

Und ehrlich gesagt: Ja, es ist gut, dass Trump abgewählt worden. Aber ob Biden und auch Harris die großen Heilsbringerinnen sein werden, wage ich zu bezweifeln. Sehr.

Ausschlafen ist nicht alles

Ausschlafen ist nicht alles

Zweite Welle: Tag 36

Ausschlafen ist toll. Keine Frage. Aber ausschlafen bis 14h00 ist nicht soo toll. Denn zum einen habe ich so 12 Stunden geschlafen und zum anderen habe ich so den halben Tag verschlafen. Und das nervte mich für den Rest des Tages kolossal.

Es nervte mich so sehr, dass ich erstmal bockig im Bett blieb und las und ignorierte auch erstmal das Geschehen in Berlin.

Das Kind hatte sich am Vormittag beim Rugby verletzt. Eine Handteller große Schürfwund ziert nun sein linkes Schienbein. Es sieht echt übel aus, aber es hat ihn wohl nicht daran gehindert weiterzuspielen und sogar einen Versuch zu legen. Dieses Kind ist immer wieder faszinierend. Zumindest konnte er zu Hause mit dieser Wunde nur noch auf dem Bett liegen und daddeln.

Ich las das Buch, das dritte und letzte der Reihe „Friekes Buchladen“, zu Ende. Es lässt mich etwas verwirrt zurück. Seit mehr als fünf Jahren habe ich keinen Kontakt mehr zu meinem jüngeren Bruder. In den drei Büchern habe ich seinen Namen allerdings ziemlich oft gelesen. Das war schon komisch.

Um 19h00 war ich dann auch endlich so weit, dass ich eine Essensliste bis Montag erstellt habe, geduscht bin und mich auf den Weg zum Einkaufen machte.

Und natürlich las ich Infos zu Berlin. Und natürlich regte ich mich auf. Mein 2 Cent dazu:

Nur halb so viel Aufmerksamkeit wie für die Berlin-Demo heute für die Gedenkkundgebung für die Opfer des Hanau-Attentats und gegen den Rassismus wäre fein gewesen.

Dass rassistisch motivierte Morde/Anschläge wie in Hanau, Halle, Wächtersbach aber auch an Walter Lübke durchgeführt werden, liegt auch daran, dass Schwurblerinnen, VT’lerinnen, Rechten und Rechtstoleranten wie heute in Berlin immer wieder und zu viel Raum gegeben wird.

Und die Mischung ist das gefährliche. Jede einzelne Gruppierungen könnte als „Verwirrte“ (Rechte grundlegend ausgenommen) abgetan werden, aber die Masse hat mit „gegen das System“ einen mächtigen kleinen gemeinen Nenner.

Damit werden insbesondere die hochgradig Gewaltbereiten (Rechten) legitimiert, was es immer schwieriger macht, dieser Masse etwas entgegen zu setzen.
Denn die Angst, die viele haben, ist begründet und gerechtfertigt.

Bewegtbilder

Bewegtbilder

X-61 Tage bis zur zweiten Welle

Die Nächte sind zur Zeit (mal wieder) nicht gut. Zu spät ins Bett (wegen Blacklist), nicht zur Ruhe kommen wegen Keineahnung. Gut, heute Nacht beschäftigte mich die Absage der heutigen antirassistischen Demo in Hanau. Wie richtig (mit Blick auf die Pandemie) oder falsch (mit Blick auf den immensen Rechtsruck in Deutschland) ist es. Ich bin ambivalent mit Tendenz zu „falsch“.

Daher sage ich dem RB beim Wecken mit Tee, dass wir heute zu einer der Live-Übertragungs-Kundgebungen in Frankfurt gehen werden.

Wobei geweckt hat der RB mich ja nicht. Ich bin ja bereits seit 9h00 wach, weil das Kind Rugby von 10 bis 12h00 hat. Aber ich habe versucht, nochmal zu schlafen, nachdem das Kind aus dem Haus ist. Wenigstens habe ich dabei rausgefunden, dass Die Ärzte eine neue Single rausgebracht haben. Das musste der RB dann auch einmal laut „ertragen“.

Ich freue mich auf das Konzert – wann auch immer es stattfinden wird.

Das Kind kommt wieder, verschwindet mit Essen in seiner Höhle, der RB und ich machen eine Essensliste und dann müssen wir auch los.

#SayTheirNames

Die Redebeiträge zum Gedenken sind insgesamt wirklich gut. Ich empfehle, sich den Live-Stream (jetzt natürlich nicht mehr live) mal anzuschauen:

Danach bin ich eigentlich total k.o., aber der Einkauf muss noch gemacht werden. Dann „darf“ ich mich aber hinlegen, während sich der RB ums Essen kümmert. Das, also das Hinlegen, ist vermutlich nicht so schlau, aber fertig wie ich bin, muss es sein.

Erste Male in der Pandemie

Erste Male in der Pandemie

X-59 Tage bis zur zweiten Welle

Ich hatte heute einen Termin bei einer Ärztin. Der erste ärztliche Termin seit der Pandemie.

Letztlich war alles normal wie immer bei der Gynäkologin. Nur halt mit Mundschutz.

Und nein, ich rege mich nicht darüber auf, dass Brust- und Vaginalultraschall IGeL-eistungen sind. Ist so. Ist mir wichtig. Und zum Glück kann ich es zahlen.

Hin bin ich mit der Bahn gefahren. Als ich aus der Praxis raus bin, ist meine Rotzbremse durchgeatmet. Außerdem ist das Wetter schön und so gehe ich die gut 4 Kilometer zu Fuß nach Hause. Einen Zwischenstopp kann ich mir nicht verkneifen.

Danach arbeite ich. Aber der Kopf zieht sich schrittweise zu. Die Hitze, die Hormone … und vielleicht habe ich auch zu wenig getrunken. Als mir auch noch kodderig wird, ist klar: Mit der Migräne gehe ich besser nicht zur SEB-Sitzung. Ich bin eh schon genervt und mit der Migräne würde ich heute wen auffressen.

Den Rest des abends hänge ich durch. Wenn ich groß bin, lerne ich das noch etwas besser mit der Migräne.

6 Monate

6 Monate

X-58 Tage bis zur zweiten Welle

Nach gestern war der Tag erfreulich unspektakulär.

Das Kind hatte einen ok’en Tag in der Schule. Danach Rugby-Training.

Ich habe gearbeitet.

Spannend war das Abendessen, dessen Zubereitung etwas länger gedauert hat. Das Kind und ich aßen spät.

Melonen-Curry

Der RB kam noch später, weil er noch seiner Bürgerpflicht nachging und bei der Gedenk-Demo* war.

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* Ich tue mich schwer, „Hanau-Gedenk-Demo“ zu schreiben, weil es nicht um Hanau die Stadt geht, sondern um den Nazi-Anschlag am 19.2., bei dem neun** Menschen aus rassistischen Motiven ermordet wurden.

** ja, es waren zehn Ermordete. Aber die 10. Person wurde wohl eher nicht wg Rassismus umgebracht.

Abschottung, Tag 81

Abschottung, Tag 81

Das Kind hat Frühdienstschule. Ich kann aber noch nicht aufstehen, als das Kind weg ist und ich lege mich nochmal in sein Bett. Der RB schnurchelt in unserem Bett.

Ich arbeite vor mich hin. Das Kind kommt nach Hause. Der RB geht (sic !) zur Arbeit. Ich arbeite weiter. Es scheint, als habe ich ein Problem erzeugt. Ein spätes Telefonat ergibt, dass ich’s nicht verbockt habe.

Dann gehe ich einkaufen, weil wir noch Obst brauchen fürs Abendbrot.

Das Kind hat ein neues Lieblingsessen.

Weil der RB noch Steuerdings macht, setze ich mich auch noch mal an den Rechner.

Dann räumen wir noch ein bisschen die Wohnung auf, weil morgen – endlich – mal wieder unsere Putzhilfe kommt. (Ich habe ihn die ganze Zeit, die er jetzt nicht kommen sollte, trotzdem bezahlt.)

Ansonsten mein Empfinden zum Weltgeschehen:

Mein Verständnis für all die und das Bekloppte(n) auf der Welt ist erschöpft.

Seufz. Wo wird das alles noch enden?

Abschottung, Tag 21

Abschottung, Tag 21

Nachtrag zu gestern: Ich sollte aktuell keine Nachrichten gucken. Zum einen, weil ich bis zum 19.4. nichts mehr hören will, wie lange eventuellvielleichtmöglicherweise die Kontaktsperre noch laufen wird. Liebe Politikerinnen, macht euch dazu einfach Gedanken hinter verschlossen Türen, aber verdammt nochmal NICHT vor laufenden Kameras. Zum anderen ertrage ich es nicht, dass die himmlische Ruhe um die blaubraunen Nazis durch einen fast 2minütigen Beitrag beendet werden musste. Liebe Medien, gebt denen doch bitte keine Plattform mehr.

Die HomeSchooling-Phase ist vorerst vobei. Das Kind hat im Großen und Ganzen gut mitgemacht. Ja, ich kann verstehen, dass er keinen Bock hatte. Und dafür hat er es gut gemacht. Er kam insgesamt gut zurecht, hat sich meistens helfen lassen und hat mit der Zeit verstanden, dass ich bestimmte Anforderungen an sein Arbeiten habe und dass er sich das Leben sehr erleichtert, wenn er sie von vornherein berücksichtigt. Nun also Osterferien: Eine Aufgabe hat er noch, bei der war von Anfang an klar, dass sie bis Ferienende fertig sein soll. (Und nein, ich finde das nicht schlimm, auch wenn Hausaufgaben in den Ferien eigentlich verboten sind.)

Ich habe heute wieder gearbeitet. Ich bin mal gespannt, wie das wird, wenn die Schule wieder losgeht und ich dann wieder AG habe, ob ich es schaffe, konsequent nur Montag bis Donnerstag zu arbeiten.

Ich telefonierte kurz mit dem Kv, da das Kind draußen war und wir uns ja tatsächlich mittlerweile über das Kind und dessen Befinden austauschen. Am Ende brachen seine Sorgen aus ihm raus und er bat mich mit tränenerstickter Stimme, dass ich auf das Kind aufpasse.

Meine Yoga-Einheit habe ich heute auch noch untergebracht. Das war anstrengend, tat aber gut.

Um 17h00 musste ich nochmal in ein Webinar. Das dauerte bis 19h00. Ein Hoch auf die Mutefunktion. So konnte ich parallel Dinge versandfertig machen, Briefmarken drucken und dem RB das erjagte Essen abnehmen. Denn passend zum späteren Kneipenabend gab es heute Schnitzel für alle aus der potentiellen Stammkneipe.

#CorotäneKneipe war wieder mal sehr nett. Und lang.