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Monat: April 2020

Abschottung, Tag 48

Abschottung, Tag 48

Es wird besser mit dem Schlaf. Etwas. Zumindest habe ich bis 7h00 durchgeschlafen. Dann weckte mich die Blase, aber ich blieb tapfer und schlief noch einmal ein. Um 8h30 kam das Kind zu mir. Ich wurde langsam wach. Ich hing noch in einem Traum fest, allerdings erinnere ich mich nicht mehr an die Handlung. Ich stand auf, machte kurz den Arbeitsrechner an. Dann ging ich duschen und machte mich um kurz vor 10h00 auf eine Mission: Letzter Versuch, um des Kindes Tablet zu retten. Ginge, lohnt sich aber nicht.

Wieder zu Hause musste ich erstmal arbeiten: Telefonieren und an Texten rumfrickeln. Zwischendurch gab es ein kurzes Frühstück mit den beiden Männern des Hause. Das wir kurz wegen sehr dunkler Wolken unterbrachen und dann doch mal den Balkon abdeckten*. Just als wir wieder drinnen waren, fing es an zu regenen und auch die Kopfschmerzen wurden schlimmer**.

Um kurz vor 13h00 musste ich dann das virtuelle Klassenzimmer via zoom eröffnen. Nein, das ersetzt keinen Unterricht, soll aber den Kindern die Gelegenheit geben, sich miteinander und den verschiedenen Lehrkräften auszutauschen. Da es eine Elternintiative ist, zu der ich die Lehrkräfte miteinlade, ist das auch für den IT-Beauftragten der Schule in Ordnung – zumal dieser Tage „das alles nicht so genau genommen wird“ und vermutlich alle froh sind, wenn überhaupt etwas passiert. Das Kind war danach emotional etwas durch: Er hatte doch relativen Stress vorher, weil er nicht wusste, was er mit seinen Haare, also dem Iro machen sollte. Er wollte ihn nicht abscheiden, aber zeigen wollte er ihn auch nicht. Er hatte sowas wie Angst vor den Reaktionen seiner Mitschülerinnen. Schlussendlich saß er aber doch mit Iro und ohne Kappe vor der Laptop-Kamera und es war wohl ok – letztlich auch, weil die Lehrkraft sagte, wie cool sie die Frisur fände.

Zum Nachmittag wurden die Kopfschmerzen schlimmer, ich machte noch zwei Projekte fertig. Als der RB nach Hause kam, holte ich TeilStückchen. Dann kümmerte ich mich um die Hardwareaufrüstung in diesem Haus: ein neues Tablet mit ordentlicher Schutzhülle fürs Kind und Bloothoth-In-Ears für mich. Später versuchte ich mit dem Kind eine Ethikaufgabe zu machen, aber er war nur bedingt aufnahmefähig. Der RB war zwischendurch noch einmal einkaufen und brachte die richtigen Drogen*** gegen die immer noch persistenten Kopfschmerzen mit. Dann machte ich mich ans Abendessen. Dank eines Hamstekaufanfalls ziemlich zu Beginn der Abschottung konnten wir aus den Vorräten schöpfen (der RB kaufte nur Milch für seinen Kaffee).

Nach dem Essen alberten wir so rum. Das Kind führt für den RB und mich ein Punktesystem ein. Ich verweigerte mich, einen schlechten Witz zu erzählen, sondern pickte**** weiterhin im Abendessen, worauf das Kind mir folgendes überreichte:

Dank fehlendem Tablet schaffte es das Kind sich doch selbst zu beschäftigen mit den Dingen, die sonst in seinem Zimmer sind. Das ist auch mal ganz gut.

Beschlossen, dass wir wieder mehr Ritual zusammen brauchen und so begann ich heute, ihm die Känguru-Chroniken vorzulesen. Er geisterte danach auch nicht ganz so viel rum wie sonst.

Der RB und ich beschlossen den Abend auf der Couch mit Uhtred. Ein weitere Pussyhat ist fast fertig.

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* Natürlich nicht den ganzen Balkon, sondern Herrn Weber, die Sitzecke und den Strandkorb, die allerdings noch vom nächtlichen Regenschauer nass waren.

** Die Ibu half allerdings nicht wirklich.

*** Manchmal muss es ASS sein, auch wenn mein Magen das nicht so mag.

**** Nicht dies mäkelige Herauspicken von Dingen die eine (nicht) mag, sondern das Picken von Resten direkt aus dem Topf, weil es so lecker war.

Abschottung, Tag 47

Abschottung, Tag 47

Nachtrag zu gestern (weil es in den gestrigen Blogpost nicht passte):

  • Der erste Termin fürs virtuelles Klassenzimmer steht. Yeah.
  • Nicht so yeah: Der Kv dreht etwas durch, weil er unbedingt das Kind sehen will. Erschwerend kommt dazu, dass es wohl ab 11.5. in Frankreich deutliche Lockerungen geben wird. Ich fürchte ja schon, dass er am 12.5. auf der Matte steht. Aber a) kommt er nicht in die Wohnung und b) kann er das Kind nur sehen, wenn er nach Grenzübertritt zwei Wochen in Quarantäne war. Denn ich habe ehrlich gesagt keine Lust, dass ich hier alles mache, dass uns der Virus nicht ins Haus kommt und dann hat er 1000 km lang Gelegenheit, den Scheiß aufzusammeln. Das Kind ist auch nicht überzeugt davon, dass er hierher kommt.*

Zu Punkt 2 kann ich nun doch noch ein Yeah! verbuchen: Das Kind hat mit seinem Vater gesprochen und der Kv wird vorerst nicht kommen. Er will nicht daran schuld sein, wenn das Kind krank wird. Außerdem weiß er nicht, wo er den Hund lassen soll. Und als ich dann noch mitbekam, dass der Kv fröhlich Menschen bei sich versammelt, bin ich doppelt froh ob dieser Einsicht.

Ansonsten war die Wanderung gestern gut. Ich habe immer noch nicht perfekt geschlafen – dazu ist die unterschwellige Anspannung vermutlich einfach zu groß -, aber schon deutlich besser als sonst und so war das Arbeiten heute auch deutlich angenehmer und effektiver. Voll auf der Höhe bin ich aber immer noch nicht. Spät am Nachmittag ergab sich noch ein dringendes Projekt, sodass ich noch etwas arbeiten musste, als die virtuelle Tür der #CorotäneKneipe geöffnet wurde.

Der RB war im Laden und brachte auf dem Rückweg Essen von der liebsten Frankfurter Küch‘ mit.

Das Kind rollerte morgens zur Schule, um ein Buch zu holen. Diese kleine Sporteinheit nützte aber nicht so viel. Er schläft derzeit schlecht und spät ein. Wie auch der RB und ich träumt er derzeit intensiv und teilweise auch sehr schlecht.

Ach, die Situation, die Abschottung machen gerade so viel mit uns.

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* Beim Kv kommt ja auch noch seine Erkrankung dazu. Ich glaube nicht, dass eine Covid-19-Infektion bei ihm zwingend glimpflich ablaufen will. Zudem ist er Raucher. Er sollte auch das Maximum tun, um sich nicht unnötig zu gefährden. Und dazu gehört dann jetzt auch, dass er sein Kind nicht sehen kann. Zumindest nicht in echt.

Abschottung, Tag 46

Abschottung, Tag 46

Die Nacht war eine der schlechtesten. Der Kopf dröhnt, ich bin fertig. Ich merke: Ich habe wieder zu wenig auf mich geachtet in den letzten Tagen. Mir geht es nicht gut. Womöglich macht mir der Wetterumschwung noch zusätzlich zu schaffen.

Kurz wach wurde ich um kurz vor 9h00, weil ich Regentropfen hörte und noch Wäsche auf dem Balkon war. Wenigstens war ich da wach genug, um mich krank zu melden, denn so fühle ich mich: arbeitsunfähig.

Das Kind versuchte, mich schlafen zu lassen. Der RB schaffte es, mich schlafen zu lassen und weckte mich erst gegen 12h00 mit einem Tee. Als ich dann aufgestanden war, war klar: Ich musste raus. Raus und laufen. Viel laufen. (Wenn das Fahrrad in Ordnung wäre, wäre auch noch viel mehr Fahrrad fahren eine Option gewesen.) Da ich nicht wieder Richtung Berger Hang wollte, besprach ich mich mit Else. Es war klar, dass ich ein wenig ÖPNV nutzen müsste, wenn ich keine 25-km-Tour machen möchte. Die Route stand, ich packte meine Sachen, machte dazwischen noch ein Paket fertig, aß etwas Müsli und dann schnürte ich die Wanderstiefel und ging … zum Bus.

Das war das erste Mal ÖPNV seit über 5 Wochen. Hui. Aber alle saßen brav mit Masken drin. Außer dem Mittelstüfler, der unbedingt mit dem Rad in den Bus musste. Ich musste sogar umsteigen.

An meinem Startpunkt angekommen regnete es erstmal. Gut, dass ich die Regenjacke dabei hatte. Und nein, umdrehen kam nicht infrage. Ich musste mich bewegen, ich brauchte frische Luft und ich brauchte auch die Zeit für mich allein. Also gehe ich ungeachtet der drei Regentropfen weiter und es war auch gut so. Nach ein paar Metern hörte es auf zu regnen und es wurde sogar warm.

Ich lief entlang der Nidda und es war erfreulich wenig los. Die paar anderen Spaziergänger und -fahrer waren überschaubar und hielten auch Abstand. Ich sammelte Sonne, frische Luft und #Blümchenspam. Bei Kilometer 7 hatte ich kurzfristig keine Lust mehr, aber da war ich gerade durch Berkersheim durch und dann hätte ich umdrehen müssen, um zum ÖPNV zu kommen. Also lief ich weiter und stieg dann erst an der BGU in den Bus – nach 11 Kilometern.

Boah, tat das gut. Diese Auszeit war so nötig.

Abschottung, Tag 45

Abschottung, Tag 45

Ich habe gefühlt gar nicht geschlafen. Ich bin immer wieder aufgewacht, habe nicht tief geschlafen. Insgesamt ziemlicher Mist. Dafür ließ ich den RB ausschlafen

Arbeiten musste ich trotzdem. Irgendwie. Ich war auch schon mal produktiver.

Parallel tauschte ich mich per e-Mail und Telefon mit den Lehrkräften des Kindes wegen eines virtuellen Klassenzimmers aus. Log story short: Es wird eins geben. Tschakka.

Zwischendrin ploppte der Kv auf mit seiner Egozentrik, unbedingt das Kind sehen zu wollen. Natürlich war wieder mal Deutschland schuld. Er pocht auf sein Recht, das Kind in den Ferien sehen zu drüfen. Als hätte ich den Virus in die Welt gesetzt. Das wird noch spassig die nächste Zeit.

Das Kind kam gut durch seine HomeSchooling-Aufgaben und hat einige Fächer bereits fertig.

Ich ging eine weitere kleine Baustelle in des Kindes Zimmer an. Nun hat er mehr Platz im Kleiderschrank (aber da kann noch optimiert werden).

Am Abend verklebte ich Pakete und frankierte sie.

Viel zu spät setzte mich an einen Text, der aber nicht werden wollte. Also guckte ich nach einem neuen Esstisch (nichts gefunden) und mit dem RB eine „unserer“ Serien (The Last Kingdom) weiter.

Insgesamt war es kein so guter Tag. Und #Blümchenspam hatte ich auch keinen mehr.

*seufz*

Abschottung, Tag 44

Abschottung, Tag 44

Eigentlich wollte ich heute raus und zu dritt irgendwo rumwandern.

Uneigentlich war ich zwar um 9h30 wach, bin dann aber mit dem Kind im Bett nochmal eingeschlafen und habe auch noch weitergeschlafen, als dieser das Zimmer wieder verließ. Gegen 12h00 wurde ich etwas verstört (wegen komischen Traum, in dem es auch um den Rugbyverein ging) wach und war dann erschreckt, wie spät es war. Wandern ist heute nicht mehr. Tjanun, ist dann so.

Wir frühstückten auf dem Balkon.

Das Kind machte es sich danach zum Lesen gemütlich.

Ich kümmerte mich dann parallel um Kuchen, den Spielzeugpakete und sortierte mit Kind noch die letzte Baustelle in seinem Zimmer. Dann war es auch schon Zeit für unser Sonntagskaffeedate.

Das Kind litt unter Digitalentzug und brutzte vor sich hin. Er aß kurz Kuchen mit uns, aber musste dann substituieren und anstatt RingFit zu machen, nutzte er die freie Bahn Sicht am Fernseher dafür, sich wenigstens seine LetsPlay-Videos anzugucken.

Dann scannte ich die Hausaufgaben vom Kind und verschickte sie an die jeweilige Lehrkraft. Zudem teilte ich noch den Lehrkräften der Klasse mit, dass ein virtuelles Klassenzimmer erwünscht sei. Ich bin gespannt, was da noch kommen wird.

Und vermutlich wäre es sehr schlau gewesen, das Kind direkt nach dem Abendbrot – es gab Currywurst mit sehr leckeren vom RB selbst gemachten Currysoßen – ins Bett zu stecken. Aber er kuschelte noch etwas vor dem Fernseher, schaute Kitchen Impossible, während der RB und ich am Rechner wurschtelten. So wurde es dann viel zu spät und der Abend endete fürs Kind mit zwei – von mir – zugeknallten Türen, weil er unbedingt meinte, mich in der Wohnung mit Wasser anzuspritzen.

Ich verstehe es nicht. Ich verstehe es wirklich nicht. Zumal wir eine Minute zuvor noch kuschelten und er mir sein Leid über die ganze doofe Situation klagte. Und dann geht er nochmal ins Bad, findet da eine Sprühflasche und es geht mit ihm durch.

Er kam nach 30 Minuten nochmal aus seinem Zimmer und entschuldigte sich. Er hat schon ganz schön viel Größe, der kleine Mann. <3

Abschottung, Tag 43

Abschottung, Tag 43

Miau, miau. Uiuiui, jaja, Kneipe ist zwar nur virtuell, aber Kater ist real. Vor allem, wenn zwei Menschen drei Flaschen Wein trinken. da hat sich meine Rosé-Allergie wieder bemerkbar gemacht: Als ich um 7h50 wach wurde, war mir nicht so wohl. Und weil ich keine Erwachsenen-Ibus fand, musste ich Kinder-Ibus nehmen. Die brauchen wohl länger bis sie wirken und ich schlief erst um 9h00 wieder ein. Um 12h00 weckte mich der RB mit Tee, aber ich war noch nicht ganz Herrin meiner Sinne. Etwas später durfte er sich mit Kaffee zu mir gesellen.

Dann – nicht mehr im Bett – besprachen wir die Essensideen vom RB und machten einen (ersten) Einkaufszettel. Nachdem ich die vergangenen Samstage immer alleine einkaufen war (und nur mit größter Mühe keine Leute gefressen hatte), ging der RB allein los. Ich wollte mich weiter um des Kindes Chaos und das Möbelrücken in der Wohnung kümmern. Nachdem wir gestern den neuen Schrank aufgebaut hatten und Lego und Bücher einsortiert hatte, ging es heute dem Spieleschrank an den Kragen. Alles wurde genau geprüft und was kein joy sparkte nicht mehr genutzt wird, wurde aussortiert. Dabei wurden einige Spiele aussortiert, die dank Twitter bereits schon neue Besitzerinnen gefunden haben.

Zwischendurch kam der RB nach Hause – gestresst vom Einkauf. Zudem hatte er den Einkaufszettel verloren. Also musste ich kurz meinen Aufräumwahn unterbrechen und rekapitulieren, was auf dem Zettel gestanden hatte und mit dem abgleichen, was er schon angeschleppt hatte. Dann ging er wieder los – mit Einkaufszettel Nr. 2.

Ich verschwand wieder im Kinderzimmer und half dem Kind, das Playmobil zu sortieren, das nun auch neue Besitzerinnen gefunden hat.

Mittlerweile eher ein Teenie- denn ein Kinderzimmer

Irgendwann war das Kind nicht mehr aufnahmefähig und ich kümmerte mich zunächst um den Balkon: Ich schob Möbel hin und her und fand es schon besser als vorher, aber so ganz richtig war es noch nicht.

Der Wein wächst so schnell, dass ich ihn neu führen musste.

Also ging ich erstmal in den Flur und machte den bisherigen Schuhschrank sauber und stellte ihn raus, saugte und fing dann an den Hänge- und Gaderobenschrank zu demontieren. Da kam passend der RB wieder, um mir zu helfen. Allerdings nicht ohne sich vorher darüber auszulassen, wie anstrengend einkaufen dieser Zeiten ist und daüber, dass er wieder den Einkaufzettel verloren hatte. Wir hingen den Hängeschrank ab, schlossen die Bohrlöcher und schoben das Regal (aus dem Kinderzimmer) an seinen neuen Bestimmungsort. Ich bohrte die Gaderobenstange an und dann sah alles auch schon sehr viel ordentlicher aus als vorher.

Dann glichen wir die Einkäufe ab, aßen das vom RB mitbegrachte Eis und stellten fest, dass er wieder nicht alles, was wir brauchten, mitgebracht hatte. Also schrieb ich den 3. Einkaufszettel des Tages. Ich prokrastinierte das Losgehen, indem ich dem RB auf den Balkon zerrte, um dort über die Möbelanordnung zu diskutieren: Nun haben alle Möbel bis auf den Tisch und die Bank sowie den Grill einen neuen Platz und es gefällt uns viel besser.

Nun hatte ich keine Ausrede mehr, nicht einkaufen zu gehen und machte mich auf den Weg. Mit Einkaufszettel. Ich besorgte alles, was drauf stand und kam zurück. Mit Einkaufszettel. Dann war auch schon Zeit fürs Abendessen.

Spinatsalat mit Tomaten, roten Linsen und etwas Ziegenkäse

Nach dem Essen stellte sich heraus, dass das Kind sein Tablet geschrottet hat. Es war ihm runtergefallen und halt auf die Kante. Nun ist die Grafik hin. Tja, und das wo er es doch zu Beginn der Abschottung erst hatte reparieren lassen. Als das rauskam, telefonierte er gerade mit dem KV (von dem er das Tablet 2016 geschenkt bekam) und zierte sich sehr, es ebendiesem zu „beichten“. Ich finde es erschreckend, dass er so große Angst vor dem Kv in diesem Punkt hat. Immerhin reagierte er dann doch nicht so schlimm wie befürchtet und die beiden hingen sehr lange zusammen am Telefon.

Abschottung, Tag 42

Abschottung, Tag 42

Na, wer möchte raten?! Na klar, die Nacht respektive mein Schlaf war suboptimal – und das ist noch eine euphenistische Beschreibung.

Wenigstens halbwegs gut aus dem Bett gekommen. Projekt 1 bearbeitet. Dann mit dem Kind und dem RB gefrühstückt. Telko 1 erledigt. Mit der Kollegin telefoniert. Projekt 1 abgeschlossen, Projekt 2 angefangen. Den RB und das Kind zum Abholen bei Ikea verabschiedet. Telko 2 erledigt. Projekt 2 weiter bearbeitet.

Dann kamen die Männer nach Hause und wir luden den Wagen aus. Dann baute ich mit dem Kind das neue Möbel für sein Zimmer auf und verteilte die Bestandteile des neuen Lichtkonzepts. Der RB machte derweil Hausarbeiten.

Wir bestellten Essen und aßen Verschiedenes vom Thai.

Dann schnitt ich dem RB die Haare, ging duschen und schwubbs, war es schon nach 20h30 und die CorotäneKneipe fing erstmal ohne mich an. (Ich musste aufs Glätteisen warten.die Kotletten sind nun so lang, dass sie nur noch damit gebändigt werden können.)

Abschottung, Tag 41

Abschottung, Tag 41

Ach, Schlaf, ach, Schlaf. Ich hoffe, dass es in Bälde wieder was mit uns. Sonst lauf ich nämlich deswegen auf dem Zahnfleisch.

Arbeit lief vom Kopf her besser, dafür wurde ich vom System sabotiert: Beim Speichern einer bearbeiteten Datei verschwanden 2 Stunden Arbeit im Orbit. Ich habe sehr, sehr geflucht. Und war der Nachbarin sehr dankbar, weil sie just ein kleines großes* Dankeschön an die Tür gehängt hatte. Und dem RB war ich auch dankbar, weil er sich ums HomeSchooling beim Kind kümmerte (diesmal Englisch).

Es half aber alles nichts, ich musste alles (!) nochmal machen.

Dann war ich durch und musste was Handfestes machen: Ich bügelte Stoff, schnitt mir eine Pappe 18 cm x 24 cm zu und schnitt dann aus drei kleingekochten Einkaufstaschen Rechtecke aus. Dann holte ich die Nähmaschine aus der Rumpelkammer dem Gästezimmer und versuchte mich daran, Rotzbremsen zu nähen.

Als der RB mit Kochen fertig war, hatte ich zwei Rotzbremsen fertig.

Nach dem Essen machte sich der wenige Schlaf bemerkbar und ich legte mich für einen Powernap hin, aus dem mich jäh eine Mücke weckte, die ich dann aber wenigstens kurz drauf erledigte.

Dann war ich wach und ausgeruht, und nähte noch zwei weitere Rotzbremsen.

Keine Termine im Kalender, dafür Rotzbremsen für alle am Haken

Das Kind skypte mal wieder mit dem Kv und fand danach kein Ende.

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* 700 g Blätterkrokant von Lindt

Abschottung, Tag 40

Abschottung, Tag 40

(Die 40 klingt schon ziemlich übel. Aber es ist erst der Anfang.)

Arbeit und Schlaf klappen immer noch nicht wirklich. Trotz dass ich so früh im Bett war, konnte ich ewig nicht einschlafen. Das nervt. Entsprechend unausgeruht saß ich heute am Rechner und das Arbeiten war recht zäh. Da half auch der viertelstündige Powernap nicht.

Das Kind war heute recht motiviert. Er flitzte zunächst mit der GL-Klassenarbeit per Roller zu Schule, um ihn ebendort abzugeben. Danach machte er Hausaufgaben, sodass er am Ende des Tages Mathe und Deutsch fertig hat und bie GL weit fortgeschritten ist. Englisch ist nicht ganz so beliebt und wird prokrastiniert.

Mittags aßen wir zu dritt, bevor der RB in den Laden fuhr. Dabei erzählte ich dem Kind, dass die für die Klasse zuständige Schulsozialarbeiterin gemailt hatte mit dem Angebot, dass sich die Kinder an sie wenden könnten. „Brauch ich nicht“, sagte das Kind, „ich habe Ferien.“ Ich hüstelte. „Ja, schulfrei“, korrigierte sich das Kind. Er vermisst nichts. Er vermisst die Schule nicht und seine Mitschülerinnen noch viel weniger. Für ihn ist das HomeSchooling prima. Er kann lernen und tut es in der Regel auch. Er kann den Iro tragen, ohne sich doof zu fühlen oder Angst haben zu müssen, dass ihn irgendwer deswegen hänselt. Er muss sich nicht in einer Gruppe vermeintlicher Peers total falsch und – leider auch – größtenteils intellektuell überlegen fühlen. Klar geraten wir auch aneinander, aber das ist im üblichen Rahmen. Nicht, weil ihm die Decke wegen fehlender Schule und Mitschülerinnen auf den Kopf fällt. Im Gegenteil: Durch den fehlenden Stress, den er aus der Schule mitbringt, ist es hier letztlich deutlich entspannter als sonst. Das ist wohl auch ein Grund, weswegen HomeOffice und HomeSchooling für uns keine übermäßige Belastung darstellt.

Danach war das Arbeiten weiterhin zäh und irgendwie ploppen gerade immer neue Aufgaben auf. Naja, das wird sich alles fangen. Dafür mache ich den Job lang genug, um zu wissen, dass sich das alles wieder fangen wird und ich ich wieder in den Arbeitsmodus gerate. Stress bringt mich nicht weiter.

Ich habe einen Rotzbremsen-Nähbeschluss gefasst, denn in Hessen besteht ab Montag Mundschutz-Pflicht.

Abends musste ich dann unbedingt eine Runde raus. An mehreren Stellen im Viertel trafen sich Menschen. Mehr als 2 Menschen.

Abschottung, Tag 39

Abschottung, Tag 39

Schlafen und arbeiten klappt immer noch nicht so super. Bedingt sich auch blöderweise gegenseitig.

Heute bekam der RB die langersehnte Zusage für die Corona-Soforthilfe.

Danach war er ausgeglichen genung, um das Kind freundlicherweise zur Schule zu fahren, damit er – das Kind – dort gemachte Aufgaben abgeben und neue Aufgaben sowie eine Klassenarbeit (ja, genau) abholen konnte.

Am frühen Nachmittag ließ ich das Kind dann die Arbeit schreiben. Nein, nicht unter realistischen Bedingungen – wie soll ich denn auch nur ansatzweise 23 weitere Kinder simulieren? Aber er saß ruhig bei mir, ohne Hilfsmittel und füllte binnen 40 Minuten die Zettel aus. Morgen muss er sie dann zur Schule bringen.

Danach machte er Waffeln und ich versuchte zu arbeiten.

Um 17h00 ging bei mir gar nichts mehr und ich legte mich auf den Fakir. Der garantiert Entspannung und mindestens einen Powernap.

Danach machte ich mich ans Abendbrot, währendessen der RB nach Hause kam.

Die Türen der #CorotäneKneipe gingen auf, als wir noch aßen, aber die Leute sind ja groß und können alleine rein. Späte Erkenntnisse des Abends:

  1. Ja, wir können SARS-CoV-2 von irgendwelchen Griffen aufnehmen. Aber solange die Hautbarriere intakt ist, passiert erstmal nichts, sofern
  2. wir uns danach nicht mit den Händen im Gesicht respektive irgendwelchen Schleimhäuten rumfummeln.
  3. Die selbstgenähten Rotzbremsen sollen bei 60 °C gewaschen werden – in der Waschmaschine mit Waschmittel. Ob der Virus wirklich durch hohe Hitze kaputt geht, ist nicht ganz klar. Der Haupteffekt kommt wohl durch die Tenside im Waschmittel, weswegen
  4. Händewaschen immer noch die beste Hygienemaßnahme ist.