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Kategorie: Das Leben und so

Abschottung, Tag 21

Abschottung, Tag 21

Nachtrag zu gestern: Ich sollte aktuell keine Nachrichten gucken. Zum einen, weil ich bis zum 19.4. nichts mehr hören will, wie lange eventuellvielleichtmöglicherweise die Kontaktsperre noch laufen wird. Liebe Politikerinnen, macht euch dazu einfach Gedanken hinter verschlossen Türen, aber verdammt nochmal NICHT vor laufenden Kameras. Zum anderen ertrage ich es nicht, dass die himmlische Ruhe um die blaubraunen Nazis durch einen fast 2minütigen Beitrag beendet werden musste. Liebe Medien, gebt denen doch bitte keine Plattform mehr.

Die HomeSchooling-Phase ist vorerst vobei. Das Kind hat im Großen und Ganzen gut mitgemacht. Ja, ich kann verstehen, dass er keinen Bock hatte. Und dafür hat er es gut gemacht. Er kam insgesamt gut zurecht, hat sich meistens helfen lassen und hat mit der Zeit verstanden, dass ich bestimmte Anforderungen an sein Arbeiten habe und dass er sich das Leben sehr erleichtert, wenn er sie von vornherein berücksichtigt. Nun also Osterferien: Eine Aufgabe hat er noch, bei der war von Anfang an klar, dass sie bis Ferienende fertig sein soll. (Und nein, ich finde das nicht schlimm, auch wenn Hausaufgaben in den Ferien eigentlich verboten sind.)

Ich habe heute wieder gearbeitet. Ich bin mal gespannt, wie das wird, wenn die Schule wieder losgeht und ich dann wieder AG habe, ob ich es schaffe, konsequent nur Montag bis Donnerstag zu arbeiten.

Ich telefonierte kurz mit dem Kv, da das Kind draußen war und wir uns ja tatsächlich mittlerweile über das Kind und dessen Befinden austauschen. Am Ende brachen seine Sorgen aus ihm raus und er bat mich mit tränenerstickter Stimme, dass ich auf das Kind aufpasse.

Meine Yoga-Einheit habe ich heute auch noch untergebracht. Das war anstrengend, tat aber gut.

Um 17h00 musste ich nochmal in ein Webinar. Das dauerte bis 19h00. Ein Hoch auf die Mutefunktion. So konnte ich parallel Dinge versandfertig machen, Briefmarken drucken und dem RB das erjagte Essen abnehmen. Denn passend zum späteren Kneipenabend gab es heute Schnitzel für alle aus der potentiellen Stammkneipe.

#CorotäneKneipe war wieder mal sehr nett. Und lang.

Abschottung, Tag 18

Abschottung, Tag 18

Auf und ab und auf und ab. So ist das wohl dieser Tage. Es gibt gute Tag und es gibt schlechte Tage. Die gibt es eigentlich immer und vielleicht wäre gestern eh doof gewesen, auch wenn wir nicht in der Abschottung wären. Vielleicht waren Zeitumstellung, wenig Schlaf und vermutlich auch noch Zyklus ausreichend, dass der Tag doof war. Womöglich hören wir höre ich nur besser in mich rein. Vielleicht höre ich auch einfach nur Stimmen, weil mir der Input von außen fehlt. Ich versuche mein Nicht-Fuktionieren von mir zu weisen und auf äußere Umstände zu schieben. Das ist dieser Tage auch einfach und nimmt eine dann ja prima aus der Schuld bzw. Pflicht.

Wie auch immer: Heute war ein guter Tag. Ich hing zwar viel in Telkos und Teams-Meetings, aber ich habe mich gut gefühlt. Etwas müde, denn die Nacht war wieder kürzer als geplant. Doch wenn ich erstmal wach bin und Tee getrunken habe, geht es in der Regel.

Am späten Nachmittag beschlossen, dass es nun auch mal gut ist. Alles zugemacht und dann mit dem RB und dem Kind eine Runde durch Viertel gemacht.

Abends dann in Ruhe gekocht.

Das Kind ging früh(er als sonst) ins Bett, aber konnte zunächst nicht einschlafen. Er wollte mit mir in einem Bett schlafen (was theoretisch ginge, weil der RB wegen angeseucht und Schnarch im Gästezimmer schläft), aber das ertrage ich nicht. Das haben wir letztens versucht. Dieses Kind ist zu groß und zu schlafaktiv. Ich habe keinen Platz neben ihm. Ich schlafe nicht gut und schon gar nicht durch.
Ich kann sein Bedürfnis verstehen. Er ist verunsichert und braucht Mamawärme. Aber wir müssen einen Weg finden, wie ich sie ihm anders geben kann.

Abschottung, Tag 16

Abschottung, Tag 16

Zeitumstellung, Nachteuleritis und zack, ist es echt spät, als ich ins Bett gehe. Entsprechend anstrengend ist es, als ich um 11h30 aufstehe. Das Kind weiß noch nicht, dass um 12h00 wieder Kinderquatsch(en) angesagt ist. Er freut sich sehr, dass es doch ein paar Kinder gibt, die Lust haben.

Während er also in seiner Online-Konferenz hängt und der RB die Bäder putzt, yogiere ich. Endlich mal wieder. Das tut gut. Dann muss ich das Kind aus zoom schmeißen, da ich verabredet bin. Es tut gut, andere Gesichter zu sehen.

Danach müsste ich mich eigentlich an einen Text setzen*, aber irgendwie ist mir mehr danach, das Küchenfenster zu putzen. Huiuiui, da kommt eine ziemliche Brühe runter**. Währenddessen hat der RB eine Verabredung auf zoom. Das Kind daddelt in seinem Zimmer.

Ich setze Pizzateig an und brauche diverse Mehlreste auf, die wir so haben***. Der Teig geht und ich räume die Küche auf. Dann ist Pizzaparty angesagt.

Durch die Zeitumstellung fühlt sich alles irgendwie komisch an****. Das Kind bleibt auch bis 23h30 auf. Ich will dann eigentlich endlich meinen Text schreiben, aber beim Ins-Bett-Bringen zeigt sich, dass die letzten zwei Wochen nicht gut für das Mutter-Kind-Verhältnis waren. Er fühlt sich vernachlässigt. Und retrospektiv hat er auch Recht. Dadurch, dass ich es gewohnt bin, im HomeOffice zu arbeiten, habe ich halt mehr oder weniger weitergearbeitet wie sonst. Er lief halt mit. Nicht gut. Wir müssen uns ein anderes System ausdenken.

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* Ja, am Wochenende, da Extra-Auftrag

** Das habe ich wurde auch sicherlich seit 2 Jahren nicht mehr geputzt.

*** Ich mag es ja eh gern, wenn im Pizzateig ein Teil Vollkornmehl ist. Das Geheimnis ist eh, einen Teil (10-15%) durch Hartweißengrieß zu ersetzen.

**** Für mich ist es nicht nur eine Stunde. Es beeinflusst sehr meinen Biorhythmus und mein Zeitgefühl.

Abschottung, Tag 15

Abschottung, Tag 15

Ausgeschlafen. Etwas zu lange, aber immerhin konnten der RB und ich endlich mal wieder einen Essensplan machen. Die letzten Wochen war mir wieder zu viel Kochen on demand.

Dann musste der RB auch schon los und ich beschloss, heute etwas Self-care zu betreiben. Ich duschte ausgiebig und zog ich mich ordentlich an. Dann ging ich zum Markt, aber der war sehr ausgedünnt. Ich bekam Kartoffeln und Knoblauch. Unsere anderen Stammstände waren gar nicht da. Auf dem Weg nach Hause besorgte ich noch ein paar Sachen beim türkischen Supermarkt.

Danach ging ich mit unserem neuen Hackenporsche einkaufen. Die Schlange vor dem Supermarkt war lang. Aber gut, damit hatte ich gerechnet. Auch heute bekam ich alles von der Liste – sogar Hefe. Weswegen ich direkt zwei Würfel mitnahm*.

Ich muss mehr auf mich achten. Dann fühlt sich die Abschottung vielleicht insgesamt besser an. Vielleicht war aber heute auch nur ein guter Tag in der Abschottung – auch weil ich heute nicht zwischen Arbeit und HomeSchooling jonglieren** musste, sondern weil letztlich ein ganz normaler Samstag war. So normal er eben sein konnte.

(Einmal täglich schaue ich auf die Corona-Map der John-Hopkins-University: Ich bin immer noch irritiert-fasziniert, dass die Todesrate in Deutschland so niedrig ist.)

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* Einen habe ich halbiert und (beide Hälften) eingefroren.

** Ich weiß, dass ich auf einem sehr, sehr, sehr hohen Niveau jammere: Ich habe eine Arbeit, die derzeit alles andere als gefährdet ist und von der wir zur Not auch zu Dritt leben können.. Ich habe nur ein Kind, der außer „kein Bock“ keine wirklichen Probleme in der Schule hat. Wir haben genug Platz und einen großen Balkon. Wir haben Internet und genug zu essen. Wir sind gesund.

Abschottung, Tag 13

Abschottung, Tag 13

Nach der Nacht hatte ich ja schon die Befürchtung, dass der Tag weg kann. Das Kind hatte nämlich gestern Abend mein Bett okkupiert und es wird einfach nicht besser, das Bett mit einem Kind zu teilen, wenn das Kind älter wird. Aber ja, ich kann verstehen, dass die aktuelle Situation verunsichert und eine Extra-Portion Mama(wärme) Not tut.

Durchschlafen war mit dem Kalb Kind neben nicht möglich, entsprechend gerädert wurde ich wach. Es brauchte etwas, bis ich zurechnungsfähig war. Aber Tee und Dusche halfen.

Nur unterbrochen von ein paar Fragen vom Kind, lief die Arbeit dann doch recht flüssig. Back on track, würde ich sagen. Das fühlt sich gut an.

Die in der Klinik arbeitende Nachbarin meinte bei der Paketübergabe, dass wir erst am Anfang der Covid-19-Welle stehen. Ja und ich bin mir mittlerweile auch ziemlich sicher, dass sich das Schuljahr quasi vorbei ist. Möglicherweise wird es nochmal Unterricht geben, aber eine reguläre Beschulung wird nicht mehr stattfinden.

Das Kind pubertierte in Kombination mit Lagerkoller abends. Noch kann ich sowas mit einer klaren Ansage anfangen.

Abschottung, Tag 12

Abschottung, Tag 12

Ich habe einen Wunsch für die Nach-COVID19-Abschottungszeit:

Wenn wir dann alle wieder raus dürfen, zeigen wir dann bitte geballt und mehrheitlich, dass wir gegen Nazis sind?

Ihr braucht ja nicht alle ein Tattoo 😉 Aber traut Euch, Buttons anzustecken und/oder Aufkleber zu verteilen.

Es zeigt sich gerade so wunderbar, dass die rechten Stimmen verstummen, wenn wir ihnen keinen Raum geben.

DANKE!

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In diesem Leben werde ich keine Lerche mehr. Ich bin eine Eule. Durch und durch. Sobald sich auch nur ansatzweise die Gelegenheit bietet, meinen Tag-Nach-Rhythmus zu verschieben, passiert das auch. Die Nächte werden länger als es gut ist. Die Tage fangen später an. Das ist für die eh schon angeschlagene Konzentration nicht sonderlich förderlich. Ich verbringe gefühlt mehr Zeit damit, meine Projekte zu sortieren und aufzuschreiben als dass ich sie wirklich bearbeite.

Das Kind ist mit seinen Matheaufgaben fertig und GL hat er auch fast geschafft (also, alles, was bis zu den Osterferien vorgesehen war). Deutsch und Englisch sind deutlich umfangreicher. Er macht das aber gut.

Ihn über Mittag rausgeschickt, damit er mal Sonne und frische Luft bekommt. Da müssen wir noch mehr dran arbeiten. Vielleicht lasse ich ihn einfach die ALBA-Sportstunde auf dem Balkon turnen.

Der RB war im Laden. Das ist nicht so schlecht*, dass er da immer mal wieder hin will und muss. Wobei mir natürlich auch nicht ganz wohl dabei ist, denn er kann dadurch ja auch immer wieder was anschleppen**.

Als er wieder da war, legte ich mich für eine gute Stunde ins Bett***, dann beriet ich kurz telefonisch****, während der RB mit dem gefrühjahrskurten***** Herrn Weber das Abendessen zubereitete.

Der Abend endete spät, aber amüsant in der CorotäneKneipe.

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* Also für unseren häuslichen Frieden

** Allerdings hat er heute weißes Blattgold angeschleppt. 24 Rollen Klopapier. Damit sollten wir erstmal versorgt sein.

*** Oberstes Gebot der Stunde: Wenn mein Körper nach Schlaf verlangt, lege ich mich hin. Es ist wirklich KEINER in diesem Haushalt gedient, wenn ich mich zwinge wach zu bleiben.

**** Spätere Erkenntnis dazu:

Wenn du wegen deiner Grunderkrankung irgendwann mit COVID19 im Krankenhaus liegst, wirst Du sicher nicht denken: Ach, wäre ich doch öfter ins Büro gegangen.

***** Er hat nun ein gußeisernes Grillrost, neue Aromaschinen und die rausgekratzten Sedimentschichten hätten jede Geologin erfreut.

Abschottung, Tag 9

Abschottung, Tag 9

Die Abschottung bzw. dass ich nicht richtig rausgehe macht sich bemerkbar: Die Nächte werden länger und länger, der Schlaf schlechter. Mit Müh und Not um 11h00 aus dem Bett gekommen. Dann war ich allerdings schlagswach, weil beim midi-monsieur von der gestrigen Standpauke nichts hängengeblieben war. Die Folge: Er durfte keine Maus gucken und musste Hausaufgaben nacharbeiten. Fast wäre auch das Kinderquatschen* für ihn ausgefallen. Aber dann war er doch noch rechtzeitig fertig.

Ich kümmerte mich derweil um die Rouladen für abends und räumte das Wohnzimmer um, um mir einen besseren HomeOffice-Platz einzurichten. Dafür musste ich auch ein wenig mit der Heizung diskutieren. Oh Mann, das ist eine neverending story in dieser Wohnung.

Dann packte ich zwei Pakete ins Auto, einen Umschlag mit einem Pussyhat und fuhr in Begleitung gen Landeshauptstadt. Denn da wollte ich meinen Bildschirm und meine Tastatur holen. Auf Dauer ist der Bildschirm vom ApfelBuch zu klein zum Arbeiten**.

Scott wollte unbedingt mit. Jetzt wo er auch einen Pussyhat hat, ist er prädistiniert zum Pussyhat ausliefern. Meint er.

Auf dem Hinweg versuchte ich meine beiden Hermes-Pakete abzugeben, aber die eine Hermesannahmestelle auf dem Weg nimmt keine Pakete mehr an.***

Im Büro traf ich auf einen Kollegen, was mich ausreichend irritierte. Ich werde das Gefühl nicht los, dass er die Situation nicht ernst nimmt. Ich packte schnell mein dreieinhalb Sachen ein und fuhr zurück. Mit einem kleinen Schlenker durch Dribbdebach, um einen Pussyhat auszuliefern.

Zu Hause verdonnerte ich das Kind zu frischer Luft: Herrn Weber schrubben. Ich richtete den HomeOffice-Platz ein.

Wir aßen früh.

Um 20h45 war ich total k.o. und legte mich hin. Ich schlief eine gute Stunde, dann musste das Kind ins Bett und ich war wach. Aber nicht wach genug, um noch was zu arbeiten****. Der RB und ich guckten noch Clö. Dann war es doch sehr spät. Im Bett konnte ich dann erstmal nicht einschlafen.

Ich merke, wie sehr mich die Anspannung durch die Viruskrise erschöpft, aber nicht zur Ruhe kommen lässt. Ich nehme mir keine Ruhe und bin die ganze Zeit am Tun und Machen. Nein, kein blinder Aktionismus, aber doch eine Art Betäubung.

Mir macht der Virus nur bedingt Angst. Mir macht allerdings Angst, wie sorglos manche Menschen mit der Situation umgehen und uns alle damit auf zweierleiweisen gefährden: Zum einen steigen so die Infektionsraten weiter exponetiell an – Von #FlattenTheCurve sind wir noch sehr weit entfernt. Zum anderen fordern diese Menschen heraus, dass wir eine Ausgangssperre bekommen werden. Dass der Staat (noch) massiv(er als eh schon) in unsere Freiheiten eingreifen wird. Und so sinnig das für diese spezielle Situation sein mag, so sehr macht es mir Angst, dass es ein Präzendenzfall wird. Dass bestimmte Einschränkungen nach der Viruskrise nicht rückgängig gemacht werden. Dass Überwachung und Abgrenzung (aka Grenzkontrollen) bleiben werden. Zum Polizeistaat ist es dann nur noch ein Katzensprung.

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* Der nächste Termin ist am Dienstag, 24.03. PW gibt es auf Anfrage.

** Um mit Brille zu lesen müsste ich ihn weiter weg schieben, dann kann ich aber nicht mehr tippen. Um Ohne Brille lesen zu können, muss ich so nah ran, dass ich nicht vernünftig tippen kann.

*** Aber nur die. Es gibt kein generelles Paketannahmeverbot von Hermes. Das wollte er mir allerdings weis machen.

**** Ja, am Sonntag Abend (oder halt sonst außerhalb meiner Arbeitszeiten), da es ein Extra-Auftrag ist, der extern vergütet wird.

Abschottung, Tag 8

Abschottung, Tag 8

Kein so runder Tag. Lag auch daran, dass ich zu lange geschlafen habe. Das Kind hing den ganzen Tag an irgendeinem Bildschirm. Ich war kurz draußen, um einzukaufen. Die meisten Leute sind entspannt, aber vorsichtig. Ein paar wirken panisch und ich frage mich, warum sie rausgehen. Andere sind mir zu sorglos. Über allem schwebt die drohende Ausgangssperre.

Von der gestrigen RingFit-Sporteinheit habe ich tatsächlich Muskelkater.

Das Angrillen vor ein paar Tagen hat gezeigt, dass Herr Weber nach fast 5 Jahren in dieser Familie ein Lifting braucht: Heute kamen neue Grillroste. Bald hoffentlich auch neue Aromaschienen.

Zeiten wie diese verlangen nach Soulfood. Und auch wenn es sich falsch anfühlt, so viel vor Ostern Grie Soß zu essen. Aber Grie Soß macht vieles besser.

Der Abend endete mit einer Standpauke ans Kind. Es ging um Grundlegendes. Nichts, das speziell mit der Abschottung zu tun hat. Durch diese höchstens verstärkt wird.

Okay, der Abend fürs Kind endete mit einer Standpauke. Der Abend für den RB und mich endete mit Picard, Cloé und für Scott mit einem Pussyhat.

Abschottung, Tag 6

Abschottung, Tag 6

Das Kind ist weiterhin kooperativ und macht seine Aufgaben. Er kommt gut zurecht und der Plan hilft.

Ich habe viel zu tun und das ist auch gut so. Aber ich muss auch raus. Sonst ist das mit dem Denken nicht ganz so einfach.

Einkauf mit Einmalandschuhen gemacht.

Die Ausgangssperre wird kommen. Die Menschen können und wollen nicht vernüftig sein. (Also einige schon, aber gefühlt die Mehrheit nicht.)

Der RB bereitet sich darauf vor, agiert sehr vorausschauend und umsichtigt. ABER es ist halt auch sein Einkommen. Von jetzt auch gleich dicht zu machen, kann eine wirklich von keiner verlagen in einer solchen Situation. Und mal ehrlich: In seinem Laden ist es sicherlich hygienischer als in den meisten Supermärkten.

Ich mag das virtuelle Zusammenrücken. Physical distancing eben, NICHT social!

Abschottung, Tag 5

Abschottung, Tag 5

Seit gestern beschäftigt mich die Frage: Wer war der Klopapierhamster Null?

Ansonsten: Kacknacht gehabt und um 9h00 direkt eine Telko. Das war nicht so gut fürs Gemüt. Der Tag war zäh. Ich ungeduldig und für mein Empfinden zu unproduktiv.

Mich gefreut, dass sich unser Putzmensch darüber freut, dass er auch ohne Dienste Stunden abrechnen darf. Das ist das Mindeste, was ich tun kann.

Auch über eine unerwartete Nachricht hab ich mich sehr gefreut.

Gegen den sich anbahnenden Lagerkoller ging ich kurz einkaufen. Klopapier und Waschmittel sind Mangelware. Ich bin tatsächlich froh, beides vergangene Woche sukzessive gekauft zu haben. 4 Liter Milch sind auf den ersten Blick viel. Reichen hier aber meist nur 2-3 Tage.

Mit meinen Eltern geskypet. Das müssen wir öfter machen. Aber auch meine Mutter aufgefordert, sich zu melden.

Abends dem Drang widerstanden, mich zu früh hinzulegen. Stattdessen Essen gekocht. Das Normal hat ja auch was Beruhigendes.