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Kategorie: Das Leben und so

Hier

Hier

Der RB hat „hier“ gerufen. Schon im Dezember. Als fiese hartnäckige Viren sich anwanzten und bleiben wollte. Bisschen gutemütig, der Gute. Nun hat er sie am im Hals. In den Nebenhöhlen. In der Lunge. Im Auge.

Ich habe aber auch „hier“ gerufen. Gestern Abend oder Nacht. Das weiß ich nicht genau. Vermutlich im Schlaf. Denn ich habe Dings. Also Heuschnupfen. Die Augen tränen, der Hals krazt, nur die Nase will nicht recht laufen. Aber ich muss auch nicht alles haben. Ich hoffe nur, dass es wie schon in den letzten Jahren nur die Frühblüher sind und sich der Spuk nicht bis zum Herbst hält.

Systemisches Antihistaminikum und eines in Augetropfenform werden es – bei mir – wohl richten.

Der RB kann sich schon ein Hochbeet auf dem Balkon aussuchen.

Wochenplan

Wochenplan

Seit einiger Zeit haben wir einen Essensplan bei uns eingeführt. Das Grundprinzip dabei ist: Freitagabend und/ oder Samstagmorgen setzen wir uns zusammen und überlegen, was wir in der kommenden Woche essen wollen. Oder ich mache freitagabends einen Plan und lasse ihn vom RB und dem Kind absegnen. Dabei müssen wir überlegen: Wer ist an welchen Tagen abends zu Hause? Wer kommt an welchen Tagen abends wann nach Hause? Wer ist wann da und kann kochen? So sind die Montage, Dienstage und Samstag eher Kochtage vom RB, mittwochs gibt es tendenziell eher kalt (also AbendBROT) oder Reste, donnerstags, freitags und sonntags koche ich. Der RB ist bis zu drei Tage pro Woche nicht da zum gemeinsamen Essen, was das Kind einerseits schade findet, aber andererseits die Chance auf süßes Hauptgericht erhöht.

Wenn die Liste steht, wird sie auf unser „Whiteboard“ übertragen.

Unser erster Wochenplan

Dann schreiben wir dazu eine entsprechende Einkaufliste. Natürlich unter Berücksichtigung der prepper-artigen Vorräte. Eingekauft wird auch am Samstag. Wenn es gut klappt*, schaffen es der RB und ich zusammen auf den Markt und ich kaufe dann die restlichen Sachen im Supermarkt. Oder ich mache beide Einkaufstouren alleine**. Gelegentlich können wir auch zusammen auf den Markt und in den Supermarkt***. Das Kind will in den seltensten Fällen mit.

Ich war ja direkt nach der ersten Woche begeistert: Die Koch- und Einkaufssituation hat sich dadurch total entspannt. Sind wir davor fast täglich einkaufen gewesen – und das meist auch nur kurz vor Kochen -, so müssen wir jetzt nur noch gelegentlich Milch**** und Brot***** nachkaufen. Außerdem können wir beim Kochen wieder mehr experimentieren bzw. neue Rezepte testen, denn wie oft wurde es Nudel-Hühnchen-Irgendwas, wenn wir hangry und erst kurz vor Kochen einkaufen gingen.

Diese Woche sind wir quasi einen Schritt weiter gegangen: Letztens war Land&Genuss-Messe in Frankfurt. Und weil der RB da einen Stand hatte, waren das Kind und ich einen Tag auch da. Wir guckten uns die Stände an und gerieten in die Fänge einer HelloFresh-Hostess. Ich fühlte ihr wegen Müll, Portionsgrößen und auch Bestell-Verpflichtung sehr auf den Zahn. Aber wer so viel stereotypen, fast archaischen Mist von sich gibt (zum Kind gewand: „Dann kann die Mutti Dir was tolles kochen.“ zu mir „Das müssen sie sicherlich mit Ihrem Mann entscheiden.“ oder „Und wenn das Kind nicht so viel isst, bleibt ja auch was für den Vati übrig.“), hat es nicht anders verdient. Immerhin gab es einen ordentlichen Messerabatt, wodurch der durchschnittliche Preis für eine Mahlzeit zu Dritt wirklich sehr in Ordnung ist. Und weil wir ja am Wochenende nicht zu Hause waren und so auch nicht unsere Wochenplanung machen konnten, hatten wir für diese Woche eine Box mit drei Gerichten bestellt.

Ich war ja durchaus skeptisch: Wie schmeckt das? Reicht das? Wieviel Müll produzieren wir damit?

Aber wir sind begeistert. Es war alles lecker. Es war mal was anderes. Es war wirklich ausreichend (3 Portionen für 3 Menschen). Die Müllmenge hält sich auch in Grenzen. Es kam sehr gut gekühlt an. Die Rezeptkarten dazu sind auch okay Für eine, die durchaus schon mal gekocht hat, vielleicht etwas zu basic beschrieben, aber es muss ja für alle passen. Wobei es so heute dem midi-monsieur leicht fiel, das Kochen zu übernehmen.

Für nächste Woche haben wir auch ein Box bestellt, was uns aber nicht vom Wochenplan entbindet. Denn da nur drei****** Gerichte drin sind, müssen wir uns noch was für die anderen Tage ausdenken.

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* Der Laden vom RB ist samstags geöffnet, sodass wir bis 11h30 den Markteinkauf erledigt haben müssen.

** Wenn mir mein Schlaf und ein gemütliches Frühstück zusammen wichtiger sind.

*** Wenn der RB keinen Ladendienst hat.

**** H-Milch ist für den Notfall und für 5 L Milch ist einfach kein Platz im Kühlschrank.

***** Das verbraucht sich bei uns unterschiedlich schnell, wodurch die Gefahr, dass gelagertes Brot trocken wird, zu groß ist.

****** Eine kann zwischen 3-5 Gerichten für 2-4 Personen bestellen.

Lichtblicke 2018

Lichtblicke 2018

Seit 2013 gibt es zum alljährlichen Fragebogen auch einen persönlicheren Rückblick: meine Lichtblicke. 2018 habe ich ja das Bloggen temporär eingestellt. Nun versuche ich wieder in den Flow zu kommen. Keine Ahnung, ob es wieder täglich etwas zu lesen gibt. Derzeit noch nicht. Aber irgendwie kann ich auch noch nicht wirklich weiterbloggen, ohne das letzte Jahr Revue passieren zu lassen. Seit der letzten Dezemberwoche bewege ich im Hinterkopf, was ich über 2018 zu schreiben habe. Wenn ich das alte Blog, Twitter und instagram überfliege, habe ich im letzten Jahr insbesondere nachgedacht über:

  • Impfen bzw. die Idiotie von Impfgegnerinnen
  • §218/218a und §219
  • #Seebrücke
  • Menschen, die im Mittelmeer ertrinken und Menschen, die Menschen im Mittelmeer ertrinken lassen
  • die immer deutlicher werdenden Rechtsrücke in diversen Parteien
  • das Dasein als (steuerrechtliche Ex-) Alleinerziehende
  • DSGVO und was mit dem Blog passieren soll
  • Krankheit, Alter und Tod
  • Menschen, die meinen in Handlungen und insbesondere Nichthandlungen von Menschen deren Grundhaltung zu erkennen
  • Gin und Whisky
  • das generische Femininum (je länger ich es privat verwende, desto mehr muss ich darauf aufpassen, dass ich es nicht beruflich verwende)
  • links und rechts
  • Krisen-PR
  • Frauenrechte und Feminismus

Dennoch war das letzte Jahr – wenn ich es mit einem Wort beschreiben müsste – „GlittaFlitta“ und deswegen werde ich etwas von meiner bisherigen Form abweichen, aber chronologisch bleibe ich doch (Verlinkungen kommen dann, sobald ich das alte Blog weiter umgezogen habe):

Januar: Das Jahr beginnt mit Glitza, (viel) Gin und Kultur (Museum und Kino). Wie „immer“ kommt das Kind am Ferienende wieder nach Hause, ich habe Geburtstag und der Alltag rückelt sich wieder ein – also Arbeit, Rugby-Training, Aikido, Unternehmungen.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Nicht ganz so toll sind die 350 Euro fürs Falschparken und meine Begegnung in Genf.

Februar: Direkt am 1.2.2018 sehen der RB und ich uns das erste Mal in Echt und alles ist anders. Es beginnt die Tweep-Smørgås-Essensreihe. Ich habe wieder Kultur (Museum, Theater) und Wellness mit einer der Besten. Der Kv ist zum vorerst letzten Mal bei uns. Für den midi-monsieur klärt sich endlich die Schulsituation und er wird die verhasste bisherige Klassenlehrkraft nie wieder sehen müssen.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Überhaupt nicht schön ist dass mein Vater im Krankenhaus wegen Lungenkrebsverdacht vorstellig wird (und es für lange Zeit nicht mehr verlassen kann).

März: Der März ist „bipolar“: Auf der einen Seite sind der RB und ich sehr glücklich miteinander. Auch das Kind ist mir der Situation durchaus zufrieden. Auf der anderen Seite ist da die Sorge um meinen Vater. Es vergeht Woche um Woche, ohne dass es eine Diagnose gibt. Dennoch genießen der midi-monsieur und ich noch den letzten Schnee, fahren Rad. Zu dritt verbringen einen schönen Abend im tiefsten Taunus. Der RB beschließt bei uns einzuziehen. Als das Kind in die Ferien beim Kv aufgebrochen ist, kommen liebe Freunde zu Besuch. Ich mache eine Stadtführung mit und meine Haare wechseln von schwarz zu rot. Ende des Monats gibt es endlich Entwarnung bei meinem Vater: kein Krebs.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Die Sorge um Papa stresst mich sehr und die blöde Sehnenscheidenentzündung im Fuß ist auch – tadaa – für die Füß.

April: Zu Ostern kommt dem RB sein Vater zu besucht. Der RB und ich machen Urlaubspläne für Sommer und Herbst. Es geht – für mich – auf die ersten Konzerte des Jahres (insgesamt 3). Wir holen zusammen das Kind in Paris ab. Dann ziehen wir die Zimmer in der Wohnung um (und das Gästezimmer wird sehr lange Baustelle sein). Ich trenne mich von uralten Unterlagen. Es ist viel schön, sodass wir viel Zeit mit Herrn Weber und auf dem Balkon verbringen. Ich muss beruflich über Nacht weg, was die erste Feuerprobe für den midi-monsieur und den RB allein ist. Zudem hat die Rugby-Saison wieder richtig begonnen.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Aus irgendwelchen Günden hakt die Kommunikation zwischen meiner Mutter und mir, was zu einer gewissen Aufgewühltheit meinerseits führt.

Mai: Der Mai beginnt mit einem gemeinsamen Ausflug ins Schwimmbad. Wir machen ein paar Radtouren (allein, zu zweit, zu dritt). Nach dem Rugby-Festival hat das Kind Klassenfahrt. Dann geht es zur Garty-Party. Ich hatte mich angeboten, im Rahmen der Projektwoche an der Schule ein Projekt zu leiten. Das war zwar anstrengend, aber auch sehr schön. Am Ende des Monats zieht der RB zieht mit seinen Möbeln ein. Der Balkon wird endlich sommerfit gemacht.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Wer auch immer die Maus auf den Balkon eingeladen hat, hätte sie auch gerne abholen können. Noch nerviger sind allerdings die Streptokokken beim Kind (inkl. ärztlicher Notdienst und schlecht vertragenes Antibiotikum).

Juni: Da wir aufgrund von Feiertagen, Rugby und Ferienanfang die Kindergeburtstagsfeier verschieben, entspannt sich der Kind-Geburtstagsmonat etwas. Doch wir haben trotzdem noch viele Termine und viel zu tun: das Kind auf seinem ersten Mini-Festival, viel Arbeit, Fahrt mit dem Rugby nach Frankreich, das Kind spielt Theater, ich bringe dem midi-monsieur nach Frankreich, Konzert und ich muss zwei Hautstellen prophylaktisch stanzen lassen. Dafür haben wir endlich einen Standkorb. Spannend war es für das Kind und mich am Computer live dabei sein zu können, als Alexander Gerst auf der ISS ankommt. Ich bin das Rot in den Haaren leid und lasse mir zum Übergang einen halben Feather-Cut schneiden,
Verzichtes hätte ich gerne auf: Der Juni ist immer stressig. Wir müssen eine Mausefalle anschaffen. Mein Vater muss nun doch operiert werden.

Juli: Der RB und ich fliegen nach Berlin für ein Festival in Potstdam. Weil wir schon mal da sind, nehmen wir an der (ersten?) Seebrücke-Demo in Berlin teil. Wir treffen meine Nichte. Dann fahren wir Tandem um die Seen und treffen dabei Mademoiselle ReadOn. Wieder zu Hause wird eine Woche gearbeitet und Tattoo Nr. 4 kommt unter meine Haut. Dann geht es in den Urlaub in die Bretagne. Mein erster wirklich echter Urlaub seit 2015 (abgesehen von Wochenendtrips mit dem Kind). Auf dem Rückweg sammeln wir das Kind beim Kv ein. Am 27. fahren zusammen zur Heppenheimer Sternenwarte, um die Mondfinsternis zu erleben.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Die Hitze in Frankfurt schlaucht mich schon sehr. Und unserer französischer Vermieter zerrt auch an den Nerven. Dass ich mir die Nase am Rollladen kaputt mache, hätte auch nicht sein müssen.

August: Das Kind hat in der letzten Ferienwoche noch Rugby-Camp, dann geht der Alltag langsam los. Wobei der Schulalltag erstmal noch eine Übrgangslösung ist. Dafür beschließe ich mit dem Kind eine Abmachung, die Schule, Hausarbeiten und Lernen anbelangt, die immer noch erfolgreich wirkt. Scott zieht bei uns ein. Es geht auf ein Konzert, zu dem der midi-monsieur aus reinem Pragmatismus mitkommt. Es finden einige Radtouren statt (zusammen und alleine). Wir falten viele Seebrücke-Boote – für so und für die Demo -, denn Seenotrettung ist kein Verbrechen. Am Ende des Monats wird der Geburtstag vom Kind mit einer Übernachtungsparty nachgefeiert.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Es ist immer noch sehr heiß. Die Reperatur meiner Brille zieht sich etwas (zu) lag). Die Ereignisse in Chemnitz erschüttern mich. Aber das Schlimmste ist der Schlaganfall bei meinem Vater.

So und nun wird es etwas schwieriger, denn ich hatte ja im August beschlossen, eine Blogpause einzulegen. Das war gut. Denn ich merkte, dass mich das tägliche Bloggen stresste: Immer der Gedanke „oh, ich muss ja noch“ und dazu mein Anspruch bestimmte Themen tagesaktuell zu verbloggen.

September: Der Monat fängt mit Rock gegen Rechts an. Die neue Lehrerin vom Kind tritt ihren Dienst an und ich freue mich. Ich muss auf Jobtrip nach Wales. Es geht auf die große Frankfurter Seebrücke-Demo – ja, auch hier „muss“ das Kind mit. Er soll das ruhig frühzeitig lernen. Ansonsten plätschert der Monat mit Arbeit so vor sich hin, bis wir für den zweiten Urlaub des Jahres (yeah!) packen müssen. Ich freue mich riesig über das Objektiv, dass mir Giardino schenkt und das rechtzeitig vor unserem Abflug nach Schottland ankommt.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Die Auswirkungen des Schlaganfalls bei meinem Vater (v.a. Aphasie) sind heftig. Mich erschüttern trotz aller „linker“ Aktivitäten die politschen Entwicklungen in Deutschland. Und dass kurz vor Abflug die Karten für das New-Model-Army-Konzert unauffindbar sind, verhagelt mir doch sehr die Laune (zum Glück lässt es sich lösen).

Oktober: Die erste Woche sind wir im Urlaub auf Pressereise in Schottland. Wir sehen und erleben viel. Toll war auch, dass die Freunde, die im April bei uns waren, auch in Schottland sind und sich unsere Wege für 2 Tage kreuzen. Das New-Model-Army-Konzert in Glasgow war für mich als Fangirl natürlich ein besonderes Highlight. Nach dem Urlaub heißt es: Arbeit, Arbeit, Arbeit mit Job-Trip nach München. Dazwischen bleibt auch noch Zeit für Tattoo Nr. 5 (Erdbert auf dem rechten Arm), zum Seebrücke-Pussyhat stricken. Das Kind ist dann auch wieder aus den Ferien da. Der RB hat Geburtstag und wir gehen (diesmal nur zu zweit) auf ein Konzert.
Verzichtes hätte ich gerne auf: … die Landtagswahl, weil ich mich nicht entscheiden kann und das Ergebnis (der Wahl gesamt) ist auch … tjanun … bescheiden.

November: Arbeit, Arbeit, Arbeit – ich muss u.a. nach Berlin (wie immer hinfliegen, Veranstaltung und zurückfliegen). Es laufen die letzten Rugby-Turniere bei nochmal schönem Wetter. Wir nutzen die Gelegenheit und besuchen eine liebe Internet-Freundin. Es gibt erstmals Grippeimpfung für alle. Ich gehe mit dem Kind (und einem Kumpel) zur Kinder-Kunst-Nacht. Und dann machen wir einen Ausflug nach Marburg. Ich beginne die alljährliche Keksbackaktion zu planen, während wir zusammen schon den nächsten Urlaub in Schottland organisieren.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Der November ist recht entspannt. Es gibt so gut wie nichts, das mich übermäßig stresst.

Dezember: In diesem Haushalt gibt es 7 Adventskalender – zwei davon sind musikalische, die der RB für den midi-monsieur und mich individuell bestückt hat. Ich backe bis zum 13. gefühlt durchgehend Kekse. Was nur kurz unterbrochen wird von einem Job-Trip nach Leipzig, Käsefondue bei einer der besten, Nikolaus, der #frauleinzuhaus-Aktion auf Twitter. Dann ist alles parat für den Adventskaffee, der wie immer sehr toll ist. So viele liebe Menschen! In der letzten Ferienwoche geht es für uns drei zum FeineSahneFischfilet-Konzert. Den Ferienstart beginnen der midi-monsieur und ich in Zürich. Heilig Abend sind wir bei meinen Eltern, am Tag drauf im Saarland beim Vater vom RB. Bevor das Kind nach Frankreich gebracht wird gehen wir zusammen zum Busters-Konzert. Der RB und ich bleiben eine Nacht in Paris, wofür wir eine sehr niedliche Mikro-Wohnung ergattert haben. Der Tag im Centre Pompidou war quasi der Jahresabeschluss, denn am 30. und 31. haben wir nichts gemacht.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Der midi-monsieur hat mal wieder Streptokokken und muss Antibiotikum nehmen. Dazu hat der RB sich eine fette Erkältung eingefangen, die er dank Arbeit auch verschleppt. Das Ergebnis: In Paris verbringen wir den Abend in der Wohnung und nicht wie geplant im Restaurant und im Jardin des Plantes.

Mal sehen, was 2019 so bringen wird.

Friedensstiftend

Friedensstiftend

Viele Kinder haben ja im Kindergartenalter eine unsichtbare Freundin. Das ist nichts Schlimmes und zeugt – wie ich las – von geistiger Gesundheit bei der Brut. Die Funktion ist unterschiedlich: Mal ist es die starke Heldin, die sich mehr traut als das Kind selbst. Mal ist es diejenige, die immer den Blödsinn macht, den das Kind selbst ja nieeee machen würde.

Der midi-monsieur hatte einige unsichtbare Begleiterinnen: Lange erzählte er sehr phantasievoll von seinen Brudas. Und das so bildhaft, dass mich die Erzieherinnen darauf ansprachen und fragten, ob er denn wirklich Einzelkind sei. Später kamen dann die Minions. Und immer mal wieder taucht Herr Niemand auf. (Oh Wunder, oh Wunder, vor allem dann, wenn das Kind nicht weiß, warum sein Zimmer aussieht, als sei es explodiert.)

Herr Niemand ist in irgendeiner Weise verwandt mit Karlheinz und Elvira. Genau konnten wir das noch nicht klären. Aber es ist ziemlich sicher, dass sie zusammen mit dem RB eingezogen sind. Und das ist gut so, obwohl bzw. gerade weil die beiden ein Chaotenpärchen sind: Sie lassen Dinge stehen und liegen, wo sie gerade fallen. Sie räumen nicht auf. Sie sind unkonzentriert. Sie kümmern sich nicht ums Putzen. Sie vernachlässigen die Wäsche. Sie vergessen regelmäßig, die Spülmaschine anzuschalten oder auszuräumen. Sie haben kein Problem damit, dass der Biomüll sie persönlich begrüßt. Es stört sie auch nicht sonderlich, dass das Gästezimmer immer noch nicht fertig ist.

Das klingt anstrengend und ist es auch. Aber gleichzeitig ist es auch sehr entspannend. Denn wann immer irgendein Chaos auftritt, ist davon auszugehen, dass es eine der beiden war. Genau können und wollen wir das gar nicht rausfinden. Wir, der RB oder ich, stellen den Makel fest, fluchen kurz über Karlheinz oder Elvira, beheben das Problem und freuen uns, dass wir weder mit Elvira noch Karlheinz zusammen sind und dieses Chaos unsere Beziehung belasten müsste.

Ruhe

Ruhe

Beim Blick auf den kleinen Kalender da in der rechten Menüleiste dreht mein innerer Monk ja etwas hohl: Da gibt mittlerweile ein paar viele Tage, an denen ich nicht täglich gebloggt habe. Und ich weiß auch noch nicht, ob ich sie nachbloggen werde. Denn der Grund fürs Nichtbloggen war: keine Zeit. Der Schreibtisch und die To-Do-Liste quellen (immer noch) über. Aber ich bin ja zum Glück keiner verpflichtet, täglich zu bloggen. Auch wenn nach drei Jahren ja schon fast von Gewohnheitsrechten die Rede sein könnte.

Dazu kommt, dass ich den Blog neu aufsetzen muss, damit ich wieder Bilder bloggen kann. Ich habe dazu schon umfangreiche Hilfestellung bekommen, muss mich aber mal damit auseinandersetzen. ABER: keine Zeit (s.o.).

Vielleicht brauche ich auch einfach eine schöpferische Pause fürs Blog. Vielleicht aber auch nicht. Ich weiß es nicht. Vielleicht überkommt es mich direkt heute Abend und ich komme wieder in den Blogflow. Was weiß ich.

Auf jeden Fall: Mir geht es sehr gut. Das Privatleben ist immer noch sehr primast und glücklich sind der RB und ich auch noch.

Entspannung

Entspannung

Es ist interessant: Während ich von Sonntags bis Donnerstags am Abend, wenn das Kind im Bett ist, oft nochmal den Laptop aufmache und arbeite*. Teilweise bis spät, sodass mir das Aufstehen am nächsten Tag schwerfällt. So kann ich das nur in Ausnahmefällen am Freitag- oder Samstagabend machen. Obwohl es da ja, viel sinniger wäre (mal von der grundlegenden Sinnhaftigkeit des Nachtsarbeitens abgesehen), da ich ja für gewöhlich am darauffolgenden Tag ausschlafen kann.

Aber irgendwann muss ich dann doch auch mal ausspannen und nicht an irgendwelche Texte zu irgendwelchen schlimmen Krankheiten denken. Und das geht sehr gut mit dem RB … zum Beispiel, wenn wir es uns wie heute mit Eis und Whisky ins Bett gemütlich machen und Peaky Blinders** gucken.

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* Der RB „zum Glück“ auch oft, sodass er viel Verständnis für selbst und ständig hat.

** Sehr zu empfehlen. Ohne den RB wäre ich nicht drauf gekommen.

Blitzblank*

Blitzblank*

Es ist ja durchaus erfreulich, dass der RB und ich ein ähliches Ordnungs- und Sauberkeitsbedürfnis haben. Dadurch haben wir an dieser Stelle sehr geringes Konflikpotential – von Tellern mal abgesehen. Das ist durchaus positiv. Negativ ist aber auch, dass dadurch die Wohnung immer wieder in einen Zustand gerät, der nicht immer repräsentabel ist. Aktuell spielt die Wärme Hitze auch noch mit rein und dass wir beide froh sind, die wichtigsten Dinge für unsere Jobs zu schaffen.

Aber das ändert ja nichts daran, dass die Wohnung regelmäßig geputzt werden soll(te). Werden es wohl „outsourcen“ – wenn ich die Gelegenheit, die sich mir heute bot, denn dann auch nutze.

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* Leider nicht derzeit.

Scot

Scot

Als der RB heute nach Hause kam, überreichte er mir eine zugeknotete Stofftasche (aus seinem Laden). Sie fühlte sich leicht an. Und weich. Und knuffig. Ein Kuscheltier also. Ich war einen Moment lang irritiert. Dann griff ich in die Tasche: eindeutig ein Plüschtier. Ich bekam etwas Definierteres zu fassen und noch bevor ich das Kuscheltier aus seinem Transportbeutel zog, war klar: ein Puffin. Der beste Mann überhaupt hatte mir einen Puffin (als Kuscheltier) besorgt.

Ich war ein bisschen (sehr) aus dem Häuschen und konnte fast nicht mehr weiter das Abendessen zubereiten, da ich ja nun den Puffin kuscheln musste. Das hat er, der RB, nun davon: Er ist etwas abgemeldet.

Aber vielleicht hat er ja Glück. Denn der midi-monsieur hat sich auch schon in den Puffin verliebt und fragte ganz uneigennützig, ob der Puffin wirklich bei uns im Bett nächtigen solle, oder ob er ihn zu sich nehmen solle. Dann, als ich mich nicht ganz willig zeigte, wollte er aushandeln, dass Mister Puffin alternierend bei ihm und bei uns schlafen solltekönnte. Hmja, mal sehen. Auch wurde versucht, dem RB einen weiteren Puffin abzuschwatzen. Ich glaube fast, dass das das effektivste Unterfangen war, um an einen Puffin zu kommen.

Mister Puffin brachte den midi-monsieur ins Bett. Da meinte das Kind, dass der Puffin einen richtigen Namen bräuchte.

Ich dachte darüber nach, befragte das Internet nach schottischen Vornamen (den schönsten schottischen Namen hat ja schon der midi-monsieur. Ich liebäugelte kurz mit Lachlan, aber dann wurde es doch „Scot“.

Scot sagt „hi“.
Lichtblicke 2015

Lichtblicke 2015

Was für ein Jahr?! Ein Wahnsinnsjahr. Vieles, was in den letzten Jahren ins Stocken geraten ist, ist wieder in Bewegung geraten. Vor allen Dingen sind Dinge, die ich 2014 auf den Weg gebracht habe, weiter in die richtige Richtung gelaufen. Das erste Quartal war noch ziemlich überschattet und zwischenzeitlich beschlich mich die Befürchtung, auch 2015 könnte noch einmal so ein kräftezehrendes Jahr wie 2012/2013/2014 werden. Aber zum Glück ging es ab Mitte März kontinuierlich bergauf. Es hat sich so viel verändert in diesem Jahr und mir geht es extrem gut damit.

Deswegen fiel es dieses Jahr sehr leicht, Lichtblicke zu sammeln:

Januar: Der Monat ist geprägt von der Anwesenheit der Untermieterin und juristischen Auseinandersetzungen. Hinzu kommt, dass ich mal wieder von Seuche zu Seuche schleppe. Da meine berufliche Situation eh mal wieder doof ist, habe ich auch kein Problem, mich krankschreiben zu lassen.
Lichtblicke des Monats: entspannter Jahresanfang bei Freunden, Kevin, Party bei mir, eine tolle KetteKetteFebruar: Meine Hoffnung, dass 2015 ruhiger wird, scheint bereits im Februar zunichte gemacht. Bis Mitte des Monats folgt eine schlechte Botschaft der nächsten. Ich komme mir vor wie Hiob. Irgendwann finde ich mich heulend am Esstisch wieder. Aber Heulen befreit ja bekanntlich und danach geht es aufwärts.
Lichtblicke des Monats: Diagnose für die immer wiederkehrende Krankheit, Busters-Konzert, Spaziergänge, Job-Angebot binnen drei Tagen, Junggesellinnenabschied für eine Freundin in Davos und dort Schneeeeee sehenSchneeMärz: Der Monat war zweigeteilt: Die erste Hälfte war ich zu Hause, aber hatte so viele Termine, dass mir nicht langweilig war. An nachhaltigsten waren sicher der Zahnarzt- und der Gerichtstermin. Danach fing ich mit dem neuen Job an. Zu dem ich auch wieder mit dem Rad fahren kann. In Frankfurt zieht der Mob durch die Straßen und führt den friedlichen Protest ein bisschen ad absurdum.
Lichtblicke des Monats: Die liebste Freundin kommt zu Besuch, Wochenende im tiefsten Taunus, eine tolle Hochzeit(sparty) von Freunden, nach 10 Jahren in Hessen bin ich zum ersten Mal auf der Ronneburg, Jobstart ruhig und freundlich, Hortplatz sicherimg_20150308_122247.jpgApril: Die Tage plätschern so vor sich hin. Das ist ehrlich gesagt ganz angenehm. Endlich mal habe ich Ruhe. Im Job ist es ok, wenn auch nicht weltbewegend. Ich bin sehr oft sehr müde. Mit einer Freundin mache ich schöne Pläne für die nächsten Monate. Der mini-monsieur kommt auch zur Ruhe und lässt es wieder zu, den Papa zu vermissen.
Lichtblicke des Monats: Brunch in Friedberg, Freunde sind zum Ostergrillen da, erster Spargelimg_20150405_094159.jpgMai: Ein insgesamt sehr aktiver Monat. Im Job ist es eigentlich gut, aber mir geht es nicht gut. Außerdem fühle ich mich zerissen wie schon lange nicht mehr zwischen Job und Termin rund um Kita, Schule und Hort. Ich fasse den Entschluss, dass ich ein paar Dinge in meinem Leben ändern muss. Zwischen dem mini-monsieur und mir knallt es deutlich öfter als sonst.
Lichtblicke des Monats: Rhein-Radtour, Pfingsten in Hollandimg_20150525_234148.jpgJuni: Dieser Monat steht unter dem Geburtstagsstern des mini-monsieurs. Die ersten drei Wochen bin ich mit der Planung des Geburtstags und der Kinderparty beschäftigt. Und es macht mir viel Spaß. Der Kindesvater ist über einen längeren Zeitraum (inkl. Geburtstag des mini-monsieurs) da mit zweierlei Effekt: Der mini-monsieur ist wieder ruhiger; wir geraten danach kaum noch aneinander. Im Job ist es nervig und interessant zugleich. Und noch bevor ich meinen Wunsch nach Arbeitszeitverkürzung anbringen kann, bekomme ich mal wieder eine Kündigung. Es schockiert mich nicht, vielmehr denke ich jetzt „Wenn nicht jetzt, wann dann“.
Lichtblick des Monats: ExperimenteGeburtstagimg_20150602_134505.jpgJuli: Dieser Monat, den ich mit endlich wieder blauen Haaren beginne, ist picke-packe voll: Konzert in Berlin inkl. allem, was die Bahn zu bieten hat, Stoffel, Vorbereitungen für die OP des mini-monsieurs, schwimmen. Zudem reihen sich die Abschiede aneinander. Fürs Kind: Kindergarten-Abschied, Mary-Poppins-Abschied, Chorleiterin-Abschied, Kindergartenkumpel-Abschied. Ich verabschiede mich vom Vollzeit-Festangestellt-Sein und habe Ende des Monats direkt einen Freelancer-Vertrag und zwei Projekte.
Lichtblicke des Monats: Zaz-Konzert, entspannter(er) Umgang mit dem Kindesvaterimg_20150704_221911.jpgAugust: Nachdem der letzte Monat voller Abschiede war, beginnt in diesem einiges: der Hort des mini-monsieurs, meine Freiberuflichkeit, die WG mit der Freundin, erste Schritte, um meine Idee zu verwirklichen. Der mini-monsieur fährt erstmals nach einem Jahr wieder zum Papa. Ich genieße meine freie Zeit. Ich habe ein paar Blind Dates mit Leute aus dem Internet (Schrumberger, Irmar, Anja, Novemberregen, Nike (Non-Blind-Date)) und treffe auch ein paar aus dem Offline-Leben, die ich lange nicht gesehen habe.
Lichtblicke des Monats: Wanderung über den Feldberg, gute Auftragslage, mich mit Hamburg versöhnenimg_20150825_170211.jpgSeptember: Ein insgesamt entspannter Monat, der hauptsächlich von der Einschulung des midi-monsieurs geprägt war. Er will lernen, aber findet das Konzept Schule ziemlich doof. Ansonsten seuchte es bei mir. Mein Tagesrhythmus war immer wieder großer Mist und ich bin mit meinem Businessplan nicht weiter gekommen.
Lichtblicke des Monats: Einschulung, Ausflug nach Wiesbaden, erstes Geld als Freiberuflerinimg_20150908_121531.jpgOktober: Mal abgesehen von meinen zwei Sorgen (der „Schulhass“ des midi-monsieurs und die mitbewohnende Freundin) ist es ein guter, fast sehr guter Monat. Ich unternehme viel – mit und ohne Kind. Komme mit meinem Businessplan weiter – endlich. Der midi-monsieur drängt immer mehr in die Selbstständigkeit und will viele Wege alleine gehen und sogar auch schon mit dem Rad fahren.
Lichtblicke des Monats: Maus-Türöffner-Tag, rich, Bretagneimg_20151025_133925.jpgNovember: Nach den Herbstferien beim Papa, ist der midi-monsieur zwar wieder etwas ausgeglichener, aber seine Situation im Hort und in der Schule ist nicht optimal, wenn nicht sogar besorgniserregend. Beruflich ergeben sich gute Perspektiven, dadurch muss ich überdenken, wie ich meine Idee verwirklichen will. Ende des Monats ist der Kindesvater da. Ansonsten steht das letzte Monatsdrittel unter dem großen Keksback-Stern. Zusammen mit dem midi-monsieur produziere ich 15 Sorten.
Lichtblicke des Monats: Treffen nach 9 Jahren, Party bei novemberregenimg_20151113_133553.jpgDezember: Nachdem mich die letzten Wochen (Monate) eine bleiernde Müdigkeit regelmäßig in die Knie zwang, stellte die Ärztin (endlich) einen Vitamin-D-Mangel fest, der schnell und einfach behoben werden konnte und ich mich deutlich fitter fühle. Anfang des Monats zieht die Mitbewohnerin aus und es ist sehr entspannend, die Wohnung wieder für uns zu haben. Ansonsten habe ich eine tolle Adventszeit – zumindest bis zur Zahn-OP – mit vielen Keksen, leckerem Essen. Aber auch das Nicht-Weihnachten war fein und die Zeit bis zum Jahresende bescherte mir noch einen sehr schönen Kurztrip ins Saarland.
Lichtblicke des Monats: X-Mas-Dinner, Adventskaffee, Vertrag als feste Freie, Mission:Adventiximg_20151129_124722.jpg

Lichtblicke 2014

Lichtblicke 2014

Meine drei Worte (Twitter lässt grüßen) zu 2014: intensiv, Freundschaft, entscheidend.

Aber das nun endlich vergangene Jahr verdient ein paar mehr Worte und deshalb gibt es auch in diesem Jahr meinen Lichtblicke-Rückblick. Schon im letzten Jahr habe ich versucht mich auf die guten Momente zu konzentrieren. Für 2014 habe ich es dann noch weiter auf die Spitze getrieben und für jeden Tag – naja, es fehlten drei Tage – etwas aufgeschrieben, für das ich dankbar bin, worüber ich mich gefreut habe.

Ich hatte ein bisschen gehofft, dass 2014 ein ruhigeres Jahr wird als die beiden Jahre davor. 2012 und 2013 waren sauanstrengend. Ich war und bin auf der Suche. Auf der Suche, was ich beruflich wirklich will, was ich familiär will. Aber wohl vor allen Dingen auf der Suche nach mir selbst.

Aber nachdem 2012 und 2013 diffus blieben, merke ich, dass 2014 viele Erkenntnisse für mich parat hatte. Und ich hoffe, dass sich die vielen Kraftakte gelohnt haben, dass sie Dinge auf den richtigen Weg gebracht haben.

Januar: Es war ein entspanntes Silvester. Freunde waren da. Wir haben später noch Raketen in den Himmel geschossen. Aber ich bin krank. Ich habe eine Bronchitis. Der Monat wird davon noch bestimmt. Denn schlussendlich bin ich fast den ganzen Monat krank geschrieben. Mein Geburtstag ist sehr speziell und ein deutlicher Vorbote: Meinen Geburtstagskuchen backe ich alleine mit meinem Kind. Der Monat endet mit einem Paukenschlag: Kündigung.
Lichtblicke des Monats: Es gab viele nette Begegnungen, spontane Besuche und interessante Gespräche, endlich mal wieder eine Foto-Tour

IMG_20140128_155643Februar: Die Kündigung schockt mich nicht. Ich kenn’s ja. Also gehen die Dinge ihre Gang. Ich nehme die Situation als Zeichen und kümmere mich um mich, beantrage eine Mutter-Kind-Kur und genieße die Freistellung. Ich führe Bewerbungsgespräche. Der vor Wut runtergeschmissene Laptop ist auch so ein Vorbote und Zeichen und vor allen Dingen gewissermaßen traumatisierend. Der Elternprotest für die Hebammen beginnt.
Lichtblicke des Monats: Freistellung, ein guter Anwalt, verlängertes Wochenende bei meinen Eltern

IMG_20140202_183144März: Ein toller Monat. Der Monat steht für mich im Zeichen des Elternprotests. Dank der Freistellung und auch da der mini-monsieur mit seinem Vater in Frankreich ist, stürze ich mich da ziemlich rein und bringe die Pressearbeit auf Vordermann. Ich unterstütze die Frankfurter Demo. Habe Bewerbungsgespräche und fahre in die Schweiz. Das einzig Ätzende ist, dass irgendein Depp die Gabel meines Fahrrads klaut. Dafür wird der Balkon neu gemacht, nachdem ich eingestützt bin.
Lichtblicke des Monats: Hebammen-Demo in Frankfurt, Engagement für die Hebammen, Bewerbungsgespräche, die Kur ist bewilligt, eine meiner längsten Freundinnen in der Schweiz besuchen.

IMG_20140308_132112April: Der 1. April ist für mich der Tag des Jahres: Ich bekomme ein Jobangebot und auch den Bescheid über meine Steuerrückzahlung. Die erste Monatshälfte gilt noch dem Elternprotest. Der Kindsvater verabschiedet sich schon deutlich vor Ostern und der Kur wieder nach Frankreich. Noch so ein Zeichen. Ich gehe mit meinem Kind ins Kino. Ich unterzeichne mal wieder einen Arbeitsvertrag. Aber dann bin ich sind wir in Kur.
Lichtblicke des Monats: 1. April, Demo in Berlin, Ostern bei Freunden, die Kur

IMG_20140413_001312Mai: Die erste Monatshälfte gilt der Kur und ich schaffe es wirklich runterzukommen. Dann habe ich einen Tag frei und die zweite Monatshälfte gilt dem Ankommen im Job. Es geht gut los. Ich fühle mich wohl. Ich genieße es sehr entspannt mit dem Rad zur Arbeit fahren zu können.
Lichtblicke des Monats: die Kur setzt viel in Bewegung, der gute Start in den neuen Job

2014-05-10 13.21Juni: Der Geburtsmonat vom mini-monsieur ist relativ ruhig. Es ist ein schöner Monat. Herr Weber zieht bei uns ein. Im Job ist es alles gut. Wir feiern den Geburtstag vom Kind drei Mal. Der Kindsvater und ich diskutieren viel im Hintergrund.
Lichtblicke des Monats: nette Treffen, die Geburtstagsfeiern vom Kind, viel Fahrrad fahren

IMG_20140614_000400Juli: Dieser Monat stellt alles auf den Kopf. Im Rückblick war klar, dass es irgendwann so kommen muss. Dass es so kommen musste, habe ich nicht gewollt. Ich habe Rückenschmerzen aus der Hölle. Nachdem zwei Massagen nicht helfen, wirken die Einlagen wenigstens Wunder.
Lichtblicke des Monats: WM, wir haben erstaunlich viele schöne Familienmomente, Freundschaft ist unbezahlbar

wpid-img_20140703_200101.jpgAugust: Abschied nehmen… Der mini-monsieur ist trotz allem mit dem Vater in Frankreich. Für das Kind ist das gut und richtig so, aber ganz wohl ist mir nicht. Ich bin diesen Monat sehr von der Rolle. Am liebsten würde ich mich verkriechen und meine Wunden lecken. Aber ich bin beruflich sehr eingespannt und auch viel unterwegs. Davon wenigstens zweimal privat: einmal in die Heimat und einmal endlich wieder bei einem Mädelswochenende dabei (das letzte Mal war es 2008).
Lichtblicke des Monats: Ich genieße das Alleinsein, Kopenhagen, Freundschaft

IMG_4678_wSeptember: Ich hole mein Kind in Paris ab. Das ist schon komisch. Und es ist gut, dass wir danach Zeit für uns haben. Ich komme aber nach dem Urlaub nicht wieder in den Tritt im Job. Ich bin durch. Ich hätte zwei Wochen Urlaub nehmen sollen. Der mini-monsieur und ich verbringen viel Zeit miteinander. Für ihn hat sich nun vieles verändert: Papa weg, bester Kumpel im Kindergarten weg, er ist jetzt Vorschulkind, Babysitterin.
Lichtblicke des Monats: Ich habe mein Kind wieder, die Schweizer Freundin ist zu Besuch, der mini-monsieur kann seine Gefühle sehr gut ausdrücken, es läuft gut an mit der Babysitterin

IMG_20140904_123513Oktober: Der Monat fängt mit Seuche an. Ich bin durch. Der Stress der letzten Wochen kommt durch. Ich merke wieder, dass ich es nicht richtig schaffe, mich abzugrenzen. Beruflich steht einges an und ich habe ein paar Nachtschichten zu absolvieren. Der mini-monsieur ist immer wieder krank und die Babysitterin muss ein paar Mal den ganzen Tag einspringen.
Lichtblicke des Monats: Die Schweizer Freundin ist wieder da, viele Unternehmungen mit dem mini-monsieur, das Kind zum ersten Mal allein bei Oma und Opa und ich gehe aus, ich sehe das Baby meiner besten Freundin

IMG_20141012_181842November: Nach einem schönen Wochenende ist der 3. November ein ziemlicher Schei*-Tag, denn ich bekomme eine halbe Kündigung. Aber das ist erst der Anfang von einem Monat, den ich gerne aus dem Jahr und meinem Leben streichen möchte. So viele negative Emotionen auf einmal habe ich noch nie erlebt. Ich und vor allen Dingen der mini-monsieur erleben Abgründe, die man sich nicht ausdenken kann. Ich stehe unter Schock.
Der mini-monsieur geht seit diesem Monat in einen Chor.
Lichtblicke des Monats: uneingeschränkte Unterstützung, eine gute Anwältin, ich war mal wieder im Kino, meine Freundinnen <3, ein Treffen nach sieben Jahren virtueller Freundschaft, Kekse backen

IMG_20141118_132607Dezember: Nach dem wirklich bescheidenen November bin ich am Limit. Ich hadere Tag um Tag mit mir, endlich zum Arzt zu gehen und mich krankschreiben zu lassen. Als ich es dann endlich mache, fällt eine Riesenlast von mir und ich lebe wieder. Der mini-monsieur genießt es auch sichtlich, dass wir endlich mal Fünfe gerade sein lassen können. Das Jahr möchte mich wenigstens zu Weihnachten noch einmal milde stimmen und so feiern der mini-monsieur und ich vom 21. (Essengehen mit Freunden) bis zum 30.12. (letztes Geschenk geöffnet) Weihnachten. Dazwischen feiern wir mit Freunden Weihnachten, ich habe ein gutes 2. Bewerbungsgespräch, gehe mit der Schweizer Freundin feiern, wir verbringen die Weihnachtstage bei bzw. mit meinen Eltern, gehen um meinem großen Bruder aus dem Weg zu gehen ins Kino und schwimmen, verbringen einen schönen Tag in Lüneburg bei meinem kleinem Bruder, sehen die Ex-Familie meines großen Bruders, freuen uns über weitere Weihnachtsgeschenke und eine NK-Rückzahlung, als wir wieder zu Hause sind. Kurz vor Monatsende zieht die schauspielende Untermieterin mit ihrem Hund ein. Silvester werden wir mit und bei einer befreundeten Familie verbringen.
Lichtblicke des Monats: die Schweizer Freundin ist da, krasse Reaktion auf meinen CV, Weihnachtsball, ein tolles Weihnachtsessen mit Freunden, entspanntes Weihnachten.

IMG_20141207_175344Euch allen wünsche ich einen guten Start ins neue Jahr!
Auf ein tolles und spannendes 2015!