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Kategorie: Das Leben und so

X-13 bis zur zweiten Welle

X-13 bis zur zweiten Welle

Der Tag ist etwas unkoordiniert. Wir schlafen zwar nicht bis in die Puppen, aber irgendwie fehlen hinten raus zweidrei Stunden.

Weil ich mich gestern noch weiter über die Ignoranz der Schule uffgerescht hab, werde ich noch nachts ak- und kreativ. Das Ergebnis überreiche ich dem Kind, als er morgens ins Bett kommt.

Alles muss eine selber machen*

Er hat sich sehr gefreut (und ich mich auch, weil er meine Schrift lesen konnte ).

Dann Frühstück, rumkruschen, packen bzw. Sachen zusammensuchen, mit meiner Mutter telefonieren. Wir wurschteln so nebeneinander her. Weder effizient noch effektiv. Um wenigstens produktiv zu sein, mache ich mich an das eine Textprojekt. Als ich es wegschicke, ist es viel später als gehofft. Der RB fängt an zu kochen. Ich tetrisiere unsere drei Fahrräder ins Auto.**

Weil ich seit Tagen unkoordiniert wegen der Blumen bin, haben wir keine Blumensitterin. Also stellen wir alle Blumen auf den Balkon und hoffen, dass es hin und wieder regnet in unserer Abwesenheit.

Wir freuen uns alle sehr auf Urlaub. Das Kind ist dennoch angespannt. Die Situation mit dem Kv ist ungeklärt. Er, also das Kind, möchte nicht mit dem Kv sprechen und verweigert die Annahme jedes Anrufes. Ich will auch nicht mit ihm kommunizieren. Seine letzten Nachrichten zeigen deutlich, dass er eh nicht auf mich hören würde. Wir werden ihn wohl morgen Abend, wenn wir angekommen sind, darüber unterrichten, dass wir im Urlaub sind.

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* Idee darf gerne geklaut werden.

** Der RB und ich sind unszum Glück einig, dass ich besser packe.

X-12 Tage bis zur zweiten Welle

X-12 Tage bis zur zweiten Welle

Verdammte Axt. Wie kann eine denn so dermaßen igorant sein?! Gestern gab es also Zeugnisse. Das Kind brachte drei „amtliche“ Zettel – insgesamt vier bedruckte Seiten – aus der Schule. Und auf keinem einzigen steht auch nur ein einziges Wort über die besondere Situation im vergangenen Halbjahr. Kein einziges verdammtes Wort darüber, dass das Kind sich an 35 Schultagen, die er ausschließlich zu Hause gelernt hat, wirklich bemüht hat. Aufgaben regelmäßig abgegeben hat, sich neue Themen selbstständig erarbeitet hat, trotz fehlendem Feedback* bei der Stange geblieben ist. Nichts. Gar nichts.

Ich bin enttäuscht. Ich weiß nicht, ob das Kind enttäuscht ist. Er hat bei solchen Dingen eh immer so eine negative Grundhaltung.**

Und sauer bin ich auch. Dieses Zeugnis, das so tut als sei nichts gewesen, ist eine Frechheit. Und es ist auch eine Frechheit, dass es die Schulleitung nicht für nötig hielt, noch einen Brief an die Kinder u/o die Eltern zu richten. Ein Brief, in dem die Leistungen der Kinder – und ja auch der Eltern – gewürdigt werden. In dem erholsame Ferien gewünscht werden. In dem erklärt wird, wie es nach den Ferien weitergehen soll. Nichts. Gar nichts.

Das Kind geht auf eine ganztägige Gesamtschule. Und das sehr, sehr bewusst. Sowohl Gesamtschule als auch Ganztag. Denn ich wollte, dass das Lernen vorrangig in der Schule stattfindet. Dass wir unsere Nachmittage und seine – in der Regel wenige – Freizeit nicht auch noch mit Hausaufgaben belasten müssen.

Nun fand an insgesamt 59,5*** Tagen seit der Schulschließung Lernen in häuslicher Umgebung statt. Und so selbstständig das Kind auch ist und – wenn ich ehrlich bin – auch sein muss, so musste ich doch immens viele Aufgaben übernehmen, für die es ausgebildetes Personal gibt. Für die es eine Institution gibt, in denen diese Aufgaben „zu Hause“ sind.

Und so richtig ich die Schulschließung fand und finde, so unverschämt ist es, dass uns Eltern nicht mit einem Wort dafür gedankt wird, was wir geleistet haben. Kein Dank für die Unterstützung. Kein Dank dafür, dass wir Aufgaben übernommen haben, die NICHT unsere sind.****

Ich schreibe hier von der Schule des Kindes. Ich habe gesehen/ gelesen, dass es anderswo besser bzw. anders gelaufen ist. Aber es gibt auch viel zu viele Schulen, an denen es gelaufen ist wie bei uns.

Und es geht mir nicht um die Leistung einzelner Lehrkräfte. Die waren so gut bzw. schlecht, wie sie auch unter „normalen“ Bedingungen gewesen wären.***** Mir geht es hier darum, was von der Schulleitung vorgegeben wird. Ich kann von einem Kollegium kein besonderes Engagement erwarten, wenn es nicht von der Schulleitung vorgelebt wird.

Der Kopf stinkt vom Kopf her. Isso.

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Ansonsten hatten wir heute einen entspannten Tag mit Ausschlafen und Urlaubsvorbereitungen. Alles gemütlich. Für den RB hieß es zwischendurch „Abschiednehmen“.

Meine Nase bestand darauf, dass der RB sich neue Pu’schen kauft

Am Abend gab es dann Zeugnis-Burger.

Zur Vorbereitung auf den Urlaub gab es zweierlei Poutines zu den Burgern

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* Bis heute hat das Kind – die ganze Klasse – zu allen Deutschaufgaben in dieser Zeit KEIN Feedback bekommen. Keine Korrektur. Gar nichts! In Englisch gab es auch keine Korrekturen der eingeschickten Aufgaben.****** In GL gab es blockweise Feedback.******* Nur in Mathe gab es immer sehr zeitnah Rückmeldungen.

** Dieses Kind ist so auf „Enttäuschung“ gepolt, dass er „immer“ vom Schlimmsten ausgeht, um möglichst nicht noch mehr enttäuscht zu werden.

*** 35 Tage während des ausschließlichem Lernens in häuslicher Umgebung + 24,5 Tage, weil das Kind in den letzten 7 Wochen vor den Ferien 3 halbe Präsenztage pro Woche hatte.

**** Überraschungen in die eine oder andere Richtung inklusive.

***** Aber wehe, wir Eltern werden es wagen, uns in die Hoheitsgebiete der Lehrkräfte einzumischen. Wehe, wir versuchen, Lehrkräften ihren Job zu erklären. Nein, liebe Lehrkräfte, ich will euch euren Job nicht erklären. Aber ich will euch mein Kind erklären. Ich will, dass ihr jedes Kind so individuell seht, wie es nun mal ist.

****** Immerhin hat die Englisch-Lehrkraft die Aufgaben immer mit einem (ungelisteten) youtube-Video begleitet.

******* Das hätte wenigstens mal am Anfang erklärt werden können. Aber nachdem klar war, was die GL-Lehrkraft wollte, war es für mich prima. Und immerhin gab es dann umfassendes Feedback.

X-11 Tage bis zur zweiten Welle

X-11 Tage bis zur zweiten Welle

Ich hätte gerne mehr ausgeschlafen, aber 9h30 klingelte der Wecker. Das Kind kam just rein.

Ausschlafen ging heute nicht, weil das Kind um 10h30 in der Schule sein musste, um sein Zeugnis abzuholen (morgen gibt’s einen Rant dazu).

Während er vor Aufregung etwas anstrengend war, versuchte ich, meine verbliebenen vier To-Dos abzuarbeiten. Insgesamt bis auf ein* Projekt nur Kleinkram**. Allerdings stellte sich raus, dass ich ein – zum Glück kleines – To-Do vergessen hatte und ein weiteres ploppte auf. So hatte ich dann, bis ich duschen ging, bevor ich zum Friseur los musste, drei von nun sechs To-Dos erledigt.

Friseur ging heute schnell, weil keine Farbe. Aber ich finde es schön zu sehen, wie super in dem Salon die Hygieneregeln umgesetzt werden. Es ist wirklich viel Platz, alle tragen ordnungsgemäß ihre Rotzbremsen** und es ist dauerhaft gelüftet. Falls ich Leserinnen habe, die eine Friseurempfehlung für Offenbach (gut aus Ffm zu erreichen) brauchen…

Als ich fertig war, war der RB im Laden noch nicht fertig. So holte ich ihn flugs ab. Schon im Auto meldete der RB, er habe Hunger. Und da machten wir was total Verrücktes: Wir beschlossen spontan im Hafen2 einzukehren. Nach der langen Zeit fühlt es sich immer noch etwas verwegen an, irgendwo essen zu gehen. Aber im Hafen2 können wir prima draußen sitzen. Die Tische stehen – seit eh schon – weit auseinander, die Hygieneregeln werden bei Eintritt erklärt, viele Wege, wo sich potentiell viele Menschen begegenen können, sind Einbahnstraßen.

Schon schön, nur mit dem RB allein zu sein ❤️

Wieder zu Hause machte ich mich an die verbliebenen To-Dos: Jetzt sind nur noch das eine* und das andere Textprojekt** übrig. Das sollte ich übers Wochenende schaffen.

Essen kochen um den Kühlschrank zu leeren zu entspannen.

#CorotäneKneipe mit Weinorakel

Was ist im Weinsatz zu sehen?

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* mittelgroßes Textprojekt

** Es gibt noch ein größeres Textprojekt, das aber nicht über die Agentur läuft, sondern das ich frei bearbeite. Das rechne ich nicht ein, aber wird auch noch bis Montag bearbeitet.

** Wirklich keine einzige „Pimmelnase“ 😉

Blattspam statt #Blümchenspam
X-10 Tage bis zur zweiten Welle

X-10 Tage bis zur zweiten Welle

Long story short: Ich habe von 10h00 bis 21h00 quasi durchgehend gearbeitet. Dann trug ich meine Stunden für diese Woche ein: 160%. Das allein ist schon heftig genug. Doch der „Clou“: Ich habe noch vier To-Dos, die ich machen muss. Denn wenn ich dafür eine Kollegin briefen würde, würde das vermutlich länger dauern als wenn ich es selbst mache.

Urlaubsreif. Sowas von.

Das Kind will weiterhin nicht mit dem Kv sprechen. Des Kindes Haltung zur Aussage von Kv, er habe ein Recht mit ihm zu sprechen und ihn zu sehen, ist sehr sehr eindeutig*. Bei mir hat sich der Kv seit Tagen nicht gemeldet. Ich vermute, dass ich bald Post vom Gericht bekommen werde.

So soll es sein.

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* „… une loi de moi – am Arsch …“

X-9 Tage bis zur zweiten Welle

X-9 Tage bis zur zweiten Welle

Uups, verschlafen. Um 10h30 weckt mich der RB. Ich bin schlagartig wach und mir fällt direkt wieder ein, dass ich vergessen habe, den Wecker zu stellen.

Den Rest des Tages verbringe ich am Rechner. Das Kind muss zur Schule und zum Rugby. Der RB geht zu Arbeit. Die Putzhilfe kommt. Ich arbeite draußen, genieße die saubere Wohnung und die Ruhe.

Kurze Pause, um mich über die Post zu freuen (Urlaubs-Rotzbremsen für alle)

Irgendwann fällt mir ein, dass wir abends was essen sollten. Der RB und ich fassen einen Sushi-Beschluss. Ich bestelle. Als Mann und Kind, der (abgesprochen) eine Extrarunde durch Frankfurt machte, zu Hause sund, kommt das Essen.

Sushi aufm Balkon. Yeah.

Ab 21h00 ist #CorotäneKneipe. Ich müsste eigentlich arbeiten und mache zunächst auch was. Aber dann fangen mich die Gesprächsfetzen. Ach, es ist wie immer schön mit Euch.

Ändert aber nichts daran, dass das Projekt noch fertig gemacht werden muss, also sitze ich nach der Kneipe noch drei Stunden am Rechner.

X-8 Tage bis zur zweiten Welle

X-8 Tage bis zur zweiten Welle

Das erste Halbjahr dieses bisher absurden Jahrs ist um. Uff. Große Hoffnung aufs zweite Halbjahr habe ich nicht.

Ich habe noch nicht mal Hoffnung, dass es hinsichtlich meiner Überstunden besser wird. Nach gestern gibt es heute noch mehr zu viel Arbeit. Und das nach einer kurzen Nacht. Ich schreibe noch und das Kind spukt bis 2h00 rum. Gegen 6h00 kommt er zu mir. Um 7h30 kann ich den Wecker nicht zuordnen. Um 8h30 stelle ich fest, dass wir verschlafen haben. Das Kind ist aber noch unausgeschlafen. Ich stehe auf und arbeite. Drölfzig Telkos ab 11h30 zerschießeb mir den Mittag und meinen Zeitplan.

Bald ist Urlaub. Zum Glück.

Wieder viel zu spät denke ich daran, dass das Kind und ich was essen müssen. Der RB ist ja gar nicht da heute Abend, um uns zu retten. Ich improvisiere mit dem, was da ist. Passt schon.

Danach arbeite ich noch weiter. Irgendwie muss ich ja fertig werden.

Bald ist Urlaub. Zum Glück.

X-7 Tage bis zur zweiten Welle

X-7 Tage bis zur zweiten Welle

Arbeit. Zu viel Arbeit.

Mittags musste ich mal raus. Was anderes machen. Außerdem brauchte das Kind ein Geschenk.

Das Kind war draußen. Bis spät. Das tat ihm gut.

Unsere neuen Sitzmöbelbezüge sind da. Yeah.

Es bleibt bei zu viel Arbeit.

Und wenn es nicht so widerlich, unnötig und energiefressend wäre, wären die Kapriolen des Kv wenigstens eine Abwechslung. Aber es nervt einfach nur.

X-5 Tage bis zur zweiten Welle

X-5 Tage bis zur zweiten Welle

Dank Blase und vermutlich auch alkoholinduzierter Kurzschlafeuphorie war ich bereits um 8h50 wach. Das Kind war da auch wach und schlich durch die Wohnung. Ich schlich auch aus dem Zimmer und nutzte die Gunst der Stunde und erschreckte das Kind im halbdunklen Flur*. So begann der Tag mit einem spitzen Schrei.

Ich versuchte danach noch einmal zu schlafen, aber das wurde nichts. Zumal das Kind neben mir nicht stille liegen bleiben konnte. Ich schickte ihn raus, woraufhin ich nochmal wegdöste, aber erholsam war das auch nicht. Dann wurde mir Tee gebracht, der RB kam dazu und ich las dem Kind vor.

Richtig in die Gänge kam ich nicht**. Machte aber mit dem RB einen Essens- und Einkaufsplan. Das Kind war unleidlich, weil er auf Nachricht von seinem Kumpel wartete. Ich war unleidlich, weil das Kind unleidlich war und wollte eigentlich nur meine Ruhe. Der RB erkannte die Lage und ging schon mal alleine einkaufen. Das Kind musste zur Erkenntnis gezwungen werden, ging dann aber auch raus – in den Park. Ich fällte einen Sport-Entschluss und yogierte, als der RB wieder da war und sich auf den Fakir zurückgezogen hatte.

Beim Kaffee ärgerte ich mich über eine e-Mail vom Kv. Eine e-Mail an mich. Auf Französisch. Diese e-Mail ist natürlich auf Französisch. Mal abgesehen davon, dass das Schriftfranzösisch vom Kv nicht ganz einwandfrei ist, rostet mein Französisch zunehmend ein. Außerdem empfinde ich es zunehmend als Unverschämtheit, dass ich dauernd Rücksicht auf seine Befindlichkeiten nehmen soll und dass er nicht in der Lage ist, sich in meiner Sprache adäquat auszudrücken. Stattdessen kann er sich immer darauf zurückziehen, dass ich womöglich was falsch verstanden habe, weil ich dann ja doch nicht so gut Französisch kann. Und weil mich das alles so nervt, bekommt er von mir eine Antwort auf Deutsch.

Das Kind kam nach Hause. Ich telepathierte mit meiner Mutter.*** Der RB kochte. Ich fing an zu arbeiten.**** Wir aßen. Ich arbeitete weiter.**** Der RB guckte seine Serie. Um 22h00 wollte ich Eis und holte welches*****. Nacht-Eis für alle.

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* Das Kind liebt Erschrecken zur Zeit sehr. In beide Richtungen.

** das Wetter, die Urlaubsreife, der unterschwellige Stress mit dem Kv, der Liter Wein von gestern

*** Computerhilfe via Skype mit geteiltem Bildschirm. Diesmal um ihr zu helfen, wie sie die Bilder vom Handy und dann als Anhang an die e-Mail bekommt.

**** jahaaaa

***** Ein Hoch auf die Großstadt!

X-1 Tage bis zur zweiten Welle

X-1 Tage bis zur zweiten Welle

Würdich noch inner alten Heimatt wohnen, könntich die Überschrift direkt ändern in: Zweite Welle, Tag 1. Ist zum Glück nicht so, aber warten wir es ab. Hoffentlich können wir trotzdem in den Urlaub fahren.

Heute kam ich aus dem Kopfschütteln nicht heraus. Und daher stelle ich mal was klar:

Wer die ganze Geschichte mit dem Kv nicht kennt, kann gerne nachfragen*, aber ich empfehle dringend, eigene Erfahrungen nicht – niemals – als das allgemeingültige anzusehen.

Ich kann mit Fug und Recht behaupten, dass ich dem Kv gegenüber immer fair war. Und ich hätte wirklich Gründe gehabt, viele Dinge anders zu handhaben. Nicht zuletzt, weil er auch keinen Unterhalt zahlt. Dennoch:

  1. Der Kv sieht das Kind in den Ferien** in der Regel länger als ihm per Gericht zusteht.
  2. Er sieht ihn unter Umständen, die per Gericht eigentlich „untersagt“ sind.
  3. Ich übernehme jede Ferien in der Regel eine Fahrt nach Paris, um das Kind zu übergeben*** – auf eigene Kosten.
  4. Der Kv konnte hier immer – zumindest eine Nacht – übernachten, wenn er das Kind geholt hat. Oder wenn er ihn zum Geburtstag oder sonstwie zwischendurch besuchen wollte.
  5. Der Kv kann das Kind immer anrufen. Das Kind kann immer den Kv anrufen. Sie können in der Regel auch immer skypen.

Ich ertrage dabei, dass er nicht in der Lage ist, die hessischen Ferientermine zu googeln und dass ich sie ihm auf dem Silbertablett servieren muss. Ich ertrage auch, dass er immer bis zum letzten Moment braucht, um sich hinsichtlich irgendwelcher Termine auszueiern****. Ich ertrage nach allen Ferien den Papajetlag und puffere ab, wenn der Kv dem Kind verspricht, zum Geburtstag zu kommen und es dann im letzten Moment absagt. Ich ertrage auch, wenn mein Kind mir heulend Nachrichten schickt, weil gerade alles doof ist beim Papa – 1.000 Kilometer weit entfernt.

Ich weiß, dass das Kind seinen Vater liebt. Dass er ein Teil seiner Identität ist. Ich will ihm das nicht nehmen. ABER ich bin auch nicht für die Beziehungsarbeit zwischen Kv und Kind zuständig. Wenn er sich demontiert, dann fange ich das Kind auf. Ohne Frage. Aber es ist sicherlich nicht meine Aufgabe, den Kv zu entschuldigen, wenn er Bockmist baut.

Und wenn es dem Kv wichtiger ist, auf sein vermeintliches Recht am Kind***** zu pochen, denn das Kind und seine Sorgen ernst zu nehmen und darauf einzugehen, dann ist das einfach großer Bockmist.

Und dieser Bockmist hat nichts mit mir zu tun. Das richtet sich gegen das Kind.

Dann stehe ich meine Kind mindestens unterstützend zur Seite oder stelle mich auch schützend vor ihn.

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Kurzer Schreckmoment am Abend: Das Kind war für anderthalb Stunden verschwunden.

Ich musste um 18h00 einem virtuellen Event bewohnen. Das fand das Kind nicht gut. Um nicht vor Langeweile zu sterben, ging er raus. Ohne sich mit mir abzustimmen******. Ohne Schlüssel. Ohne Roller. Ohne Fahrrad. Aber mit 2 Euro.

Ich richtete meine Aufnahme ein und lief raus. Ich sah das Kind noch in der Ferne über die Kreuzung huschen. Kam ihm aber nicht nach. Ich ging nach Hause. Die Veranstaltung lief noch, ich hörte rein, blieb aber unruhig.

Ich ging nochmal los, zog eine größere Runde. Kein Kind.

Wieder zu Hause immer noch kein Kind. Die Veranstaltung neigte sich zu Ende. Der RB kam nach Hause und ich fuhr mit dem Rad zum Park.

Ich drehte eine große Runde. Kein Kind.

Ich fuhr am Spielplatz vorbei. Sah erstmal nix. Zu viele Kinder. Doch das Kind hatte ein knallrotes Poloshirt zu einer gelben kurzen Hose an und lag, als ich ihn erspähte, in einer Nestschaukel. Zusammen mit ein paar Jungs.

Ich war erleichtert. Dem Kind ging es gut UND er hatte wen zum Spielen gefunden.

Als er mich sah, kam er direkt zu mir. Ihm war klar, dass irgendetwas nicht ganz rund gelaufen war. Ich brauchte nicht schimpfen. Wollte ich auch nicht. Er war zerknirscht.

Auf dem Weg besprachen wir, dass es besser ist, sich zu vergewissern, dass ich auch wirklich mitbekomme, wenn er rausgeht. Wir waren uns aber auch einig, dass es ziemlich doof ist, wenn ich so spät noch arbeiten muss.

Zu Hause gekocht, gegessen

Nomnomnom…

und dann #CorotäneKneipe.

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* Ob ich antworte, steht auf einem anderen Blatt.

** Aufgrund der Entfernung geht es nur in den Ferien, oder er kommt halt hier her.

*** Eigentlich hat der Kv zu organisieren, wie das Kind zu ihm kommt.

**** Mittlerweile gebe ich daher Termine vor.

***** Ich habe doch als erwachsener Mensch kein RECHT an einem anderen Menschen. Ich habe maximal eine Pflicht.

****** Er sagt, er habe mir gesagt, dass er rausgeht.

X Tage bis zur zweiten Welle

X Tage bis zur zweiten Welle

Ich habe gestern nicht gesagt, dass die Überschriften nun weniger dystopisch werden. 😉

Der Tag bestand aus nicht sonderlich viel, abgesehen von viel Arbeit. Also Arbeit, Telko1, essen, Arbeit, Kind den linken Arm verbinden, Kind in die Schule schicken, Arbeit, Rechtsanwältin anrufen (morgen hoffentlich mehr), Telko 2-4, Arbeit, Kind in Empfang nehmen, Kaffee, Arbeit, Kind zum Rugby schicken (Arm war wieder genesen), mich über den Kv ärgern, mit dem RB das Bernsteinzimmer begutachten, kochen, mit meiner Mutter telefonieren, essen, mit dem Kind kuscheln, Kind ins Bett bringen, Arbeit.

Ich ärgere mich nicht nur über den Kv, sondern auch über unsere Politik. Über Corona-Ghettos, über den Innenminister, über die Schulpolitik (14 Wochen in der Schockstarre über die verzapfte Scheiße in den vergangenen Jahrzehnten bringt hat auch kein vernünftiges Digitalkonzept auf den Weg. Lieber wieder Regelbetrieb. Auf Biegen und Brechen. *kotz*).