Gefühlsachterbahn

Gefühlsachterbahn

Liebe Leserinnen und Kommentierende: Ganz herzlichen Dank für Euren Zuspruch. <3

Diese Gefühlsachterbahn ist hochgradig anstrengend. Entsprechend war es natürlich richtig, dass ich mich heute habe krank schreiben lassen. Und entgegen aller Befürchtungen hat meine Ärztin auch total verständnisvoll reagiert. Jetzt bin ich also F43.0G. Gut war auch, dass ich das per Telefon machen konnte. Danach musste ich erstmal heulen. Und dann war ich erschöpft und schlief nochmal ein.

Ich finde dieses Gefühl, als läge etwas auf meinem Brustbein, sehr schlimm. Es ist zum Glück nicht immer da, aber ich habe dann immer das Gefühl, als könnte ich nicht atmen.

Ich dümpelte recht lang im Bett rum und konnte einfach nicht aufstehen. Aber ich musste ja raus, um die Krankschreibung abholen. Und weil ich dann eh raus musste, nutzte ich die Gelegenheit, um das am Samstag endlich wieder zurückgekommene Paket erneut auf den Weg zu schicken. Mit richtiger Adresse und richtiger Absenderin. Also brachte ich das Paket weg, ging zur Ärztin und dann wollte ich Brot und Stückchen holen. Aber die erste Bäckerei hatte nichts, was mich ansprach und dann hatte ich die fixe Idee, dass ich neuen Lippenstift bräuchte. Ich ging zum einen Drogeriemarkt, der aber die ausgewählten Farben nicht mehr da hatte. Also ging ich noch zum anderen Drogeriemarkt. Nun habe ich drei neue Lippenstifte. Eigentlich Quatsch während der Pandemie, aber ich trug einen direkt auf, als ich nach Hause kam und fühlte mich gut. Ich räumte etwas. Ich kümmerte mich um einen Text. Ich kümmerte mich um Essen, das nicht aus der Dose kam. Ich klärte mit dem Ex, dass er ab morgen eine eigene Wohnung hat. Morgen – oh, the ironie, es wäre unser 4. Jahrestag gewesen – werden wir miteinander reden. Gut, dass ich nicht arbeiten muss, aber halt auch nicht kann. Zumindest nicht lange am Stück. Ich bin gespannt, wie sich die kommenden Tage gestalten.

Nach dem Essen stieg wieder etwas in mir auf. Ich wurde gereizt, ich konnte nicht richtig atmen, es schnürte mir die Brust zu.

Der Hibiskus hat Läuse. Das erklärt einiges. Ich brachte ihn in die Badewanne und griff beherzt zur Chemiekeule. Erstaunlicherweise hat sich Hibi von den Läusen im Pelz nicht stören lassen: Er treibt aus, hat schon einmal aufgeblüht, weitere Blütenknospen stehen kurz vor der Öffnung.

Ich kümmerte mich noch um einen Text, aber das belastende Gefühl blieb.

Es wäre schön gewesen, wenn ich das Gefühl von heute Nachmittag auch in den Abend hätte retten können. Aber das soll nicht sein. Damit muss ich zurechtkommen. Was mir offen gestanden sehr schwer fällt. Ich möchte doch einfach funktionieren.

Ich nehme übrigens noch gedrückte Daumen bei meinen Bewerbungen. Noch ist nichts entschieden, aber bei einem habe ich 2 gute Termine gehabt und beim anderen bin ich zum Probearbeiten eingeladen. Eigentlich möchte ich noch 1-2 Bewerbungen schreiben, aber ich komme nicht in die Hufe.

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