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Monat: Mai 2014

Outing

Outing

Ich bin eine Steuer-Schlampe 🙂

Ich habe ein Faible fĂŒr Zahlen. Schon immer. Mein Lieblingsfach in der Schule war von der ersten Klasse an Rechnen bzw. spĂ€ter dann Mathe. Ich hatte auch Mathe-Leistungskurs.

Mittlerweile habe ich nicht mehr so viel mit Mathe zu tun. Aber bei den paar Zahlen, die mir im Job – Statistiken, Abrechnungen – ĂŒber den Weg laufen, werde ich zur Beamtin Pedantin.

Auch bei den Zahlen, die mir so im Privatleben begegnen, bin ich sehr genau. Ich habe einen mehrere Ordner, in denen ich alles, was wie eine Rechnung, Versicherungspolice etc. aussieht, sortiere und abhefte. Und so sortiere ich das ganze Jahr ĂŒber meine Rechnungen nach folgendem System:

  1. Allgemeine Rechnungen, die ich mal bezahlt habe, die ich aber langfristig nicht brauche.
  2. Rechnungen, die ich möglicherweise steuerlich absetzen kann.
  3. Rechnungen, die Garantien beinhalten.

Und dann, am Anfang des neuen Jahres, sobald ich die aktuellste Version meines Steuerprogramms habe, nehme ich mir die ProspekthĂŒlle mit den Zweier-Rechnungen zu Hand, gebe die Daten ein, warte meist noch ein bisschen (kommt ja meist nicht vor Februar) auf die offizielle Jahresaberechnung vom Arbeitgeber, ĂŒberprĂŒfe noch einmal alles und dann kann die ELSTER – im Normalfall noch im Februar – auch schon meine SteuererklĂ€rung digital davontragen.

Traurig

Traurig

Der monsieur und ich reden miteinander – in einem eigentlich normalen Ton -, als der mini-monsieur dazu kommt und sagt: „Ihr sollt nicht immer miteinander schimpfen und streiten.“

Ich hÀtte heulen können.

Frankfurt hat’s nicht nötig

Frankfurt hat’s nicht nötig

Ich gestehe, dass ich mich nicht in dem Maß in die heutige Demo reingehangen habe, wie ich es ursprĂŒnglich geplant hatte. Aber durch die Kur sind viele Dinge ins Stocken geraten. Weil ich sie einfach habe liegen lassen, um auf mich zu achten. Weil ich sicher war, dass sie „trotzdem“ laufen. Weil ich mir einfach mal wichtiger war.

Trotzdem stand fĂŒr mich fest, dass ich bei der Demo heute dabei sein werde. Wieder eine Demo fĂŒr den Erhalt der Hebammenarbeit. Denn auch wenn seit der letzten Demo einiges passiert ist und verkĂŒndet wurde, ist letztlich nichts von den Versicherungen und der Politik prĂ€sentiert worden, was man eine langfristige und vor allen Dingen zufriedenstellende Lösung nennen könnte.

Das Versicherungsaus wurde um ein Jahr auf Juli 2016 verschoben. Wie die Hebammen bei einem Stundenlohn von netto 8,50 Euro die erneut auf ĂŒber 6.000 Euro ansteigende HaftpflichtprĂ€mie aufbringen sollen, scheint keinen zu interessieren.

Denn die zusÀtzlichen Millionen von den Krankenkassen haben nichts mit DIESER PrÀmiensteigerung zu tun, sondern sollten die Hebammen bereits im vergangenen Jahr bekommen. Und die Erhöhungen sind umgerechnet auch ein Witz. Von daher bin ich voll und ganz bei den Hebammen, die nun die Verhandlungen mit dem GKV haben platzen lassen.

Die von Gröhe prĂ€sentierten Lösungen sind nichts als heiße Luft. Nur das Problem verschoben – an die Krankenkassen (siehe oben).

Ich weiß, dass es in den Medien teilweise dargestellt wurde, als wĂŒrde man (Politik, Versicherer und Krankenkassen) schrittweise einer zufriedenstellenden Lösung nĂ€hern. Aber ganz ehrlich:

WIR SIND DA GENAUSO WEIT VON ENTFERNT WIE IM MÄRZ!

Und allein deswegen mĂŒssen wir Eltern weiterhin PrĂ€senz zeigen. Zeigen, dass es uns NICHT egal ist, wo und wie unsere Kinder geboren werden. Wo und wie unsere Enkelkinder geboren werden. Wo und wie unsere Nichten und Neffen geboren werden.

Aber genauso scheint es in Frankfurt zu sein. Wer die Familienplanung abgeschlossen hat, dem ist es egal, wie es denen danach geht. Wer keine (eigenen) Kinder will, dem ist es genauso egal, was rechts und links von ihm passiert. Außerdem ist das Problem hier auch noch nicht angekommen: Ich kennen keine, die keine Hebamme gefunden hat, sodenn sie eine wollte. Die Auswahl an KrankehĂ€usern ist groß. Irgendwo findet sich immer ein PlĂ€tzchen zum entbinden. Sollen sich doch die paar Geburtshaus-Fanatiker aufregen.

Und so bot sich heute ein seeeehr trauriges Bild an der alten Oper – dem Startpunkt der Demo. GefĂŒhlt eine Handvoll – es waren real gerade mal 100 (inkl. Kinder) – Eltern und Hebammen hatten sich eingefunden. Dank der engen Straßen, durch die wir mussten, weil auf der Hauptwache die Monsato-Gegner demonstrierten, zog sich der Zug ein wenig in die LĂ€nge und sah lĂ€nger aus, als er wirklich war.

Klar sorgt es fĂŒr Aufmerksamkeit ĂŒber die Fressgass mit LĂ€rm, Sprechchören und bunten Luftballons zu ziehen. Toll waren auch die uns begleitenden Polizisten, die sich Luftballons an ihre MotorrĂ€der hingen.

Und ein großer Dank auch an der Stelle an die engagierten Flyer-VerteilerInnen. Ich selbst konnte nicht, bildete ich doch die erste Reihe des Zugs mit Banner zwischen mit und einer Mitorganisatorin und dem FahrradanhĂ€nger schiebenderweise in der anderen Hand. DafĂŒr hatte ich aber den mini-monsieur dabei. Der anscheinend Demo-Blut geleckt hat: Mit großem Eifer verteilte er Luftballons mit der Aufschrift „Familien brauchen Hebammen“ rechts und links unseres Wegs an die Kinder und Flyer an die Eltern. Immer wieder musste der Demozug stoppen, weil er Nachschub aus dem HĂ€nger holte.

Die Abschlusskundgebung an der Paulskirche wirkte etwas verloren. Wir hatten eine tolle Anlage, die uns kostenlos zur VerfĂŒgung gestellt worden ist. Und so konnten wir wohl bis zum Römer unser Botschaften rĂŒberbringen. Und die Rede-BeitrĂ€ge waren gut. Gab es doch diesmal eigentlich mehr Inhalte aufgrund all der Entwicklungen. Aber da ihnen keine Masse gegenĂŒber stand, kam keine wirkliche Stimmung auf. Schade, schade, schade.

Ich stand am Demotisch und beobachte die Menge. Nach den geplanten Reden wurde das Mikro geöffnet und es meldete sich einer (oder zwei?) zu Wort, als ich auf einmal eine Kinderstimme „und zweitens“ sagen hörte.

Moment mal, damit fĂ€ngt doch immer MEIN Kind seine großen Reden an.

Ich guckte auf den Brunnen vor dem Tore der Paulskirche, den wir als BĂŒhne umfunktioniert hatten. Und da stand er, der mini-monsieur, mit dem Mikrophon in der Hand und „stotterte“ nochmal „und zweitens“, bis er dann seine Botschaft rĂŒberbrachte: „Und zweitens… wenn man genug Geld gibt, dann gibt’s auch weiter Hebammen.“

Herr Gröhe, die Damen und Herren vom GKV und von den Versicherern: Wenn ein noch nicht FĂŒnfjĂ€hriger das versteht, warum wollen Sie das nicht sehen und umsetzen?

Wie schmeckt das?

Wie schmeckt das?

Als ich gerade dabei bin, die Erdbeerpflanzen, an denen schon ein paar dicke, aber noch grĂŒne Erdbeeren hĂ€ngen, von zu vielen BlĂ€ttern zu befreien,  kommt der mini-monsieur und fragt, warum ich das mache.
„Na, ich mach ein paar BlĂ€tter weg, damit die Kraft nicht in die BlĂ€tter geht, sondern in die Erdbeeren.“ Ich fĂŒhre ein bisschen aus, dass ja alles mit der Wurzel verbunden sei und wenn darĂŒber die NĂ€hrstoffe und das Wasser aufgenommen und verteilt werden, dann wĂ€re es ja blöd, wenn das alles in die BlĂ€tter ginge, weil es ja mehr BlĂ€tter als FrĂŒchte gibt. „Und wenn die Erdbeeren nicht genug NĂ€hrstoffe und Wasser bekommen, dann schmecken die nach nichts“, beende ich meine AusfĂŒhrungen.
„Ja, dann schmecken die womöglich nach Blaubeeren“, antwortet der mini-monsieur. Ich ĂŒberlege noch, was ich dazu sagen soll, da korrigiert er sich selbst: „Ach nee, die schmecken dann wie GrĂŒnbeeren.“

Gewachsen

Gewachsen

Hach…

Gestern abend stĂŒrzt sich der mini-monsieur auf mich voller Freude. Er nimmt kurz etwas Abstand, um Anlauf zu nehmen – quasi. Und ich sehe ihn an, so einen knappen Meter vor mir, und denke: „Wann bist Du denn so groß geworden?!“ Da ist nix Kleinkindhaftes mehr. Da steht ein großes Kind vor mir.

Und wenig spĂ€ter im Park, als er da neben dem Papa zum Fußballfeld geht, da wirkt alles an ihm so „gereift“ – sein Gang, seine Körperhaltung, seine Art, sich dem Papa beim Reden zuzuwenden. Und ich sehe ihn vor mir – so wie er ist, mit Schulranzen. Ein Jahr hat er noch, aber es wĂŒrde ihm jetzt schon stehen.

Nach der Kur

Nach der Kur

Die Sache mit der Kur nun endlich durchzuziehen, war eine der besten Entscheidungen des Jahresanfangs (ich halte mich mal bedeckt 😉 wer weiß, was fĂŒr geniale EinfĂ€lle ich noch haben werde).

Große Erwartungen hatte ich nicht. So richtig konnte ich mir nĂ€mlich nicht vorstellen, was und wie in drei Wochen alles bewegt werden kann. Ich gebe zu, anfangs dachte ich auch, dass das eher Urlaub auf Kasse wird, denn etwas, das mich wirklich weiterbringt. Daher wollte ich auch eigentlich ans Meer. Da das aber terminlich nicht möglich war, nahm ich das, was mir angeboten und empfohlen wurde. Und das war auch gut so.

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Letzter Kurtag

Letzter Kurtag

*** Ab nach Hause ***

Heute war nicht mehr wirklich Kur. Keine Anwendung, keine Arztvisite. Nur noch ein letztes FrĂŒhstĂŒck und Abschiednehmen. Ich habe keinen wirklichen Hunger und der mini-monsieur auch nicht. Irgendwie fĂŒhle ich mich gehetzt, obwohl wir bis 10h10 Zeit haben – also mit allem.

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Kurtag 20

Kurtag 20

*** Lager-Koller ***

Nachdem der mini-monsieur extrem unruhig geschlafen hat und sogar zweimal aus dem Bett gefallen war – ohne wach zu werden wohlgemerkt – war meine Nacht nicht so prall. Entsprechend schwer fĂ€llt mir das Aufstehen, als der mini-monsieur um 6h30 meint, dass die Nacht zu Ende sei. Mit Kuscheln schaffe ich es, dass er bis 7h30 liegen bleibt. Dann machen wir uns fertig, um frĂŒhstĂŒcken zu gehen.

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