Browsed by
Kategorie: ReiseReise

Berlin-Bilanz

Berlin-Bilanz

Wir waren zu kurz da. Berlin ist zu groß für 72 Stunden.

Der Zug auf der Hinfahrt fiel zwar aus, aber da gefühlt im 15-Minuten-Takt irgendein Zaug von Frankfurt nach Berlin fährt, war das nicht weiter schlimm. Einfach Reservierung via App ändern und in den nächsten Zug einsteigen. Und die Rückfahrt war völlig unspektakulär.

Wir haben gar nicht mal sooo viele Sehenswürdigkeiten gesehen.

Dafür aber viele Menschen: 2 Frühstücksdates, 3 Nachmittagsdates, 1 Abenddate und heute noch kurz ein Quasi-Kollegen vom RB kurz von der Arbeit abgehalten. Es war schön, diese Menschen erstmals zu sehen (ein bisschen kennt eine sich ja schon via Twitter) oder auch endlich mal wiederzusehen. Danke, C., R., B., C., G., S., SPML, T.

Wir sind einmal ziemlich nass geworden.

Nur Rock tragen ist eigentlich ganz cool. Insbesondere weil mit den Snagtights auch da sitzt, wo ein Strumpfhose sitzen sollte.

Berlin ist ganz schön clean geworden. Mir fehlt ein wenig Patina und Ranzigkeit. Fast hatte ich ein schlechtes Gewissen, ein paar Aufkleber zu verteilen.

Es war sehr schlau, die bvg-Apps auf dem Handy zu haben. Das hat vieles erleichtert.

ÖPNV-Fahren ist in Berlin wie in Frankfurt (bzw. im rmv-Gebiet). Und ja, der 120er fährt nicht nur als Doppeldecker 😉

Kind und Berlin passt so gut zusammen wie jede Großstadt und Kind. Es hängt halt vom Kind ab. Und der midi-monsieur mag Stadt.

Ich habe zwei #NazisRaus-Bestellungen persönlich abgegeben. <3

Irgendwann schaffe ich es auch mal aufs Tempelhofer Feld.

Auf dem Alex waren wir jetzt auch mal. Einmal reicht auch.* Die Aussicht vom „unserem“ Maintower finde ich spannender.

Das nächste Mal wäre ich dafür zu haben, mich mehr im Osten aufzuhalten und auch mehr zur Teilungsgeschichte zu begucken.

Aber Berlin, bis wir (oder ich) wiederkommen, hörste mal auf, Dich zu zu prosti gentrifizieren.

Und natürlich ein fettes Dankeschön an die temporäre Mitbewohnerin, die uns ihre Wohnung für die drei Nächte überlassen hat.

——————————–
* Übrigens: Es gibt auch Kassenautomaten VOR der Halle, dann muss eine drinnen nicht so blöd anstehen. Da gibt es zusätzlich zur Kasse aber auch Automaten.

 

Sonntags in Berlin

Sonntags in Berlin

Regen, Regen, Regen. Scott fand es doof, weil er den ganzen Tag im Rucksack war und nix von Berlin gesehen hat. Da hätte er auch bei Emmy bleiben können.

Wehret den Anfängen

Wehret den Anfängen

Ich glaube, dass wir den Anfängen in dem Sinne nicht mehr wehren können. Es hat sich schon viel zu viel Bahn gebrochen. Ich glaube nicht, dass wir hinsichtlich dem Rechtsruck in Deutschland noch irgendwo am Anfang stehen. Wir sind mitten drin.

Und ich glaube, dass wir uns zu lange in einer falschen Sicherheit gewiegt haben. Nur weil etwas nicht präsent ist, ist es nicht weg. Und der Rassismus und das faschistische Gedankengut war nie, nie nie weg.

Das Lernen und Lehren aus der Geschichte wird vielerorts verpasst bzw. sträflich vernachlässigt. Es gibt ein Geschichtsvakuum, das nach der letzten Lichterkette für Lichtenhagen begann und viele glauben wollten, dass damit nun wirklich der letzte (Neo-)Nazi verstanden hatte, dass sie weder erwünscht waren, noch Recht hatten.

Hahahaha. Und dann kam der NSU, der Mord an Lübcke, die Attentate in München, Halle und Hanau…

Ich rede mit dem Kind schon lange offen – und natürlich so kindgerecht wie möglich – immer wieder über die Nazizeit und den Holocaust. Ich kann und will ihn da nicht mit „Das verstehst du noch nicht“ abspeisen. Denn Kinder verstehen das sehr wohl. Nur wenn wir früh genug damit anfangen, den Kindern zu erklären, was damals passiert, geben wir ihnen die Chance aus der – zum Glück – nicht selbst erlebten Geschichte zu lernen. Bis sie es im Geschichtsunterricht gelehrt bekommen, ist es zu spät.

Und deswegen kommt das Kind natürlich mit, wenn wir uns entsprechende Mahn- bzw. Denkmäler ansehen.

Am „Denkmal für die im Nationalsozialismus ermordeten Sinti und Roma Europas“ wurde das Kind sehr still.

Er weiß jetzt, was eine Zwangssterilisation ist, was die Nürnberger Rassegesetze waren und dass 500.000 Menschen so viele sind wie in Frankfurt gewohnt haben, als ich vor 15 Jahren dahin gezogen bin.

Und jede, die meint, sie könne es ihrem Kind nicht begreiflich machen: Das können wir alle nicht, weil es unbegreiflich ist.

Aber wir können darüber reden, weil das Kind fragt, was ein Stolperstein ist. Wir können zusammen „Der Krieg und ich“ gucken. Das Tagebuch von Anne Frank ist ein Einstieg ins Thema (als Original oder Comic).

Je nach Alter gibt es viele Möglichkeiten, aber bitte, schiebt das Thema nicht auf später.

Denn was ich sehe, wenn ich mit dem Kind über die Naziverbrechen spreche, dass das dieses „wehret den Anfängen“ ist.

Rien ne va plus*

Rien ne va plus*

Nein, es ging nicht (gar) nichts mehr heute, aber es ging recht wenig, so zum Beispiel ging

  • ein Zug morgens nach Paris,
  • ich 6,6 Kilometer durchs 9. Arrondissement,
  • die eine oder andere Busverbindung,
  • fast am Gare du Nord verloren,
  • das alltäglich Leben in Paris weiter,
  • das Taxibusiness in Paris sehr gut,
  • der midi-monsieur mit mir 500 Meter stramm den Boulevard de Strasbourg entlang,
  • die Rückverbindung trotz dreimal Umsteigen sehr gut.

Nicht (mehr) ging

  • meine ursprünglich geplante Verbindung hin (daher 2 Stunden früher los**),
  • der größte Teil des Pariser ÖPNV, insbesondere die Metros,
  • irgendwann der Bus, in dem ich saß,
  • es mit dem Taxi weiter, als wir 500 Meter vor dem Gare de l’Est waren,
  • was bei mir am Abend zu Hause nach dem Essen*** und als das Kind im Bett war.

Ich stehe dem Streik in Frankreich recht wohlwollend gegenüber****, denn ich kann wirklich verstehen, dass die Französinnen keine Agenda2010 haben wollen*****. Und so normal das Leben in Paris weiterging, so zeigte sich deutlicher als sonst schon:

  • Die Stadt ist nicht für den motorisierten Individualverkehr ausgelegt.
  • Die Maßnahmen, die die Stadt sehr massiv getroffen hat, um den ÖPNV (Busse) und den nicht-(verbrenner)motorisierten Individiualverkehr (Fahrrad, e-Roller) zu stärken******, schränken den motorisierten Individualverkehr ein. Das ist gut so, funktioniert aber nicht, wenn der unterirdische ÖPNV nicht zur Verfügung steht.

Und abgesehen von dem Stress wegen des ausgefallenen Busses auf dem Weg zum Montparnasse und der Taxifahrt vom Gare Montparnasse zum Gare de l’Est (nach 40 Minuten stiegen wir aus (s.o.), mit der Métro 20 Minuten) hatten, hatte ich eine insgesamt gute Zeit und einiges zu sehen:

——————–
* Nicht geht mehr.

** weswegen ich gefühlt gar nicht total schlecht geschlafen hatte

*** total fertig

**** ja, so von außen und ohne betroffen zu sein, sagt sich das leicht, aber dennoch…

***** auch wenn sich sicher nicht um eine Renten- und auch Arbeitsmarktreform herumkommen werden, aber das schlechteste vom Schlechten aus Deutschland zu übernehmen kann es nicht sein.

****** Aus normalen Fahrspuren wurden Busspuren (auf denen auch Fahrräder und Limes, aber auch Taxis fahren dürfen) oder baulich abgetrennte Fahrradwege.

1 von 2

1 von 2

Heute konnte ich die eine meiner beiden neuen Brillen abholen. Und nach knapp 6 Stunden mit den neuen Stärken kann ich sagen: Ja, das war dann wohl nötig.

Das neue Gestell ist noch etwas gewöhungsbedürftig so im Gesicht und an den Ohren. Möglicherweise ist sie etwas stramm eingestellt.

Mal sehen, wann die zweite Brille fertig ist.

————————

Einer von zwei Zügen scheint auch nach bzw. von Paris zu fahren. Daher werde ich nicht meine ursprünlich gebuchten Züge nehmen können, aber wohl dennoch in Frankreichs Hauptstadt kommen und von da auch wieder weg.

Morgen dann also zur Bahn, um das dingfest zu machen.

————————

Wenn ich den einen der zwei Rechner, mit denen ich theoretisch arbeiten kann, aber aus Gründen nur noch mit einem sollte, nutze, dann komme ich gut in einen Arbeitsflow. Denn dieser eine Rechner ist mein nun offizieller Arbeitslaptop. Der andere war auch mein Arbeitslaptop, aber eben für die Selbstständigkeit und das bin ich nun mal nicht mehr. Und auf dem offiziellen Arbeitslaptop habe ich keine SocialMedia-Apps, -Links irgendwas. Ich werde das auch nicht einrichten, weil ich auf diesem Rechner eben keine Passwörter für meine SocialMedia-Dingse* speichern will, weil es eben ein Arbeitsrechner ist. Auf meinem persönlichen Rechner ist das alles drauf**. Aber es macht keinen Sinn, zwei Rechner offen zu haben***. Vielleicht minimiert das auch das Nachtschichtrisiko. Das werde ich nun empirisch erheben beobachten.

————————
* Ich dürfte das sogar, aber will ich nicht.

** Die SocialMedia-Dingse sind natürlich auf dem smarten Phone, aber da ist es nur bedingt komfortabel.

*** Heute für ein Projekt dann aber doch einmal den alten Rechner aufklappen müssen, da Unterlagen zu diesem Projekt dort gespeichert waren und ich sie auf dem Server nicht finden konnt.

 

2020

2020

Ein paar Pläne für die kommemden 365 Tage stehen schon an:

  • 43 werden
  • Sabaton-Konzert
  • Berlin
  • Monty-Picon-Konzert
  • Rugby-Festival
  • Riverside Stomp
  • Hamburg
  • Das Kind wird 11
  • Fanta4-Konzert
  • Urlaub in Irland
  • Madness-Konzert
  • Den 50sten vom RB feiern
  • Die-Ärzte-Konzert
  • Adventskaffee

Und es ist gut, dass ich (bzw. wir) diese Ankerpunkte* habe, denn seit heute bin ich wieder festangestellt tätig. Und ich bin gespannt, ob es die richtige Entscheidung war. Gerade fühlt es sich nur fifty-fifty an. Da ist es gut, Events zu haben, auf die ich mich freuen kann.

Insgesamt muss ich aufpassen, dass dieses Jahr nicht wieder so arbeitsintensiv wird wie das vergangene**. Hier stehe ich vor der Herausforderung, den Schalter von selbstundständig auf festangestellt zu schaffen***.

2020 werde ich auch wieder Puffins sehen <3

—————-
* bereits jetzt feststehende Events, zudem ist noch angedacht ein Pärchenwochenende in Bielefeld zu verbringen, mit den Mädels nach Brüssel zu fahren. Es werden bestimmt noch weitere Konzerte dazu kommen. Wir dürfen hoffentlich Freundinnen beherbergen.

** 2019 war von Ende Februar bis 20.12. sehr von Arbeut geprägt, lediglich Juli und August waren ruhiger

*** Ich arbeite gern und ich arbeite auch gerne für meine aktuellen Kunden, aber ich habe nun eine feste Wochenstundenzahl mit semifesten Arbeitszeiten**** und bekomme auch nur dafür mein Gehalt. Überstunden sollen auch ausgeglichen werden. Mal sehen, wie gut das klappt.

**** Freitag weiterhin frei, da ich weiterhin die AG anbieten werde.

Wutmarsch

Wutmarsch

Orrrrr, diese Nacht war so symptomatisch für das heute vergehende Jahr, denn in diesem Jahr hatte ich

a) einige schlaflose Nächte,
b) mich öfters über dem RB sein Schnarchen aufgeregt und deswegen
c) mehrere Nächte nicht im gleichen Bett wie er verbracht,
d) mich regelmäßig über die Zahlungsmoral von einer meiner Auftraggeberinnen geärgert.

Diese Nacht kam alles zusammen. Erschwerend kam dazu, dass

a) die letzte Nacht des Jahres war (und morgen halt fixe Zahlungen fällig sind),
b) wir im Hotel nächtig(t)en und dadurch
c) die AusweichFluchtmöglichkeiten vor dem Schnarchen sehr begrenzt ist,
d) es Frühstück nur bis 10h00 gibt und somit
e) ausschlafen nicht möglich war.

Das Ergebnis war eine fast 43-Jährige mit wirklich, wirklich schlechter Laune. So schlechte Laune, dass ich mit dem RB nicht beim Frühstück kommunizierte und auch danach nur die nötigsten drei Worte wechselte Spitzen vor die Füße rotzte. Dann, als er mich allein ließ, damit ich noch etwas schlafen könnte, ich aber keinen Schlaf fand, stapfte ich wütend los. Erst Richtung Kutterhafen,

Kutterhafen bei Ebbe. Scott sucht das Meer.

… dann weiter Richtung Cuxhaven (18 km),

… stritt mich nach 4,5 Kilometer mit dem RB auf Deich. Dann stapfte ich wütend(er) und per Messanger diskutierend weiter,

… um bei Kilometer 7, dann doch mal meinen Standort mit dem RB zu teilen, der da aber schon ein Dorf weiter war (und nun auch das technische Feature des Standortteilens kennt) …

Wir laufen uns mit 34 % (er) und 66 % (ich) Akku entgegen. Romantischer wird’s nicht mehr.

… und nachdem ich 8 Kilometer in den Beinen hatte, trafen wir dann aufeinander. Wir gingen 1,5 Kilometer friedlich nebeneinander her,

… stiegen dann ins Auto und suchten uns was Essbares.

Solltet Ihr in Cuxhaven mal Lust auf Nicht-Fisch haben, können wir das Café Pfannkuchen wärmstens empfehlen.

In diesem Sinne: Happy New Year! 😉

Fast da

Fast da

Mehrfach beglückwünschten der RB und ich uns heute auf der Fahrt nach Bremen, die 4,5 Stunden dauerte (und dass ohne regulären LKW-Verkehr), dass wir bereits heute losgefahren sind und so morgen nur noch eine Stunde zu fahren haben, bis wir am Meer sind. So können wir schon noch vor Mittag die Nordsee sehen.

Jippiee!

Safety first: Scott und sein Kuscheltier Hainrich sind selbstverständlich angeschnallt.
Jaja, Anlegestelle, nicht Hafen (der ist in Bremerhaven), aber immerhin liegt hier das Becks-Werbeschiff, äh, die Alexander von Humboldt.
Der 5. Bremer Stadtmusikant war/ist ein Puffin.
Bremen stabil.
Ups

Ups

Ups, da war es schon so spät, nachdem wir alle Unterkünfte für den Sommer in Irland gebucht haben. Der Koffer für morgen ist auch noch nicht gepackt. Und weil ich den Rechner nicht mit ans Meer nehmen will, wird es wohl auch erst im nächsten Jahr einen ausführlichen Rückblick geben.

Jetzt erstmal Bett, damit wir morgen halbwegs früh loskommen.