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Viel los

Viel los

Ohje, ohje, das Kind hat Weh.

Seit 6,5 Wochen ist er in kieferorthopädischer Behandlung. Es tut sich viel in seinem Mund. Die Hyrax-Tortur ist vorbei. Nun muss die Apparatur drin bleiben, bis die Gaumennaht geschlossen ist und alles wieder stabil ist. So vier bis fünf Monate.

Aber nicht, dass er bis dahin Ruhe hätte: Seit anderthalb Wochen hat er für die Zähne im Unterkiefer eine herausnehmbare Spange. Da er sie nur abends und zu Hause tragen soll, stört sie ihn wenig.

Heute dann nun die nächste Edelstahlkonstruktion in des Kindes Mund. Und während der Kieferorthopäde, er und ich wohl dachten, dass es nach der Hyrax nicht schlimmer werden könne, leidet das Kind sehr unter den Brackets und dem Zugdraht.

Ich hoffe, dass es in ein paar Tagen vorbei ist, doch heute Abend flossen Tränen des Schmerzes. Das Essen tat weh. Kauen ging nicht. Er war sehr unglücklich.

Und als sich dann zeigte, dass wir nur noch eine 200er Ibu im Haus hatten, zog zunächst der RB (leider erfolglos) und dann ich los, um Nachschub zu besorgen.

Einschlafen war dennoch nicht einfach. Allein ging nicht. Kuscheln war genehm. „Dann sing ich auch.“ – „Das hilft auch nicht.“ Ich sang dennoch. Drei Strophen hat das Lied. Ganz reichte es nicht. Ich summte noch eine vierte und dann hörte ich ihn schnurcheln.

Möge es morgen besser sein.

Angst

Angst

Die Angriffe der Türkei auf Syrien machen mir Angst.

Angst vor einem Krieg, der uns alle betreffen und beschäftigen wird. Der westliche Bündnisse zerbrechen lassen wird und eigentlich noch immer fragile, 70 Jahre alte Freundschaften auf die Probe stellen wird.

Lecker Sonntag

Lecker Sonntag

Ausgeschlafen. Brötchen gefrühstückt. Dann hat der RB geputzt und ich in der Küche gewirbelt (gefüllte Pilze, orientalische Möhren, Piemientos de Padron, Kartoffelspieße, 2 Dips, 1 Bärlauchbutter und Pflaumen-Crumble vorbereitet). Kurze Pause für den RB und mich. Liebe Freunde begrüßt. Gequatscht, gegrillt (also der RB), getrunken. Viel gegessen, viel gequatscht, viel getrunken.

Und wenn der Abend schon um 16h30 anfängt, ist es auch okay, wenn er um 21h45 „endet“.

Allerdings waren es etwas zu viele Carbs und jetzt brauch ich einen Magen-Tee.
Kopfschmerzen

Kopfschmerzen

Schöner Abend. Mit zweien der Besten auf dem Märktchen gewesen. Sehr nette Gesellschaft gehabt. Viel Wein getrunken (also für meine Verhältnisse mit fast 3 Wochen Abstinenz).

Jetzt schon Kopfschmerzen.

Und morgen muss ich um 5h50 am Bahnhof sein.

Sesam öffne Dich

Sesam öffne Dich

Wenn ich eine Flasche mit Kapselverschluss öffnen möchte, nutze ich einen Flaschenöffner Kapselheber. Die Dinger sind nicht nur recht praktisch, sondern ich bin auch einfach zu dappich, eine Flasche mit Feuerzeug, Tischkarten, Messergriff, Zähnen, kleinem Zeh… you name it… zu öffnen.

Mag sein, dass das total praktisch ist, aber, ich mein, wozu gibt es Kapselheber?! Außerdem hab ich halt Angst, das zweckentfremdete Werkzeug kaputt zu machen.

Nun ist es ja so, dass der RB nicht ich ist und bei bestimmten Dingen einen andere Meinung hat. Zum Beispiel zum Thema Flaschen öffnen. Er nimmt gerne alles Mögliche um Flasche und Kapsel voneinander zu trennen. So schnell, wie er zwei Flaschen aneinander (zumindest die eine an der anderen) öffnen kann, so schnell kann ich nicht mein Taschenmesser im Rucksack suchen.

Heute allerdings nahm er den Autoschlüssel. Schlüssel sind ja eh so ein rotes Tuch für mich. Die Rennerei, wenn die kaputt oder verloren gehen. Nein danke. Heute also der Autoschlüssel als Kapselheber und natürlich musste es kommen, wie es kam: Der Schlüssel fand diese Zweckentfremdung („Das hab ich schon total oft gemacht und nix ist passiert.“) nicht im Sinne des Erfinders (ach?!) und ging kaputt. Der RB hatte den einen Schlüsselteil in der Hand und noch einen und noch einen. Aber anscheinend war der Schlüssel nur an „Sollbruchstellen“ aufgegangen, sodass er ihn wieder zusammengesetzt bekam.

Dann wollten wir fahren. Als wir aufs Auto zugingen, stellte sich heraus, dass das SittSitt die Zentralverriegelung via Schlüsselfernbedienung (gibt es dafür einen kürzeren Begriff?) nicht funktionierte. Hmm, nicht toll, aber das Auto hat ja noch Schlösser und so kamen wir ins Auto.

Es fühlte sich schon irgendwie anders an, als ich den Schlüssel ins Schloss steckte. Doch so richtig komisch wurde es, als ich den Wagen anlassen wollte. Denn mehr als rödeldirödeldirödel war nicht zu hören. Anlasser kaputt? Marderbiss? Batterie und Tankfüllung konnten es zumindest nicht sein.

Natürlich waren wir mitten in der Pampa und ich sah uns schon den ADAC rufen.

Doch erstmal bei den Leuten fragen, die wir gerade erst verlassen hatten, ob sich wer auskennt. Herr Walther meldete sich. Er ließ sich das Problem vorführen, erinnerte sich an den Schlüsselunfall beim Flaschenöffnen und fragte, ob die Batterie aus dem Schlüssel gefallen sei und so der Chip keinen Strom hätte und dadurch die Chiperkennung (als Diebstahlschutz) nicht funktionierte. Die Batterie sei drin, meinte der RB und kramte in seiner Tasche, aber den Chip habe er nicht reingemacht.

Nun durfte ich endlich mein Taschenmesser raussuchen. Wir öffneten den Schlüssel, setzten die Miniplatine (jaja, kein Chip) ein und… tadaa… da funktionierte schon mal das SittSitt. Optimistisch drehte ich den Schlüssel im Anlassschloss um und das Auto machte die Geräusche, die es machen soll.

Und die Moral von der Geschicht‘?!
Zweckentfremde (Auto-)Schlüssel nicht!

Flüssig

Flüssig

Ich will noch nicht mal sagen, dass ich heute untätig war, aber hitzebedingt läuft hier gerade einiges anders. Es ist zwar in der Wohnung immer noch kühler als draußen, aber was heißt das schon bei > 40 °C Außentemperatur?! Nein, der Schweiß fließt noch nicht. Aber das mag auch daran liegen, dass ich meine Bewegungen wohldosiert einsetze.

Der Tagesrhythmus* muss sich der Temperatur anpassen. Ich kann tagsüber wegen warm und zu wenig Sauerstoff (ja, Fenster auf bringt kurz was, aber macht es in der Regel doch wärmer als eh schon) nicht wirklich arbeiten. Um flüssig (haha) schreiben zu können, müsste ich so viel trinken, dass ich wirklich viertelstündlich aufs Klo rennen müsste. Tja und dann würde ich wieder meinen Schreibfluss unterbrechen. Also mache ich Dinge, die ich unterbrechen kann. Geschrieben wird – wie jetzt – nachts auf dem Balkon.

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* Phänomenal war es allerdings heute morgen. Um kurz nach 9h00 klingelte das Telefon. Ein Kollege. Nein, ich bin nicht drangegangen, weil ich a) wenn überhaupt erst ab 9h30 erreichbar bin und b) ebendiesem Kollegen erst 7 Stunden zuvor (also mitten in der Nacht) eine e-Mail geschickt hatte, in der ich die Tag-Nacht-Problematik thematisiert hatte. Und es ist jetzt nicht so, dass gerade der Baum brennt und ich dringend und un.be.dingt erreichbar sein muss. Ich muss meine Texte abliefern, aber mehr auch nicht.

Zufrieden und auch nicht

Zufrieden und auch nicht

Ich habe gestern die Nachtschicht nicht durchgehalten und entsprechend den Text nicht fertig gemacht. Schlechtes Gewissen deluxe. Dafür aber heute morgen, nachdem das Kind weg war, nicht wieder eingeschlafen. Rumgerödelt. Versucht mich eine halbe Stunde zu früh bei der Telko einzuwählen und deswegen etwas Stress verbrereitet. Telko zum richtigen Zeitpunkt war aber ok. Vielviel Arbeit. Dinge fertig gemacht. Projekte deligiert – wenn auch mit Bauchschmerzen. Aber die hatte ich ja eh wegen des Textes. Zu dem ich heute auch weiter nicht mehr kam. Immerhin kam ich zum Duschen. Und dazu endlich mal wieder an die Luft zu kommen. Ein Gang durchs Dorf, um mich um den Ersatz für den Fahrradschlüssel zu kümmern, um Kaffee für den RB und auch so einzukaufen. Dem Drang widerstanden zu schlafen (musste ja auch aufs Kind warten). Wäsche aufgehängt (zumindest das Nötigste) und Kuchen gebacken. Essen aber sonst heute eher vernachlässigt. Erstaunlich, wie sättigend Kefir ist. Dem Kind noch die Haare auf 6 mm rasiert. Tatsächlich noch diversen Papierkram erledigt.

Gut, dass wir morgen erst um 10h00 am Club sein müssen. Aber ab dann ist bis Sonntagabend Rugby angesagt.

Krass, was das Kind für eine Wolle auf dem Kopf hat.
Ee Schnibbelsche

Ee Schnibbelsche

Eine Zeit lang ging ich nicht so gerne auf unseren kleinen Markt im Viertel. Er ist immer mittwochs und samstags. Und wirklich schnell zu Fuß zu erreichen. Aber die Qualität war nicht so toll. Ein paar Mal hatte ich wirklich Pech mit dem Päggscher Grie Soß und auch sonst kam mir zu vieles nicht aus der Region. Dann ging auch noch das Waffeleisen beim Metzger kaputt. Und mal ehrlich, wie soll eine denn den Samstag zelebrieren, wenn sie keine Waffeln zum Kaffee bekommen kann.

Doch der Erzeugermarkt ist auch nicht mehr das, was er einmal war. Bieten die Stände mittlerweile Gemüse aus allen Ländern an. Warum also in die Ferne schweifen?!

Waffeln gibt es auf unserem Märktchen zwar immer noch nicht wieder. Doch die Qualität von Obst und Gemüse ist besser geworden. Und der Metzger, der zwar keine Waffeln mehr hat, ist wirklich gut und lecker – also seine Fleisch- und Wurstwaren. Die lange Schlange spricht jeden Mittwoch und Samstag für sich. Und das Team ist auch immer für einen Scherz zu haben:

Der RB steht wie es sich gehört mit etwas Abstand zu mir, während ich schon bedient werde.
„Junger Mann, wie können wir Ihnen helfen, oder gehört“, die zweite Verkäuferin blickt zu mir, „der zu Ihnen?“
„Ja, wir gehören zusammen.“
„Einer muss ja die guten Sachen nach Hause tragen“, meint die erste, unsere, Verkäuferin.
„Mal sehen, wie schwer das wird. Ob ich das überhaupt schaff.“
„Ja, geben Sie dem armen Mann lieber ee Schnibbelsche Wurst, bevor er völlig entkräftet ist“, grinse ich.
Unsere Verkäuferin grinst zurück, nimmt die Kinderwurst aus der Auslage, schneidet eine Scheibe ab und reicht sie dem RB: „Jetzt sollte es gehen.“

Ja, bis nach Hause hat er unsere Einkauftaschen geschafft.