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Abschottung, Tag 74

Abschottung, Tag 74

Heute wäre Frühschicht-Schule fürs Kind. Allerdings kommt er um 7h30 zu mir und klagt über Schluckbeschwerden. Na, dann bleibt er halt zu Hause. Ich verdonnere ihn dazu, sich neben mich zu legen und noch etwas zu schlafen. Um 9h30 stehe ich auf und gehe an den Schreibtisch.

Uff, dieser Dienstag ist ein Montag. Das erste, was ich lese, ist Nachricht, die mich sehr ärgert. Ich mache meinem Ärger Luft und das ganze zieht einen Rattenschwanz nach sich. Ich habe dafür keine Zeit. Dafür eben nicht.

Ich kümmere mich um diverse Projekte. Habe eine Telko. Kümmere mich um weitere Projekte. Kurze Unterbrechung für den Rattenschwanz. Habe noch eine Telko. Ich gerate kurz mit dem RB aneinander, weil er mich erschreckt. Schnell ein weiteres Projekt. Dann was essen und dabei mit dem Kind Karten spielen. Dann noch ein paar Projekte. Mein Ärger ist noch nicht verrraucht. Da ist es auch nicht hilfreich, dass ich auf eine e-Mail keine Antwort bekomme.

Gegen 18h00 bin ich total k.o. und muss mich hinlegen. Um 19h15 mache ich mich ans Kochen.

Da wir mit dem Essen spät dran sind, beginnt für uns die #CorotäneKneipe etwas später. Die tolle Runde nimmt dem Dienstag etwas die Montagigkeit. Allerdings muss ich zwischendrin mit dem Kind ein sehr ernstes Wort reden.

Ja, wir sind alle gerade genervt. Wir haben einen Lagerkoller. Das Kind kommt zu kurz und muss viel zu viel funktionieren und still sein, während ich undoder der RB arbeiten. Das ist nicht gut. Gar nicht. Und klar schlägt es dem Kind aufs Gemüt. Klar, will er Aufmerksamkeit. Und ich will wieder mehr Zeit für ihn und weniger für Arbeit. Hoffentlich bald.

Nach der Twitterkneipe einigen der RB und ich uns darauf, dass wir – sollten wir wirklich nicht nach Irland fahren können – spontan gucken, wo wir noch eine Ferienwohnung bekommen, um wenigstens mal einen Tapetenwechsel zu haben.

Abschottung, Tag 44

Abschottung, Tag 44

Eigentlich wollte ich heute raus und zu dritt irgendwo rumwandern.

Uneigentlich war ich zwar um 9h30 wach, bin dann aber mit dem Kind im Bett nochmal eingeschlafen und habe auch noch weitergeschlafen, als dieser das Zimmer wieder verließ. Gegen 12h00 wurde ich etwas verstört (wegen komischen Traum, in dem es auch um den Rugbyverein ging) wach und war dann erschreckt, wie spät es war. Wandern ist heute nicht mehr. Tjanun, ist dann so.

Wir frühstückten auf dem Balkon.

Das Kind machte es sich danach zum Lesen gemütlich.

Ich kümmerte mich dann parallel um Kuchen, den Spielzeugpakete und sortierte mit Kind noch die letzte Baustelle in seinem Zimmer. Dann war es auch schon Zeit für unser Sonntagskaffeedate.

Das Kind litt unter Digitalentzug und brutzte vor sich hin. Er aß kurz Kuchen mit uns, aber musste dann substituieren und anstatt RingFit zu machen, nutzte er die freie Bahn Sicht am Fernseher dafür, sich wenigstens seine LetsPlay-Videos anzugucken.

Dann scannte ich die Hausaufgaben vom Kind und verschickte sie an die jeweilige Lehrkraft. Zudem teilte ich noch den Lehrkräften der Klasse mit, dass ein virtuelles Klassenzimmer erwünscht sei. Ich bin gespannt, was da noch kommen wird.

Und vermutlich wäre es sehr schlau gewesen, das Kind direkt nach dem Abendbrot – es gab Currywurst mit sehr leckeren vom RB selbst gemachten Currysoßen – ins Bett zu stecken. Aber er kuschelte noch etwas vor dem Fernseher, schaute Kitchen Impossible, während der RB und ich am Rechner wurschtelten. So wurde es dann viel zu spät und der Abend endete fürs Kind mit zwei – von mir – zugeknallten Türen, weil er unbedingt meinte, mich in der Wohnung mit Wasser anzuspritzen.

Ich verstehe es nicht. Ich verstehe es wirklich nicht. Zumal wir eine Minute zuvor noch kuschelten und er mir sein Leid über die ganze doofe Situation klagte. Und dann geht er nochmal ins Bad, findet da eine Sprühflasche und es geht mit ihm durch.

Er kam nach 30 Minuten nochmal aus seinem Zimmer und entschuldigte sich. Er hat schon ganz schön viel Größe, der kleine Mann. <3

Kinderquatsch(en) II

Kinderquatsch(en) II

Der vorherige Blogpost beinhaltet nur Informationen für Eltern, dernen Kind(er) sich morgen zum Quatschen via zoom treffen wollen.

Daher gebe ich das PW auch nur an die raus, die Kinder haben und die sich vorstellen können mitzumachen.

Grauzone

Grauzone

Ich freue mich, dass die ersten Merch-Päckchen schon unterwegs sind. Im Sinne von #WirSindMehr muss #NazisRaus mehr sichtbar sein. Es muss sichtbar sein, dass wir wirklich mehr sind.

Beim Sabaton-Konzert extra einen Button am T-Shirt getragen. Ich mag den Sound von Sabaton sehr und auch die Show war toll, aber mich durchzuckt es dennoch immer wieder ob der Songtexte. Wie verherrlichend sind vermeintlich neutrale Texte über real stattgefundene Kriege? Wie richtig ist es in der heutigen Zeit, keine Position zu beziehen und damit alle Tore offen zu halten? Das Publikum wirkte hier und da doch recht grauzonig. Ich verbuche das Konzert unter guilty pleasure und werde sehr überlegen müssen, ob ich nochmal zu einem Sabaton-Konzert gehen kann.

Apropos Grauzone*: In der Bahn zurück hatte ich meine Mütze mit dem großen petrolfarbenem #NazisRaus-Button auf. Neben mir saß eine Frau. Ihr Partner stand neben ihr im Gang – er hatte gute Sicht auf den Button. Am Bahnhof kam ein Obdachloser in die Bahn und fragte nach Geld. Als er am stehenden Mann vorbei war, sagt dieser: „Hier, die Dame gibt bestimmt was.“ und zeigte mit einer unwirschen Handbewegung an seiner Partnerin vorbei auf mich. Der Obdachlose hatte es nicht mehr gehört. Und ich bin mir auch nicht sichet, ob er das unbedingt sollte. Aber ich sollte es hören. Ich sollte hören, dass er mich als „linke Zecke“ erkannt hat. Ich ging nicht drauf ein, reckt aber den Kopf etwas höher.

Dennoch war ich froh, dass dieses Paar eine Stationen vor mir ausgestiegen ist.

———————————
* Ich bin mir nicht sicher, ob der Typ und die Frau auch auf dem Konzert waren.

2019-F&A

2019-F&A

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
9.

Zugenommen oder abgenommen?
Zugenommen.

Haare länger oder kürzer?
Noch etwas kürzer.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gleich. (Aber ich muss wohl mal wieder zur Optikerin.)

Mehr ausgegeben oder weniger?
Ähnlich.

Der hirnrissigste Plan?
Nichts.

Die gefährlichste Unternehmung?
Ich neige immer noch nicht zu gefährlichen Unternehmungen.

Der beste Sex?
Generell oder des Jahres?

Die teuerste Anschaffung?
Neuer Receiver.

Das leckerste Essen?
Grie Soß geht ja immer.

Das beeindruckenste Buch?
Wieder mal zu wenig gelesen.

Der ergreifendste Film?
Kaum Filme geguckt. Davon hat mich wohl Sobibor am meisten bewegt. Ansonsten mehr Serien gesehrn, u.a. The Crown, Peaky Blinders, Vikings, The Bold Type, This is us…

Die beste CD?
From Here von New Model Army.

Das schönste Konzert?
The Movement, Heavy Balls

Die meiste Zeit verbracht mit…?
… mir, Arbeit, dem RB und dem Kind.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
… dem RB und dem Kind.

Vorherrschendes Gefühl 2019?
Mir geht es verdammt gut.

2019 zum ersten Mal getan?
Mit RB und Kind in den Urlaub gefahren. Puffins in Echt gesehen. Eine AG geleitet.

2019 nach langer Zeit wieder getan?
Einen Arbeitsvertrag unterschrieben.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
– Uffreschung mit des RBs Mitarbeiterinnen
– Lungenentzündung bei meinem Vater
– Mäuse auf dem Balkon

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
#NazisRaus

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Geldbeutel mit Trojan Head (sagt der RB).

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Zeit. Gehäkelter Puffin. Badepuffin.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Der midi-monsieur ist ein feiner Kerl. Das machst Du schon ganz gut.“

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Das mögen bitte andere beurteilen.

Mehr Kohle oder weniger?
Mehr.

Besseren Job oder schlechteren?
Die gleiche Selbstständigkeit ist gut (und trotzdem gebe ich sie auf).

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Erfahrungen und Erkenntnisse, neue Freundinnen.

Mehr bewegt oder weniger?
Mich zu wenig.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Nichts Ernsteres.

Davon war für Dich die Schlimmste?
Nichts.

Dein Wort des Jahres?
Antifa.

Dein Unwort des Jahres?
Nachsitzen.

Dein Lieblingsblog des Jahres?
Ich habe immer noch keinen Lieblingsblog.

2019 war mit einem Wort…?
Gut.

Dein grösster Wunsch fürs kommende Jahr?
Dass die Festanstellung die richtige Entscheidung war. Dass es meinen Vater weiterhin so gut geht.

2018.

Viel los

Viel los

Ohje, ohje, das Kind hat Weh.

Seit 6,5 Wochen ist er in kieferorthopädischer Behandlung. Es tut sich viel in seinem Mund. Die Hyrax-Tortur ist vorbei. Nun muss die Apparatur drin bleiben, bis die Gaumennaht geschlossen ist und alles wieder stabil ist. So vier bis fünf Monate.

Aber nicht, dass er bis dahin Ruhe hätte: Seit anderthalb Wochen hat er für die Zähne im Unterkiefer eine herausnehmbare Spange. Da er sie nur abends und zu Hause tragen soll, stört sie ihn wenig.

Heute dann nun die nächste Edelstahlkonstruktion in des Kindes Mund. Und während der Kieferorthopäde, er und ich wohl dachten, dass es nach der Hyrax nicht schlimmer werden könne, leidet das Kind sehr unter den Brackets und dem Zugdraht.

Ich hoffe, dass es in ein paar Tagen vorbei ist, doch heute Abend flossen Tränen des Schmerzes. Das Essen tat weh. Kauen ging nicht. Er war sehr unglücklich.

Und als sich dann zeigte, dass wir nur noch eine 200er Ibu im Haus hatten, zog zunächst der RB (leider erfolglos) und dann ich los, um Nachschub zu besorgen.

Einschlafen war dennoch nicht einfach. Allein ging nicht. Kuscheln war genehm. „Dann sing ich auch.“ – „Das hilft auch nicht.“ Ich sang dennoch. Drei Strophen hat das Lied. Ganz reichte es nicht. Ich summte noch eine vierte und dann hörte ich ihn schnurcheln.

Möge es morgen besser sein.

Angst

Angst

Die Angriffe der Türkei auf Syrien machen mir Angst.

Angst vor einem Krieg, der uns alle betreffen und beschäftigen wird. Der westliche Bündnisse zerbrechen lassen wird und eigentlich noch immer fragile, 70 Jahre alte Freundschaften auf die Probe stellen wird.

Lecker Sonntag

Lecker Sonntag

Ausgeschlafen. Brötchen gefrühstückt. Dann hat der RB geputzt und ich in der Küche gewirbelt (gefüllte Pilze, orientalische Möhren, Piemientos de Padron, Kartoffelspieße, 2 Dips, 1 Bärlauchbutter und Pflaumen-Crumble vorbereitet). Kurze Pause für den RB und mich. Liebe Freunde begrüßt. Gequatscht, gegrillt (also der RB), getrunken. Viel gegessen, viel gequatscht, viel getrunken.

Und wenn der Abend schon um 16h30 anfängt, ist es auch okay, wenn er um 21h45 „endet“.

Allerdings waren es etwas zu viele Carbs und jetzt brauch ich einen Magen-Tee.
Kopfschmerzen

Kopfschmerzen

Schöner Abend. Mit zweien der Besten auf dem Märktchen gewesen. Sehr nette Gesellschaft gehabt. Viel Wein getrunken (also für meine Verhältnisse mit fast 3 Wochen Abstinenz).

Jetzt schon Kopfschmerzen.

Und morgen muss ich um 5h50 am Bahnhof sein.