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#ClosedNovember (15)

#ClosedNovember (15)

Ich habe grottenschlecht geschlafen. Ich fühle mich schlecht – konstitutionell, aber auch wegen der Arbeit. Ich komme nicht zur Ruhe. Es ist nach 4h00, als ich endlich einschlafe. Um 7h30 geht der Wecker, damit das Kind zur Schule kommt. Als er weg ist, rufe ich bei der Ärztin an. Ich soll bis 11h00 hinkommen. Ich lege mich trotzdem nochmal ins Bett, aber ich schlafe nicht nochmal ein. Um 10h00 gehe ich los.

Krankschreibung für die ganze Woche. Das erleichtert mich doch sehr. Ein Rest Anspannung bleibt über den ganzen Tag*…

… bis abends meine Vorgesetzte schreibt, dass das kritische Projekt** steht und alles gut ist und dass ich mich erholen soll.

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* Den ich damit verbringe, The Crown wegzubingen.

** Ein großer Grund für meinen Stress. Nicht das Projekt selbst, aber ein Teilnehmer macht(e) mir Bauchschmerzen und hätte viel Diplomatie von mir gefordert. Etwas, das mir so schon nicht immer leicht fällt, aber gestresst halt noch viel weniger.

#ClosedNovember (8)

#ClosedNovember (8)

Nach den Bildern von Samstag und während Pegida trotz Pandemie marschieren darf, bleibt mir heute in Gedenken an den Novemberpogrom nur zu sagen:

Nie wieder!

Kein Vergessen.

Lasst uns bitte alle unseren Beitrag leisten, dass sich Geschichte nicht wiederholt.

#ClosedNovember (5)

#ClosedNovember (5)

FREItag. Das Kind ist rezidiv und bleibt zu Hause. Also Ausschlafen. Dringend nötig, denn nun habe ich Männergrippen-Rüsselpest.

Eigentlich will ich mich in was einlesen. Uneigentlich schaffe ich es nur, mir die Unterlagen auszudrucken.

Essensplanung und Großeinkauf.

Danach bin ich platt und ich muss mich hinlegen.

Ich stehe kurz zum Essen auf verkrümel mich dann aber erstmal wieder ins Bett. Die #CorotäneKneipe fängt erstmal ohne mich an.

#ClosedNovember (1)

#ClosedNovember (1)

Das Kind hat sich heute ein Herz gefasst und endlich seinen Vater angerufen. Das hat er mittlerweile seit – wenn ich mich nicht völlig irre – Ende August vor sich hergeschoben.

Das war ganz schön belastend für ihn. Also das aktive Nichtmelden und auch Nichtdrangehen, wenn der Kv von sich aus anrief.

Aber die letzten Gespräche zwischen Vater und Sohn waren vermutlich belastender. Sonst wäre das Kind dem Kontakt nicht so aus dem Weg gegangen.

Über zwei Monate sind natürlich eine lange Zeit, in der sich auch Angst vor der Angst aufbauen und einem – also dem Kind – hin und wieder den Schlaf torpedieren kann.

Ich lasse dem Kind die Entscheidung, ob und wann er mit seinem Vater kommunizieren will, aber wir sprachen die vergangenen Tage vermehrt darüber. Und dass das Gefühl nicht besser wird mit der Zeit. Dass er das Telefonat aber selbst führen muss (auch wenn ich natürlich für ihn da bin).

Also rief er an.

Und nun ist er erleichtert. Weil es getan ist. Weil es fast überfällig war.

Ernte

Ernte

Zweite Welle: Tag 99

Was früher das Dorf war, ist heute Twitter. Im Guten wie im Schlechten. Ich bin rigoros und versuche mir das Schlechte so weit wie möglich vom Hals zu blocken. Und mit schlecht meine ich nicht schlechte Nachrichten. Sondern das Gepöbel und Lästern. Ich versuche idR Säue an mir vorbeitreiben zu lassen, während ich im Eingang unserer Kneipe stehe und kurz dem wilden Treiben zuschaue, bevor ich wieder reingehe. Und damit wären wir auch beim Guten von Twitter: unsere Kneipe. Große Liebe für die Crew, für den Austausch, für das Füreinanderdasein.

Doch Twitter hat mir darüber hinaus viele tolle Menschen in mein Leben gebracht.

Twitter ist auch Hilfe oft getreu dem Motto „Eine für alle, alle für eine“. Hinter diesem komischen Vögelchen stecken tatsächlich Leute, auf die eine sich verlassen kann, die altruistisch handeln, die Ideen haben, die wen kennen, die wen kennen… ihr wisst schon. Wobei Twitter da schon oft sein globales Wesen zeigt.

Sein höchst dörfliches Dasein zeigte Twitter, als ich den Tweet vom Bad Vilbeler Teufelszeug in die TL gespült bekam:

Nach einszwei dm war geklärt, dass wir heute hinfahren würden.

Das Kind hatte ein letztes Mal Rugby-Training vor #ClosedNovember und freute sich darauf, dass wir weg sein würden, wenn er nach Hause kommt.

In Bad Vilbel empfing uns nicht nur bestes Wetter (für das wir zu warm angezogen waren), sondern auch ein sehr sympathischer Apfelplantagenbesitzer, der uns freundlicherweise auch mit Obstpflückern aushalf und uns dann die noch sehr vollen Bäume auf zwei Streuobstwiesen zeigte.

Das war auf der einen Wiese und danach waren zwei Wäschekörbe voll. Mehr Äpfel brauchen wir nun wirklich nicht. Also fuhren wir die zweite Wiese nicht mehr an, sondern „nur noch“ zum Walnussbaum.

Mit reicher Beute machten wir einen Schlenker durch Kalbach und tauschten einen Teil der Äpfel gegen Quitten ein.

Etwas (sehr) ausgehungert kamen wir zu Hause an. Ich kochte schnell und verarbeitete die ersten Äpfel für den Nachttisch.

Bratsäpfel

(Für die Füllung habe ich etwas Butter – vermutlich so 30 g – mit gemahlenen Mandeln vemengt, bis es etwas teigig war, noch eine Handvoll Rosinen dazu und dann in die Kerngehäuselöcher gedrückt…)

LDo

LDo

Zweite Welle: Tag 69

Krank gemeldet wegen Magen-Darm. Geschlafen, auf dem Sofa vegetiert, gestrickt.

Kind kurzfristig verschwunden.* Natürlich ohne Handy dabei.

Blacklist.

Tag spät zu Ende.

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* Brauchte > 1 Stunde vom Bouldern nach Hause (Strecke eigentlich 20 Minuten)

Kein Gang

Kein Gang

Zweite Welle: Tag 65

Weiterhin Össelwetter, zudem muss der RB arbeiten. Wir gehen zum ersten Mal nicht wandern (oder Rad fahren) seit 21 Wochen. Komisch.

Ich stricke.

Ich verräume Wäsche und nötige den RB Platz zu machen.

Im Gegenzug trenne ich mich endlich von einem ordentlichen Stapel Fachbüchern, die tw mehr als 20 Jahre alt sind.

Sonst passiert nix.

Privilegien

Privilegien

Zweite Welle: Tag 54

Ich kann all diese klugen, allgemein gültig formulierten RatSCHLÄGE nicht mehr hören und lesen. Da möchte ich ganz allgemein die Leute schütteln und fragen, ob sie sich selbst zuhören (oder halt lesen, was sie schreiben).

Was im Einzelfall gut geklappt hat oder eine es sich im Einzelfall ausmalt, dass es gut klappen könnte und sicherlich gut nach außen wirkt, hat maximal anekdotische Evidenz. Letztlich beweisen Anekdoten aber nix. Höchstens die Existenz von Glück. Oder von Pech.

Ich – und ja, es muss was heißen, wenn ich mich das frage – frage mich wirklich, mit was für einem Ego eine ausgestattet sein muss, wenn sie jeder, die es hören will oder auch nicht, fröhlich aufmunternd arrogant zuruft: „Eine muss nur wollen.“

Nicht alles, was eine will, kann sie auch. Sei es, weil ihr die Fähigkeiten dazu fehlen oder weil es keine Möglichkeit/Mittel dazu gibt. Und gesetzliche Rahmenbedingungen müssen auch noch eingehalten werden.

Etwas können können hat extrem viel mit Privilegien zu tun. Privilegien, die eine qua Herkunft in den Schoß gelegt bekommen hat oder sich mehr oder weniger hart erarbeitet hat.

Aber egal wie eine zu Privilegien kam, in jedem Fall besteht Unverständnis über das vermeintlich Unvermögen. Entweder weil eine sich nicht vorstellen kann, dass andere nicht so einfach können, wie sie wollen, oder weil eine auf dem hohen „ich habe es doch auch geschafft“-Ross hockt.

Mein kluger, allgemein gültiger Ratschlag an alle, denen mal wieder „eine muss nur wollen“ auf der Zuge liegt:

Checkt eure Privilegien!

Und überlegt, ob und wie ihr der Person helfen könnt, der ihr gerade ihr vermeintliches Unvermögen vor die Füße rotzen wollt. Und wenn ihr das nicht wollt (sic!), dann einfach mal die Klappe halten.

Via regia

Via regia

Zweite Welle: Tag 37

Weil das Kind derzeit dreimal pro Woche Rugby-Training hat, muss er nicht (mehr) mit uns wandern. Und für den RB und mich ist es durchaus schön, auch mal Zeit zu zweit haben. Schließlich sind wir seit 233 Tage zu dritt. Ohne Pandemie wären wir nur 81 % dieser Zeit zu dritt gewesen. Und auch erst seit 20 Tagen wieder zu dritt.

Und nachdem der RB und ich letzte Woche 3,4 Kilometer auf der Hohen Straße gewandert sind, dachten Else und ich, dass wir heute die ersten 5,6 Kilometer dieses alten Handelswegs ablaufen könnten. Wenn wir so weiter wandern, brauchen wir noch ca 73 Etappen bis Leipzig.

Passend bevor es richtig regnet, sind wir wieder zu Hause. Wir kochen und aus den unterwegs gepflückten Pflaumen mache ich Crumble.

Pflaumen-Nuss-Mohn-Crumble
Immer an der Wand lang

Immer an der Wand lang

Vogel Strauß hat sich den aktuellen RKI-Bericht angeguckt und nunja, die Zählweise muss angepasst werden: Zweite Welle seit 32 Tage

Schon gestern hatte ich mich krank gemeldet. Heute war es nicht besser.

Das Kind ist zum Glück nicht krank und kann so eine neue Sportart ausprobieren. Rugby ist immer noch angesagt, aber leider gab es mit dem Aikido-Trainer einen Eklat. So ist das Kind nun abgemeldet. Aber ihm tat die zweite Nicht-Team-Sportart zum Ausgleich gut und er wollte auch was machen. Weil an der Schule eine Boulder-AG angeboten wird, ksm dieser Sport in seinen Blick. Kurzerhand buchte ich ihm eine Probestunde für heute*. Gerne hätte ich es in der nähergelegenen Boulderhalle versucht, aber die bieten wegen Pandemie keine Schnupperstunden an. So also in der Boulderhalle 5 Kilometer** entfernt.

Es war gut. Er hatte Spaß. Er will das weitermachen.

So soll es sein.

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* Ich buchte für uns zu dritt*** noch eine Schnupperstunde fürs Seilklettern.

** Den Rückweg meisterte er allein. Und ja, dank FamilyLink helikoptere ich. Die Strecke war neu für ihn und zudem ist sie recht stark befahren. Da beruhigte mich der sich kontinuierlich fortbewegende Punkt auf der GoogleMap sehr.

*** Beim DAV ist eine immer in Dreigruppen an Seil und Wand. Und da finde ich es besser, wenn wir das als Haushalt machen und nicht noch eine Unbekannte dazubekommen.