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Kategorie: Leben mit Kind

In Bewegung

In Bewegung

Um schlechte Gewohnheiten gar nicht erst wieder einreißen zu lassen, war ich heute ab 13h00 nicht mehr beruflich erreichbar. Denn Donnerstagnachmittag ist mein freier Nachmittag. Joah, ich bin auch erst später aufgestanden als üblich, da ich auch von der einen Stunde Zeitumstellung leichten Jetlag bekomme. So konnte ich heute nicht für das dringende Projekt gebrieft werden, das angeblich diese Woche noch raus muss.

Ich ging also einkaufen und fragte mich, warum ich nicht gesagt hatte, dass ich erst ab Montag wieder verfügbar bin. Denn morgen ist es auch blöd: Das Kind wird abgeholt, sein Koffer ist noch zu packen und der RB und ich fahren später dann nach Saarbrücken.

Nun denn. Egal. Es ist, wie es ist. Und wenigstens war heute Abend noch Konzert, zu dem das Kind erfreulicherweise doch mit wollte. Um 18h00 sah das kurzfristig anders aus. Aber dann hätten zumindest das Kind ich The Movement verpasst.

Urlaub (Tag 13)

Urlaub (Tag 13)

So richtig Urlaub war es heute ja nicht mehr. Rückreise ist einfach doof. Obwohl unsere Route vom Loch Long zum Glasgower Flughafen doch noch etwas interessant war, da ich via Papierkarte bestimmt hatte, dass wir nicht „direkt“ fahren, sondern halt anders. Und hui, die Areale entlang des Loch Long und des Gare Lochs, die vom Militär bzw. der Marine belegt sind, sind durchaus beeindruckend. Ansonsten war das Wetter dunstig und diesig und machte uns den Abschied etwas leichter, aber so richtig fühlt es sich nicht an, wieder zu Hause zu sein.

– Das war sooooo ein schöner Urlaub.

Während ich den Weg in den Urlaub per Flieger gut finde, weil „Badabumm, wir sind da und können sofort mit Urlaub loslegen und nicht etwa der Weg ist das Ziel„, finde ich es für den Rückweg schwierig, weil „Plotsch, zack, wieder direkt im Alltag“.

– In Schottland wäre es jetzt erst kurz vor 23h00.

Die erste Maschine Wäsche lief schon durch.

– Schade, dass wir kein Magners zu Hause haben.

Ich habe noch schnell UStVA und ein paar dringende Überweisungen gemacht.

– Ach, der Urlaub hat den JuniorRudeBoy und den RB schon nochmal mehr zusammengebracht.

Am Freitag wird das Kind für 3 Wochen Frankreich abgeholt.

– Ich bin immer noch fasziniert, wie wenig Scheu das Kind hatte, seine wenigen Sprachkenntnisse an die Frau und den Mann zu bringen. Und wie wahnsinnig schnell er gelernt hat.

Wir müssen eine Einkaufsliste schreiben.

– Das gechlorte Leitungswasser vermisse ich nicht.

Am Freitag fahren wir ins Saarland fürs Wochenende.

– Ich vermisse die Puffins.

Urlaub (Tag 12)

Urlaub (Tag 12)

Wenn wir gewollt hätten, hätten wir auch morgen die erste Fähre von Islay nehmen können, um dann in einem Rutsch nach Glasgow durchzufahren. Dann hätten wir aber noch früher als heute (und der Wecker klingelte schon um 7h00, was echt früh ist für Urlaub) aufstehen müssen. Und es hätte auch nur wenig schiefgehen dürfen. Also entschlossen wir uns, die Reise zum Flughafen in zwei Etappen zu machen. Ein bisschen schade um den Tag weniger auf Islay ist es zwar schon, aber es hatte sich ja schon gestern eingeregnet.

Tschüss, Port Ellen… Tschüss, Islay
Und am 12. Tage entdeckte das Kind das Buch.

Dann ging es im Regen, Regen und nochmal Regen zu unserer Zwischenetappe am Loch Long, einem Nachbarloch von Loch Lomond. Und weil das Kind allein sein wollte und wir nochmal was sehen wollten, fuhren wir dahin.

Loch Lomond im Regen

Und weil ich so gerne Karten lese, war unser Rückweg nicht einfach die direkte Route, sondern führte durchs Glen Douglas.

Glen Douglas gen Westen
… und gen Osten – die Wolken hängen tief.

Am Abend haben wir dann gut (wie halt die ganze Zeit) gegessen. Wenn das Wetter besser wäre, könnten wir den Blick aus dem Zimmer direkt auf den Loch genießen. Aber es prasselt nur munter vor sich hin.

Urlaub (Tag 10 und 11)

Urlaub (Tag 10 und 11)

 

Draußen hat es sich eingeregnet. Der erste Koffer ist so gepackt, dass er bis Frankfurt nicht geöffnet werden muss. Ein zweiter Koffer wird im Laufe das Abends noch in gleicher Manier vorbereitet, sodass wir für unsere letzte Nacht bei Loch Lomond nur noch einen Koffer aus dem Auto zerren müssen. Wehmut. Aber auch – und vor allem – große Freude über den gelungenen Urlaub zu dritt. <3

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Gestern war ich nach einem Tag mit viel Sonne, Meerluft und Fahrerei am Abend zu k.o. Der JuniorRudeBoy und ich waren am Loch Gruinart, während der RB unbedingt zwei Destillerien besichtigen musste. Tja, selbst schuld! Ich würde sagen: Das Kind und ich haben es definitiv besser getroffen.

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Und heute?! Heute wollten wir (also ich) zum American Monument bzw. in Oa-Naturschutzgebiet und (der RB) zu zwei weiteren Destillerien. Weil es stippelte, als wir endlich loskamen, fuhren das Kind und ich mit zur ersten Destillerie und auch zur zweiten. Damit hat das Kind ALLE aktiven Whisky-Destillerien auf Islay mindestens von außen gesehen. Bei vier hat er heiße Schokolade getrunken. Nach den Ferien wir er dann seinen Reiseführer „Hot Chocolate on Islay“ ausarbeiten.

Morgen früh um 9h45 geht unsere Fähre und am Mittwoch sind wir dann schon wieder zu Hause. *seufz*

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* Und den RB auch

** Nur kurz

*** Bei unserem ersten Date brachte mir der RB eine Mini-Flasche Kilchoman Sanaig statt Blumen mit.

Urlaub (Tag 8)

Urlaub (Tag 8)

(Heute ist auch WMDEDGT?-Tag und da Urlaubsbloggerei eh Tagebuchbloggerei ist, verweise ich an dieser Stelle auch auf Frau Brüllen, bei der sich die ganzen Beiträge sammeln.)

Vom heutigen Tag haben wir

  • zunächst drei Achtel mit Schlafen,
  • dann ein Achtel mit Frühstück, Geld besorgen, Essensplanung und Einkauf,
  • über Nachmittag zwei Achtel im Regen und in Destillerien,
  • den Abend mit Ausruhen, Kochen, Essen, Vorlesen, Gintesten und Planen

verbracht.

Ja, genau: Es hat heute erstmals im Urlaub richtig und lange – also durchgehend – geregnet. Da half auch der Spruch vom Kapitän des Staffa-Bootes nicht: „Wenn einer das schottische Wetter nicht passt, soll sie einfach 20 Minuten warten, dann ist es schon wieder anders.“ Aber irgendwie war der Regen zwar nicht schön, aber zum Glück nicht total kalt und so ließ es sich aushalten. Zumal wir ja anfangs auch immer wieder in irgendwelche Destillerien eingekehrt sind.

Urlaub (Tag 5)

Urlaub (Tag 5)

Haaaachz, es geht uns gut!

Seit heute morgen um 10h20 Ortszeit sind wir nun wirklich im Urlaub. Zu dritt. Abgesehen von zwei Puffins, einem Hochlandrind, einem Papagei, einem Ohnezahn und einem Huhnhahn. Wir sind ganz entspannt durch die südlichen Highlands nach Oban gefahren und ach, haachz, es ist einfach soooo schön.

Loch Earn

Schottland ist einfach wun.der.schön. Das Wetter ist auch toll. Angenehm irgendwo um 20 °C, wobei es in der Sonne gefühlt deutlich wärmer ist. Und auch wenn ich Oban als Dauer-Ferienort nicht so geeignet finde, war es doch sehr angenehm, an einen Ort zu kommen, an dem wir uns schon ein bisschen auskennen.

Dann stellte ich fest, dass ich durch das Packen bei 40 °C in Frankfurt vergessen hatte, eine wetterfeste Jacke und eine Mütze einzustecken. Nun haben der Junior Rude Boy und ich neue Regenjacken und jeweils einen Buff. Dann gingen wir in das Café, das wir im Herbst schon entdeckt hatten, und aßen leckeren Kuchen und waren erstmal satt, sodass wir den sonnigen Abend für einen ausgiebigen Spaziergang am Hafeneingang von Oban nutzten.

Und auf dem Rückweg erzählte ich dem Kind die Geschichte vom Flaschenpost-Briefkasten:

Dieser Briefkasten steht direkt an der Hafenbefestigung von Oban. Wenn eine da einen Brief einwirft, wird er unterirdisch in eine Flasche gesteckt, verkorkt und dann ins Meer geworfen.

😉 Das Kind guckte mich mit großen Augen an und hoffte ein bisschen, dass ich Recht habe.

Morgen geht es END.LICH zu den Puffins!

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* Wasser generell, aber Meer… was wäre ein Leben ohne Meer?!

Urlaub (Tag 4)

Urlaub (Tag 4)

(Meine) Laune war heute deutlich besser*. Der RB und ich haben gestern noch ein Problem gelöst, was dazu führte, dass das Kind und ich einen tollen Tag zusammen hatten.

Highlands ahead
Die Whisky-Crew „musste“ nach Aberfeldy
Mal wieder eine Brücke <3
Heremites Cave**
Acharn Falls mit kooperativem Kind
Cheese Scones for early tea*** time
Wenn eine den Blickwinkel ändert****, findet sie Brücken im Nirgendwo
Scott wartet auf Jumping Sushi*****

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* Es hatte wohl nicht nur externe Gründe, sagte mir mein Bauch heute und Clue bestätigt das.

** Boah, was hab ich mich verjagt, als auf einmal eine andere Person im Eingang erschien.

*** Tee für mich und hot white chocolate mit Marshmallows UND Sahne

**** komplett verfahren, weil „Nein, mein Kind, wir brauchen keinen Navi. Das ist ja ausgeschildert.“

***** Lachstreppe am Pitlochry Dam

Urlaub (Tag 3)

Urlaub (Tag 3)

Wie sagt eine so?! That escalated quickly.

Es war schon klar, dass die ersten vier Tage in dieser Konstellation nicht unbedingt einfach sein würden, aber … hui … es war wohl doch nicht ganz klar, dass gestern, heute und morgen für den RB (also dem war es klar) und seine beiden Mitarbeiterinnen halt Arbeit sein werden. Zwei Destillerien pro Tag ist halt ein tagesfüllendes Programm und da bleibt keine Zeit für Sightseeing.

Dazu kommt noch, dass zwei von uns acht an allem entweder offen mäkeln oder halt ein Gesicht ziehen. Und ich spreche von erwachsenen Menschen. Dass die komplett ihren Stiefel durchziehen (wollen) und keine Rücksicht darauf nehmen, dass dieser Trip für einen Teil halt Arbeit ist, dass das Kind in seinem Alter andere Bedürfnisse hat, dass wir uns alle um das Destillerien-Programm ranken müssen.

Ich möchte auch nicht über die nicht existenten Sinnhaftigkeit von Homöopathie diskutieren.

Es ist ungemein anstrengend, wenn Dinge nicht klar kommuniziert werden und wenn auf ganz konkrete Fragen (Was wollt ihr zum Frühstück?) nicht geantwortet wird, aber dann gemäkelt wird, dass Dinge fehlen.

Ich muss mich auch nicht dafür rechtfertigen, dass der midi-monsieur und ich nach einem Tag nur mit Frühstück, einem Apfel, einer Banane und einem Schokoriegel um 17h00 Hunger haben und essen müssen (vor allem ich, weil ich noch 2 Stunden als Fahrerin vor mir habe), aber dann um 20h00 keinen Hunger mehr (und vor allem Lust) für das gemeinsame Essen haben.

Es nervt auch kolossal, dass das Kind sich rechtfertigen muss, wenn er Schokoriegel essend der Köchin des Abends über den Weg läuft.

Überaus unnötig ist es auch, den Extra-Schlenker auf dem Weg von der letzten Destillerie des Tages nach Hause mit Spitzen zu kommentieren. Das war das Einzige, was wir seit Ankunft explizit fürs Kind gemacht haben. Und es hat noch nicht einmal alles geklappt wie gehofft und das Kind war – zurecht – sehr enttäuscht.

Nur noch morgen.

Am Dienstag geht es weiter.

Und am Mittwoch werden wir die Puffins sehen.

Yeah! Nur noch drei Tage bis zu den Puffins.

Hetzhetz

Hetzhetz

Warum ist der letzte Tag vor dem Urlaub immer so stressig? Zum Glück war es heute nicht so heiß wie gestern, aber immer noch sehr warm. Morgens habe ich noch gearbeitet (wenn auch nicht alles erledigt, was ich wollte). Mittags musste ich noch ein paar Dinge besorgen. Und dann zwei Koffer zum Flughafen bringen. Doch „mal eben“ Koffer am Flughafen einchecken dauert auch zwei Stunden (und ich habe wirklich nirgends lange angestanden). Dann war das Kind kurz verschwunden – also nicht richtig verschwunden, ich wusste ja, dass er im Schwimmbad war, aber er war halt nicht zu der Zeit zurück, zu der ich ihn erwartet hatte (aber ehrlicherweise nicht konkret mit ihm ausgemacht hatte). Dann musste ich noch was abholen, was essen und dann zum Elternabend an der neuen Schule. Ich hatte ja kurz den Drang, das ausfallen zu lassen, aber bin nun sehr froh, das doch nicht getan zu haben, denn: Alles wird gut. Ich blicke positiv auf den Schulanfang. Denn auch wenn das letzte Schuljahr wirklich gut war für den midi-monsieur: Es kann nur besser werden.

Arbeitstechnisch habe ich nicht geschafft, was ich schaffen wollte. Ich arbeite auch gerade noch und lass mich mal überaschen, ob mein Pflichtbewusstsein mich zum Durchmachen (und Arbeiten) zwingt, oder ob ich doch etwas Schlaf bekommen werde.

 

Drei sind zwei zu viel

Drei sind zwei zu viel

Zumindest sind drei Schlüsselvorfälle binnen einer Woche mindestens zwei zu viel.

Ja, eine kann mal einen Schlüssel verlieren. Und wenn es dann „nur“ der Fahrradschlüssel ist, dann ist es auch nicht so problematisch. Ärgerlich, aber nicht dramatisch. Den Fahrradschlossschlüssel können wir sogar nachbestellen.

Wenn dann aber erneut der Ersatzfahrradschlüssel verschwindet, dann kann ich schon leicht ungehalten reagieren. Zum Glück fand er sich wieder. Zwar an einer Stelle, wo er nicht hingehört, aber immerhin wieder da. Vielleicht ist das endlich, wirklich die Lehre und das Donnerwetter gewesen, dass es brauchte, um den Schlüssel IMMER wieder ans Schlüsselbrett zu hängen.

Doch dann stellt sich heraus, dass der Hausschlüssel weg ist. Spurlos verschwunden. An keinem unmöglichen Ort in der Wohnung. In keiner falschen Tasche. Er ist einfach weg. Das ist nicht nur überaus ärgerlich, sondern auch höchst nervig und folgenreich.

Ja, zetern, moppern, drohen, weinen und so weiter nützt alles nichts. Aber ich weiß gerade echt nicht, was ich machen soll.

*seufz*