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Kategorie: Leben mit Kind

Zwölf

Zwölf

Nein, ich habe keine 12von12-Bilder gemacht heute. Obwohl ich heute bei zweiten Aufwachen um 10h00 kurz dran gedacht hatte, aber da fehlten ja schon Bilder vom ersten Tagesanfang mit Kind und dann, ach… Den ganzen Tag telefoniert, organisiert, mit dem Kind Schuldingse geklärt, vergessen zu essen und ein Projekt nicht so vorangetrieben, wie ich wollte. Dafür sitze ich jetzt dran und das Dokument ist schon 12 Seiten lang.

Tränen

Tränen

Das Kind war heute im Schwimmbad. Er sollte um 19h00 zu Hause sein. Um 19h01 klingelte er und stürmte zur Tür rein. Mit offener Jacke und offener Hoodiejacke drunter. Damit war bei ca 6 °C seine Brust lediglich mit einem T-Shirt geschützt gewesen.

Ich dachte, ich guck nicht richtig und weil ich ja in der Regel meine Zuge nicht im Zaum halten kann, wenn mich was aufregt, blieb es nicht beim Denken, sondern das Kind fing sich eine Predigt deutliche Ansprache ein, wie bescheuert ich es finde, bei diesem Wetter mit allem offen durch die Gegend zu rollern (laufen wäre natürlich auch nicht besser gewesen). Es fielen auch die Worte „Lungenentzündung“ und „Krankenhaus“ und dass er durchaus schon mal bessere Ideen gehabt hatte.

Er war deutlich zerknirscht und ich gehe davon aus, dass er die Botschaft verstanden hat.

Beim Essen kam es noch einmal auf seine Nacktfahrt. Es fielen wieder die Worte „Lungenentzündung“ und „Krankenhaus“. Das Kind guckte bedröppelt, aber da war der RB schon weitergaloppiert und sagte: „Und außerdem kann man an einer Lungenentzündung sterben.“

Bämm.

Das Kind schluckte. Das Kind sackte in sich zusammen. Und dann sah ich schon die Tränen in den Augen.

Uffz.

Trösten. Gut zureden. Relativieren.

Ich seh’s mal positiv: Die Lektion ist gelernt. Das Kind fährt nie wieder mit offener Jacke. Zumindest wenn es kalt ist.

Und wiederum und wiederum

Und wiederum und wiederum

Wenn ich Schlaf nicht so toll finden würde, würde ich ihn mir aktuell abgewöhnen. So wirklich effektiv ist das nämlich alles nicht gerade:

  1. In Anbetracht der aktuellen Arbeitsbelastung wäre es durchaus sinnvoll, die vollen 24 Stunden eines Tages zu nutzen.
  2. Wir gehen grundsätzlich zu spät ins Bett. Ich müsste bestenfalls zwischen 22 und 23h00 im Bett liegen, aber da hat der Abend ja gefühlt erst angefangen. An manchen Tagen kommt dann auch erst der RB nach Hause. Und dann ist es zu spät und ich habe den toten Punkt überwunden und kann vor 2h00 nicht wirklich einschlafen.
  3. Weil wir das eigentlich schön finden, versuchen der RB und ich in einem Bett zu schlafen. Allerdings neigt der RB zum Schnarchen und wenn er das zu laut macht, kann ich nicht einschlafen oder wache sogar davon aus. Dann muss einer von uns ins Gästezimmer umziehen und dann kann ich auch nicht direkt (wieder) einschlafen.
  4. Wenn der RB und ich in weiser Voraussicht direkt getrennt schlafen, ist das dennoch kein Garant für ausreichend Schlaf, denn 2. ist auch dabei ein Problem, außerdem
  5. wohnt hier ja auch noch das Kind und der neigt derzeit wegen Zahnschmerzen oder – heute Nacht – Albträumen zum Rumgeistern. Oder wenn es das nicht ist, dann
  6. kann auch immer nochmal meine Blase dazwischengrätschen und mich am Durchschlafen hindern.

Insgesamt also sehr unbefriedigend und stressig. Um wenigstens nicht ganz matschig zu sein, lege ich mich oft nochmal hin, sobald das Kind aus dem Haus ist. Dann fängt der Tag aber später an als gut ist, was wiederum zu Stress führt. Das wiederum hat zur Folge, dass ich wie besessen durchgehend am Rechner sitzen und zum einen kaum esse und zum anderen noch weniger an die frische Luft komme. Bei beidem eine gewisse Regelmäßigkeit herzustellen wäre natürlich wichtig, um einen etwas geregelteren Tagesrhythmus zu bekommen, zumal den ganzen Tag auf den Bildschirm zu gucken ja auch nicht wirklich müde macht.

Also habe ich heute Nachmittag den Rechner zugeklappt, bin rausgegangen, um Erledigungen zu machen und habe mir danach die Haare blondiert. Dann habe ich mit dem Kind gegessen und dann – haha – war ich so k.o., dass ich für 2 Stunden auf der Fakirmatte eingeschlafen bin. Das hilft natürlich super.

Nicht.

Viel los

Viel los

Ohje, ohje, das Kind hat Weh.

Seit 6,5 Wochen ist er in kieferorthopädischer Behandlung. Es tut sich viel in seinem Mund. Die Hyrax-Tortur ist vorbei. Nun muss die Apparatur drin bleiben, bis die Gaumennaht geschlossen ist und alles wieder stabil ist. So vier bis fünf Monate.

Aber nicht, dass er bis dahin Ruhe hätte: Seit anderthalb Wochen hat er für die Zähne im Unterkiefer eine herausnehmbare Spange. Da er sie nur abends und zu Hause tragen soll, stört sie ihn wenig.

Heute dann nun die nächste Edelstahlkonstruktion in des Kindes Mund. Und während der Kieferorthopäde, er und ich wohl dachten, dass es nach der Hyrax nicht schlimmer werden könne, leidet das Kind sehr unter den Brackets und dem Zugdraht.

Ich hoffe, dass es in ein paar Tagen vorbei ist, doch heute Abend flossen Tränen des Schmerzes. Das Essen tat weh. Kauen ging nicht. Er war sehr unglücklich.

Und als sich dann zeigte, dass wir nur noch eine 200er Ibu im Haus hatten, zog zunächst der RB (leider erfolglos) und dann ich los, um Nachschub zu besorgen.

Einschlafen war dennoch nicht einfach. Allein ging nicht. Kuscheln war genehm. „Dann sing ich auch.“ – „Das hilft auch nicht.“ Ich sang dennoch. Drei Strophen hat das Lied. Ganz reichte es nicht. Ich summte noch eine vierte und dann hörte ich ihn schnurcheln.

Möge es morgen besser sein.

Matschmatsch

Matschmatsch

Kurz dachte ich heute, ich blogge über Taschengeld. Dann sichtete ich aber meine Keksrezepte. Das hat tatsächlich anderthalb Stunden gedauert und nun sind 64 Rezepte in der Vorauswahl. Ziel: Diese Auswahl in den nächsten zwei Wochen auf ca. 20 Prozent einzudampfen.

Da hat sich ganz schön viel angesammelt über die Jahre…

Außerdem habe ich den Backofen gereinigt. Denn hatte ich bereits Anfang der Woche mit Backofenspray behandelt und dann tatsächlich vergessen verdrängt. Aber heute sollte es ja Lasagne geben und dafür brauche ich den Backofen.

Jetzt glänzt er wieder wie neu. Und damit das so bleibt, habe ich nun eine spießige praktische Backofenschutzmatte.

Dann war es auch schon spät und das Kind wollte mit mir Slime machen.

Das Rezept war relativ frei Schnauze (alles Circa-Angaben nach dieser Vorlage):

50 g Klebstoff
1,5 TL Natron
Farbe nach Belieben (1-2 TL)
2 Handvoll Rasierschaum
Mehrere Spritzer Kochsalzlösung

1. Klebstoff und Natron verrühren
2. Farbe einrühren
3. Rasierschaum untermischen
4. Spritzer Kochsalzlösung einrühren
5. 4. so oft wiederholen, bis sich der Slime von selbst von der Schüssel löst
6. Hände mit Kochsalzlösung benetzen und Slime aus Schüssel holen und …

… rummatschen:

Ich denke, ich werde mit den Kids in der AG auch Slime machen.

Verbockt

Verbockt

„Mama, ich bekomme morgen wohl einen zweiten Strich*.“

„Strich wofür?“

„Weil ich krank war.“

„So ein Quatsch. Doch nicht weil Du krank** warst.“

„Aber ich hab die Hausaufgaben in Deutsch nicht fertig gemacht.“

„Ich dachte, die Lehrerin war Montag nicht da. Wann gab es denn die Hausaufgaben?“

„Letzten Freitag.“

„Aber da warst Du doch auch krank.“

„Die anderen haben es mir Montag erklärt.“

„Okay. Und was hast Du heute in der Lernzeit gemacht?“

„Schon was.“

„Und wie viel fehlt noch?“

„Geht so.“

„Hättest Du das heute Nachmittag schaffen können?“

„Ja… schon.“

„Und was hast Du gemacht? Hast Du Deine Deutschsachen mitgenommen?“

„Öhm… hm… nee, mitgenommen hab ich nichts.“

„Du hast den ganzen Nachmittag*** gedaddelt, nachdem Du nach Hause gekommen bist. Du hättest heute Nachmittag problemlos Deutsch machen können und hättest dann immer noch genug Zeit gehabt, um Switch zu zocken.“

Das Kind druckst rum.

„Bei allem Verständnis dafür, dass Du krank warst, aber Du hättest es heute schaffen können. Wenn du tatsächlich einen Strich bekommen solltest, hast Du Dir das selbst zuzuschreiben.“

Er nickt.

„Davon wird die Welt nicht untergehen, aber Du muss Dich besser organisieren. Und vor allen Dingen: Du kannst das.“

Mal sehen, wie’s ausgeht.

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* Wer sich massiv daneben benimmt oder die Wochenhausaufgabe nicht macht, bekommt einen Strich. Bei drei Strichen wird ein Elter angerufen.

** am Dienstag

*** Das Gespräch fand um 18h00 statt, als ich nach Hause kam.

Sonntag vs. Montag

Sonntag vs. Montag

Irgendwie war das heute ein zähes Ringen um den Tag. Während das Denken heute halbwegs auf Zack war, fiel das Schreiben recht schwer.

Mein Geduldsfaden hatte eher was von einer Zündschnur. Ich bin nicht ganz happy mit meinen Reaktionen auf bestimmte Situationen. Doch noch hallt mir die letzte Woche zu sehr nach, sodass ich weiterhin ungnädig bin. Ein Gespräch – früher oder später – ist sicherlich erforderlich, aber ein wenig bin ich noch zu bockig und denke: Komm Du doch auf mich zu, wenn Du ein Problem hast. Dadurch wird der Elefant im Raum aber sicherlich nicht kleiner. Im Gegenteil. Vielleicht habe ich über Nacht eine Erleuchtung zur Gesprächsstrategie und räume morgen auf.

Das Kind rief nach der 6. bereits an, dass es im schlecht ginge und er nach Hause wolle. Hier kam ein glühiges Kind an, dass sich aber noch seine Mathearbeit hat zurückgeben lassen. Möglicherweise war eine Teil des Glühens auch der Stolz über die sehr, sehr gute Note. Trotzdem ging er anstandslos ins Bett und schlief erstmal.

Der RB war heute – unser Montag ist sein Sonntag* – den ganzen Tag zu Hause. Erfreulicherweise können wir uns problemlos gegenüber sitzen und jede arbeitet vor sich hin.

Kurz mit meiner Mutter telepathiert. Es ist so hilfreich, dass eine über Skype den Bildschirm teilen kann. (Irgendwer sagte letztens, dass es Skype bald nicht mehr geben solle. Ich finde dazu allerdings keine weiteren Infos.)

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* Stimmt natürlich nur bedingt, denn wenn er den Sonntag genau nehmen würde, würde er nicht arbeiten.

Entspannt

Entspannt

Entspanntes Nixtun weiterhin.

Ausschlafen. Frühstücken. Halloween-Kostüm vom bzw. fürs Kind fertigmachen.

Mr Pumpkin

Gestrickt. Gequatscht. Geduscht. Kind abgeholt. Zur nächsten Party gedüst.

Uffbasse

Uffbasse

Natürlich hat der RB Recht, dass „Aufapssen“ falsch ist. Es muss „Uffbasse“ heißen. Und das habe ich heute nochmal sehr intensiv gemacht.

Nachdem klar war, dass das Kind nicht in die Schule gehen wird wegen beginnendem Rotz, habe ich mich nochmal umgedreht und habe weitergeschlafen. Irgendwann weckte mich der RB so halb, weil er loswollte, um gegen die Nazis in Offenbachen Präsenz zu zeigen. Ich sollte eigentlich mit, denn der Faschismus wird sicherlich nicht darauf warten, dass ich ausgeschlafen bin.

Aus Selfcare-Gründen auch die AG für heute abgesagt.

Mit dem Kind Pfannkuchen gefrühstückt. Danach gingen wir los. Ich begleitete ihn bis zum Kieferorthopäden. Er ging rein und ich ging weiter. Kurz zum Optiker, dann Backmatten und anderes erstes Gedöns für die Weihnachtsbäckerei. Zudem brachte ich mir Blumen mit.

Seit langem mal wieder Blumen auf dem Tisch

Den restlichen Nachmittag strickend auf dem Sofa verbracht.

Die neuen Plätzchen-Sonderhefte durchgeguckt. Zwei sind schon erschienen. Das dritte kommt kommende Woche. Danach werden die Sorten für den Adventskaffee ausgesucht. Das Prozedere ist festgelegt. Da bekomm ich den Monk nicht aus mir raus.

So ein Tag ohne Arbeit fühlte sich so gut an wie er nötig war.

Wieder da

Wieder da

Heute hatte das Kind die Aufgabe, sein Zimmer durchgangsfähig aufzubereiten aka aufräumen.

Widerwillig kam er dem nach. Die Widerwilligkeit war deutlich zu erkennen: Aus dem Schrank mit dem Spielen guckte der neongrüne Ärmel seiner Regenjacke. Mutti war alarmiert.

Ich machte den Schrank auf, zerrte die Jacke raus. Mein Blick fiel noch auf andere Unstimmigkeiten.

Im Schwung riss ich eine Legobox raus: „Was ist denn…“, setzte ich an und stockte, als mein Blick in die Kiste fiel.

Ich meine: Die Hoffnung bestand bis zum Schluss, also heute. Dennoch sah ich mich schon in der nächsten Zeit beim Frankfurter Fundbüro das Schlüsselregal durchforsten. Denn der Schlüsselbund vom Kind war ja noch immer verschwunden.

Bis heute:

Nicht, dass der Schlüsselbund klein ist…