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Kategorie: nomnomnom

Tag 99 seit der Abschottung

Tag 99 seit der Abschottung

Samstag heißt: ausschlafen, (kampf)kuscheln, gemütlich frühstücken, Essensplan machen, einkaufen.

Der RB ging zum Markt. Ich zum dm. Später zusammen zum Supermarkt.

Teig für HotDog-Rolls angesetzt. Süße Pause (Quark mit Obst) mit Kind und Mann.

Der Mann ging in die Wanne und ins Bett. Ich kümmerte mich weiter um den Hefeteig und – jaja – um ein Projekt. (Was von der To-Do-Liste ist, ist weg.)

Als die HotDog-Rolls fertig waren, hatten wir noch keinen Hunger. Also gingen wir zu dritt eine Runde raus. Derweil trockneten Makronen im Ofen.

Was macht eine mit übrigem Eiweiß?! Kokos-Mohn-Makronen

Nach dem Essen bekam das Kind eine Lehrstunde zum Kommunismus. Ich wunderte mich derweil über die Welt (nichts Neues. Wobei „wunderlich“ auch ein Euphemismus ist).

Beim Ins-Bett-Bringen zu später Stunde platzte mir – mal wieder – der Kragen ob des Kindes Medienkonsum. Mit der Quintessenz, dass ich jetzt – mal wieder – alle Geräte eingezogen habe und wir auch keins seiner Berieselunngsgeräte mit in den Urlaub nehmen werden.

Tag 98 seit der Abschottung

Tag 98 seit der Abschottung

Der Tag fing – freiwillig – früher an als sonst. Obwohl ich für heute sogar FREItag angekündigt hatte. Aber ich wolltemusste gegen 9h15 am Bahnhof sein.

Vorher musste ich aber noch kurz in den Supermarkt und zur Bäckerei. Zum Glück geht es mit der U-Bahn schnell zum Bahnhof. Nach kurzer Ankunftsabstimmung mit Frau Rabe holte ich einen Kaffee und wartete dann am Gleis mit einem Frühstücks-Carepaket.

Denn wer will schon nach einem sehr frühen Flug zwischen zwei Zügen noch hungrig und müde Proviant für die Weiterfahrt jagen.

Ich wartete mit ihr auf ihren Anschlusszug. Wie schon letztens bei Jette war es sehr schön, sich mal wieder in Echt gesehen zu haben. Wenn auch nur kurz.*

Dann fuhr ich nach Hause, holte Brötchen und frühstückte mit den Mitbewohnern.

Bereits auf der Rückfahrt vom Bahnhof hatte mich der Kv per Messenger gefragt, was denn nun mit den Sommerferien sei. Tja, der letzte Stand war, dass das Kind nicht hin will. Bei Frühstück fragte ich das Kind nach seiner Meinung: Nein, er will weiterhin nicht hin. Also kontaktierte er nach dem Frühstück direkt den Kv („ich mach’s lieber gleich“) und teilte ihm seine Entscheidung mit. Die Reaktion war nicht unerwartet, aber dennoch kacke, weil Gaslighting par excellence: Das wäre nicht so gemeint gewesen. Das Kind habe da was falsch verstanden.**

Während das Kind skypte, setzte ich mich doch kurz an den Rechner und klärte ein paar Dinge.*** Dann musste ich los, da ich einen Blutspendetermin hatte. Das Kind konnte ich nur kurz drücken und beruhigen. Aber der RB war zum Glück da.

Auf dem Rückweg von der Blutspende entdeckte ich eine Eis-Spende via paypal. Zu Hause machte ich kurz das eine Projekt fertig.*** Dann scheuchte ich das Kind zum Eisessen auf. Ich erzählte ihm von der Spende und er war sehr gerührt. Als wir losgehen wollten, kam gerade der RB nach Hause und wir gingen zu dritt.

Vielen Dank, liebe Spenderin!

Wieder zu Hause merkte ich, dass der Tag bisher doch etwas anstrengend war, und legte mich hin. Der RB ging einkaufen. Das Kind daddelte.

Als ich wieder wach war, kochten wir Essen. Dabei ging das Drama mit dem Kv weiter. In einer WA an mich zog er die Sorgen des Kindes ins Lächerliche und bezeichnete sie als délire (Wahn).**** Schade, dass er belegen muss, dass die Entscheidung vom Kind richtig ist.

Nach dem Essen war wieder #CorotäneKneipe. (Ach, das ist schon schön mit euch allen.)

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* Und pssst, wir haben uns zur Begrüßung und Verabschiedung umarmt.

** Ich könnte echt kotzen, denn wie oft musste ich mir genau diese Sätze anhören. Also auf mich bezogen natürlich.

*** Lieber mache ich es heute fertig, als das ich mich am Montag nochmal mit dem Kleinkram stressen muss.

**** Unter diesen Umständen diskutiere ich gar nicht mehr mit diesem Mensch. Soll er doch vor Gericht ziehen.

Abschottung, Tag 81

Abschottung, Tag 81

Das Kind hat Frühdienstschule. Ich kann aber noch nicht aufstehen, als das Kind weg ist und ich lege mich nochmal in sein Bett. Der RB schnurchelt in unserem Bett.

Ich arbeite vor mich hin. Das Kind kommt nach Hause. Der RB geht (sic !) zur Arbeit. Ich arbeite weiter. Es scheint, als habe ich ein Problem erzeugt. Ein spätes Telefonat ergibt, dass ich’s nicht verbockt habe.

Dann gehe ich einkaufen, weil wir noch Obst brauchen fürs Abendbrot.

Das Kind hat ein neues Lieblingsessen.

Weil der RB noch Steuerdings macht, setze ich mich auch noch mal an den Rechner.

Dann räumen wir noch ein bisschen die Wohnung auf, weil morgen – endlich – mal wieder unsere Putzhilfe kommt. (Ich habe ihn die ganze Zeit, die er jetzt nicht kommen sollte, trotzdem bezahlt.)

Ansonsten mein Empfinden zum Weltgeschehen:

Mein Verständnis für all die und das Bekloppte(n) auf der Welt ist erschöpft.

Seufz. Wo wird das alles noch enden?

Abschottung, Tag 80

Abschottung, Tag 80

Ich etappe mich immer wieder bei dem Gedanken, dass ich es schon nett fände, mut allen im Haus in unserem Hof ein Fest zu feiern, wenn klar ist, dass wir uns wieder gefahrlos begegnen dürfen. Aber dann sehe ich, wie unverwundbar sich einige im Haus verhalten und habe keine Lust mehr.

Lieber plane ich mit dem RB eine echte Fakehochzeitsparty, zu der wir alle einladen, die uns lieb und wichtig sind, die wir derzeit nicht sehen können denen wir derzeit nicht nahe sein dürfen.

Oder wenn wenigstens ein reales Treffen der #CorotäneKneipe-Teilnehmerinnen. Gerne auch in Dänemark. Dann sehen wir alle (endlich wieder) was anderes.

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Der RB und ich haben seit langem (seit Beginn der Abschottung?) wieder in einem Bett geschlafen. Ohne Schnarchen seitens des RB geht das. Wir schliefen aus, wobei ich länger schlief als der RB, was dieser nutzte, um mir Tee ans Bett zu bringen.

FrühSpätstück gab es auf dem Balkon – mit Omelette und sehrsehr leckerer Mango. Und Tage, die auf dem Balkon beginnen, enden auf dem Balkon. So will es das Balkongesetz.

Der RB machte Dinge am Computer. Ich machte etwas Grünschnitt, tropfte die Olive um. Dann wollte ich Zitronenkuchen backen, weil da aber ein paar Orangen rumlagen, machte ich einen Orangenkuchen. Dieser war pünktlich zum Kaffee-Zoom-Date mit Freunden fertig.

Nach Kuchen und Wein kümmerte ich mich um die Fotos von gestern, der RB bereitete das Abendessen vor. Ich gesellte mich später zu ihm und machte zwei Soßen.

Alles bereit – auf dem Balkon

Das waren mein erstes Mal Sommerrollen. Und es war gut. Ich mag Modulessen, bei dem jede das nimmt, was sie mag.

Essen, das mit den Fingern gegessen wird, hat das Kind am liebsten

Bevor das Kind früh (haha, zumindest früher als sonst, weil morgen Frühschichtschule) ins Bett ging, spielten wir noch zusammen Karten. Dann vorlesen, schlafen (das Kind) und Good Omens (der RB und ich).

Könnte ich bitte noch einen Tag frei haben?!

Abschottung, Tag 72

Abschottung, Tag 72

Wochenends wird gewandert. Punkt. Damit wir alle mal rauskommen, was anderes erleben und sehen und frische Luft und überhaupt. Und weil wir gestern nicht gewandert sind, wird heute gewandert – ein der vier Routen, die ich am Donnerstag ausbaldowert habe. Aber erst freuen wir uns über … nein, nicht Nachwuchs o.ä. … sondern über …

… den Paneer

Hat sich die nächtliche Kocherei gelohnt. Dann Frühstück und dann auch schon fertig machen, denn wir haben etwas Anfahrt vor uns.

Am Ende sind es mit 17 Kilometern knapp 2 Kilometer mehr als geplant, weil hier noch eine Schleife und da noch mal gucken. Aber toll ist sie schon, die 7-Hügel-Tour im Osten von Darmstadt. (Eigentlich nur eine Strecke von A nach B, aber Else und ich haben eine Rundkurs draus gemacht.) Danach haben wir uns das Abendessen sehr verdient: Diesmal nicht bestellt, aber …

… Grillen geht genauso schnell.

Das Kind geht angemessen früh ist Bett. Der RB und ich gucken noch Tatort, während ich puzzle.

Abschottung, Tag 71

Abschottung, Tag 71

Yeah, immer noch zwei Tage Wochenende. Und Einkaufen müssen wir auch nicht, weil der RB gestern war. So plätscherte der Tag vor sich hin:

  • Spätes Frühstück
  • Yoga
  • Versuch Baguette zu backen mit Hefewasser (muss ich nochmal testen – ohne Roggenvollkornmehl)

  • Internetgedaddel
  • leckerem Abendessen

Herzhafte Waffeln und asiatischer Hähnchen-Garnelen-Salat

  • Kinoabend mit Spaceballs (das Kind wird jetzt in die Klassiker eingewiesen)
  • Puzzelei für mich

Das Aufregendste war fast das nächtliche Paneerkochen, weil der RB – zum Glück – beim Ins-Bett-Gehen über den Hackenporsche mit den sechs Litern Frischmilch stolperte. Und weil die nicht in den Kühlschrank gepasst hätten, musste ich sie „noch schnell“ verarbeiten.

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Ansonsten:

Das wäre so schön. Sich mal wieder frei zu bewegen, ohne sich über andere Menschen ärgern zu müssen.

Abschottung, Tag 70

Abschottung, Tag 70

Uiuiui, da vorne steht eine 7. Umgerechnet heißt das zehn Wochen… Und wie lange es weitergeht, ist ungewiss. Normal ist nichts.

Ich, naja, genau genommen die Blase wwird um 8h30 wach. Ich gehe kurz auf Toilette, will aber noch nicht aufstehen. Die Männer des Haushaltes sind auch noch nicht wach. Ich lege mich wieder hin.

Gegen 10h00 werde ich wach, weil vom Hof her komische Geräusche kommen. Es klingt, als würde irgendwer unter unserem Balkon rödeln (was ginge). Je wacher ich werde, desto klarer ist: Die Geräusche kommen von unserem Balkon. Ich gehe dem nach und finde das Kind mit einem Stock auf dem Balkon. Ich glaube, es hackt. Dann bin ich aber auch wach.

Der RB und ich planen bei Kaffee und Tee das Essen für die nächsten Tage und machen einen Einkaufszettel.

Als ich an den Rechner gehe, macht sich der RB auf den Weg. Ich arbeite ein paar Projekte ab, mache fürs Kind und mich Toast Hawaii, arbeite weiter, fluche über unsere Zeiterfassung* und mache dann Feierabend.

Dann ist auch der RB wieder da. Das ist gut, weil er die Einkäufe dabei hat. So kann ich mich ums Abendessen kümmern.

Das war sehr lecker.

Als wir fertig sind, ist es auch schon Zeit für die #CorotäneKneipe. Lang und schön und unterhaltsam mal wieder.

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* Hat nichts mit dem Programm selbst zu tun, aber trotz Feiertag 110 %. Und es wird voraussichtlich noch was dazukommen.

Abschottung, Tag 69

Abschottung, Tag 69

(Bei 69 muss ich spontan an … nein, nicht Sex … tststs, ihr wieder … spontan ans PC69 denken. Das gibt es ja schon ne Weile nicht mehr. *seufz*)

Kein Wecker führte dazu, dass ich aufwachte, als ich ausgeschlafen war. Und es fühlte sich – trotz gestrigem Alkoholkonsum – recht ausgeruht an. Auch um 9h30. Aufstehen wollte ich allerdings noch nicht und sortierte meine Fotos auf dem Handy. Dann weckte ich den RB und zusammen kümmerten wir uns ums Frühstück, das wir dann aber doch erst gegen 12h00 zu uns nahmen.

Eigentlich stand ein kleiner Spaziergangsbeschluss im Raum. Uneigentlich kümmerten wir uns um diverse Dinge. Vorzugsweise auf dem Balkon (der RB Kram für den Laden und ich Wäsche und Überweisungen und so Zeug halt). Als der Nachmittag fast rum war, fiel mit ein, dass noch ein halber Hefewürfel im Kühlschrank war und ich buk schnell Streuseltaler.

Gefühlt gingen wir vom späten Kaffee&Kuchen direkt zum Abendessen über.

Real hatte ich darüber die Zeit verloren, dass ich potentielle Wanderrouten mit Else ausklamüserte und daher waren wir auch erst so mit Abendessen fertig, dass das Kind noch schnell den Balkon gießen konnte, bevor sich die ISS über uns zeigte.

Der helle Punkt auf ca elf Uhr

Und weil ich mich so un(ter)bewegt fühlte, machte ich noch etwas Yoga, nachdem das Kind im Bett war.

Abschottung, Tag 64

Abschottung, Tag 64

Ich bin empfindlich und dünnhäutig. Viele in meinem Umfeld sind empfindlich und dünnhäutig. Die Pandemie macht viel mit uns allen. Und ich bin schon froh, dass in meinem unmittelbaren Umfeld keine Aluhutträgerinnen und Verschwörungstheoretikerinnen sind (vom Kv mal abgesehen).

Ich bin so genervt von der Situation hier in Deutschland. Trotz okayer Zahlen läuft hier einfach viel zu viel falsch. Im Umgang mit der Pandemie und darüber hinaus auch generell. Mich kotzt hier vieles an. Aber ich lebe hier. Ich will nicht sagen, dass ich keine andere Wahl hätte, aber so auf den ersten, zweiten und dritten Blick wüsste ich erstmal nicht, wo ich leben und arbeiten könnte. Tja, also muss ich mit der Scheiße hier leben. Und verbunden mit meiner Dünnhäutigkeit reagiere ich gerade sehr empfindlich, wenn immer wieder von außen gesagt wird, was in D alles falsch läuft und in allen anderen Ländern so viel besser. Ja, toll, super. Das nützt uns hier halt nichts, weil die, die Entscheidungen aka Politik machen, nicht unbedingt Twitter lesen und auch nicht wirklich die gesamte Gesellschaft im Blick hat. Und ich möchte darüber nicht mit Menschen aneinander geraten, die ich mag.

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Ausschlafen konnte ich nicht wirklich, denn ich hatte die Waschmaschine programmiert und gegen 9h00 schleuderte die. Das Kind kam um – haha – den Dreh zu mir. Er kuschelte. Naja, was er so kuscheln nennt (da kommt er wohl doch etwas nach mir). Lang hielt es nicht, dann ging er und machte mir Tee. Ich durfte Tee trinken und ihm dabei Känguruchroniken vorzulesen. Als der RB wach wurde und dazu kam, machte das Kind Kaffee für ihn. Wir machten die Einkaufsliste. Dann schickte ich das Kind los, um die bestellten Avatar-Comics beim Dorfbuchladen abzuholen. 30 Minuten ohne Kind. Kennen wir ja gar nicht mehr.

Als das Kind wieder da war, gingen der RB und ich einkaufen. Zunächst auf dem Markt. Als der RB Kaffee kaufte, war ich kurz versucht, die neue Freiheit zu testen: Uns beim Café draußen hinzusetzen und einen Kaffee zu trinken. Aber puh, das Prozedere war es mir nicht wert. Nach einem kurzen Abstecher nach Hause gingen wir noch zum Supermarkt und dann war es auch endlich Zeit für Kaffee und Kuchen.

… und Obst.

Gestärkt setzte ich Bunteig an, kümmerte mich um e-Mails, ärgerte mich, machte Coleslaw, versorgte den Bunteig, recherchierte ein Eierlikörkuchenrezept (nein, ein Kuchen ohne Eierlikör drin, wird nicht zum Eierlikörkuchen, wenn ich Eierlikör drüber kippe), formte Buns, ließ den Kuchenteig rühren und schnitt Rhabarber.

Der RB kümmerte sich um die Patties und Herrn Weber…

Als Nachtisch spielten wir zu dritt. Zum Insbettbringen las ich noch vor. Der RB und ich versuchten, uns danach auf einen Film zu einigen.

Abschottung, Tag 59

Abschottung, Tag 59

(Ich mag ja die 50er, da sind so viele Primzahlen dabei.)

Die Nacht war kurz. Viel zu kurz. Ich erlaube mir, erst um 10h30 am Schreibtisch zu sitzen. Ich mache mich direkt an die Arbeit. Das Kind hängt noch auf dem Sofa ab. Der RB kommt dazu und macht Heißgetränke. Ich schließe ein Projekt ab und dann frühstücken wir zusammen. Gut, dass das Kind gestern so viele Brötchen geholt hat. Dann muss ich telefonieren und weiterarbeiten. Ich finde drei (!!!) Geodreiecke wieder, die das Kind „verloren“ hat, von denen er aber mindestens eines diese Woche für Mathe braucht. Es gibt e-Mail von der Klassenlehrkraft: Die Schule geht am 18.5. wieder los und sie möchte mit mir kurz telefonieren. Am Telefon erklärt sie mir das Procedere und sagt nichts dazu, was sehr beredet ist. Dann muss ich lange mit der Arbeit telefonieren und beende das Gespräch nach fast anderthalb Stunden mit „So, dann kann ich jetzt endlich wieterarbeiten“. Aber erstmal gibt es Kaffee und Buchteln von gestern. Außerdem schreibe ich die Mail an die Klasseneltern endlich fertig. Ich mache mit dem einen Projekt weiter. Puuuh, aber da lauern noch so viele auf der Liste für diese Woche. Mehr Schlaf wäre mal schön, dann kann ich sicher auch wieder (noch) schneller arbeiten. Während ich am frühen Abend noch das Projekt fertig mache, kocht der RB.

Nicht sooo hübsch, aber seeeehr lecker: Nudeln mit Erbsencarbonara.

Vom Rugby-Verein kommt eine Mail, dass eine Art Training (halt ohne Kontakt, aber Passen müssen sie ja eh üben) ab Mittwoch startet. Die Modalitäten finde ich gut, da soll das Kind ruhig hingehen. Als das Essen fertig ist, möchte das Kind mit seinem Kumpel daddeln, sodass der RB und ich seit langem mal wieder nur zu zweit essen. Danach telefoniere ich und es tut gut, mal wieder wen anderes zu hören als den üblichen Dunstkreis. Für den RB beginnt das Online-Tasting und ich möchte eigentlich Fotos bearbeiten, aber dann skype ich mit meiner Mutter und irgendwie wird mir ganz mulmig und flau. Am liebsten würde ich direkt hinfahren. Ihr geht es nicht gut. Sie leidet. Sie leidet, weil mein Vater leidet und sie leidet unter der Gesamtsitutation. Ich mache mir Sorgen und muss überlegen, wass ich machen kann. Nach dem Gespräch bin ich mir sehr unsicher, ob ich überhaupt nachfrage, ob sie am Wochenende das Kind und mich sehen möchte*. Also so in echt.

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Zur Schulöffnung: Die Klasse vom Kind wird geteilt und montags, dienstags und mittwochs verwahrt beschult. Eine Gruppe hat morgens Unterricht und die andere am frühen Nachmittag. Macht das Sinn? Warum wird es gemacht? Ich halte nichts, aber auch gar nichts von dieser Aktion. Ja, sicherlich, uns geht es sehr gut in der HomeOffice-HomeSchooling-Situation. Wir sind da priviligiert und ich weiß das auch. Und ja, ich finde es auch richtig, dass es ein Angebot für Kinder geben muss, die im HomeSchooling nicht klarkommen. Die mehr Anleitung brauchen undoder deren Eltern – aus welchen Gründen auch immer – nicht ausreichend unterstützen können. ABER. Und hier gibt es zwei große ABER:

Aber wenn die Bildungspolitik in den vergangenen 20 Jahren nicht gepennt hätte und das Neuland Internet und alles Technische, was damit einherging, nicht seitdem gebannt und unbeweglich anstarren würde wie ein Kaninchen die Schlange, dann wäre zu Beginn der Schulschließung einfach die Tür des Technikraums geöffnet worden und alle Schülerinnen und Schüler wären mit vernünftiger Hardware statt mit 20 kg Büchern und Heften nach Hause gegangen. Quasi wie auf Knopfdruck wäre der Schulbetrieb von Präsenz auf virtuell umgestellt worden, einfach weil ein entsprechendes Konzept bereit gestanden hätte. Hättewärekönnte. Moderne Schulkonzepte fürn Arsch!

Aber die verdammte Schulpflicht! Nicht einmal in einer Ausnahmesituation wie dieser kann sie ausgesetzt werden. ALLE Kinder müssen faktisch wieder irgendwie zur Schule, so wie die Schule es halt ermöglicht. Warum gibt es hier keine Freiweilligkeit? Warum kann ich als Mutter nicht entscheiden: Das Risiko ist mir für 3 Stunden Verwahrung zu hoch. Warum darf ich nicht sagen: Das Kind lernt prima zu Hause. Es lebt auch noch. Ich weiß nicht, ob es dieses Hintertürchen generell gibt, aber ich danke der Schule für dieses**:

… Möglichkeit, […] um Befreiung vom Präsenzunterricht zu bitten. […] Ein Zwang, dies zu tun besteht ausdrücklich nicht. Die Fehlzeit wird im Zeugnis als entschuldigte Fehlzeit vermerkt.

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* Wenn dann geht es nur an diesem Wochenende. Wenn die Schule wieder anfängt, ist mir das zu heikel. Bislang waren das Kind und ich wirklich sehr unter Verschluss und sehr wenig unter Menschen.

** Wir werden es nicht sofort nutzen, aber ich behalte es mir vor – je nachdem, wie der „Unterricht“ dem Kind bekommt.