Durchsuchen nach
Kategorie: nomnomnom

Kunst auf der Strecke

Kunst auf der Strecke

Lockdown, Tag 26

Es war klar, dass wir heute raus müssen. Viel zu lange haben wir uns schon nicht mehr wandernd durch die Gegend bewegt. Der Startpunkt sollte nicht zu weit weg sei. Der befand sich zwar jenseits der Stadtgrenzen, aber der größte Teil der Route war dann doch in Frankfurt – umfassenden AssimilierungsEingemeindungsaktionen sei dank.

Auf den ersten 500 Meter durften wir Kunst entlang des Erlenbachs in Massenheim betrachten:

Auch auf den restlichen 11,5 Kilometern orientierten wir uns mehr oder weniger dicht am Erlenbach:

Auch wemm das Kind auf den ersten zwei Kilometern etwas unwillig war, fand auch er die Tour am Ende schön. Es tat wirklich, wirklich gut. Das Wetter war super: blauer Himmel, frische Luft und sonnig. So waren die die – 4 °C nicht so spüren.

Zu Hause kümmerte sich derweil Kassiopeia um unser Abendessen: Grünkohl passte perfekt zu dem Wetter.

Die Kartoffeln (Drillinge) haben wir direkt im Grünkohl gegart. Das geht super und ist sehr lecker. (Und Notiz für mich: Es muss nicht immer frischer Grünkohl sein, TK-Grünkohl tut es sehr gut auch und ist einfacher zu verarbeiten.)

#NixMas-Ende

#NixMas-Ende

#ClosedAdvent (27) // Lockdown, Tag 12

Ouzo- und weinseelig hatten wir uns gestern Abend zu einem Spaziergang für heute verabredet.

Um 11h00.

Uiuiui, das bedeutete Wecker stellen. Am Sonntag.

Zu fünft drehten wir eine gemütliche Runde durch den Stadtwald. Ausgangs- und Endpunkt: der neue Goetheturm.

Ich find ihn ja ganz hübsch

Den Rest des Tages verbrachte der RB nach dem Motto:

Er schlief nach dem Spaziergang, stand kurz auf, um Waffeln* zu essen, legte sich dann wieder hin und stand erst wieder auf, um Burger zu braten und zu essen.

Moah, der Trüffel-Salsiccia-Burger** war sooo lecker

Nun ist die #NixMas-Schlemmerei aus.

———————–
* Dabei rief meine Mutter an und verkündete, dass sie – also meine Eltern – nun sehr schnell umziehen werden. Und weil das alles so holterdipolter geht, werde ich zum Packen helfen hinfahren. Am Dienstag. Voraussichtlich.

** Trüffel-Salsiccia mit Rinderhack 1:1 gemischt, zu 200-g-Patties geformt und von Herrn Weber (und dem RB) perfekt gebraten.

Entspannung zwischen zwei Filmen

Entspannung zwischen zwei Filmen

#ClosedAdvent (26) // Lockdown, Tag 11

Zum Wachwerden guckte ich Der Kleine Lord. Dabei gab es Frühstück – am Wohnzimmertisch. Danach verließ ich den Raum nicht mehr. Der einzige, der heute draußen war, war das Kind. Der RB hat sein HerrenMusikzimmer weiter eingerichtet und ich habe auf dem Sofa gelegen, Druckstellen bekommen Podcast gehört und gestrickt. Und ganz kurz

Abendessen gab es auch am Wohnzimmertisch – wieder mit Filmbegleitung. Denn das Kind wünschte sich einen Kinoabend.

Selbstgeschnitzte Fritten aus Eve mit Käsesoße

Die Käsesoße war großartig, daher notiere ich hier mal das Rezept.

Zutaten
25 g Butter
2 EL Mehl
250 ml Milch
125 g Cheddar (hier v.a. heller alter und etwas oranger für die Farbe)
Pfeffer, Muskat, Salz (wohl dosiert)

Zubereitung
Mehlschwitze herstellen

Milch zugeben, mit frisch gemahlener Muskatnuss würzen, kurz aufkochen

Geriebenen Käse etappenweise einrühren und schmelzen lassen

Mit Pfeffer würzen, ggf. salzen

Alles entspannt sich

Alles entspannt sich

#ClosedAdvent (25) // Lockdown, Tag 10

Ausschlafen, spätstücken, Krustenbraten in Kassiopeia, rausgehen, Stollen essen, Möbel rücken, Krustenbraten in Eve, aufräumen, sehr leckeren Krustenbraten essen, Bratäpfel in Eve, leckere Bratäpfel mit Ziegenmilcheis essen, #CorotäneKneipe, stricken, räumen, Wäsche aufhängen.

Endspurt

Endspurt

#ClosedAdvent (23) // Lockdown, Tag 8

Der RB hat Spätschicht im Laden. So können wir zusammen auf den Markt gehen, was ganz praktisch ist, denn so kann er sich schon mal bei Metzger anstellen, während ich Feldsalat, Maronen und Äpfel kaufe.

Kurzer Schreckmoment beim Metzger: Unsere Krustenbratenbestellung ist untergegangen. Aber zum Glück hat der Metzger noch unvorbestellten. Essensplan ist gerettet.

Im Supermarkt ist es auch easy. Wenig Menschen, viele offene Kassen. Es geht schnell. Einmal mehr liebe ich den Hackenporsche, in den viel passt und der sich wirklich gut ziehen lässt.

Das Kind geht raus, der RB fährt zur Arbeit. Ich trage endlich meine Stunden nach. Uff, ich beende das Jahr trotz allem* mit Überstunden**. Dann montierte ich ein programmierbares Thermostat im Gäste- und Musikzimmer, denn – tadaa – die Heizung dort heizt(e) nicht, weil ein Tisch vor der Heizung stand, sondern weil das Thermostat defekt war. Und auch im Bad montierte ich eins, denn im Bad war es oft zu warm, aber auf moderat runterdrehen, ging nicht so einfach.

Aber ja, die Heizung ist ein leidiges Thema hier.

Als das Kind wieder zu Hause ist, gibt es Kakao mit Sahne und Marshmallows und er darf sich die nächsten Geschenke erlosen. Neben zwei Büchern gab es heute das große Geschenk von Oma:
LEGO Star Wars 75253 BOOST Droide. Und damit war er dann für den Rest des Tages beschäftigt.

Als der RB sich für den Heimweg ankündigt, starte ich mit dem Abendessen. Ich bin ein bisschen aufgeregt, denn – juhu – es werden Pommes geföhnt.

Lecker war’s. Jetzt hat der RB auch 2,5 Wochen frei und wir werden #NixMas genießen.

———————–
* Zwischenzeitliche Durchhänger bedingt durch Migräne, Pandemie und fehlendem Urlaub.

** < 20 Stunden

*** Nach dem weißen Roboter aus WALL-E

Packstraße

Packstraße

#ClosedNovember (4)

Ich habe FREItag und der RB muss schon wieder früh raus. So kann ich tatsächlich ausschlafen. Allerdings habe ich nicht so ganz frei, denn ich wurde gefragt, ob ich an einer Besprechung teilnehmen könnte. (Und ja, wenn ich gefragt werde und es drängt und kein anderer Termin gefunden wird, kann ich auch am FREItag.) Danach bespreche ich mich noch kurz mit einer anderen Kollegin.

Ups, und dann ist es auch schon spät. Um 15h00 soll das erste Keks-Päckchen im Ostend ausgeliefert werden und ich muss es noch packen.

18* auf einen Streich

Ich stelle fest, dass die Kekstüten und die Versandkartons nicht ganz optimal zusammenpassen. Es klappt irgendwie. Aber für die nächsten 32 Päckchen ist noch Optimierungspotential.

Ich nutze, dass es nicht regnet und gehe zu Fuß. Ich komme ja eh zu wenig raus. Unterwegs mache ich ein Date mit dem RB aus. Das Keks-Päckchen wird übergeben und danach besorge ich noch kurz Noppenfolie für die zu verschickenden Keks-Päckchen. Der RB wartet schon auf mich. Und weil wir einfach Romantik-Profis sind, daten wir uns im Auto bei …

… Käse-Rindswurst von Gref Völsing.

Wieder zu Hause kümmere ich mich um die nächsten Kekspäckchen. Zunächst werden die Spezial-Päckchen gepackt (nussfrei, vegan) und dann die zwei Päckchen, die ins Ausland (Norwegen und Österreich) müssen. Die beiden Auslands-Päckchen bringe ich auch direkt zusammen mit Paketen vom RB zur Post.

Ich überlege mir, wie ich das Keks-Päckchen-Packen optimieren kann und baue mir eine Packstraße auf. Während der RB kocht, stelle ich fest, dass ich mit meiner Adressliste auf der Post-Webseite automatisch frankierte Adresse-Etiketten erstellen kann. Hach, ich liebe sowas. Als das Kind im Bett ist und die #CorotäneKneipe läuft, packe ich alle Päckchen, die verschickt werden müssen: insgesamt 16.

Zusätzlich habe ich noch die Päckchen gepackt, die beim RB im Laden abgeholt werden und damit habe ich heute insgesamt 25 Keks-Päckchen gepackt und muss morgen noch acht fertig machen.

—————–

Mir hängt den ganzen Tag nach, dass ich mich von Teilen meines RL-Freundeskreis entferne. Uns fehlt zunehmend eine Werte-Basis. Von außen betrachtet, ist das nicht wirklich verwunderlich, wenn eine unsere individuellen Entwicklungen etwas kennt. Aber wir kennen uns teilweise schon über 25 Jahre und lange haben wir davon profitiert, dass wir so verschieden sind. Aber ich werden zunhemend unerbittlicher mit bestimmten Haltungen: Kapitalismus, Neoliberalität, Pandemie-Ignoranz**, Homöopathie, rechte Tendenzen***.

———————————-
* Ja, es sind 20 Dosen. Zwei Kekssorten gibt es in je zwei Versionen (normal und nussfrei bzw. nussfrei und vegan). Und die Nougat-Baiser haben keine Dose (weswegen ich sie in vielen Päckchen vergessen habe… mea culpa).

** Im Sinne von: „Ich finde die Pandemie doof und mache alles, was erlaubt ist und vielleicht nutze ich auch die Grauzonen. Ich will mein Leben nicht einschränken.“ Pandemie-Leugnerinnen werden direkt entfreundet und geblockt.

*** Natürlich bin absolut unerbittlich und intolerant bei Nazis und Co. Aber es geht um latent rassistischen, populistischen Kommentare und „Witzchen“.

Un-irgendwas

Un-irgendwas

#ClosedAdvent (2)

Der RB übernimmt nochmal den Frühdienst mit Kind. <3 Als ich aufstehe, stelle ich fest, dass mal wieder weder Warmwasser noch Heizung laufen. Mal wieder. So beginnt der Tag wie der gestrige abends endete: mit eine unerfreulichen, um nicht zu sagen unverschämten e-Mail. Ich werde daraus einfach mal Konsequenzen ziehen und bin froh, dass ich eine Rechtsschutzversicherung habe.

Mittags telefoniere ich länger mit der einen Klassenlehrkraft. Ich bin ja froh, dass sie endlich gerafft hat, dass ich – als Elternbeirätin – nicht gegen sie arbeite. Das war anfangs noch etwas schwierig.

Der Nachmittag ist arbeitstechnisch etwas zäh. Irgendwann kann ich nicht mehr und ich muss mich hinlegen. Zum Essenplanen komme ich dadurch nicht, außerdem bin ich kochunlustig. So gibt es nur Abendbrot – auch weil ich schon wieder dabei bin, die letzten Kekse vorzubereiten.

Sesam-Cookies (vegan)

Nachdem das Kind im Bett ist, muss ich noch was für die Arbeit machen. Und als der RB im Bett ist, überziehe ich die Dominas und lasse die Ingwer-Crossies glitzern

Das zieht sich wieder sehr lange. Die neue Staffel „Virgin River“ habe ich auch schon wieder durch.

Morgen muss ich dann nur noch die Bethmännchen fertig machen: Ein Kilo Marzipanrohmasse warten im Kühlschrank* auf Verarbeitung.

———————————————
* So kann das Marzipan besser geraspelt werden. Und wenn es geraspelt ist, kann besser verarbeitet werden.

Ende in Sicht

Ende in Sicht

Nach #ClosedNovember also #ClosedAdvent. So soll es sein. Wenn es doch nur wirklich „closed“ wäre…

Der beste Mann der Welt muss früh auf stehen und übernimmt deswegen die Kind-in-die-Schule-schick-Schicht. Ich kann also etwas länger schlafen. Mit Arbeit und Kekse backen haben die Tage einfach zu wenig Stunden.

Arbeit: Nichts Besonderes außer dass ich das prokrastinierte Projekt fertig mache. Yeah!

Das Kind hatte Spaß im bzw. mit dem Schnee. Ganz glücklich und mit roten Wangen kam er nach Hause. Als ich mit der Arbeit für heute fertig bin, gehe ich ins Dorf, um neue Keksdosen* zu kaufen. Dabach backen wir zusammen des Kindes liebste Kekssorte:

Während der #CorotäneKneipe und danach backe bzw. verziere ich weiter Kekse:

Nun sind 15 von 18 geplanten Sorten gebacken.

——————————————-
* Nach der letzten Kekssorte sind ein oder zwei Keksdosen nicht zu mir zurückgekommen und eine hatte ich entsorgen müssen.

** Schon Montag fertig gemacht, aber das Nougat musste noch fest werden.

*** Müssen noch mit Schokolade übeerzogen werden.

 

#ClosedNovember (29)

#ClosedNovember (29)

Trotz allem Werkeln und Wirken gestern kam ich nicht zur Ruhe und bin erst entsprechend spät eingeschlafen. Das allein ist schon ätzend genug, aber dieses frühe Aufstehen, um das Kind zur Schule zu schicken, bekommt mir nicht. Ich bin eine Eule von ganzem Herzen und hasse frühes Aufstehen.

Ich wurschtel mich so durch den Tag, habe diverse Besprechungen und prokrastiniere erfolgreich ein Projekt.

Dann kochen der RB und ich zusammen Abendessen. Eigentlich können wir nicht so gut zusammen kochen, allerdings haben wir heute Abend unsere eigenen Tanzbereiche: Er macht die Fischkrikadellen und ich mache die – tadaaaa, ich habe seite Tagen Jieper drauf – Schmorgurken.

Nach dem Essen muss ich mich hinlegen mit dem Gedanken, dass ich ausgeruht das prokrastinierte Projekt noch abrocken kann, wenn das Kind im Bett ist. Der RB versucht das Kind in Bett zu scheuchen. Aktuell ist Abendverlängerung mal wieder hoch im Kurs. Orrrrrrrrr. Tja, wer zu spät ins Bett geht, bekommt nicht mehr vorgelesen.

Als das Kind im Bett ist, setze ich mich … nicht an den Rechner, sondern stelle mich in die Küche, um meine Backliste abzuarbeiten. Der RB geht früh ins Bett. Ich backe drei Kekssorten und packe zwischendurch die Adsventskalender fürs Kind.

So war ich so lange auf, dass ich den ersten Schnee des Winters sehen konnte.

Das hat mich den Pandemiemist kurz vergessen lassen und einfach glücklich gemacht.

#ClosedNovember (28)

#ClosedNovember (28)

Aussschlafen, Frühstück und schwupps bin ich erst um 12h30 im Backflöz.

Um 15h30 wird pausiert und wir gehen raus. Wir bekommen ein Schallmessding geliehen. Wegen der Heizung. Das Gebrumme nervt. Wir drehen zu sechst eine Runde. Das Kind und sein Kumpel rollern vorneweg und in den Skatepark. Es wird dunkel und es ist ganz nett am Main. Aber auch sehr voll.

Wegen schlecht organisiert und abgesprochen bestellen wir Essen, als wir wieder zu Hause sind. Das ist nicht so Schlimm. Zumal wir uns für Frankfurter Küche bei der leckeren Apfelwein-Wirtschaft ums Eck entscheiden. Und was wären Schnitzel und Co ohne Apfelwein?! Also nahm ich den Bembel mit und lies ihn befüllen.

Thermostasche für Essen und Bembel

Mit dem gefüllten Bembel durchs Viertel zu laufen, ist irgendwie auch Peak Dorfleben.

Nach dem Essen noch zwei Sorten gebacken und eine vorbereitet.

Stand nach dem 2. Backtag: 10/18 Sorten sind fertig.