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Kategorie: Balkonien

X-13 bis zur zweiten Welle

X-13 bis zur zweiten Welle

Der Tag ist etwas unkoordiniert. Wir schlafen zwar nicht bis in die Puppen, aber irgendwie fehlen hinten raus zweidrei Stunden.

Weil ich mich gestern noch weiter über die Ignoranz der Schule uffgerescht hab, werde ich noch nachts ak- und kreativ. Das Ergebnis überreiche ich dem Kind, als er morgens ins Bett kommt.

Alles muss eine selber machen*

Er hat sich sehr gefreut (und ich mich auch, weil er meine Schrift lesen konnte ).

Dann Frühstück, rumkruschen, packen bzw. Sachen zusammensuchen, mit meiner Mutter telefonieren. Wir wurschteln so nebeneinander her. Weder effizient noch effektiv. Um wenigstens produktiv zu sein, mache ich mich an das eine Textprojekt. Als ich es wegschicke, ist es viel später als gehofft. Der RB fängt an zu kochen. Ich tetrisiere unsere drei Fahrräder ins Auto.**

Weil ich seit Tagen unkoordiniert wegen der Blumen bin, haben wir keine Blumensitterin. Also stellen wir alle Blumen auf den Balkon und hoffen, dass es hin und wieder regnet in unserer Abwesenheit.

Wir freuen uns alle sehr auf Urlaub. Das Kind ist dennoch angespannt. Die Situation mit dem Kv ist ungeklärt. Er, also das Kind, möchte nicht mit dem Kv sprechen und verweigert die Annahme jedes Anrufes. Ich will auch nicht mit ihm kommunizieren. Seine letzten Nachrichten zeigen deutlich, dass er eh nicht auf mich hören würde. Wir werden ihn wohl morgen Abend, wenn wir angekommen sind, darüber unterrichten, dass wir im Urlaub sind.

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* Idee darf gerne geklaut werden.

** Der RB und ich sind unszum Glück einig, dass ich besser packe.

X-6 Tage bis zur zweiten Welle

X-6 Tage bis zur zweiten Welle

Sonntag – wir müssen raus.

Zunächst erstmal auf den Balkon zu einem späten Frühstück.

Dann wabern wir so rum. Ich plane die Route für die Radtour. Und schicke kurz, bevor wir losfahren, eine e-Mail an den Kv ab. Auf Deutsch.

Gegen 14h45 kommen wir endlich mal los. Es ist bewölkt und nicht zu heiß. Ideales Radfahrwetter. Unser Ziel: Ein Gadde nordwestlich von uns. Die Tour ist sehr entspannt, so gut wie keine fiese Steigung und 13 Kilometer sind auch nicht so lang. Der RB ist aber nicht gut drauf und ich habe schon fast ein schlechtes Gewissen.

Im Gadde angekommen fängt es an zu regnen. Zum Glück ist der Schirm groß genug. Es wird gequatscht, gegrillt, gekokelt. Es hört auf zu regnen und wir müssen uns wieder auf den Rückweg machen. Ein anderer Weg als hin, um Steigungen zu vermeiden. Ich bin schon ein bisschen froh, dass der RB heile zu Hause ankommt. Er ist nicht fit.

Zu Hause beschäftigen uns die Reaktionen des Kv: Ich habe drei e-Mails* bekommen und das Kind eine Sprachnachricht**. Sie trieft vor Ironie. Das Kind ist angewidert. Er ist fertig. Ich bin es auch. Auf einmal merke ich, dass ich nicht mehr kann*** und vor allem auch warum: Seit > 15 Wochen ist mein Gehirn dauerhaft angeschaltet. Neuer Alltag, Job, Ängste vom Kind, Hilfe beim HomeSchooling, Diskussionen mit Lehrkräften, Virtuelles Klassenzimmer organisieren, Sorgen um meine Eltern, Ängste vom RB, Job, immer nerviger werdende Absprachen mit dem Kv, Mischung aus Präsenzunterricht und HomeSchooling, wieder geänderter Alltag.

Vielleichtermutlich könnte ich noch mehr fürs Kind tun. Eine könnte immer mehr tun. Aber dennoch sind wir bislang gut durch diesen neuen Alltag gekommen. Und anstatt rumzuspinnen und durchzudrehen, sollte der Kv mir lieber danken.****

Auf dem Weg ins Bett fielen noch ein paar sehr heftige Sätze. Dieser Sommer wird eine Zäsur sein. Die Kind-Kv-Beziehung hat einen Knacks.*****

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* Weniger impulsiv, dafür mit mehr Hirn hätte es auch getan, aber das ist einfach zu viel verlangt.

** Eigentlich sind es zwei, aber die zweite ist mal wieder das übliche „Je t’aime“-Blabla, das das Kind schon nicht mehr ernst nimmt.

*** Ich kann ja dann doch irgendwie immer wieder.

**** Das wird natürlich nie passieren.

***** Wobei „Knacks“ halt ein Euphemismus ist.

X-4 Tage bis zur zweiten Welle

X-4 Tage bis zur zweiten Welle

Ich hoffe sehr, dass ich in einer Woche tatsächlich nicht doch noch mal eben an den Arbeitsrechner muss. Die To-Do-Liste ist seit gestern nicht wirklich kürzer geworden, weil ich heute noch mehr auf Sparflamme gearbeitet habe als gestern schon. Das Wetter, die Urlaubsreife, der unterschwellige Stress mit dem Kv zehren an meinen Nerven und an meiner Konzentration. Es lauern noch ein paar Mamutprojekte auf mich für die kommenden 4 Arbeitstage.*

Das Kind verabschiedete sich gegen Mittag, um mal wieder im Park zu gehen, um mit anderen Kindern zu spielen. Möglicherweise haben der RB und ich diese Erkenntnis etwas gefeiert.

Um 16h00 kam das Kind ziemlich glücklich und ausgepowert nach Hause.

Ich musste mich zwischendurch mal hinlegen – das Wetter, die Urlaubsreife, der unterschwellige Stress mit dem Kv…

Als der RB nach Hause kam, hatte ich wenigstens schon das Abendessen fertig. Wir konnten auf dem Balkon essen. Für die #CorotäneKneipe gingen wir dann aber rein. Nicht, dass uns noch irgendwelche Viecher in den Wein geflogen wären.

Als diese sehr spät (und mit 1L Wein intus) endete, genossen wir noch einen Moment die kühle Luft auf dem Balkon.

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* Ich werde wohl nicht um Wochendarbeit drumherum kommen.

X-3 Tage bis zur zweiten Welle

X-3 Tage bis zur zweiten Welle

Bis zum Urlaubsbeginn wird es hier nicht wirklich spannender: Meine To-Do-Liste ist ziemlich lang und ich arbeite sie nur im Schneckentempo ab. Weil immer wieder irgendwas geklärt werden muss, oder den Job anderer Leute machen muss. Orrrr.

Mittags rief die Anwältin an und bestätigte meine Wunschvorgehensweise*.

Das Kind hat festgestellt, dass er bei dem guten Wetter rausgehen kann und war am nachmittag im Park.

Ich habe am Nachmittag mal wieder gesportelt. Und war danach irgendwie so ausgepowert, dass ich nicht mehr richtig denken konnte. Mit Blick auf die To-Do-Liste nur suboptimal. Aber mei. Das wird schon irgendwie.

Weil der RB abends Tasting hatte**, gingen das Kind und ich uns ein Eis holen. Und redeten etwas darüber, wie das mit dem Kv und Frankreich weitergehen sollte. Er hatte am Nachmittag versucht, der französischen Oma zu erklären, was das Problem sei.***

Wir haben ein Amselbaby im Hof wohnen.**** Das ist schon ein bisschen niedlich. Und das Kind ist auch niedlich, wie andächtig er zuguckt und auf dem Balkon rumschleicht, um es nicht zu erschrecken und zu beobachten.

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* Aussitzen und abwarten, was da kommt.

** online von zu Hause aus

*** Ich fürchte, sie kann und will es nicht verstehen. Und letztlich ist ihre einzige Sorge, ob das Kind ihr in irgendeiner Weise gram ist. Das hilft dem Kind echt weiter.

**** Und ein Taubenprächen brütet in der Zierkirsche.

X-2 Tage bis zur zweiten Welle

X-2 Tage bis zur zweiten Welle

In 6 Monaten ist Weihnachten.

Diese Mittwoche, an denen ich um 9h00 schon die erste Telko habe, sind nicht meine. Und der Rest des Tages war weiter von Arbeit bestimmt. Das Kind hatte Schule. Die Putzhilfe kam. Ich arbeitete draußen. Das Kind fährt zum Rugby. Ich bin so ins Arbeiten vertieft, dass ich vergesse, mich ums Essen zu kümmern. Erst als der RB da ist, gibt es einen Pizzabestellbeschluss. Es ist Sommer und so können wir draußen essen. Und danach auch noch draußen spielen.

Hessisches Fluchmemory

Die Situation mit dem Kv ist noch ungeklärt. Ich warte noch auf den Rückruf der Anwältin. Das Kind will aber weiterhin nicht zum Kv.

Tag 91 seit der Abschottung

Tag 91 seit der Abschottung

Jucheee, Brückentag und ich habe frei! Und Spoiler: Ich halte mich auch daran.

Frei bedeutet ausschlafen. Um 7h30 werde ich wach, weil im Hof eine Mülltonnen-Seance stattfindet*. Ich nutze Meine Blase nutzt den Moment. Wieder im Bett nehme ich Ohrenstöpsel und schlafe auch wieder ein. Wie so oft träume ich wirres Zeug. Irgendwas mit einem Füller und einer neuen Feder für ebendiesen. Zahlenverwirrung hinsichtlich 97 und 79.

Irgendwann kam das Kind zu mir. Ging aber auch wieder. Ich stand gegen 11h00 auf und weckte den RB. Es deutet sich an: Das Kind ist heute etwas neben der Spur.

Nach dem Frühstück kümmere ich mich endlich mal um den Siphon im Bad. Der war nämlich etwas undicht und wurde nun schon länger mit einem Eimer gesichtert. Siphontauschen habe ich bislang auch noch nicht machen müssen. Es ging aber recht einfach.

Danach gehe ich ins Dorf. Ich muss beim Buchladen noch ein Geschenk fürs Kind abholen. Beim besten Mini-Baumarkt besorge ich einen neuen Blumentopf für den Hibiskus. Zu Hause kümmere ich mich dann auch direkt um ums Umtopfen. Der Hibiskus kommt in einen Topf. Der Mangokern, der eine Wurzel entwickelt hat, kommt auch in einen Topf. Die zwei Mini-Tomatenkeimlinge** setze ich auch in Erde.

Das Kind hat Langeweile und weiß nicht wohin mit sich. Der RB arbeitet***. Dem Kind fällt ein, dass er nach was für GL machen muss, wofür er das Haus verlassen muss. Er nimmt das Rad. Kommt aber nach kurzer Zeit wieder und erklärt: „Jemand hat meinen Reifen geklaut.“ Ich gucke irritiert. „Nee, nicht den Reifen, sondern das da drin.“ „Den Schlauch?“ „Ja, genau. Der Schlauch ist geklaut.“ Ich gucke noch irritierter und gehe mit ihm raus und sehe … einen platten Hinterreifen. Da ich aber auch noch das Ventil sehe, schließe ich einen geklauten Schlauch aus. Er versucht mir den Tathergang zu schildern und es wird klar, dass er ein Stück mit dem Rad gefahren ist. Ein geklauter Schlauch kommt definitiv nicht infrage. Ich schicke ihn zu Fuß los.

Ich überrede den RB dazu, Kaffee zu kochen. Wir trinken zusammen Kaffee und ich verarbeite die Szene mit dem Kind und komme aus dem Lachen nicht raus. Mein Kind ist der erste Mensch, dem während der Fahrt ein Schlauch aus dem Reifen geklaut wurde.

Als das Kind wieder da ist, spielen wir zusammen.

Pyramis – sowas wie „4 gewinnt“ nur mit 5 und in 3D

Als wie fertig gespielt haben, wechseln wir zusammen den Schlauch vom Hinterreifen. Danach habe ich – mal wieder – einen toten Punkt und lege mich ins Bett. Es tut gut, mal einen Moment alleine zu sein. Ich dämmere kurz (!) weg und als ich wieder wach werde, höre ich das Kind auf Französisch reden. Ich höre auch den Kv. Und vor allem höre ich, dass diese Unterhaltung auf Skype stattfindet. Für Skype braucht das Kind aber entweder sein Tablet, das aber in dem Zimmer ist, in dem ich mich gerade befinde, oder seinen Laptop****. Ich gehe über den Balkon, gucke ins Kinderzimmer, sehe das Kind vor seinem Laptop und …

… flippe aus. Ich frage ihn, was das soll und wer ihm erlaubt hätte, das Laptop zu nehmen. Und hui, seine Antwort ist mutig: „Ich hab mir erlaubt, das Tablet zu nehmen.“ Ich glaube, ich höre nicht recht und gehe erstmal wieder. Aber da das Kind keine Anstalten macht, aufzuhören, um die Situation mit mir zu klären, gehe ich nochmal in sein Zimmer, werfe ihm diversen Technikkram auf sein Sofabett und sage: „Mach, was Du willst.“ Ich bin echt sauer.

In der Küche werkelt der RB und bittet mich Pfefferminze zu holen. „Aber die machen wir extra. Das mag das Kind ja nicht so.“ „Ach, das geht in dem vielen Grünzeug, das schon drin ist eh unter.“ „Schon drin? Der Koriander etwa auch?!“ „Ja.“ „Ja?!“ … „Oh Mist, da habe ich gar nicht dran gedacht.“

Das Kind hat mittlerweile alle Technik ins Wohnzimmer gebracht und sich auf sein Bett verzogen. Er weiß, dass er Mist gebaut hat und ärgert sich über sich selbst. Ich weiß, dass er leidet. Ich kann ihn nicht auch noch hinsichtlich des Essens leiden lassen. Hecktisch zaubern wir noch Grillsteaks und Grillpommes aus den Vorräten. Wir essen zusammen. Der RB und ich eine wirklich leckere Joghurtsuppe:

Dann muss der RB arbeiten (online-Tasting) und das Kind und ich fahren mit den Rädern in den Park. Dort passen wir uns mit dem Rugbyball zu. Wir drehe noch eine Runde durch den Park*****, da fährt das Kind durch irgendwas und hat – tadaa – zwei Platten. Wir schieben nach Hause. Dort darf das Kind allein die Schläuche aus den Reifen holen. In beiden sind jeweils zwei kleine Schlitze. Die sind nicht mehr zu retten.

Ich bestelle neue Schläuche, lese dem Kind vor und beende den Abend mit dem RB auf der Couch.

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* Die Müllabfuhr zerrt die Mülltonnen übers Kopfteinpflaster im Innenhof.

** Noitz an mich: Diverses Saatgut entsorgen, das nicht angegangen ist.

*** Offiziell arbeitet er, inoffiziell nutzt er meine Abwesenheit im Wohnzimmer, um „seine“ Musik zu hören.

**** Seit gestern hat das Kind Technikverbot (nur Tablet reicht nicht).

***** Im Park sind viele Menschen. Immer in kleinen Grüppchen mit Abstand zu einander. Aber es ist auch Leben im Park. Das fühlt sich gut an. Ich mag es bei aller Vorsicht und Respekt vor dem Virus, dass das Leben wieder stattfindet. Und lieber draußen als drinnen.

Abschottung, Tag 82

Abschottung, Tag 82

Ups, wir haben sowas wie verschlafen. Als tapere ich direkt an den Schreibtisch. Ich kümmere mich um Projekte, räume parallel noch ein bisschen auf, schicke das Kind zur Buchhandlung und dann zur Schule, arbeite weiter, gehe duschen, verabschiede den RB, habe eine Telko, die glücklicherweise zu Ende ist, bevor die Putzhilfe kommt. Endlich wieder nach 12 Wochen.

Ich verziehe mich auf den Balkon, um dort zu arbeiten. So kann die Putzhilfe unbeobachtet arbeiten und wir haben genug Abstand.

Ich komme gut voran.

Zwischendrin kommt der dhl-Bote mit einer Zolllieferung. Blöd nur, dass ich vorher nicht über die Summe informiert worfen war und so kein Bargeld im Haus hatte.

Die Putzhilfe geht und unsere Wohnung ist wieder sauber. Blitzblanksauber. Überall gleichzeitig.

Ich habe noch eine Telko. Das Kind kommt von der Schule. Reicht mir eine Nussecke rein <3 und vergisst dann durchs Daddeln sein Rugby-Training. Ich denke auch nicht dran, denn ich versuche nach getaner Arbeit erst dhl zu erreichen. Zum Glück mit Erfolg, die Sendung wird morgen erneut zugestellt. Dann bespreche ich mich kurz mit meiner Mutter, weil ich für sie Handyangelegenheiten regeln möchte. Es ist etwas schwierig beim Handyanbieter meiner Eltern zum Kundenservice zu kommen. Erst als ich den Computer anschnauze: „Ich will verdammich einen echten Menschen sprechen.“ werde ich von einem echten Mensch begrüßt. Einem echt kompetenten Mensch. Ich schildere ihm das Problem und er kann es gut und höchst zufriedenstellend lösen. Meine Mama ist glücklich.

Dann kümmere ich mich ums Abendessen: Gegrillter Haloumi mit gegrillter Ananas. Sehr lecker. Dazu noch gegrillte Reste.

Weil wir spät dran sind, sind wir auch erst später in der #CorotäneKneipe.

Abschottung, Tag 80

Abschottung, Tag 80

Ich etappe mich immer wieder bei dem Gedanken, dass ich es schon nett fände, mut allen im Haus in unserem Hof ein Fest zu feiern, wenn klar ist, dass wir uns wieder gefahrlos begegnen dürfen. Aber dann sehe ich, wie unverwundbar sich einige im Haus verhalten und habe keine Lust mehr.

Lieber plane ich mit dem RB eine echte Fakehochzeitsparty, zu der wir alle einladen, die uns lieb und wichtig sind, die wir derzeit nicht sehen können denen wir derzeit nicht nahe sein dürfen.

Oder wenn wenigstens ein reales Treffen der #CorotäneKneipe-Teilnehmerinnen. Gerne auch in Dänemark. Dann sehen wir alle (endlich wieder) was anderes.

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Der RB und ich haben seit langem (seit Beginn der Abschottung?) wieder in einem Bett geschlafen. Ohne Schnarchen seitens des RB geht das. Wir schliefen aus, wobei ich länger schlief als der RB, was dieser nutzte, um mir Tee ans Bett zu bringen.

FrühSpätstück gab es auf dem Balkon – mit Omelette und sehrsehr leckerer Mango. Und Tage, die auf dem Balkon beginnen, enden auf dem Balkon. So will es das Balkongesetz.

Der RB machte Dinge am Computer. Ich machte etwas Grünschnitt, tropfte die Olive um. Dann wollte ich Zitronenkuchen backen, weil da aber ein paar Orangen rumlagen, machte ich einen Orangenkuchen. Dieser war pünktlich zum Kaffee-Zoom-Date mit Freunden fertig.

Nach Kuchen und Wein kümmerte ich mich um die Fotos von gestern, der RB bereitete das Abendessen vor. Ich gesellte mich später zu ihm und machte zwei Soßen.

Alles bereit – auf dem Balkon

Das waren mein erstes Mal Sommerrollen. Und es war gut. Ich mag Modulessen, bei dem jede das nimmt, was sie mag.

Essen, das mit den Fingern gegessen wird, hat das Kind am liebsten

Bevor das Kind früh (haha, zumindest früher als sonst, weil morgen Frühschichtschule) ins Bett ging, spielten wir noch zusammen Karten. Dann vorlesen, schlafen (das Kind) und Good Omens (der RB und ich).

Könnte ich bitte noch einen Tag frei haben?!

Abschottung, Tag 78

Abschottung, Tag 78

Der RB und der Junior RB lassen mich ausschlafen. Um 10h45 wache ich auf. Tee ist fast fertig und dann frühstücken wir. Gestärkt übe ich mich in Bondage sichere ich das Paket, das die Freundin in Belgien mit Sommerklamotten versorgen soll, mit viel Pakettesa.

Weil ich doch nicht mit dem RB mitfahre, um zum Markt zu kommen, verheddere ich mich etwas in der Geburtstagsgeschenkbestellung fürs Kind. Glücklicherweise, denn so bin ich noch zu Hause, als die SMS vom Radladen kommt, dass mein Rad inspiziert und repariert ist. Yeah!

Ich mache mich fertig, nehme Helm und Schloss mit und gehe zum Radladen. Die Werkstattschlange ist erfreulicherweise nicht sehr lang und schnell habe ich mein Rad wieder. Yeah!

Auf dem Rad fahre ich zum Markt. Unterwegs will ich noch Geld abheben – auf dem Markt geht ja nur Bargeld -, aber die Automaten sind leer. Ich fahre trotzdem zum Markt. Ich will ja nur zum Metzger.

Als ich dran bin, leite ich ein: „Ich habe ein Problem. Der Geldautomat unterwegs war leer und jetzt habe ich kein Bargeld. Bekomme ich trotzdem was und kann es nächste Wiche bezahlen?“ „Kein Problem. Wir kennen Sie ja.“

Mit Uffschnitt und Grillfleisch radel ich wieder heim.

Das Kind und ich essen Erdbeeren und telefonieren mit meiner Mutter. Gegen 18h00 scheuche ich das Kind auf, dass wir doch noch mal nach besseren Wanderschuhen für ihn gucken sollten. Als wir losgehen, kommt der RB gerade wieder.

Vor dem Schuhladen ist eine ziemliche Schlange. Es dürfen nur 18 Menschen in den Laden und anscheinend bietet sich Samstagabend 30 Minuten vor Geschäftsschluss bestens für Familienausflüge* in Schuhläden an. Wir haben Glück: erstens dürfen wir um 18h35 noch rein und zweitens finden wir ein paar Wanderschuhe (und ein Paar Halbsandalen**) fürs Kind.

Wieder zu Hause kümmern wir uns ums Abendessen (der RB und ich) und Balkongießen (das Kind). Dann Essen und bevor wir unsere Kinoabendreihe „Filmklassiker füts Kind“*** beginnen, setze ich noch schnell Krautsalat an****.

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* Ja, wir sind auch eine Kleinstfamilie. Aber halt nicht Mutter, Vater Kind(er) und Säugling, der als Mensch zählt.

** Keine richtige Sandalen, eher so eine Art Trekkingsandale, aber vorne geschlossen

*** Heute „Blues Brothers“, den auch ich zum ersten Mal sehe.

**** Ob der Menge werden wir die nächsten 10 Tage Krautsalat essen (müssen).

Abschottung, Tag 69

Abschottung, Tag 69

(Bei 69 muss ich spontan an … nein, nicht Sex … tststs, ihr wieder … spontan ans PC69 denken. Das gibt es ja schon ne Weile nicht mehr. *seufz*)

Kein Wecker führte dazu, dass ich aufwachte, als ich ausgeschlafen war. Und es fühlte sich – trotz gestrigem Alkoholkonsum – recht ausgeruht an. Auch um 9h30. Aufstehen wollte ich allerdings noch nicht und sortierte meine Fotos auf dem Handy. Dann weckte ich den RB und zusammen kümmerten wir uns ums Frühstück, das wir dann aber doch erst gegen 12h00 zu uns nahmen.

Eigentlich stand ein kleiner Spaziergangsbeschluss im Raum. Uneigentlich kümmerten wir uns um diverse Dinge. Vorzugsweise auf dem Balkon (der RB Kram für den Laden und ich Wäsche und Überweisungen und so Zeug halt). Als der Nachmittag fast rum war, fiel mit ein, dass noch ein halber Hefewürfel im Kühlschrank war und ich buk schnell Streuseltaler.

Gefühlt gingen wir vom späten Kaffee&Kuchen direkt zum Abendessen über.

Real hatte ich darüber die Zeit verloren, dass ich potentielle Wanderrouten mit Else ausklamüserte und daher waren wir auch erst so mit Abendessen fertig, dass das Kind noch schnell den Balkon gießen konnte, bevor sich die ISS über uns zeigte.

Der helle Punkt auf ca elf Uhr

Und weil ich mich so un(ter)bewegt fühlte, machte ich noch etwas Yoga, nachdem das Kind im Bett war.