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Kategorie: Balkonien

Abschottung, Tag 24

Abschottung, Tag 24

Ich bin eine schlechte HomeSchooling-Mutter. Ich habe noch immer nicht die letzten Hausaufgaben von letzter Woche an die Lehrerinnen geschickt. Das Kind hat aber auch noch kein Feedback von ebendiesen Lehrerinnen zu vorherigen Aufgaben. Da fällt es mir etwas schwer, da so streng nachzuhalten. Wobei das Kind wohl fertig ist mit den Aufgaben.

Nächste Woche habe ich Urlaub und das ist auch wirklich gut so. Es war ja eh nicht geplant, dass wir wegfahren. Dass das Kind da ist, war ja auch nicht geplant. Aber gerade ist eh nichts geplant. Dennoch wird es uns allen gut tun, wenn ich nicht arbeiten muss. Ausschlafen, wirklich Zeit miteinander – vor allem das Kind und ich. Mein Job fordert mich gerade sehr. So wie immer. Covid-19 hat auf meine Projekte noch keinen direkten Einfluss. Hier und da indirekten, aber sicherlich haben wir dadurch weniger, sondern eher mehr zu tun.

Arbeit besteht heute aus vielen Telefonaten. Als das letzte Telefonat geschafft ist, ist es spät genug, dass ich den Teig für die Burgerbuns vorbereiten. Während der Teig geht und ich nochmal arbeite, kümmern sich der RB und das Kind ums Hack.

Das Kind am Fleischwolf

Ich klappe den Rechner zu und forme mit dem Kind Patties. Dann ist der Teig gegangen und ich forme Buns. Während die gehen, kümmern wir uns um die weiteren Burgerzutaten. Dann kommen die Buns in den Ofen.

Perfect Buns*

Der RB verschwindet auf den Balkon. Dort ist es angenehmer als auf dem Balkon und so beschließen wir zu ersten Mal** in diesem Jahr draußen zu essen.

Nomnomnom

Danach mache ich noch was für die Arbeit, das Kind skypt mit dem. Kv, der RB verflucht seinen Apfel***.

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* Der Trick war unbeasichtigt: Kurz vor Backende hatte irgendwer versehentlich die Temperatur auf 250 °C hochgedreht.

** Stimmt nicht ganz, wir hatte Anfang der Abschottung schon Kaffee und Kuchen auf dem Balkon.

*** Hah! Meine Rede. Seit 3 Monaten.

Abschottung, Tag 3

Abschottung, Tag 3

Wir proben den Aufstand… äh Alltag. Zumindest ein Anfang. Das Kind musste nochmal zur Schule, um Arbeitsblätter zu holen. So ganz erschließt sich mir die Aktion, denn am Abend gab es e-Mails, dass ab morgen Aufgaben über die Schulwebseite zur Verfügung stehen.

Nachdem ich Donnerstag bei einem Workshop war und Freitag frei hatte, musste ich heute erstmal wieder reinkommen. Texte hier, Telefonate da. Und während die Kolleginnen sich fürs HomeOffice präparierten, hatte ich einen Kollegen in einer Telko, der dringend total verrotzt im Büro rumspuken musste. Auf dem Weg zum Arzt. Mir sind die Augen aus dem Kopf gerollt.

Das Kind kümmerte sich um sein kaputtes Tablett, suchte seinen Schlüssel, vergnügte sich an „seinem“ Laptop, skypte mit dem Kv, machte Mathe.

Der RB arbeitete mir gegenüber, haderte mit seiner Vernunft, machte Besorgungen und grillte an.

Ich diskutierte Unsinniges auf WA. Das Kind schnibbelte von selbst und eigenständig Salat.

Gegrilltes und Salat

Dann machte ich mit dem Kind einen Plan für diese Woche. Ich hatte das Zeitrasta vorbereitet und er durfte sagen, was er wann machen will.

Ich hoffe, dass das alles so klappt.

Er war recht motiviert dabei. Sieht ein, dass er was machen muss – zumal die Aufgaben per Bild an die Lehrerinnen geschickt werden müssen.

Es wird schon irgendwie werden.

Ein kleiner Schmunzeler zu Abschluss: Weil Klopapier dieser Tage Goldwerte erreicht, wird bei uns eine güldene Rolle mit weißem Gold getrocknet.

Ein Sinnbild.

Die genaue Geschichte zum Bild kennt nur der RB und ich fürchte, er wird sie mit in die Badewanne ins Grab nehmen.

12von12 (im Januar 2020)

12von12 (im Januar 2020)

Einmal (mindestens) im Jahr mache ich bei 12von12 mit – nämlich im Januar. Ich finde es schön, meinen Geburtstag mit (mindestens) 12 Bildern zu begleiten.

Wenn eine am Sonntag Geburtstag hat, kann sie ja reinfeiern. Also wenn sie feiern würde. Geplant hatte ich nichts und der RB hatte auch nichts angedacht, aber wir – so als Eule(n) – waren um Mitternacht noch wach und stießen kurz nach Mitternacht auf die 43 an.

#1: <3 Der RB hat mir einen Rüblikuchen gebacken und den Geburtstagskranz hat er auch ohne nachzufragen gefunden. Und ein tolles Geschenk hat er mir auch gemacht. Darf ich vorstellen: Little Jim, meine neue Tee-Maschine.

#2: Fürs Durchmachen bin ich (nun) zu alt, also geht es dann doch mal ins Bett. Davor müssen wir natürlich Zähne putzen.

#3: Nachdem ich das Kind um 7h50 nochmal zum Schlafen bis 10h20 genötigt, ist er sehr umgänglich und möchte seinen Anteil an meinem Geurtstag beitragen. So bringt er mir Tee ans Bett. Und Kekse.

#4: Frühstück im Bett ist mMn grundlegend doof. Full Scottisch Breakfast allerdings wirklich ungeeignet für den Genuss in der Schlafstatt. (Gut, dass ich am Freitag in Paris war, da bekomme ich problemlos den typischen Breakfast-Bacon.)

#5: Kleiner Blick auf den Rechner: Gestern startete ich ein Upload zur Sicherung meiner Daten aus der Freiberuflichkeit. Knapp 30 GB dauern halt. Aber gegen 12h00 ist schon über die Hälfte geschafft. (Um 22h00 war er dann auch wirklich fertig.)

#6: Ich wollte an die frische Luft, aber ich wollte auch nicht zu weit weg von unserem Abendessen, das seit 11h30 im Backofen schmorte niedertemperaturgarte (und noch bis 20h00 drin bleiben sollte) und auch nicht zu weit weg vom Geburtstagskuchen sein. Also wünschte ich mir, dass der RB und ich den Balkon aufräumen.

#7: Nach dem Aufräumen ist vor dem Aufräumen. Heute kam auch die Weihnachtsdeko runter. Und weil es das Gesetz so will, wird danach Läppar (so heißen die skandinavischen Dickmilch Pfannkuchen wohl nur bei meiner Mutter und mir … ich tippe auf einen StillePost-Effekt vor Jahrzehnten) gegessen. Zu den Läppar gab es wahlweise Lachs und saure Sahne oder Heidelbeeren und Sahne uuuuund natürlich Geburtstagskuchen.

#8: Für den allgemeinen Spaß probierten wir zusammen dendiedas RingFit vom Kind aus. Huiii, das ist ganz schön anstrengend.

#9: Ich hatte mir als Geburtstagsessen Pulled Beef mit Cole Slaw gewünscht. Selbstgemacht natürlich. Sooooo lecker.

#10: Das Kind musste noch duschen und damit sich das Duschen auch lohnt, durfte ich ihm davor die Haare schneiden. Kurzfristig durfte ein Iro stehen bleiben. (Er fand ihn eigentlich ziemlich gut, hat aber Angst vor den Reaktionen in der Schule. Wir klärten, dass er mit Iro in den Sommerurlaub fahren wolle.)

#11: Dem Kind „graut“ es vor der Schule morgen, außerdem hat er Papa-Jetlag. Zusammen macht das, dass er Kuscheln und Vorlesen und Einschlafbegleitung braucht.

#12: Wir gucken Wilsberg (wegen Bielefeld), ich blogge und trinken Tee.

Mehr 12von12 gibt es bei „Draußen nur Kännchen„.

Hibi lebt

Hibi lebt

Ganz entspannter Tag. Ausgeschlafen. Konstimarkt. Pilea-Baby in gute Hände gegeben. Zockerbesuch fürs Kind. Gelegenheit für mich, die Erbeerbabys zu versorgen. Olive gerettet, Lavendel gefunden. Neues Pilea-Baby versorgt. Mich über den Hibuskus gefreut.

Der Hibiskus hatte Läuse oder so und hatte dadurch alle Blätter verloren. Aber beherzter Beschnitt und endlich wieder auf dem Balkon halfen bestens.

Eingekauf. Besuch verabschiedet. Essen gemacht.

Rote-Linsen-Nudeln* mit Gedöns**

Mit dem Kind gegessen. Kind in den Schlaf gekuschelt (heute nur 2 „Weißt Du, wieviel Sternlein stehen“). „Embrace“*** geguckt, festgestellt, dass ich mich nicht daran erinnern kann, dass jemals mein Aussehen bewertet wurde. Zumindest nicht von Personen, die mich geprägt haben.

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* Ich habe beschlossen, dass wir auch mit Kind weiter low-carben. Es wird aber einfach nicht thematisiert.

** Mit Balsamico-Creme geht beim Kind vieles.

*** Höchst empfehlenswert.

Eigentlich…

Eigentlich…

… wären der RB und ich jetzt in Berlin.

… hätten wir heute ein Feine-Sahne-Fischfilet-Konzert besucht.

… wären wir bis Montagabend in Berlin.

… würden wir morgen in die Nolde-Ausstellung gehen.

Uneigentlich…

… sind wir in Frankfurt, weil das Konzert abgesagt werden musste und wir deswegen entschieden, dass das Geld für Zug, Hotel und Essen nicht ausgegeben werden muss. Beziehungsweise dass wir es anderweitig investieren.

… finde ich es super, dass wir ein Wochenende zu Hause haben. Wir konnten heute ausschlafen, auf den Markt gehen, Wäsche machen, rumschlumpern, kurz ein Sommerfest besuchen und einen Film* gucken.

… tut es mir schon um die Nolde-Ausstellung leid.

… ist es gut, dass wir auch mal Zeit nur für uns zu Hause haben (insbesondere nach dem gesterigen Tag, der emotional durchaus fordernd war).

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* Interessanterweise können wir uns cineastisch immerhin auf WW2-Themen einigen. Heute gab es „Die Flucht aus Sobibor“ (der ist gerade bei amazonprime und ich kann ihn durchaus empfehlen).

Balkonien

Balkonien

Habe ich schon mal erwähnt, wie sehr ich unseren Balkon mag. Bestimmt, denn er war ein sehr wichtiger Grund, warum ich mich vor nun fast 6 Jahren für die Wohnung entschieden habe. Wow… 6 Jahre. Ich habe noch nie so lange am Stück in irgendeiner Wohnung gewohnt – außer in der Wohnung, in der ich aufgewachsen bin.

Dieses Jahr ist der Balkon allerdings so schön wie nie, was an mehreren Dingen liegt;

  • Standkorb
  • keine Sandmuschel mehr
  • Herrn Weber
  • Lichtkonzept mit neuen Solarlampen
  • neue Wimpelkette
  • die Hochbeete sind ordentlich bepflanzt
  • alles grünt und blüht und treibt Früchte

Und endlich werden auch die Tage und insbesondere die Abende wieder so schön, dass wir uns auf dem Balkon aufhalten können.

Bloggen auf dem nächtlichen Balkon

Balkonien ist schon schön. Und ich freue mich auf den weiteren Sommer.

Bunt

Bunt

Das äußere Tagesgefühl sagt entspannt, dass heute Sonntag war. Das innere war immer wieder unruhig, weil bis zum Wochenende bzw. Montag noch einige Dinge erledigt werden müssen, also Arbeitsdinge vor allen Dingen. Da ist der Text, der eigentlich schon längst fertig sein sollte. Da ist das dringende reingeschobene Projekt, das ich jetzt gerade in Kooperation mit dem RB noch einmal ziemlich umgeworfen habe. Und noch diverse andere Projekte. Es ist viel und ich muss morgen unbedingt gucken, womit ich sinnig anfange, damit nichts vergessen gerät.

Ich habe mich aber doch mehr vom äußeren leiten lassen – obwohl ich tatsächlich von der Arbeit geträumt habe – und

  • ausgeschlafen,
  • gefrühstückt,
  • gebacken,
  • yogiert,
  • gekaffeeklatscht,
  • geduscht,
  • geringelpietzt,
  • gepflanzt,
  • gegrillt,
  • gespielt.

Fühlte sich ganz gut an. Irgendwie bunt.

Kindergarten

Kindergarten

Gestern regnete es. Und vorgestern auch. Und das war auch gut so. Zumindest für die Pflanzen – allgemein und im Besonderen auf dem Balkon:

Aber auch in der Wohnung ist eine Pflanzen-Kindergartengruppe. Von neun potentiellen „Kindern“ sind drei schon angegangen.