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Monat: Dezember 2019

Wutmarsch

Wutmarsch

Orrrrr, diese Nacht war so symptomatisch für das heute vergehende Jahr, denn in diesem Jahr hatte ich

a) einige schlaflose Nächte,
b) mich öfters über dem RB sein Schnarchen aufgeregt und deswegen
c) mehrere Nächte nicht im gleichen Bett wie er verbracht,
d) mich regelmäßig über die Zahlungsmoral von einer meiner Auftraggeberinnen geärgert.

Diese Nacht kam alles zusammen. Erschwerend kam dazu, dass

a) die letzte Nacht des Jahres war (und morgen halt fixe Zahlungen fällig sind),
b) wir im Hotel nächtig(t)en und dadurch
c) die AusweichFluchtmöglichkeiten vor dem Schnarchen sehr begrenzt ist,
d) es Frühstück nur bis 10h00 gibt und somit
e) ausschlafen nicht möglich war.

Das Ergebnis war eine fast 43-Jährige mit wirklich, wirklich schlechter Laune. So schlechte Laune, dass ich mit dem RB nicht beim Frühstück kommunizierte und auch danach nur die nötigsten drei Worte wechselte Spitzen vor die Füße rotzte. Dann, als er mich allein ließ, damit ich noch etwas schlafen könnte, ich aber keinen Schlaf fand, stapfte ich wütend los. Erst Richtung Kutterhafen,

Kutterhafen bei Ebbe. Scott sucht das Meer.

… dann weiter Richtung Cuxhaven (18 km),

… stritt mich nach 4,5 Kilometer mit dem RB auf Deich. Dann stapfte ich wütend(er) und per Messanger diskutierend weiter,

… um bei Kilometer 7, dann doch mal meinen Standort mit dem RB zu teilen, der da aber schon ein Dorf weiter war (und nun auch das technische Feature des Standortteilens kennt) …

Wir laufen uns mit 34 % (er) und 66 % (ich) Akku entgegen. Romantischer wird’s nicht mehr.

… und nachdem ich 8 Kilometer in den Beinen hatte, trafen wir dann aufeinander. Wir gingen 1,5 Kilometer friedlich nebeneinander her,

… stiegen dann ins Auto und suchten uns was Essbares.

Solltet Ihr in Cuxhaven mal Lust auf Nicht-Fisch haben, können wir das Café Pfannkuchen wärmstens empfehlen.

In diesem Sinne: Happy New Year! 😉

2019-F&A

2019-F&A

Ganz grob auf einer Skala von 1 bis 10: Wie war Dein Jahr?
9.

Zugenommen oder abgenommen?
Zugenommen.

Haare länger oder kürzer?
Noch etwas kürzer.

Kurzsichtiger oder weitsichtiger?
Gleich. (Aber ich muss wohl mal wieder zur Optikerin.)

Mehr ausgegeben oder weniger?
Ähnlich.

Der hirnrissigste Plan?
Nichts.

Die gefährlichste Unternehmung?
Ich neige immer noch nicht zu gefährlichen Unternehmungen.

Der beste Sex?
Generell oder des Jahres?

Die teuerste Anschaffung?
Neuer Receiver.

Das leckerste Essen?
Grie Soß geht ja immer.

Das beeindruckenste Buch?
Wieder mal zu wenig gelesen.

Der ergreifendste Film?
Kaum Filme geguckt. Davon hat mich wohl Sobibor am meisten bewegt. Ansonsten mehr Serien gesehrn, u.a. The Crown, Peaky Blinders, Vikings, The Bold Type, This is us…

Die beste CD?
From Here von New Model Army.

Das schönste Konzert?
The Movement, Heavy Balls

Die meiste Zeit verbracht mit…?
… mir, Arbeit, dem RB und dem Kind.

Die schönste Zeit verbracht mit…?
… dem RB und dem Kind.

Vorherrschendes Gefühl 2019?
Mir geht es verdammt gut.

2019 zum ersten Mal getan?
Mit RB und Kind in den Urlaub gefahren. Puffins in Echt gesehen. Eine AG geleitet.

2019 nach langer Zeit wieder getan?
Einen Arbeitsvertrag unterschrieben.

3 Dinge, auf die ich gut hätte verzichten mögen?
– Uffreschung mit des RBs Mitarbeiterinnen
– Lungenentzündung bei meinem Vater
– Mäuse auf dem Balkon

Die wichtigste Sache, von der ich jemanden überzeugen wollte?
#NazisRaus

Das schönste Geschenk, das ich jemandem gemacht habe?
Geldbeutel mit Trojan Head (sagt der RB).

Das schönste Geschenk, das mir jemand gemacht hat?
Zeit. Gehäkelter Puffin. Badepuffin.

Der schönste Satz, den jemand zu mir gesagt hat?
„Der midi-monsieur ist ein feiner Kerl. Das machst Du schon ganz gut.“

Der schönste Satz, den ich zu jemandem gesagt habe?
Das mögen bitte andere beurteilen.

Mehr Kohle oder weniger?
Mehr.

Besseren Job oder schlechteren?
Die gleiche Selbstständigkeit ist gut (und trotzdem gebe ich sie auf).

Dieses Jahr etwas gewonnen und wenn, was?
Erfahrungen und Erkenntnisse, neue Freundinnen.

Mehr bewegt oder weniger?
Mich zu wenig.

Anzahl der Erkrankungen dieses Jahr?
Nichts Ernsteres.

Davon war für Dich die Schlimmste?
Nichts.

Dein Wort des Jahres?
Antifa.

Dein Unwort des Jahres?
Nachsitzen.

Dein Lieblingsblog des Jahres?
Ich habe immer noch keinen Lieblingsblog.

2019 war mit einem Wort…?
Gut.

Dein grösster Wunsch fürs kommende Jahr?
Dass die Festanstellung die richtige Entscheidung war. Dass es meinen Vater weiterhin so gut geht.

2018.

Fast da

Fast da

Mehrfach beglückwünschten der RB und ich uns heute auf der Fahrt nach Bremen, die 4,5 Stunden dauerte (und dass ohne regulären LKW-Verkehr), dass wir bereits heute losgefahren sind und so morgen nur noch eine Stunde zu fahren haben, bis wir am Meer sind. So können wir schon noch vor Mittag die Nordsee sehen.

Jippiee!

Safety first: Scott und sein Kuscheltier Hainrich sind selbstverständlich angeschnallt.
Jaja, Anlegestelle, nicht Hafen (der ist in Bremerhaven), aber immerhin liegt hier das Becks-Werbeschiff, äh, die Alexander von Humboldt.
Der 5. Bremer Stadtmusikant war/ist ein Puffin.
Bremen stabil.
Ups

Ups

Ups, da war es schon so spät, nachdem wir alle Unterkünfte für den Sommer in Irland gebucht haben. Der Koffer für morgen ist auch noch nicht gepackt. Und weil ich den Rechner nicht mit ans Meer nehmen will, wird es wohl auch erst im nächsten Jahr einen ausführlichen Rückblick geben.

Jetzt erstmal Bett, damit wir morgen halbwegs früh loskommen.

Ska against racism

Ska against racism

Beginnen wir mit einem Fundstück zur allgemeinen Weiterbildung, woran Nazis zu erkennen sind. Die Glatze ist es – wie wir ja wissen – nicht!

Das Poster kann bei Kein Bock auf Nazis bestellt und downgeloadet werden.

Ansonsten: Dank Sterbse-Phase bei der Seuche heute bis 14h00 geschlafen. Allerdings von 9h30 bis 10h30 wach gewesen. Und die finale Schlafphase für einen sehr wirren Traum genutzt, in dem ich mit einer meiner liebsten Freundinnen schlimm Streit hatte, ich mit wem anders verkuppelt werden sollte und auch sonst bin ich gestresst wach geworden.

Nachdem der RB, der mir vorher noch Tee ans Bett brachte und extra beim Bäcker war, weg war, bin ich direkt aufs Sofa umgezogen. Während ich „Hjem til jul“ komplett guckte, weiter unter der Seuche gelitten, aber auch 1/3 Pussyhat gestrickt.

Mich dann über nicht erfolgte Geldflüsse und das Kind über uns geärgert. Das zum Anlass genommenen, aufs Konzert von The Busters zu gehen. Sonst hätte ich mich nur über mich selbst geärgert.

The Busters waren super. Das Drumherum irgendwie … nicht so.

Das war das letzte Konzert des Jahres. Erste Tickets für Konzerte 2020 hängen schon an der Pinnwand.

Spontan

Spontan

Heute lang geschlafen und noch später gefrühstückt

Dann spontan entschieden, dass wir bereits am Sonntag Richtung Meer fahren.

Spontane Panik beim RB, weil er die Tickets fürs Konzert heute Abend nicht auf seinem Rechner fand.*

Semispontan – nach einem nächtlichen Beschluss – spazieren gegangen. Spontan entschlossen, uns autonom** fortzubewegen***.

Dann über den Römer gehuscht, um einen Kaffee zu trinken.

Der Frankfurter Weihnachtsbaum ist jedes Jahr auf irgendeine Weise katastrophal.****

Beim Kaffee fast vom Glütza hypnotisiert worden

aber dabei spontan abgeklärt, dass wir vor dem Konzert noch mit einem befreundeten Paar Tapas essen.

Lecker gegessen.

Anschließend – äußerst unspontan – auf dem vorletzten Konzert des Jahres gewesen.

Jaya The Cat

——————
* Weil sie auf meinem Rechner waren.

** Was sich halt so im europäischen Sinne autonom nennt (es braucht einen Führer menschliche Unterstützung).

*** Eine kann eigentlich den gesperrten Bereich vom Mainkai langfahren. Uneigentlich fährt das Fahrzeug nur eine Station. Und so fuhren wir einmal im Kreis.

**** Nicht nur, dass schon Birnscher kaputt sind, nein, es ist auch der Zweitbaum…

Tiefenentspannt

Tiefenentspannt

*hust* *schnief*

Ach, zu Hause ist es doch sehr schön. Unser Bett, unser Chaos. Dazu noch keine familiären Verpflichtungen.

Morgen gar nichts. Nur abends Konzert.

Weihnachten sehr nach meinem atheistischen Geschmack.

Frohe Weihnachten

Frohe Weihnachten

Vermutlich war dieser Heiligabend so entspannt, weil er so unweihnachtlich war. Ich habe einen schönen Tag mit meinen Eltern verbracht. Mein Papa war gut drauf und meine Mama freute sich, dass ich da war.

Das weihnachtlichste am Tag: Kartoffelsalat und schlesische Weißwurst
Haltung

Haltung

Wenn ich nach Bielefeld fahre, dann sehe ich meistens nicht viel von der Stadt. Eigentlich fahre ich nur zu meinen Eltern oder – wenn ich es schaffe – zum besten Kumpel. Ich bin ja auch in der Regel nur einen Tag, maximal eine Nacht da. Da steht im Vordergrund, meine Eltern zu sehen oder Zeit mit dem besten Kumpel zu verbringen.

Diesmal bin ich drei Nächte in Bielefeld. Und weil ich nach den stressigen Monaten dringend Ruhe und Komfort brauche, habe ich mir ein Hotel gesucht. Dadurch kann ich besser meinem Rhythmus folgen und den Tag so gestalten, wie ich will. Meine Eltern wissen nicht, dass ich im Hotel wohne und auch nicht, dass ich schon gestern angekommen bin.

Das hat mir die Gelegenheit gegeben, gestern den besten Kumpel und seine Freundin zu treffen und davor auch noch ein Nickerchen zu machen.

Heute konnte ich den Tag damit starten, Familie Rabe zum Frühstück zu treffen.

Das war schön. Und ich freue mich schon drauf, dass Frau Rabe in spätestens 11,5 Monaten nach Frankfurt kommt, um zusammen aufs Die-Ärzte-Konzert zu gehen.

Danach konnte ich dank Hotelzimmer nochmal ein Nickerchen machen und erst am Nachmittag bei meinen Eltern aufschlagen. Wir quatschen etwas, bereiteten den Kartoffelsalat für morgen vor, aßen zusammen und dann zog ich entspannt zum Weihnachtsmarkt weiter.

Zwei Glühwein haben ich trinken können, dann gab es keinen GinTonic und irgendwie war ich unleidlich… Neben leicht angekratztem Hals, Nieselregen und zu süßem Glühwein war ich vor allen Dingen genervt. Hatte ich vor drei Jahren noch halbwegs viel Spaß mit einer der Besten auf dem Weihnachtsmarkt am Abend vor Heiligabend, so fühlte ich ich heute sehr fehl am Platz. Zu viel Chichi, zu viel oberflächliches Blabla, keine erkennbare Haltung. Bei niemandem.

Zum Glück hatte ich auf dem Weg zum Weihnachtsmarkt Bielefelder Haltung entdeckt: