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Autor: Little B.

Abgelenkt

Abgelenkt

Tja, also, ähm… Eigentliche habe ich keine Spiele auf meinem Handy. Uneigentlich überkommt es mit alle paar Jahre und ich installiere eine Spiel-App. Das Spiel spiele ich dann recht exzessiv eine kurze Weile durch. Dann hab ich keinen Bock mehr und die App fliegt wieder runter.

Noch bin ich in der Exzessiv-Phase bei BlockuDoku, einer Art statisches Tetris (für mehr (als statisch) reicht es bei mir nicht).

Entzauberung

Entzauberung

Das Kind besitzt einige Kuscheltiere, allerdings gibt es einen erlauchten Kreis von 7 Tieren, die eine Herde bilden und in der Regel das Kind geschlossen nach Frankreich begleiten. Mittlerweile gehören dazu:

  • Hundi
  • Papagei
  • Ohnezahn
  • Tom, der Puffin
  • Huhni
  • Nikita, das Hochlandrind
  • ein kleiner Tagschatten
  • Seit jeher hauche ich den Viechern abends beim Zu-Bett-Bringen Leben ein. Dabei hat jedes eine eigene Persönlichkeit. Sie quatschen einen Moment mit uns, dann schlupfen sie alle unter die Decke vom Kind und belagern ihn. So schläft er ein.

    Immer mal wieder klaut er möchte Scott Tom besuchen. Scott musste schon hart darum kämpfen, dass Hainrich SEIN Kuscheltier ist und bleibt, was Hainrich allerdings auch nicht vor Sharknapping schützt. Meistens hole ich dann Scott und/oder Hainrich nachts noch zurück.

    Das Kind genießt das Spiel mit den Kuscheltieren. Seine Herde ist ihm wichtig und gibt ihm diese Sicherheit, die eben nur die liebsten Kuscheltiere geben können.

    Doch seit einiger Zeit ist da was im Umbruch. „Mama, ich weiß, dass Du die Tiere spielst“, klärt er mich immer wieder auf. „Das ist doch klar“, denke ich. Wann anders ist er fast auf Provokation aus und sagt dann, während gerade Nikita oder Tom sprechen, zu mir: „Mama, mach den Mund zu. Ich will sehen, ob Nikita [oder Tom oder oder] dann immer noch sprechen kann.“ „Aber Du weißt doch, dass ich das bin“, entgegne ich ihm dann und wir gucken uns einen Moment ratlos an, denn wir wissen beide nicht, ob ich damit aufhören soll.

    Die Herde schlüpft dann meist schnell unter die Decke, damit es keine weiteren Diskussionen gibt und sie versuchen, schnell einzuschlafen. Das versucht das Kind dann in der Regel auch.

    Mit allen sieben an sich gedrückt.

    Noch.

    Fast

    Fast

    Gestern Abend – im Zuge des allgemeinen Erziehungsrundumschlags – bekam das Kind die Ansage, dass er heute morgen weder mich noch den RB wecken dürfte, nur weil er die Fernbedienungen, das Tablet oder die Switch braucht haben will. Denn es hat nichts mit Ausschlafen zu tun, wenn das Kind am Sonntag ab 8h00 im maximal Halbstundentakt ankommt, weil ihm ein Bildschirm vor den Augen fehlt.

    Mit zehneinhalb kann er diesen Wunsch ja durchaus verstehen.

    Heute Morgen zeigte er, dass er es tatsächlich annähernd verstanden hat. Er konnte es zwar nicht lassen, mich zu wecken, aber wenigstens nicht mit der Frage nach einem der genannten Dingse, sondern mit: „Mama, es ist schon halb zwölf.“ Als ich mit „echt?“ nachfragte, antwortete er: „Nee, erst halb elf. Ich kuschel jetzt mit Dir.“ Gut, da war es zwar in Wirklichkeit erst 10h00, aber auch das ist besser als viele Sonntage zuvor.

    Wahl

    Wahl

    Der Tag begann etwas verspätet* und damit mit etwas Stress. Ich sollte um 9h00** bei einem Termin sein.

    Der erste Teil vom Termin verlief so, dass ich sehr um meine Zeit und meinen Schlaf trauerte. Knapp 2 Stunden heiße Luft, wenig Konstruktives und politische Querelen. Ich hätte noch eine wichtige Anmerkung*** gehabt, wollte die Diskussion, aber nicht auch noch auf das Thema lenken.

    Vielleicht war es die Genervtheit über den ersten Teil, dass ich mich im zweiten zur Wahl**** habe aufstellen lassen*****.

    ~~~~~

    Den Rest des Tages damit verbracht, das Kind nicht umzubringen nicht auszusetzen zu erziehen. Aus diesem Grund hätte ich eigentlich nicht mit ihm Schlittschuhe kaufen dürfen. Und auch hätten wir nicht zusammen Film gucken****** dürfen.

    Aber ohne wäre es heute vermutlich noch mehr eskaliert als eh schon.

    *seufz*

    ————–
    * 30 Minuten

    ** spatestens 9h30

    *** Open- und Change-Petitionen sind nicht rechtsbindend wie ePetitionen, die direkt bei der Bundes- oder Landesregierung eingegeben werden.

    **** zu einer von neun Ersatzvertreterinnen

    ***** und auf den 2. Platz gewählt wurde

    ****** nach der Hälfte wegen der Film ist grottenschlecht abgebrochen (Solltet ihr mal überlegen „Year One“ gucken wollen, lasst es! Wirklich!)

    Diskrepanz

    Diskrepanz

    Die Noten zeigen, dass die Schulform die richtige fürs Kind ist.

    Sein Verhalten zeigt, dass irgendetwas nicht stimmt: Pubertät? Klassengefüge? Diese Schule? Die bildungspolitische Mangelverwaltung?

    Es geht um Mobbing, aber auch unzureichende Impulskontrolle.

    Ja, es gibt eine Schul-Zuhause-Diskrepanz, aber die gibt es nur, weil es auch eine Mobbing-Diskrepanz gibt, die zu einer Impulskontroll-Diskrepanz führt.

    Die Resilienz des midi-monsieurs ist bewunderswert. Sein Verständnis ist deutlich weiter als bei den meisten 10-Jährigen. Das macht es ihm einfacher, damit umzugehen, aber das ändert nichts an seinem Wunsch, einfach dazugehören zu wollen.

    Zecken-Stream

    Zecken-Stream

    Ich habe es ja nicht so mit Superhelden (weder Marvel noch DC), aber trotzdem oder vermutlich gerade deswegen finde ich „The Tick“* durchaus sehenswert.

    —————–
    * bei Amazon

    Dieses und jenes

    Dieses und jenes

    Nach langem „ja, wir fahren an Fasching nach Berlin. Nein, ich habe nichts dafür organisiert. Du?!“ heute binnen 30 Minuten Unterkunft und Tickets klar gemacht.

    Es ist erschreckend zu wie wenig Arbeit ich komme, wenn ich im Büro bin.

    Das Kind war mal wieder selbstständig beim Kieferorthopäden. Das ist toll, dass er das alleine macht und dass die in der Praxis darauf ausgelegt sind.

    Ich trauere sehr rational. Das wirkt oft sehr empathielos. Dennoch erwarte ich von niemandem, dass sie genauso mit Trauer umgeht wie ich.

    Wenn eine nicht allzu große Gruppe (~ 20 Personen) in Subgruppen unterteilt wird, wird es zum einen schnell kleinteilig und zum anderen entstehen Fronten. Dazu kommt, wenn einzelne Personen mehreren Gruppen angehören, dass sich diese entweder keiner wirklich zugehörig fühlen oder halt für eine entscheiden. Tjanun, mit Cliquengedöns konnte ich schon als Teenie nicht.

    Die Wohnung ist leer so ohne Weihnachtszeug.

    Ich mag es nicht, wenn der RB zu betrunken ist.

    Die hessische Hausfrau stark in mir ist. Manchmal.

    Einfach machen

    Einfach machen

    Weil ich heute den ganzen Tag im Büro war und der RB montags frei hat, war der RB heute nach der Schule der Ansprechpartner fürs Kind. Was er, also der midi-monsieur, anscheinend sehr genossen hat: Er hat dem RB alles aus der Schule erzählt, sodass es abends, als ich nach Hause kam, nicht mehr wichtig war, dass er eine 1 in Deutsch geschrieben hatte.

    Außerdem hat er den RB davon überzeugt, dass er nicht alleine im Dunkeln vom Rugby nach Hause fahren kann möchte, sodass der RB ihn per Pedale abholte.

    Da war es natürlich eine Kleinigkeit, dass der RB dem Kind beim Zahnschutzanpassen geholfen hat. Welch blöde Frage von mir, ob das gut geklappt hat… Aber sie fiel mir auch erst abends ein, als ich wieder zu Hause war.

    Der RB hat heute einfach gemacht, was halt so gemacht werden musste. Ohne sich für jeden Schritt Lob abzuholen mir drüber Rapport zu leisten. Ich musste nicht gedanklich auf der Arbeit und beim Kind/ zu Hause sein.

    Das entspannt mich nicht nur, sondern macht den Mann ausgesprochen sexy.

    12von12 (im Januar 2020)

    12von12 (im Januar 2020)

    Einmal (mindestens) im Jahr mache ich bei 12von12 mit – nämlich im Januar. Ich finde es schön, meinen Geburtstag mit (mindestens) 12 Bildern zu begleiten.

    Wenn eine am Sonntag Geburtstag hat, kann sie ja reinfeiern. Also wenn sie feiern würde. Geplant hatte ich nichts und der RB hatte auch nichts angedacht, aber wir – so als Eule(n) – waren um Mitternacht noch wach und stießen kurz nach Mitternacht auf die 43 an.

    #1: <3 Der RB hat mir einen Rüblikuchen gebacken und den Geburtstagskranz hat er auch ohne nachzufragen gefunden. Und ein tolles Geschenk hat er mir auch gemacht. Darf ich vorstellen: Little Jim, meine neue Tee-Maschine.

    #2: Fürs Durchmachen bin ich (nun) zu alt, also geht es dann doch mal ins Bett. Davor müssen wir natürlich Zähne putzen.

    #3: Nachdem ich das Kind um 7h50 nochmal zum Schlafen bis 10h20 genötigt, ist er sehr umgänglich und möchte seinen Anteil an meinem Geurtstag beitragen. So bringt er mir Tee ans Bett. Und Kekse.

    #4: Frühstück im Bett ist mMn grundlegend doof. Full Scottisch Breakfast allerdings wirklich ungeeignet für den Genuss in der Schlafstatt. (Gut, dass ich am Freitag in Paris war, da bekomme ich problemlos den typischen Breakfast-Bacon.)

    #5: Kleiner Blick auf den Rechner: Gestern startete ich ein Upload zur Sicherung meiner Daten aus der Freiberuflichkeit. Knapp 30 GB dauern halt. Aber gegen 12h00 ist schon über die Hälfte geschafft. (Um 22h00 war er dann auch wirklich fertig.)

    #6: Ich wollte an die frische Luft, aber ich wollte auch nicht zu weit weg von unserem Abendessen, das seit 11h30 im Backofen schmorte niedertemperaturgarte (und noch bis 20h00 drin bleiben sollte) und auch nicht zu weit weg vom Geburtstagskuchen sein. Also wünschte ich mir, dass der RB und ich den Balkon aufräumen.

    #7: Nach dem Aufräumen ist vor dem Aufräumen. Heute kam auch die Weihnachtsdeko runter. Und weil es das Gesetz so will, wird danach Läppar (so heißen die skandinavischen Dickmilch Pfannkuchen wohl nur bei meiner Mutter und mir … ich tippe auf einen StillePost-Effekt vor Jahrzehnten) gegessen. Zu den Läppar gab es wahlweise Lachs und saure Sahne oder Heidelbeeren und Sahne uuuuund natürlich Geburtstagskuchen.

    #8: Für den allgemeinen Spaß probierten wir zusammen dendiedas RingFit vom Kind aus. Huiii, das ist ganz schön anstrengend.

    #9: Ich hatte mir als Geburtstagsessen Pulled Beef mit Cole Slaw gewünscht. Selbstgemacht natürlich. Sooooo lecker.

    #10: Das Kind musste noch duschen und damit sich das Duschen auch lohnt, durfte ich ihm davor die Haare schneiden. Kurzfristig durfte ein Iro stehen bleiben. (Er fand ihn eigentlich ziemlich gut, hat aber Angst vor den Reaktionen in der Schule. Wir klärten, dass er mit Iro in den Sommerurlaub fahren wolle.)

    #11: Dem Kind „graut“ es vor der Schule morgen, außerdem hat er Papa-Jetlag. Zusammen macht das, dass er Kuscheln und Vorlesen und Einschlafbegleitung braucht.

    #12: Wir gucken Wilsberg (wegen Bielefeld), ich blogge und trinken Tee.

    Mehr 12von12 gibt es bei „Draußen nur Kännchen„.