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Autor: Little B.

Wandertreff

Wandertreff

Zweite Welle: Tag 93

Yeah, endlich ist mein Biorhythmus wieder im Lot. Endlich wieder Normalzeit. Und ja, diese eine Stunde macht viel bei mir aus. (Ich freue mich für jede, für die das egal ist. Mir eben nicht.) Dank der Zeitumstellung fiel es auch nicht so schwer trotz Sonntag bereits um 9h30 aufzustehen, weil wir um 11h30 das Haus verlassen wollten. Denn heute waren wir zum Wandern verabredet: Zu siebt wanderten wir um Hohensolms rum:

Abgesehen vom Regen, der zur Halbzeit einsetzte, war das eine sehr schöne Strecke. (Es fühlte sich ein wenig komisch an, die Tour nicht mit Else geplant zu haben.) Toll war auch, dass da andere Menschen waren. Ich genieße zwar schon, wenn wir „nur“ zu zweit oder zu dritt unterwegs sind, aber sich mal mit anderen Erwachsenen unterhalten zu können, war eine schöne Abwechselung.

Live-Musik

Live-Musik

Zweite Welle: Tag 92

Eigentlich Wenn keine Pandemie wäre, würden wir heute den Geburtstag vom RB feiern würde ich in genau einer Woche „mal wieder“ zu einem NewModelArmy-Konzert gehen. Die wollten ähnlich wie der RB groß feieren, denn sie haben dieses Jahr ihr 40er-Jubiläum. Doch schon Anfang Juni wurde die Tour verlegt – ich hoffe also auf nächstes Jahr November.

Anfang September posteten NMA auf diversen SocialMedia-Kanälen, dass sie ihr Jubiläum trotz allem feiern möchten. Mit einem Konzert. Halt digital. Ohne zu zögern sicherte ich mir ein Ticket und freute mich seitdem vor.

Heute war es dann so weit. Und weil der RB den Abend nicht mit NMA verbringen wollte, verdonnerte ich ihn zum „Männerabend“ mit dem Kind, während ich mich mit meinem Rechner ins Schlafzimmer verzog.

Mein Gedanke war ja: „Setzte dich entspannt mit den Kopfhörern vor den Rechner und strickst bei guter Musik.“

Hahaha, aber schon beim 5. Lied (Island) konnte ich nicht mehr still sitzen.* Und bis mir einfiel, dass ich ja den Brüllwürfel** habe, tanzte ich mit Kabel und OnEars im Schlafzimmer.

Das ganze Konzert dauerte über drei Stunden (mit Pause) und es war wirklich „wow“. Natürlich ist es nicht mit einem echten Konzert vergleichbar, aber die alten Herren haben live gespielt, der Sound war super, der Schnitt war auch gut. Es war auch beeindruckend, dass dieser Stream rund um die Welt ging und die technischen Ausfälle hielten sich wohl auch in Grenzen***. Und es fühlte sich auch toll an, Teil eines so großen internationalen Publikums zu sein.

Hachz, das war echt toll.

Und nun bin ich ein bisschen wehmütig, weil ich mir die letzten Monate erfolgreich eingeredet hatte, dass ich Konzertbesuche gar nicht so vermisse(n darf). Aber *seufz* doch, Live-Musik und dabzu tanzen und schwitzen, muss ab und zu sein.

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* Es war eh eine sehr großartige Playlist.

** Bluetooth-Lautsprecher

*** Bei mir hing sich der Stream ab und zu mal auf, aber das ließ sich mit Browser-Refresh beheben.

Innenansicht

Innenansicht

Zweite Welle: Tag 91

Wenn ich heute nicht den Termin zum CT der Neben- und Stirnhöhlen gehabt hätte, würde ich seit einer Woche Soledum und Nasenspray nehmen. Die „Skibrillen“-Schmerzen sind mal wieder da.

Der Wahnsinn ist zurück

Der Wahnsinn ist zurück

Es ist wieder *diese* Zeit im Jahr: Ich „musste“ Frauenzeitschriften kaufen, denn – tadaaaa

… die Plätzchenhefte sind wieder da.

Die freundin mit dem Plätzchen-Extra scheine ich verpasst zu haben. Naja, ich werde es überleben. Die Auswahl wird auch ohne nicht einfach sein – wie „immer“

Schon und erst*

Schon und erst*

Zweite Welle: Tag 87

Heute hat der RB Geburtstag. Er wird 50 Jahre alt. Und es ist schon sehr gemein, dass er das nicht feiern darf. Also, dass er nicht groß feiern darf. Muss er halt mit mir vorlieb nehmen. Immerhin habe ich mir frei genommen. Wir feierten quasi rein. Und damit wir das nicht ganz allein machen müssen, hatte ich eine Idee: Zusammen mit dem weltbesten Percy habe ich ganz viele Freundinnen zusammengetrommelt, auf dass jede ein kurzes Video machte, in dem sie dem RB zum 50sten gratulierte. Der Clou: Es gab ein verbindendes Element. Jede sollte ein SchnapsWeinBierSaftCola-Flasche von rechts nehmen, reden und die Flasche nach links weiter geben. Mein Ziel: 50 Gratulantinnen zum 50sten. Und hachz, ja, es hat alles geklappt. Es ist ein tolles, lustiges, rührendes Video** geworden, das ich dem RB noch nachts zeigte.

Das Kind hatte seinen ersten Schultag nach den Ferien, aber ihm war nicht nach Schwimmunterricht in den esten beiden Stunden. Also blieben wir noch etwas liegen. Als er dann aus dem Haus war, machte ich dem RB einen Kaffee und weckte ihn. Der Rest des Tages war ganz entspannt: Kuchen zum Frühstück, ich habe das Wunschessen*** vorbereitet. Als das Kind nach Hause kam, gab es Kaffee&Kuchen.

Der RB und ich kochten Kompott aus den gestern gesammelten Äpfeln.

Was schön war****: Meine Eltern riefen an, um dem RB zu gratulieren – und zwar nicht nur meine Mutter, sondern auch mein Vater gratulierte.

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* Schon 50 ist der RB, aber es ist erst der 3. Geburtstag zusammen.

** Das ich hier natürlich nicht zeigen kann.

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**** Was nicht so schön war: Das Hauptgeschenk für den RB ist verbaselt worden. Ich wollte es am Samstag abholen, aber da stellte sich heraus, dass meine Bestellung nicht aufgenommen wurde. Da musste ich noch sehr spontan kreativ werden.

Hohe Straße, Teil 3

Hohe Straße, Teil 3

Zweite Welle: Tag 86

Nachdem wir gestern Abend noch Rotkohl* an- und ein Suppenhuhn aufgesetzt hatten, konnten wir heute in den Tag schlumpern und trotzdem wandern gehen. Außerdem habe ich morgen ja frei und fühle mich nicht so gehetzt.

Und nachdem das Kind gestern wegen Ferienende und Wetter den ganzen Tag in seiner Höhle auf das Tablet starrte, war klar, dass er heute auch raus muss. Zunächst wollte er alleine auf den Spielplatz. Aber dann lockte ich mit einer Milchtankstelle in der Nähe der für heute ausgewählten Strecke.

Ich gehe zwar davon aus, dass wir nicht die ganze Strecke bis Leipzig ablaufen, aber sicherlich folgen noch ein paar Teile der Via Regia. Heute aber erstmal Teil 3 – 5,6 Kilometer, also haben wir nun 14,6 Kilometer geschafft.

Bei der Milchtankstelle waren wir auch. Aber da war es etwas stressig, daher kein Bild.

Es wird langsam frisch auf unseren Wanderungen. Ich brauche unterm Pussyhat eine „Badekappe“, damit die Stirnhöhle nicht noch mehr zuzieht. Das Kind war auch verfroren und so gab es heiße Duschen und leckeres Hühnerfrikassee zum Aufwärmen. Das Kind brauchte mit Blick auf wieder Schule morgen eine Extraportion Mamawärme. Aber konnte dann doch halbwegs gut einschlafen. Den 12 Kilometern Wanderung sei dank.

Die restlichen Stunden des Tages nutzte ich dann für die letzten Vorbereitungen für des RBs Geburtstag…

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* Für das Geburtstagswunschessen vom RB und weiteres zum Einfrieren für Weihnachten.

** Es erinnert an die gestapelten Totenköpfe in den Pariser Katakomben.

Geburtstage

Geburtstage

Zweite Welle: Tag 85

Meine Mutter hat am 15., der RB hat am 19.10. und mein Vater hat eben heute Geburtstag.

Wegen des nahenden Geburtstags vom RB und des unerwarteten Arbeitspensums war ich Anfang der Woche zu verpeilt, um das Geschenk für meine Eltern so auf den Weg zu bringen, damit es pünktlich zum Geburtstag meiner Mutter da ist.

Wenigstens kam das Paket heute an.

Schön war, dass sie so Kuchen zum Tee hatten, als wir am Nachmittag per Skype gratulierten.

Schön war auch zu sehen, dass mein Vater recht gut drauf war. Teilnahm, antwortete.

Ach, möge es für ihn noch weiter aufwärts gehen und besser werden.

In der zweiten Welle

In der zweiten Welle

Zweite Welle: Tag 84

Die Zahlen steigen ins Unermessliche. Ich kann mich darüber gar nicht (mehr) aufregen. Es war so klar, dass es so kommen wird. Die zweite Welle wird heftig – viel heftiger als die erste. Und ich bin mir sicher, dass jede in dieser zweiten Welle mindestens eine dirkete Angehörige oder Freundin haben wird, die sich infiziert. Andere Pandemie haben gezeigt wie es läuft. Aber warum aus der Vergangenheit lernen. Eine sieht ja auch am Rechtsruck wie lernresistent der Mensch ist.

Ich denke ein bisschen: Ach, hätte ich meine Eltern doch im Sommer nochmal besucht. Jetzt wird es so schnell nicht mehr gehen und das letzte Mal haben wir uns Weihnachten 2019 gesehen. Für das Kind ist es noch länger her. *seufz*

In der #CorotäneKneipe diskutieren wir darüber, wie Weihnachten gefeiert wird. Ich bin froh, dass wir keine Weihnachtstradition haben im Sinne von „da kommt die ganze Familie zusammen“ und auch dass ich generell nicht an den Weihnachtstagen hänge. Das Kind wird hier sein und wir werden es uns sicherlich zu dritt gemütlich machen. In der Kneipe machen die meisten mehr oder weniger große Abstriche, um die Liebsten und sich selbst heil durch die Pandemie zu bringen.

Und alle sind müde von den Maßnahmen, von unsolidarischen Mitmenschen vom Hüh und Hott der Regelungen. Wir werden weniger rauskönnen in den nächsten Monaten, es wird dunkler sein. Ich mag mir nicht ausmalen, was das mit der einen oder dem anderen macht. Wir haben alle unterschiedliche Limits. Ich bin immer noch an dem Punkt, dass ich denke „jo, da müssen wir jetzt durch und wenn es noch zwei Jahre dauert, dann ist das so. Aber was sind schon zwei Jahre?! Unter 5 Prozent meines bisherigen Lebens. Das ist nichts.“ Und klar, für das Kind mit seinen 11 Jahren sind 2 Jahre wiederum fast 20 %. Das ist eine ganze andere Nummer. Mir helfen dennoch die Relationen. Mir hilft auch sehr, mit immer wieder bewusst zu machen, in welche priviligierter Situation ich diese Pandemie erlebe:

  • super Kind,
  • toller Partner,
  • eine schöne Wohnung, in der ich gerne bin,
  • ein Job, den ich mag und im HomeOffice ausüben kann, und der ausreichend lukrativ ist.

Wenn andere sagen, dass 2020 weg kann, fühle ich mich immer etwas ertappt, weil ich denke: Naja, so schlimm ist das alles für mich persönlich nicht. Und ich denke auch, dass, wenn sich wirklich alle an die wenigen Regeln (Abstand, Maske, soziale Kontakte einschränken (sic!)) halten würden, dann wäre es für alle auch einfacher zu ertragen und wir kämen deutlich entspannter durch die Pandemie.

Urlaubsplanung

Urlaubsplanung

Zweite Welle: Tag 83

Haha, wie ich am Sonntag zum RB sagte: „So wie meine To-Do-Liste diese Woche aussieht, könnte ich mir überlegen, ob ich vielleicht für Donnerstag einen Urlaubstag einreiche.“ Ich weiß nämlich nicht, wann ich die restlichen drei noch verbraten soll.

Und nun ist es so, dass ich hierdaunddort Feuerwehr bin und halt auch morgen arbeiten werde.

Aber Montag, am Geburtstag vom RB, da habe ich auf jeden Fall frei.

Nicht nötig

Nicht nötig

Zweite Welle: Tag 82

Seit dem Shutdown im März arbeite ich im HomeOffice. Ich arbeite gerne zu Hause. Keine verlorene Zeit durch Fahrten. Keine Kolleginnen, die mich ansprechen oder laut telefonieren. Ich kann meine Projekte in meinem Tempo bearbeiten.

Nun bin ich binnen 42 Tagen schon zum zweiten Mal im Büro gewesen. Und während ich es vor 6 Wochen noch recht ok fand, habe ich für den heutigen Tag im Büro lange mit mir gehadert. Nein, es war nicht zwingend nötig. Aber ….

… es war sicherlich sicherer als beim HNO gestern*;
… es passte gerade in mein Arbeitspensum**;
… zwei neue Kollginnen haben vor Kurzem angefangen und da ist es auch mal ganz nett, sich wenigstens kurz persönlich gesehen zu haben***.

Und ja, es war sehr nett, mal wieder andere Menschen zu sehen. Ich habe die ganze Zeit FFP2-Maske getragen.

Nein, es war nicht zwingend nötig und wird auch so schnell nicht wieder stattfinden****.

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* Zumal ich mit dem Auto gefahren bin und im Büro sehr strikte Regeln gelten.

** 2-3 Stunden Fahrzeit sind halt 2-3 Stunden, die mir sonst als Lebens- oder auch als Arbeitszeit verloren gehen.

*** Teams-Meetings ersatzen das nur leidlich, zumal nicht immer alle die Kamera an haben.

**** in 57 Tagen ist Weihnachtsfeier. Ich bin gespannt, ob sie stattfinden kann.