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Kategorie: Alles anders

Selbermachen

Selbermachen

Generell sind der RB und ich uns einig, dass wir eigentlich gerne eine Putzhilfe hätten. Uneigentlich ist unser Leidensdruck nur temporär so hoch ist, dass wir darüber aktiv sprechen. Aber letztlich halt auch nicht hoch genug, dass wir uns auch aktiv kümmern. Obwohl … ich habe einmal auf einen Aushang reagiert, aber das entpuppte sich als Rohrkrepierer. Tjanun.

Damit das Chaos nicht überhand nimmt, einigten der RB und ich uns vor einiger Zeit auf einen Putzplan. Das hilft, dass wenigstens das Nötigste regelmäßig gemacht wird. Dennoch dachte ich in den letzten Wochen, als es besonders stressig war, wieder vermehrt darüber nach, dass wir hier doch wen bräuchten, der Grund reinbringt.

Seit Freitag ist es allerdings wieder etwas weniger stressig. Ich habe das ganze Wochenende über nicht panisch an meine To-do-Liste für die kommenden Wochen gedacht. Ich habe den Ausflug gestern sehr genossen. Und heute hatte es fast was Meditatives, Wäsche zu falten, das Schlafzimmer aufzuräumen und die Wäsche zu sortieren. Dabei ertappe ich mich bei dem Gedanken: „Ob wer Fremdes mit der gleichen Akribie diese Arbeiten macht? Selbst der RB weigert sich ja, die Handtücher so zu falten, wie mein innerer Monk es braucht.“ Und so hatte es auch durchaus was Entspannendes und Befriedigendes, alles genauso zu machen wie ich es richtig finde.

Am Abend konnte ich dann auch noch genießen, die Burger-Buns selbst zu machen.

Luft

Luft

Den einen plagt die Seuche – diesmal rutscht es direkt in die oberen Atemwege* – mit fiesem Husten. Der andere hat labile Bronchien … äh … ist etwas schwach auf der Brust. Und ich, ich musste dringend raus. Nach der Woche mit Kind zu Hause und viel Arbeit habe ich zwar Tageslicht gesehen, aber mehrheitlich nur durchs Fenster. Also beim Blick von drinnen nach draußen.

Des Nächtens kam mir die Idee: Wir fahren nach Bad Nauheim. Mit dem Zug hin und mit den Rädern zurück.

Wir waren etwas spät wach und ich hatte auch erstmal Kopfschmerzen. Doch dann ging alles schnell: schnelles Frühstück, Spurt über den Markt und Speed-Shopping im Discounter. Danach noch schnelleres Umziehen und Paratmachen der Räder und des Ausflugszubehörs. Dann ganz flott mit den Rädern zum Bahnhof und quasi in der letzten Minute in die anvisierte Bahn gesprungen.

Durchatmen.

Das war auch das Motto in Bad Nauheim. Ziel war das Gradierbau I mit der Atemkammer.

Hintenrum zum Gradierbau III bzw. Ludwigsbrunnen bzw. Café am Ludwigsbrunnen, um uns dort mit Kaffee, Apfelschorle und Kuchen zu stärken. Dann nochmal zum Gradierbau I für eine 2. Runde in der Atemkammer.

Ups, da war es auch schon 17h10 und wir mussten retour. Erst folgten wir der Usa, dann der Wetter und dann der Nidda. Sehr schön – abgesehen von dem Stück auf der Landstraße zwischen Fauerbach und Bruchbrücken, zu dem es keine Alternative gibt.

In Bad Vilbel hatten wir dann 27,5 Kilometer hinter uns. Das Kind hat den > 20er Schnitt gut mitgehalten, war dann aber zurecht k.o.; immerhin war er eine Woche krank.

Abends noch lecker gegrillt mit der Besten und dann noch etwas Gin getestet.

Wir müssten eigentlich öfters so’ne Ausflüge machen.

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* Wobei die Nebenhöhlen ja auch zu den oberen Atemwegen gehören und von da rutscht es halt eine bis anderthalb Etagen tiefer, sodass es klingt, als sei die Lunge total verschleimt.

Entspannt

Entspannt

Dass gerade viel zu tun ist und ich total gestresst bin, wusste ich. Es wird vermutlich auch erst in 2-3 Wochen spürbar besser. Und in 6 Wochen ist Urlaub.

Und so ganz passen Extra-Termine aktuell nicht rein. Aber der Hamam-Gutschein vom RB war nur noch bis Ende des Monats gültig und der RB kann nur vor den Ladenöffnungszeiten, aber es dürfen auch nicht an jedem Tag Männer ins Hamam und so blieb nur heute Mittag. Ich hatte bis kurz vor Termin noch eine Telko (die zum Glück kürzer war als befürchtet) und der Schreibtisch (ja, Schreib- und nicht Esstisch) bog sich unter meiner To-Do-Liste. Aber gebucht ist gebucht und ich wusste und spürte ja auch, dass es mehr als nötig war. Aber so ganz überzeugt, dass ich dabei abschalten würde, war ich nicht.

Aber von Raum zu Raum konnte ich besser an nichts bzw. was anderes als Arbeit denken. Der RB hatte noch Extra-Massage gebucht. Und obwohl da gut an mir geknetet wurde, döste ich fast weg. Ich hätte da noch den ganzen Nachmittag liegen können.

Da sollte aber nochmal gearbeitet werden. Das fiel sehr schwer. Ich hatte leichte Entspannungskopfschmerzen und der Körper wollte ins Bett. Die zwei Projekte für den Nachmittag liefen entsprechend zäh. Als die fertig waren, klappte ich dann auch den Rechner zu.

Um nicht sofort einzuschlafen, ging ich einkaufen, kochte Abendessen für das Kind und mich und aß mit dem Kind. Danach konnte ich mich aber nicht wehren: Ich legte mich hin und …

… schlief ein. In voller Montur, bei an’nem großen Licht.

Ich war dann wohl mal weg. Total entspannt.

Impfen hilft

Impfen hilft


Entsprechend liege ich dem RB seit über einem Jahr in den Ohren, dass er sich um seinen Impfstatus kümmern muss. Wobei der Status mittlerweile eindeutig ist: unklar. Das sieht auch seine neue Hausärztin so. Er müsste also endlich mal einen Termin machen.


Immerhin hat er es VOR der Saison zur Grippeimpfung geschafft (bei seinem Job ja nicht total doof) und so verseucht (Nebenhöhlen, nech?!) wie er dennoch den Winter über war, hat ihn das vermutlich vor Schlimmerem bewahrt.

Nun braucht er also – wie alle Erwachsenen nach StIKo-Empfehlung – eine Auffrischung der Impfungen Tetanus, Diphterie und Pertussis (Keuchhusten; TDP) und Masern. Das sind zwei Spritzen: Einmal mit dem TDP-Kombinationsimpfstoff und einmal mit einem MMR-Kombiimpfstoff, da es Masern nicht als Mono-Impfstoff gibt. Danach gilt es, die TD-Impfung (NICHT Pertussis und Masern) halbwegs regelmäßig etwa alle 10 Jahre aufzufrischen. Gibt es übrigens eine belegte Grundimmunisierung mit TDP, ist keine erneute Grundimmunisierung erforderlich, auch wenn die letzte Auffrischung mehr als 10 Jahre her ist.

Kurz gefasst gilt für erwachsene, „normal gesunde“* Erwachsene, die im Kindesalter bereits einmal mit mindestens TDP grundimmunisiert wurden, aber jetzt nicht mehr wissen, wann und was bei der letzten Auffrischung geimpft wurde**:

  • einmalig TDP und MMR
  • danach alle 10 Jahre TD***

Und ganz ehrlich: Da weiß ich wirklich nicht, wann welche Titer warum bestimmt werden sollten.****

Für alle, die keine Ahnung von ihrem Impfstatus haben und auch nicht belegen können, dass sie im Kindesalter grundimmunisiert wurden, gilt:

  • einmalig Grundimmunisierung TDP und Polio
  • einmalig MMR
  • danach alle 10 Jahre TD

Und es ist auch wirklich kein Beinbruch, wenn Ihr Euren Impfpass verschlampt verloren verlegt habt: Dafür gibt es keine Strafen und die Ärztin wird sicherlich auch nicht schimpfen, sondern vielmehr froh sein um jede, die sich impfen lässt. Und zur weiteren Beruhigung sei der Twitter-Thread von Anna Aridzanjan empfohlen:

Zu weiteren „individuell“ erforderlichen Impfungen aufgrund des Berufs oder für Reisen (z.B. Hepatitis A/B) klärt Euch Eure Ärztin sicherlich gerne auf. Auch Schwangere und Menschen, die schwanger werden wollen, sollten sich von ihrer Ärztin bzw. Frauenärztin beraten lassen.

Aber lasst Euch bitte impfen.*****

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* also ohne chronischen Erkrankungen u/o nicht-immunsupprimierte

** Wer nach StIKo geimpft wurde hatte mit ca. 10 Jahren die letzte TDP-Polio-Auffrischung im Kindesalter und sollte so mit 20 Jahre die erste Auffrischung als Erwachsene haben

*** Tetanus gibt es als Mono-Impfstoff, Diphterie jedoch nicht.

**** Ich weiß gar nicht, wann dieser Titerbestimmungshype aufkam. Auf jeden Fall ist er relativ fehlgeleitet. Letztlich macht er ja nur Sinn bei Menschen, die nicht geimpft werden können, um zu gucken, ob sie einer besonderen Gefährdung ausgesetzt sind. Oder halt bei Schwangeren oder Menschen, die schwanger werden wollen, um zu gucken, ob sie gegen impfbare teratogene Erkrankungen ausreichend geschützt sind.

Mai – frei

Mai – frei

Am Morgen hatte mich der RB aus dem Bett geschnarcht. Das war meiner Laune nicht wirklich zuträglich. Aber ich war dann erstmal wach und so buk ich ein Brot (der Bäcker hatte heute zu) und Waffeln (möglicherweise habe ich das für mich perfekte Rezept für Brüsseler Waffeln entwickelt).

Am Nachmittag habe ich einen schönen Fahrradausflug mit dem Kind, das un.be.dingt das neue Rad ausführen wollte, und dem RB, der unsprünglich etwas unwillig war, gemacht. Am Main war es nicht so schön, also schon, aber die ganzen Fußgängerinnen und anderen Radfahrerinnen sind halt anstrengend und an so einen freien Tag halt auch derer viele. Im Stadtwald war es dann aber zwar nicht menschenleer, aber sehr schön. Die Tour führte durch viel Bärlauch. Wirklich viel blühenden Bärlauch und das muss ich mir unbedingt fürs nächste Jahr merken.

Wir hielten erstmals an der Oberschweinstiege für ein Essen (Kurzfazit: nicht so schlecht). Auf dem Rückweg dann bei einer der Besten, die just wieder aus dem Urlaub zurück war, vorbeigefahren und sie zum Essen bei uns eingeladen.

Abends dann lecker gekocht: selbstgemachte Tagliatelle mit Bohnensoße. Das war sehr gut und mal wieder was anderes. Und ich freue mich immer noch wie ein kleines Kind, dass mir Twitter eine Nudelmaschine (so ein traditionelles Ding zum Kurbeln) beschert hat.

Das waren definitiv nicht die letzten selbstgemachten Nudeln. Und die Soße ist auch sehr gut.

 

Off-Topic:

  • Festgestellt, dass ich nicht mit der WordPress-App auf dem neuen Handy bloggen kann. Das macht vieles schwieriger (und nerviger). Aber vielleicht lässt sich das Problem lösen.
  • Weil Frau Brüllen fragte, habe ich den Post für „meine“ Grie Soß (also so wie ich sie mache) auf dieses Blog umgezogen. Hier, bitte schön. (Der Post vom alten Blog wird dann bald abgeschaltet.
Morgens früh um sechs

Morgens früh um sechs

… fährt die kleine Hex … äh … der RB zusammen mit mir den midi-monsieur zum Flughafen. Denn der midi-monsieur ist heute und morgen mit dem Rugby-Verein in London. Coole Sache fürs Kind. Heute gab es nach einem Freundschaftsspiel eine Rugby-Stadionführung. Morgen dann Turnier mit vielen englischen Vereinen.

Und wie das so ist: Wenn die Katze das Kind aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse der RB und ich auf dem Tisch im Parkhaus.

Neue, interessante Location. Vielleicht für den Sound nicht ganz optimal. Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch.

(Und vermutlich war es ganz gut, dass aus der Lunabar so schlechte Musik kam.)

Balkonliebe

Balkonliebe

Wenn ich nicht so piensig wäre, wenn es darum geht, meine Hände in irgendwelche feucht-weiche Materialien zu stecken, dann hätte ich heute tiefschwarze Fingernägel.

Aber weil ich auch beim Gärtnern weitestgehend Handschuhe trage, hielt sich die Verdreckung meiner Nägel in Grenzen. Obwohl ich den ganzen Nachmittag in Erde gewühlt habe.

Schon eine lange Weile ohne Lack. Aber sonst könnte eine das bisschen Arbeit gar nicht sehen.

Dafür haben wir jetzt aber den Balkon schön. Sehr schön. Alles ist um- und/oder eingetopft.

Wein habe ich auch gesetzt …
… ähm … also einen Rieslingstock, den der RB als „Gage“ bekam, habe ich eingepflanzt.

Haachz, der Balkon ist so toll. Ich freue mich schon auf den Sommer, aufs BalkonOffice, auf noch mehr Grillen, auf eigene Erd- und Himbeeren, auf lange Abende im Strandkorb.

(Und viel heißer als es jetzt schon ist, muss es nicht werden. Nur abends noch etwas wärmer.)

40

40

40 ist die neue Dreißig. Oder ist 30 die neue Vierzig? Naja, egal, auf jeden Fall waren der RB und ich heute 40 Kilometer unterwegs, von denen wir 30 Kilometer auf dem Rad selbst verstrampelt haben. Die übrigen zehn sind wir drei Stationen mit der RB gefahren – also der RB von der Bahn (herrje, das fällt mir ja jetzt erst auf, dass es da eine Konfusion geben könnte, naja, immer noch besser als die Abkürzung für seinen Laden). Auf jeden Fall war es ein sehr schöner Nachmittag bei bestem Wetter. Das fand Scott auch, der un.be.dingt mit wollte und das Glück hatte, dass ich immer noch die Lenkertasche habe.

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* Das Internet (und der Muggle) sind nicht im Bild. Dafür das Deutsche Goldschmiedehaus.

hmhmhm

hmhmhm

Wenn ich mal endlich Ruhe und Muße hab, schreibe ich mehr zu


und


Bis dahin suche ich meinen Kreislauf und meine Fitness (vielleicht hilft auch einfach richtig schlafen), arbeite und esse lecker mit dem RB.

Endlich angespargelt

… und auch angegrillt

Sonntag

Sonntag

„Euer Montag ist mein Sonntag“, pflegt der RB zu sagen. Denn der RB arbeitet oft auch am Sonntag. Nur am Montag ist sein Laden immer zu. Aber frei hat er deswegen noch lange nicht.

Heute hatte er quasi HomeOffice. Ausnahmsweise mal weniger Bürogedöns, sondern Verkostung. Tja, und da muss ich dann auch mit ran: Es gab 7 Weine und 3 Ginse. Und wer jetzt an einen illustren, feuchtfröhlichen Abend denkt, liegt falsch. Denn 10 alkoholische Getränke so zu konsumieren, dass eine noch etwas schmeckt, erfordert Konzentration und SaufTrinkkontrolle (wenn was schmeckt).

Generell gilt für mich bei Wein: Schmeckt oder schmeckt nicht. 1-2 Schlucke reichen aus, um dieses Urteil zu fällen. Dem RB geht es aber auch nicht darum, dass ich ihm fancy Tastingnotes präsentiere, sondern einfach sage, was ich meine. Wobei das oft nicht (verbal) nötig ist, denn wenn ich was im Mund habe, kann ich meine Gesichtskirmis nicht kontrollieren: Eine sieht mir direkt an, ob ich was mag oder nicht. Vermutlich wird mich der RB auch nie mit zu einem Weingut nehmen deswegen. Außerdem habe ich einen recht eingeschränkten Weingeschmack. Bei Weißwein am liebsten nur die Rieslinge von Dalgaard&Jordan. Bei Rotwein bin ich etwas offener. Aber im Holz ausgebaute Weine sind eigentlich nie was für mich.

Bei Gin bin ich viel offener und gebe jedem eine Chance. Manche gehen für mich nicht, aber das sind die wenigsten. Generell stehe ich aber auf Gin, der auch danach schmeckt, also mit einer ordentlichen Wacholdernote und gerne ein paar spannenden Botanicals. Er sollte pur gut schmecken. Mit Tonic* wird es bei mir mittlerweile immer schwieriger.

Beim Verkosten heute mussten wir die 3 Ginse erst pur verkosten. Klar. Dann mit Tonic, denn die Kundinnen wollen wissen, welches Tonic dazu passt. Also eine Runde mit dem Allrounder*: Passt das gut, oder was macht es mit dem Gin? Welches andere Tonic könnte besser passen? Und weil sich zwei der drei Ginse nicht mit dem Tonic vertrugen, gab es eine zweite Runde mit einem anderen Tonic. Wieder schmecken: Wie passt es jetzt und was macht es mit dem Gin?

Die Oliven fand ich ganz angenehm zum Neutralisieren**.

So ein Abend ist natürlich nicht total dröge, aber es hat auch nicht so viel mit Genuss zu tun.

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* Tipp für ein gutes universelles, nicht teures Tonic: das graue von Schweppes

** Aus dem Neutralisierungsmaterial zwischen verschiedenen Ginsen kann eine auch eine Wissenschaft machten. Natürlich ist Weißbrot deutlich neutraler als Oliven.***

*** Zwischen Whiskys wird in einigen Destillerien kandierter Ingwer zum Neutralisieren angeboten.