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Kategorie: Alles anders

Mag-ich-nicht-Suppe

Mag-ich-nicht-Suppe

Das Kind ist echt zu bemitleiden: Seit der blöden LowCarberei seiner erwachsenen Mitbewohner gibt es dauernd neue Gericht, von denen er natürlich schon vor dem ersten Bissen weiß, dass er sie nicht mag. Heute: Linsen-Hack-Suppe

Zutaten
300 g Linsen (ich hatte 200 g rote und 100 g gelbe)
300 g Rinderhack
1 Zwiebel
30 g Ingwer
2 Knoblauchzehen
ca. 1,5 L Flüssigkeit (ich hatte 300 mL Brühe dabei)
Saure Sahne (ich hatte noch einen 100-g-Rest, geht auch ohne)
60 – 100 g frischen Spinat
Kreuzkümmel, Kurkuma und Chiliflocken (1:1:1 mischen, gerne etwas mehr (ich hatte jeweils 3 TL))
Salz
Pfeffer
Zitrone

Zubereitung
Zwiebel, Knobi und Ingwer klein schneiden und in ÖlButterSchmalz anbraten, Hack zugeben und krümelig braten, zwischendrin einen Teil der Gewürzmischung zugeben

Wenn das Hack fast durch ist, Linsen zugeben, kurz anschwitzen.

1 L Flüssigkeit zugeben, Salz und Pfeffer rein, kurz aufkochen und dann köcheln lassen, ab und zu mal rühren.

Je nach Bedarf Flüssigkeit nachgeben.

Wenn die Linsen gar sind, Hitze runter, ggf. Saure Sahne reinrühren, mit Gewürzmischung, Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken.

Frischen Spinat einrühren, kurz ziehen lassen.

Nicht sehr fotogen, aber sehr lecker.

Damit der arme midi-monsieur aber nicht vor dem vollen Suppenteller verhungert, hatten wir ihm trockenes Brot hingestellt …

… mit dem sich wohl wunderbar die Suppe dippen ließ und während der RB und ich uns noch verschwörerisch angrinsten, war des Kindes Teller leer.

Sonntag halt

Sonntag halt

Ausgeschlafen, nachdem der RB und ich nachts noch was besprechen mussten.

„The Bold Type“ angefangen, während ich die Wäsche faltete, das Bad putzte und kochte.

Der RB musste arbeiten.

Das Kind war auf der Dippemess, schob Langeweile, streunte durchs Viertel.

Kleine Eskalation am Essenstisch.

Zum Einschlafen wünschte sich das Kind Gruppenkuscheln.

Feierabend.

Zzzzzzzz

Zzzzzzzz

Ein immer wiederkehrendes Thema hier und demnach auch in meinem Leben: Schlafstörungen. (Ich suche jetzt keine alten Posts raus. Davon wird es ja auch nicht besser.)

Seit etwa einer Woche schlafe ich echt grottenschlecht. Ich schlafe spät ein (selbst wenn ich früh ins Bett gehe). Dadurch bekomme ich nicht genug Schlaf am Stück. Zu allem Überfluss schlafe ich oft auch nicht durch. Albträume gibt es „erfreulicherweise“ auch mal wieder.

Damit ich wenigstens irgendwie schlafe, schlafen der RB und ich auch getrennt, denn mein schlechter Schlaf führt dazu, dass ich auf sein Schnarchen extrem empfindlich reagiere. Entweder kann ich gar nicht erst einschlafen, weil er schon leicht schnarcht oder allein schon, weil ich Angst habe, dass er schnarchen könnte.

Allerdings beißt sich da die Schlange in den Schwanz: Ich schlafe deutlich entspannter, wenn der RB neben mir liegt. Allerdings kann ich nur schlecht einschlafen, wenn ich weiß, dass er irgendwann nach Hause kommt und sich dann neben mich schleicht.

Und Eule hin oder her, ich muss definitiv früher ins Bett. Wenn wir zusammen ins Bett gehen, ist das in der Regel zu spät. Aber es gibt nun mal Tage, an denen kommt der RB jobbedingt sehr spät nach Hause und ich kann auch verstehen, dass er dann nicht direkt ins Bett gehen will.

Wenn ich allerdings zu wenig schlafe, kann ich morgens überhaupt nicht arbeiten. Dann brauche ich die Zeit, um wach zu werden, oder ich schlafe tatsächlich nochmal, sobald das Kind zur Schule unterwegs ist. Dadurch verschiebt sich mein Arbeitstag bis weit nach dem Abendessen und ich komme wieder später ins Bett und … tadaa … der Teufelskreis ist perfekt.

Mal sehen, wann ich wieder einen ansatzweise sinnvollen Schlafrhythmus habe.

Premiere

Premiere

Fußball ist nicht so meins. Ab und zu mal ein Länderspiel im Fernsehen, aber dieses Fansein rund um einzelne Mannschaften ist geht nicht an mich ran. Der RB behauptet, dass er St.-Pauli-Fan ist. Aber sein Fansein hält sich sehr im Rahmen: Er hat zwei Pauli-Tassen und ein paar T-Shirts, ansonsten taucht das Thema hier nicht auf. Er guckt auch keine Spiele im Fernsehen und reist der Mannschaft auch nicht hinterher. Joah, soll mir recht sein.

Mich zog es bislang in kein Stadion – außer zu Konzerten. Immer mal wieder dachte ich, dass ich als Wahl-Frankfurterin wenigstens einmal die SGE im Waldstadion gesehen haben muss und der FSV hat sein Stadion quasi direkt vor meiner Haustür. Aber es ergab sich bislang nicht.

Heute sollte es dann soweit sein. Der RB erzählte irgendwann, dass im Bornheimer Hang die SGE gegen Chemie Leipzig spielen würde. Ein Freundschaftsspiel. Also ein Spiel, bei dem es um nichts geht. (Spoiler: Doch um viel, aber halt nicht um Tore.) Und irgendwie gefiel mir der Gedanke und ich sagte, dass ich mitkommen wolle – inklusive Kind. Der RB wollte unbedingt im Chemie-Block stehen. Also auf keinen Fall sitzen und auch nicht bei den SGE-Fans stehen.

Tja, da standen wir dann heute auch. Mittendrin zwischen den Fans aus Leipzig. Und es war toll. Ich habe nicht ganz so viel vom Spiel mitbekommen, weil mich das Drumherum deutlich mehr in den Bann gezogen hat. Ich musste kurz das Kind mental einfangen, weil er anfangs etwas unlaunig war*. Außerdem kamen wir mit ein paar Chemie-Fans ins Gespräch und ich erfuhr einiges über deren Verein, deren Fans (durch und durch antifaschistisch) und über die nur 15-jährige Freundschaft der Eintracht- und Chemie-Fans.

Das hat mir durchaus gut gefallen. So lasse ich mir Fußball gerne nochmal gefallen.

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* Das Kind tut sich ja anfangs oft schwer, wenn er in unbekannten Menschenmengen ist. Dazu kamen noch viele unbekannte Eindrücke, Gerüche und Hunger. Aber ich kenne meinen Sohn, er muss manchmal zu seinem Glück gezwungen werden. Und entsprechend viel Spaß hatte er dann tatsächlich auch in der zweiten Halbzeit.

Skinheads sind keine Nazis

Skinheads sind keine Nazis

Letztens waren wir auf einem Konzert. Wir, also der RB, das Kind und ich. The Movement machen sogenannten Hard Mod, also recht klassische Skinhead-Musik. Vor Ort trafen wir einen Bekannten, der den RB und dessen politische Haltung schon länger kennt. Kurz darauf traf ich ihn wieder und er fragte mich: „Geht Dein Sohn so wie bei Konzert auch in die Schule?“ So – damit meinte er Docs, Polohemd und Braces*. Dazu hatte das Kind auch ganz frisch auf 3mm gekürzte Haare. Er trug zwar eine kurze Hose dazu, aber sonst sah er aus wie Shaun aus This is England (amazon-PartnerLink). „Naja“, meinte ich, „in der Grundschule nicht. Da war ihm schon klar, dass er damit aneckt**. Mal sehen, wie es auf der weiterführenden aussieht.“ „Ich bin ja schon kurz zusammengezuckt“, meinte der Bekannte. „Ich weiß es ja eigentlich besser, aber diese Assoziation ‚Skinheads sind Nazis‘ ist echt stark.“

Ja, danke auch, liebe Medien, euretwegen wird kaum eine Subkultur so in eine äußerliche Sippenhaft genommen wie die Skinheads.

Doch Nazis gibt es überall. Nazis „verstecken“ sich in jeder Subkultur und am allermeisten sehen sie aus wie die nette Nachbarin und der hilfsbereite Kollege aus. (Wenn wir bedenken, dass durchschnittlich 12-15 Prozent die AfD wählen, dann müssten verdammt viele kahlköpfige Menschen durch Deutschland rennen. Und ja, die AfD sind Nazis!)

Die politische Gesinnung eines Menschen erkennt eine nicht dessen Aussehen.

Dass Skinheads – vor allem in Deutschland – mit Nazis verwechselt werden, hat mit der Entstehungsgeschichte der Skinhead-Subkultur in Deutschland zu tun.

Summer of ’69, Skinheads und Ska
Aber fangen wir vorne an: Der „Summer of ’69“ – also vor 50 Jahren – gilt als Beginn der Skinhead-Bewegung. In England. Wobei Beginn nicht bedeutet, dass die Skins damals auf einmal wie Pilze aus dem Boden schossen. Sie entwickelten sich aus den Jugendlichen der Nachkriegs-Arbeiterklasse. Die Hard-Mods gelten als direkte Skinheadvorgänger. Sie trugen bevorzugt Jeans und Stiefel und zunehmend kurze Haare. Wegen ihnen gilt Ska auch als die Musik der Skinheads gilt.
Ska war damals noch unbekannt und entsprechend unkommerziell. Das gefiel und passte natürlich auch zur Grundhaltung. Den Ska hatten die sogennanten Rude Boys, Einwanderer aus Kingston, Jamaika und Westindien, nach England mitgebracht. Die Rude Boys pflegten ihrerseites einen etwas schickeren Kleidungsstil, der sich mit dem der Hard-Mods mischte. Den Kleidungsstil der Hard-Mods wiederum kopierten ab Mitte der 1960er Jahre die Hooligans (ja, genau, Fußballfans, denen die dritte Halbzeit mindestens so wichtig war, wie das Spiel selbst). Und aus allen drei Subgruppen entwickelten sich dann die Skinheads – wie sie seit 50 Jahren genannt werden.

Skinhead-Mode
Die Skinheads kamen aus der Arbeiterklasse und es war ihnen wichtig, das zu zeigen und sich auch von den Hippies, die sich ebenfalls gerade entwickelten, abzugrenzen. Auch deswegen wählten sie einen eher derben Look aus Jeans, Stiefeln und kurz (nicht kahl) geschorenen Haaren. Dazu jedoch Hemden, Jeans- oder Harringtonjacken. Fred-Perry-Polos waren auch immer dabei. Die Skin-Girls trugen nicht selten Kostüme und oft einen Feather-Cut. Den Skinheads ging es dabei um eine Würdigung ihres Milieus. Militärische Uniformstücke waren verpönt. Lediglich die Bomberjacke wurde ab Ende der 1970er fester Bestandteil der Skinhead-Uniform. Die vermeintlichen Springerstiefel waren Arbeiter- oder DocMartens-Stiefel. Sicherlich von der Hooligan-Seite her kam die Sportmarke Lonsdale zu den Skins.

Farbige Schürsenkel gab es schon „immer“ in der Szene: Aus rein modischen Gründen oder auch, um die Zugehörigkeit zu einem bestimmten Fußballverein, einer Gang darzustellen. Aber sicherlich NICHT aus politischen Gründen.

Politische Gesinnung
Dazu muss eine auch bedenken: Anfangs waren die Skins ziemlich unpolitisch und rassistisch schon mal gar nicht. Wie auch?! Viele Ska-Musikerinnen waren farbig. Möglicherweise stammt auch daher das Ska-typische Black&White-Muster: eine Banderole aus 3-4 Reihen Schachbrett-Muster.

Kein Skin kann Rassist sein, weil er sonst seine schwarzen Wurzeln verleugnet.

Roddy Moreno

Allerdings waren die Skinheads damals keine lieben Jungs, die nur friedlich Musik hörten. Sie haben sich durchaus einen etwas härteren Ruf erarbeitet – sei es als Hooligans, in Bandenkämpfen oder welchen Auseinandersetzungen auch immer***.

Skin-Punks
In den 1970ern entstand der Punk, der tatsächlich zu einer ziemlichen Modeerscheinung aufstieg. Aus der vermeintlichen Jugendbewegung entwickelten sich bald die Edel-Punks, von denen sich die Street-Punks abgrenzen wollten – sowohl optisch als auch musikalisch. Der Iro wurde abrasiert und der Oi-Punk aus der Taufe gehoben. Dieser neue Musikstil war (bzw. ist) deutlich mehr vom Rock geprägt und auch viel härter als Ska. Auch wenn sich die Skin-Punks insgesamt etwas derber kleideten als die Skinheads, ließ es sich kaum vermeiden, dass sie in einen Topf geworfen wurden. Zudem gab es durchaus auch eine Vermischung der beiden Subkulturen.

Als Ende der 1970er in England die Arbeitslosigkeit ziemlich hoch war, fruchtete Propaganda gegen Ausländer besonders gut. (Das Spiel war und ist nicht neu und wird wohl bis zum Ende der Menschheit funktionieren. Das zum Thema „der Mensch lernt aus der Geschichte“.) Gerade Teile der Skin-Punks waren empfänglich für diese rassistischen Botschaften, mit denen National Front und British Movement Stimmung machten und Anhänger fanden. Und für die Oi-Bands wuchs die Notwendigkeit, sich politisch zu positionieren: Von vielen gingen eindeutige antifaschistische und antirassistische Botschaften aus. Was allerdings einen Teil ihrer – mittlerweile – rassistischen Fans nicht davon abhielt, an „ihren“ Bands festzuhalten. Auf Konzerten kam es so immer wieder zu Ausschreitungen zwischen rechten und linken Konzertbesuchern, die teilweise sehr massiv waren und in den Medien – trotz kleiner Subgruppe – Erwähnung fanden. Die Gleichung, die sich aus den Berichten ergab, war einfach: Skinheads sind Rassisten. In diesem Fahrwasser entstanden Anfang der 1980er auch Blood&Honor und Combat18.

Skinheads in Deutschland
Ende der 1970er Jahre kamen zunächst der und die Punk(s) nach Deutschland. In den frühen 1980er folgten dann die Oi-Skins inklusive Musik. Es ließ sich nicht vermeiden, dass auch kurz drauf die rassistische Skinheadbewegung über den Ärmelkanal schwappte. Ein ideales Biotop für Bands wie Böhse Onkelz, Endstufe, Kraft durch Froide. Sie nahmen den Oi-Trend musikalischen auf und waren schnell in der Hooligan-Szene beliebt. Wie schon in England hatten es rechte Parteien auch in Deutschland recht leicht, gerade in dieser Subkultur Anhänger zu finden.

Die Ska-Skinheads waren zu diesem Zeitpunkt eine Randerscheiung in Deutschland.

Der Non-Spirit of ’89
Mit der Wende bekam die Boneheadbewegung**** noch einmal deutlichen Zulauf und dank Hoyerswerda (1991), Rostock-Lichtenhagen (1992), Mölln (1992) und Solingen (1993) waren sie omnipräsent in allen Medien.

DWDS-Wortverlaufskurve für „Skinhead“,
erstellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache,
abgerufen am 22.7.2019

Natürlich war in dieser Zeit die Rechnung „glatzköpfige Person = Nazi“ nicht falsch.

DWDS-Wortverlaufskurve für „Skinhead · Nazi · Neonazi“,
erstellt durch das Digitale Wörterbuch der deutschen Sprache,
abgerufen am 22.7.2019.

Aber die Rechnung war auch nicht ganz richtig. Wie viele Red- oder Oi-Skins haben in der Zeit schon aktiv dagegen gekämpft – immerhin waren sie zuerst da und die Boneheads haben sich vieles nur abgeguckt. Bezeichnend ist auch, dass sich bereits 1989 die erste S.H.A.R.P.-Gruppe in Berlin gründete.

À propos abgucken: Die Boneheads trugen anfangs aus Ermangelung an Alternativen und Gehirnzellen halt auch alles, was die Skinheads trugen. So ganz verbrieft ist es zwar nicht, dass Fred Perry tatsächlich jüdischer Abstammung war, aber allein die Option scheint Grund genug zu sein, dass die Nazis mittlerweile lieber ihrer eigenen Marken haben. Und auch Lonsdale ist so eine okkupierte Marke: Weil die britischen Skinheads damit rumliefen, wurde der Look erstmal von den Bonehads kopiert. Irgendwann kamen sie dann wohl auf den Trichter mit der halbgeöffneten Jacke und dass dann da NSDA steht. Das war niemals das Ansinnen der Marke und das Unternehmen positioniert sich schon seit Längerem eindeutig antirassistisch/ -faschistisch. Mehr dazu kann bei Lonsdale selbst nachgelesen werden.

Im Gegensatz zu den Skinheads rasierten sich Boneheads in der Regel nass und waren damit kahl. Aus der Riege der Alt-Nazis hieß es deswegen nicht selten, dass sie aussehen würden wie KZ-Häftlinge. Das war sicherlich auch ein Grund, warum sich der Look der (Neo-)Nazis immer mehr mäßigte. Natürlich gibt es auch heute noch Boneheads, aber das ist sicherlich nicht die Mehrheit. Guckt Euch die Bilder von aktuellen Nazi-Demos an: Die meisten sehen aus wie der nette Nachbar oder die freundliche Kollegin.

Und doch haben es die deutschen Boneheads und rechten Skin-Punks aus England geschafft, dass bei keiner anderen eigentlich musikalischen geprägten Subkultur die Assoziationsfalle so schnell zuschnappt. Es steckt in vielen Köpfen sehrsehr tief drin: Ein Mann mit Glatze ist ein Skinhead ist ein Nazi. Kommen dann noch weitere äußerliche Attribute wie DocMartens / Springerstiefel*****, Jeans, Polohemd, Hosenträger und (viele) Tattoos dazu, kommt die Person so schnell nicht mehr aus der Klischee-Schublade raus. Doch die Wahrscheinlichkeit, dass dieser Mensch NICHT rechts ist, ist heutzutage sehr groß. Musikalische sind sie „traditionell“ im Ska oder (linken) Oi-Punk zu Hause. (Gerne nehmen der RB und ich Euch mit auf ein Konzert, zu denen ich auch ohne Bedenken das Kind mitnehme.)

Die Nazis haben mittlerweile andere Symbole und Marken. Oft versteckter und eine muss und sollte sie kennen. Eine Übersicht findet ihr hier oder da.

So. Und nun habe ich fertig. Wer bis hier gelesen hat, bekommt noch was auf die Ohren:

Ach, und hier noch ein paar Links, für alle, die noch mehr lesen wollen:

Geschichte der Skinheads

– die Magisterarbeit eines schwulen Skinheads

Belltower

– Mut gegen Rechts

www.rash-darmstadt.de/index2.php?Geschichte

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* Hosenträger

** Im Sinne von einfach anders aussehen

*** Hier will und darf ich nicht das Pakistani-Klatschen verschweigen. Das hatte sicherlich (alltags-)rassistische Momente, aber fällt sicherlich nicht unter den systematischen Rassismus / Faschismus der späteren Boneheads.

**** Zur Abgrenzung von der ursprünglichen Skinhead-Bewegung und bezugnehmen auf die bei Nazis beliebte polierte Glatze, wurden und werden Nazi-Skins „Boneheads“ genannt.

***** Als ob jede direkt hohe Docs von Springerstiefeln unterscheiden könnte.

Fehlt nichts

Fehlt nichts

Seit knapp sieben Wochen lowcarben der RB und ich. Und ich muss sagen, ich vermisse nichts.

Obwohl… doch… mir fehlt es, einfach etwas beim Bäcker zu kaufen, wenn ich unterwegs Hunger habe. Allerdings habe ich keinen Hunger / Appetit auf Brezel, Teilchen und Co mehr, weswegen sich ein Gang zur Bäckerei nicht lohnen würde. Aber wie stillt eine ihren Hunger ohne Carbs, wenn es mal eben spontan sein soll?

Aber es ist echt faszinierend, wie weg der Appetit und teilweise sogar Jieper auf Nudeln, Brot und Gesüßtes ist. Kein „Boah, jetzt ein leckeres Käsebrot“ oder „Nudeln mit Soße, das wär’s jetzt“. Ab und zu gibt es einen Süßigkeitenjieper, aber da hilft 85%ige Schokolade oder 5 Gummibärchen. Danach ist es auch wieder gut.

Bei der Hitze darf Eis „natürlich“ nicht fehlen. Und wenn es dann gekauftes gibt, merke ich, wie sehr es mir zu süß ist. Das ist weder ein Kick noch ein Genuss.

Ich finde es sehr interessant, wie einfach mir dieses Umschalten gefallen ist und wie wenig mir bestimmte Kohlenhydratquellen fehlen.

Abgenommen habe ich eher nicht bislang, dafür brauche ich Sport, aber es geht mir körperlich insgesamt besser.

Verstärkung für SuperCat

Verstärkung für SuperCat

In der Nacht noch entsorgte der RB eine Maus*.
Direkt heute morgen hatte die Mausefalle wieder zugeschnappt.

Pünktlich um 15h00 klingelt der Kammerjäger: „Wie groß war denn die Maus?“
Ich zeige mit den Fingern eine Spanne von ca. 10 Zentimetern.
„Sicher, dass die nicht größer waren?“
„Ja.“
„Nicht, dass es doch die ‚anderen‘ Mäuse sind.“
Ich verdrehe innerlich die Augen. Der RB hat in den vergangenen paar Tagen 3 Mäuse entsorgt und sie daher etwas näher gesehen. Außerdem kommt der Mann vom Land und hatte früher Katzen. Der wird das schon wissen!
Die gefundenen Hinterlassenschaften lässt sich der Kammerjäger auch genau beschreiben.
„Nein, der Kot war kleiner als Reiskörner.“
„Sicher, dass die nicht größer waren?“
„Ja.“
„Nicht, dass es doch die ‚anderen‘ Mäuse sind.“
Ich verdrehe innerlich die Augen und zeige auf dem Balkon, wo die Maus sich gezeigt hat.
Der Kammerjäger legt zwei Fallen auf dem Balkon aus. Dann besieht er sich den Unterbau unserer Balkonterasse. Ein Paradies für Getier und der Kammerjäger findet auch dort einige Spuren. Er legt vier weitere Fallen aus.

In einer Woche wird kontrolliert.

SuperCat 1 liegt auch auf der Lauer.

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* Bild erspare ich Euch.

Planlos

Planlos

Wochenenden, an denen nichts Großes geplant ist, mag ich sehr. Also es darf schon was geplant sein, aber vorzugsweise nichts, das frühes Aufstehen verlangt. Am liebsten nur Dinge, zu denen ich keinen Wecker stellen muss. Das impliziert allerdings, dass es keine Aktionen vor frühem Nachmittag sein sollten.

Heute war nur lose was angedacht: Der RB wollte zum Museumsuferfest. Und ich wollte vielleicht mit.

Aber erstmal schlief ich heute lang. Mit einer kurzen Unterbrechung um 9h30, weil ich vergessen hatte, den Wecker von gestern auszumachen. Der Wecker holte mich allerdings aus einem Traum und ich musste ihn noch zu Ende träumen. Ich schlief wieder ein.

Als ich wach wurde, war es durchaus schon später. Aber ich fühlte mich ausgeschlafen und schon fitter als gestern. Der RB war auch noch nicht so lange wach, aber hatte immerhin schon Zeit gehabt, Tee zu machen. Das Kind hatte schon kika leergeguckt.

So langsam bekommen wir Hunger. Aufgrund dee groben Tagesplanung für heute hatten wir gestern grob geplant, heute sowas wie ein Brunch zum späten Mittag zu machen.

Herr Weber und der RB können echt gut zusammen.

Wir aßen auf dem Balkon und ich stellte fest, dass mir zu warm ist, um aufs MUF zu gehen. Dann wurde ich auch noch in eine Verabredung verwickelt, zu der ich und das Kind gingen.

Wieder zu Hause beschäftigte ich mich mit Arbeit und Mausefallen. Dann kam der RB, wir tranken Kaffee und schauten die 2. Staffel von Springflut weiter.

Dienstag so

Dienstag so

Gestern bekam ich eine e-Mail, dass eine Lieferung zu mir unterwegs sein. Zuerst dachte ich, es sei eine Bestellung, die ich mittags getätigt habe. Das wäre allerdings sehr ambitioniert gewesen. Daher schaute ich genau hin und sah, dass es eine HelloFresh-Lieferung sein sollte. Nur dass ich nichts bestellt hatte. Naja, genau genommen aber halt nicht abbestellt hatte. Und wenn eine nicht aktiv pausiert, dann wird halt geliefert. Ich guckte nach den Rezepten und befand: „Joah, passt schon. Dann essen wir den Rest der Woche eben das.“

Doch dann erreichte mich um 11h13 folgende Nachricht:

Problem gelöst.

– – – – –

Am Abend war endlich mal wieder Konzert angesagt. Das Kind hätte mitgekonnt. Er wollte aber nicht, weil morgen Schule ist. (Erfreulich, dass noch die Vernunft siegt.) Er wollte auch alleine zu Hause bleiben und sich selbst ins Bett bringen.

Premiere.

Wir telefonierten um 20h34 und 22h17. Ihm war nicht geheuer, aber er wollte nicht, dass ich nach Hause komme. Wir fanden eine Option, die für ihn ok war.

Gogol Bordello

Nein, er schlief nicht (richtig), als wir kamen, aber er war entspannt und er war schon stolz, es geschafft zu haben.

Mal sehen, wie das weitergeht.

Liebes Tagebuch am Fünften (August 2019)

Liebes Tagebuch am Fünften (August 2019)

Frau Brüllen ist zurück aus dem Urlaub, aber selbst wenn sie es nicht wäre, würde sie fragen: WMDEDGT?

Der RB und ich gehen – mal wieder – zu spät ins Bett. Der RB ist k.o. und schläft direkt ein. Ich nicht, was sich als Glück herausstellt, denn gegen

2h00 höre ich Regen und die Wäsche steht noch auf dem Balkon. Also hole ich sie schnell rein. Durch die Aktion bin ich erstmal wach, sodass ich um

2h40 die Google-Warnung lese (eine der wenigen Push-Nachrichten, die ich zulasse): Es wurde auf mein Google-Konto zugegriffen. Von einem unbekannten Gerät. Ich ändere geistesgegenwärtig direkt das Passwort. Damit verhindere ich vermutlich Schlimmeres, aber ich werde mich mit Paypal wegen 4x 43,03 US$ auseinandersetzen müssen. Später. Via App geht das nicht. Danke für das Adrenalin, das ist natürlich total super, wenn eine schlafen will (und muss). Irgendwann schlafe ich aber ein.

7h45 Der Wecker klingelt, aber ich kann das Geräusch nicht genau zuordnen. Erst als der RB mich erinnert, dass ich ja aufstehen muss, weil das Kind pünktlich am Rugby-Club sein muss, werde ich richtig wach. Ich wecke das Kind, der sich auch schwer tut. Und irgendwie unmotiviert und motiviert zugleich zu sein scheint. Wir packen die letzten Sachen ein. Er macht sich fertig und frühstückt.

8h40 Abfahrt.

8h55 Am Club ist es etwas chaotisch. Und der Grund für des Kindes Unmotiviertheit zeigt sich schnell: Es werden Allianzen gebildet und u.a. das Kind hörbar ausgeschlossen. Stich ins Herz. Er steigt dann aber doch tapfer ins Auto ein.

9h40 Wieder zu Hause wecke ich den RB, gehe duschen und dann muss ich auch schon wieder los zu einem Arzttermin.

11h30 Termin beendet, ab nach Hause. Völlig verpeilt (müde und Handy) steige ich in die nächste Bahn, die kommt, ohne darauf zu achten welche Linie. Promt die falsche.

12h10 Wieder zu Hause. Ich widme mich dem nächtlichen Hacker-Angriff: Zugriffsrechte ändern, neue Passwörter, 2-Faktor-Autorisierung aktiviert.

12h35 Telko. Kurz und schmerzlos. Es ist gerade angenehm ruhig.

13h20 Noch ein Jobanruf.

14h00 Nach der Nacht bin ich ziemlich k.o. Wenn ich nicht noch etwas Schlaf bekomme, kann ich heute Abend nicht sporteln. Ich esse noch etwas und lege mich dann hin.

16h00 Der RB kommt nach Hause. Er macht Kaffee. Wir machen beide noch was am Rechner.

17h00 Ich stelle fest, dass ich keine Turnschuhe habe. Nur Sneaker (und halt Schuhe mit Cleats fürs Radfahren). Also die Sneaker. Ist auch authentischer, wenn es um Straßenkampf geht.

17h20 Der RB und ich radeln gen OF.

18h00 Nachdem klar ist, dass nur der RB und ich am Training teilnehmen, geht es auch direkt los. Warm machen und dann werden verschiedene Schläge und Tritte geübt. Und vor allen Dingen die richtige Haltung. Und es geht um Grundlegendes bei der Selbstverteidigung: Selbstschutz. Lieber wegrennen, als ein Knie im Gesicht o.ä.

Zwischendrin denke ich immer wieder ans Kind und hoffe, dass die Trainer das mit dem Teambuilding wirklich schaffen und dass er eine gute Zeit hat.

19h30 Trainingsende. Hoffentlich lässt sich einrichten, dass ich da nochmal dran teilnehmen kann. Der RB und ich machen uns auf, um Hawaianisch essen zu gehen.

Meine selbst zusammengestellte Poké-Bowl

Das war etwas hipsterig, aber sehr, sehr lecker.

21h20 Wieder zu Hause. Ich denke ans Kind: Hoffentlich geht alles gut. Wir kruscheln so in der Wohnung vor uns hin.

22h40 Wir ziehen auf den Balkon um. Der RB hibbelt auf sein Tattoo, dass er morgen bekommen soll. Gleich geht es noch unter die Dusche und dann ist der Fünfte auch zu Ende.

23h00 Gerade noch eine e-Mail von Paypal: Ich bekomme das Geld von heute Nacht komplett wieder.