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Monat: Oktober 2021

Zu wenig

Zu wenig

In der letzten Woche (KW 41) sind weniger als eine Million, also 1.000.000, Impfstoffdosen verimpft worden.

DAS IST ZU WENIG!

Aber es ist mehr als das 5-Fache geliefert worden. Damit ist viel zu viel im Lager: Fast 19,5 Millionen Impfstoffdosen. Und das ist mehr als genug, um die fehlenden unter 18 Jahren und alle Kinder zwischen 5-11 Jahren mindestens doppelt zu impfen.

Seit 13 Wochen schleichen wir von 60 % Richtung 70 % Erstgeimpften und haben die 70 % immer noch nicht erreicht.

Ein Trauerspiel.

Eingetragene Partnerschaft

Eingetragene Partnerschaft

Seit jeher habe ich eine Bahncard. Ich habe die noch nicht mal während der Pandemie gekündigt. Was zum einen an meiner Bequemlichkeit lag und zum anderen daran, dass sie sich immer Mitte März erneuert. Die Kündigungsfrist ist 6 Wochen (meine ich, ich mag jetzt nicht nachschauen) und Anfang Februar 2020 war Pandemie noch zu weit weg, um an Kündigung zu denken und Anfang Februar dieses Jahres bin ich schon wieder Zug gefahren, sodass ich keine Notwendigkeit für Kündigung sah.

Nun steigen die Spritpreise und das Gegurke mit dem Auto stresst eh. Die Zugfahrten zu meiner Mutter und zurück waren entspannt – trotz Verspätung.

Der RB hatte zeitweise – vor der Pandemie – eine BahnCard. Aktuell nicht mehr.

Auf der Rückfahrt heute – vor 3 Wochen wäre noch schlauer gewesen – fiel mir ein, dass das ja eigentlich unpraktisch ist. Ich recherchierte kurz und dann bogen der RB und ich nach unserer pünktlichen Ankunft in Frankfurt noch kurz ins Reisezentrum ab.

Ich zeigte meine BahnCard, der RB zeigte seinen Perso. Die Partnerschaft wurde akzeptiert und der RB bekam eine Partner-BahnCard zu meiner BahnCard ausgestellt.

Nun werden wir also bei einem Unternehmen der BRD als eingetragene Partnerschaft geführt.

Wenn das nicht kurz vor Ehe ist, was dann?!

75

75

Heute wäre Papa 75 Jahre alt geworden. Es war nicht nur gut für meine Mutter, dass wir alle zusammen waren, sondern für uns alle. Es war insgesamt gut, diese ersten Geburtstage (am Freitag ja der von meiner Mutter) zusammen verbringen zu können.

Wir waren nicht sehr lang an Papas Grab. Es regnete. Aber wir hatten ja Steine, die das Grab weiter komplettieren sollten. Papa scheint weiterhin ein Haustier, eine Wühlmaus zu haben. Es gab eine Runde Englisches Weingummi für alle, das mochte Papa so gerne und bekam es regelmäßig geschenkt.

Wieder bei meiner Mutter gab es Kuchen(reste) und Bergische Waffeln, weil Papa aus dem Bergischen Land kam und immer wieder damit kokettierte, wenn er nicht gerade behauptete, er sei Rheinländer.

Die Kinder tobten und spielten.

Es war einfach Leben im Haus ohne besonderen Bohei. So wie Papa seine Geburtstage immer gefeiert hat.

Schade, dass er das nicht mehr erleben darf.

Familienausflug

Familienausflug

Das Kind Die Mutter muss an die frische Luft. Darüber waren mein Bruder und ich uns einig und hatten beschlossen, dass wir einen Ausflug zusammen machen: 5 Erwachsene und 4 Kinder.

Von Lüneburg ist Lauenburg nicht weit und da fuhren wir hin. Mit dem Zug. Easy.

Das war für alle schön. Auch wenn wir für den Zug zurück einen Sprint einlegen mussten.

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* In Frankfurt gab es sowas ja auch. Der fuhr langweilig am gesperrten Mainkai auf und ab. Mit dem waren der RB und ich mal gefahren, weswegen wir den anderen 7, mehr passten nicht rein, den Vortritt ließen. Allerdings macht der Bus in Lauenburg eine große Runde durch die Altstadt, was sich durchaus lohnen könnte.

Fast doppelt so lang …

Fast doppelt so lang …

… uffz.

Ich bin ja durchaus Kummer mit der Bahn gewöhnt. Dennoch bin ich große Verfechterin des Bahnfahrens. Die Vorteile überwiegen meiner Meinung nach deutlich gegenüber dem Auto. Aber ich hasse auch Autofahren.

Heute fuhren wir mit der Bahn. Fast 7 Stunden. Geplant waren 4. Da wir aber nicht zu einer bestimmten Uhrzeit ankommen wollte bzw. mussten, sondern den Zug v.a. gewählt hatten, weil er durchgehend war, war ich sehr gechillt. Wir saßen im Trockenen, es war wohl temperiert. Ich hatte den Arbeitslaptop dabei und war beschäftigt – rund 6 der fast 7 Stunden. Damit wird das zwar nichts mit dem Abbau von Überstunden, aber wenigstens habe ich zwei Projekte für die nächsten Schritte fertig machen können. Das hätte ich sonst nicht geschafft.

Durchs Arbeiten verging die Zeit schnell, aber dank Bahnfahren war ich null gestresst, als wir ankamen.

So konnten wir gemütlich direkt mit Geburtstagskaffeetrinken starten, nahtlos – wie in dieser Familie üblich – ins Abendessen übergehen und dann wieder Kuchen essen.

Auch wenn Papa fehlt, es war ein schöner Geburtstag für meine Mutter.

Fast Wochenende

Fast Wochenende

Ich sag’s mal so: Wenn diese Kack-Kopfschmerzen jetzt zum Dauerbegleiter werden, werde ich etwas ungehalten. Erstaunlich ist, dass sie mich nicht bei der Arbeit behindern. Ich hatte heute eine guten Lauf und einiges abgearbeitet. Ändert nichts daran, dass es bis Ende November sportlich bleibt.

Aber ab morgen erstmal sowas wie eine langes Wochenende. Zugfahrt wird zum Arbeiten genutzt. Und dann 3 Tage Kuchen essen (so sieht es derzeit nämlich aus, weil meine Mutter, meine Schwägerin und ich uns nicht abgesprochen haben, wer Kuchen backt) und als Familie Marie-Antoinette in die Geschichte Lüneburgs eingehen.

Vielleicht hilft der Kuchen ja gegen Kopfschmerzen…

Reisender

Reisender

Das Kind wird mal ein Reisender. Vielleicht ist er es ja auch schon. Schon immer ist er es gewohnt zu reisen und nicht in Frankfurt zu sein. Mir fällt es gerade etwas schwer „zu Hause in Frankfurt“ zu schreiben. Ich finde es gerade irgendwie vermessen, einfach zu sagen, dass er hier, bei mir, zu Hause ist. Ich glaube aber, dass ich sein sicherer Hafen bin.

Auf jeden Fall ist es soweit: Das Kind ist 12 und reist allein.

Nachdem er im Sommer ja schon alleine als betreutes Flugobjekt zum Kv geflogen ist, ist er heute ganz allein gereist. Mit dem Zug zur Oma. Ich habe ihn heute Morgen in den Zug gesetzt – weil das SparAngebot so günstig war, durfte er sogar 1. Klasse reisen – und er stieg 4 Stunden später bei Oma aus.

Das eröffnet ganz neue Optionen.

Migräne

Migräne

… und damit ist auch alles gesagt.

Ich hasse Hormone und alles, was dazu gehört. Möchte irgendwer einen Uterus? Leider noch recht funktional, neigt aber zu Eigenwillen.

Steady state

Steady state

Orr, Leute, geht impfen! Das ist echt nicht mehr lustig (Stand: Ende KW40):

  • Nur 2,7 Impfdosen sind in irgendwelche Leute gekommen, 8,2% davon waren auch noch Auffrischimpfungen.
  • An den auf Ganzzahlen gerundeten Anteilen hat sich fast nichts geändert: 77% der Impfbaren sind erst-, 73% vollständig geimpft. Auf die Gesamtbevölkerung bezogen: 69 bzw. 65%.
    • Von den 60-Jähringen sind 86,4 bzw. 84,6% geimpft.
    • 18-59 Jahre: 71,1%
    • 12-17 Jahre: 43,2 bzw. 37,0%
  • Würden alle Eltern ihre 5-11 Jährigen impfen lassen, sobald die Zulassung da ist, würden wir eine Impfquote von 75%. Auch das reicht nicht aus.

Nunja, die Zahlen sprechen für sich: Die Jugend ist unterimpft. Und es gibt nicht DEN einen Grund dafür. Obwohl … doch, es gibt DEN einen Grund: Fehlkommunikation. Meiner Meinung nach auch der Hauptgrund für den gesamten desolaten Verlauf der Pandemie nach der ersten Welle.

Ach Leute, reisst Euch doch auf den letzten Metern zusammen, schickt Eure Jugendlichen zum Impfen (wobei wir damit auch nur auf 71% kämen). Das ist doch großer Mist.

Innere Preußin

Innere Preußin

Eigentlich hatte ich ja geplant, dass ich gestern und heute etwas arbeite. Und zwar aus Selbstfürsorge, damit es mir die Arbeitswoche entzerrt.

Aufgrund emotionaler Aufgewühltheit habe ich es aber nicht gemacht. So groß ist meine innere Preußin dann doch nicht. Zum Glück.

Stattdessen habe ich mir gestern Zeit für mich genommen und mich in meine schlechte Laune (schlecht im Sinne von nicht gutgelaunt / optimistisch) fallen lassen. Ich weiß mittlerweile, dass das besser ist als dagegen anzukämpfen. Ich hörte 6 Stunden lang Deine Lakaien. Dabei weinte ich und konnte mich selbst nicht leiden, schwelgte in Erinnerungen und buk Pizza. Dann guckte ich in Teilen zwei Filme mit Anne Hathaway. Dann waren der Tag und ich durch und ich machte sowas wie schlafen (immer schwierig bei emotionaler Anspannung).

Ich wachte so emotional gestresst auf, wie ich eingeschlafen war. Als der Mann wiederkam, nahmen wir uns viel Zeit für- und miteinander. Und auch hier schwieg ließ ich meine innere Preußin nicht zu Wort kommen. Diese Zeit war sehr nötig und sicherlich auch deutlich wichtiger für meine Selbst- bzw. unsere Paarfürsorge als irgendeine Zeitersparnis in der nächsten Woche.

Schreibe ich den Text halt morgen früh zu Ende.