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Kategorie: kindfrei

Tage am Meer

Tage am Meer

Tag 1
Später als geplant – im Garten meines Bruders war es auch sehr schön – kommen wir am Meer an. Aber es ist noch hell und schön und so spazieren wir eine erste Runde ans Meer – nur 400 m von unserem Häuschen entfernt.

Tag 2
Einrichten. Einkaufen. Und wieder ans Meer. Nichtstun und aufs Meer gucken. Lesen.

Tag 3
Genug rumgelegen, wir haben die Fahrräder nicht umsonst mitgenommen. Wir fahren eine gemütliche Runde nach Dahme, spazieren dort rum und radeln wieder zurück. Könnte schlimmer sein.

Tag 4
Wandertag. Wir erlaufen uns die Halbinsel zwischen Großenbrode und Fehmarnsundbrücke. Wir folgten zum Kaffee einer Empfehlung aus der Twitterkneipe (Meerkieker, Großenbrode) und zum Abendessen fragten wir Google* (Fisch-Hütte, Heiligenhafen). Beides können wir weiterempfehlen.

Tag 5
Getrennte Wege für den RB und mich: Er fährt mit dem Auto nach Fehmarn und ich fahre mit dem Rad hin – über die die Sund-Brücke. Das war weniger spektakulär als gedacht. Aber nun habe ich es gemacht. In Albertsdorf machten wir 2 (oder 2) mal Familienurlaub – die wenigen als ganze Familie, denn zu oft waren vorlesungsfreie Zeit von meinem Vater und unsere Schulferien inkompatibel. Burg ist keine Reise wert; das Café Traube aber durchaus nett. Und am Südstrand eine besondere Begegnung gehabt: Den Ex-Mann nach 14 Jahren mal wieder gesehen. Zum Abendessen haben wir Glück, beim ersten Griechen in Ostholstein (Apollo 2, Grube) einen Tisch bekommen zu haben: Das Tzatziki ist so gut, dass ich eine Extraportion mitnehme.

Tag 6
Das Wetter macht keinen guten Eindruck, also fliehen wir und besuchen die Ostsee-Erlebniswelt (nur so semi empfehlenswert). Und weil es danach auf „unserer“ Ostsee-Seite immer noch össelig aussieht, fahren wir nach Heiligenhafen und wandern über Steinwarder und Graswarder.

Tag 7
Das Wetter ist wieder gut und wir gehen nochmal an den Strand. Das Meer ist aufgewühlt und präsentiert sich mit Wellen und Brandung. Hachz. Wir sind früh genug dran, dass wir noch einen Tisch auf der Terrasse des Süssauer Seebrückenrestaurans ergattern. Abends fällt mir ein, dass ich ja Puzzle mitgenommen habe…

Tag 8
Das Wetter ist nicht gut. Ich muss noch Aufträge** bearbeiten. Der RB fährt alleine nach Lübeck. Ich schreibe und puzzele.

Tag 9
Tschüss, Ostsee. Wir fahren weiter … zum Glück noch nicht nach Hause.

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* Unsere Erfahrung mit Google-Bewertungen ist gut. Alles > 4,0 Sterne ist in der Regel sehr brauchbar.

** Aufträge als freie Journalistin

Lebenszeichen

Lebenszeichen

Was habe ich auf den 17. Juli hingefiebert: Mein Urlaub startete und auch die Sommerferien des Kindes. Dieses erste Halbjahr 2021 war anstrengend, aufreibend, fordernd, mühsam … gleichzeitig war es so eintönig: HomeOffice, HomeSchooling, HomeIrgendwas. Der Urlaub im April war hat auch nur bedingt einer, denn wenn eine nicht wegfährt, dann ist auch nicht wirklich erholsam. Unsere Strukturtapete – vom Vermieter – im Wohnzimmer hat 1.293.477 Noppen. Kleiner Scherz, aber gefühlt hätte ich sie zählen können in der Zeit. Es war auch nur kurz erholsam, dass das Kind für 10 Tage bei Oma, also meiner Mutter, war. Die Beförderung bauchpinselt natürlich, ist aber auch nicht mit mehr Urlaub oder zumindest weniger Arbeit verbunden. Eher im Gegenteil.

Ende Mai, als klar war, dass der RB und ich zum Ferienanfang den vollen Impfschutz haben würden, haben wir uns entschieden, dass wir wegfahren wollen und wir suchten uns ein Häuschen an der Ostsee. Anfang Juni, nachdem das Kind den KV erfolgreich zum Impfen bequatscht hat, buchte ich dem Kind einen Flug als unbemanntes Flugobjekt mit Begleitservice, damit er die Sommerferien in Frankreich verbringen könnte. Ab da zählte ich die Tage bis zum Urlaub. Aber wie immer vor dem Urlaub kam eins zum anderen. Neben der Arbeit musste ich für das und mit dem Kind seinen ersten Perso beantragen und abholen (was in Nicht-Pandemie-Zeiten semi-banal wäre, aber die Zeiten sind wie sie sind und so wardie Sache mit dem Termin für Antrag und Abholung etwas zeitfressend).

Ich fasste zwischendrin einen Kühlschrank-Beschluss, den ich umgehend in die Tat umsetzte, und nach kurzer Recherche- und Umplanungsphase steht nun ein schöner großer Kühlschrank zwischen Küche und Wohnzimmer. Es gibt auch noch einen Herd-Ofen-Beschluss, aber finale Entscheidung ist noch nicht gefällt.

Das Kind ging zum Wechselunterricht und es ging gut. Ein Kumpel aus der Schule war zum seinem Geburtstag über Nacht da und das was auch gut. Das Kind ging nach reiflicher Überlegung zum Voll-Präsenz-Unterricht und das war gar nicht gut. Um genau zu sein so schlecht, dass ich drei Wochen vor Ferienbeginn für das Kind einen neue Schule organisierte, besuchte (das Kind uns ich) und hospitierten (das Kind). Das Kind wird so insgesamt 9 Wochen Ferien gehabt haben, denn die Lehrkräfte der alten Schule sahen sich nicht in der Lage, die online-Lernbplattform für ihn zu befüllen. Er ging noch einmal hin, um die Bücher abzugeben und noch einmal, um sein Zeugnis zu holen. Ich habe noch immer einen Schlüssel für die Schule. Die Schulleitung weiß das, will ihn aber anscheinend nicht wiederhaben. Die Lehrkräfte des Kindes sind beleidigt – zumindest die Klassenlehrkräfte. Anders kann ich mir die Nicht-Reaktionen bzw. die noch reingewürgte 3 in dem einen Fach nicht erklären. Tjanun. Danke, dass wir nicht mit der Entscheidung hadern müssen.

Ich arbeitete bis zum letzten Tag – und darüber hinaus (jaha, im Urlaub).

Ein Wunder, dass am 17.7. nicht nur des Kindes Koffer mit sauberer Wäsche gepackt, sondern auch das Gepäck vom RB und mir parat war. Während ich das Kind am Flughafen ablieferte – wir waren viel zu früh da, kümmerte sich der RB um den Rest zu Hause. Und nachdem das Kind tatsächlich auf dem Weg nach Frankreich war, fuhren wir los Richtung Norden. Zunächst zu meiner Mutter. Und nach einer Nacht dort an die Ostsee. Und uff, was tat es gut, nicht mehr die Strukturtapete zu sehen, dass Meer rauschen zu hören, sich den Wind um die Nase wehen zu lassen, auszuschlafen, anderes zu sehen und auch Zeit nur zu zweit zu haben.

Morgen dann wieder Arbeit… Dabei habe ich mich doch gerade erst ans Urlaub machen gewöhnt.

Glück in weiß

Glück in weiß

Lockdown, Tag 38

Sonntag ist Wandertag. So will es das Pandemiegesetz. Und gestern war klar, dass es heute schneien soll. Also in den höheren Lagen Schnee und bei uns inne Stadt halt Matsch. So war es auch beim Aufstehen: Schneematsch vor der Tür. Wie es Richtung Taunus aussah, konnte ich natürlich nicht sehen. Aber ich hatte zwei Touren ebenda geplant. Das Kind wollte nicht mit (und Spoiler: Es war gut so. Er hätte sehr geflucht.). Nur mit dem RB unterwegs zu sein, ist ja auch ganz schön.

Ich haderte kurz mit meiner #ZeroHose-Politik, probierte die Schneehose an und war wieder geheilt. Auch hier ein Spoiler: Die doppelten Thermoleggings, der Rock und der Fuktionsmantel haben wirklich gut warm gehalten. (Für die Beine könnte ich bei noch mehr Schnee über wasserdichte Gamaschen nachdenken.)

Und falls ich es noch nicht erwähnt habe: Schneeeeeeee <3 So viel Schnee. Schnee macht mich wirklich wirklich glücklich. So glücklich, dass ich den wirklich steilen Aufstieg (3 Kilometer, tw. 19 % Steigung) auch nur ein kleines Bisschen schlimm fand und gar nicht geflucht habe (das Kind hätte spätestens nach 500 Metern gestreikt – trotz Schnee).

Ich hoffe, wir werden noch ein paar Schneetage habe. Ich muss noch ein bisschen weißes Glück tanken. Das war so schön.

(Schön war auch, dass Kassiopeia leckerste Kartoffelsuppe gekocht hatte, während wir wanderte. Genau das richtige Essen nach so einer Wanderung.)

Wunderheilung

Wunderheilung

#ClosedAdvent (7)

Normaler Alltag. Das Kind hat Schule. Ich arbeite. Der RB arbeitet auch. Es ist sehr gut, dass er das Arbeitszimmer zu „seinem“ Zimmer macht und wir so nicht in einem Raum arbeiten müssen.

Ich habe diverse Telkos und komme wenig zum Schreiben. Ich bin aber auch gerade schreibmüde. Es ist gut, dass bald Urlaub ist. Noch neun Arbeitstage.

Highlight des Tages: Der Rb und ich haben ein Mittagsdate. Zeit ohne Kind ist ja derzeit etwas rar.

Schmunzler des Tages: Um 13h35 versucht die Schule mich anzurufen. In der Regel heißt das nichts Gutes – eher, dass das Kind krank ist oder was Ernsthaftes ausgefressen hat*. Ich rufe sieben Minut später zurück. Ja, das Kind stand wohl im Sekretariat und wollte nach Hause, weil er gestürzt war. Ich bin etwas verwundert, wieso er mitten in der 6. Stunde (30 Minuten vor Schulende) stürzen kann. Und nein, Sportunterricht hat er derzeit nicht. Aber das Problem hatte sich schon geklärt. Er war bereits wieder in der Klasse. Gegen 15h00 ist er allerdings noch nicht wieder zu Hause und ich wundere mich. Kurz drauf klingelt mein Handy – die Klassenlehrerin ist dran. Das Kind würde noch beim Lesewettbewerb zuhören und ihm wäre siedendheiß eingefallen, dass er mir ja nicht Bescheid gesagt hätte.

Oh Mann, dieses Kind …

Weil ich tagsüber so wenig zum schreiben gekommen bin, muss ich es nachts machen. Der Text muss raus.

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* Zweiteres fand zum Glück noch nie statt.

Lieferservice

Lieferservice

#ClosedAdvent (5)

Ich komme schwer aus dem Bett und dann muss ich mich sputen, damit ich nicht zu spät zur Post komme. 16 Maxibriefe und ein Paket gehen auf den Weg. Danach packe ich die restlichen acht Keks-Päckchen.

Reste nach 33 Keks-Päckchen

Nun sollte ich mich um Essensplanung und -einkauf kümmern, aber das prokrastiniere ich, indem ich das Kind aus dem Haus jage und dann selbst gen Westen aufbreche – mit dem Auto. Im Gepäck: zwei Kekspäckchen sowie ein Minion und ein Schal in Gryffindor-Farben. Ich liefere erst die beiden Kekspäckchen aus – an zwei verschiedene Personen. (Note to myself: Die eine Maske mit dem Bembelmuster ist zwar sehr schön, aber wirklich dicht und ich kann damit nicht atmen.) Dann fahre ich nach Wiesbaden. Ja, ökologisch fürn Eimer, aber nun, der Mini-Minion und der Schal mit den Fransen werden dringend auf dem Doktor-Hut der frisch-promovierten Kollegin gebraucht. Und auf die Post ist derweil kein Verlass. Nicht umsonst wollte ich heute alle Kekspäckchen per Post raushaben.

Der Himmel über Frankfurt als ich nach Hause komme.

Auf dem Rückweg fasse ich einen Raclette-Beschluss und kläre mit dem RB, dass wir den anderen Tag essen holen. Zum Einkaufen kann ich mich immer noch nicht aufraffen, bis es 17h40 ist und mir siedendheiß einfällt, dass morgen ja Nikolaus ist und dass meine fürs Kind bestellten Bücher in der Dorf-Buchhandlung auf Abholung warten. Eines der vier Bücher würde sich prima im Stiefel machen. Und weil ich schon mal unterwegs bin, gehe ich auch einkaufen.

Raclette macht alle glücklich.

Danach gucken das Kind und ich „Nightmare before Christmas“ und der RB verschwindet … zunächst in die Wanne und dann ins Bett.

Ich versumpfe – nachdem das Kind im Bett ist – noch vor dem Fernseher und am Rechner. Dazwischen nikolause ich und stelle die Geschenke fürs Kind und den RB vor die Tür.

Schuhu, sagte die alte Eule.

Ernte

Ernte

Zweite Welle: Tag 99

Was früher das Dorf war, ist heute Twitter. Im Guten wie im Schlechten. Ich bin rigoros und versuche mir das Schlechte so weit wie möglich vom Hals zu blocken. Und mit schlecht meine ich nicht schlechte Nachrichten. Sondern das Gepöbel und Lästern. Ich versuche idR Säue an mir vorbeitreiben zu lassen, während ich im Eingang unserer Kneipe stehe und kurz dem wilden Treiben zuschaue, bevor ich wieder reingehe. Und damit wären wir auch beim Guten von Twitter: unsere Kneipe. Große Liebe für die Crew, für den Austausch, für das Füreinanderdasein.

Doch Twitter hat mir darüber hinaus viele tolle Menschen in mein Leben gebracht.

Twitter ist auch Hilfe oft getreu dem Motto „Eine für alle, alle für eine“. Hinter diesem komischen Vögelchen stecken tatsächlich Leute, auf die eine sich verlassen kann, die altruistisch handeln, die Ideen haben, die wen kennen, die wen kennen… ihr wisst schon. Wobei Twitter da schon oft sein globales Wesen zeigt.

Sein höchst dörfliches Dasein zeigte Twitter, als ich den Tweet vom Bad Vilbeler Teufelszeug in die TL gespült bekam:

Nach einszwei dm war geklärt, dass wir heute hinfahren würden.

Das Kind hatte ein letztes Mal Rugby-Training vor #ClosedNovember und freute sich darauf, dass wir weg sein würden, wenn er nach Hause kommt.

In Bad Vilbel empfing uns nicht nur bestes Wetter (für das wir zu warm angezogen waren), sondern auch ein sehr sympathischer Apfelplantagenbesitzer, der uns freundlicherweise auch mit Obstpflückern aushalf und uns dann die noch sehr vollen Bäume auf zwei Streuobstwiesen zeigte.

Das war auf der einen Wiese und danach waren zwei Wäschekörbe voll. Mehr Äpfel brauchen wir nun wirklich nicht. Also fuhren wir die zweite Wiese nicht mehr an, sondern „nur noch“ zum Walnussbaum.

Mit reicher Beute machten wir einen Schlenker durch Kalbach und tauschten einen Teil der Äpfel gegen Quitten ein.

Etwas (sehr) ausgehungert kamen wir zu Hause an. Ich kochte schnell und verarbeitete die ersten Äpfel für den Nachttisch.

Bratsäpfel

(Für die Füllung habe ich etwas Butter – vermutlich so 30 g – mit gemahlenen Mandeln vemengt, bis es etwas teigig war, noch eine Handvoll Rosinen dazu und dann in die Kerngehäuselöcher gedrückt…)

Lohrbergliebe

Lohrbergliebe

Zweite Welle: Tag 79

Ich habe es ja schon Freitag geahnt, dass dieser Sonntag sehr entspannt werden könnte: Keine Termine, den Einkauf habe ich am Freitag erledigt, die „Arbeit“ haben wir gestern getan. Heute also ausschlafen und nichts tun.

Das Wetter ist aber zu schön, um drinnen zu bleiben. Also geht das Kind in den Park und der RB und ich machen einen Spaziergang.

Ach, ein schönes Wochenende war das.

266

266

Zweite Welle: Tag 70

Am letzten Tag vor den Ferien hat das Kind nur 3 Stunden Unterricht. In zweien davon schrieb er sogar noch eine Englisch-Arbeit. Ich wünsche ihm sehr, dass sich das Lernen gelohnt hat. Denn er hat diesmal – wenn auch manchmal widerwillig – rechtzeitig angefangen zu lernen.

Kaum war er zu Hause, erhielt ich eine e-Mail von einer seiner Klassenlehrerinnen. Und dann redeten wir lange. Es ist … kompliziert und vielschichtig. Sicherlich kann er sich an einigen Stellen das Leben erleichtern und ich kann auch insistieren. Aber ich fürchte, richtige „Erlösung“ wird es frühestens in der Oberstufe geben. Wenn es mehr ums Lernen und weniger ums Profilieren in der Peergroup geht.

Dann ging er in den Park.

Und während er da noch weilte, meldete sich sein langjähriger Kumpel und lud ihn zum Übernachten ein. Zum Glück hatte das Kind sein Handy dabei. Und so hatte ich ab ca. 17h00 sehr spontan kindfrei. Das erste Mal seit 266* Tagen. (Seit den Sommerferien 2015 hatte ich ja jede Ferien kindfrei. Also alle 56-84 Tage (8-12 Wochen) für jeweils mindestens 10 Tage.)

Uff. Ich war davon so perplex, dass etwas brauchte, um mich zu sammeln, sodass ich auch erst um 17h50 auf dem Markt war (aber noch alles bekommen hatte). Anschließend stürzte ich mich auch noch ins Supermarktgetümmel.

Es war ungewohnt für den RB und mich, nur zu zweit am Tisch zu sitzen und das Essen zu genießen. Aber auch sehr entspannend.

Roastbeef und Rosenkohl

Ohne Pandemie hätten wir uns überlegen können auszugehen. Aber zum Glück war ja #CorotäneKneipe.

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* Auf Twitter schrieb ich fälschlicherweise 265 Tage

Eins aus vier

Eins aus vier

Zweite Welle: Tag 44

Ich hatte vier Wanderungen und eine Radtour geplant. Allerdings hatte der RB sein Fahrrad nicht aus der Werkstatt geholt, wodurch die Radtour ausfliel. Eine Wanderung kam wegen zu spät wach nicht infrage. Eine Route war vorrangig kindtauglich, aber das Kind wollte nicht mit. Also blieben noch zwei zur Auswahl. Und auch wenn es reizvoll wäre, die Hohe Straße weiter abzulaufen, war uns doch nach einer Abwechselung. Zudem hatte der RB die Kühkopf-Wanderung geschwänzt, also wurde es die Wanderung auf*in der Knoblauchsaue.

Das Kind war derweil auf dem Spielplatz. Dank FamilyLink konnte ich ihm das Tablet aus der Ferne sperren, sodass er gar nicht auf die Idee kam, sich zu verdaddeln, sondern wie verabredet raus ging. Da war es so gut, dass er erst kurz bevor wir wieder zurück waren nach Hause ging.

Schön, dass wir diesen für alle guten Tag, mit bestem Soulfood beenden konnten.

Grie Soß – heute mit Ofengemüse – geht immer
Warum in die Ferne schweifen

Warum in die Ferne schweifen

X-62 Tage bis zur zweiten Welle
(Ich sollte wirklich langsam aufhören zu zählen, sondern es beim Namen nennen. Aber Vogel Strauß mächtig in mir ist.)

Natürlich war die Nacht doof, nachdem ich gestern Abend kurz genappt habe. Dazu kommt noch, dass das Kind das Prinzip „andere ausschlafen lassen“ nicht verinnerlicht hat. Mööp.

Es ist Sonntag und wir müssen heute raus. Der RB müsste eigentlich nicht raus, der ist schon die Woche über ca 40 Kilometer gelaufen… Der meint das jetzt ernst.

Mir fällt ein, dass ich eigentlich mit dem Kind die Strecke zum Schulschwimmbad, also das städtische Schwimmbad, in dem das Schulschwimmen stattfindet, per Fahrrad üben wollte. Also kümmere ich mich um alle Fahrräder, da diverse Reifen bzw. Bremsen verzogen sind und schleifen. Des Kindes und mein Rad bekomme ich soweit hin. Im Vorderrad vom RB ist eine so fette Acht, dass ich da nichts machen kann. Ergo: Das Kind fährt mit dem Rad und der RB und ich wandern hinterher. Doch dann fällt dem Kind ein, dass er mit zwei Schulkollegen in ebendiesem Schwimmbad verabredet sei. Ahasoso. Ob er, das Kind, sich um eine Karte gekümmert hätte. Er guckt sparsam. Diese Planlosigkeit bzw. Termine, die Vorlauf brauchen, auf dem allerletzten Drücker anzuküdigen, nervt mich zwar, aber ich gucke dennoch, ob so kurzfristig noch ein Ticket zu bekommen ist. Das Kind hat Glück, schnappt sich seine Schwimmsachen, ich installiere ihm Else Komoot auf dem Handy und er düst los.

Dann plane ich die ursprüngliche Fahrradtour (via Schwimmbad) um, sodass der RB und ich noch eine schöne Runde zu laufen haben: Nicht mehr via Schwimmbad. Die Strecke ist zum Wandern nicht so spannend. Aber quasi die Extra-Schleife. Die Anfahrt mit dem Auto ist kurz, sodass es ok ist, dass wir erst spät (16h00) zu Hause loskommen.

Zwischendurch meldet sich das Kind, dass er nach Hause fährt. Er freut sich, dass wir noch unterwegs sind, denn er genießt es auch, mal einfach alleine zu sein.

Dem RB und mir tat es auch sehr gut, dass wir mal nur zu zweit unterwegs sind.******

Um 19h40 sind wir wieder zu Hause und machen dann schnell Abendessen:

LowCarb-Quiche und Salat

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* Ja, mit „er“. Die Nidder fließt aber in die Nidda.

** Milch zum Selberzapfen, Eier, Mehl … dazu noch Gemüse, Obst und Marmelade

*** Nur zwischen der ersten und zweiten Reihe. No corn was harmed.

**** Wusstet ihr, dass Wespen nur 22 Tage leben?! Da wäre ich vermutlich auch etwas aggressiv.

***** Wir sind den Pfad „rückwärts“ gegangen. Was aber nicht schlimm ist.

****** Das fehlt uns ja doch sehr in den letzten Monaten. Zeit nur für uns. Zeit, in der ich keinen Erziehungsauftrag habe. (Allein deshalb ist es total absurd, dass ich nicht wollen würde, dass das Kind zum Kv fährt.)