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Kategorie: kindfrei

Unterirdisch

Unterirdisch

Das war ziemlich knapp. Heute nachmittag war ich kurz unterwegs, um ein paar dingse für die Geburtstagsparty am hSamstag zu organisieren. Als ich wieder zu Hause war, machte ich dieses und jenes. Und als ich auf die Uhr schaute, war es 17h20. Mir schießt durch den Kopf, dass doch heute Abend was war. Ich brauche – gefühlt – eine Ewigkeit – real ein paar Sekunden -, bis mir einfällt, dass ich ja einen Platz für die A-Strecken-Tunnel-Wanderung gewonnen habe.

(Wanderung A = Start um 18h00)

Diese Nachricht erwischte mich in Paris, weswegen ich vermutlich vergaß, den Termin im Kalender einzutragen, weswegen ich ihn nicht verinnerlicht hatte.

Es ist also 17h20 als es mir wieder einfällt und um 17h30 sollten wir an der Hauptwache sein. Das wird nicht nur knapp, sondern wirklich nicht möglich. Dennoch springe ich in Jeans, Socken und Wanderschuhe, denn es hieß „festes Schuhwerk … (keine Sneaker oder Sandalen)“, und renne mit offenen Schnürsenkeln zur U-Bahn. Da habe ich immerhin Zeit, die Schuhe zu binden. Umsteigen an der Konsti – zum Glück fährt da ja immer eine Bahn Richtung Hauptwache. Um 17h40 bin ich am Treffpunkt. Die Gruppe ist schon los, aber es ist noch eine Person zu spät und wir werden noch eingesammelt. Puh!

Wir dürfen an der Absperrung vorbei auf den Bahnsteig von U1, 2, 3, und 8 Richtung Südbahnhof. Der Südbahnhof ist auch unser Ziel, das wir den Schienen folgend nach anderhalb Stunden erreichen.

Das war ganz schön interessant und ein toller Einblick.

Liebes Tagebuch am Fünften (August 2019)

Liebes Tagebuch am Fünften (August 2019)

Frau Brüllen ist zurück aus dem Urlaub, aber selbst wenn sie es nicht wäre, würde sie fragen: WMDEDGT?

Der RB und ich gehen – mal wieder – zu spät ins Bett. Der RB ist k.o. und schläft direkt ein. Ich nicht, was sich als Glück herausstellt, denn gegen

2h00 höre ich Regen und die Wäsche steht noch auf dem Balkon. Also hole ich sie schnell rein. Durch die Aktion bin ich erstmal wach, sodass ich um

2h40 die Google-Warnung lese (eine der wenigen Push-Nachrichten, die ich zulasse): Es wurde auf mein Google-Konto zugegriffen. Von einem unbekannten Gerät. Ich ändere geistesgegenwärtig direkt das Passwort. Damit verhindere ich vermutlich Schlimmeres, aber ich werde mich mit Paypal wegen 4x 43,03 US$ auseinandersetzen müssen. Später. Via App geht das nicht. Danke für das Adrenalin, das ist natürlich total super, wenn eine schlafen will (und muss). Irgendwann schlafe ich aber ein.

7h45 Der Wecker klingelt, aber ich kann das Geräusch nicht genau zuordnen. Erst als der RB mich erinnert, dass ich ja aufstehen muss, weil das Kind pünktlich am Rugby-Club sein muss, werde ich richtig wach. Ich wecke das Kind, der sich auch schwer tut. Und irgendwie unmotiviert und motiviert zugleich zu sein scheint. Wir packen die letzten Sachen ein. Er macht sich fertig und frühstückt.

8h40 Abfahrt.

8h55 Am Club ist es etwas chaotisch. Und der Grund für des Kindes Unmotiviertheit zeigt sich schnell: Es werden Allianzen gebildet und u.a. das Kind hörbar ausgeschlossen. Stich ins Herz. Er steigt dann aber doch tapfer ins Auto ein.

9h40 Wieder zu Hause wecke ich den RB, gehe duschen und dann muss ich auch schon wieder los zu einem Arzttermin.

11h30 Termin beendet, ab nach Hause. Völlig verpeilt (müde und Handy) steige ich in die nächste Bahn, die kommt, ohne darauf zu achten welche Linie. Promt die falsche.

12h10 Wieder zu Hause. Ich widme mich dem nächtlichen Hacker-Angriff: Zugriffsrechte ändern, neue Passwörter, 2-Faktor-Autorisierung aktiviert.

12h35 Telko. Kurz und schmerzlos. Es ist gerade angenehm ruhig.

13h20 Noch ein Jobanruf.

14h00 Nach der Nacht bin ich ziemlich k.o. Wenn ich nicht noch etwas Schlaf bekomme, kann ich heute Abend nicht sporteln. Ich esse noch etwas und lege mich dann hin.

16h00 Der RB kommt nach Hause. Er macht Kaffee. Wir machen beide noch was am Rechner.

17h00 Ich stelle fest, dass ich keine Turnschuhe habe. Nur Sneaker (und halt Schuhe mit Cleats fürs Radfahren). Also die Sneaker. Ist auch authentischer, wenn es um Straßenkampf geht.

17h20 Der RB und ich radeln gen OF.

18h00 Nachdem klar ist, dass nur der RB und ich am Training teilnehmen, geht es auch direkt los. Warm machen und dann werden verschiedene Schläge und Tritte geübt. Und vor allen Dingen die richtige Haltung. Und es geht um Grundlegendes bei der Selbstverteidigung: Selbstschutz. Lieber wegrennen, als ein Knie im Gesicht o.ä.

Zwischendrin denke ich immer wieder ans Kind und hoffe, dass die Trainer das mit dem Teambuilding wirklich schaffen und dass er eine gute Zeit hat.

19h30 Trainingsende. Hoffentlich lässt sich einrichten, dass ich da nochmal dran teilnehmen kann. Der RB und ich machen uns auf, um Hawaianisch essen zu gehen.

Meine selbst zusammengestellte Poké-Bowl

Das war etwas hipsterig, aber sehr, sehr lecker.

21h20 Wieder zu Hause. Ich denke ans Kind: Hoffentlich geht alles gut. Wir kruscheln so in der Wohnung vor uns hin.

22h40 Wir ziehen auf den Balkon um. Der RB hibbelt auf sein Tattoo, dass er morgen bekommen soll. Gleich geht es noch unter die Dusche und dann ist der Fünfte auch zu Ende.

23h00 Gerade noch eine e-Mail von Paypal: Ich bekomme das Geld von heute Nacht komplett wieder.

Freude

Freude

Ich weiß, da müssen alle Eltern irgendwann durch: die Pubertät. Aber wenn ich die derzeitigen präpubertären Anflüge beobachte, die hier unangekündigt ausgelebt werden, dann graut mir tatsächlich etwas vor dem, was da die nächsten – sagen wir mal – 8 Jahre auf uns zukommt. Ja, ich weiß: Umbauarbeiten im Kopf, dem Kind geht es damit oft in der Regel schlechter als allen nur mittelbar Beteiligten. Aber … puuuuhhh. Und dann haben wir wieder Momente, da denke ich: Boah, das ist so ein cooles Kind. Der ist schon so weit. So klar. Wie dem auch sei: Ich lieb den, so wie er ist und nehme die Herausforderung für die nächsten Jahre an.

Trotzdem habe ich mich heute sehr gefreut, als er heute morgen fröhlich, munter und vorfreudig in den Bus zur Klassenfahrt gestiegen ist. (Immerhin stand er schon heute Nacht um 2h32 am Bett und nölte, dass ich seine Sachen noch nicht in den Koffer gepackt hätte.) 4,5 Tage kindfrei. Ruhe.

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Noch ein Grund zur Freude heute:

Das ist großartig. Einfach großartig. Derdiedas Friedensnobelpreisträgerin EU vor Gericht. Zurecht! Seenotrettung ist kein Verbrechen, Menschen sterben lassen schon!