Aufräumen
Seit kurz vor Silvester bin ich im Räumfieber. Ich hatte auf einmal eine Eingebung, was ich mit meinem Zimmer machen muss. Mich nervte die Position vom Bett und die vom Schreibtisch. Mich nervte, dass das Zimmer trotz seiner Größe total zugestellt wirkte und dass ich immer um irgendwas rumlaufen musste. Jetzt sind die Möbel, wie S. es so schön nennt, an ihre Plätze gefallen. Alles wirkt stimmig und ich habe so viel Platz auf einmal. Fein, fein. Mit dem Umräumen fielen mir auch ein paar Kisten des Grauens in den Blick. Die habe ich seitdem sukzessive durchgeschaut, wegsortiert. Eine ist noch da. Die ist wohl am Dienstag dran.
Dann habe ich die Wohnung auch gleich entweihnachtet. Ja, ich weiß, das Zeug darf noch länger hängen, aber ich konnte es nicht mehr sehen. Das fühlt sich sehr befreiend an. Mein Advents-Deko-Masterpiece ist ja ein Teil der Wohnung und ich habe es einfach umdekoriert – saisonal unabhängig. Ich muss mich nur noch um die Keksdosen kümmern (spülen und wegräumen).
Als ich die Weihnachtskisten in den Keller brachte, mal wieder gewahr geworden, dass der auch dringend aufgeräumt werden muss. Der hatte ja einiges abbekommen beim Unwetter im August 2023. Kurz danach hatte ich halbherzig die durchweichten Kartons und alles, was durch das Wasser kaputt gegangen war, entsorgt. Das hatte ich mehr schlecht als recht umsortiert und zum Teil in Plastikkisten umgeräumt. Aber System ist da nicht mehr drin.
Und weil ich gerade im Flow bin, fiel mir beim Blick in des Teens Zimmer auf, dass das auch umgestellt werden muss. Das besprach ich noch mit ihm, bevor er zum Kv flog. Ich schob Bett und Kommoden. Demontierte den Schreibtisch (eine zu schmale Platte auf zwei zu große Holzböcken). Und kam auf die Idee, dass er einen richtigen Schreibtisch bräuchte, schaute auf Kleinanzeigen, wurde fündig und ließ ihn heute abholen (mir wurde angeboten, den Tisch für mich abzuholen und mir zu bringen). Auch des Kindes Zimmer wirkt nun aufgeräumter. Ob es so bleibt, entscheiden das Kind und ich, wenn er wieder da ist. Aber auch bei ihm lauerten ein paar Kisten des Grauens – drei Stück, die da seit dem Einzug vor 21 Monaten standen. Jetzt ist es nur noch eine Kiste, die das Kind durchschauen muss. Sein Regal muss auch noch sortiert werden.
Dank Freundin L einen Flohmarktbeschluss gefasst. Der kommt auch dem Keller und der Garage zu Gute.
Auf jeden Fall merke ich, wie gut mir die Ordnung tut. Und wie sehr es mich gerade teibt, Ordnung zu schaffen. Auch auf Metaebene. Denn auch da ordnen sich gerade Dinge, finden ihren Platz.