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Kategorie: Eiertanz

Heiser

Heiser

Ich habe ein leichtes Kratzen im Hals. Ich hoffe, aber vor allem glaube ich nicht, dass ich krank werde. Vielmehr habe ich mich heute bei den Rugbyspielen vom Kind heiser geschrien. Es war einfach zu mitreißend, wie gut seine Mannschaft heute gespielt hat. Und obwohl sie alle drei Spiele verloren haben (immer knapp, aber knapp daneben ist halt auch vorbei verloren), haben sie einen total beeindruckenden Kampfgeist an den Tag gelegt. Ich freue mich so für mein Kind, dass er einfach Spaß am Spielen hatte, dass er sich auf seine Stärken besonnen hat, dass er über sich hinaus gewachsen ist. Und ich wünsche ihm, dass er daran auch wächst.*

Ankick zum ersten von drei Spielen.

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* Er hadert zwar nicht mit dem Sport. Rugby macht er wirklich gerne. Aber er hadert oft mit sich und seiner Leistung. Er schaut dann zu sehr auf seine Teamkollegen, was die können. Und er vergleicht sich und dann zieht er sich eher zurück als es einfach zu probieren.

Morgens früh um sechs

Morgens früh um sechs

… fährt die kleine Hex … äh … der RB zusammen mit mir den midi-monsieur zum Flughafen. Denn der midi-monsieur ist heute und morgen mit dem Rugby-Verein in London. Coole Sache fürs Kind. Heute gab es nach einem Freundschaftsspiel eine Rugby-Stadionführung. Morgen dann Turnier mit vielen englischen Vereinen.

Und wie das so ist: Wenn die Katze das Kind aus dem Haus ist, tanzen die Mäuse der RB und ich auf dem Tisch im Parkhaus.

Neue, interessante Location. Vielleicht für den Sound nicht ganz optimal. Aber das tat der Stimmung keinen Abbruch.

(Und vermutlich war es ganz gut, dass aus der Lunabar so schlechte Musik kam.)

Zahlen

Zahlen

So ganz rund läuft das derzeit mit der Arbeit nicht. Aus irgendwelchen Gründen scheint es nicht mehr möglich zu sein, dass sich an „meine“ Zeiten gehalten wird, sondern davon ausgegangen wird, dass ich rund um die Uhr und v.a. auch über die eigentlichen Bürozeiten hinaus verfügbar bin. Ähm, nein. Es kann nicht sein, dass mir was um 17 Uhr geschickt wird, dass nochmal überarbeitet werden muss und dann noch rausgeschicht wird. Und schon gar nicht an einem Tag, an dem ich eigentlich nur bis 15 Uhr zur Verfügung stehe. Da wird nochmal ein Gespräch erforderlich sein.

Um mich abzulenken, habe ich mit dem Kind seinen Handgepäcksrucksack für London gepackt und mit ihm Pizza gegessen. Wir haben mit meiner Mutter telefoniert und dann war das Kind früh im Bett (morgen geht es früh raus – um 6h30 wird sich am Flughafen getroffen) – mit einem Rugbyball kuschelnd.

Und weil ich dann schon im Rugbythema war, sammelte ich ein paar Daten zusammen. Denn bald ist wieder RugbyJugendFestival in Frankfurt und das wird ein ganz schön buntes Treiben:

  • 4 Altergruppen
  • 7 Nationen
  • 23 Clubs
  • 71 Teams
  • mehr als 850 rugbyverrückte Kinder
Saisoneröffnung

Saisoneröffnung

Während das Kind in Prag Rugby spielte und sich wohl einen leichten Sonnenstich zuzog, siechten der RB und ich in Frankfurt dahin. Zum Glück hatte der RB heute frei, sodass wir ausschlafen konnten. Danach ging es auf den Markt und wir kauften – tadaaaa – das erste Päggscher Grie Soß des Jahres. Jaja, Grie Soß erst an Grie-Donnerschdag, aber Ostern ist so spät dieses Jahr, darauf kann wollte ich nicht mehr warten.

Trotz Husten hatte ich Hummeln im Hintern und so fuhren wir noch zum Baumarkt, um Balkonbepflanzung zu besorgen.

Die Hummel war nicht in meinem Hintern echt riesig. Vermutlich adelig, also Königin auf der Suche nach einer Behausung für ihr Volk. Leider verstand sie nicht, dass dafür die Ritze zwischen den Erdpackungen eher ungünstig sein könnte.

Und weil der Baumarkt direkt neben dem blaugelben Möbelhaus ist, drehten wir auch da eine Runde, nahmen Kleinkram mit und lösten die Adventskalenderguthabenkarten ein.

Quasi Vorspeise

Zu Hause waren wir dann irgendwie spät, aber ein Grie-Soß-Beschluss ist ein Grie-Soß-Beschluss. Außerdem sind diese Hot Dogs ja nicht sonderlich sättigend.

Jaha, traditionell wäre mit Salzkartoffeln und 4 halben Eiern. Aber Schwenkerkartoffeln und Rinderhüfte passen auch hervorragend.

Das hat schon sehr gefehlt.

Könnte ich …

Könnte ich …

… noch mal die Monate Januar bis März sehen? Irgendwie sind die an mir vorbeigezogen, ohne dass ich sie ernstzunehmend wahrgenommen habe. Insbesondere fehlt mir der März. Es kann doch nun wirklich noch nicht April sein. Wow!

Das Gute daran, dass schon April ist: Heute in genau drei Monaten werde ich Puffins sehen. Und ich habe schon lange nicht mehr so eine Vorfreue verspürt wie auf diese besondere Tour. Klar, ich freue mich auf den gnazen Urlaub. Aber zu wissen, dass ich die Gelegenheit haben werde, Puffins in Echt und der Natur zu sehen, lässt mich innerlich jedes Mal hüpfen, wenn ich nur daran denke.

Aber wenn ich daran denke, was bis dahin noch alles passieren wird, werde ich vermutlich auch keine Erinnerungen an AprilMaiJuni haben:

  • Arbeit.
  • Der midi-monsieur fährt allein mit dem Rugby-Verein nach Prag.
  • Arbeit.
  • Das Kind ist in Frankreich.
  • Ein paar Tweeps kommen zum Essen.
  • Konzert.
  • Arbeit.
  • Ostern.
  • Der midi-monsieur fährt allein mit dem Rugby-Verein nach London.
  • Konzert.
  • Arbeit.
  • Konzert.
  • Rugby-Jugend-Festival.
  • Arbeit.
  • Noch mehr Rugby.
  • Arbeit.
  • Konzert.
  • Hort-Ende (endlich!).
  • Zusage weiterführende Schule (hoffentlich! Bis dahin nehme ich gedrückte Daumen.).
  • Das Kind fährt auf Klassenfahrt.
  • Arbeit.
  • Au-Fest.
  • Arbeit.
  • Geburtstag vom midi-monsieur.
  • Klassenabenschiedsfest.
  • Arbeit.
  • Kofferpacken.
  • Arbeit.
  • Letzter Schultag und
  • Abflug nach Schottland.

Es hätte noch mehr Rugby werden können, aber einen Termin habe ich verbaselt und zwei andere passen hinten und vorne nicht. Dazu werde ich bzw. wir sicherlich auch nochmal zu meinen Eltern fahren. Das Kind muss nochmal geimpft (auffrischung und HPV) werden und zum Zahnarzt muss ich mit ihm auch noch. Und sicherlich ergeben sich noch weiter drölfzig Termine, die heute lieber noch gar nicht wissen möchte.

Irgendwie unnötig

Irgendwie unnötig

Bis jetzt gerade (23h30) gearbeitet und mich dabei latent geärgert, wie unsauber manche Menschen arbeiten. Sonst hätte ich vermutlich nicht so lang gearbeitet.

Insgesamt habe ich viel gearbeitet heute. Viel Kleinkram, der sich so hochschaukelt und dann immer mehr wird und schon hydra’eske Züge annimmt.

Zwischendurch aber auch andere Dinge gemacht: Unerfreuliches wie frieren. Es war nämlich fies kalt am Rugby-Platz und noch viel kältara auf dem Rückweg mit dem Fahrrad. Handschuhe wären super gewesen.

Irgendwie komischer Tag gewesen. Irgendwie so viele unnötige Momente gehabt.

Komischer Tag

Komischer Tag

  • Ziemlich krank wach geworden. Es ist mindestens Seuche, vermutlich aber auch Dings.
  • Mich über „Die Entdeckung der Langsamkeit“ vom Kind geärgert. Bevorzugt morgens (wie heute).
  • Über eine Stunde in einer Vollsperrung gestanden. Mich über die Rettungsgasse gefreut, aber über die Deppen, die sie zum Spazierengehen nutzten, den Kopf geschüttelt.
  • Von 12h00 bis 16h00 in Heidelberg dem Kind beim Rugby zugeguckt.
  • Staufrei zurückgefahren.
  • Verwundert Dinge gelesen. Schwanke zwischen Irritation und Loyalitätskonflikt.
  • Mich geärgert. Und dann über 2 Stunden geputzt und gekocht.
  • Lecker gegessen.
  • Hustenanfall gehabt. Danke Seuche. Danke RB. Danke Merkel.
  • Noch ne Runde Vikings gucken.
  • Virtuelle Küsse bekommen. Zur Sicherheit.
Eierlaufen

Eierlaufen

Wenn eine den Wecker zwar stellt, aber nicht für Samstag aktiviert, kann es sein, dass eine fast den Saisonstart beim Rugby verschläft.

Aber nur fast.

So habe ich binnen 45 Minuten:

  • das Kind geweckt,
  • Waffelteig gemacht,
  • das Kind zum Anziehen bewegt,
  • mich angezogen,
  • das Kind befrühstückt,
  • das Kind angetrieben, sich um Mundschutz und Trinkflasche zu kümmern,
  • eine Kiste mit Waffelteig, Bananen und Nüssen aufs Rad geschnallt
  • per Pedale mit Kind in 10 Minuten den Pitch erreicht

Der Saisonauftakt war gut. Aber die Konstellationen bleiben weiterhin spannend, wenn nicht sogar anstrengend.

Letzte Runde

Letzte Runde

Hier wurden heute die letzte Runden, gewissermaßen letzte Jahre, eingeläutet.

Es ist das letzte Schuljahr des midi-monsieurs in der Grundschule. Wir haben besprochen, dass er es selbst in der Hand hat, wie das Jahr verläuft. Dass das vergangene Halbjahr eine gute Grundlage ist und dass er versuchen soll, die ersten zweieinhalb Jahre zu vergessen* bzw. abzuhaken**.

Ich wünsche ihm sehr, dass er „auf der letzten Runde“ in der Grundschule seinen Ehrgeiz wiederfindet. Nicht, weil ich will, dass er eine Gymnasialempfehlung*** bekommt, sondern damit er sieht, dass er mit etwas Bemühen**** durchaus besser dastehen kann. Das weiß er nämlich selber auch.

Und mit dem letzten Grundschuljahr vom Kind hat auch mein letztes Jahr als Elternbeirätin angefangen. Ich habe das gerne gemacht. Die Elternschaft war auch im Großen und Ganzen toll. Es war erfahrungsreich und spannend. Manchmal auch anstrengend. Aber ich bewege Dinge ganz gerne selbst. Meine Position als stellvertretende Schulelternbeiratsvorsitzende werde ich aber schon bei der nächsten Sitzung abgeben (da eine immer für zwei Jahre gewählt wird).

Es ist auch das letzte Jahr des Kindes in seiner Rugby-Mannschaft. Nächstes Jahr kommt er in die nächste Altersklasse***** und das ist auch gut so. Denn wenn es so bleibt, wie es sich gestern beim ersten Training mit dem neuen (aber schon bekannten) Trainer darstellte, könnte mir die Lust am Rugby vergehen. Aber zum Glück gibt es noch weitere Trainer. Und im nächsten Jahr wird ja wieder neu gemischt.

Ich bin gespannt, wie das alles so wird.

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* Natürlich kann er das nicht vergessen. Soll er auch nicht in dem Sinne. Aber es hilft ihm sicherlich weiter, wenn er versucht, die positiven Erlebnisse des vergagenen Halbjahrs auszubauen. Außerdem ist bei ihm wohl wirklich angekommen, dass er die Klassenlehrerin aus Klasse 1 und 2 nie wieder sehen wird.

** Daher haben wir so gut wie ALLE Unterlagen aus Klasse 1 und 2 entsorgt.

*** Selbst wenn er eine bekäme, würde ich ihn wohl nicht auf ein Gymnasium schicken. Denn eigentlich steht die weiterfrührende Schule schon ziemlich fest.

**** Ich schreibe extra nicht „Anstrengen“, da er sich nicht anstrengen muss und soll, sondern es bei ihm letztlich reichen würde, wenn er einfach regelmäßig ein bisschen machen würde.

***** Ja, die sind eh immer nur zwei Jahr in einer Altersklasse.