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Kategorie: möööp

Kopfschmerzen aus der Hölle

Kopfschmerzen aus der Hölle

Ich weigere mich ja immer noch zu behaupten, dass ich Migräne habe. Ich benenne das schon so, um das Ausmaß der Kopfschmerzen zu umreißen. Aber Migräne im Sinne einer Diagnose kann ich zu meinen Kopfschmerzen immer noch nicht sagen. Denn ich habe (noch) keine Diagnose.

Doch heute war ein Höllentag. Ich wachte mit dröhnendem Kopf auf. Ich nahm eine Ibu und hoffte, die Dusche würde es richten. Ich begleitete das Kind zum Kieferorthopäden. Und während ich auf ihn wartete, verengte sich mein Sichtfeld. Ich hielt mich mit viel Willenskraft wacker, als mir das Prozedere in des Kindes Mund erklärt wurde, als wir den nächsten Termin ausmachen, als ich mit dem Kind beim Bäcker war und als wir zusammen nach Hause liefen.

Zu Hause angekommen war mir ausreichend kodderig und kaum hatte ich das Kind verabschiedet, meldete ich mich mit „Migräne“ krank und legte mich hin. Die Ibu wirkte – nach über einer Stunde – immer noch nicht.

Ich versuchte zu schlafen, musste kurz mit Türen knallen und fiel dann in einen komatösen Schlaf.

Der RB weckte mich um 12h30 mit Tee. Das war gut, aber matschig war mir noch immer.

Im Laufe des Nachmittags wurde es etwas besser. Ich machte ein paar kleine Dinge fertig, aber Schreiben war unmöglich.

Der Abend war bestimmt vom Migränekater, zumindest stelle ich ihn mir so vor.

Ich werde, dann wohl mal versuchen, einen Termin bei einer Neurologin zu bekommen.

Zzzzzzzz

Zzzzzzzz

Ein immer wiederkehrendes Thema hier und demnach auch in meinem Leben: Schlafstörungen. (Ich suche jetzt keine alten Posts raus. Davon wird es ja auch nicht besser.)

Seit etwa einer Woche schlafe ich echt grottenschlecht. Ich schlafe spät ein (selbst wenn ich früh ins Bett gehe). Dadurch bekomme ich nicht genug Schlaf am Stück. Zu allem Überfluss schlafe ich oft auch nicht durch. Albträume gibt es „erfreulicherweise“ auch mal wieder.

Damit ich wenigstens irgendwie schlafe, schlafen der RB und ich auch getrennt, denn mein schlechter Schlaf führt dazu, dass ich auf sein Schnarchen extrem empfindlich reagiere. Entweder kann ich gar nicht erst einschlafen, weil er schon leicht schnarcht oder allein schon, weil ich Angst habe, dass er schnarchen könnte.

Allerdings beißt sich da die Schlange in den Schwanz: Ich schlafe deutlich entspannter, wenn der RB neben mir liegt. Allerdings kann ich nur schlecht einschlafen, wenn ich weiß, dass er irgendwann nach Hause kommt und sich dann neben mich schleicht.

Und Eule hin oder her, ich muss definitiv früher ins Bett. Wenn wir zusammen ins Bett gehen, ist das in der Regel zu spät. Aber es gibt nun mal Tage, an denen kommt der RB jobbedingt sehr spät nach Hause und ich kann auch verstehen, dass er dann nicht direkt ins Bett gehen will.

Wenn ich allerdings zu wenig schlafe, kann ich morgens überhaupt nicht arbeiten. Dann brauche ich die Zeit, um wach zu werden, oder ich schlafe tatsächlich nochmal, sobald das Kind zur Schule unterwegs ist. Dadurch verschiebt sich mein Arbeitstag bis weit nach dem Abendessen und ich komme wieder später ins Bett und … tadaa … der Teufelskreis ist perfekt.

Mal sehen, wann ich wieder einen ansatzweise sinnvollen Schlafrhythmus habe.

Maxibrief

Maxibrief

Seit ein paar Tagen liegt hier ein mit zwei Internetbriefmarken frankierter Maxibrief, den ich verschicken will. Zumindest ist er mit meinem Lineal ein Maxibrief, denn das Entscheidenste am Maxibrief ist die Höhe. Die darf 5 cm nicht überschreiten. Angeblich passen passgenaue Maxibriefe durch den Schlitz eines normalen Briefkastens. Davon bin ich allerdings nicht überzeugt. Mein eventuell, ganz vielleicht etwas höherer als 5 cm Maxibrief (wirklich nur ein paar Millimeter) machte noch nicht einmal ansatzweise Anstalten, durch den Schlitz gehen zu wollen. Aber weil ich heute eh mal raus muss und laufen und frische Luft schnappen, schnappe ich mir direkt den Maxibrief, um einen Schlenker an der Post vorbei zu machen.

Da gerade nicht viel los war, gehe ich an einen Schalter. „Der Brief geht nicht in den Briefkasten. Kann ich den hier abgeben?“ Die Schalterdame nimmt mir den Maxibrief ab und versucht ihn durch einen Schlitz in ihrem Tisch zu stecken. Er geht nicht ganz durch. „Das ist ja auch kein Maxibrief mehr“, meint sie. Ich hatte das ja schon befürchtet: „Und was kann ich jetzt machen?“
„Sie können die Sendung als Päckchen oder versichertes Paket verschicken.“
„Nee, versichert muss nun wirklich nicht sein. Kann ich das Porto denn jetzt einfach ergänzen?“
Sie besieht sich den Maxibrief genauer: „Hm, also nein, ergänzen können Sie das eigentlich nicht.“
„Das heißt, dass ich die 2,90 Euro in den Wind schreiben soll?“
Sie guckt noch genauer auf die Marken: „Die Briefmarken sind ja eh nicht mehr gültig.“
Ich denke, ich höre nicht richtig.
„Die sind ja vom Juni 2017. Die sind nicht mehr gültig.“
Ich überlege kurz, ob die kürzliche Portoerhöhung etwas damit zu tun haben könnte und frage: „Wieso?“
„Internetbriefmarken sind nur in dem Monat gültig, in dem sie gekauft wurden.“
Ich merke, wie die Wut in mir aufsteigt und presse raus: „Das macht doch überhaupt keinen Sinn.“
Sie hat immer noch meinen Maxibrief in der Hand und wedelt zu ihrem Kollegen am Nebenschalter: „Oder was meinst Du. Wie lange sind Internetmarken gültig?“
„Oh, da bin ich überfragt“, ist sein nicht sehr hilfreicher Beitrag zum Thema.
Ich gucke zwischen den beiden hin und her. Sie hält immer noch den Maxibrief hoch. Ich bin stocksauer und genervt und habe keine Lust mehr auch noch irgendeine halbgare Falschinformation zu diskutieren. Ich pflücke meinen Maxibrief aus ihrer Hand und zische „so was Unprofessionelles“, drehe mich um und stürme raus. Draußen google ich erstmal, ob bzw. welche Gültigkeit Internetmarken haben: 3 Jahre (§3 (2)). Ich bin kurz davor umzudrehen, um der guten Frau die AGB ihres Arbeitgebers um die Ohren zu hauen zu zeigen. Aber ich werde ja auch nicht dafür bezahlt, dass ich die Angestellten der Deutschen Post schule (Hallo, Post, wenn das wer liest: Hier gäbe es Schulungsbedarf).

Um mich abzuregen, mache ich erstmal andere Dinge und beschließe, morgen dem Briefkastenentleerer bei uns ums Eck aufzulauern, um ihm dann den Brief direkt in den Beutel zu werfen.

Auf meinem Rückweg komme ich allerdings an einem anderen Briefkasten vorbei und gucke aus Neugier auf die Leerungszeiten: 18h15 Spätleerung. Es ist gerade 18h02. Die Viertelstunde kann ich auch warten und setze mich quasi direkt vor den Briefkasten.

Es wird 18h15. Kein Briefkastenentleerer in Sicht.

18h20 Ich überlege, ob ich gehen soll.

18h25 Ach, da ist doch ein Café, von dem aus ich den Briefkasten gut einsehen kann.

18h30 Ich habe gerade bestellt, da fährt der Briefkastenentleerer vor. Ich schnappe mir meinen Maxibrief, lasse mutig meinen Rucksack am Platz liegen und gehe eilenden Schrittes auf den Mann mit der gelben Wanne zu. Ich wedel mit dem Maxibrief: „Kann ich Ihnen den direkt reinlegen?“ „Ja, klar.“

18h35 Beim Cappuccino freue ich mich, dass der Maxibrief endlich auf Reisen ist.

Der Widerstand gewinnt

Der Widerstand gewinnt

Ich habe vom antifaschistischen Widerstand geträumt. Es gab viele Rückschläge, aber am Ende haben wir gewonnen.

Ich hoffe, dass das wahr wird, bevor die Blaubraunen stärkste Kraft werden.

Ich will nicht, dass Nazis regieren. Weder in dem Land, in dem ich lebe, noch woanders. Nirgendwo auf der Welt.

#NazisRaus

Planänderung

Planänderung

Grummel, grummel.

In meinem Gastrointestinaltrakt herrscht schon den ganzen Tag Aufruhr.

Tagesplanung über den Haufen geworfen. Kein Geburtstag. Kein Konzert.

Ist halt so.

Grummel, grummel.

Auf, auf

Auf, auf

Heute sagte ich mir mehrfach „auf, auf“, damit ich mich endlich mal an den Text mache, der auf mich lauert. Doch irgendwie kam bei mir an „auf … schieben“. Ich schob erstmal ein anderes Projekt dazwischen. Dann musste ich dringend die Wäsche machen. Ach und wenn ich bei der Hausarbeit bin, kann ich auch schnell mal durchsaugen. Das Kind musste angetrieben werden, um zum Training zu gehen. Joah, dann hätte ich durchaus Zeit gehabt. Doch da musste ich dringend einkaufen gehen und das Essen vorbereiten. Und dann war das Kind wieder da und das Essen in Produktion. Der RB kam währenddessen. Wir aßen und dann war es auch schon spät. Das Kind musste in Bett gebracht werden. Anschließend musste ich das Internet leerlesen. Naja, eher hier und da lesen, ein bisschen stalken recherchieren, um dem RB wenigstens mal Bilder von meinen Brüdern zu zeigen. Und dann war auch ich endlich der Aufschieberei überdrüssig und fing an zu schreiben … den heutigen Blogpost.

Dienstag so

Dienstag so

Gestern bekam ich eine e-Mail, dass eine Lieferung zu mir unterwegs sein. Zuerst dachte ich, es sei eine Bestellung, die ich mittags getätigt habe. Das wäre allerdings sehr ambitioniert gewesen. Daher schaute ich genau hin und sah, dass es eine HelloFresh-Lieferung sein sollte. Nur dass ich nichts bestellt hatte. Naja, genau genommen aber halt nicht abbestellt hatte. Und wenn eine nicht aktiv pausiert, dann wird halt geliefert. Ich guckte nach den Rezepten und befand: „Joah, passt schon. Dann essen wir den Rest der Woche eben das.“

Doch dann erreichte mich um 11h13 folgende Nachricht:

Problem gelöst.

– – – – –

Am Abend war endlich mal wieder Konzert angesagt. Das Kind hätte mitgekonnt. Er wollte aber nicht, weil morgen Schule ist. (Erfreulich, dass noch die Vernunft siegt.) Er wollte auch alleine zu Hause bleiben und sich selbst ins Bett bringen.

Premiere.

Wir telefonierten um 20h34 und 22h17. Ihm war nicht geheuer, aber er wollte nicht, dass ich nach Hause komme. Wir fanden eine Option, die für ihn ok war.

Gogol Bordello

Nein, er schlief nicht (richtig), als wir kamen, aber er war entspannt und er war schon stolz, es geschafft zu haben.

Mal sehen, wie das weitergeht.

Sesam öffne Dich

Sesam öffne Dich

Wenn ich eine Flasche mit Kapselverschluss öffnen möchte, nutze ich einen Flaschenöffner Kapselheber. Die Dinger sind nicht nur recht praktisch, sondern ich bin auch einfach zu dappich, eine Flasche mit Feuerzeug, Tischkarten, Messergriff, Zähnen, kleinem Zeh… you name it… zu öffnen.

Mag sein, dass das total praktisch ist, aber, ich mein, wozu gibt es Kapselheber?! Außerdem hab ich halt Angst, das zweckentfremdete Werkzeug kaputt zu machen.

Nun ist es ja so, dass der RB nicht ich ist und bei bestimmten Dingen einen andere Meinung hat. Zum Beispiel zum Thema Flaschen öffnen. Er nimmt gerne alles Mögliche um Flasche und Kapsel voneinander zu trennen. So schnell, wie er zwei Flaschen aneinander (zumindest die eine an der anderen) öffnen kann, so schnell kann ich nicht mein Taschenmesser im Rucksack suchen.

Heute allerdings nahm er den Autoschlüssel. Schlüssel sind ja eh so ein rotes Tuch für mich. Die Rennerei, wenn die kaputt oder verloren gehen. Nein danke. Heute also der Autoschlüssel als Kapselheber und natürlich musste es kommen, wie es kam: Der Schlüssel fand diese Zweckentfremdung („Das hab ich schon total oft gemacht und nix ist passiert.“) nicht im Sinne des Erfinders (ach?!) und ging kaputt. Der RB hatte den einen Schlüsselteil in der Hand und noch einen und noch einen. Aber anscheinend war der Schlüssel nur an „Sollbruchstellen“ aufgegangen, sodass er ihn wieder zusammengesetzt bekam.

Dann wollten wir fahren. Als wir aufs Auto zugingen, stellte sich heraus, dass das SittSitt die Zentralverriegelung via Schlüsselfernbedienung (gibt es dafür einen kürzeren Begriff?) nicht funktionierte. Hmm, nicht toll, aber das Auto hat ja noch Schlösser und so kamen wir ins Auto.

Es fühlte sich schon irgendwie anders an, als ich den Schlüssel ins Schloss steckte. Doch so richtig komisch wurde es, als ich den Wagen anlassen wollte. Denn mehr als rödeldirödeldirödel war nicht zu hören. Anlasser kaputt? Marderbiss? Batterie und Tankfüllung konnten es zumindest nicht sein.

Natürlich waren wir mitten in der Pampa und ich sah uns schon den ADAC rufen.

Doch erstmal bei den Leuten fragen, die wir gerade erst verlassen hatten, ob sich wer auskennt. Herr Walther meldete sich. Er ließ sich das Problem vorführen, erinnerte sich an den Schlüsselunfall beim Flaschenöffnen und fragte, ob die Batterie aus dem Schlüssel gefallen sei und so der Chip keinen Strom hätte und dadurch die Chiperkennung (als Diebstahlschutz) nicht funktionierte. Die Batterie sei drin, meinte der RB und kramte in seiner Tasche, aber den Chip habe er nicht reingemacht.

Nun durfte ich endlich mein Taschenmesser raussuchen. Wir öffneten den Schlüssel, setzten die Miniplatine (jaja, kein Chip) ein und… tadaa… da funktionierte schon mal das SittSitt. Optimistisch drehte ich den Schlüssel im Anlassschloss um und das Auto machte die Geräusche, die es machen soll.

Und die Moral von der Geschicht‘?!
Zweckentfremde (Auto-)Schlüssel nicht!

Gastbeitrag*

Gastbeitrag*

Ich vermute stark, dass heute ein Post zum Thema Erwartungen erwartet wird. Oder zu einem anderen Thema. Wer weiß das schon so genau.

Heute wurden zumindest Erwartungen an mich herangetragen, die ich in ihrer Absolutheit nicht erfüllen kann und will. Die auch – zumindest teilweise – letztlich keinen Sinn machen. Denn würde ich sie erfüllen, würde es etwas in den Fokus rücken, was durch die Erwartungen eigentlich eben aus dem Fokus soll.

Aber nun, ich kam ja nicht dazu, mein Erwartungen zu formulieren:

  • Nachdenken.
  • Weniger reinsteigern.
  • Die Kirche im Dorf lassen.
  • Reflektieren.
  • Den Menschen offen begegnen.
  • Versuchen, Dinge zu verstehen.

Nun sind die Fronten verhärtet.

Das ist sicherlich nicht gut. Aber nicht zu ändern.

Gez. die Krawallschachtel

——————
* irgendwie

Schwingungen

Schwingungen

Heute waren komische Schwingungen in der Luft. Am späten Nachmittag wollte ich eigentlich nicht das Haus verlassen, weil es in meinem Gastrointestinaltrakt verdächtig grummelte und rumorte. Aber ich wollte und musste an die Luft.

Später meinte ich zum RB, dass ich vibrations spüren würde.

Ich unterhalte mich gut und gehe den vibrations aus dem Weg.

Der Abend endet. Der RB und ich sitzen im Auto nach Hause. „Ja“, sagt der RB, „die vibrations hat auch noch wer anders gespürt.“
Wir analysieren die Situation. Ja, es gibt ein paar externe Erklärungen. Aber mein Gefühl, dass die Stimmung interne Gründe hat, bleibt.

Tjanun, die Lauscherin an der Wand hört halt ihre eig’ne Schand‘.