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Kategorie: Selbst ist die Frau

Alles klar

Alles klar

Wenn ich könnte, würde ich ja schon den Koffer packen, aber das ist doch etwas früh (zumindest für uns). Am Donnerstag muss er allerdings fertig sein und ich muss zwei Koffer zwischen 15 und 18h30 am Flughafen einchecken, denn am Freitag werden das Kind und ich keine Zeit dafür haben.

Dafür haben der RB und ich heute alle Unterlagen ausgedruckt: Mietwagen, Unterkünfte, Fähren und Whisky-Touren. Ich habe für den ersten Abend schon das Restaurant gebucht. Denn Freitagabend könnte es durchaus schwierig werden, für acht Personen Platz zu finden. Insbesondere, wenn ein Kind dabei ist, dass in Schottland ja nicht in alle Lokalitäten rein darf. Außerdem las ich heute erstmalig (ja, erst heute!), dass ich für die Puffin-Tour – habe ich erwähnt, dass wir zu den Puffins fahren werden? – die Bestätigungs-e-Mail (Voucher) noch in die richtigen Tickets umtauschen muss. Am besten am Tag vorher (da kommen wir ja schon an) bis 17h30 (hah, wichtiger Zeitanker, der berücksichtigt werden muss, wenn wir an dem Tag reine Fahrtzeit eh schon 2,5 Stunden haben).

Zusätzlich zu den Einzelunterlagen gibt es noch eine Übersicht, in die ich die wichtigsten Fahrzeiten eingetragen habe, damit wir vor Ort nicht unnötig routieren müssen. Außerdem gibt es eine myMaps, in der alles drin ist, was für uns wichtig sein könnte. Dazu noch ein Tablet, auf dem wir eine Offline-Karte unserer Reiseregion speichern werden. Das hat beim letzten Mal in Schottland bestens bewährt.

Bald geht es los und es wird sicherlich toll.

Was eine so tut

Was eine so tut

Hin und her und her und hin. Für meine Verhältnisse sehr viel im Auto gesessen. Diskutiert. Standpunkte vertreten. Geschrieben. Mich als Weibchen mit Ahnung von nix präsentiert. Nickerchen gemacht. Viel getrunken. Rad gefahren. Beeren gegessen. Kuchen gebacken. Unter der Hitze gelitten. Dinge geklärt. Puffin-Whisky probiert.

Puh

Puh

Vermutlich bin ich urlaubsreif. Und sehr wahrscheinlich war das Pensum in den letzten Wochen etwas viel. Wobei das Pensum ja gehen würde, wenn nicht noch der emotionale Stress dazu käme. Ich reiße mir nämlich ein Bein aus, damit alles irgendwie zum Termin fertig wird, aber es wird – gefühlt – null gewürdigt. Tjanun, heute morgen dann kurze Genugtuung. Aber was nützt mir die, wenn ich dafür quasi im Halbschlaf* ans Telefon und an den Rechner muss.

Und weil ich dann schon wach und im Arbeitsmodus war, mir der RB zudem einen Tee an den Arbeitsplatz gebracht hatte, machte ich auch erst noch ein anderes Projekt fertig, bevor ich mich mit dem Besten an den Tisch zum Essen setzte. Aber – um es mal mit Yoda zu sagen – die Unruhe groß in mir war. Allerdings grundlos. Ich habe keine übermäßig drängenden Projekte und wenn nicht noch drölfzig dazukommen, wird es auch nicht mehr sonderlich stressig bis zum Urlaub.

Wir aßen, ich arbeitete weiter – versuchte es zumindest, der RB fuhr irgendwann los. Und kurz danach, war klar, woher die Unruhe kam:

Öhmja, hatte ich so bewusst noch nie. Vielleicht schon mal was Ähnliches, aber dann noch leichter. Diesmal war klar: Das ist kein Stress. Da stimmt was nicht. Wenigstens war ich noch in der Lage zu googeln, wie sich eine Panikattacke äußern kann.

Später dann stand der midi-monsieur mit zwei Freunden vor der Tür und sie wollten bei uns zusammen spielen. Da hatte ich mich schon deutlich beruhigt / entspannt und freute mich über die Ablenkung.

Nundenn, hab ich das also auch mal erlebt. Muss aber auch so schnell nicht wieder sein.

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* Nein, nicht zu Unzeiten, sondern um 10h40**

** Ja, erst so spät. Aber ich hatte heute morgen Kopfschmerzen und legte mich mit einer Ibu intus noch einmal hin, als das Kind aus dem Haus war.

Viel vs wenig

Viel vs wenig

Vielleicht ist es gerade zu viel. Zu viel Arbeit. Zu viel, an das gedacht werden muss. Zu viele Termine. Zu viel Haushalt. Zu viele Gedanken. Zu viele Sorgen. Zu viel Ärger. Zu viel zu organisieren. Zu viel Ablenkung. Zu viel Chaos. Zu viel HomeOffice. Zu viel Kopfschmerzen.

Vielleicht ist es auch zu wenig. Zu wenig Schlaf. Zu wenig Pause. Zu wenig echte Freizeit. Zu wenig Moment zu zweit. Zu wenig Sonne. Zu wenig Trennung zwischen Arbeit und Privatleben. Zu wenig Fokus. Zu wenig zu trinken. Zu wenig Ausgleich. Zu wenig BalkonOffice.

Ich bin wenigstens froh, dass ich das Kind vom Rugby abhole. Das heißt dreimal pro Woche aufs Rad. Und wenn es passt auch noch eine bis fünf Runden um den Hauptpitch. Sonst wäre es noch weniger frische Luft.

Außerdem „zwinge“ ich mich wieder auf die Matte. Diesemal vorrangig Yoga. Nein, nicht mit Adriene. Ich kann mich nicht auf die Asanas konzentrieren, wenn mir das auf Englisch angesagt wird.

Selbermachen

Selbermachen

Generell sind der RB und ich uns einig, dass wir eigentlich gerne eine Putzhilfe hätten. Uneigentlich ist unser Leidensdruck nur temporär so hoch ist, dass wir darüber aktiv sprechen. Aber letztlich halt auch nicht hoch genug, dass wir uns auch aktiv kümmern. Obwohl … ich habe einmal auf einen Aushang reagiert, aber das entpuppte sich als Rohrkrepierer. Tjanun.

Damit das Chaos nicht überhand nimmt, einigten der RB und ich uns vor einiger Zeit auf einen Putzplan. Das hilft, dass wenigstens das Nötigste regelmäßig gemacht wird. Dennoch dachte ich in den letzten Wochen, als es besonders stressig war, wieder vermehrt darüber nach, dass wir hier doch wen bräuchten, der Grund reinbringt.

Seit Freitag ist es allerdings wieder etwas weniger stressig. Ich habe das ganze Wochenende über nicht panisch an meine To-do-Liste für die kommenden Wochen gedacht. Ich habe den Ausflug gestern sehr genossen. Und heute hatte es fast was Meditatives, Wäsche zu falten, das Schlafzimmer aufzuräumen und die Wäsche zu sortieren. Dabei ertappe ich mich bei dem Gedanken: „Ob wer Fremdes mit der gleichen Akribie diese Arbeiten macht? Selbst der RB weigert sich ja, die Handtücher so zu falten, wie mein innerer Monk es braucht.“ Und so hatte es auch durchaus was Entspannendes und Befriedigendes, alles genauso zu machen wie ich es richtig finde.

Am Abend konnte ich dann auch noch genießen, die Burger-Buns selbst zu machen.

Kindergarten

Kindergarten

Gestern regnete es. Und vorgestern auch. Und das war auch gut so. Zumindest für die Pflanzen – allgemein und im Besonderen auf dem Balkon:

Aber auch in der Wohnung ist eine Pflanzen-Kindergartengruppe. Von neun potentiellen „Kindern“ sind drei schon angegangen.

Huiuiui

Huiuiui

Letzte Woche als ich so genervt war, musste ich was total Unsinniges tun: Ich guckte bei meinem Mobilfunkanbieter, ob nicht mal wieder Zeit für einer Vertragsverlängerung sei und was ich dabei für ein Handy bekommen könnte. Dann recherchierte ich ein wenig rum, um zu gucken, welches Handy von den angebotenen denn wohl am nettesten sei. Verglich diverse Features und entschied mich, nach 6 Jahren den Südkoreanerinnen untreu zu werden. Aus Gründen wäre es das aktuelleste ungrade nummerierte geworden, aber das schnitt – verglichen mit meinem ausgewählten smarten Phone – halt nicht so gut ab. Einzig wegen der Größe war ich mir unsicher. Ich meine, wer rennt denn mit einem halben Tablet als mobiles Telefon rum?!

Nun denn. Heute kam es. Und tadaaa: Es ist schon einrichtet (nur die SIM-Karte steckt noch im alten) und die Größe – oh, Wunder – ist überhaupt kein Problem. Im Gegenteil: Mein bisheriges S7 kommt mir total mini und unübersichtlich dagegen vor.

Mal abgesehen davon, dass ich sowohl das S3 als auch das S5**** noch hier rumfliegen habe, wird das nun frisch ausgediente S7 einer wichtigen Bestimmung übergehen: Es wird das erste Handy vom midi-monsieur. Er liegt mir seit einiger Zeit in den Ohren, dass er ein Handy bräuchte. Also so zum Schulwechsel, damit er mit seinen alten Schulkameraden noch Kontakt halten könne. Und überhaupt und sowieso haben ja eh alle außer A, B, C, D, E, F, G, H in seiner Klasse schon ein Handy. Das Gute ist, dass er ja im Juni Geburtstag hat. Das ist kurz vor den Sommerferien und zum Glück auch erst NACH der Klassenfahrt. Das passt also super.

Ansonsten muss ich mich öffentlich beim RB entschuldigen für meine Despektierlichkeiten hinsichtlich des USB-C-Anschlusses seines neuen Handys. Das scheint wohl *hust* der aktuelle *husthust* Standard zu sein.

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* mit dem neuen fotografiert

** mit dem alten fotografiert

*** mit dem Handy vom RB fotografiert

**** wird als stationärer mp3-Player an der Anlage genutzt

Neustart

Neustart

Großes Mööööp für mein Gesportel. Das habe ich nämlich ganz schön lange schleifen lassen. Das fing schon im Sommer an, als es so heiß war. Da konnte ich nämlich vor lauter Hitze nicht sporteln. Das hätte mein Kreislauf doof gefunden. Außerdem habe ich noch drölf Millionen andere Ausreden, die ich gar nicht erst aufführen muss, weil eben Ausreden. Denn zum Teil gelten die auch für den nicht mehr so heißen Herbst und gar nicht mehr heißen Winter. Irgendwie bin ich aus dem Tritt gekommen und dann hat auch noch der Schweinehund den Plan gefressen. Und das Ende vons Janze?! Die Hosen kneifen. Letzte Woche war es aber ganz arg: Krank lag ich rum und fühlte mich wie eine dicke weiße Made. Und so sehnte ich es herbei, dass ich mich wieder fit(ter) fühlen würde, um endlich wieder meine Youtube-Video-Auswahl nachzuturnen.

Heute dann also.

Yeah!

(Und dann muss ich auch wieder aufs Rad.)

WGE

WGE

Seit ein paar Tagen stehen hier schon die Zutaten für eine neue Eiskreation. Ich mag ja Eis mit Nussgeschmack. Mein absoluter Favorit: Pistazieneis. Für mich auch der Indikator schlechthin, ob eine Eisdiele gut ist oder nicht. Irgendwann wage ich mich auch mal an Pistazieneis.

Heute wurde es aber erstmal Walnuss-Granatapfel-Eis:

Zutaten
2 Eier
135g Rohrucker (geht vermutlich auch mit Kristallzucker)
1 Be Mascarpone (250g)
1 Be Schlagsahne (200g)
130g Walnusskerne (mit der Hand zerkleinert)
2 EL Ahornsirup
2 EL heißes Wasser
60 cl Granatapfelsirup

Zubereitung
Eier mit 100 g Zucker aufschlagen (erst ein Ei, dann das zweite zufügen, dadurch wird es fluffiger),

währenddessen einen Teil (2-3 EL) des restlichen Zuckers in eine heiße Pfanne geben, wenn’s anfängt zu karamelsieren, Walnüsse zugeben und Rest vom restlichen Zucker drübergben. Unter Rühren karamelisieren, Ahornsirup draufgeben, rühren, Wasser draufgeben, rühren, aus der Pfanne und abkühlen lassen,

parallel kann eine – wenn sie eine Küchenmaschine benutzt – unter die Eier-Zucker-Masse nach und nach die Mascapone unterrühren, dann die Sahne einrühren, wenn alles vermischt: Masse kaltstellen (mind. 1 Stunde).

Eismasse in Eismaschine geben, wenn es anfängt zu frieren ca. 40 cl Granatapfelsirup zugeben, weiterrühren bis gefroren.

In TK-Behälter Eismasse mit karamelisierten Walnüssen vermengen und den restlichen Granatapfelsirup unterziehen (muss nicht komplett vermischt sein).

Kühlen.

Genießen.