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Kategorie: Selbst ist die Frau

#BAdventskaffee 2.0

#BAdventskaffee 2.0

Zweite Welle: Tag 80

Die Zahlen werden nicht besser. Gut, das hat vermutlich auch keine erwartet, die halbwegs klar im Kopf ist. Es nervt trotzdem. Für den RB ist klar, dass er seinen 50. nicht feiern kann. Und für mich ist klar, dass ich meinen Geburtstag im Januar auch nicht feiern kann. Hahaha, kleiner Scherz: Ich feiere meinen Geburtstag in der Regel nicht, denn ich veranstalte ja den #BAdventkaffee, der 4-5 Wochen vor meinem Geburtstag liegt und dann reicht mir das nach den Weihnachtstagen und Silvester erstmal.

Der #BAdventskaffee… tja, der wird dieses Jahr auch nicht so stattfinden, wie geplant. In 63 Tagen werden die Zahlen nicht so sein, dass es auch nur ansatzweise verantwortlich wäre, 30-50 unterschiedliche Menschen in der Wohnung zu haben. Auch wenn es immer so warm wird, dass wir eigentlich immer mit offenem Fenster Kekse essen und Glögg trinken.

Aber *seufz* ohne #BAdventskaffee ist Advent nicht Advent. Seit 2015 fand er jedes Jahr* statt und nun soll er im 6. Jahr nicht mehr stattfinden? *jammer* Nein, das geht so nicht. Außerdem: Wer soll denn die ganzen Kekse essen? Und deswegen – Trommelwirbel – wird es dieses Jahr einen virtuellen Adventkaffee geben.

Die Idee

  • Ein zoom-Meeting, das
  • am Sonntag, 13. Dezember, wie beim RL-#BAdventkaffee
  • von 14h30 bis 18h30 offen ist.
  • Jede Teilnehmerin bekommt rechtzeitig ein Kekspaket zugeschickt.
  • Unkostenbeitrag (Porto, Verpackung): 5 Euro

Da erfahrungsgemäß am Ende des #Badventskaffees von meinen Keksen immer noch was übrig ist, werde ich locker 30 Kekspakete packen können. 30 Kekspakete = 30 Teilnehmerinnen 😉 Und nun kommt ihr ins Spiel:

Wer Lust hat – und sich wirklich vorstellen kann, an einem virtuellen #BAdventskaffee teilzuehmen – dabei zu sein, kommentiere bitte unter diesem Post.**

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* 2005 fand er erstmals im kleinen Kreis statt, dann 2006 in deutlich größerer Runde. 2007 musste ich ihn kurzfristig wegen krank absagen und 2008 war ich schwanger und dann hatte ich Kv…

** Sollten es mehr als 30 Interessierte sein, werde ich eine Auswahl treffen.

Supertag (2)

Supertag (2)

Zweite Welle: Tag 78

Ich mag meinen Job. Dennoch fällt es mir morgens unendlich schwer, aus dem Bett zu kommen. (Ich freue mich schon sehr auf die Zeitumstellung.)

Daher ist es sehr interessant, dass ich trotz Samstag, wenig Schlaf und der Aussicht auf körperlich fordernde Arbeit um 7h30 relativ problemlos aufstehen kann. Kurze Dusche, etwas Tee. Frühstück dann im Auto auf dem Weg an den Mittelrhein. Noch einmal Weinlese.

Die Weinberge waren etwas steiler als letzte Woche. Die Reben voller und das Wetter wunderschön.

Das ist eine tolle Erfahrung. Und wer gerne Wein trinkt, der empfehle ich, bei mal einer Lese mitzumachen. Da weiß eine, warum guter Wein seinen Preis wert ist.

Um für das Kind den „Sendung mit der Maus“-Effekt perfekt zu machen, fuhren wir noch mit zum Weinkeller. Er durfte helfen, die Trauben in die Kelter zu füllen und dann sahen wir, wie der erste Most floss.

Und dann war schon wieder ein „Supertag und viel besser als nur vorm Tablet“ rum.

Wieder zu Hause wartete Kassiopeia mit dem Essen auf uns.

Große SlowCooker-Liebe

Zum Abschluss des Tages gab es mal wieder einen Filmabend zum Thema „Klassiker aus dem letzten Jahrhundert“. Diesmal: Men in Black.

Ein Supertag

Ein Supertag

Zweite Welle: Tag 72

Es ist Sonntag und der Wecker klingelt. Und er klingelt früh. Um 7h30, dann um 8h30 wollen wir im Auto sitzen. Wir machen uns fertig, frühstücken, stecken das Schwein in Kassiopeia und dann sitzen wir auch schon fast pünktlich im Auto und fahren gen Westen. Nach Rheinland-Pfalz an den Mittelrhein. Denn wir haben uns bei meiner Lieblingswinzerin zur Weinlese eingeladen. Und während es in Frankfurt noch halbwegs hell war, wird es auf unserer Fahr immer dunkler und es fängt auch an zu regnen. Hmpf. Als der RB dann auch noch einen Hustenanfall bekommt, sehe ich etwas schwarz für den Tag. Der RB ist sich kurz vor Ziel sicher, dass er nicht mitarbeiten kann. Er würde uns später wieder abholen. Ich witzele, dass er dann auf dem Rückweg bitte am Flughafen halt macht und da ins Sars-CoV2-Testzentrum geht.

Aber erstmal fährt er uns hoch in den Weinberg. Wir werden kurz eingewiesen: Alle Trauben ab. Der RB will es wenigstens versuchen.

Im Steilhang durch die Weinstöcke krauchen ist durchaus anstrengend, aber auch sehr schön. Für den RB ist es therapeutisch: Der Husten ist  weg. Das Kind hat – auch weil zwei andere Kinder dabei sind – großen Spaß und hilft top mit. Dass das Wetter stetig besser wird, macht das Erlebnis perfekt oder wie das Kind es sagte: „Das war ein Supertag!“

Auf dem Rückweg machen wir noch ganz kurz in Bingen halt. Wenn wir schon mal in der Nähe vom Mäuseturm sind, dann können wir uns den ja auch mal angucken. Zumindest vom Rheinufer aus.

Mehr als gucken geht aber auch nicht. Wir wollen dann doch alle nach Hause: Hunger, müde… Wir sind sehr froh, dass sich Kassiopeia in unserer Abwesenheit so herrvorragend um das Schwein gekümmert hat. Ich bin froh, dass sich der RB, während ich mich hinlege, um das Ofengemüse kümmrt.

Schön, dass es endlich geklappt hat.

Der Herbst ist da

Der Herbst ist da

Zweite Welle: Tag 64

Der Hetbst ist da. Mit Regen und Össelwetter. Der Mann und ich hatten überlegt, heute wandern zu gehen. Aber bei dem Wetter sind wir froh, dass wir es zum Einkaufen schaffen.

Aber auch bei besserem Wetter wäre ich heute nicht wandern gegangen. Der Migränekater maunzt laut.

Stricken geht aber.

Das erste Viertel ist fertig

Das Kind ist unausgelastet. Die zwei Wochen ohne Rugby-Training machen sich bemerkbar. Ihn fehlt Bewegung. Hoffentlich morgen.

Genug zu tun

Genug zu tun

Zweite Welle: Tag 60

Da es für meine Überstunden eine Regelung gibt, mit der ich sie indirekt abfeiere, brauche ich nicht gucken, wie ich sie sonst abbaue. Natürlich hätte ich in den vergangenen Tagen etwas Luft dafür gehabt, aber ich arbeite einfach zu gerne. Überstundenabbau bringt mir letztlich nur was, wenn ich ausschlafen kann. Da ich das aber zur Zeit nicht kann, weil das Kind ja Schule hat und zwischen 7h15 und 8h00 die Peitsche spüren muss sanft hinaus begleitet werden will, kann ich auch arbeiten – zumindest, wenn ich mich nochmal kurz hingelegt habe, sobald das Kind aus dem Haus ist.

Außerdem ist es ja nicht so, als gebe es nichts zu tun.

Und eine kurze To-Do-Liste macht mich tatsächlich nervös und lässt mich prokrastinieren*. Also habe ich „hier“ gerufen und nun den Schreibtisch wieder pickepacke voll. So kann ich am besten arbeiten.

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* Und zwar so und produktiv, dass ich hinterher echt schlechte Laune habe. Zum Aufräumen oder Putzen kann ich mich nämlich dann auch nicht aufraffen.

Aufschieberitis

Aufschieberitis

Zweite Welle: Tag 59

Eigentlich mache ich ja Steuererklärungen ganz gerne. Zumindest habe ich sie 15 Jahre lang sehr gerne gemacht. Es fing damit an, dass es meinem Vater sehr wichtig war, dass ich weiß, wie eine Steuererklärung gemacht wird. Und nicht nur dass ich das grundlegende Prozedere kennen sollte, sondern auch noch diverse Tricks und Kniffe.*

Als ich mit der Selbstständigkeit anfing war ich einmal beim Steuerberater. Und später noch einmal.** Ansonsten habe ich mich komplett alleine um meine Steuer gekümmert. Als Freiberuflerin ist es auch nicht so schwierig. Umsatzsteuer-Voranmeldung ist kein Hexenwerk, wenn eine keine Gewerbekacke am Hacken hat. Gut, die Sache mit der Lohnsteuervorauszahlung hätte mich fast die Existenz gekostet, aber auch das ließ sich regeln. Die Steuererklärungen gingen aber recht problemlos von der Hand. Wenn ich mich denn endlich mal dran gesetzt hatte.*** In jedem Jahr allerdings immer erst, wenn das Finanzamt mich schon liebevoll erinnert hatte. So auch in diesem Jahr. Und ich weiß auch schon warum… dieses Jahr – alsp für 2019 – muss ich erstmals nachzahlen. Das war leider zu erwarten, weil ich am Ende des Jahres nochmal einen Batze extra verdient hatte. Tjanun, wenn eine nicht genug Ausgaben hat und zudem aus Steuerklasse 2 rausrutscht. Naja, jetzt ist es gemacht.

Gemacht hat auch das Kind heute was, was er vor sich hergeschoben hat ihm schwer auf der Seele lag. Seit Tagen (oder Wochen?) geht er nicht ans Telefon, wenn eine französische Vorwahl zu sehen ist. Egal, ob es der Kv oder die Großeltern sind, er möchte nicht mit ihnen sprechen. Also mit den Großeltern will er schon telefonieren, aber er hat Angst davor und keine Lust, dass sie ihn bedrängen, ob bzw. wann er das nächste Mal nach Frankreich kommt. Denn er will nicht nach Frankreich. Er will vor allen Dingen nicht zum Kv. Zumindest hat er sich heute ein Herz gefasst und wollte anrufen. Als es allerdings zeitlich passte, sagte er beim Blick auf die Uhr: „Jetzt guckt Papy immer seine Sendung****.“ Ja und?! „Dabei will er nicht gestört werden.“ Bitte? „Er hat gesagt, wenn er dabei gestört wird, wird er sehr böse.“ „Mein lieber Sohn, wenn Du Deine Großeltern anrufen willst, dann ruf sie an. Wenn sie nicht drangehen, weil ihnen der Fernseher wichtig ist, ist das ihr Problem. Aber die rufen ja auch an, wann es ihnen gerade passt und überlegen nicht, ob Du gerade in der Schule bist oder bei Rugbytraining.“ Ich glaube echt, es hackt. Ich bekomme echt die Motten, dass jenseits des Rheins regelmäßig erwartet wird, dass das Kind auf irgendwelche albernen Befindlichkeiten Rücksicht nehmen muss. Dass das Kind schon so „gedrillt“ ist, dass es immer die französischen Befindlichkeiten mitdenkt. Noch ein Grund mehr, warum es gut ist, dass er vorerst nicht hinfährt.*****

Zumindest war das Kind nach dem Telefonat ähnlich erleichtert wie ich nachdem ich auf „Steuererklärung versenden“ gedrückt hatte. Aufschieberitis sucks.

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* Mein älterer Bruder hat das aus irgendwelchen Gründen nicht gelernt oder lernen wollen. Er hatte früh eine Steuerberaterin und regelmäßig Nachzahlungen.

** Also in 4,5 Jahren Freiberuflichkeit nur zwei Termine beim Steuerberater

*** Aber das ganze Eingetöckel von Fahrten, gezahlter USt, geleistete Krankenversicherungsbeiträge etc…

**** irgendeine banale Serie

***** Ganz zynisch könnte ich nun den Französinnen für ihren unachtsamen Umgang mit der Pandemie danken.

Lieber Rad

Lieber Rad

Zweite Welle: Tag 58

Seit dem 1. Mai machen wir tatsächlich jedes Wochenende einen Ausflug (davor war ich zwei Mal alleine und einmal mit dem RB und dem Kind unterwegs). Insgsamt haben wir*

  • 191 Kilometer zu Fuß und
  • 93,5 Kilometer mit dem Fahrrad

zurückgelegt. Dazu kommen noch 23,4 Fahrradkilometer und 57 Wanderkilometer im Urlaub.

Den heutigen Ausflug hatte ich ursprünglich als Wanderung geplant. Dann war aber klar, dass das Kind mitkommt und so disponierte ich um und aus 15 Kilometern zu Fuß wurden 30 Kilometer Radtour.

Kurz dachte ich, dass Else uns im Stich gelassen hätte und uns überfüllte Wege rausgesucht hätte. Aber nach dem Abenteuerspielplatz wurde es doch recht leer. Und ich war ob der Strecke auch sehr froh, dass wir mit dem Rad gefahren sind. Zu Fuß wäre die Strecke womöglich etwas langweilig gewesen.

Auf den letzten Kilometer waren beim Kind die Körner schon sehr verbraucht. Da darf er schon meckern, wenn die nicht vorausschauende Mutter vor den letzten zwei Anstiegen nicht dran denkt, das Kind zu einer Banane zu nötigen. Immerhin hatte die Mutter bei Kilometer 5,5 darauf bestanden, den Sattel an des Kindes Rad höher zu stellen. Sehr weise.

Gut war auch, dass wir auf dem Rückweg in der Bahn entschieden hatten, direkt zum gewünschten Restaurant zu fahren. Wir hatten Durst** und wirklich Hunger.

Wie immer lecker im Weida. Gut, dass wir noch draußen sitzen konnten. Bald ist das vorbei.

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* Also ich bin alles davon gelaufen. Der RB hat einmal ausgesetzt, das Kind bislang vier Mal.

** 1,5 Liter Apfelschorle, 2 4er-Bembel und 1,5 Liter Wasser haben wir weggetrunken

Zahlen

Zahlen

Zweite Welle: Tag 56

In Anbetracht einiger Projekte, dachte ich, dass ich heute trotz FREItag an den Arbeitsrechner gehen würde.

Aber dann schlief ich erstmal, nachdem das Kind zur Schule aufgebrochen war, aus. Mit Tee im Bett wurde ich wach. Ich war kurz versucht, mich in ein Kanninchenloch zu stürzen im Internet zu verlieren. Dann fand ich das aber nicht so produktiv und zu gerne wäre ich in mein Strick-Kanninchenloch geschlüpft, aber dann besann ich mich: Meine Steuererklärung muss gemacht werden. Und schwubbs, war ich in diesem nicht allzu schönen* Kanninchenloch verschwunden.

Bewaffnet mit Ordnern, Ausdrucken und Kalendern machte ich mich an die Arbeit. Vor lauter Zahlensuchen und -zuordnen vergaß ich zu essen und zu trinken. Nach knapp fünf Stunden war ich ziemlich fertig – mit der Steuererklärung, aber auch so. Mir brummte der Kopf vor Zahlen und der Feststellung, dass ich 2019 zu viel verdient hatte, und natürlich auch, weil ich unterzuckert und segr durstig war.

Am Wochenende muss ich nur noch ein paar Zahlen ergänzen und dann kann muss ich die Erklärung einreichen.

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* Ich finde Steuererklärungen ja eigentlich nicht so schlimm. Aber ich bin sehr froh, dass ich im nächsten Jahr wieder als hauptsächlich Angestellte meine Steuer erklären muss.

Vegetarisch gefüllte Paprika

Vegetarisch gefüllte Paprika

Zweite Welle: Tag 53

Bereits gestern ist ja der SlowCooker (3,5 Liter) angekommen. Für den fand sich ja wundersamerweise direkt ein Plätzchen in der Anrichte.

Ich nehme das als Zeichen: Der sollte wohl hier einziehen. Oder die? Vielleicht nennen wir das Gerät „Kassiopeia“…

Schon am Samstag bei der Essensplanung hatte ich die fixe Idee, dass das für heute geplante Gericht – vegetarisch gefüllte Paprika – bestimmt gut darin ginge. Ich befragte das Internet nach Rezepten, aber da gab es nur welche mit Hack oder mit Reis/Bulgur. Aber ich hatte was anderes im Kopf:

Zutaten
6 Paprika (2 rote, 2 grüne, 1 gelbe, 1 orange)*
je eine Tasse** rote, gelbe und schwarze*** Linsen
3 Tassen Wasser
200 g Schafskäse
1 kl Dose Pastatomaten
Salz, Pfeffer, Paprikapulver, gem. Kreuzkümmel, etwas Thymian und Rosmarin

Zubereitung
Linsen und Wasser mischen, Paprika und Kreuzkümmel zugeben, etwas ziehen lassen

Bei den Paprikas die Deckel abschneiden und die Kerngehäuse entfernen, im SlowCooker-Topf platzieren****

Schafskäse zerbröseln und zu den Linsen geben, gut mischen; die Linsen-Schafskäse-Masse in die Paprikas verteilen; dabei etwas Flüssigkeit übrig lassen

Flüssigkeit mit Pastatomaten mischen, mit Salz, Pfeffer, Prise Zucker, Thymian und Rosmarin würzen und über die Paprikas geben

Auf High ca. 4 Stunden garen lassen

 

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* Es geht natürlich auch einheitlich 😉

** eine Mumin-Tasse. Die fassen 300 ml

*** Berglinsen

**** war etwas eng, aber es ging

Fehlerteufel

Fehlerteufel

Zweite Welle: Tag 52

Seit Freitag bin ich – zumindest gedanklich – ständig in meinem Strickkanninchenloch. Diese Decke, der Afghan Hue Shift, zieht mich ganz schön in ihren Bann. Nachdem ich im internet nur Strickanleitungen auf Englisch fand und ich eh nicht so gut mit schriftlichen Strickmustern und auf Englisch schon mal gar nicht zurecht komme, habe ich meine Vorstrickerin gefragt, womit sie sich geholfen hat. Sie empfahl mit zwei Videos: eines, in dem das Grundmuster gut erklärt wird und eines, in dem das Anstricken erklärt wird (beide auf Englisch). So richtig geholfen hat mir vor allem das erste Video.

Aber erstmal die Eckdaten:

  • Es werden 10 verschiedene Farben à 100 g (bzw. rund 200 m Laufweite) benötigt. Damit ich es besser nachvollziehen kann, habe ich mir meine Farben zurecht gelegt und es auch aufgezeichnet.
  • Ich stricke mit einer 5er Nadel.
  • Der Anschlag sind 49 Maschen.
  • Es wird nur rechts gestrickt. Alles weitere im Grundmuster-Video (s.o)
  • Es werden 4 Quadrate à 5×5 „Topflappen“ gestrickt.

Weil ich mit so Maschenmarkierdingsen nicht zurecht komme, muss ich zählen. Zumindest bei den ersten drei vier Doppelreihen. Dann kann eine ziemlich gut sehen, wann sie die Mittelmaschen zusammenstricken muss. Aber natürlich machte ich beim ersten Quadrat Zählfehler, die ich sehr spät erst sah und deswegen ziemlich viel aufribbeln musste.

Fehler 1: check.

Wenn der erste Topflappen das erste Quadrat fertig ist, wird es tricky. Beim Dranstricken müssen ein paar Punkte beachtet werden:

Um an A1 das Quadrat B1 anzustricken, muss ich von 24 Maschen aufnehmen (in Farbe 1 oder B) und dann von der rechten A1-Kante von Ecke zu Ecke 25 Maschen anstricken. (Nächste Reihe dann „verjüngen“, noch eine Reihe in der begonnen Farbe und weiter geht es im Muster.)  Wenn eine beachtet, wie die Diagonale verläuft, kann eigentlich nur ein Fehler passieren: Nach zwei Drittel von B1 sah ich, dass A1 auf links (erhabene Diagonale) lag. Also B1 komplett abribbeln.

Fehler 2: check

Wenn Reihe 1 (von A bis E) fertig ist, wird A2 an A1 drangestrickt. Hier habe ich zunächst – ich war ja noch im Flow – 24 Maschen (mit Farbe B) aufgenommen und dann 25 an der oberen Kante von A1 weitergestrickt. Tja, nur hatte ich wieder nicht darauf geachtet, dass das Strickwerk auf links liegt. Wenigstens fiel es mir schnell auf. Ribbelribbel.

Fehler 2b: check

Dann nahm ich wieder 24 Maschen in Farbe B auf und strickte an der gegenüberliegenden Seite an. Aber auch das ist falsch, da so die Diagonalen nicht parallel gehen.

Fehler 3: check

Um also A2 an A1 zu stricken, müssen 25 Maschen an der oberen Kante von A1 angestrickt werden und dann werden 24 Maschen aufgenommen. Nächste Reihe dann „verjüngen“, noch eine Reihe in der begonnen Farbe und weiter geht es im Muster.

Um B2 in den Winkel von A1 und A2 zu stricken, werden von den beiden offenen Kanten insgesamt 49 Maschen (je Kante 24 + Ecke) aufgenommen (nicht angestrickt!). Ich nehme dafür eine dünnere Rundstricknadel und nehme es auch nicht so genau ob 49 oder 50 Maschen. Fraglich ist aber: Von welcher Seite stricke ich nun. Ich startete zunächst am offenen Ende (Ecke A2), aber dadurch musste ich direkt verjüngen und das sah nicht gut aus.

Fehler 4: check

Ich stricke von der eingeschlossenen Ecke aus zunächst eine Reihe glatt, verjünge in der nächsten Reihe, stricke noch eine Reihe glatt und wechsele dann die Farbe.

Puh, damit sollte ich auch erstmal diverse Fehler gemacht haben, die gemacht werden konnten. Aufpassen muss ich nun, wenn ich das nächste 25er-Quadrat anfange, dass das 25-Quadrat

  • unten rechts bei J1 anfängt und die erste Reihe bis J5 gestrickt wird etc.
  • oben links bei A10 anfängt und die erste Reihe bis A6 geht …
  • oben rechts bei J10 anfängt und die erste Reihe bis F10 gestrickt wird

Ich bin gespannt, wie lange ich brauche, bis die Decke fertig ist. Zum Glück ist es derzeit ja noch warm und sie wird nicht so dringend benötigt.