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Monat: November 2020

#ClosedNovember (29)

#ClosedNovember (29)

Trotz allem Werkeln und Wirken gestern kam ich nicht zur Ruhe und bin erst entsprechend spät eingeschlafen. Das allein ist schon ätzend genug, aber dieses frühe Aufstehen, um das Kind zur Schule zu schicken, bekommt mir nicht. Ich bin eine Eule von ganzem Herzen und hasse frühes Aufstehen.

Ich wurschtel mich so durch den Tag, habe diverse Besprechungen und prokrastiniere erfolgreich ein Projekt.

Dann kochen der RB und ich zusammen Abendessen. Eigentlich können wir nicht so gut zusammen kochen, allerdings haben wir heute Abend unsere eigenen Tanzbereiche: Er macht die Fischkrikadellen und ich mache die – tadaaaa, ich habe seite Tagen Jieper drauf – Schmorgurken.

Nach dem Essen muss ich mich hinlegen mit dem Gedanken, dass ich ausgeruht das prokrastinierte Projekt noch abrocken kann, wenn das Kind im Bett ist. Der RB versucht das Kind in Bett zu scheuchen. Aktuell ist Abendverlängerung mal wieder hoch im Kurs. Orrrrrrrrr. Tja, wer zu spät ins Bett geht, bekommt nicht mehr vorgelesen.

Als das Kind im Bett ist, setze ich mich … nicht an den Rechner, sondern stelle mich in die Küche, um meine Backliste abzuarbeiten. Der RB geht früh ins Bett. Ich backe drei Kekssorten und packe zwischendurch die Adsventskalender fürs Kind.

So war ich so lange auf, dass ich den ersten Schnee des Winters sehen konnte.

Das hat mich den Pandemiemist kurz vergessen lassen und einfach glücklich gemacht.

#ClosedNovember (28)

#ClosedNovember (28)

Aussschlafen, Frühstück und schwupps bin ich erst um 12h30 im Backflöz.

Um 15h30 wird pausiert und wir gehen raus. Wir bekommen ein Schallmessding geliehen. Wegen der Heizung. Das Gebrumme nervt. Wir drehen zu sechst eine Runde. Das Kind und sein Kumpel rollern vorneweg und in den Skatepark. Es wird dunkel und es ist ganz nett am Main. Aber auch sehr voll.

Wegen schlecht organisiert und abgesprochen bestellen wir Essen, als wir wieder zu Hause sind. Das ist nicht so Schlimm. Zumal wir uns für Frankfurter Küche bei der leckeren Apfelwein-Wirtschaft ums Eck entscheiden. Und was wären Schnitzel und Co ohne Apfelwein?! Also nahm ich den Bembel mit und lies ihn befüllen.

Thermostasche für Essen und Bembel

Mit dem gefüllten Bembel durchs Viertel zu laufen, ist irgendwie auch Peak Dorfleben.

Nach dem Essen noch zwei Sorten gebacken und eine vorbereitet.

Stand nach dem 2. Backtag: 10/18 Sorten sind fertig.

#ClosedNovember (27)

#ClosedNovember (27)

Eigentlich wollte ich heute aufstehen und direkt in die Küche (nach dem Frühstück) und backen.

Uneigentlich schlief ich etwas länger als geplant kam ich zur geplanten Zeit nicht aus dem Bett. Was nicht so schlimm gewesen wäre, wenn ich nicht ungeplant hätte einkaufen gehen müssen.

Außerdem musste (jaja) ich unbedingt noch bei Bosch anrufen und ein Ersatzteil für meinen Stabmixer organisieren. Aber yeah, immerhin bekomme ich es.

Nach alldem war es dann 15h00, als ich mit Backen anfing. Unterbrochen nur vom Abendessen, um das sich der RB und Herr Weber kümmerte, war ich bis 23h00 mit der Keksproduktion (Teil 2) beschäftigt – zwischenzeitlich mit der #CorotäneKneipe auf dem Ohr.

Und damit ich mich nächstes Jahr dran erinnere, die ersten NieWieder-Sorten stehen fest:

  • Stollendings
  • Rosmarinkekse

Nicht, weil sie nicht schmecken, sondern weil sie doof sind.

#ClosedNovember (26)

#ClosedNovember (26)

Natürlich war die Nacht nach gestern Abend ziemlich bescheiden. Tjanun. Ich kann es derzeit nicht ändern und je mehr ich dagegen ankämpfe, desto schlimmer wird es. Zum Glück ist FREItag und ich lege mich, nachdem das Kind zur Schule aufgebrochen ist, mit Ohrenstöpseln wieder hin und schlafe … zu lang. Also zu lang für meinen Tagesplan. Heute fängt der Backwahn an – mit dem vermessenen Ziel, alle 18 Kekssorten an diesem Wochenende fertigzustellen.

Zunächst mache ich mir also aus meiner Keksauswahl eine Liste, in welcher Reihenfolge die Kekse hergestellt werden sollen. Den Anfang machen die Kekse, deren Teige gekühlt werden müssen. Die bereite ich idR einen Tag vorher zu und lasse sie über Nacht durchkühlen. Diese Kekssorten unterteile ich in „omnivor“, nussfrei und vegan.

Zwischendurch backe ich eine Sorte mit Hefe, die am längsten durchziehen muss.

Am Abend habe ich dann also eine Sorte gebacken und neun Teige chillen im Kühlschrank. Zum Kontern koche ich das Abendessen.

Während der #CorotäneKneipe knacke ich Walnüsse…

… und verarbeite sie zu Teig zehn, der in den Kühlschrank muss. Damit sind alle zu kühlenden Teige vorbereitet.

Morgen wird gebacken.

#ClosedNovember (25)

#ClosedNovember (25)

Schlafmangel ist eine Foltermethode. Tja, und eine kann sich anscheinend auch selbst foltern. Natürlich war nach dem Abendschläfchen gestern diese Nacht mal wieder sehr schlecht. Also richtig schlecht. Ich wälzte mich. Lag im Dunkeln mit sperrangelweiten Augen und konnte nicht einschlafen. Nix half. Also holte ich mir gegen 2h30 meinen Arbeitslaptop und kümmerte mich um ein Protokoll. Gegen 4h30 war ich dann müde genug, um endlich zu schlafen. Blöd nur, wenn um 7h20 der Wecker geht, um das Kind in die Schule zu schicken. Zum Glück war der RB auch wach, weil sich der Heinzungsheizel für zwischen 8h00 und 9h00 angekündigt hatte, sodass ich mich hinlegen konnte, und der RB sich ggf. um den Heizungsheinzel kümmern konnte.

Um 9h30 musste ich dann aber aufstehen, weil ich um 10h00 in einer Telko sitzen musste. Da kam gerade der Heizungsheinzel. Und stand erstmal ohne Maske in der Wohnung. Also fragte ich – Maske tragend -, ob er denn keine dabei hätte. Ja, doch und er setzte sie auch prompt auf. Letztlich wissen wir jetzt nicht mehr. Dass die Heizung im Arbeitszimmer nicht läuft, ist unsere Schuld, weil der Schreibtisch vom RB das Thermostat bzw. Ventil verdecke. Aha, warum dann die Heizung im Wohnzimmer, vor der mein Schreibtisch steht, allerding dennoch problemlos funktioniert, wird ein eweiges Rätsel bleiben. Ebenso, warum die Heizumg im Schlafzimmer, vor der NIX steht, auch nicht richtig funktioniert. Da dieses Heizungsthema in dieser Wohnung ein sehr leidiges ist, bin ich sehr versucht, mal einen Sachverständigen zu fragen bzw. den Spuk begutachen zu lassen.

Für den Rest des Tages mache ich wegen wenig Schlaf und entsprechend wenig Kreislauf BedOffice.

Um 17h00 geht nichts mehr. Gar nichts mehr. Und ich schlafe komatös ein.

Gegen 19h30 werde ich wach. Mir ist schlecht und überhaupt ist das das alles kein Zustand. Aber vermutlich kommt bis zu den Winterferien kein Grund mehr rein. Da brauche ich mir keine Illusionen machen.

Ich will eigentlich liegen bleiben, habe aber vergessen, dass der RB Tasting hat und so stehe ich doch auf, um das Kind ins Bett zu schicken. Danach arbeite ich weiter am Protokoll. Welch ein zähes Projekt.

#ClosedNovember (24)

#ClosedNovember (24)

Die Nächte sind durchwachsen. Ich muss früh raus, um das Kind zur Schule zu schicken. Ich will mich nochmal hinlegen, aber dann fällt mir ein, dass ich noch ein Briefing fertig machen muss. Dann noch eine Kleinigkeit. Vor meiner 1. Kunden-Videokonferenz mache ich mich fertig. Schlauerweise habe ich gestern Abend, als das warme Wasser da war, geduscht. Heute morgen war wieder alles kalt…

Nach der Videokonferenz ist vor der Videokonferenz.

Als mittags die Putzhilfe kommt, gehe ich los, um die Zutaten fürs Backen zu besorgen.

Alles bekommen – inklusive Konter-Guinness

Der Nachmittag ist zäh. Ich kümmere mich um Geburtstagspost. Ich bin irgendwann total k.o. und muss mich hinlegen. Ich weiß, dass sich das hinten raus rächen wird, aber ich kann mich nicht mehr auf den Beinen halten.

Während ich das Essen auftaue, werde ich auf eine lustige Spielerei am Handy aufmerksam gemacht und so haben wir auf einmal Viechzeug in der Wohnung.

Allerdings gibt es weder Puffins noch Erdmännchen.

#CorotäneKneipe heute ohne uns.

#ClosedNovember (22)

#ClosedNovember (22)

Gestern Abend warf ich – twitterbedingt – etwas verkürzt eine Überlegung in den virtuellen Raum:

Ich führe das mal etwas aus. Natürlich will ich Weihnachten nicht nur deswegen nicht feiern, weil wir Pandemie haben. Allerdings wecken diese ganzen obskuren Aussagen der Politiker à la – bitte habt JETZT Norbert Blühms Stimme im Ohr – „Aber des Fescht ist sischer“ auch meinen Trotz. So ein Bullshit. Wenn „die da oben“ das Fest wirklich retten wollen würden, hätten wir nicht so einen halbherzigen Lock Shut – ach, eigentlich ist gar nichts down, sondern klare Beschränkungen, die auch die Verschwörungsdullis (Grüße an Rezo (guckt das Video, falls noch nicht)) in ihre Löcher zurücktreiben und dafür sorgen würden, dass sie da nie wieder rauskommen. Dann wären die Schulen geschlossen und auch die Geschäfte wieder deutlich begrenzt. Warum haben wir im Frühjahr doch gleich die Kurve so schnell und effektiv „geflattet“?! Ich komm einfach nicht drauf….

Aber zurück zum Thema: Ich liebe Advent. Ich liebe Winter. Ich mag es auf den 22.12. hinzuarbeiten, denn dann ist der dunkelste Tag des Jahres geweseb und es geht lichttechnisch wieder aufwärts. Ich mag allerdings nicht Höllisch Abend und die folgenden zwei Weihnachtstage. Wobei ich mag, dass dann für 2,5 Tage alles vieles still steht und es insgesamt still(er) ist. Aber für mich ist Weihnachten kein schönes Fest, sondern ein stressiges – zumindest früher: Am 24. hat die Kernfamilie zusammen gefeiert – mit verschiedenen Ritualen: meine Mutter schmückte immer den Baum, wenn wir Kinder mit meinem Vater in der Kirche waren. Es durfte keine in den Raum, in dem der Baum stand. Es gab das berühmte Glöckchen, das bimmeln musste, damit wir in den Raum durften. Bis dahin war mein jüngerer Bruder in der Regel immer schon völlig fertig vor Aufregung. Wir mussten Blökflöte spielen oder eine Gedicht aufsagen, dann erst fing die Bescherung an. Oft hatte ich größere Geschenke unterm Baum mit dem Vermerk, dass sie ja auch für meinen Geburtstag knapp drei Wochen später mitgelten. Oder es gab nur Kleinigkeiten, weil es das große Geschenk erst zum Geburtstag gab. Nach der Bescherung gab es Kartoffelsalat mit schlesischen Weißwürsten. Oft hat meine Mutter als Erzieherin noch bis zum 23.12. gearbeitet, daher rauschte sie sehr gestresst in die Weihnachtstage. In der Zeit, in der mein Vater außerhalb arbeitete, kam er auch oft erst am 23.12. an.

Es gab einige Heilige Abende, an denen ich wutentbrannt zu meiner besten Freundin gefahren bin, weil einfach alles so gezwungen schön sein sollte und dadurch nur stressig war.

An den Weihnachtstagen sind wir traditionell an dem einen zu meinen Großeltern und am anderen zu Oma und Opa gefahren. Immer war dann auch noch mehr Verwandtschaft. Die Fahrerei war stressig und die Verwandtschaft in der Regel auch. Irgendwann fiel wenigstens weg, dass wir an den Weihnachtstagen zu fünft in einem Passat durch die Republik gondeln musten. Zumindest zeitweise. Dann kamen die Nichten auf die Welt und wir fuhren dorthin. Die Familie vom Ex wohnte auch nicht ums Eck. Und mit dem KV mussten wir ja sogar bis in die Bretagne. Und immer war es irgendwie angespannt, weil es ja nett und besinnlich sein sollte – immerhin war ja Weihnachten.

Erst mit der Trennung vom Kv wurde es wirklich besser: Das erste Weihnachten ohne Kind war eine Offenbarung. Es war zunächst etwas komisch, aber letztlich war es super: kein Stress, kein „Es muss aber schön sein“, kein Geschenke-Overkill, kein „Wir müssen uns doch lieb haben“. Ich konnte schlafen, meinen Trott machen. Nix machen. Zwei Jahre drauf beim zweiten Weihnachten ohne Kind war es noch besser – da war ich es ja auch schon deutlich mehr gewohnt, allein zu sein und die kindfreie Zeit zu genießen. Wie schön war es, alleine zum Römer zu laufen, dem Stadtgeläut zu lauschen und danach allein auf dem Sofa zu versacken. Aber auch die Weihnachten die danach kamen (2018 mit Kind und erstmals RB bei meinen Eltern, 2019 ohne Kind und ohne RB bei meinen Eltern) waren deutlich entspannter.

Dieses Jahr ist alles anders. Dieses Jahr bringt uns alle an unsere Limits und ganz ehrlich: Ich möchte nicht für ein Fest, dessen ursprünglicher Anlass für keine in diesem Haushalt von Bedeutung ist, an oder gar über meine Limits gehen. Es ist auch ein wenig heuchlerisch, ein Fest zu feiern, an dessen Fundament eine nicht glaubt (bzw. umgekehrt: Der Anlass für das Fest ist der Ursprung des christlichen Glaubens.). Das Problem ist, dass unsere westliche Gesellschaft darauf ausgerichtet ist. Dass der Jahresrhythmus von den christlichen Feiertagen bestimmt wird.

Der RB, der olle Grinch, war eh d’accord. Der wird auch bis zum 23.12. mindestens arbeiten und dann einfach alle Limits überschritten haben.

Beim Kind war ich mir nicht sicher. Wobei ich auch nicht wüsste, an welcher ultimativen Weihnachtstradition er hängen sollte, da bislang jedes Weihnachten für ihn anderes war. Heute nach dem Essen nutzte ich unser Zusammensitzen und verkündete, dass wir Weihnachten dieses Jahr ausfallen lassen würden. Was das bedeuten würde, fragte das Kind. „Kein Weihnachtsbaum und Geschenkezinnober für die Erwachsenen.“ „Geil. Das ist ein Weihnachten nach meinem Geschmack“, antwortete das Kind und dann überlegten wir, wie wir es uns schön machen, was wir Leckeres essen wollen. Dass wir drei Tage im Onesie Pyjama raumschlumpern werden. Dass wir einfach die Auszeit von allem genießen werden.

Das wird schön.

#ClosedNovember (21)

#ClosedNovember (21)

Weil zu lange geschlafen, zu spät gefrühstückt und dann ewig nicht in den Quark gekommen, um loszuwandern. Aber wir mussten raus – und zwar alle. Erst um 15h00 waren wir am Ausgangspunkt, um das vierte Stück der Hohen Straße abzuwandern. Und wie sagt eine alter Wanderinnen-Weisheit:

Wer zu spät loskommt, macht halt ne Nachtwanderung.

18,7 Kilometer haben wir jetzt geschafft.

Kassiopeia hat, während wir unterwegs waren, lecker gekocht: Schweinefilet mit Möhre und Apfel. Yummy.

#ClosedNovember (20)

#ClosedNovember (20)

Schlecht geschlafen, spät aufgestanden. Noch später auf dem Markt gewesen. Aber wenigstens alles bekommen. Viel fehlte ja nicht mehr, da der RB gestern einkaufen war.

Ich widme mich der #badventskaffee-Planung. Ich muss meine Keksauswahl einschränken. Ich habe mir nur das grobe Limit gesetzt, dass unter 20 doch ganz gut wären. Der Prozess* sieht wie folgt aus:

18 Sorten – joah, damit kann ich leben. Immer hin zwei weniger als im letzten Jahr.

Das Abendessen war auch sehr winterlich: Sellerie-Maronen-Suppe (mit Saurer Sahne, krossem Bacon und Cranberries als Topping). Nomnomnom…

Danach spielten wir – seit Langem mal wieder und zur Freude des Kindes – zusammen: 2 Partien Carcassonne. Endlich vollständig** und ich sag’s mal so: Ich kann’s noch. Zweimal deutlich gewonnen.

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* „Ausstecher“ habe ich markiert, weil ich Ausstecher-Kekes doof finde und so wenig wie möglich machen will.

** Als das Kind klein war haben wir es idR ohne Bauern gespielt, weil ihm dafür noch der Überblick fehlte.

#ClosedNovember (19)

#ClosedNovember (19)

Der Tag war höchst emotional. Und das brauche ich so auch nicht nochmal. Es fing schon katastrophal mit einem fetten Streit mit dem Kind an und endete am späten Nachmittag mit einem zweistündigen Gespräch mit der Klassenlehrkraft.

Danach fühlte ich mich wie ausgepresst.

Ich hoffe nur, dass all dies dem Kind hilft. Dass unsere Beziehung weiterhin gut bleibt.

Uff.