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Kategorie: Cyclista

Erste Oktoberschnipsel

Erste Oktoberschnipsel

Heute kurz geschmunzelt, als ich einen Anfall von Kompetenzgerangel erleben durfte. Aber da werde ich bezeiten noch ein Machtwort sprechen (lassen), denn es ist durchaus albern zu meinen, sich mit mir messen zu müssen. Da stehen einfach mal 15 Jahre Berufserfahrungen maximal drei Jahren entgegen. Und ich weiß, dass ich meinen Job gut kann und auch gut mache.

Auf dem Weg zu meinem Mittagsdate habe ich fast ein Eichhörnchen (eins von den guten roten) überfahren. Es hatte meine Geschwindigkeit mit dem Rad wohl unterschätzt, als es über die Straße flitzte. Naja, zum Glück nur fast.

Ein Date für Juni 2020 fix gemacht: Ich werden zu Fanta4 im Waldstadion gehen. Und ich bin sehr gespannt. Denn so richtig gehören die nicht in meine Musikhistorie oder gar -gegenwart.

Aporpos Musikhistorie (und auch -gegenwart): Meine wird zu ca. 85 % auf diesem Internetradio-Kanal gespielt. Sehr cool.

Ich gedenke, mir eine Migräne-Tagebuch-App herunterzuladen. Denn sollte ich mal dazu kommen, einen Termin bei einer Neurologin zu machen, muss ich für diesen vorbereitet sein: Kopfschmerztagebuch ist mindestens Pflicht. Beruflich muss ich mich gerade viel mit dem Thema beschäftigen, deswegen weigere ich mich derzeit noch mehr, meine Kopfschmerzen Migräne zu nennen.

Und ich freue mich sehr, dass dieses Internet mehr ist als nur ein bisschen Online-Welt. Und das reale Menschen nun mal anderen realen Menschen gerne helfen. Manch einer folge ich schon seit über 10 Jahren durchs Netz. Da fühlt eine sich doch schon verbunden. In diesem Sinne:

(4 von 6 Schnipseln wären ohne das komische Internet SocialMedia heute nicht möglich gewesen.)

Luft

Luft

Den einen plagt die Seuche – diesmal rutscht es direkt in die oberen Atemwege* – mit fiesem Husten. Der andere hat labile Bronchien … äh … ist etwas schwach auf der Brust. Und ich, ich musste dringend raus. Nach der Woche mit Kind zu Hause und viel Arbeit habe ich zwar Tageslicht gesehen, aber mehrheitlich nur durchs Fenster. Also beim Blick von drinnen nach draußen.

Des Nächtens kam mir die Idee: Wir fahren nach Bad Nauheim. Mit dem Zug hin und mit den Rädern zurück.

Wir waren etwas spät wach und ich hatte auch erstmal Kopfschmerzen. Doch dann ging alles schnell: schnelles Frühstück, Spurt über den Markt und Speed-Shopping im Discounter. Danach noch schnelleres Umziehen und Paratmachen der Räder und des Ausflugszubehörs. Dann ganz flott mit den Rädern zum Bahnhof und quasi in der letzten Minute in die anvisierte Bahn gesprungen.

Durchatmen.

Das war auch das Motto in Bad Nauheim. Ziel war das Gradierbau I mit der Atemkammer.

Hintenrum zum Gradierbau III bzw. Ludwigsbrunnen bzw. Café am Ludwigsbrunnen, um uns dort mit Kaffee, Apfelschorle und Kuchen zu stärken. Dann nochmal zum Gradierbau I für eine 2. Runde in der Atemkammer.

Ups, da war es auch schon 17h10 und wir mussten retour. Erst folgten wir der Usa, dann der Wetter und dann der Nidda. Sehr schön – abgesehen von dem Stück auf der Landstraße zwischen Fauerbach und Bruchbrücken, zu dem es keine Alternative gibt.

In Bad Vilbel hatten wir dann 27,5 Kilometer hinter uns. Das Kind hat den > 20er Schnitt gut mitgehalten, war dann aber zurecht k.o.; immerhin war er eine Woche krank.

Abends noch lecker gegrillt mit der Besten und dann noch etwas Gin getestet.

Wir müssten eigentlich öfters so’ne Ausflüge machen.

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* Wobei die Nebenhöhlen ja auch zu den oberen Atemwegen gehören und von da rutscht es halt eine bis anderthalb Etagen tiefer, sodass es klingt, als sei die Lunge total verschleimt.

Mai – frei

Mai – frei

Am Morgen hatte mich der RB aus dem Bett geschnarcht. Das war meiner Laune nicht wirklich zuträglich. Aber ich war dann erstmal wach und so buk ich ein Brot (der Bäcker hatte heute zu) und Waffeln (möglicherweise habe ich das für mich perfekte Rezept für Brüsseler Waffeln entwickelt).

Am Nachmittag habe ich einen schönen Fahrradausflug mit dem Kind, das un.be.dingt das neue Rad ausführen wollte, und dem RB, der unsprünglich etwas unwillig war, gemacht. Am Main war es nicht so schön, also schon, aber die ganzen Fußgängerinnen und anderen Radfahrerinnen sind halt anstrengend und an so einen freien Tag halt auch derer viele. Im Stadtwald war es dann aber zwar nicht menschenleer, aber sehr schön. Die Tour führte durch viel Bärlauch. Wirklich viel blühenden Bärlauch und das muss ich mir unbedingt fürs nächste Jahr merken.

Wir hielten erstmals an der Oberschweinstiege für ein Essen (Kurzfazit: nicht so schlecht). Auf dem Rückweg dann bei einer der Besten, die just wieder aus dem Urlaub zurück war, vorbeigefahren und sie zum Essen bei uns eingeladen.

Abends dann lecker gekocht: selbstgemachte Tagliatelle mit Bohnensoße. Das war sehr gut und mal wieder was anderes. Und ich freue mich immer noch wie ein kleines Kind, dass mir Twitter eine Nudelmaschine (so ein traditionelles Ding zum Kurbeln) beschert hat.

Das waren definitiv nicht die letzten selbstgemachten Nudeln. Und die Soße ist auch sehr gut.

 

Off-Topic:

  • Festgestellt, dass ich nicht mit der WordPress-App auf dem neuen Handy bloggen kann. Das macht vieles schwieriger (und nerviger). Aber vielleicht lässt sich das Problem lösen.
  • Weil Frau Brüllen fragte, habe ich den Post für „meine“ Grie Soß (also so wie ich sie mache) auf dieses Blog umgezogen. Hier, bitte schön. (Der Post vom alten Blog wird dann bald abgeschaltet.
Luxus

Luxus

Heute fuhr ich mit zwei Fahrrädern im Kofferraum durch hessische Lande, also von Frankfurt nach Wiesbaden und zurück. Das war so nicht geplant, aber ließ sich heute morgen um 11h00 auch nicht mehr ändern. Ich hätte sonst umständlich nach Hause fahren müssen, Räder ausladen und dann … ach … war ich auch ein wenig gefühlig, denn um 11h00 war die Gurke, wie ich liebevoll das uralte Motobecane-Rad meines Vaters nannte und dass ich seit einiger Zeit für Stadtfahrten nutzte, für tot erklärt worden. Ich hatte ja gehoff, dass es mit „neue Kette“ drauf nochmal eine Weile gute Dienste leisten können, aber die Fahrradmechanikerin sprach sehr fachfrauisch und vertrauenserweckend, dass ich schweren Herzens einsah: Das Rad ist nicht mehr zu retten. Vielleicht hänge ich den Rahmen mit der Gabel einfach an die Wand.*

Kurz zuvor hatte die Mechanikerin schon das Rad vom midi-monsieur in Augenschein genommen. Da war – das wusste ich schon vorher – mindestens die Hitnerradbremse kaputt, aber auch sonst bräuchte es dringend eine Wartung. Die Fachfrau sprach aber auch von einem neuen Antrieb – also Ritzel, Kettenblätter und Kette (ja, die war besonders ausgeleiert). Aber bevor sie über all das sprach merkte sie äußerst genau an, dass das Fahrrad ja größenechnisch ausgereizt sei. Ja, auch das stimmte: Weiter hoch hätte der Sattel nicht gekonnt. Klar wären die erforderlichen Reperaturen möglich und sicherlich auch sinnvoll, ABER halt nicht für ein Rad, das das Kind höchstens noch 6 Monate fährt und dann halt definitiv rausgewachsen sein wird. Zumal die Kosten für die Reparaturen so hoch wären, dass ich davon auch ein neues Rad für das Kind bekäme.

Also lud ich die Räder wieder ein und fuhr sie halt durch die Lande.

Am  Nachmittag kam dann eins zum anderen: Ich war früher zurück als gedacht, der gefundene Parkplatz lag so, dass ich noch einen kleinen Schlenker zum Drahteselhändler des Viertels machen konnte und dort auch zwei potentielle Objekte fand. Dann war immer noch so viel Zeit, dass ich das Kind vom Hort abholte und mit ihm die Vorauswahl genauer begutachtete. Es passte nur das eine der beiden, aber dafür so gut und der midi-monsieur war so happy, dass wir es direkt mitnahmen. Schließlich braucht er ein Fahrrad.

Das Fahrrad ist letztlich ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk, aber dennoch bin ich sehr dankbar, dass ich „einfach so“ ein neues (ja, diesemal nagelneu) Rad kaufen kann.

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* Mal abgesehen davon, dass ich nicht wüsste, an welche Wand, fände der RB das sicherlich auch nicht so knall. Ich werden dem Rad wohl anders ein Denkmal stechen lassen setzen.

Beherrschung

Beherrschung

Es hat mich heute sehr viel Beherrschung gekostet, bei Kilometer 28 nicht ganz laut zu fluchen. Ein paar Meter zuvor hatte es sich schon angekündigt. Der rechte Oberschenkelmuskel machte Andeutungen, ziemlich gleich zuzugehen (ich bin mir nicht sicher, ob das ein Krampf ist, es fühlt sich anders an). Also machte ich den Fuss aus dem Cleat, um das Bein auszuschütteln. Doch dabei deutete der linke Oberschenkelmuskel an, ebenfalls gleich zuzugehen. Gut, dass der rechte Fuß schon vom Pedal gelöst war. Vermutlich wäre ich sonst vom Rad gefallen, denn beide Muskel waren in dem Moment, in dem ich zum Absteigen bremste, zu. Da ging gar nichts mehr. Irgendwie kam ich vom Rad und dann musste ich warten. Vorsichtig massieren. Kleine Bewegungen. Trinken. Essen. Vorsichtig massieren. Kleine Bewegungen. Nach ein paar Minuten ging es dann wieder. Ich schob das Rad den Rest der kleinen Steigung hoch und schwang mich dann wieder aufs Rad. Ich versuchte, nicht zu viel zu powern. ABER dabei kann ich mich halt nur schwer beherrschen. Da war es ganz gut, dass bei Kilometer 32 eine U-Bahn-Haltestelle war, an der ich in „meine“ U-Bahn eingesteigen konnte. Es war zwar nur eine Haltestelle weit, aber es ersparte mir die Ansteigung nach Hause. (Zum Glück kann ich mich dahingehend mittlerweile gut beherrschen, dass ich niemandem was auf dem Rad beweisen muss.)

Aber ansonsten war es eine tolle Tour.

40

40

40 ist die neue Dreißig. Oder ist 30 die neue Vierzig? Naja, egal, auf jeden Fall waren der RB und ich heute 40 Kilometer unterwegs, von denen wir 30 Kilometer auf dem Rad selbst verstrampelt haben. Die übrigen zehn sind wir drei Stationen mit der RB gefahren – also der RB von der Bahn (herrje, das fällt mir ja jetzt erst auf, dass es da eine Konfusion geben könnte, naja, immer noch besser als die Abkürzung für seinen Laden). Auf jeden Fall war es ein sehr schöner Nachmittag bei bestem Wetter. Das fand Scott auch, der un.be.dingt mit wollte und das Glück hatte, dass ich immer noch die Lenkertasche habe.

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* Das Internet (und der Muggle) sind nicht im Bild. Dafür das Deutsche Goldschmiedehaus.

Eierlaufen

Eierlaufen

Wenn eine den Wecker zwar stellt, aber nicht für Samstag aktiviert, kann es sein, dass eine fast den Saisonstart beim Rugby verschläft.

Aber nur fast.

So habe ich binnen 45 Minuten:

  • das Kind geweckt,
  • Waffelteig gemacht,
  • das Kind zum Anziehen bewegt,
  • mich angezogen,
  • das Kind befrühstückt,
  • das Kind angetrieben, sich um Mundschutz und Trinkflasche zu kümmern,
  • eine Kiste mit Waffelteig, Bananen und Nüssen aufs Rad geschnallt
  • per Pedale mit Kind in 10 Minuten den Pitch erreicht

Der Saisonauftakt war gut. Aber die Konstellationen bleiben weiterhin spannend, wenn nicht sogar anstrengend.

12von12

12von12

Mit dem Bloggen hakt es derzeit etwas – Hitze, viel zu tun, RL und so -, da nutze ich gerne 12von12, um das Blog zu füllen.

Mehr 12von12 wie immer bei Draußen nur Kännchen.

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* hat leider nur bedingt geholfen

** Rumpenheimer Fähre

*** Main

**** Accra Circle in Offenbach, Ghanaisches Restaurant

Spießigkeit kennt keine Grenzen …

Spießigkeit kennt keine Grenzen …

… Spießigkeit kennt kein Pardon. Obwohl ich gar nicht so genau sagen kann, warum ich mit einer Lenkertasche Spießgkeit verbinde. Aber seien wir mal ehrlich: Eigentlich bin ich ziemlich spießig. Also finde ich. Und das Kind auch, wenn es gerade mal wieder beim Papa Party machen durfte. Und da ich ja jetzt eine Lenkertasche habe, ist diese auch spießig: Wie der Herr, so’s Gescherr. Oder so. (Ja, das ist alles nicht ganz logisch, aber beim Schreiben hatte ich so dreivierfünf Sauergespritzte intus.)

Wie dem auch sei, ich habe mir also letztens, weil ich bei limango darüber stolperte, eine (naja eigentlich zwei, aber ich wollte nur eine) Lenkertasche bestellt. Weil ich mir das praktisch vorstellte: Die wichtigen Dinge vor mir in einer kleinen Tasche. Keine Handtasche, die nicht bleibt, wo sie soll, beim Radeln und doof am Körper baumelt. Kein blödes „Rücksack runter, wühlen, Rucksack wieder rauf“. Kein durchschwitzter Rücken vom Rucksack. Mein Handy griffbereit, denn immerhin lasse ich mich ja von ihm navigieren.

Als die zwei Taschen da waren, war schnell klar, dass die, die ich etwas bevorzugt hatte, weil sie etwas handtaschiger war, nicht an den Lenker passte. Ich hielt die andere dran und haderte ein wenig.

Immerhin habe ich ein eigentlich recht sportliches Fahrrad. Und mir tun ja schon die Schutzbleche weh. Aber auch da bin ich – wie auch schon beim Helm – sehr prakmatisch: Form follows function. Sicherheit, Sauberkeit und Praktikabilität gehen einfach vor. Ich muss auf und mit dem Rad keinen Beautywettbewerb gewinnen. Also behielt ich die Tasche und sie leistet mir seitdem gute Dienste. Der erste Einsatz in Köln wurde mit Bravour geleistet. Und ich war überrascht, was für ein Raumwunder sie ist.

Was sehr praktisch ist, ist der Schultergurt. Sie ist vielleicht etwas breit, aber lässt sich dennoch als sehr sportliche Handtasche tragen.Die im Lieferumfang enthalten Regenhaube hat mir auch schon zweckbestimmte und nicht-zweckbestimmte Dienste geleistet. Letzteres als ich bemerkte, dass die Lenkertasche das vordere Klemmlicht verdeckt und ich das Licht kurzerhand unter die passend zurecht gezuppelte Regenhaube klemmte und so doch ein Frontlicht hatte.

Ich habe noch eine Kartenhülle, die oben auf die Lenkertasche geklettet werden kann. Aber wer nutzt denn noch Karten? Also zum Radfahren?! Aber ich hatte ja noch so eine Handy-Klemmhülle, von der ich mich bislang nicht trennen konnte, aber auch nie genutzt hatte.

Ich modifizierte sie etwas und klebte dann passend zu den Klettstreifen auf dem Taschendeckel zwei Klettstreifen hinten drauf (ja, schwarz wäre schicker gewesen, aber die konnte ich auf die Schnelle nicht auftreiben). Ähnliches – also nur einen Klettstreifen – klebte ich auch unten ans Klemmlicht.

So sollte es morgen gehen, wenn wir zur Grube Messel radtouren und ich ja irgendwie sehen muss, wo es lang geht.