Browsed by
Kategorie: Cyclista

RudeBelge, Tag 2

RudeBelge, Tag 2

X-15 Tage bis zur zweiten Welle

Das Kind besorgt Croissants zum Frühstück.

Danach fahren wir mit den Rädern einkaufen. Wir haben gestern noch einen perfekten Parkplatz gefunden. Den geben wir so schnell nicht mehr her.

Hier war mal Holland…

Einkaufen ist entspannt. Fahrt mit dem Rad auch. Wir essen einen kleinen Happen, packen Picknick und Badesachen ein und schwingen uns wieder auf die Räder. Die französische Grenze lockt.

Einen Kilometer vor der Grenze kommen wir mit den Rädern nicht weiter und wir suchen uns einen Picknickplätzchen.

Der RB und das Kind wollen sich nach dem Picknick nicht bewegen, also gehe ich alleine los. Hach, das tut sehr gut. Ich allein am Meer.

Als ich zurück bin aus Frankreich, zieht das Wetter auf. Wir machen uns auf den Rückweg.

Zu Hause duschen wir alle und dann ziehen wir los, um Fritjes essen zu gehen. Dienstags ist Essengehen in Belgien etwas schwierig, aber wir bekommen Pommes, Kippcorn und Frikandel.

Nunja, Frittiertes ist nicht so ganz meins. Aber wenn in Belgien, muss eine ja mal Pommes gegessen haben.

RudeBelge, Tag 1

RudeBelge, Tag 1

X-14 Tage bis zur zweiten Welle

Entspannte Anfahrt ist entspannt. Es war auch nicht stressig, dass ich morgens noch schnell Post für die nun in Belgien wohnende Freundin und Zimtschnecken für uns abgeholt habe. Ich tetrisierte die letzten Sachen ins Auto.

Und dann konnten wir pünktlich los.* Machten den geplanten Schlenker über Wiesbaden, um meinen Arbeitsrechner für eine Reparatur abzugeben.

Fahrt war problemlos. Ein Fahrerinnenwechsel. Der RB „kämpfte“ sich durch Belgien – um Antwerpen und Gent war es etwas zäh. Wie von mir „vorausgesehen“ kamen wir kurz nach 17h00 an unserer ersten Urlaubsstation an. Unser Vermieter begrüßte uns, erklärte uns die wichtigsten Dinge. Wir richteten uns kurz ein, …

Danach drehten wir eine Runde am Strand.

Ooooh, es tat so gut: Luft, Wasser (zumindest das, was die Ebbe übrig gelassen hat), Barfuß im Sand.

Die Preise in den Restaurants sind huiuiui. Wir waren aber für Einkaufen zu spät dran, als wir vom Strand kamen. Gut, dass wir uns ein Notfallessen*** mitgenommen hatten.

Ach, das war eine gute Idee, nicht auf Urlaub mit Wegfahren zu verzichten. Wir haben es so bitter nötig.

Bonne nuit

————————–
* Ich wollte spätestens um 11h00 unterwegs sein, der RB meinte darauf: „Lass uns 10h00 anpeilen.“ Hihi. Wir fuhren um 10h30 los.

** Die Bäckerin sagte mir, dass sie besser schmecken, wenn sie etwas warm sind. Da das im Auto in der Sonne nicht geklappt hat, nutzten wir die Mikrowelle in der Ferienwohnung.

*** Nudeln, Soße, Gemüse, Thunfisch

X-6 Tage bis zur zweiten Welle

X-6 Tage bis zur zweiten Welle

Sonntag – wir müssen raus.

Zunächst erstmal auf den Balkon zu einem späten Frühstück.

Dann wabern wir so rum. Ich plane die Route für die Radtour. Und schicke kurz, bevor wir losfahren, eine e-Mail an den Kv ab. Auf Deutsch.

Gegen 14h45 kommen wir endlich mal los. Es ist bewölkt und nicht zu heiß. Ideales Radfahrwetter. Unser Ziel: Ein Gadde nordwestlich von uns. Die Tour ist sehr entspannt, so gut wie keine fiese Steigung und 13 Kilometer sind auch nicht so lang. Der RB ist aber nicht gut drauf und ich habe schon fast ein schlechtes Gewissen.

Im Gadde angekommen fängt es an zu regnen. Zum Glück ist der Schirm groß genug. Es wird gequatscht, gegrillt, gekokelt. Es hört auf zu regnen und wir müssen uns wieder auf den Rückweg machen. Ein anderer Weg als hin, um Steigungen zu vermeiden. Ich bin schon ein bisschen froh, dass der RB heile zu Hause ankommt. Er ist nicht fit.

Zu Hause beschäftigen uns die Reaktionen des Kv: Ich habe drei e-Mails* bekommen und das Kind eine Sprachnachricht**. Sie trieft vor Ironie. Das Kind ist angewidert. Er ist fertig. Ich bin es auch. Auf einmal merke ich, dass ich nicht mehr kann*** und vor allem auch warum: Seit > 15 Wochen ist mein Gehirn dauerhaft angeschaltet. Neuer Alltag, Job, Ängste vom Kind, Hilfe beim HomeSchooling, Diskussionen mit Lehrkräften, Virtuelles Klassenzimmer organisieren, Sorgen um meine Eltern, Ängste vom RB, Job, immer nerviger werdende Absprachen mit dem Kv, Mischung aus Präsenzunterricht und HomeSchooling, wieder geänderter Alltag.

Vielleichtermutlich könnte ich noch mehr fürs Kind tun. Eine könnte immer mehr tun. Aber dennoch sind wir bislang gut durch diesen neuen Alltag gekommen. Und anstatt rumzuspinnen und durchzudrehen, sollte der Kv mir lieber danken.****

Auf dem Weg ins Bett fielen noch ein paar sehr heftige Sätze. Dieser Sommer wird eine Zäsur sein. Die Kind-Kv-Beziehung hat einen Knacks.*****

——————————-
* Weniger impulsiv, dafür mit mehr Hirn hätte es auch getan, aber das ist einfach zu viel verlangt.

** Eigentlich sind es zwei, aber die zweite ist mal wieder das übliche „Je t’aime“-Blabla, das das Kind schon nicht mehr ernst nimmt.

*** Ich kann ja dann doch irgendwie immer wieder.

**** Das wird natürlich nie passieren.

***** Wobei „Knacks“ halt ein Euphemismus ist.

Tag 90 seit der Abschottung

Tag 90 seit der Abschottung

Der Wecker soll um 10h00 klingeln, aber um 9h15 werde ich wach, weil die Blase es so will. Ich verscheuche das Kind vom Fernseher und lege mich nochmal hin. Um 10h00 will ich noch nicht aufstehen. Um 10h30 bringt mir das Kind Tee ans Bett um 11h00 werde ich wach und stehe auf. Hoch lebe der Feiertag. Der RB war schon Brötchen jagen. Etwas schwierig am Feiertag. Wir frühstücken. Dann wechseln das Kind und ich den Schlauch an seinem Vorderrad. Wir machen uns fertig für die Radtour (das Kind wollte unbedingt eine Radtour). Ein Glück, dass heute Feiertag ist, denn Sonntag fällt als Wandertag aus, da das Kind Geburtstag hat. (Und Samstag geht auch nur schlecht, denn da muss ich ja Geburtstagskuchen backen.) Der Himmel ist zwar ziemlich verhangen und auch recht dunkel, aber wir fahren dennoch los. Ich habe ja extra eine Tour mit Else geplant, die uns nicht am Main langführt. Das wäre zwar kürzer, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich danach in den Nachrichten stattfinde, ist zu hoch. Dafür ist der Main grundsätzlich und derzeit im Besonderen zu überlaufen. Da macht Fahrradfahren auch nur wenig Spaß. Dafür war die Route ohne Main erfreulich menschenarm (wenn auch nicht so menschenleer wie unsere Wanderrouten).

Und weil es so gut in die Route passt, fahren wir bei Jette und ihrer Familie vorbei. Also nicht nur vorbei, sondern wir sitzen mit ihnen zusammen auf der Terrasse, unterhalten uns und trinken Tee, Kaffee und Wasser und essen Kuchen. Das fühlte sich gar nicht komisch an, sondern war ziemlich schön (komisch ist bloß, dass wir uns nicht zur Begrüßung umarmen). So echte Menschen in Echt sehen. Danke, dass wir da sein durften! (Und der Kuchen war auch sehr lecker.) Gestärkt machen wir uns auf den Rückweg bzw. die zweite Hälfte unserer Tour.

Als wir in Offenbach kurz Halt machen und wir uns nicht entscheiden können, was wir essen wollen*, aber wenigstens können wir uns darauf einigen, dass wir nicht mehr mit den Rädern weiterfahren wollen und steigen nach 36 Kilometern auf den Rädern in den Bus. Und während wir im Bus noch überlegen, ob wir wirklich Pizza bestellen wollen, fahren wir am Weida vorbei, das auf dem Platz davor Tische stehen hat, die nicht dicht an dicht besetzt sind. Da wissen wir nicht nur, was wir essen wollen, sondern auch dass wir dafür – zum ersten Mal seit der Abschottung – rausgehen würden. Wir bringen die Räder nach Hause. Der RB macht sich frisch und geht Geld holen, ich gehe duschen. Das Kind muss (sic!) kurz daddeln. Wir treffen uns am Restaurant.

Das Kind darf früher nach Hause, der RB und ich genießen noch unser Schnäpsje und machen zwei Schlenker durchs Dorf. Ja, es ist viel los draußen, da wo die Leute sitzen dürfen. Aber es ist nicht dicht an dicht und ohne Rücksicht.

Zu Hause gibt es einen kleinen Eklat mit dem Kind**, in folgedessen ich eine schon mehrfach angedrohte Konsequenz*** wahr mache. Das Kind ist kurz etwas konsterniert darüber, aber ist letztlich froh drum, weil er eigentlich total müde und k.o. ist von Radtour. Er geht freiwillig Zähneputzen und dann lese ich ihm vor.

Seit 90 Tagen zähle ich die Abschottungstage. Begonnen habe ich am 14. März, da war ich schon 2 Wochen im HomeOffice, am 13. März wurde bekannt gegeben, dass die Schulen ab 15.3. geschlossen werden. Seitdem war ich – mit heute – nur dreimal zum Vergnügen**** unter bzw. bei Menschen. Uff. Vielleicht müssen und sollten wir den Sommer einfach genießen. Die nächste Welle kommt bestimmt.

———————————–
* An Ausflugtagen haben wir ja bislang in der Regel bestellt, damit keine von uns mehr kochen muss.

** Das Kind hatte, als es nach Hause kam, schnell seine Schuhe abgestreift und einfach mittendrin stehen lassen. Zudem ging bei ihm die Klospülung nicht, obwohl er sie – gaaaaaanz sicher – gedrückt hatte.

*** Da das „vergessene“ Spülen immer wieder ein Thema ist, habe ich ihm schon mehrfach gesagt, dass er Tabletverbot bekommt, wenn das vorkommt, aber bislang nicht durchgezogen. Diesmal nahm ich im das Tablet direkt weg und ich weiß noch nicht, wann er es wiederbekommt. (Und ja, es hat unmittelbar mit dem Tablet zu tun. Denn immer, wenn er an dem Ding hängt, werden Toilettengänge schnellschnell und auch nur auf dem letzten Drücker unternommen. Dabei vergisst er gerne mal die Spülung.)

**** Einkaufen ging und gehe ich ja weiterhin.

Abschottung, Tag 78

Abschottung, Tag 78

Der RB und der Junior RB lassen mich ausschlafen. Um 10h45 wache ich auf. Tee ist fast fertig und dann frühstücken wir. Gestärkt übe ich mich in Bondage sichere ich das Paket, das die Freundin in Belgien mit Sommerklamotten versorgen soll, mit viel Pakettesa.

Weil ich doch nicht mit dem RB mitfahre, um zum Markt zu kommen, verheddere ich mich etwas in der Geburtstagsgeschenkbestellung fürs Kind. Glücklicherweise, denn so bin ich noch zu Hause, als die SMS vom Radladen kommt, dass mein Rad inspiziert und repariert ist. Yeah!

Ich mache mich fertig, nehme Helm und Schloss mit und gehe zum Radladen. Die Werkstattschlange ist erfreulicherweise nicht sehr lang und schnell habe ich mein Rad wieder. Yeah!

Auf dem Rad fahre ich zum Markt. Unterwegs will ich noch Geld abheben – auf dem Markt geht ja nur Bargeld -, aber die Automaten sind leer. Ich fahre trotzdem zum Markt. Ich will ja nur zum Metzger.

Als ich dran bin, leite ich ein: „Ich habe ein Problem. Der Geldautomat unterwegs war leer und jetzt habe ich kein Bargeld. Bekomme ich trotzdem was und kann es nächste Wiche bezahlen?“ „Kein Problem. Wir kennen Sie ja.“

Mit Uffschnitt und Grillfleisch radel ich wieder heim.

Das Kind und ich essen Erdbeeren und telefonieren mit meiner Mutter. Gegen 18h00 scheuche ich das Kind auf, dass wir doch noch mal nach besseren Wanderschuhen für ihn gucken sollten. Als wir losgehen, kommt der RB gerade wieder.

Vor dem Schuhladen ist eine ziemliche Schlange. Es dürfen nur 18 Menschen in den Laden und anscheinend bietet sich Samstagabend 30 Minuten vor Geschäftsschluss bestens für Familienausflüge* in Schuhläden an. Wir haben Glück: erstens dürfen wir um 18h35 noch rein und zweitens finden wir ein paar Wanderschuhe (und ein Paar Halbsandalen**) fürs Kind.

Wieder zu Hause kümmern wir uns ums Abendessen (der RB und ich) und Balkongießen (das Kind). Dann Essen und bevor wir unsere Kinoabendreihe „Filmklassiker füts Kind“*** beginnen, setze ich noch schnell Krautsalat an****.

————————–
* Ja, wir sind auch eine Kleinstfamilie. Aber halt nicht Mutter, Vater Kind(er) und Säugling, der als Mensch zählt.

** Keine richtige Sandalen, eher so eine Art Trekkingsandale, aber vorne geschlossen

*** Heute „Blues Brothers“, den auch ich zum ersten Mal sehe.

**** Ob der Menge werden wir die nächsten 10 Tage Krautsalat essen (müssen).

Abschottung, Tag 68

Abschottung, Tag 68

Ich rede einfach nicht mehr über meinen Schlaf. Ändert ja auch nichts.

Das Kind hat mittwochs Unterricht in der Spätschicht. Daher steht der Wecker wieder human auf 9h00. Ich schlapfe recht zügig direkt an den Arbeitsrechner und arbeite bis 18h00 quasi durch. Nagut, ein paar Unterbrechungen gab es:

  • Kind zur Schule losschicken (wie schön*: Die Nöltiraden gegen die Schule sind wieder da.)
  • Anruf, dass meine Gabel repariert werden kann <3
  • Telefonat mit einer Mutter aus der Klasse
  • Brezellieferung mit Fensterdate
  • Kind zum Rugby losschicken
  • Anruf von meiner Vorgesetzten mit der dringenden „Ermahnung“, das lange Wochenende zu genießen**.

Nach getaner Arbeit gehe ich duschen und dann einkaufen. Ich habe Glück: Es ist weder voll noch stressig im Supermarkt. Allerdings habe ich keinen Plan, was wir heute und morgen kochen bzw. essen wollen und kaufe etwas planlos ein. Als ich wieder da bin, ist es schon fast Zeit für die #CorotäneKneipe. Gut, dass es heute Antipasti und so gibt.

Als der RB nach der Arbeit nach Hause dazu kommt, müssen wir „weiterarbeiten“: Er hat drei Weine zum Verkosten mitgebracht. Was soll ich sagen?! Wein ist heimtückisch. Solange ich sitze, geht das läuft der ganz gut, aber sobald ich aufstehe, kommt ab einem gewissen Pegel der kleine Mann mit dem Holzhammer. Und so schaffte ich es irgendwann nicht mehr zurück vor den Bildschirm, sondern legte ich in Bett. In voller Montur.

Immerhin habe ich es noch geschafft, den Wecker auszustellen, bevor ich komatös einschlief***

—————————–
* nicht…

** Ich werde was machen (müssen), damit sich nächste Woche nicht alles ballt und stapelt.

*** War wohl nötig.

 

Erste Oktoberschnipsel

Erste Oktoberschnipsel

Heute kurz geschmunzelt, als ich einen Anfall von Kompetenzgerangel erleben durfte. Aber da werde ich bezeiten noch ein Machtwort sprechen (lassen), denn es ist durchaus albern zu meinen, sich mit mir messen zu müssen. Da stehen einfach mal 15 Jahre Berufserfahrungen maximal drei Jahren entgegen. Und ich weiß, dass ich meinen Job gut kann und auch gut mache.

Auf dem Weg zu meinem Mittagsdate habe ich fast ein Eichhörnchen (eins von den guten roten) überfahren. Es hatte meine Geschwindigkeit mit dem Rad wohl unterschätzt, als es über die Straße flitzte. Naja, zum Glück nur fast.

Ein Date für Juni 2020 fix gemacht: Ich werden zu Fanta4 im Waldstadion gehen. Und ich bin sehr gespannt. Denn so richtig gehören die nicht in meine Musikhistorie oder gar -gegenwart.

Aporpos Musikhistorie (und auch -gegenwart): Meine wird zu ca. 85 % auf diesem Internetradio-Kanal gespielt. Sehr cool.

Ich gedenke, mir eine Migräne-Tagebuch-App herunterzuladen. Denn sollte ich mal dazu kommen, einen Termin bei einer Neurologin zu machen, muss ich für diesen vorbereitet sein: Kopfschmerztagebuch ist mindestens Pflicht. Beruflich muss ich mich gerade viel mit dem Thema beschäftigen, deswegen weigere ich mich derzeit noch mehr, meine Kopfschmerzen Migräne zu nennen.

Und ich freue mich sehr, dass dieses Internet mehr ist als nur ein bisschen Online-Welt. Und das reale Menschen nun mal anderen realen Menschen gerne helfen. Manch einer folge ich schon seit über 10 Jahren durchs Netz. Da fühlt eine sich doch schon verbunden. In diesem Sinne:

(4 von 6 Schnipseln wären ohne das komische Internet SocialMedia heute nicht möglich gewesen.)

Luft

Luft

Den einen plagt die Seuche – diesmal rutscht es direkt in die oberen Atemwege* – mit fiesem Husten. Der andere hat labile Bronchien … äh … ist etwas schwach auf der Brust. Und ich, ich musste dringend raus. Nach der Woche mit Kind zu Hause und viel Arbeit habe ich zwar Tageslicht gesehen, aber mehrheitlich nur durchs Fenster. Also beim Blick von drinnen nach draußen.

Des Nächtens kam mir die Idee: Wir fahren nach Bad Nauheim. Mit dem Zug hin und mit den Rädern zurück.

Wir waren etwas spät wach und ich hatte auch erstmal Kopfschmerzen. Doch dann ging alles schnell: schnelles Frühstück, Spurt über den Markt und Speed-Shopping im Discounter. Danach noch schnelleres Umziehen und Paratmachen der Räder und des Ausflugszubehörs. Dann ganz flott mit den Rädern zum Bahnhof und quasi in der letzten Minute in die anvisierte Bahn gesprungen.

Durchatmen.

Das war auch das Motto in Bad Nauheim. Ziel war das Gradierbau I mit der Atemkammer.

Hintenrum zum Gradierbau III bzw. Ludwigsbrunnen bzw. Café am Ludwigsbrunnen, um uns dort mit Kaffee, Apfelschorle und Kuchen zu stärken. Dann nochmal zum Gradierbau I für eine 2. Runde in der Atemkammer.

Ups, da war es auch schon 17h10 und wir mussten retour. Erst folgten wir der Usa, dann der Wetter und dann der Nidda. Sehr schön – abgesehen von dem Stück auf der Landstraße zwischen Fauerbach und Bruchbrücken, zu dem es keine Alternative gibt.

In Bad Vilbel hatten wir dann 27,5 Kilometer hinter uns. Das Kind hat den > 20er Schnitt gut mitgehalten, war dann aber zurecht k.o.; immerhin war er eine Woche krank.

Abends noch lecker gegrillt mit der Besten und dann noch etwas Gin getestet.

Wir müssten eigentlich öfters so’ne Ausflüge machen.

—————-
* Wobei die Nebenhöhlen ja auch zu den oberen Atemwegen gehören und von da rutscht es halt eine bis anderthalb Etagen tiefer, sodass es klingt, als sei die Lunge total verschleimt.

Mai – frei

Mai – frei

Am Morgen hatte mich der RB aus dem Bett geschnarcht. Das war meiner Laune nicht wirklich zuträglich. Aber ich war dann erstmal wach und so buk ich ein Brot (der Bäcker hatte heute zu) und Waffeln (möglicherweise habe ich das für mich perfekte Rezept für Brüsseler Waffeln entwickelt).

Am Nachmittag habe ich einen schönen Fahrradausflug mit dem Kind, das un.be.dingt das neue Rad ausführen wollte, und dem RB, der unsprünglich etwas unwillig war, gemacht. Am Main war es nicht so schön, also schon, aber die ganzen Fußgängerinnen und anderen Radfahrerinnen sind halt anstrengend und an so einen freien Tag halt auch derer viele. Im Stadtwald war es dann aber zwar nicht menschenleer, aber sehr schön. Die Tour führte durch viel Bärlauch. Wirklich viel blühenden Bärlauch und das muss ich mir unbedingt fürs nächste Jahr merken.

Wir hielten erstmals an der Oberschweinstiege für ein Essen (Kurzfazit: nicht so schlecht). Auf dem Rückweg dann bei einer der Besten, die just wieder aus dem Urlaub zurück war, vorbeigefahren und sie zum Essen bei uns eingeladen.

Abends dann lecker gekocht: selbstgemachte Tagliatelle mit Bohnensoße. Das war sehr gut und mal wieder was anderes. Und ich freue mich immer noch wie ein kleines Kind, dass mir Twitter eine Nudelmaschine (so ein traditionelles Ding zum Kurbeln) beschert hat.

Das waren definitiv nicht die letzten selbstgemachten Nudeln. Und die Soße ist auch sehr gut.

 

Off-Topic:

  • Festgestellt, dass ich nicht mit der WordPress-App auf dem neuen Handy bloggen kann. Das macht vieles schwieriger (und nerviger). Aber vielleicht lässt sich das Problem lösen.
  • Weil Frau Brüllen fragte, habe ich den Post für „meine“ Grie Soß (also so wie ich sie mache) auf dieses Blog umgezogen. Hier, bitte schön. (Der Post vom alten Blog wird dann bald abgeschaltet.
Luxus

Luxus

Heute fuhr ich mit zwei Fahrrädern im Kofferraum durch hessische Lande, also von Frankfurt nach Wiesbaden und zurück. Das war so nicht geplant, aber ließ sich heute morgen um 11h00 auch nicht mehr ändern. Ich hätte sonst umständlich nach Hause fahren müssen, Räder ausladen und dann … ach … war ich auch ein wenig gefühlig, denn um 11h00 war die Gurke, wie ich liebevoll das uralte Motobecane-Rad meines Vaters nannte und dass ich seit einiger Zeit für Stadtfahrten nutzte, für tot erklärt worden. Ich hatte ja gehoff, dass es mit „neue Kette“ drauf nochmal eine Weile gute Dienste leisten können, aber die Fahrradmechanikerin sprach sehr fachfrauisch und vertrauenserweckend, dass ich schweren Herzens einsah: Das Rad ist nicht mehr zu retten. Vielleicht hänge ich den Rahmen mit der Gabel einfach an die Wand.*

Kurz zuvor hatte die Mechanikerin schon das Rad vom midi-monsieur in Augenschein genommen. Da war – das wusste ich schon vorher – mindestens die Hitnerradbremse kaputt, aber auch sonst bräuchte es dringend eine Wartung. Die Fachfrau sprach aber auch von einem neuen Antrieb – also Ritzel, Kettenblätter und Kette (ja, die war besonders ausgeleiert). Aber bevor sie über all das sprach merkte sie äußerst genau an, dass das Fahrrad ja größenechnisch ausgereizt sei. Ja, auch das stimmte: Weiter hoch hätte der Sattel nicht gekonnt. Klar wären die erforderlichen Reperaturen möglich und sicherlich auch sinnvoll, ABER halt nicht für ein Rad, das das Kind höchstens noch 6 Monate fährt und dann halt definitiv rausgewachsen sein wird. Zumal die Kosten für die Reparaturen so hoch wären, dass ich davon auch ein neues Rad für das Kind bekäme.

Also lud ich die Räder wieder ein und fuhr sie halt durch die Lande.

Am  Nachmittag kam dann eins zum anderen: Ich war früher zurück als gedacht, der gefundene Parkplatz lag so, dass ich noch einen kleinen Schlenker zum Drahteselhändler des Viertels machen konnte und dort auch zwei potentielle Objekte fand. Dann war immer noch so viel Zeit, dass ich das Kind vom Hort abholte und mit ihm die Vorauswahl genauer begutachtete. Es passte nur das eine der beiden, aber dafür so gut und der midi-monsieur war so happy, dass wir es direkt mitnahmen. Schließlich braucht er ein Fahrrad.

Das Fahrrad ist letztlich ein vorgezogenes Geburtstagsgeschenk, aber dennoch bin ich sehr dankbar, dass ich „einfach so“ ein neues (ja, diesemal nagelneu) Rad kaufen kann.

——————————-
* Mal abgesehen davon, dass ich nicht wüsste, an welche Wand, fände der RB das sicherlich auch nicht so knall. Ich werden dem Rad wohl anders ein Denkmal stechen lassen setzen.