Infiziert vs. erkrankt #3
Da das Kind krank zu Hause ist, beginnt der Tag etwas später als sonst. Ich komme dennoch schwer aus dem Bett. Das Kind schläft noch. Ich teste mich… negativ. Ich fühle mich auch weiterhin gut. Ich mache mir einen Tee, setze mich für einen Moment auf den Balkon und dann an den Schreibtisch. Ich recherchiere für Konferenz 1. Nach Konferenz 1 kommt Konferenz 2 und danach kümmere ich mich um einen Text. Dann nehme ich an einer virtuellen PK teil. Danach endlich mal Pause. Ideensammlung und schon steht Konferenz 3 an. Als die zu Ende ist, habe ich Feierabend. Das ist grob der neue Arbeitsrhythmus. Und der ist deutlich anders als im alten Job. Und deutlich entspannter. Es ist nicht langweilig. Hier und da könnte mMn etwas mehr Tempo rein, aber es ist nicht meine Aufgabe das zu forcieren (und ja, ich bin eine komplett andere Schlagzahl gewöhnt).
Weil ich ja gerade im HomeOffice bin und dadurch nicht mit dem Rad zur Arbeit fahren kann, war ich ganz froh, dass ich „meine“ Patientin Null wieder beliefern konnte. Damit durfte ich einmal quer durch die Stadt hin und zurück radeln. Ich liebe es sehr, mit dem Lastenrad durch die Stadt zu fahren. Es fährt sich gut. Ich komme flott voran. Ich wundere mich echt über die vielen aggressiven Autofahrerinnen.
So langsam glaube ich ja, dass ich nicht mehr erkranke. Was natürlich ziemlich gut wäre. Aber ich will es nicht verschreien. Inkubationszeit liegt bei 2-6 Tagen. Tag 6 ist halt erst am Sonntag.