Infiziert vs. erkrankt #4
Ich glaube, ich habe die ganze Pandemie über noch nicht so viele Test am Stück gemacht. Heute der vierte in Folge. Der vierte negative in Folge. Nein, ich bin damit noch nicht save, aber die Wahrscheinlichkeit, dass ich noch erkranke, sinkt nun tatsächlich.
Ansonsten gab es heute eine Lerneinheit „Erwachsenendinge“ fürs Kind, nachdem er morgens aus seinem Zimmer nach mir krähte: „Mama, wir haben eine Problem.“ Ich konnte mir kein Problem vorstellen, dass WIR am Morgen schon zusammen haben könnten. Ich ging in sein Zimmer und sah: Nein, das ist kein Problem von uns, sondern ausschließlich von ihm. Denn sein Handydisplay war Schrott – nicht nur eine Spider-App, sondern auch ein defekte Anzeige. Ich schickte ihn mit den Worten „da musst Du Dich heute nachmittag drum kümmern“ zur Schule. Ohne Handy.
Am Nachmittag tat er sich etwas schwer, die nächste Gelegenheit in Offenbach zu ergoogeln, die ihm das Handy reparieren könnte. Wir fanden zusammen einen Handyreparierladen – den Besten wie ich später erfuhr -, der gut zu erreichen. Wir besprachen, dass er sich vor Ort überlegen soll, ob er sein Handy da lassen will. Auch abhängig davon, wie viel es kosten würde. Auch da ermunterte ich ihn, selbst zu entscheiden, welcher Preis für ihn ok sei. Im Zweifelsfall könne er ja immer noch sagen, er müsse es mit seiner Mama besprechen. Er fuhr von dannen, kam kurz wieder, um sich des Weges zu versichern, fuhr wieder los und kam zurück. Ohne Handy. Das hatte er direkt da gelassen. Sowohl Preis als auch Reparaturgeschwindigkeit und auch der Laden selbst hatten ihm zugesagt. Am Abend konnte er es direkt wieder abholen. Bezahlen musste er die Aktion von seinem Taschengeld. Denn der Handyzustand hat viel mit Unachtsamkeit zu. Vielleicht lernt er es so mehr wertzuschätzen.