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Kategorie: Schotten dicht

Schwerer

Schwerer

Zweite Welle: Tag 43

Ich war aus. Draußen. In kleiner unterhaltsamer Runde. Das war eine schöne Abwechslung. Es fühlte sich aber auch etwas komisch ungewohnt an: Mit Menschen längere Zeit verbringen, die nicht zu meinem Haushalt gehören.

Ich muss ein bisschen aufpassen, dass ich das nicht verlerne. Ich merke, dass ich extrem im Katastrophenmodus bin: funktionieren, alles am Laufen halten, immer in Habachtstellung. Ich kann eine grundlegende Anspannung nicht abstreiten. Ich habe kein Problem mit der „neuen Normalität“ (zumindest, wenn sich alle an die wenigen Regeln – AHA – halten würden), aber ich merke, dass von meiner Leichtigkeit, meinem Optimismus etwas in der Maske hängen geblieben abhanden geraten ist. Und nein, dass ist nicht dieses „endlich erwachsen werden“. Es ist vielmehr, dass die leichten Momente (Konzerte, spontan Museum, Freundinnen treffen, Umarmungen zur Begrüßung etc.) fehlen.

Ich kann und will nicht wie ein trotziges Kind schmollen, dass ich den SARS-CoV-2 doof finde und dass ich meine altes Leben zurück haben will. Da macht mein Kopf einfach nicht mit. Es ist jetzt wie es ist und wir müssen mit leben. Aber ich finde es doof, dass die Pandemie dazu führt, dass ich viel mehr Gefahr wittere (als eh schon), das Vertrauen in die Menschheit verliere und dass Freundschaften auf dem Prüfstand stehen.

Die Pandemie macht viel mit uns. Und wir werden als andere herausgehen (sollte sie einmal beendet sein). Wir werden nicht zu unserem „früheren Ich“ zurückkehren können.

Bürotag

Bürotag

Zweite Welle: Tag 41

Weil ich heute ein Mitarbeiterinnengespräch hatte, habe ich tatsächlich mein HomeOffice verlassen und bin mit dem Auto (ÖPNV traue ich mich nur wohl dosiert und nicht zu Stoßzeiten) ins Büro gefahren. Mal abgesehen von den drei Malen, wo ich 1) meinen zweiten Bildschirm geholt, 2) den Rechner zur Reperatur abgegeben und 3) den Rechner wieder abgeholt habe, war es das erste Mal seit Ende März, dass ich im Büro war. Promt hatte ich alles vergesen, was ich zum Arbeiten im Büro brauche. Naja, fast alles. Den Rechner und die Maus hatte ich mit, aber ich hatte kein Netzteil und auch keinen Netzwerkadapter dabei. Zum Glück fand sich im Büro Abhilfe.

Das Gespräch lief gut. Das Feedback durchweg positiv. Die Kritik auf sehr hohem Niveau. Und dennoch ärgert mich der eine oder andere Kritikpunkt sehr. Ich weiß noch nicht, wie ich damit umgehen soll. Es kiekst mich, obwohl es das nicht sollte, denn es kommt aus einer Anspruchshaltung der Kritikerin heraus, die tw. einfach überzogen ist, bzw. sich etwas an bestimmten Prozessen grundlegend verändern müsste, damit ich den einen oder anderen Kritikpunkt wirklich ändern könnte. Außerdem nervt es mich, dass mir sowas nicht direkt gesagt wird, sondern halt so ein anonymes Feedback dafür benutzt wird.

Ansonsten war das Arbeiten im Büro erstaunlich angenehm. Ich arbeite ja gerne im HomeOffice und war auch schon oft genug genervt von meinen Bürotagen, aber heute war es eine ganz nette Abwechselung. Vielleicht auch weil nicht so viele da sind und es daher nicht laut und stressig war, weil immer wer was von mir wollen könnte. Neben dem Gespräch habe ich auch ein paar Sachen weggeschafft.

Die Rückfahrt nutzte ich – dank Freisprechanlage -, um endlich mal wieder mit meiner Mutter zu telefonieren. Da ist gerade viel im Umbruch und ich bin gespannt, wie das weitergeht. Und ob das alles so klappt, wie geplant. Zusammengezuckt bin ich allerdings, als sie meinte, dass wir da, wo sie hinziehen werden, ja auch Urlaub machen könnten. Ja, können wir, aber das müssen wir auch wollen.

Immer an der Wand lang

Immer an der Wand lang

Vogel Strauß hat sich den aktuellen RKI-Bericht angeguckt und nunja, die Zählweise muss angepasst werden: Zweite Welle seit 32 Tage

Schon gestern hatte ich mich krank gemeldet. Heute war es nicht besser.

Das Kind ist zum Glück nicht krank und kann so eine neue Sportart ausprobieren. Rugby ist immer noch angesagt, aber leider gab es mit dem Aikido-Trainer einen Eklat. So ist das Kind nun abgemeldet. Aber ihm tat die zweite Nicht-Team-Sportart zum Ausgleich gut und er wollte auch was machen. Weil an der Schule eine Boulder-AG angeboten wird, ksm dieser Sport in seinen Blick. Kurzerhand buchte ich ihm eine Probestunde für heute*. Gerne hätte ich es in der nähergelegenen Boulderhalle versucht, aber die bieten wegen Pandemie keine Schnupperstunden an. So also in der Boulderhalle 5 Kilometer** entfernt.

Es war gut. Er hatte Spaß. Er will das weitermachen.

So soll es sein.

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* Ich buchte für uns zu dritt*** noch eine Schnupperstunde fürs Seilklettern.

** Den Rückweg meisterte er allein. Und ja, dank FamilyLink helikoptere ich. Die Strecke war neu für ihn und zudem ist sie recht stark befahren. Da beruhigte mich der sich kontinuierlich fortbewegende Punkt auf der GoogleMap sehr.

*** Beim DAV ist eine immer in Dreigruppen an Seil und Wand. Und da finde ich es besser, wenn wir das als Haushalt machen und nicht noch eine Unbekannte dazubekommen.

Mittwoch, Ende Juli

Mittwoch, Ende Juli

X-37 Tage bis zur zweiten Welle

Hahaha, lacht mich ruhig aus, dass ich tatsächlich kurz dachte, dass es nach dem Urlaub nicht mehr so stressig sein würde wie vor dem Urlaub. Tja, ich hätte es ja auch nicht ahnen können. Nein, nein. Die To-Do-Liste, die ich vor dem Urlaub für nach dem Urlaub geschrieben hatte, war ja auch total kurz. Nicht.

Manchmal bin ich etwas putzig.

Nicht putzig, sondern toll war das Bild, dass sich gestern bei der #CorotäneKneipe bot. In dem einen Bild waren nicht – wie üblich – mein langjährigster Freund J. mit (seiner) Freundin A. zu sehen, sondern auch noch Frau und Herr Rabe sowie die Rabenkinder. Das hat mich sehr gefreut.

Lustig ist die Konstellation: J. und ich sind seit der Schulzeit ca. 25 Jahren befreundet. A. und Herr Rabe kennen sich ebenfalls aus der Schule. Die Schule war bei uns vier die gleiche. Frau Rabe wiederum war auf der gleichen Schule wie mein jüngerer Bruder (aber die kennen sich nicht). Dennoch sind Frau Rabe und ich das Bindeglied. Wir kennen uns aus diesem komischen Internet. Tja, auch da kann eine Freundinnen finden. Und letztlich ist die Welt ein Dorf so groß wie Bielefeld.

Franz und Ferdinand

Franz und Ferdinand

X-29 Tage bis zur nächsten Welle

Yeah, immer noch Urlaub. Das fühlt sich echt gut an. Ich könnte jetzt so weitermachen, aber morgen muss ich wohl wieder ran. Der RB hat nicht mehr frei und ist schon relativ früh gen Laden aufgebrochen. Das Kind zieht am frühen Nachmittag auch los, um sich im Park die Zeit zu vertreiben. Yeah, yeah, ich habe die Wohnung für mich. Ruhe ist doch was Feines.* Ich mache was, was ich schon seit dem Urlaub machen wollte: ausgiebige Mani- und Pediküre.** Ich schlumpere ein wenig durch die Wohnung, bereite das Essen vor, gehe duschen und dann fällt mir ein, dass ich ja eine Lebendfall für die Mausbabys besorgen wollte. Auf zum besten Mini-Baumarkt überhaupt. Passend denke ich daran, dass wir noch Ersatz für den weg’gen Ameisenbaum brauchen. Und wenn ich eh schon mal unterwegs bin, dann kann ich auch gleich mal einen neuen Föhn kaufen.***

Zu Hause bestücke ich die Lebendfalle und stelle sie auf. Und auch der Baumersatz wird direkt montiert, damit Lichter- und Wimpelkette nicht mehr beim Grillen stören.

Das Kind kommt nach Hause und wir beobachten die Mausbabys, die das Kind Franz und Ferdinand genannt hat.

Der RB kommt nach Hause und wir esssen.

Tomatensuppe mit Pute, Avocado und – nicht im Rezept – Erdnüssen.*****

Dann bin ich auf einmal sehr müde. Sehr, sehr müde und ich lege mich erstmal hin, während die #CorotäneKneipe schon anfängt. Der RB hält erstmal die Stellung. Ich komme später dazu.

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* Das zum Thema, dass ich dem Kind Umgang mit dem Vater verweigern würde: MIT.NICH.TEN! Ich liebe diese Auszeiten voneinander.

** Für Lack habe ich mal wieder keinen Nerv.

*** Der alte ist mittlerweile in mehrere Teile zerfallen. Er föhnte zwar noch, aber so ganz geheuer war mir das nicht.

**** Diese Sonnenschirmhalterung begleitet mich seit ca. 18 Jahren. Ich konnte mich bislang nicht trennen. Und nun, tadaaaa, hat sie wieder einen Zweck.

***** Für die Erwachsenen des Haushalts mit Koriander.

Verwaist

Verwaist

X-28 Tage bis zur zweiten Welle

Es war sooo schlau, noch heute (und morgen) noch frei zu haben. Der RB hat heute auch noch frei.

Der Tag beginnt mit einer Leiche: Die eine der gestern aufgestellten Fallen war „erfolgreich. Eine Maus ist mausetot. Der RB muss sie entsorgen, war für einen Lachflash sorgt. Denn der RB kommt kurz nach Entsorgung wieder: „Ich brauche einen Spaten.“ ??? „SuperCat ist der Maus hinterher gesprungen.“ Ich finde das lustig, weil ich das Bild so lustig finde, wie die Mausefalle dem RB aus der Hand in die Biotonne flitscht. Das Kind lacht, weil er zunächst denkt, dass SuperCat eine echte Katze ist.

Letztlich ist es aber auch traurig, denn die Leiche war wohl eine Mausmama. Später, als wir auf dem Balkon sind, sehen wir zwei Mausbabys: Oh nein, wir haben kleine unschuldige Mäuse zu Waisen gemacht. Ich fühle mich schlecht.

Ansonsten schlumpern wir so in den Tag, machen einen Essensplan für die Woche – nach Urlaub und „Lockdown“ ist hier wieder LowCarb angesagt -, das Kind hat sich unsere Unterhaltung von gestern zu Herzen genommen und geht raus. Der RB und ich gehen einkaufen. Am Ende der Pflicht setzen wir uns tatsächlich ins draußen vor ein Café und trinken Cappuccini (also jede einen).

Als wir nach Hause kommen, ist das Kind immer noch draußen. Um 19h00 ruft er (pünktlich) an, um zu sagen, dass er erst um 19h30 nach Hause kommt.

Der Rest des Abends verläuft unspektakulär.

X-13 bis zur zweiten Welle

X-13 bis zur zweiten Welle

Der Tag ist etwas unkoordiniert. Wir schlafen zwar nicht bis in die Puppen, aber irgendwie fehlen hinten raus zweidrei Stunden.

Weil ich mich gestern noch weiter über die Ignoranz der Schule uffgerescht hab, werde ich noch nachts ak- und kreativ. Das Ergebnis überreiche ich dem Kind, als er morgens ins Bett kommt.

Alles muss eine selber machen*

Er hat sich sehr gefreut (und ich mich auch, weil er meine Schrift lesen konnte ).

Dann Frühstück, rumkruschen, packen bzw. Sachen zusammensuchen, mit meiner Mutter telefonieren. Wir wurschteln so nebeneinander her. Weder effizient noch effektiv. Um wenigstens produktiv zu sein, mache ich mich an das eine Textprojekt. Als ich es wegschicke, ist es viel später als gehofft. Der RB fängt an zu kochen. Ich tetrisiere unsere drei Fahrräder ins Auto.**

Weil ich seit Tagen unkoordiniert wegen der Blumen bin, haben wir keine Blumensitterin. Also stellen wir alle Blumen auf den Balkon und hoffen, dass es hin und wieder regnet in unserer Abwesenheit.

Wir freuen uns alle sehr auf Urlaub. Das Kind ist dennoch angespannt. Die Situation mit dem Kv ist ungeklärt. Er, also das Kind, möchte nicht mit dem Kv sprechen und verweigert die Annahme jedes Anrufes. Ich will auch nicht mit ihm kommunizieren. Seine letzten Nachrichten zeigen deutlich, dass er eh nicht auf mich hören würde. Wir werden ihn wohl morgen Abend, wenn wir angekommen sind, darüber unterrichten, dass wir im Urlaub sind.

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* Idee darf gerne geklaut werden.

** Der RB und ich sind unszum Glück einig, dass ich besser packe.

X-12 Tage bis zur zweiten Welle

X-12 Tage bis zur zweiten Welle

Verdammte Axt. Wie kann eine denn so dermaßen igorant sein?! Gestern gab es also Zeugnisse. Das Kind brachte drei „amtliche“ Zettel – insgesamt vier bedruckte Seiten – aus der Schule. Und auf keinem einzigen steht auch nur ein einziges Wort über die besondere Situation im vergangenen Halbjahr. Kein einziges verdammtes Wort darüber, dass das Kind sich an 35 Schultagen, die er ausschließlich zu Hause gelernt hat, wirklich bemüht hat. Aufgaben regelmäßig abgegeben hat, sich neue Themen selbstständig erarbeitet hat, trotz fehlendem Feedback* bei der Stange geblieben ist. Nichts. Gar nichts.

Ich bin enttäuscht. Ich weiß nicht, ob das Kind enttäuscht ist. Er hat bei solchen Dingen eh immer so eine negative Grundhaltung.**

Und sauer bin ich auch. Dieses Zeugnis, das so tut als sei nichts gewesen, ist eine Frechheit. Und es ist auch eine Frechheit, dass es die Schulleitung nicht für nötig hielt, noch einen Brief an die Kinder u/o die Eltern zu richten. Ein Brief, in dem die Leistungen der Kinder – und ja auch der Eltern – gewürdigt werden. In dem erholsame Ferien gewünscht werden. In dem erklärt wird, wie es nach den Ferien weitergehen soll. Nichts. Gar nichts.

Das Kind geht auf eine ganztägige Gesamtschule. Und das sehr, sehr bewusst. Sowohl Gesamtschule als auch Ganztag. Denn ich wollte, dass das Lernen vorrangig in der Schule stattfindet. Dass wir unsere Nachmittage und seine – in der Regel wenige – Freizeit nicht auch noch mit Hausaufgaben belasten müssen.

Nun fand an insgesamt 59,5*** Tagen seit der Schulschließung Lernen in häuslicher Umgebung statt. Und so selbstständig das Kind auch ist und – wenn ich ehrlich bin – auch sein muss, so musste ich doch immens viele Aufgaben übernehmen, für die es ausgebildetes Personal gibt. Für die es eine Institution gibt, in denen diese Aufgaben „zu Hause“ sind.

Und so richtig ich die Schulschließung fand und finde, so unverschämt ist es, dass uns Eltern nicht mit einem Wort dafür gedankt wird, was wir geleistet haben. Kein Dank für die Unterstützung. Kein Dank dafür, dass wir Aufgaben übernommen haben, die NICHT unsere sind.****

Ich schreibe hier von der Schule des Kindes. Ich habe gesehen/ gelesen, dass es anderswo besser bzw. anders gelaufen ist. Aber es gibt auch viel zu viele Schulen, an denen es gelaufen ist wie bei uns.

Und es geht mir nicht um die Leistung einzelner Lehrkräfte. Die waren so gut bzw. schlecht, wie sie auch unter „normalen“ Bedingungen gewesen wären.***** Mir geht es hier darum, was von der Schulleitung vorgegeben wird. Ich kann von einem Kollegium kein besonderes Engagement erwarten, wenn es nicht von der Schulleitung vorgelebt wird.

Der Kopf stinkt vom Kopf her. Isso.

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Ansonsten hatten wir heute einen entspannten Tag mit Ausschlafen und Urlaubsvorbereitungen. Alles gemütlich. Für den RB hieß es zwischendurch „Abschiednehmen“.

Meine Nase bestand darauf, dass der RB sich neue Pu’schen kauft

Am Abend gab es dann Zeugnis-Burger.

Zur Vorbereitung auf den Urlaub gab es zweierlei Poutines zu den Burgern

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* Bis heute hat das Kind – die ganze Klasse – zu allen Deutschaufgaben in dieser Zeit KEIN Feedback bekommen. Keine Korrektur. Gar nichts! In Englisch gab es auch keine Korrekturen der eingeschickten Aufgaben.****** In GL gab es blockweise Feedback.******* Nur in Mathe gab es immer sehr zeitnah Rückmeldungen.

** Dieses Kind ist so auf „Enttäuschung“ gepolt, dass er „immer“ vom Schlimmsten ausgeht, um möglichst nicht noch mehr enttäuscht zu werden.

*** 35 Tage während des ausschließlichem Lernens in häuslicher Umgebung + 24,5 Tage, weil das Kind in den letzten 7 Wochen vor den Ferien 3 halbe Präsenztage pro Woche hatte.

**** Überraschungen in die eine oder andere Richtung inklusive.

***** Aber wehe, wir Eltern werden es wagen, uns in die Hoheitsgebiete der Lehrkräfte einzumischen. Wehe, wir versuchen, Lehrkräften ihren Job zu erklären. Nein, liebe Lehrkräfte, ich will euch euren Job nicht erklären. Aber ich will euch mein Kind erklären. Ich will, dass ihr jedes Kind so individuell seht, wie es nun mal ist.

****** Immerhin hat die Englisch-Lehrkraft die Aufgaben immer mit einem (ungelisteten) youtube-Video begleitet.

******* Das hätte wenigstens mal am Anfang erklärt werden können. Aber nachdem klar war, was die GL-Lehrkraft wollte, war es für mich prima. Und immerhin gab es dann umfassendes Feedback.

X-11 Tage bis zur zweiten Welle

X-11 Tage bis zur zweiten Welle

Ich hätte gerne mehr ausgeschlafen, aber 9h30 klingelte der Wecker. Das Kind kam just rein.

Ausschlafen ging heute nicht, weil das Kind um 10h30 in der Schule sein musste, um sein Zeugnis abzuholen (morgen gibt’s einen Rant dazu).

Während er vor Aufregung etwas anstrengend war, versuchte ich, meine verbliebenen vier To-Dos abzuarbeiten. Insgesamt bis auf ein* Projekt nur Kleinkram**. Allerdings stellte sich raus, dass ich ein – zum Glück kleines – To-Do vergessen hatte und ein weiteres ploppte auf. So hatte ich dann, bis ich duschen ging, bevor ich zum Friseur los musste, drei von nun sechs To-Dos erledigt.

Friseur ging heute schnell, weil keine Farbe. Aber ich finde es schön zu sehen, wie super in dem Salon die Hygieneregeln umgesetzt werden. Es ist wirklich viel Platz, alle tragen ordnungsgemäß ihre Rotzbremsen** und es ist dauerhaft gelüftet. Falls ich Leserinnen habe, die eine Friseurempfehlung für Offenbach (gut aus Ffm zu erreichen) brauchen…

Als ich fertig war, war der RB im Laden noch nicht fertig. So holte ich ihn flugs ab. Schon im Auto meldete der RB, er habe Hunger. Und da machten wir was total Verrücktes: Wir beschlossen spontan im Hafen2 einzukehren. Nach der langen Zeit fühlt es sich immer noch etwas verwegen an, irgendwo essen zu gehen. Aber im Hafen2 können wir prima draußen sitzen. Die Tische stehen – seit eh schon – weit auseinander, die Hygieneregeln werden bei Eintritt erklärt, viele Wege, wo sich potentiell viele Menschen begegenen können, sind Einbahnstraßen.

Schon schön, nur mit dem RB allein zu sein ❤️

Wieder zu Hause machte ich mich an die verbliebenen To-Dos: Jetzt sind nur noch das eine* und das andere Textprojekt** übrig. Das sollte ich übers Wochenende schaffen.

Essen kochen um den Kühlschrank zu leeren zu entspannen.

#CorotäneKneipe mit Weinorakel

Was ist im Weinsatz zu sehen?

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* mittelgroßes Textprojekt

** Es gibt noch ein größeres Textprojekt, das aber nicht über die Agentur läuft, sondern das ich frei bearbeite. Das rechne ich nicht ein, aber wird auch noch bis Montag bearbeitet.

** Wirklich keine einzige „Pimmelnase“ 😉

Blattspam statt #Blümchenspam

X-10 Tage bis zur zweiten Welle

X-10 Tage bis zur zweiten Welle

Long story short: Ich habe von 10h00 bis 21h00 quasi durchgehend gearbeitet. Dann trug ich meine Stunden für diese Woche ein: 160%. Das allein ist schon heftig genug. Doch der „Clou“: Ich habe noch vier To-Dos, die ich machen muss. Denn wenn ich dafür eine Kollegin briefen würde, würde das vermutlich länger dauern als wenn ich es selbst mache.

Urlaubsreif. Sowas von.

Das Kind will weiterhin nicht mit dem Kv sprechen. Des Kindes Haltung zur Aussage von Kv, er habe ein Recht mit ihm zu sprechen und ihn zu sehen, ist sehr sehr eindeutig*. Bei mir hat sich der Kv seit Tagen nicht gemeldet. Ich vermute, dass ich bald Post vom Gericht bekommen werde.

So soll es sein.

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* „… une loi de moi – am Arsch …“