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Kategorie: picpicpic

Huiuiui

Huiuiui

Letzte Woche als ich so genervt war, musste ich was total Unsinniges tun: Ich guckte bei meinem Mobilfunkanbieter, ob nicht mal wieder Zeit für einer Vertragsverlängerung sei und was ich dabei für ein Handy bekommen könnte. Dann recherchierte ich ein wenig rum, um zu gucken, welches Handy von den angebotenen denn wohl am nettesten sei. Verglich diverse Features und entschied mich, nach 6 Jahren den Südkoreanerinnen untreu zu werden. Aus Gründen wäre es das aktuelleste ungrade nummerierte geworden, aber das schnitt – verglichen mit meinem ausgewählten smarten Phone – halt nicht so gut ab. Einzig wegen der Größe war ich mir unsicher. Ich meine, wer rennt denn mit einem halben Tablet als mobiles Telefon rum?!

Nun denn. Heute kam es. Und tadaaa: Es ist schon einrichtet (nur die SIM-Karte steckt noch im alten) und die Größe – oh, Wunder – ist überhaupt kein Problem. Im Gegenteil: Mein bisheriges S7 kommt mir total mini und unübersichtlich dagegen vor.

Mal abgesehen davon, dass ich sowohl das S3 als auch das S5**** noch hier rumfliegen habe, wird das nun frisch ausgediente S7 einer wichtigen Bestimmung übergehen: Es wird das erste Handy vom midi-monsieur. Er liegt mir seit einiger Zeit in den Ohren, dass er ein Handy bräuchte. Also so zum Schulwechsel, damit er mit seinen alten Schulkameraden noch Kontakt halten könne. Und überhaupt und sowieso haben ja eh alle außer A, B, C, D, E, F, G, H in seiner Klasse schon ein Handy. Das Gute ist, dass er ja im Juni Geburtstag hat. Das ist kurz vor den Sommerferien und zum Glück auch erst NACH der Klassenfahrt. Das passt also super.

Ansonsten muss ich mich öffentlich beim RB entschuldigen für meine Despektierlichkeiten hinsichtlich des USB-C-Anschlusses seines neuen Handys. Das scheint wohl *hust* der aktuelle *husthust* Standard zu sein.

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* mit dem neuen fotografiert

** mit dem alten fotografiert

*** mit dem Handy vom RB fotografiert

**** wird als stationärer mp3-Player an der Anlage genutzt

Beherrschung

Beherrschung

Es hat mich heute sehr viel Beherrschung gekostet, bei Kilometer 28 nicht ganz laut zu fluchen. Ein paar Meter zuvor hatte es sich schon angekündigt. Der rechte Oberschenkelmuskel machte Andeutungen, ziemlich gleich zuzugehen (ich bin mir nicht sicher, ob das ein Krampf ist, es fühlt sich anders an). Also machte ich den Fuss aus dem Cleat, um das Bein auszuschütteln. Doch dabei deutete der linke Oberschenkelmuskel an, ebenfalls gleich zuzugehen. Gut, dass der rechte Fuß schon vom Pedal gelöst war. Vermutlich wäre ich sonst vom Rad gefallen, denn beide Muskel waren in dem Moment, in dem ich zum Absteigen bremste, zu. Da ging gar nichts mehr. Irgendwie kam ich vom Rad und dann musste ich warten. Vorsichtig massieren. Kleine Bewegungen. Trinken. Essen. Vorsichtig massieren. Kleine Bewegungen. Nach ein paar Minuten ging es dann wieder. Ich schob das Rad den Rest der kleinen Steigung hoch und schwang mich dann wieder aufs Rad. Ich versuchte, nicht zu viel zu powern. ABER dabei kann ich mich halt nur schwer beherrschen. Da war es ganz gut, dass bei Kilometer 32 eine U-Bahn-Haltestelle war, an der ich in „meine“ U-Bahn eingesteigen konnte. Es war zwar nur eine Haltestelle weit, aber es ersparte mir die Ansteigung nach Hause. (Zum Glück kann ich mich dahingehend mittlerweile gut beherrschen, dass ich niemandem was auf dem Rad beweisen muss.)

Aber ansonsten war es eine tolle Tour.

Balkonliebe

Balkonliebe

Wenn ich nicht so piensig wäre, wenn es darum geht, meine Hände in irgendwelche feucht-weiche Materialien zu stecken, dann hätte ich heute tiefschwarze Fingernägel.

Aber weil ich auch beim Gärtnern weitestgehend Handschuhe trage, hielt sich die Verdreckung meiner Nägel in Grenzen. Obwohl ich den ganzen Nachmittag in Erde gewühlt habe.

Schon eine lange Weile ohne Lack. Aber sonst könnte eine das bisschen Arbeit gar nicht sehen.

Dafür haben wir jetzt aber den Balkon schön. Sehr schön. Alles ist um- und/oder eingetopft.

Wein habe ich auch gesetzt …
… ähm … also einen Rieslingstock, den der RB als „Gage“ bekam, habe ich eingepflanzt.

Haachz, der Balkon ist so toll. Ich freue mich schon auf den Sommer, aufs BalkonOffice, auf noch mehr Grillen, auf eigene Erd- und Himbeeren, auf lange Abende im Strandkorb.

(Und viel heißer als es jetzt schon ist, muss es nicht werden. Nur abends noch etwas wärmer.)

40

40

40 ist die neue Dreißig. Oder ist 30 die neue Vierzig? Naja, egal, auf jeden Fall waren der RB und ich heute 40 Kilometer unterwegs, von denen wir 30 Kilometer auf dem Rad selbst verstrampelt haben. Die übrigen zehn sind wir drei Stationen mit der RB gefahren – also der RB von der Bahn (herrje, das fällt mir ja jetzt erst auf, dass es da eine Konfusion geben könnte, naja, immer noch besser als die Abkürzung für seinen Laden). Auf jeden Fall war es ein sehr schöner Nachmittag bei bestem Wetter. Das fand Scott auch, der un.be.dingt mit wollte und das Glück hatte, dass ich immer noch die Lenkertasche habe.

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* Das Internet (und der Muggle) sind nicht im Bild. Dafür das Deutsche Goldschmiedehaus.

12von12 (im April 2019)

12von12 (im April 2019)

Etwas „late to the party“ (also erst nachdem Kind und Mann aus dem Haus waren), aber dennoch ausreichend Bilder heute gemacht.

Kurzer Einschub, weil mich das Brotbelagsfieber gepackt hat:

Aber dann weiter mit 12von12:

Mehr 12von12 sammelt wie jeden Monat Draußen nur Kännchen.

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* Wegen des Kaffees vergesse ich meine Tee und das hängt mir heute den ganzen Tag nach.

** New Model Army – Thunder and Consolation

*** Tweeps und Muggles

**** Essen und Trinken war heute irgendwie nicht ganz stimmig.

Wunderheilung

Wunderheilung

Wenn wir auf das Gejammer vom midi-monsieur gehört hätten – so bei Kilometer Zweieinhalb -, dann wären wir heute nicht mit der Rhein-Seilbahn gefahren. Dann wären wir auch nicht durch den Rheinpark geschlendert und das Kind hätte keine Wunderheilung erlebt, als er das Wort „Spielplatz“ hörte. Dann hätte das Kind auch kein Floß keinem Stock in den Rhein schleppen können. Und wir wären auch nicht insgesamt 6,5 Kilometer am Rhein entlang gelaufen.

Die liebe DangerMouse und ihr Kind hätten wir vermutlich dennoch getroffen, aber das Kind hätten wir sicherlich am kleinen Zeh hinter uns her dahin ziehen müssen.

Gut, dass wir so ignorant sind. Und dass Wunderheilungen beim Kind durchaus nicht unüblich sind.

Dem Ruf gerecht werden

Dem Ruf gerecht werden

Kürzlich erst schrieb das Zeitmagazin, dass Frankfurt Deutschlands Demo-Hauptstadt sei.

Und als wollten die Frankfurter diesem Ruf unbedingt gerecht werden, gab es heute allein 3 Großdemonstration. Dazu waren noch 9 kleinere angemeldet. Also insgesamt 12 Demos. In der Innenstadt.

Und nachdem heute Morgen der Wecker so klingelte, dass der RB und ich vor 10h30 vom Markt zurück waren. Und ich danach direkt die restlichen Sachen einkaufen ging, sodass ich um 12h00 wieder zu Hause war, als der Kumpel vom Kind kam, die beide bis 14h40 bei uns spielten und dann zusammen zum Kumpel gingen, konnte ich mich trotz Dings (oder halt doch Seuche) dann doch aufmachen, um zur #SaveyourInternet-Demo dazuzustoßen.

Als ich 15h20 an der Paulskirche ankam, war die Demo, die eigentlich um 14h00 losgehen sollte, immer noch da. Gut für mich, so musste ich nicht suchen.

Ich ging bis zur Zwischenkundgebung am Willy-Brandt-Platz mit. Die Stimmung war entspannt. Erfreulich viele junge Menschen beteiligten sich. Es war wenig Polizei zu sehen.

Dann wechselte ich folgte ich den Wasserwerfern über Friedensstraße und Kaiserstraße zur Hauptwache, wo die #GegendenRechtsruck-Demo erwartet wurde …

… von einem großen, wirklich großen Polizeiaufgebot (inkl. Bundespolizei, USK und Beamten aus „allen“ Bundesländern).

Die Stimmung war schon sehr angespannt. Ich habe noch nie so viel Polizisten in voller Montur gesehen. Es war kurz beängstigend. Aber die Demo endete friedlich (zumindest soweit ich das gesehen habe).

Dann kündigte sich an, dass die #SaveyourInternet-Demo auf dem Rossmarkt nebenan zur Abschlusskundgebung eintreffen würde.

Wow, da waren immer noch 10.000 unterwegs.

Aber da musste ich dann nach Hause.

Hachz

Hachz

Ich habe seit Freitagmorgen tatsächlich nicht einmal an meine Arbeit gedacht. Also nicht im sinne von panisch „Ohje, diesdasundjenes steht auf dem Plan. Ich kann meine e-Mails nicht abrufen. Was wohl alles aufgelaufen ist, wenn ich Montagabend in die Mails gucke.“ Obwohl die To-Do-Liste für diese Woche wirklich lang ist.

Das spricht sehr für das Wochenende. Und womöglich auch sehr dafür, dass es nötig war, jetzt gerade eine kleine – wenn auch viel zu kurze – Pause in den Alltag einzubauen.

Es war eine tolle Mischung aus Stadt (Oslo), Schnee sehen, riechen, fühlen und vor allem eine schöne Zeit mit lieben Menschen verbringen. Schön war, wie sich die Kinder verstanden haben, die sich ja noch nicht kannten und sich tatsächlich auch allein miteinander (v.a. der midi-monsieur und das große Rabenkind) beschäftigen konnten, dass das kleine Rabenkind halt mit doppelt so alt wie beim ersten Treffen sehr viel vom Fremdeln abgelegt hatte und sich mit einer großen Protion Niedlichkeit in unsere Herzen spielte (es ist schon zum Fressen, wenn Dir eine junge Dame auf Norwegisch aufregend Dinge erzählt). Schön war auch, dass die Kinder relativ entspannt zusammen in einem Zimmer schliefen und auch sich relativ anstandslos mehr oder weniger zusammen ins Bett bringen ließen, sodass wir auch noch Zeit für Erwachsenen-Dinge hatten. Ist ja auch schon schön, einfach mal drei zusamenhängende Sätze mit anderen Erwachsenen auszutauschen, Alkohol zutrinken oder lustige norwegische Süßigkeiten zu essen, ohne dass ein Kind etwas jetztsofortganzdringend will.

Das Kind brachte es allerdings heute morgen auf den Punkt: „Warum müssen wir denn heute schon zurück?!“

Wenigstens war das Zurück sehr entspannend*. Ich mag es ja, wenn eine bequem mit dem ÖPNV** zum Flughafen kommen kann.

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* Auch wenn es in Deutschland stürmte und so unser Flug fast 70 Minuten verspätet losgeflogen wäre, aber dann doch nur 15 Minuten.

** Der Bus zur Eidsvoll Stasjon verspätete sich etwas*** und ich hatte kurz Stress…

*** 2 Minuten

Schnee

Schnee

Aus irgendwelchen Gründen hatte der RB im November, als wir unseren Kurztrip nach Norwegen klarmachten, verdrängt, dass – trotz Klimawandel – Anfang März in Norwegen mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit noch Schnee liegt. Er hätte es auch weiterhin verdrängt, wenn ich nicht Anfang Februar dazu aufgerufen hätte, die schneetauglichen Klamotten zu sichten.

Viel zu sichten gab es beim RB nicht. Also habe ich dies und das bestellt, denn wenig ist schlimmer als kalt zu haben und jemanden zu haben, die wegen zu kalt jammert.

Das Resultat war, dass wir einen Koffer mit Wintersachen befüllten und einen mit anderen (und Gin und Whisky geschickt verteilten).

Die anderen Sachen waren gerade richtig für einen Tag in Oslo, denn – Klimawandel – da war es gestern durchaus mild. Und sonnig. Und so gar kein Schnee.

Das war schon auch schön, aber es wäre blöd gewesen, wenn wir dem anderen Kofferinhalt nur zum Polstern der Ginflaschen mitgenommen hätten.

Doch heute Nacht schneite es. Und heute Morgen auch noch. Und nach Frühstück mit Brüllen’schen Waffeln, dann Sendung mit der Maus war es soweit: Wir hüpften in die Winterklamotten. Der Midi-monsieur und das große Rabenkind hüpften als erste raus und nutzten den sehr nassen Schnee für Skulpturen.

Kleiner Schneerabe mit Puffin
Der Rabenkönig (und seine Erschaffer)

Nach und nach verließen wir das Haus, machten eine Schneeballschlacht, fuhren (machten?) Langlauf (also das kleine Rabenkind), warteten auf Frau Rabe, bekamen kalt (das große Rabenkind), gingen wieder ins Hause (großes Rabenkind und Herr Rabe) bzw. machten uns auf zum Schneespaziergang.

Das große Kind übte sich als Kavalier und zog das kleine Rabenkind gut 2 Kilometer.

Gut, es war wirklich nicht kalt. Dadurch war der Schnee recht nass und angetaut. Aber hej, immer noch besser als kein Schnee.

Außerdem wussten die Kinder ja, dass sich damit bestens skulpturieren ließ.

Künstlerinnen-Team 2

Der weitere Tagesverlauf bei Frau Rabe. (Und ja, stimme zu: gaga, lecker, meh.)

Morgen geht es dann zurück und wenn es nicht wie im letzten Jahr noch mal im März schneit, war das schon schön, wenigstens so nochmal Schnee gehabt zu haben. Wobei ich es aber noch schöner fand, Zeit mit und bei Familie Rabe zu verbringen.

Lichtblicke 2018

Lichtblicke 2018

Seit 2013 gibt es zum alljährlichen Fragebogen auch einen persönlicheren Rückblick: meine Lichtblicke. 2018 habe ich ja das Bloggen temporär eingestellt. Nun versuche ich wieder in den Flow zu kommen. Keine Ahnung, ob es wieder täglich etwas zu lesen gibt. Derzeit noch nicht. Aber irgendwie kann ich auch noch nicht wirklich weiterbloggen, ohne das letzte Jahr Revue passieren zu lassen. Seit der letzten Dezemberwoche bewege ich im Hinterkopf, was ich über 2018 zu schreiben habe. Wenn ich das alte Blog, Twitter und instagram überfliege, habe ich im letzten Jahr insbesondere nachgedacht über:

  • Impfen bzw. die Idiotie von Impfgegnerinnen
  • §218/218a und §219
  • #Seebrücke
  • Menschen, die im Mittelmeer ertrinken und Menschen, die Menschen im Mittelmeer ertrinken lassen
  • die immer deutlicher werdenden Rechtsrücke in diversen Parteien
  • das Dasein als (steuerrechtliche Ex-) Alleinerziehende
  • DSGVO und was mit dem Blog passieren soll
  • Krankheit, Alter und Tod
  • Menschen, die meinen in Handlungen und insbesondere Nichthandlungen von Menschen deren Grundhaltung zu erkennen
  • Gin und Whisky
  • das generische Femininum (je länger ich es privat verwende, desto mehr muss ich darauf aufpassen, dass ich es nicht beruflich verwende)
  • links und rechts
  • Krisen-PR
  • Frauenrechte und Feminismus

Dennoch war das letzte Jahr – wenn ich es mit einem Wort beschreiben müsste – „GlittaFlitta“ und deswegen werde ich etwas von meiner bisherigen Form abweichen, aber chronologisch bleibe ich doch (Verlinkungen kommen dann, sobald ich das alte Blog weiter umgezogen habe):

Januar: Das Jahr beginnt mit Glitza, (viel) Gin und Kultur (Museum und Kino). Wie „immer“ kommt das Kind am Ferienende wieder nach Hause, ich habe Geburtstag und der Alltag rückelt sich wieder ein – also Arbeit, Rugby-Training, Aikido, Unternehmungen.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Nicht ganz so toll sind die 350 Euro fürs Falschparken und meine Begegnung in Genf.

Februar: Direkt am 1.2.2018 sehen der RB und ich uns das erste Mal in Echt und alles ist anders. Es beginnt die Tweep-Smørgås-Essensreihe. Ich habe wieder Kultur (Museum, Theater) und Wellness mit einer der Besten. Der Kv ist zum vorerst letzten Mal bei uns. Für den midi-monsieur klärt sich endlich die Schulsituation und er wird die verhasste bisherige Klassenlehrkraft nie wieder sehen müssen.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Überhaupt nicht schön ist dass mein Vater im Krankenhaus wegen Lungenkrebsverdacht vorstellig wird (und es für lange Zeit nicht mehr verlassen kann).

März: Der März ist „bipolar“: Auf der einen Seite sind der RB und ich sehr glücklich miteinander. Auch das Kind ist mir der Situation durchaus zufrieden. Auf der anderen Seite ist da die Sorge um meinen Vater. Es vergeht Woche um Woche, ohne dass es eine Diagnose gibt. Dennoch genießen der midi-monsieur und ich noch den letzten Schnee, fahren Rad. Zu dritt verbringen einen schönen Abend im tiefsten Taunus. Der RB beschließt bei uns einzuziehen. Als das Kind in die Ferien beim Kv aufgebrochen ist, kommen liebe Freunde zu Besuch. Ich mache eine Stadtführung mit und meine Haare wechseln von schwarz zu rot. Ende des Monats gibt es endlich Entwarnung bei meinem Vater: kein Krebs.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Die Sorge um Papa stresst mich sehr und die blöde Sehnenscheidenentzündung im Fuß ist auch – tadaa – für die Füß.

April: Zu Ostern kommt dem RB sein Vater zu besucht. Der RB und ich machen Urlaubspläne für Sommer und Herbst. Es geht – für mich – auf die ersten Konzerte des Jahres (insgesamt 3). Wir holen zusammen das Kind in Paris ab. Dann ziehen wir die Zimmer in der Wohnung um (und das Gästezimmer wird sehr lange Baustelle sein). Ich trenne mich von uralten Unterlagen. Es ist viel schön, sodass wir viel Zeit mit Herrn Weber und auf dem Balkon verbringen. Ich muss beruflich über Nacht weg, was die erste Feuerprobe für den midi-monsieur und den RB allein ist. Zudem hat die Rugby-Saison wieder richtig begonnen.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Aus irgendwelchen Günden hakt die Kommunikation zwischen meiner Mutter und mir, was zu einer gewissen Aufgewühltheit meinerseits führt.

Mai: Der Mai beginnt mit einem gemeinsamen Ausflug ins Schwimmbad. Wir machen ein paar Radtouren (allein, zu zweit, zu dritt). Nach dem Rugby-Festival hat das Kind Klassenfahrt. Dann geht es zur Garty-Party. Ich hatte mich angeboten, im Rahmen der Projektwoche an der Schule ein Projekt zu leiten. Das war zwar anstrengend, aber auch sehr schön. Am Ende des Monats zieht der RB zieht mit seinen Möbeln ein. Der Balkon wird endlich sommerfit gemacht.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Wer auch immer die Maus auf den Balkon eingeladen hat, hätte sie auch gerne abholen können. Noch nerviger sind allerdings die Streptokokken beim Kind (inkl. ärztlicher Notdienst und schlecht vertragenes Antibiotikum).

Juni: Da wir aufgrund von Feiertagen, Rugby und Ferienanfang die Kindergeburtstagsfeier verschieben, entspannt sich der Kind-Geburtstagsmonat etwas. Doch wir haben trotzdem noch viele Termine und viel zu tun: das Kind auf seinem ersten Mini-Festival, viel Arbeit, Fahrt mit dem Rugby nach Frankreich, das Kind spielt Theater, ich bringe dem midi-monsieur nach Frankreich, Konzert und ich muss zwei Hautstellen prophylaktisch stanzen lassen. Dafür haben wir endlich einen Standkorb. Spannend war es für das Kind und mich am Computer live dabei sein zu können, als Alexander Gerst auf der ISS ankommt. Ich bin das Rot in den Haaren leid und lasse mir zum Übergang einen halben Feather-Cut schneiden,
Verzichtes hätte ich gerne auf: Der Juni ist immer stressig. Wir müssen eine Mausefalle anschaffen. Mein Vater muss nun doch operiert werden.

Juli: Der RB und ich fliegen nach Berlin für ein Festival in Potstdam. Weil wir schon mal da sind, nehmen wir an der (ersten?) Seebrücke-Demo in Berlin teil. Wir treffen meine Nichte. Dann fahren wir Tandem um die Seen und treffen dabei Mademoiselle ReadOn. Wieder zu Hause wird eine Woche gearbeitet und Tattoo Nr. 4 kommt unter meine Haut. Dann geht es in den Urlaub in die Bretagne. Mein erster wirklich echter Urlaub seit 2015 (abgesehen von Wochenendtrips mit dem Kind). Auf dem Rückweg sammeln wir das Kind beim Kv ein. Am 27. fahren zusammen zur Heppenheimer Sternenwarte, um die Mondfinsternis zu erleben.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Die Hitze in Frankfurt schlaucht mich schon sehr. Und unserer französischer Vermieter zerrt auch an den Nerven. Dass ich mir die Nase am Rollladen kaputt mache, hätte auch nicht sein müssen.

August: Das Kind hat in der letzten Ferienwoche noch Rugby-Camp, dann geht der Alltag langsam los. Wobei der Schulalltag erstmal noch eine Übrgangslösung ist. Dafür beschließe ich mit dem Kind eine Abmachung, die Schule, Hausarbeiten und Lernen anbelangt, die immer noch erfolgreich wirkt. Scott zieht bei uns ein. Es geht auf ein Konzert, zu dem der midi-monsieur aus reinem Pragmatismus mitkommt. Es finden einige Radtouren statt (zusammen und alleine). Wir falten viele Seebrücke-Boote – für so und für die Demo -, denn Seenotrettung ist kein Verbrechen. Am Ende des Monats wird der Geburtstag vom Kind mit einer Übernachtungsparty nachgefeiert.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Es ist immer noch sehr heiß. Die Reperatur meiner Brille zieht sich etwas (zu) lag). Die Ereignisse in Chemnitz erschüttern mich. Aber das Schlimmste ist der Schlaganfall bei meinem Vater.

So und nun wird es etwas schwieriger, denn ich hatte ja im August beschlossen, eine Blogpause einzulegen. Das war gut. Denn ich merkte, dass mich das tägliche Bloggen stresste: Immer der Gedanke „oh, ich muss ja noch“ und dazu mein Anspruch bestimmte Themen tagesaktuell zu verbloggen.

September: Der Monat fängt mit Rock gegen Rechts an. Die neue Lehrerin vom Kind tritt ihren Dienst an und ich freue mich. Ich muss auf Jobtrip nach Wales. Es geht auf die große Frankfurter Seebrücke-Demo – ja, auch hier „muss“ das Kind mit. Er soll das ruhig frühzeitig lernen. Ansonsten plätschert der Monat mit Arbeit so vor sich hin, bis wir für den zweiten Urlaub des Jahres (yeah!) packen müssen. Ich freue mich riesig über das Objektiv, dass mir Giardino schenkt und das rechtzeitig vor unserem Abflug nach Schottland ankommt.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Die Auswirkungen des Schlaganfalls bei meinem Vater (v.a. Aphasie) sind heftig. Mich erschüttern trotz aller „linker“ Aktivitäten die politschen Entwicklungen in Deutschland. Und dass kurz vor Abflug die Karten für das New-Model-Army-Konzert unauffindbar sind, verhagelt mir doch sehr die Laune (zum Glück lässt es sich lösen).

Oktober: Die erste Woche sind wir im Urlaub auf Pressereise in Schottland. Wir sehen und erleben viel. Toll war auch, dass die Freunde, die im April bei uns waren, auch in Schottland sind und sich unsere Wege für 2 Tage kreuzen. Das New-Model-Army-Konzert in Glasgow war für mich als Fangirl natürlich ein besonderes Highlight. Nach dem Urlaub heißt es: Arbeit, Arbeit, Arbeit mit Job-Trip nach München. Dazwischen bleibt auch noch Zeit für Tattoo Nr. 5 (Erdbert auf dem rechten Arm), zum Seebrücke-Pussyhat stricken. Das Kind ist dann auch wieder aus den Ferien da. Der RB hat Geburtstag und wir gehen (diesmal nur zu zweit) auf ein Konzert.
Verzichtes hätte ich gerne auf: … die Landtagswahl, weil ich mich nicht entscheiden kann und das Ergebnis (der Wahl gesamt) ist auch … tjanun … bescheiden.

November: Arbeit, Arbeit, Arbeit – ich muss u.a. nach Berlin (wie immer hinfliegen, Veranstaltung und zurückfliegen). Es laufen die letzten Rugby-Turniere bei nochmal schönem Wetter. Wir nutzen die Gelegenheit und besuchen eine liebe Internet-Freundin. Es gibt erstmals Grippeimpfung für alle. Ich gehe mit dem Kind (und einem Kumpel) zur Kinder-Kunst-Nacht. Und dann machen wir einen Ausflug nach Marburg. Ich beginne die alljährliche Keksbackaktion zu planen, während wir zusammen schon den nächsten Urlaub in Schottland organisieren.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Der November ist recht entspannt. Es gibt so gut wie nichts, das mich übermäßig stresst.

Dezember: In diesem Haushalt gibt es 7 Adventskalender – zwei davon sind musikalische, die der RB für den midi-monsieur und mich individuell bestückt hat. Ich backe bis zum 13. gefühlt durchgehend Kekse. Was nur kurz unterbrochen wird von einem Job-Trip nach Leipzig, Käsefondue bei einer der besten, Nikolaus, der #frauleinzuhaus-Aktion auf Twitter. Dann ist alles parat für den Adventskaffee, der wie immer sehr toll ist. So viele liebe Menschen! In der letzten Ferienwoche geht es für uns drei zum FeineSahneFischfilet-Konzert. Den Ferienstart beginnen der midi-monsieur und ich in Zürich. Heilig Abend sind wir bei meinen Eltern, am Tag drauf im Saarland beim Vater vom RB. Bevor das Kind nach Frankreich gebracht wird gehen wir zusammen zum Busters-Konzert. Der RB und ich bleiben eine Nacht in Paris, wofür wir eine sehr niedliche Mikro-Wohnung ergattert haben. Der Tag im Centre Pompidou war quasi der Jahresabeschluss, denn am 30. und 31. haben wir nichts gemacht.
Verzichtes hätte ich gerne auf: Der midi-monsieur hat mal wieder Streptokokken und muss Antibiotikum nehmen. Dazu hat der RB sich eine fette Erkältung eingefangen, die er dank Arbeit auch verschleppt. Das Ergebnis: In Paris verbringen wir den Abend in der Wohnung und nicht wie geplant im Restaurant und im Jardin des Plantes.

Mal sehen, was 2019 so bringen wird.