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Premiere

Premiere

Fußball ist nicht so meins. Ab und zu mal ein Länderspiel im Fernsehen, aber dieses Fansein rund um einzelne Mannschaften ist geht nicht an mich ran. Der RB behauptet, dass er St.-Pauli-Fan ist. Aber sein Fansein hält sich sehr im Rahmen: Er hat zwei Pauli-Tassen und ein paar T-Shirts, ansonsten taucht das Thema hier nicht auf. Er guckt auch keine Spiele im Fernsehen und reist der Mannschaft auch nicht hinterher. Joah, soll mir recht sein.

Mich zog es bislang in kein Stadion – außer zu Konzerten. Immer mal wieder dachte ich, dass ich als Wahl-Frankfurterin wenigstens einmal die SGE im Waldstadion gesehen haben muss und der FSV hat sein Stadion quasi direkt vor meiner Haustür. Aber es ergab sich bislang nicht.

Heute sollte es dann soweit sein. Der RB erzählte irgendwann, dass im Bornheimer Hang die SGE gegen Chemie Leipzig spielen würde. Ein Freundschaftsspiel. Also ein Spiel, bei dem es um nichts geht. (Spoiler: Doch um viel, aber halt nicht um Tore.) Und irgendwie gefiel mir der Gedanke und ich sagte, dass ich mitkommen wolle – inklusive Kind. Der RB wollte unbedingt im Chemie-Block stehen. Also auf keinen Fall sitzen und auch nicht bei den SGE-Fans stehen.

Tja, da standen wir dann heute auch. Mittendrin zwischen den Fans aus Leipzig. Und es war toll. Ich habe nicht ganz so viel vom Spiel mitbekommen, weil mich das Drumherum deutlich mehr in den Bann gezogen hat. Ich musste kurz das Kind mental einfangen, weil er anfangs etwas unlaunig war*. Außerdem kamen wir mit ein paar Chemie-Fans ins Gespräch und ich erfuhr einiges über deren Verein, deren Fans (durch und durch antifaschistisch) und über die nur 15-jährige Freundschaft der Eintracht- und Chemie-Fans.

Das hat mir durchaus gut gefallen. So lasse ich mir Fußball gerne nochmal gefallen.

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* Das Kind tut sich ja anfangs oft schwer, wenn er in unbekannten Menschenmengen ist. Dazu kamen noch viele unbekannte Eindrücke, Gerüche und Hunger. Aber ich kenne meinen Sohn, er muss manchmal zu seinem Glück gezwungen werden. Und entsprechend viel Spaß hatte er dann tatsächlich auch in der zweiten Halbzeit.

Unterirdisch

Unterirdisch

Das war ziemlich knapp. Heute nachmittag war ich kurz unterwegs, um ein paar dingse für die Geburtstagsparty am hSamstag zu organisieren. Als ich wieder zu Hause war, machte ich dieses und jenes. Und als ich auf die Uhr schaute, war es 17h20. Mir schießt durch den Kopf, dass doch heute Abend was war. Ich brauche – gefühlt – eine Ewigkeit – real ein paar Sekunden -, bis mir einfällt, dass ich ja einen Platz für die A-Strecken-Tunnel-Wanderung gewonnen habe.

(Wanderung A = Start um 18h00)

Diese Nachricht erwischte mich in Paris, weswegen ich vermutlich vergaß, den Termin im Kalender einzutragen, weswegen ich ihn nicht verinnerlicht hatte.

Es ist also 17h20 als es mir wieder einfällt und um 17h30 sollten wir an der Hauptwache sein. Das wird nicht nur knapp, sondern wirklich nicht möglich. Dennoch springe ich in Jeans, Socken und Wanderschuhe, denn es hieß „festes Schuhwerk … (keine Sneaker oder Sandalen)“, und renne mit offenen Schnürsenkeln zur U-Bahn. Da habe ich immerhin Zeit, die Schuhe zu binden. Umsteigen an der Konsti – zum Glück fährt da ja immer eine Bahn Richtung Hauptwache. Um 17h40 bin ich am Treffpunkt. Die Gruppe ist schon los, aber es ist noch eine Person zu spät und wir werden noch eingesammelt. Puh!

Wir dürfen an der Absperrung vorbei auf den Bahnsteig von U1, 2, 3, und 8 Richtung Südbahnhof. Der Südbahnhof ist auch unser Ziel, das wir den Schienen folgend nach anderhalb Stunden erreichen.

Das war ganz schön interessant und ein toller Einblick.

17

17

Ich nahm den ersten Zug (5h58) nach Paris. Hui, drei Stunden Schlaf waren nicht viel. Zum Glück konnte ich im Zug nochmal drei Stunden schlafen, sonst hätte ich den Tag wohl nicht überstanden. Und schon gar nicht den schönen Spaziergang:

Am Gare Montparnasse, wo ich dann das Kind in Empfang nahm, war ich dann 17 Kilometer gelaufen. Huiii.

Und als das Kind und ich heute Abend um 21h20 wieder zu Hause waren, war ich auch 17 Stunden auf den Beinen…
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* Komoot

** Bubble Sky par Patrícia Cunha

*** Das sind insgesamt vier Gebäude, die alle gleich aussehen: Zwei Gebäudeteile, die im rechen Winkel zueinander stehen und damit ein aufgeklapptes Buch stilisieren sollen.

**** Ich hatte auf meinem Spaziergang extra zwei Umwege eingelegt, um an Läden vorbeizukommen, die den verkaufen. Der erste hatte Ferien und der zweite machte später auf als ich vorbeikam. Zum Glück gibt es direkt am Gare de l’Est einen Laden (das wusste ich eh, aber ich wusste nicht, ob die Zeit reicht, da noch einzukaufen).

Immer wieder schön

Immer wieder schön

Bewegung war ja letzte Woche nur bedingt möglich und nur wohl dosiert gesund. Also zumindest tagsüber. Aber so ohne Bewegung ist halt auch doof. Und deswegen musste heute genutzt werden, dass die Temperaturen wieder gut erträglich sind (gut, Scott jammert, es sei ihm immer noch zu heiß und Puffins würden bei den Temperaturen schmelzen) und ich schuchte den RB nach der Arbeit am Abend aus dem Haus. Einmal auf den Lohrberg rauf …

Huthpark mit Licht
Abkühlung. Toll.

Dann war es in der Lohrberg-Schenke leider etwas wuselig, unorganisiert und voll, sodass es leider keinen Schoppen und – für den RB – nen Handkäs gab. Also wieder runter. Zum Glück gab es unterwegs viiiiele Brombeeren, sonst wären wir ob des Hungers vom RB wohl nicht mehr heil zurückgekommen 😉

Die Birne trägt Pelz… so sehr hat es sich nun wirklich nicht abgekühlt.

Erholsame 8 Kilometer. So schön, dass der Lohrberg so nah ist.

Gesund

Gesund

Herrje, war der Urlaub nötig. Einfach mal an nichts denken außer an schöne Dinge. Ich habe keine Job-Mails gelesen und auch sonst habe ich recht schnell abgeschaltet. Ich bin auch noch nicht so ganz wieder im Trott drin und tue mich schwer damit irgendwas sinnig anzugehen. Immerhin ist schon diverses Material für des Kindes Schulanfang besorgt bzw. bestellt.

Ein wenig hängt mir auch immer noch das vergangene Wochenende nach. Es war sehr lustig, kurzweilig und auch schön in Saarbrücken bzw. im Saarland. Es war das erste Mal seit überhaupt, dass ich Teil eines Pärchenwochenendes/ -urlaubs war – also dass ich mit mehr als meinem eingenen Pärchen unterwegs war. Aber es hat prima harmoniert und überhaupt war es sehr lustig.

Allerdings hat das Wochenende auch gut gezeigt, dass der Entschluss vom RB und mir, die kommenden 2-3 Wochen kürzer zu treten*, ein guter ist: Es gilt, gesünder zu leben – also, keinen Alkohol und auch die Ernährung haben wir umgestellt.

In unserem Alter braucht der Körper dann durchaus (viel) Zeit zur Regeneration.

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* Da passt es ganz gut, dass das FSF-Konzert in Berlin ausfällt und wir ganz entspannt zu Hause bleiben können.

Urlaub (Tag 13)

Urlaub (Tag 13)

So richtig Urlaub war es heute ja nicht mehr. Rückreise ist einfach doof. Obwohl unsere Route vom Loch Long zum Glasgower Flughafen doch noch etwas interessant war, da ich via Papierkarte bestimmt hatte, dass wir nicht „direkt“ fahren, sondern halt anders. Und hui, die Areale entlang des Loch Long und des Gare Lochs, die vom Militär bzw. der Marine belegt sind, sind durchaus beeindruckend. Ansonsten war das Wetter dunstig und diesig und machte uns den Abschied etwas leichter, aber so richtig fühlt es sich nicht an, wieder zu Hause zu sein.

– Das war sooooo ein schöner Urlaub.

Während ich den Weg in den Urlaub per Flieger gut finde, weil „Badabumm, wir sind da und können sofort mit Urlaub loslegen und nicht etwa der Weg ist das Ziel„, finde ich es für den Rückweg schwierig, weil „Plotsch, zack, wieder direkt im Alltag“.

– In Schottland wäre es jetzt erst kurz vor 23h00.

Die erste Maschine Wäsche lief schon durch.

– Schade, dass wir kein Magners zu Hause haben.

Ich habe noch schnell UStVA und ein paar dringende Überweisungen gemacht.

– Ach, der Urlaub hat den JuniorRudeBoy und den RB schon nochmal mehr zusammengebracht.

Am Freitag wird das Kind für 3 Wochen Frankreich abgeholt.

– Ich bin immer noch fasziniert, wie wenig Scheu das Kind hatte, seine wenigen Sprachkenntnisse an die Frau und den Mann zu bringen. Und wie wahnsinnig schnell er gelernt hat.

Wir müssen eine Einkaufsliste schreiben.

– Das gechlorte Leitungswasser vermisse ich nicht.

Am Freitag fahren wir ins Saarland fürs Wochenende.

– Ich vermisse die Puffins.

Urlaub (Tag 12)

Urlaub (Tag 12)

Wenn wir gewollt hätten, hätten wir auch morgen die erste Fähre von Islay nehmen können, um dann in einem Rutsch nach Glasgow durchzufahren. Dann hätten wir aber noch früher als heute (und der Wecker klingelte schon um 7h00, was echt früh ist für Urlaub) aufstehen müssen. Und es hätte auch nur wenig schiefgehen dürfen. Also entschlossen wir uns, die Reise zum Flughafen in zwei Etappen zu machen. Ein bisschen schade um den Tag weniger auf Islay ist es zwar schon, aber es hatte sich ja schon gestern eingeregnet.

Tschüss, Port Ellen… Tschüss, Islay
Und am 12. Tage entdeckte das Kind das Buch.

Dann ging es im Regen, Regen und nochmal Regen zu unserer Zwischenetappe am Loch Long, einem Nachbarloch von Loch Lomond. Und weil das Kind allein sein wollte und wir nochmal was sehen wollten, fuhren wir dahin.

Loch Lomond im Regen

Und weil ich so gerne Karten lese, war unser Rückweg nicht einfach die direkte Route, sondern führte durchs Glen Douglas.

Glen Douglas gen Westen
… und gen Osten – die Wolken hängen tief.

Am Abend haben wir dann gut (wie halt die ganze Zeit) gegessen. Wenn das Wetter besser wäre, könnten wir den Blick aus dem Zimmer direkt auf den Loch genießen. Aber es prasselt nur munter vor sich hin.

Urlaub (Tag 10 und 11)

Urlaub (Tag 10 und 11)

 

Draußen hat es sich eingeregnet. Der erste Koffer ist so gepackt, dass er bis Frankfurt nicht geöffnet werden muss. Ein zweiter Koffer wird im Laufe das Abends noch in gleicher Manier vorbereitet, sodass wir für unsere letzte Nacht bei Loch Lomond nur noch einen Koffer aus dem Auto zerren müssen. Wehmut. Aber auch – und vor allem – große Freude über den gelungenen Urlaub zu dritt. <3

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Gestern war ich nach einem Tag mit viel Sonne, Meerluft und Fahrerei am Abend zu k.o. Der JuniorRudeBoy und ich waren am Loch Gruinart, während der RB unbedingt zwei Destillerien besichtigen musste. Tja, selbst schuld! Ich würde sagen: Das Kind und ich haben es definitiv besser getroffen.

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Und heute?! Heute wollten wir (also ich) zum American Monument bzw. in Oa-Naturschutzgebiet und (der RB) zu zwei weiteren Destillerien. Weil es stippelte, als wir endlich loskamen, fuhren das Kind und ich mit zur ersten Destillerie und auch zur zweiten. Damit hat das Kind ALLE aktiven Whisky-Destillerien auf Islay mindestens von außen gesehen. Bei vier hat er heiße Schokolade getrunken. Nach den Ferien wir er dann seinen Reiseführer „Hot Chocolate on Islay“ ausarbeiten.

Morgen früh um 9h45 geht unsere Fähre und am Mittwoch sind wir dann schon wieder zu Hause. *seufz*

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* Und den RB auch

** Nur kurz

*** Bei unserem ersten Date brachte mir der RB eine Mini-Flasche Kilchoman Sanaig statt Blumen mit.

Urlaub (Tag 9)

Urlaub (Tag 9)

Ooohhhh, das war so schön heute. Der RB und ich können es gar nicht fassen und sind uns sicher, dass die Fotos gar nicht abbilden können, wie toll Jura ist. Auch wenn es irgendwie schon das Ende der Welt ist: Aber da möchte ich gerne mal ein paar Tage Urlaub machen. Denn wenn eine da nicht abschalten kann, dann nirgens.

Hachz, seufz….