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Kategorie: Die schönste Stadt der Welt

Glück in weiß

Glück in weiß

Lockdown, Tag 38

Sonntag ist Wandertag. So will es das Pandemiegesetz. Und gestern war klar, dass es heute schneien soll. Also in den höheren Lagen Schnee und bei uns inne Stadt halt Matsch. So war es auch beim Aufstehen: Schneematsch vor der Tür. Wie es Richtung Taunus aussah, konnte ich natürlich nicht sehen. Aber ich hatte zwei Touren ebenda geplant. Das Kind wollte nicht mit (und Spoiler: Es war gut so. Er hätte sehr geflucht.). Nur mit dem RB unterwegs zu sein, ist ja auch ganz schön.

Ich haderte kurz mit meiner #ZeroHose-Politik, probierte die Schneehose an und war wieder geheilt. Auch hier ein Spoiler: Die doppelten Thermoleggings, der Rock und der Fuktionsmantel haben wirklich gut warm gehalten. (Für die Beine könnte ich bei noch mehr Schnee über wasserdichte Gamaschen nachdenken.)

Und falls ich es noch nicht erwähnt habe: Schneeeeeeee <3 So viel Schnee. Schnee macht mich wirklich wirklich glücklich. So glücklich, dass ich den wirklich steilen Aufstieg (3 Kilometer, tw. 19 % Steigung) auch nur ein kleines Bisschen schlimm fand und gar nicht geflucht habe (das Kind hätte spätestens nach 500 Metern gestreikt – trotz Schnee).

Ich hoffe, wir werden noch ein paar Schneetage habe. Ich muss noch ein bisschen weißes Glück tanken. Das war so schön.

(Schön war auch, dass Kassiopeia leckerste Kartoffelsuppe gekocht hatte, während wir wanderte. Genau das richtige Essen nach so einer Wanderung.)

Kunst auf der Strecke

Kunst auf der Strecke

Lockdown, Tag 26

Es war klar, dass wir heute raus müssen. Viel zu lange haben wir uns schon nicht mehr wandernd durch die Gegend bewegt. Der Startpunkt sollte nicht zu weit weg sei. Der befand sich zwar jenseits der Stadtgrenzen, aber der größte Teil der Route war dann doch in Frankfurt – umfassenden AssimilierungsEingemeindungsaktionen sei dank.

Auf den ersten 500 Meter durften wir Kunst entlang des Erlenbachs in Massenheim betrachten:

Auch auf den restlichen 11,5 Kilometern orientierten wir uns mehr oder weniger dicht am Erlenbach:

Auch wemm das Kind auf den ersten zwei Kilometern etwas unwillig war, fand auch er die Tour am Ende schön. Es tat wirklich, wirklich gut. Das Wetter war super: blauer Himmel, frische Luft und sonnig. So waren die die – 4 °C nicht so spüren.

Zu Hause kümmerte sich derweil Kassiopeia um unser Abendessen: Grünkohl passte perfekt zu dem Wetter.

Die Kartoffeln (Drillinge) haben wir direkt im Grünkohl gegart. Das geht super und ist sehr lecker. (Und Notiz für mich: Es muss nicht immer frischer Grünkohl sein, TK-Grünkohl tut es sehr gut auch und ist einfacher zu verarbeiten.)

#NixMas-Ende

#NixMas-Ende

#ClosedAdvent (27) // Lockdown, Tag 12

Ouzo- und weinseelig hatten wir uns gestern Abend zu einem Spaziergang für heute verabredet.

Um 11h00.

Uiuiui, das bedeutete Wecker stellen. Am Sonntag.

Zu fünft drehten wir eine gemütliche Runde durch den Stadtwald. Ausgangs- und Endpunkt: der neue Goetheturm.

Ich find ihn ja ganz hübsch

Den Rest des Tages verbrachte der RB nach dem Motto:

Er schlief nach dem Spaziergang, stand kurz auf, um Waffeln* zu essen, legte sich dann wieder hin und stand erst wieder auf, um Burger zu braten und zu essen.

Moah, der Trüffel-Salsiccia-Burger** war sooo lecker

Nun ist die #NixMas-Schlemmerei aus.

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* Dabei rief meine Mutter an und verkündete, dass sie – also meine Eltern – nun sehr schnell umziehen werden. Und weil das alles so holterdipolter geht, werde ich zum Packen helfen hinfahren. Am Dienstag. Voraussichtlich.

** Trüffel-Salsiccia mit Rinderhack 1:1 gemischt, zu 200-g-Patties geformt und von Herrn Weber (und dem RB) perfekt gebraten.

Falsch-Geld

Falsch-Geld

#ClosedAdvent (18) // Lockdown, Tag 3

Ausschlafen ist nicht so wirklich. Schließlich kommt die Putzhilfe heute. Der RB und ich räumen zusammen auf. Dann fährt er los Getränke kaufen. Das Kind hat Aufgaben in Moodle gefunden. Es ist etwas skurril, denn ich habe ja ab heute frei. Und ich kann tatsächlich frei machen*.

Während die Putzhilfe werkelt, gehe ich raus. Ich muss noch was beim Dorf-Buchhandel abholen. Vorher muss ich allerdings zur Bank, da der Dorfbuchhandel bei Abholung nur Bargeld nimmt. Nein, ich rege mich darüber nicht auf. Es ist einfach so. Also zur Bank, um Bargeld zu holen. Es gibt zwei Schlangen an der Tür, eine rechts für die IN-der-Bank-Kundinnen, links für die Automaten im Vorraum. Ich reihe mich in die Automatenschlange ein. Gerade wird ein Automat repariert, es sind drei Techniker im Raum. Plus dem Sicherheitsheizel. So können nicht so viele an die Automaten: immer nur zwei (und selbst das ist ja in dem unbelüfteten Raum etwas grenzwertig). Eine ältere Frau kommt dazu: „Stehen Sie alle für die Automaten an?“ „Nein, die rechte Schlange ist für in die Bank. Ich bin das Ende der Automatenschlange“, sage ich. Sie guckt unwirsch und stellt sich … neben mich. Eine Person kommt raus. Die Person vor mir in der Schlage geht rein. Die Frau neben mir hampelt rum: „Aber können da nicht mehr rein?“ „Da wird doch gerade an dem einen Automaten gearbeitet. Und der Sicherheitsmann ist auch drin. Dazu zwei Kundinnen. Das sind 6 Personen. Wollen Sie da wirklich noch mit rein?“ „Aber es dauert so lange.“ „Ja, aber das Gras wächst auch nicht schneller, wenn Sie daran ziehen.“ Sie hampelt weiter neben mir und somit vor der Tür rum. „Es wäre gut, wenn Sie sich hinter mich stellen, damit Sie nicht direkt vor der Tür stehen. Die Leute müssen ja irgendwie rauskommen.“ „Hören Sie auf mir Anweisungen zu geben“, zischt sie mich an. Ich atme und bin kurz davor, sie vorzulassen. Einfach um sie dumm dastehen zu lassen. Aber dann sehe ich, dass sie einen Stapel Überweisungen in der Hand hält. Da kommt endlich wieder wer raus und ich kann rein. Ich bin so schnell, dass die hampelnde Frau nach mir dran ist. Sie steht nun direkt vor der Tür. Ich mache die Tür auf und gucke sie an. Sie guckt mich an und merkt schon, dass sie nicht an mir vorbei kommt. Ich gucke sie intensiver an. „Sie müssen schon den Platz VOR der Tür frei machen, damit ich rauskann.“ Nur widerwillig tritt sie beiseite.

Menschen.

Beim Buchhandel geht es schnell. Dann hüpfe ich noch kurz in den dm. Das ist auch nicht sonderlich aufregend. Selbst Klopapier bekomme ich.

Nachmittags schleiche ich zunächst rum wie Falsch-Geld. Ich müsste noch meine Stunden eintragen, aber ich will nicht. Ich kümmere mich um die Wäsche, räume rum. Schleiche wie Falsch-Geld umher. Der RB und ich planen das Essen bis nach Weihnachten. Und fassen dabei einen Pommesföhn-Beschluss, den ich kurzerhand bestelle**. Vor Weihnachten soll er noch geliefert werden.

Der RB muss sich entspannen und geht in die Wanne. So gehe ich gegen 18h30 einkaufen. Es ist erstaunlich leer im Supermarkt. ich bekomme alles und komme gut durch. Ich freue mich einmal mehr über den Hackenporsche. Er ist so praktisch und es geht so viel rein. Der Einkrauf für eine über eine Woche. Yeah, müssen wir nur noch auf den Markt und direkt vor den Feiertagen nochmal Milch und eins-zwei frische Sachen kaufen.

Wir essen Muscheln zum Start ins NixMas-Schlemmen. Mit Herz.

Danach ist #CorotäneKneipe und es ist wieder – wie immer – schön, mit all den lieben Menschen Zeit zu verbringen. Und wir sind zwischenzeitlich mal wieder ganz viele.

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* Ich muss noch meine Stunden eintragen und einen internen Text schreiben.

** Ja, bei großen A. Und nein, bei technischen Geräten habe ich kein schlechtes Gewissen. Denn der nächste Elektrofachmarkt mit eventuell ausreichender Auswahl ist keine Option ja eh zu. Aber selbst wenn offen wäre: Ich brauche keine Beratung, also sehe ich nicht ein, durch die Gegend zu gurken und im schlimmsten Fall nicht das zu bekommen, was ich will oder halt deutlich teuerer.

Lieferservice

Lieferservice

#ClosedAdvent (5)

Ich komme schwer aus dem Bett und dann muss ich mich sputen, damit ich nicht zu spät zur Post komme. 16 Maxibriefe und ein Paket gehen auf den Weg. Danach packe ich die restlichen acht Keks-Päckchen.

Reste nach 33 Keks-Päckchen

Nun sollte ich mich um Essensplanung und -einkauf kümmern, aber das prokrastiniere ich, indem ich das Kind aus dem Haus jage und dann selbst gen Westen aufbreche – mit dem Auto. Im Gepäck: zwei Kekspäckchen sowie ein Minion und ein Schal in Gryffindor-Farben. Ich liefere erst die beiden Kekspäckchen aus – an zwei verschiedene Personen. (Note to myself: Die eine Maske mit dem Bembelmuster ist zwar sehr schön, aber wirklich dicht und ich kann damit nicht atmen.) Dann fahre ich nach Wiesbaden. Ja, ökologisch fürn Eimer, aber nun, der Mini-Minion und der Schal mit den Fransen werden dringend auf dem Doktor-Hut der frisch-promovierten Kollegin gebraucht. Und auf die Post ist derweil kein Verlass. Nicht umsonst wollte ich heute alle Kekspäckchen per Post raushaben.

Der Himmel über Frankfurt als ich nach Hause komme.

Auf dem Rückweg fasse ich einen Raclette-Beschluss und kläre mit dem RB, dass wir den anderen Tag essen holen. Zum Einkaufen kann ich mich immer noch nicht aufraffen, bis es 17h40 ist und mir siedendheiß einfällt, dass morgen ja Nikolaus ist und dass meine fürs Kind bestellten Bücher in der Dorf-Buchhandlung auf Abholung warten. Eines der vier Bücher würde sich prima im Stiefel machen. Und weil ich schon mal unterwegs bin, gehe ich auch einkaufen.

Raclette macht alle glücklich.

Danach gucken das Kind und ich „Nightmare before Christmas“ und der RB verschwindet … zunächst in die Wanne und dann ins Bett.

Ich versumpfe – nachdem das Kind im Bett ist – noch vor dem Fernseher und am Rechner. Dazwischen nikolause ich und stelle die Geschenke fürs Kind und den RB vor die Tür.

Schuhu, sagte die alte Eule.

Packstraße

Packstraße

#ClosedNovember (4)

Ich habe FREItag und der RB muss schon wieder früh raus. So kann ich tatsächlich ausschlafen. Allerdings habe ich nicht so ganz frei, denn ich wurde gefragt, ob ich an einer Besprechung teilnehmen könnte. (Und ja, wenn ich gefragt werde und es drängt und kein anderer Termin gefunden wird, kann ich auch am FREItag.) Danach bespreche ich mich noch kurz mit einer anderen Kollegin.

Ups, und dann ist es auch schon spät. Um 15h00 soll das erste Keks-Päckchen im Ostend ausgeliefert werden und ich muss es noch packen.

18* auf einen Streich

Ich stelle fest, dass die Kekstüten und die Versandkartons nicht ganz optimal zusammenpassen. Es klappt irgendwie. Aber für die nächsten 32 Päckchen ist noch Optimierungspotential.

Ich nutze, dass es nicht regnet und gehe zu Fuß. Ich komme ja eh zu wenig raus. Unterwegs mache ich ein Date mit dem RB aus. Das Keks-Päckchen wird übergeben und danach besorge ich noch kurz Noppenfolie für die zu verschickenden Keks-Päckchen. Der RB wartet schon auf mich. Und weil wir einfach Romantik-Profis sind, daten wir uns im Auto bei …

… Käse-Rindswurst von Gref Völsing.

Wieder zu Hause kümmere ich mich um die nächsten Kekspäckchen. Zunächst werden die Spezial-Päckchen gepackt (nussfrei, vegan) und dann die zwei Päckchen, die ins Ausland (Norwegen und Österreich) müssen. Die beiden Auslands-Päckchen bringe ich auch direkt zusammen mit Paketen vom RB zur Post.

Ich überlege mir, wie ich das Keks-Päckchen-Packen optimieren kann und baue mir eine Packstraße auf. Während der RB kocht, stelle ich fest, dass ich mit meiner Adressliste auf der Post-Webseite automatisch frankierte Adresse-Etiketten erstellen kann. Hach, ich liebe sowas. Als das Kind im Bett ist und die #CorotäneKneipe läuft, packe ich alle Päckchen, die verschickt werden müssen: insgesamt 16.

Zusätzlich habe ich noch die Päckchen gepackt, die beim RB im Laden abgeholt werden und damit habe ich heute insgesamt 25 Keks-Päckchen gepackt und muss morgen noch acht fertig machen.

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Mir hängt den ganzen Tag nach, dass ich mich von Teilen meines RL-Freundeskreis entferne. Uns fehlt zunehmend eine Werte-Basis. Von außen betrachtet, ist das nicht wirklich verwunderlich, wenn eine unsere individuellen Entwicklungen etwas kennt. Aber wir kennen uns teilweise schon über 25 Jahre und lange haben wir davon profitiert, dass wir so verschieden sind. Aber ich werden zunhemend unerbittlicher mit bestimmten Haltungen: Kapitalismus, Neoliberalität, Pandemie-Ignoranz**, Homöopathie, rechte Tendenzen***.

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* Ja, es sind 20 Dosen. Zwei Kekssorten gibt es in je zwei Versionen (normal und nussfrei bzw. nussfrei und vegan). Und die Nougat-Baiser haben keine Dose (weswegen ich sie in vielen Päckchen vergessen habe… mea culpa).

** Im Sinne von: „Ich finde die Pandemie doof und mache alles, was erlaubt ist und vielleicht nutze ich auch die Grauzonen. Ich will mein Leben nicht einschränken.“ Pandemie-Leugnerinnen werden direkt entfreundet und geblockt.

*** Natürlich bin absolut unerbittlich und intolerant bei Nazis und Co. Aber es geht um latent rassistischen, populistischen Kommentare und „Witzchen“.

Ende in Sicht

Ende in Sicht

Nach #ClosedNovember also #ClosedAdvent. So soll es sein. Wenn es doch nur wirklich „closed“ wäre…

Der beste Mann der Welt muss früh auf stehen und übernimmt deswegen die Kind-in-die-Schule-schick-Schicht. Ich kann also etwas länger schlafen. Mit Arbeit und Kekse backen haben die Tage einfach zu wenig Stunden.

Arbeit: Nichts Besonderes außer dass ich das prokrastinierte Projekt fertig mache. Yeah!

Das Kind hatte Spaß im bzw. mit dem Schnee. Ganz glücklich und mit roten Wangen kam er nach Hause. Als ich mit der Arbeit für heute fertig bin, gehe ich ins Dorf, um neue Keksdosen* zu kaufen. Dabach backen wir zusammen des Kindes liebste Kekssorte:

Während der #CorotäneKneipe und danach backe bzw. verziere ich weiter Kekse:

Nun sind 15 von 18 geplanten Sorten gebacken.

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* Nach der letzten Kekssorte sind ein oder zwei Keksdosen nicht zu mir zurückgekommen und eine hatte ich entsorgen müssen.

** Schon Montag fertig gemacht, aber das Nougat musste noch fest werden.

*** Müssen noch mit Schokolade übeerzogen werden.

 

#ClosedNovember (7)

#ClosedNovember (7)

Der Tag steht unter dem Motto „Walking Dead“ … ähm … „Walking Date“. Ich bin noch etwas angeschlagen von der Seuche, aber Wandern ist ja eher gesundheitsförderlich bei mir. Moderate Bewegung an der frischen Luft. Das macht die Nebenhöhlen frei und entspannt. Vielleicht war ich durch die Seuche aber nicht so gesprächig. Dennoch habe ich mich sehr gefreut, das ein befreundetes Paar mitgewandert ist. Diesmal ging’s rund um Götzenhain.

Dank Kassiopeia war die Bolo für die Lasagne schon fertig und so musste ich nur schnell die Bechamel anrühren, die Lasgnen schichten (fürs Kind mit Pastaplatten, für den RB und mich mit Kürbisscheiben) und – mööp – den Herd reinigen.

Leider halfen weder frühes Essen noch die lange Wanderung, dass das Kind zeitig einschlief. Stattdessen spukte er nach bis 22h30 rum, was mich so langsam in den Wahnsinn treibt. Denn er spukt immer wieder und ich möchte wirklich einfach mal Feierabend haben am Abend.

Ernte

Ernte

Zweite Welle: Tag 99

Was früher das Dorf war, ist heute Twitter. Im Guten wie im Schlechten. Ich bin rigoros und versuche mir das Schlechte so weit wie möglich vom Hals zu blocken. Und mit schlecht meine ich nicht schlechte Nachrichten. Sondern das Gepöbel und Lästern. Ich versuche idR Säue an mir vorbeitreiben zu lassen, während ich im Eingang unserer Kneipe stehe und kurz dem wilden Treiben zuschaue, bevor ich wieder reingehe. Und damit wären wir auch beim Guten von Twitter: unsere Kneipe. Große Liebe für die Crew, für den Austausch, für das Füreinanderdasein.

Doch Twitter hat mir darüber hinaus viele tolle Menschen in mein Leben gebracht.

Twitter ist auch Hilfe oft getreu dem Motto „Eine für alle, alle für eine“. Hinter diesem komischen Vögelchen stecken tatsächlich Leute, auf die eine sich verlassen kann, die altruistisch handeln, die Ideen haben, die wen kennen, die wen kennen… ihr wisst schon. Wobei Twitter da schon oft sein globales Wesen zeigt.

Sein höchst dörfliches Dasein zeigte Twitter, als ich den Tweet vom Bad Vilbeler Teufelszeug in die TL gespült bekam:

Nach einszwei dm war geklärt, dass wir heute hinfahren würden.

Das Kind hatte ein letztes Mal Rugby-Training vor #ClosedNovember und freute sich darauf, dass wir weg sein würden, wenn er nach Hause kommt.

In Bad Vilbel empfing uns nicht nur bestes Wetter (für das wir zu warm angezogen waren), sondern auch ein sehr sympathischer Apfelplantagenbesitzer, der uns freundlicherweise auch mit Obstpflückern aushalf und uns dann die noch sehr vollen Bäume auf zwei Streuobstwiesen zeigte.

Das war auf der einen Wiese und danach waren zwei Wäschekörbe voll. Mehr Äpfel brauchen wir nun wirklich nicht. Also fuhren wir die zweite Wiese nicht mehr an, sondern „nur noch“ zum Walnussbaum.

Mit reicher Beute machten wir einen Schlenker durch Kalbach und tauschten einen Teil der Äpfel gegen Quitten ein.

Etwas (sehr) ausgehungert kamen wir zu Hause an. Ich kochte schnell und verarbeitete die ersten Äpfel für den Nachttisch.

Bratsäpfel

(Für die Füllung habe ich etwas Butter – vermutlich so 30 g – mit gemahlenen Mandeln vemengt, bis es etwas teigig war, noch eine Handvoll Rosinen dazu und dann in die Kerngehäuselöcher gedrückt…)

Hohe Straße, Teil 3

Hohe Straße, Teil 3

Zweite Welle: Tag 86

Nachdem wir gestern Abend noch Rotkohl* an- und ein Suppenhuhn aufgesetzt hatten, konnten wir heute in den Tag schlumpern und trotzdem wandern gehen. Außerdem habe ich morgen ja frei und fühle mich nicht so gehetzt.

Und nachdem das Kind gestern wegen Ferienende und Wetter den ganzen Tag in seiner Höhle auf das Tablet starrte, war klar, dass er heute auch raus muss. Zunächst wollte er alleine auf den Spielplatz. Aber dann lockte ich mit einer Milchtankstelle in der Nähe der für heute ausgewählten Strecke.

Ich gehe zwar davon aus, dass wir nicht die ganze Strecke bis Leipzig ablaufen, aber sicherlich folgen noch ein paar Teile der Via Regia. Heute aber erstmal Teil 3 – 5,6 Kilometer, also haben wir nun 14,6 Kilometer geschafft.

Bei der Milchtankstelle waren wir auch. Aber da war es etwas stressig, daher kein Bild.

Es wird langsam frisch auf unseren Wanderungen. Ich brauche unterm Pussyhat eine „Badekappe“, damit die Stirnhöhle nicht noch mehr zuzieht. Das Kind war auch verfroren und so gab es heiße Duschen und leckeres Hühnerfrikassee zum Aufwärmen. Das Kind brauchte mit Blick auf wieder Schule morgen eine Extraportion Mamawärme. Aber konnte dann doch halbwegs gut einschlafen. Den 12 Kilometern Wanderung sei dank.

Die restlichen Stunden des Tages nutzte ich dann für die letzten Vorbereitungen für des RBs Geburtstag…

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* Für das Geburtstagswunschessen vom RB und weiteres zum Einfrieren für Weihnachten.

** Es erinnert an die gestapelten Totenköpfe in den Pariser Katakomben.