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Kategorie: Die schönste Stadt der Welt

Nachmittags im Museum

Nachmittags im Museum

Wenn eine das erste Mal in das neue Historische Museum geht, kann es vorkommen, dass sie ob der Architektur verwirrt ist. Es kann auch vorkommen, dass eine das Konzept nicht sofort versteht und sich wundert, wie vollgestopft das Museum ist. Doch wenn eine dann erstmal einen Plan gesehen hat und die Themen-Touren gefunden hat, macht das alles doch viel Sinn und ist durchaus spannend.

Nachdem das Kind gestern den ganzen Tag an diversen Bildschirmen sich von seinen Kieferschmerzen ablenken durfte, war klar, dass wir heute raus mussten. Und so hatte er die Wahl zwischen dem Frankfurter Verkehrsmuseum, der Anne-Frank-Stiftung und dem Historischen Museum. Er entschied sich für letzteres. Und dafür, dass er erst keinen Bock hatte, finde ich vier Stunden im Museum durchaus ordentlich. Aber – und das mag ich wirklich sehr an den Frankfurter Museen – es gab viel für Kinder zu entdecken und auszuprobieren. Wir fingen im Jungen* Museum an. Und natürlich war es ein gutes Zugpferd, dass er mit einem Tablet durch die Ausstellung „Dafür? Dagegen!“ musste, um sie zu verstehen. Allerdings war das auch vergessen, als wir mittels Brettspiel die Kämpfe um die Startbahn West (1980) etwas nachvollzogen. Ziviler Ungehorsam. Sehr wichtig.

Als er da erstmal mit Informationen voll war, legten wir eine Kaffee-Schokoladen-Kuchen-Pause ein. Eine nette ältere Dame freute sich über das Kind im Museum und beglückwünschte ihn zu seinem Interesse. Tja, da konnte er auch nicht mehr rummoppern, wie doof es doch immer ist, wenn Muddi ihn zu seinem Glück zwingt.

Gestärkt gingen wir dann in den Nordbau und ich folgte der Themen-Tour „33 – 45: Frankfurt und der Nationalsozialismus“. Das Kind war mal mehr, mal weniger bei mir, ich konnte aber dem Weg vollständig folgen und dem Kind auch immer wieder ein paar wichtige Aspekte vermitteln. (Das Thema muss und sollte ja durchaus in „passenden“ Häppchen behandelt und erörtert werden.)

Unterm Dach-juchee war beim Kind die Luft raus, sodass er sich gar nicht mehr für das tolle Frankfurt-Modell begeistern und auch nichts mit der Sonderausstellung zu den Frankfurter Ernst-May-Siedlungen angfangen konnte.

 

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* Jungen von jung

** Der eigentliche Namespate ist zwar nicht so dramatisch, aber es böte sich dennoch an.

*** Passend zur Fachnummer gibt es ein historisches Fakt zu Frankfurt

12von12 – oder eben nicht

12von12 – oder eben nicht

Heute morgen dachte ich irgendwann: „Achja, 12von12.“ Aber dann fühlte ich mich so zombiehaft wegen der schlechten Nacht und dem wenigen Schlaf – und das obwohl ich echt früh im Bett war. Also keine 12 von heute. Aber mal überlegen, welche Fotos ich hätte machen können:

#1: Ein um 7h30 noch schlafendes Kind, das mit seinem Wecker kuschelt. (Herrje, was dieses Nicht-Lerchenhafte anbelangt ist der midi-monsieur ja schon mein Kind.)

#2: Selfie von mir allein im Bett mit Scott im Arm. (Ich musste micht nochmal hinlegen. Und allein bin ich, weil ich den RB ich heute Nacht schon vertrieben hatte.)

#3: Aufgeklappter Rechner mit Tee daneben. (Irgendwann bin ich wieder wach und sitze wie ein Zombie vor dem Rechner und tue so, als ob ich arbeite.)

#4: Kündigungsbestätigung vom JournalFrankfurt. (Es ist einfach nur peinlich und ich bin froh, gekündigt zu haben.)

#5: Brot mit Erdnussbutter und Schokostreusel. (Deutlich nach dem Tee esse ich erstmals. Mein Essverhalten ist eh etwas suboptimal in letzter Zeit.)

#6: Verschwommene Mail, mit der ich einen Auftrag annehme. (Nachdem ich vorher mit dem RB geklärt habe, ob er mal wieder einen Tag mit dem Kind alleine bleiben kann.)

#7: Blanko-PowerPoint-Präsentation. (Ich bin ja eigentlich mehr so Word-Nutzerin. PowerPoint nutze ich in der Regel nur, um Experten-Präsentationen anzugucken.)

#8: Aus Gründen mache ich einen Test zur Medienerziehung. Mit Note 2 bin ich zufrieden.

#9: Das Kind und ich am Herd. (Ich erkläre ihm, wie er sich die Spaghetti-Bolo warm machen soll.)

#10: Wenn ich schon eine Tweep habe, die den gleichen Vornamen hat, dann _muss_ ich ja zur Lesung ihres Romans.

#11: Nächtliche Skyline oder – was technisch allerdings nicht möglich wäre – Selfie von mir auf dem Rad, wie ich nachts durch Frankfurt fahre und dabei mein Handy um den Hals trage und die Taschenlampe an habe und als Frontlicht benutze. (Das Klemmlicht hatte ich zwar rausgesucht, aber nicht mitgenommen.)

#12: Teller Spaghetti-Bolo. (Ja, Hartweizennudeln, aber ich habe beschlossen, dass wir die Tiefkühltruhe leermachen und abtauen müssen.)

Die andere Landeshauptstadt

Die andere Landeshauptstadt

Herrje, habe ich schlecht geschlafen. Ich konnte nicht einschlafen und als ich dann endlich schlief, war nicht mehr so viel von der Nacht übrig. Den RB habe ich wohl auch aus dem Bett vertrieben, weil ich seinen Klogang um 5h00 ausnutzte, um mich im Bett und auf seiner Bettdecke so auszubreiten, dass er keinen Platz mehr im Bett hatte und ins Gästezimmer auswanderte.

Das Kind hatte wohl auch schlecht geschlafen und kam nur schwer in die Gänge.

Ich legte mich nochmal hin. Wurde – wie befürchtet – später wach als geplant. Ich duschte schnell, setzte mich an den Rechner. Dann musste ich aber auch schon bald los, denn ich hatte ein TweepMeep in der Landeshauptstadt des Nachbarbundeslandes. Die Bahn hatte Problem und ich fürchtete schon, dass ich deutlich später käme als geplant. Doch ein beherzter Sprint am Bahnhof rettete den Zeitplan. In der Bahn gearbeitet. Und erstmals mit dem Bus von der einen Landeshauptstadt in die andere gefahren.

Mit der Tweep gut unterhalten und lecker gegessen.

Irgendwie ist die „andere“ Landeshauptstadt hübscher als unsere. Ich muss da nochmal hin. So weit ist es ja nicht.

PS: Der Maxibrief ist direkt heute angekommen. Ohne Nachporto. (Hoffe ich jetzt mal.)

Maxibrief

Maxibrief

Seit ein paar Tagen liegt hier ein mit zwei Internetbriefmarken frankierter Maxibrief, den ich verschicken will. Zumindest ist er mit meinem Lineal ein Maxibrief, denn das Entscheidenste am Maxibrief ist die Höhe. Die darf 5 cm nicht überschreiten. Angeblich passen passgenaue Maxibriefe durch den Schlitz eines normalen Briefkastens. Davon bin ich allerdings nicht überzeugt. Mein eventuell, ganz vielleicht etwas höherer als 5 cm Maxibrief (wirklich nur ein paar Millimeter) machte noch nicht einmal ansatzweise Anstalten, durch den Schlitz gehen zu wollen. Aber weil ich heute eh mal raus muss und laufen und frische Luft schnappen, schnappe ich mir direkt den Maxibrief, um einen Schlenker an der Post vorbei zu machen.

Da gerade nicht viel los war, gehe ich an einen Schalter. „Der Brief geht nicht in den Briefkasten. Kann ich den hier abgeben?“ Die Schalterdame nimmt mir den Maxibrief ab und versucht ihn durch einen Schlitz in ihrem Tisch zu stecken. Er geht nicht ganz durch. „Das ist ja auch kein Maxibrief mehr“, meint sie. Ich hatte das ja schon befürchtet: „Und was kann ich jetzt machen?“
„Sie können die Sendung als Päckchen oder versichertes Paket verschicken.“
„Nee, versichert muss nun wirklich nicht sein. Kann ich das Porto denn jetzt einfach ergänzen?“
Sie besieht sich den Maxibrief genauer: „Hm, also nein, ergänzen können Sie das eigentlich nicht.“
„Das heißt, dass ich die 2,90 Euro in den Wind schreiben soll?“
Sie guckt noch genauer auf die Marken: „Die Briefmarken sind ja eh nicht mehr gültig.“
Ich denke, ich höre nicht richtig.
„Die sind ja vom Juni 2017. Die sind nicht mehr gültig.“
Ich überlege kurz, ob die kürzliche Portoerhöhung etwas damit zu tun haben könnte und frage: „Wieso?“
„Internetbriefmarken sind nur in dem Monat gültig, in dem sie gekauft wurden.“
Ich merke, wie die Wut in mir aufsteigt und presse raus: „Das macht doch überhaupt keinen Sinn.“
Sie hat immer noch meinen Maxibrief in der Hand und wedelt zu ihrem Kollegen am Nebenschalter: „Oder was meinst Du. Wie lange sind Internetmarken gültig?“
„Oh, da bin ich überfragt“, ist sein nicht sehr hilfreicher Beitrag zum Thema.
Ich gucke zwischen den beiden hin und her. Sie hält immer noch den Maxibrief hoch. Ich bin stocksauer und genervt und habe keine Lust mehr auch noch irgendeine halbgare Falschinformation zu diskutieren. Ich pflücke meinen Maxibrief aus ihrer Hand und zische „so was Unprofessionelles“, drehe mich um und stürme raus. Draußen google ich erstmal, ob bzw. welche Gültigkeit Internetmarken haben: 3 Jahre (§3 (2)). Ich bin kurz davor umzudrehen, um der guten Frau die AGB ihres Arbeitgebers um die Ohren zu hauen zu zeigen. Aber ich werde ja auch nicht dafür bezahlt, dass ich die Angestellten der Deutschen Post schule (Hallo, Post, wenn das wer liest: Hier gäbe es Schulungsbedarf).

Um mich abzuregen, mache ich erstmal andere Dinge und beschließe, morgen dem Briefkastenentleerer bei uns ums Eck aufzulauern, um ihm dann den Brief direkt in den Beutel zu werfen.

Auf meinem Rückweg komme ich allerdings an einem anderen Briefkasten vorbei und gucke aus Neugier auf die Leerungszeiten: 18h15 Spätleerung. Es ist gerade 18h02. Die Viertelstunde kann ich auch warten und setze mich quasi direkt vor den Briefkasten.

Es wird 18h15. Kein Briefkastenentleerer in Sicht.

18h20 Ich überlege, ob ich gehen soll.

18h25 Ach, da ist doch ein Café, von dem aus ich den Briefkasten gut einsehen kann.

18h30 Ich habe gerade bestellt, da fährt der Briefkastenentleerer vor. Ich schnappe mir meinen Maxibrief, lasse mutig meinen Rucksack am Platz liegen und gehe eilenden Schrittes auf den Mann mit der gelben Wanne zu. Ich wedel mit dem Maxibrief: „Kann ich Ihnen den direkt reinlegen?“ „Ja, klar.“

18h35 Beim Cappuccino freue ich mich, dass der Maxibrief endlich auf Reisen ist.

Premiere

Premiere

Fußball ist nicht so meins. Ab und zu mal ein Länderspiel im Fernsehen, aber dieses Fansein rund um einzelne Mannschaften ist geht nicht an mich ran. Der RB behauptet, dass er St.-Pauli-Fan ist. Aber sein Fansein hält sich sehr im Rahmen: Er hat zwei Pauli-Tassen und ein paar T-Shirts, ansonsten taucht das Thema hier nicht auf. Er guckt auch keine Spiele im Fernsehen und reist der Mannschaft auch nicht hinterher. Joah, soll mir recht sein.

Mich zog es bislang in kein Stadion – außer zu Konzerten. Immer mal wieder dachte ich, dass ich als Wahl-Frankfurterin wenigstens einmal die SGE im Waldstadion gesehen haben muss und der FSV hat sein Stadion quasi direkt vor meiner Haustür. Aber es ergab sich bislang nicht.

Heute sollte es dann soweit sein. Der RB erzählte irgendwann, dass im Bornheimer Hang die SGE gegen Chemie Leipzig spielen würde. Ein Freundschaftsspiel. Also ein Spiel, bei dem es um nichts geht. (Spoiler: Doch um viel, aber halt nicht um Tore.) Und irgendwie gefiel mir der Gedanke und ich sagte, dass ich mitkommen wolle – inklusive Kind. Der RB wollte unbedingt im Chemie-Block stehen. Also auf keinen Fall sitzen und auch nicht bei den SGE-Fans stehen.

Tja, da standen wir dann heute auch. Mittendrin zwischen den Fans aus Leipzig. Und es war toll. Ich habe nicht ganz so viel vom Spiel mitbekommen, weil mich das Drumherum deutlich mehr in den Bann gezogen hat. Ich musste kurz das Kind mental einfangen, weil er anfangs etwas unlaunig war*. Außerdem kamen wir mit ein paar Chemie-Fans ins Gespräch und ich erfuhr einiges über deren Verein, deren Fans (durch und durch antifaschistisch) und über die nur 15-jährige Freundschaft der Eintracht- und Chemie-Fans.

Das hat mir durchaus gut gefallen. So lasse ich mir Fußball gerne nochmal gefallen.

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* Das Kind tut sich ja anfangs oft schwer, wenn er in unbekannten Menschenmengen ist. Dazu kamen noch viele unbekannte Eindrücke, Gerüche und Hunger. Aber ich kenne meinen Sohn, er muss manchmal zu seinem Glück gezwungen werden. Und entsprechend viel Spaß hatte er dann tatsächlich auch in der zweiten Halbzeit.

Planlos

Planlos

Wochenenden, an denen nichts Großes geplant ist, mag ich sehr. Also es darf schon was geplant sein, aber vorzugsweise nichts, das frühes Aufstehen verlangt. Am liebsten nur Dinge, zu denen ich keinen Wecker stellen muss. Das impliziert allerdings, dass es keine Aktionen vor frühem Nachmittag sein sollten.

Heute war nur lose was angedacht: Der RB wollte zum Museumsuferfest. Und ich wollte vielleicht mit.

Aber erstmal schlief ich heute lang. Mit einer kurzen Unterbrechung um 9h30, weil ich vergessen hatte, den Wecker von gestern auszumachen. Der Wecker holte mich allerdings aus einem Traum und ich musste ihn noch zu Ende träumen. Ich schlief wieder ein.

Als ich wach wurde, war es durchaus schon später. Aber ich fühlte mich ausgeschlafen und schon fitter als gestern. Der RB war auch noch nicht so lange wach, aber hatte immerhin schon Zeit gehabt, Tee zu machen. Das Kind hatte schon kika leergeguckt.

So langsam bekommen wir Hunger. Aufgrund dee groben Tagesplanung für heute hatten wir gestern grob geplant, heute sowas wie ein Brunch zum späten Mittag zu machen.

Herr Weber und der RB können echt gut zusammen.

Wir aßen auf dem Balkon und ich stellte fest, dass mir zu warm ist, um aufs MUF zu gehen. Dann wurde ich auch noch in eine Verabredung verwickelt, zu der ich und das Kind gingen.

Wieder zu Hause beschäftigte ich mich mit Arbeit und Mausefallen. Dann kam der RB, wir tranken Kaffee und schauten die 2. Staffel von Springflut weiter.

Dienstag so

Dienstag so

Gestern bekam ich eine e-Mail, dass eine Lieferung zu mir unterwegs sein. Zuerst dachte ich, es sei eine Bestellung, die ich mittags getätigt habe. Das wäre allerdings sehr ambitioniert gewesen. Daher schaute ich genau hin und sah, dass es eine HelloFresh-Lieferung sein sollte. Nur dass ich nichts bestellt hatte. Naja, genau genommen aber halt nicht abbestellt hatte. Und wenn eine nicht aktiv pausiert, dann wird halt geliefert. Ich guckte nach den Rezepten und befand: „Joah, passt schon. Dann essen wir den Rest der Woche eben das.“

Doch dann erreichte mich um 11h13 folgende Nachricht:

Problem gelöst.

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Am Abend war endlich mal wieder Konzert angesagt. Das Kind hätte mitgekonnt. Er wollte aber nicht, weil morgen Schule ist. (Erfreulich, dass noch die Vernunft siegt.) Er wollte auch alleine zu Hause bleiben und sich selbst ins Bett bringen.

Premiere.

Wir telefonierten um 20h34 und 22h17. Ihm war nicht geheuer, aber er wollte nicht, dass ich nach Hause komme. Wir fanden eine Option, die für ihn ok war.

Gogol Bordello

Nein, er schlief nicht (richtig), als wir kamen, aber er war entspannt und er war schon stolz, es geschafft zu haben.

Mal sehen, wie das weitergeht.

Nachträglich

Nachträglich

Das Kind hat ja das „Pech“, im Juni Geburtstag zu haben. Pech deswegen, weil der Termin mit den frühen Sommerferien in Hessen und diversen Feiertagen kollodiert. Schon letztes Jahr haben wir den Geburtstag erst nach den Ferien nachgefeiert.

Dieses Jahr haben wir hin und her überlegt, aber der Tag selbst ging nicht, zumal der Kv da war, am Wochenende danach auch nicht. Dann kam HappyKadaver Fronleichnam mit Brückentag (eine Woche vor Ferienbeginn… Das verstehe wer will.) und dann fingen auch schon die Ferien an.

Nun kam erschwerend noch dazu, dass der Schulwechsel ansteht. Die Kids verstreuen sich in alle Winde. Das Kind fürchtet um seine Freundschaften.

In den Ferien Geburtstag zu feiern ist allerdings immer schwierig. Irgendwer ist ja dann doch immer gerade im Urlaub (ja klar, während der Schulzeit können auch nicht immer alle).

Dann dachte ich: Aber hey, am letzten Ferienwochenende sollten die meisten wieder da sein. Außerdem ist es ein schöner Zeitpunkt, dass sie sich nochmal sehen, bevor das Neue losgeht. Das Kind fand die Idee auch gut.

Auch fand er die Idee gut, dass wir zum Flughafen fahren.

Und da waren wir heute. Und es war gut. Es war interessant. Es war spannend.

Zwischendrin dachte ich, mein Timing sei mehr als großzügig und hatte Angst, dass Leerlauf entstünde

13h30 – 14h00 Die Gäste treffen ein. Erstmals seit zwei Jahren sind auch wieder Mädchen dabei. Ich begrüße jedes Kind an der Tür mit einem Ticket.

Die Kids stoßen mit Kinder-Sekt an, das Kind packt Geschenke aus.

14h00 – 14h30 Stärkung mit Muffins.

14h30 – 14h45 Aufbruch, Gang zu U-Bahn

14h50 – 15h25 Fahrt zum Flughafen

15h25 – 16h00 Fahrt mit der SkyLine, Besucherterrasse, Raumstation

16h00 – 16h10 Weg zum Tour-Treffpunkt

16h20 – 16h30 Tour-CheckIn mit Random-Sicherheitskontrolle

16h30 – 17h15 Starter-Tour übers Vorfeld

17h17 Auf die Frage: „Wollt ih noch was angucken oder sollen wir nach Hause?“ Kam unisono und recht erschöpft: „Nach Hause.“ Also zur S-Bahn.

17h30 – 18h05 Rückfahrt

18h05 – 18h25 Die Kids unterzuckern spielen leicht überdreht, während der RB und ich alles für die Sandwiches zum Selberbauen vorbereiten.

18h25 – 19h00 Essen

Neben Sandwiches gab es auch Flugzeugnudelsalat.

19h00 – 19h30 freies Spiel

Ab 19h30 trudeln nach und nach die Eltern ein. Es wird noch ein Wein zusammen getrunken, die Kids haben noch Spaß miteinander. Um 20h30 haben wir dann aber auch die letzten verabschiedet.

Ruhe.

Ich bin froh, dass ich diesmal keine Spiele vorbereitet habe. Dazu war nämlich gar keine Zeit. Auch kamen die Kids nicht dazu, meine liebevoll ausgearbeitete Ralley zum Flughafen zu bearbeiten. (Wer Bedarf hat, kann sich gerne melden.) Aber da sie keine Langeweile hatten, war das völlig ok.

Dem Kind tat es auf jeden Fall gut, nochmal seine bisherige Peer group zu sehen. Und die Feier hat alles Spaß gemacht.

Unterirdisch

Unterirdisch

Das war ziemlich knapp. Heute nachmittag war ich kurz unterwegs, um ein paar dingse für die Geburtstagsparty am hSamstag zu organisieren. Als ich wieder zu Hause war, machte ich dieses und jenes. Und als ich auf die Uhr schaute, war es 17h20. Mir schießt durch den Kopf, dass doch heute Abend was war. Ich brauche – gefühlt – eine Ewigkeit – real ein paar Sekunden -, bis mir einfällt, dass ich ja einen Platz für die A-Strecken-Tunnel-Wanderung gewonnen habe.

(Wanderung A = Start um 18h00)

Diese Nachricht erwischte mich in Paris, weswegen ich vermutlich vergaß, den Termin im Kalender einzutragen, weswegen ich ihn nicht verinnerlicht hatte.

Es ist also 17h20 als es mir wieder einfällt und um 17h30 sollten wir an der Hauptwache sein. Das wird nicht nur knapp, sondern wirklich nicht möglich. Dennoch springe ich in Jeans, Socken und Wanderschuhe, denn es hieß „festes Schuhwerk … (keine Sneaker oder Sandalen)“, und renne mit offenen Schnürsenkeln zur U-Bahn. Da habe ich immerhin Zeit, die Schuhe zu binden. Umsteigen an der Konsti – zum Glück fährt da ja immer eine Bahn Richtung Hauptwache. Um 17h40 bin ich am Treffpunkt. Die Gruppe ist schon los, aber es ist noch eine Person zu spät und wir werden noch eingesammelt. Puh!

Wir dürfen an der Absperrung vorbei auf den Bahnsteig von U1, 2, 3, und 8 Richtung Südbahnhof. Der Südbahnhof ist auch unser Ziel, das wir den Schienen folgend nach anderhalb Stunden erreichen.

Das war ganz schön interessant und ein toller Einblick.

Liebes Tagebuch am Fünften (August 2019)

Liebes Tagebuch am Fünften (August 2019)

Frau Brüllen ist zurück aus dem Urlaub, aber selbst wenn sie es nicht wäre, würde sie fragen: WMDEDGT?

Der RB und ich gehen – mal wieder – zu spät ins Bett. Der RB ist k.o. und schläft direkt ein. Ich nicht, was sich als Glück herausstellt, denn gegen

2h00 höre ich Regen und die Wäsche steht noch auf dem Balkon. Also hole ich sie schnell rein. Durch die Aktion bin ich erstmal wach, sodass ich um

2h40 die Google-Warnung lese (eine der wenigen Push-Nachrichten, die ich zulasse): Es wurde auf mein Google-Konto zugegriffen. Von einem unbekannten Gerät. Ich ändere geistesgegenwärtig direkt das Passwort. Damit verhindere ich vermutlich Schlimmeres, aber ich werde mich mit Paypal wegen 4x 43,03 US$ auseinandersetzen müssen. Später. Via App geht das nicht. Danke für das Adrenalin, das ist natürlich total super, wenn eine schlafen will (und muss). Irgendwann schlafe ich aber ein.

7h45 Der Wecker klingelt, aber ich kann das Geräusch nicht genau zuordnen. Erst als der RB mich erinnert, dass ich ja aufstehen muss, weil das Kind pünktlich am Rugby-Club sein muss, werde ich richtig wach. Ich wecke das Kind, der sich auch schwer tut. Und irgendwie unmotiviert und motiviert zugleich zu sein scheint. Wir packen die letzten Sachen ein. Er macht sich fertig und frühstückt.

8h40 Abfahrt.

8h55 Am Club ist es etwas chaotisch. Und der Grund für des Kindes Unmotiviertheit zeigt sich schnell: Es werden Allianzen gebildet und u.a. das Kind hörbar ausgeschlossen. Stich ins Herz. Er steigt dann aber doch tapfer ins Auto ein.

9h40 Wieder zu Hause wecke ich den RB, gehe duschen und dann muss ich auch schon wieder los zu einem Arzttermin.

11h30 Termin beendet, ab nach Hause. Völlig verpeilt (müde und Handy) steige ich in die nächste Bahn, die kommt, ohne darauf zu achten welche Linie. Promt die falsche.

12h10 Wieder zu Hause. Ich widme mich dem nächtlichen Hacker-Angriff: Zugriffsrechte ändern, neue Passwörter, 2-Faktor-Autorisierung aktiviert.

12h35 Telko. Kurz und schmerzlos. Es ist gerade angenehm ruhig.

13h20 Noch ein Jobanruf.

14h00 Nach der Nacht bin ich ziemlich k.o. Wenn ich nicht noch etwas Schlaf bekomme, kann ich heute Abend nicht sporteln. Ich esse noch etwas und lege mich dann hin.

16h00 Der RB kommt nach Hause. Er macht Kaffee. Wir machen beide noch was am Rechner.

17h00 Ich stelle fest, dass ich keine Turnschuhe habe. Nur Sneaker (und halt Schuhe mit Cleats fürs Radfahren). Also die Sneaker. Ist auch authentischer, wenn es um Straßenkampf geht.

17h20 Der RB und ich radeln gen OF.

18h00 Nachdem klar ist, dass nur der RB und ich am Training teilnehmen, geht es auch direkt los. Warm machen und dann werden verschiedene Schläge und Tritte geübt. Und vor allen Dingen die richtige Haltung. Und es geht um Grundlegendes bei der Selbstverteidigung: Selbstschutz. Lieber wegrennen, als ein Knie im Gesicht o.ä.

Zwischendrin denke ich immer wieder ans Kind und hoffe, dass die Trainer das mit dem Teambuilding wirklich schaffen und dass er eine gute Zeit hat.

19h30 Trainingsende. Hoffentlich lässt sich einrichten, dass ich da nochmal dran teilnehmen kann. Der RB und ich machen uns auf, um Hawaianisch essen zu gehen.

Meine selbst zusammengestellte Poké-Bowl

Das war etwas hipsterig, aber sehr, sehr lecker.

21h20 Wieder zu Hause. Ich denke ans Kind: Hoffentlich geht alles gut. Wir kruscheln so in der Wohnung vor uns hin.

22h40 Wir ziehen auf den Balkon um. Der RB hibbelt auf sein Tattoo, dass er morgen bekommen soll. Gleich geht es noch unter die Dusche und dann ist der Fünfte auch zu Ende.

23h00 Gerade noch eine e-Mail von Paypal: Ich bekomme das Geld von heute Nacht komplett wieder.