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Kategorie: Die schönste Stadt der Welt

Nicht hoch hinaus

Nicht hoch hinaus

Zweite Welle: Tag 51

Nachdem das Kind letztens Bouldern ausprobierte, hatte ich überlegt, dass er wenigstens einmal auch Seilklettern ausprobieren könntesollte. Auch dafür gibt es in Frankfurt eine Halle (vom DAV), wo auch Schnupperstunden angeboten werden: Sonntags zwei Stunden im Seil. Und weil dabei eine „Seilschaft“ immer aus drei Personen bestehen soll, habe ich uns kurzerhand zu dritt angemeldet, damit nicht das Kind und ich mit einer unbekannten dritten Person agieren müssen. Sporty Spice Der RB ist ja im Aktivitätsrausch und hatte Bock es auszuprobieren.

Wie so oft am Sonntag fing der Tag später an als geplant. Das Frühstück war sehr ausgedeht. Ich fiel kurz in ein Stricknadelkanninchenloch und dann war es auch schon kurz vor knapp, um loszufahren. Aber für die knapp 4 Kilometer brauchten wir nur 17 Minuten mit dem Rad. Das hätten wir auch mit dem Auto kaum schneller geschafft.

Ich war etwas gereizt, weil das Kind vor Aufregung etwas anstrengend und damit faselig* war.

In dieser Stimmung stellte ich dann vor dee Kletterhalle fest, dass ich mein Portemonnaie vergessen hatte**. Und auch der RB hatte keins mit.

Nun war ich nicht nur gereizt, sondern auch genervt. Aber ich hatte ja mein Handy dabei, das zwei Zahlungsmethoden in sich trägt.

Die Familie vor uns brauchte gefühlt ewig, bis sie geklärt hatte, was sie wollten und ich sah die Zeit für einen Sprint nach Hause davonrinnen.

Als wir dran waren, erklärte ich das Dilemma: Kein Bargeld (eh nicht in ausreichender Höhe im Portemonnaie) und auch keine ec-Karte. Aber ich könnte paypalen oder direkt überweisen. Nein, das ginge beides nicht. Und tja, das wäre nun Pech.

Mal abgesehen davon, dass die Person an der Kasse eh völlig hilflos wirkte, frage ich mich, was mit den Leuten nicht stimmt. Uns hätte das Schnupperklettern zusammen rund 100 Euro gekostet. 100 Euro, die an dem Tag nicht eingenommen werden konnten, weil der Kurs vorab gebucht werden musste und so sicherlich nicht zufällig drei andere Personen unsere Plätze haben einnehmen können. Tja, das ist dann wohl Pech.

Ich war sauer. Auf mich und auf die deutsche Unflexibilät hinsichtlich Zahlungsmethoden. Ich warte ja nur darauf, dass ich eine Ausfallrechnung bekomme, die ich dann – tadaa – überweisen soll.***

Wir fuhren also unverrichteter Dinge zurück.

Das Kind war frustriert und enttäuscht. Und er tat mir sehr leid.

Sporty Spice Der RB war durchs Radfahren gerade warm geworden und wollte sich weiter bewegen. Ich hätte zwar auch den Nachmittag über stricken können, aber befand, dass das Wetter doch besser draußen genutzt werden sollte. Das Kind wollte daddeln.

Und so vereinbarten wir, dass der RB und ich alleine spazieren gingen, das Kind noch eine Weile daddeln konnte, ich ihm dann aber via FamilyLink**** den Saft abdrehen würde und er dann auf den Spielplatz ginge.

In Anbetracht der Zeit spazierten der Mann und ich nur durch Frankfurt.

Ich liebe Frankfurt. Und auch die Hochhäuser. Aber dennoch merke ich, dass mir Teil dieser Stadt sehr fremd (geworden) sind. Zu hip, zu chic, zu posh … gentrifiziert und uniform.

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* Der redet sich eines Tages noch um Kopf und Kragen.

** Es war klar, dass ich es nicht verloren hatte, sondern beim Rucksack umräumen, versehentlich rausgeräumt hatte.

*** Sollte das passieren, würde ich das juristisch klären lassen.

**** Große Liebe für dieses Tool.

Kanninchenlöcher

Kanninchenlöcher

Zweite Welle: Tag 50

Die #CorotäneKneipe ging lang gestern. Das war ganz gut, denn so konnte ich das erste Quadrat (von 100) vom Afghan Hue Shift fertigstellen. Nur ungern kroch ich aus diesem Kanninchenloch ins Bett…

Noch vor dem ersten Tee schlüpfte ich wieder in dieses Kannincheloch holte ich mir, nachdem geklärt war, dass das Kind nicht zum Rugby geht, mein Strickzeug ins Bett und arbeitete weiter an der Decke. Haha, weiter. Ich versuchte, das zweite Quadrat ans erste zu stricken und stellte nach zwei Drittel fest, dass ich einen Denkfehler hatte.

Erster Versuch mit Denkfehler

Also ribbelte ich das gesamte Quadrat wieder ab. Währenddessen brachte mir der RB Tee. (Vielleicht hätte ich den vorher trinken sollen.)

Dann planten der RB und ich das Essen und den Einkauf. Während ich strickte. Versteht sich. Außerdem erwähnte ich bei jedem zweiten Gericht, dass wir das auch im SlowCooker zubereiten könnten. Hihi, noch so ein Kaninchenloch, in das ich gestern gefallen bin. Und dann habe ich doch tatsächlich einen bestellt. Uuups.

Absolut kein Kanninchenloch war ikea am Nachmittag. Ich wollte da aber endlich hin, um die Mülleimersituation in der Küche zu beheben. Herrje, sind Menschen anstrengend. Wir waren sehr froh um unsere FFP2-Masken und auch sehr froh, dass wir zügig durchgehen konnten, weil wir ja wussten, was wir wollten.

Wieder zu Hause retteten wir das Kind vorm Verdursten, gönnten uns einen Paarmoment und kümmerten uns dann um Essen und Mülleimer bzw. Heimwerkerei.

Die Ergebnisse konnten sich sehen lassen. Das Essen war lecker und der Spülenunterschrank sieht jetzt auch gut aus.

Fürs Kind (und den RB) gab es Kinoabend mit Addams Familie 2. Ich war auch körperlich anwesend, aber sonst im Kanninchenloch mit Wolle und Nadeln.

FREItag. Wirklich.

FREItag. Wirklich.

Zweite Welle: Tag 49

Yeah, wirklich FREItag inklusive wieder in Bett legen, nachdem das Kind aus dem Haus ist und nochmal schlafen.

Und ich habe wirklich gar nicht in meinen Arbeitsrechner geguckt.

Dafür war ich in Sachen Eskapismus unterwegs: Nachdem Freundin* L. in der Twitter-Kneipe fleißig einen Afghan Hue Shift strickt, ging ich ja mit der Idee schwanger, auch einen zu stricken. Heute holte ich die Wolle**.

Von den Farben 5 und 7 bzw. E und G war nur ein Knäuel da***

Und weil ich gerade bei bestem Sonnenschein eh unterwegs war, löste ich auch gleich die Trinkflaschensituation in diesem Haushalt. Hoffentlich.

Das Kind brauchte eine Flasche für die Schule und der RB eine zum Wandern

Weil es so sehr sommerlich war, grillten wir mal wieder und aßen draußen, bevor die #CorotäneKneipe losging.****

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* Ist „Freundin“ zu vermessen?!

** Weil ich ja etway piensig mit Kunststofffasern bin und Acrylwolle echt ungern verstricke, wird das eine Luxusdecke aus Merinowolle. Für den Materialwert würde ich mir vermutlich nie eine Kolder kaufen.

*** Sind bestellt, aber sollte erstmal reichen.

**** So unter uns: Ich lieb die Crew. Ich mag die Diskussionskultur.

Glück

Glück

Zweite Welle: Tag 45

Das Kind kam heute recht spät von der Schule. Der Unterricht war um 15h50 zu Ende, aber er war – trotz Fahrrad – erst um 16h15 zu Hause. Dadurch musste er etwas hetzen, um sich rechtzeitig zum Rugby loszukommen. Dann war er aber so zeitig, dass er mich um 16h50 vom Pitch aus anrufen konnte, weil er seinen Zahnschutz vergessen hatte. Glück im Unglück: Ich hatte eine Verabredung im Westend um17h30. Da konnte ich mit dem Rad problemlos kurz am Club vorbeifahren und ihm den Zahnschutz bringen.

Es tat gut, mit dem Rad durch die Stadt zu fahren. Auch die große Runde – 3,5 Kilometer – durch den Grüneburgpark tat gut. Aber besonders gut tat der Grund, warum ich überhaupt 3,5 Kilometer Luftlinie westwärts unterwegs war: Ein Treffen mit Freundin C. Es hat mich sehr gefreut, sie endlich mal wieder zu sehen. Das letzte Mal war Ende Februar.

Ein bisschen wenig Glück hat leider ein lieber Tweep. Daher braucht er dringend Hilfe vom virtuellen Dorf.

Und weil es nicht nur die Heizung, sondern auch das Warmwasser betrifft, ist schnelle Hilfe wichtig. Weitere Infos findet ihr hier.
(Selbst wenn der Spendentopf nicht voll wird, hilft hier wirklich jeder Euro.)

Eins aus vier

Eins aus vier

Zweite Welle: Tag 44

Ich hatte vier Wanderungen und eine Radtour geplant. Allerdings hatte der RB sein Fahrrad nicht aus der Werkstatt geholt, wodurch die Radtour ausfliel. Eine Wanderung kam wegen zu spät wach nicht infrage. Eine Route war vorrangig kindtauglich, aber das Kind wollte nicht mit. Also blieben noch zwei zur Auswahl. Und auch wenn es reizvoll wäre, die Hohe Straße weiter abzulaufen, war uns doch nach einer Abwechselung. Zudem hatte der RB die Kühkopf-Wanderung geschwänzt, also wurde es die Wanderung auf*in der Knoblauchsaue.

Das Kind war derweil auf dem Spielplatz. Dank FamilyLink konnte ich ihm das Tablet aus der Ferne sperren, sodass er gar nicht auf die Idee kam, sich zu verdaddeln, sondern wie verabredet raus ging. Da war es so gut, dass er erst kurz bevor wir wieder zurück waren nach Hause ging.

Schön, dass wir diesen für alle guten Tag, mit bestem Soulfood beenden konnten.

Grie Soß – heute mit Ofengemüse – geht immer
Bürotag

Bürotag

Zweite Welle: Tag 41

Weil ich heute ein Mitarbeiterinnengespräch hatte, habe ich tatsächlich mein HomeOffice verlassen und bin mit dem Auto (ÖPNV traue ich mich nur wohl dosiert und nicht zu Stoßzeiten) ins Büro gefahren. Mal abgesehen von den drei Malen, wo ich 1) meinen zweiten Bildschirm geholt, 2) den Rechner zur Reperatur abgegeben und 3) den Rechner wieder abgeholt habe, war es das erste Mal seit Ende März, dass ich im Büro war. Promt hatte ich alles vergesen, was ich zum Arbeiten im Büro brauche. Naja, fast alles. Den Rechner und die Maus hatte ich mit, aber ich hatte kein Netzteil und auch keinen Netzwerkadapter dabei. Zum Glück fand sich im Büro Abhilfe.

Das Gespräch lief gut. Das Feedback durchweg positiv. Die Kritik auf sehr hohem Niveau. Und dennoch ärgert mich der eine oder andere Kritikpunkt sehr. Ich weiß noch nicht, wie ich damit umgehen soll. Es kiekst mich, obwohl es das nicht sollte, denn es kommt aus einer Anspruchshaltung der Kritikerin heraus, die tw. einfach überzogen ist, bzw. sich etwas an bestimmten Prozessen grundlegend verändern müsste, damit ich den einen oder anderen Kritikpunkt wirklich ändern könnte. Außerdem nervt es mich, dass mir sowas nicht direkt gesagt wird, sondern halt so ein anonymes Feedback dafür benutzt wird.

Ansonsten war das Arbeiten im Büro erstaunlich angenehm. Ich arbeite ja gerne im HomeOffice und war auch schon oft genug genervt von meinen Bürotagen, aber heute war es eine ganz nette Abwechselung. Vielleicht auch weil nicht so viele da sind und es daher nicht laut und stressig war, weil immer wer was von mir wollen könnte. Neben dem Gespräch habe ich auch ein paar Sachen weggeschafft.

Die Rückfahrt nutzte ich – dank Freisprechanlage -, um endlich mal wieder mit meiner Mutter zu telefonieren. Da ist gerade viel im Umbruch und ich bin gespannt, wie das weitergeht. Und ob das alles so klappt, wie geplant. Zusammengezuckt bin ich allerdings, als sie meinte, dass wir da, wo sie hinziehen werden, ja auch Urlaub machen könnten. Ja, können wir, aber das müssen wir auch wollen.

Nomnomnom

Nomnomnom

Zweite Welle: Tag 39

Gähn… Das Kind spukte rum. Und lehte sich auch irgendwann zu mir. Wälzte sich noch eine Weile. Vermutlich bin ich nicht vor 4h00 eingeschlafen.

Beim Aufwachen jammerte das Kind wieder über Zahnschmerzen. So ganz werde ich nicht schlau draus. Wir diskutierten, ob er damit zu Hause bleiben müsste. Ich ließ ihn eine Ibu nehmen. Dann lockte doch die neue AG – Bouldern – doch ausreichend und er ging auf letztem Drücker los.

Ich legte mich nochmal hin, musste aber um 11h00 telekonferieren. Und dann war ich auch wach genug, um den restlichen Arbeitstag zu überstehen.

Um 17h45 fiel mir ein, dass wir um 19h00 in Offenbach sein wollen und ich noch duschen musste. Hopphopp, trotz Duschen, ausgefallenen Bahnen sind wir so gut wie pünktlich in der Süßen Limone. Kleine Twitter-Essensgang mit viel nomnomnom.

Anrufe

Anrufe

Zweite Welle: Tag 38

Erster Tag nach der Woche krank. Zum Glück muss ich nicht um 7h00 aufstehen. Das Kund kann wegen KriegsRugbyverletzung nicht zum Schwimmen und muss so erst um 10h00 in der Schule sein.

Ich arbeite so vor mich hin. Um 13h40 klingelt das Telefon. Das private. Die Schule ruft an. Das Kind habe Zahnschmerzen und will nach Hause. Joah, dann halt. Er schafft es aber alleine nach Hause.

Was genau es ist, ist nicht klar. Ich vermute, dass er gerade seine Backenzähne* verliert. Zudem kann er gerade seine Zahnspange nicht tragen. Da ist wohl einiges in Bewegung.

Zum Rugby-Training wollte er trotzdem.

Um 18h25 klingelt mein Handy. Eine Nummer, die ich nicht kenne. Das Kind ist dran (er hat sein Handy nicht mit): Seine Wunde ist erneut aufgegangen. Ich solle ihn abholen. Tja, das ist schwierig: Das Auto ist voll mit Kartons und um diese Zeit dauert der Weg – nur 2,5 Kilometer Luftlinie – mit dem Auto locker 30 Minuten. Ein schlechtes Gewissen habe ich dennoch.

Um 19h15 ist das Kind immer noch nicht zu Hause. Ich bin unruhig und gehe ihm entgegen. Im Park überlege ich noch kurz, ob ich eine Runde drehen soll. Aber denke, dass er mit dem Knie wohl den direkten Weg nehmen wird. Als ich durch den Park durch bin, ist das Kind immer noch nicht zu sehen. Ich schnappe mir einen e-Roller und düse die Strecke weiter. Kurz vorm Trainingsgelände erreicht mich der RB: Das Kind ist zu Hause. „Haben wir uns im Park wohl doch verpasst“, denke ich, drehe um und düse zurück.

Zwischendrin schreibe ich dem RB, dass er dem Kind ausrichten soll, dass ich nicht böse auf ihn bin.

Das ist mir wirklich wichtig. Er hat nichts falsch* gemacht. Zu spät kommen ist ätzend, aber er war a) verletzt und konnte nicht so schnell wie sonst und hatte b) auch kein Handy dabei, um sich zu melden oder dass ich ihn orte. Ergo: Ich muss ihm das Handy irgendwo antackern, damit er es immer bei sich hat.

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* Einer ist schon draußen.

** Er ist etwas länger am Pitch geblieben nach dem Training.

Via regia

Via regia

Zweite Welle: Tag 37

Weil das Kind derzeit dreimal pro Woche Rugby-Training hat, muss er nicht (mehr) mit uns wandern. Und für den RB und mich ist es durchaus schön, auch mal Zeit zu zweit haben. Schließlich sind wir seit 233 Tage zu dritt. Ohne Pandemie wären wir nur 81 % dieser Zeit zu dritt gewesen. Und auch erst seit 20 Tagen wieder zu dritt.

Und nachdem der RB und ich letzte Woche 3,4 Kilometer auf der Hohen Straße gewandert sind, dachten Else und ich, dass wir heute die ersten 5,6 Kilometer dieses alten Handelswegs ablaufen könnten. Wenn wir so weiter wandern, brauchen wir noch ca 73 Etappen bis Leipzig.

Passend bevor es richtig regnet, sind wir wieder zu Hause. Wir kochen und aus den unterwegs gepflückten Pflaumen mache ich Crumble.

Pflaumen-Nuss-Mohn-Crumble
KzHakC*

KzHakC*

Zweite Welle: Tag 33

Ich konnte nicht schlafen. Mir geht es nicht besser. Die Ohren fallen zu und amsonsten habe ich Skibrillenschmerzen. Selbstdiagnose in der schlaflosen Nacht: Sinusitus.

Der RB hatte sich gestern dankenswerterweise heldenhaft bereit erklärt, das Kind schulfertig zu machen. So konnte ich etwas ausschlafen. Zumindest nachdem ich gegen 6h00 das Kind beruhigt hatte, dass das Geklapper am Rollladen nur der Wind war.

Ich meldete mich krank und rief bei meiner Ärztin an. Nachdem ich meine Symptome – Kopfschmerzen, Kreislauf, zu’e Nebenhöhlen – geschildert hatte, wurde ich nach weiteren Symptomen (die eher auf Covid-19 hinweisen könnten) befragt und ob ich in letzter Zeit im Urlaub gewesenen sei. Ich erklärte, dass ich vor 5 Wochen aus dem Urlaub zurückgekehrt sei. Damit durfte ich in die offene Sprechstunde kommen, beschied die MTA. Nach einem Tee ging ich los. Bei der Anmeldung sollte durfte ich meine Versichertenkarte selbst ins Lesegerät einstecken. Ich wäre erst in 30 Minuten dran. Nein, ich wollte mich nicht ins Wartezimmer setzen und ging nochmal nach Hause. Da sah ich dann, dass das Kind sein Pausenbrot vergessen hatte und nach weiterer Fahndung dass er auch keine Trinkflasche dabei hat. Und weil das jeden Morgen so ein Stressfaktor ist, dass er an alles denkt, schaffte ich (hoffentlich) Abhilfe.

Jedes Schild hat eine Geschichte

Dann ging ich wieder zur Praxis und durfte direkt ins Behandlungszimmer. Ich erläuterte der Ärztin meine Symptome. Nein, kein Fieber. Ja, Ohren schmerzhaft. Nein, kein Husten. Zur Untersuchung wechselte sie vom medizinischen Mund-Nase-Schutz auf eine FFP3-Maske. Ja, es ist eine Sinusitis**, ich soll den Schleim mit Soledum lösen und wenn es nicht besser wird, müsste ich zum HNO. Zum Abschied redete sie mir ins Gewissen, mich dieses Jahr auf jeden Fall gegen Grippe impfen zu lassen.***

Dann ging ich nach Hause – mit Schlenker an der Apotheke vorbei.

Gerne hätte ich mich nachmittags hingelegt, aber zum einen war die Putzhilfe da und zum anderen musste ich zwei kleine Sachen für die Kolleginnen klären.

Als das Kind zum Rugby aufgebrochen war, buk ich LowCarb-Milchschnitten. Danach legte ich mich endlich aufs Sofa.

26. August: Ich brauche eine Wärmflasche

Das Sofa verließ ich nur noch, um Hühnersuppe zu essen.

Das abendliche Vorlesen musste ich an you.tube outsourcen. Das war aber ok.

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* Krank zu Hause, aber kein Covid-19

** Laut AU-Bescheinigung „chronische Sinusitis“…

*** Ich hatte es in der letzten Saison einfach nicht geschafft und dann vergessen.