Ungeduldig radeln
Geduld. Geduld. Geduld. Es wird mein ewiges Thema bleiben. Ich hasse Warten.
Heute hatte zumindest ein Warten ein Ende: Mein Arbeitsvertrag, der schon längst digital in trockenen Tüchern war, ist angekommen. Den muss ich nun unterschrieben zurückschicken.
Aber ich warte weiter: auf eine Vereinbarung, auf den gegengezeichneten Mietvertrag, auf Kartons, auf de Umzug selbst. Wenigstens konnte ich für ebendiesen den Termin heute fixieren. Bis dahin gibt es dann hoffentlich viel zu tun, sodass ich zu beschäftigt bin, um ungeduldig zu sein.
In meiner Ungeduld bin ich heute, obwohl ich mich ja eigentlich noch schonen sollte wegen Impfung*, radeln gegangen. Wobei ich auch eine Mission zu erfüllen hatte:

Inspiriert vom Arbeitsvertrag wollte ich mal schauen, wie sich die Strecke von der neuen Wohnung zur neuen Arbeit radeln lässt. Gut, von der Gesamtstrecke (24,6 Kilometer) entfiel nur ein Viertel auf die Strecke. Aber ich musste ja zur neuen Wohnung hin und dann war ich ja eh schon mit dem Mountainbike unterwegs und da konnte ich ja auch nochmal durch den Wald heizen. Das war sehr schön. Darauf freue ich mich schon sehr bei der neuen Wohnung: Ich bin schnell im Stadtwald und da fahre ich wirklich gerne mit dem Mountainbike durch.
Im Gegensatz zum Wandern hat das Mountainbiken einen anderen therapeutischen Effekt: Ich kann mir nicht das Hinr zermartern. Auf dem Rad brauche ich meine Kondition, Ausdauer und Kraft, um die Strecke heil und nicht im Schneckentempo zu absolvieren. Das ist auch gut, denn ich muss auch mal Denkpausen machen. Gut ist auch, dass es mich deutlich anders fordert und auspowert. Denn so hatte ich als ich zu Hause ankam, endlich mal wieder Hunger und Appetit. Und Lust aufs Kochen, sodass ich heute seit langem mal wieder richtig gekocht habe.
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* Möglicherweise war es aber nicht ganz schlau, mich so zu verausgaben, denn jetzt habe ich Kopfschmerzen. Ich hoffe, dass sie über Nacht verschwinden.