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Kategorie: Die Buckligen

Wieder da

Wieder da

Zweite Welle: Tag 97

Eine Woche, nachdem mein Vater ins Krankenhaus musste, ist er heute wieder nach Hause gekommen. Das ist gut. Gut ist auch, dass der Grund für seine Einlieferung erfolgreich behandelt werden konnte. Nicht so gut, wenn auch aus Pandemiesicht verständlich, war, dass meine Mutter gar nicht zu ihm durfte. Dass mein Vater, aus personeller Sicht auch verständlich, nicht ausreichend Ansprache, Beschäftigung bekam und wohl gar nicht mobilisiert wurde.

Nein, krank zu werden ist während der Pandemie nicht lustig. Besuche bei Ärztinnen möchte eine derzeit ja auf das absolut nötige Minimum.

Aber als Mensch, der auf Hilfe angewiesen ist, alleine krank im Krankenhaus sein zu müssen, das wünsche ich keiner.

Geburtstage

Geburtstage

Zweite Welle: Tag 85

Meine Mutter hat am 15., der RB hat am 19.10. und mein Vater hat eben heute Geburtstag.

Wegen des nahenden Geburtstags vom RB und des unerwarteten Arbeitspensums war ich Anfang der Woche zu verpeilt, um das Geschenk für meine Eltern so auf den Weg zu bringen, damit es pünktlich zum Geburtstag meiner Mutter da ist.

Wenigstens kam das Paket heute an.

Schön war, dass sie so Kuchen zum Tee hatten, als wir am Nachmittag per Skype gratulierten.

Schön war auch zu sehen, dass mein Vater recht gut drauf war. Teilnahm, antwortete.

Ach, möge es für ihn noch weiter aufwärts gehen und besser werden.

Aufschieberitis

Aufschieberitis

Zweite Welle: Tag 59

Eigentlich mache ich ja Steuererklärungen ganz gerne. Zumindest habe ich sie 15 Jahre lang sehr gerne gemacht. Es fing damit an, dass es meinem Vater sehr wichtig war, dass ich weiß, wie eine Steuererklärung gemacht wird. Und nicht nur dass ich das grundlegende Prozedere kennen sollte, sondern auch noch diverse Tricks und Kniffe.*

Als ich mit der Selbstständigkeit anfing war ich einmal beim Steuerberater. Und später noch einmal.** Ansonsten habe ich mich komplett alleine um meine Steuer gekümmert. Als Freiberuflerin ist es auch nicht so schwierig. Umsatzsteuer-Voranmeldung ist kein Hexenwerk, wenn eine keine Gewerbekacke am Hacken hat. Gut, die Sache mit der Lohnsteuervorauszahlung hätte mich fast die Existenz gekostet, aber auch das ließ sich regeln. Die Steuererklärungen gingen aber recht problemlos von der Hand. Wenn ich mich denn endlich mal dran gesetzt hatte.*** In jedem Jahr allerdings immer erst, wenn das Finanzamt mich schon liebevoll erinnert hatte. So auch in diesem Jahr. Und ich weiß auch schon warum… dieses Jahr – alsp für 2019 – muss ich erstmals nachzahlen. Das war leider zu erwarten, weil ich am Ende des Jahres nochmal einen Batze extra verdient hatte. Tjanun, wenn eine nicht genug Ausgaben hat und zudem aus Steuerklasse 2 rausrutscht. Naja, jetzt ist es gemacht.

Gemacht hat auch das Kind heute was, was er vor sich hergeschoben hat ihm schwer auf der Seele lag. Seit Tagen (oder Wochen?) geht er nicht ans Telefon, wenn eine französische Vorwahl zu sehen ist. Egal, ob es der Kv oder die Großeltern sind, er möchte nicht mit ihnen sprechen. Also mit den Großeltern will er schon telefonieren, aber er hat Angst davor und keine Lust, dass sie ihn bedrängen, ob bzw. wann er das nächste Mal nach Frankreich kommt. Denn er will nicht nach Frankreich. Er will vor allen Dingen nicht zum Kv. Zumindest hat er sich heute ein Herz gefasst und wollte anrufen. Als es allerdings zeitlich passte, sagte er beim Blick auf die Uhr: „Jetzt guckt Papy immer seine Sendung****.“ Ja und?! „Dabei will er nicht gestört werden.“ Bitte? „Er hat gesagt, wenn er dabei gestört wird, wird er sehr böse.“ „Mein lieber Sohn, wenn Du Deine Großeltern anrufen willst, dann ruf sie an. Wenn sie nicht drangehen, weil ihnen der Fernseher wichtig ist, ist das ihr Problem. Aber die rufen ja auch an, wann es ihnen gerade passt und überlegen nicht, ob Du gerade in der Schule bist oder bei Rugbytraining.“ Ich glaube echt, es hackt. Ich bekomme echt die Motten, dass jenseits des Rheins regelmäßig erwartet wird, dass das Kind auf irgendwelche albernen Befindlichkeiten Rücksicht nehmen muss. Dass das Kind schon so „gedrillt“ ist, dass es immer die französischen Befindlichkeiten mitdenkt. Noch ein Grund mehr, warum es gut ist, dass er vorerst nicht hinfährt.*****

Zumindest war das Kind nach dem Telefonat ähnlich erleichtert wie ich nachdem ich auf „Steuererklärung versenden“ gedrückt hatte. Aufschieberitis sucks.

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* Mein älterer Bruder hat das aus irgendwelchen Gründen nicht gelernt oder lernen wollen. Er hatte früh eine Steuerberaterin und regelmäßig Nachzahlungen.

** Also in 4,5 Jahren Freiberuflichkeit nur zwei Termine beim Steuerberater

*** Aber das ganze Eingetöckel von Fahrten, gezahlter USt, geleistete Krankenversicherungsbeiträge etc…

**** irgendeine banale Serie

***** Ganz zynisch könnte ich nun den Französinnen für ihren unachtsamen Umgang mit der Pandemie danken.

Bürotag

Bürotag

Zweite Welle: Tag 41

Weil ich heute ein Mitarbeiterinnengespräch hatte, habe ich tatsächlich mein HomeOffice verlassen und bin mit dem Auto (ÖPNV traue ich mich nur wohl dosiert und nicht zu Stoßzeiten) ins Büro gefahren. Mal abgesehen von den drei Malen, wo ich 1) meinen zweiten Bildschirm geholt, 2) den Rechner zur Reperatur abgegeben und 3) den Rechner wieder abgeholt habe, war es das erste Mal seit Ende März, dass ich im Büro war. Promt hatte ich alles vergesen, was ich zum Arbeiten im Büro brauche. Naja, fast alles. Den Rechner und die Maus hatte ich mit, aber ich hatte kein Netzteil und auch keinen Netzwerkadapter dabei. Zum Glück fand sich im Büro Abhilfe.

Das Gespräch lief gut. Das Feedback durchweg positiv. Die Kritik auf sehr hohem Niveau. Und dennoch ärgert mich der eine oder andere Kritikpunkt sehr. Ich weiß noch nicht, wie ich damit umgehen soll. Es kiekst mich, obwohl es das nicht sollte, denn es kommt aus einer Anspruchshaltung der Kritikerin heraus, die tw. einfach überzogen ist, bzw. sich etwas an bestimmten Prozessen grundlegend verändern müsste, damit ich den einen oder anderen Kritikpunkt wirklich ändern könnte. Außerdem nervt es mich, dass mir sowas nicht direkt gesagt wird, sondern halt so ein anonymes Feedback dafür benutzt wird.

Ansonsten war das Arbeiten im Büro erstaunlich angenehm. Ich arbeite ja gerne im HomeOffice und war auch schon oft genug genervt von meinen Bürotagen, aber heute war es eine ganz nette Abwechselung. Vielleicht auch weil nicht so viele da sind und es daher nicht laut und stressig war, weil immer wer was von mir wollen könnte. Neben dem Gespräch habe ich auch ein paar Sachen weggeschafft.

Die Rückfahrt nutzte ich – dank Freisprechanlage -, um endlich mal wieder mit meiner Mutter zu telefonieren. Da ist gerade viel im Umbruch und ich bin gespannt, wie das weitergeht. Und ob das alles so klappt, wie geplant. Zusammengezuckt bin ich allerdings, als sie meinte, dass wir da, wo sie hinziehen werden, ja auch Urlaub machen könnten. Ja, können wir, aber das müssen wir auch wollen.

Es reicht

Es reicht

X-39 Tage bis zur zweiten Welle

Es ist heiß heute. Ich bin mal wieder froh um unsere EG-Wohnung, bei der die Fenster nach Nordosten und Südwesten rausgehen. Wenn wir bis Mittags die Rollläden der Nordostfenster unterlassen und spätestens dann die Rollläden der anderen Seite runter machen UND die Fenster schließen, bleibt es derzeit in der Wohnung immer noch deutlich kühler als außerhalb.

Das Kind hat heute seit längerer Zeit mal wieder mit Frankreich kommuniziert. Allerdings nicht mit dem Kv, sondern mit der Tante. Die Tante ist die Freundin vom Bruder des Kv und die Mutter von des Kindes Cousine. Die Frau ist etwas … speziell. Wenn das Kind in Frankreich ist, ist er wohl ganz gerne bei ihr. Allerdings meldet sie sich zwischen den Ferien vom Kind nie bei ihm.* Dass sie dieses Jahr direkt am Geburtstag gratuliert hat, lag am Zoom-Meeting. Die ganzen Jahre zuvor kam nichts, denn in der Regel war das Kind ja immer kurz nach seinem Geburtstag in Frankreich** und zwei, drei, vier Wochen später reicht ja auch völlig aus.

Bei mir ist sie unten durch, seitdem sie mich wirklich doof von der Seite angemacht hatte, nachdem es mit dem Kv im November 2014 so eskalierte. Und überhaupt nahm und nimmt sie immer so viel Partei für den Kv, dass eine zwischenzeitlich nicht sicher war, ob sie wirklich mit dem Bruder oder mit dem Kv zusammen ist. Wir haben spätestens*** seit November 2014 keinen Kontakt mehr.

Aber zurück zu heute: Das Kind skypte also mit der Tante. Von sich aus. Warum weiß ich nicht so genau, aber da lasse ich ihm freie Hand. Ich glaube, dass er ein bisschen gehofft hat, dass sie die Wogen etwas glätten könnte. Außerdem ging es wohl darum, ob und wie das Kind sein Geburtstagsgeschenk bekommen könnte, das ja bislang als Köder diente und deswegen nicht verschickt werden konnte.**** Als das Gespräch zu Ende war, war das Kind konsterniert, denn:

  • Die Tante ließ vom Kv ausrichten, dass dieser faché avec lui, also sauer auf das Kind sei. Haha, da hat das Kind direkt doppelt Lust, doch hinzufahren. NICHT!
  • Der Kv könne das Kind ja auch seit Wochen nicht erreichen.*****
  • Die Tante hat die Adresse vom Kind nicht, um ihm was zu schicken. (So schade, dass es in ganz Frankreich niemanden gibt, der ihr da helfen könnte.)
  • Das Kind drehe sich mit seiner Argumentation, warum er nicht kommen wolle im Kreis.******
  • Außerdem müsse das Kind ja auch den Kv verstehen. Dem ginge es ja jetzt schlecht.*******
  • Wenn das Kind nicht nach Frankreich käme, würden sie sich ja so schnell nicht sehen. Und sie würden ihn doch sooo vermissen.********

Ganz ehrlich, bei so viel Mist kann ich nicht mehr diplomatisch bleiben. Da muss ich sagen, was ich denke. Auch dem Kind gegenüber. Ich bin diese französchen Kapriolen und Egotrips so dermaßen leid. Ich weiß gar nicht, wie ich noch mit irgendwem da kommunizieren soll, ohne ausfällig zu werden.

Soll der Kv doch seine vermeintlichen Konsequenzen ziehen und vor Gericht gehen. Ihm sollte dann nur klar sein, dass er sein Kind verklagen muss. Denn es ist das Kind, das nicht will.*********

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* Der Onkel, also Bruder vom Kv, meldet sich allerdings „noch weniger“.

** Dank der frühen hessischen Sommerferien

*** Davor war der Kontakt auch nur darauf beschränkt, wenn wir in Frankreich waren.

**** GooglePlay-Gutscheine.

***** Seine Nummer ist nicht gesperrt, er kann jederzeit hier anrufen. Ob das Kind abnimmet, ist des Kindes Sache.

****** Nee, er muss sie nur mantraartig wiederholen, weil ihn anscheinend niemand ernst nimmt.

******* Für eine Selbstreflektion ist der Leidensdruck aber immer noch nicht hoch genug.

******** Am Arsch. Die haben es die ganzen Jahre nicht auf die Kette bekommen uns auch nur ein einziges Mal in Frankfurt zu besuchen.

********* Ich stehe und stand seit Juli 2015 keinem Besuch im Wege.

Das Kind geht an die frische Luft

Das Kind geht an die frische Luft

X-36 Tage bis zur zweiten Welle

Das Kind war draußen. Im Park. Nachdem zwei junge Männer vor unserer Tür standen, die das Kind noch aus Kindergartenzweiten kennt, und fragten, ob er mit rauskäme. Wir vereinbarten, dass er um 19h00 wieder da sein sollte. Um 18h15 rief er an und bat um Verlängerung bis 19h30. Um 19h20 rief er an und handelte eine weitere Verlängerung bis 20h15 aus. So muss das sein. So sollen Kindersommer sein. Draußen rumstreunern, Kinder kennenlernen, Spaß haben.

Ich hatte abends noch eine Seance* mit meiner Mutter. Per Telepathie** habe ich mit ihr ihre Steuererklärung gemacht. Alles geschafft und geprüft. Meine Mama happy und ich auch.

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* Skypesitzung

** geteilter Bildschirm

Heimreisetag

Heimreisetag

X-27 Tage bis zur zweiten Welle

Wir haben gestern abend noch gut gepackt. Heute dann also den Rest. Kurzes Frühstück, ein letzter Gang durch die Wohnung, Verabschiedung von den Vermieterinnen und ab nach Deutschland. Erstmal nur bis ins nächste Bundesland, um den Papa vom RB zu besuchen. Wir sind früher als verabredet da, weil der RB die Fahrtzeit etwas länger geschätzt hatte als tatsächlich. Aber das macht nichts.

Nach ein paar Stunden fahren wir wieder. Machen – wie schon auf der Hinfahrt – einen Schlenker über Wiesbaden, um meinen Arbeitsrechner wieder einzusammeln, um um 18h30 wieder zu Hause zu sein. Alles steht noch.** Auch die Strategie mit den Pflanzen auf dem Balkon hat gut geklappt: Es haben alle überlebt. Als ich Essen hole, stellt der RB fest, dass noch was „überlebt“ hat: die Mäuse. Also mindestens eine Maus turnt über unseren Balkon. Der RB stellt zwei Fallen auf.

Beim Ins-Bett-Bringen geraten das Kind und ich aneinander. Mir gefällt sein Verhalten mit dem Tablet gar nicht. Nach einem Moment mit schlechter Laune meinerseits führen wir dann ein ziemlich gutes Gespräch und ich hoffe, er hat da wirklich was mitgenommen.****

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* Es kommt zunächst nicht über den Zaun im Nachbargarten und es flitz panisch umher. Irgendwann dann aber doch. Phew.

** Nicht ganz: Der schon länger tote ehemalige Ameisenbaum*** hat sich selbst gefällt. Ein Zeichen! Ein Zeichen!

*** Als wir hier einzogen war der Baum bereits tot. Allerdings wohnten Ameisen darin. Die sind allerdings schon vor 3 oder 4 Jahren ausgezogen.

**** Er lässt sich davon nur berieseln. Er schafft es nicht sich anderweitig zu beschäftigen und in dem aktuellen Ausmaß macht mir sein Verhalten durchaus Sorgen. Sorgen macht mir auch, dass ich ihm drohen muss, damit er wenigstens etwas darüber nachdenkt, was ich ihm mitteilen will.

X-3 Tage bis zur zweiten Welle

X-3 Tage bis zur zweiten Welle

Bis zum Urlaubsbeginn wird es hier nicht wirklich spannender: Meine To-Do-Liste ist ziemlich lang und ich arbeite sie nur im Schneckentempo ab. Weil immer wieder irgendwas geklärt werden muss, oder den Job anderer Leute machen muss. Orrrr.

Mittags rief die Anwältin an und bestätigte meine Wunschvorgehensweise*.

Das Kind hat festgestellt, dass er bei dem guten Wetter rausgehen kann und war am nachmittag im Park.

Ich habe am Nachmittag mal wieder gesportelt. Und war danach irgendwie so ausgepowert, dass ich nicht mehr richtig denken konnte. Mit Blick auf die To-Do-Liste nur suboptimal. Aber mei. Das wird schon irgendwie.

Weil der RB abends Tasting hatte**, gingen das Kind und ich uns ein Eis holen. Und redeten etwas darüber, wie das mit dem Kv und Frankreich weitergehen sollte. Er hatte am Nachmittag versucht, der französischen Oma zu erklären, was das Problem sei.***

Wir haben ein Amselbaby im Hof wohnen.**** Das ist schon ein bisschen niedlich. Und das Kind ist auch niedlich, wie andächtig er zuguckt und auf dem Balkon rumschleicht, um es nicht zu erschrecken und zu beobachten.

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* Aussitzen und abwarten, was da kommt.

** online von zu Hause aus

*** Ich fürchte, sie kann und will es nicht verstehen. Und letztlich ist ihre einzige Sorge, ob das Kind ihr in irgendeiner Weise gram ist. Das hilft dem Kind echt weiter.

**** Und ein Taubenprächen brütet in der Zierkirsche.

Schnapszahlgeburtstag

Schnapszahlgeburtstag

„Das ist ein toller Geburtstsg“, verkündete das Kind heute bereits am Nachmittag. Und das trotz Pandemie. Denn machen wir uns nix vor: Die Pandemie ist noch nicht vorbei. Da kann Hessen noch so viel lockern. Außerdem muss nicht alles, was erlaubt ist, auch gemacht bzw. ausgereizt werden. Daher war klar, dass heute keine Leute ins Haus kommen werden. Zumindest nicht physisch.* Dafür aber per Zoom-Meeting. Ab 10h00 war unser virtuelles Wohnzimmer geöffnet und immer wieder guckten Leute rein und gratulierten dem Kind. „So viele Leute sehe ich sonst nie an meinem Geburtstag“, freute sich das Kind. (Danke an alle, die vorbeigeschaut und gratuliert haben. ❤️)

Gefreut hat er sich auch über seine Geschenke. Ich konnte gar nicht richtig damit umgehen, dass er vor Freude darüber geweint hat, dass er in einem Sportmotorflugzeug mitfliegen darf. Aber auch von dem vom RB geschenkten Flugsimulator ist er sehr begeistert. Dazu fand das Kind es sehr lustig, seinen ersten Whisky in die Kamera zu halten, denn zum 1. Schnapszahlgeburtstag muss es Schnaps geben…

Ein 11 Jahre alter Whisky, den das Kind aber erst in 7 Jahren probieren darf.

Ansonsten bestand der Tag – gefühlt – nur aus Essen. Vom Frühstück gingen wir zum Kuchenessen über. Daran schloss sich nahtlos die Burgervorbereitung und deren Genuss an.

Auf Wunsch vom Kind** gab es am Abend noch einen Kinoabend. Zunächst stand die Wahl zwischen „Matrix“ und „Planet der Affen“ . Nach dem Matrix-Trailer wollte das Kind ebendiesen sehen. Nach 20 Minuten brachen wir aber ab*** und wechselten zu „Das Haus der geheimnisvollen Uhren“****.

Das Kind bewertete abschließend den Tag mit 9,99 von 10 Punkten. <3

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* Quasi-Ausnahme war die liebe Nachbarsfamilie, die gegen 10h30 klingelte und an der Tür dem Kind eine gebackene 11 überreichte. So eine tolle Überraschung.

** Am Geburtstag darf das Geburtstagskind natürlich alles bestimmen.

*** Ich hatte nur noch die – damals – total coolen und neuartigen Actionszenen in Erinnerung, aber die Wanzenein- und -auspflanzung sowie die Tankszenen à la HR Giger vergessen.

**** Auch nicht gerade ein Film für zarte Gemüter, aber mehr spannend und weniger ekelig.

Abschottung, Tag C-XII

Abschottung, Tag C-XII

Ich mag die Zahl der heutigen Tagesnummerierung nicht. Ich kann auch nicht beim Tempomat im Auto vom RB die Achtundachtzig einstellen. Entweder 86 oder 90.

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Der Tag fängt früh an, denn das Kind hat Frühschichtschule. Ich lege mich zwar nochmal kurz hin, als er aus dem Haus ist, sitze dann aber doch um 9h00 am Schreibtisch. Der Tag besteht aus Arbeit. Und die Arbeit besteht wieder mal aus (zu) vielen Telefonaten. Aber wenigstens bekomme ich trotzdem einiges weggearbeitet. Eine Telko nutze ich dafür, den Quicheteig in die Form zu bringen (damit er bis abends ausreichend kühlen kann).

Das Kind kommt nach Hause. Aber vor lauter Arbeit sehen wir uns nicht. Er ist in seinem Zimmer und ich am Schreibtisch.

Irgendwann habe ich genug gearbeitet. Also für heute. Da skypet das Kind mit Oma, also meiner Mutter. Ich klinke mich kurz ein und es endet mit einem Auftrag für mich: Ich soll mein Erbe bestellen. Naja, nicht wirklich, aber meine Mutter braucht einen Wäscheständer und kann sich nicht darum kümmern. Also biete ich ihr an, ihr einen zu bestellen. Aber ich soll einen aussuchen, den ich dann später mal übernehmen werde.

Dann kümmere ich mich um die Quiches. Der RB kommt nach Hause. Wir essen.

Anschließend wurschteln wir so rum und nachdem das Kind im Bett ist, räumen der RB und ich auf, denn morgen kommt die Putzhilfe.