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Kategorie: badventskaffee

Vor-Urlaubs-Wahnsinn

Vor-Urlaubs-Wahnsinn

#ClosedAdvent (14) // 2 Tage bis Lockdown

Es sind noch Kekse da. Obwohl das Kind so viele gegessen hat, dass er heute wegen Bauchschmerzen zu Hause bleibt.

Und es ist noch ganz viel Arbeit da. Eigentlich habe ich am Freitag ja frei, aber das sehe ich gerade noch nicht. Die Aussicht auf zwei Wochen frei trägt mich allerdings. Außerdem merke ich, wie wichtig und richtig es war, dass ich im November die Reißleine gezogen habe.

Ab Mittwoch wird der Lockdown entlightet. In der Schule findet kein Unterricht, sondern nur noch Notbetreuung statt. Welches Kind zu Hause bleiben kann, soll das bitte. Es regen sich viele über den hessischen Weg auf. Aber mal ehrlich: Unsere Winterferien fangen am Freitag an und gehen eh bis zum 10.1. Viele Eltern haben sich darauf eingestellt und wir wissen alle, wie „einfach“ es ist, kurz vor Weihnachten Urlaub zu nehmen. Ich habe auch nicht frei, aber das Kind kann sich ja eigentlich selbst beschäftigen und ich hoffe darauf, dass es zumindest ein paar Aufgabe via Moodle geben wird.

Der RB rotiert im Weihnachtsstress. Ich hoffe, dass er bis zum 23.12. durchhält. Das Weihnachstsgeschäft ist einfach viel. Als er dann auch noch für den kranken Mitarbeiter einspringen muss, ist klar, dass heute hier keine Essen kochen kann und wir bestellen Pizza*.

Als das Kind im Bett ist, gibt es noch eine NAchtschicht für mich, während der RB Weihnachtsfeier via Zoom hat.

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* Fürs Protokoll: Die ich abhole und so wenigstens für 20 Minuten rauskomme.

Digital glögglich

Digital glögglich

#ClosedAdvent (13) // 3 Tage bis Lockdown

Natürlich war es nicht das Gleiche, aber die digitale Variante war eine für diese besonderen Zeiten durchaus adäquate Version vom #Badventskaffee.

Sollten die besonderen Zeiten anhalten oder auf andere Weise wieder kommen, mache ich es gerne wieder so:

  • Nicht aufräumen müssen ist schon praktisch.
  • Weniger Deko fand der Haus-Grinch RB nicht so schlecht.
  • Die Keks-Kisten-Parade fehlte schon.
  • Es klingelte nicht dauernd an der Tür.
  • 34 Keks-Päckchen packen ist eine Aufgabe.
  • Glögg schmeckt besser, wenn eine mit anderen anstoßen kann.
  • Der Lärmpegel war anders.
  • Keine 12 Liter Kinderpunsch angesetzt.
  • Es ist schon schön, wenn bis zu 50 Menschen durch die Wohnung stiefeln.
  • Die Konversations-Grüppchen haben gefehlt.
  • Zum Glück mussten dank Zoom-Break-Out-Räumen nicht alle 30 virtuellen Gäste in einem Meeting miteinander reden.
  • Keine Tassenpanik.
  • Es waren Menschen von sehr weit weg dabei.
  • Der süße Geruch von Glögg und Kinderpunsch fehlte.
  • Das Kinderzimmer blieb bis auf das Kind kinderlos.
  • Zuckerschock fürs Kind ist unabhängig vom Format.
  • Der RB und ich „mussten“ uns getrennt einloggen.
  • Ich kam trotzdem – wie immer – nicht dazu, mich mit allen in Ruhe zu unterhalten.
  • Die Wohnung wurde nicht überhitzt.
  • Durch die Kekspäckchen an alle blieben deutlich weniger Kekse übrig.
  • Ich hätte gerne mal wieder Menschen umarmt.
  • Das lange Verbleiben der Gäste werte ich mal als gutes Zeichen und dass sie sich wohl gefühlt habe.
  • Tom Kha Gai war am Abend so nötig wie jedes Jahr.

Ich freue mich aufs nächste Jahr. Gerne in Echt, aber sollte es ditial stattfinden müssen, dann wäre das auch okay.

Danke an alle die dabei waren und sich auf das Experiment eingelassen haben.

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Beim „echten“ #Badventskaffee halte ich es mit den Einladungen recht offen. Ich freue mich, wenn die Leute zu- und absagen, weil es bei der Planung hilft. Aber in der Advents- bzw. Winterzeit kann viel passieren und es steht auch viel an. Die Keksophilen dürfen ab 14h30 kommen und gehen, wann sie wollen. Dieses Jahr war mir die verbindliche Anmeldung wichtig – zum einen weil wir Zoom als Plattform nutzen (und das ja nicht jederfraus Ding ist) und zum anderen weil ich ja die Keks-Päckchen packen und verschicken musste. Na klar, kann da immer was dazwischen kommen. Aber bei einer verbindlichen Zusage erwarte ich halt auch eine Absage.

X-1 Tag bis Lockdown

X-1 Tag bis Lockdown

#ClosedAdvent (12)

Ich schlafe schlecht ein. Was klar war nach den drei Stunden komatösen Schlaf. Außerdem habe ich Kopfschmerzen, als ich einschlafe und wache auch mit ihnen auf. Der RB bringt mir Tee ans Bett. Ich wabere so in den Tag. Ich kann aber nicht länger schlafen, denn ich habe heute eine Mission.

Aber erstmal habe ich ein Gespräch mit dem Kind. Wir reden darüber, was gestern Abend passiert ist. Und was generell mit ihm los ist. Warum das passiert, was gestern zu dem Eklat geführt hat. Uff, uff, uff. Er macht sich das Leben so schwer und er nimmt es auch so schwer. Und gleichzeitig ist da eine starke Resilienz. Das wird noch ein langer schwieriger Weg für ihn.

Dann brach ich auf zu meiner Mission: Covid-19 ist im Freundinnenkreis angekommen. Freundin A ist infiziert. Sie wohnt um die Ecke. Daher hatte ich ihr angeboten, sie zu versorgen. Ob der Entwicklungen und Gerüchte in den letzten Tagen hinsichtlich Lockdown hatte ich ja ein wenig Angst einkaufen zu gehen. Aber mit FFP2-Maske über Mund und Nase sowie guter Musik in den Ohren fühlte ich mich gewappnet. Es war erstaunlich entspannt im Supermarkt. Alle trugen Masken. Abstandhalten ist halt etwas schwer in den engen Gängen. Interessanterweise gab es keinen Cheddar – in keiner Form. Aber sonst fand ich alles. Und auch an der Kasse ging es schnell.

Ich holte noch schnell das Keks-Päckchen für Freundin A. (Quarantäne ist ja kein Grund nicht am digitalen #BAdventskaffee teilzunehmen. Vielleicht sogar ein Grund mehr.). Dann brachte ich ihr alles bis zur Wohnungstür.

Völlig kontaktfrei. Blickkontakt hatten wir nur vom Bürgersteig über den Vorgarten hinweg. Drücken wir ihr die Daumen, dass die Infektion sowohl kurz- als auch langfristig glimpflich verläuft.

Als ich nach Hause kam, klatschten das Kind und ich uns ab. Er ging raus, um im Park zu spielen. Er hatte sich verabredet. Und da er sich so schwer tut mit Kontakten, muss ich ihm das trotz Pandemie erlauben. Während er weg ist, kümmere ich mich mit Kassiopeia ums Abendessen und dann darum, dass das Kind noch ein paar coole Geschenke zum #NixMas bekommt. Und ein paar warme Sachen zum Anziehen. Außerdem brauche ich ein paar Langarmshirts.

Das Kind kommt wieder und wir packen Kekspäckchen: Für meine Eltern, für den Vater vom RB und noch für eine befreundete Familie. Dem Kind war es wichtig da auch noch Kekse vorbeizubringen. Ich nutze die Gelegenheit, um die restlichen Kekse weiter zusammenzupacken und nun haben wir „nur“ noch drei gefüllte Keksdosen.

Eine der wenigen sinnvollen Daseinsberechtigungen von Washi-Tape: Beschriftung der Keksdosen

Und dann ist auch schon der RB wieder zu Hause und wir essen. Beim Essen versucht uns das Kind die Geschichte von Abraham zu erzählen und es ist schon erstaunlich, wie wortgetreu er sich Geschichten merken kann. Und fahren die Wörter oder nur einzelne Buchstaben Karussell und es wird krude. Das kann anstrengend sein, aber auch sehr lustig. Das war es zumindest heute Abend. Das Kind hatte zum Schluss Bauchschmerzen vor Lachen.

Auch wenn das nichts mit dem Lachflash vom Kind zu tun hat, aber hier noch ein Witz, den das Kind heute erzählte:

Treffen sich zwei Polarbären. Fragt der eine den anderen: „Und was geht?“ Antwortet der andere: „Ich würde gerne mal wieder Schlittschuhlaufen.“ Sagt der eine: „Das müssen wir erstmal auf Eis legen.“

Ich vermute, dass etwas zu dem Witz passt. Womöglich ein Bild. Dennoch ist es einer der besseren Witze.

Ausgeflippt

Ausgeflippt

#ClosedAdvent (6)

Der Tag beginnt sehr unadventlich und unnikolausig. Er beginnt damit, dass das Kind um 9h15 zum ersten Mal angetapert kommt und die Fernbedienungen* will. Aaaargh, ich flippe aus und werfe das Kind verbal aus dem Zimmer. Ja, natürlich bin ich auch selbst schuld, dass ich um 9h15 noch nicht ansprechbar bin, aber verdammich ich bin nunmal eine Eule und am Wochenende will ich ausschlafen. Und mal ehrlich: Das Kind hat drölf Millionen Spielsachen in seinem Zimmer, Bücher, Hörspiele. Der könnte sich beschäftigen. Er könnte auch ausschlafen**.

Um 10h30 klingelt mein Wecker, weil ich ihn nicht ausgemacht hatte. Das nutzt das Kind, um erneut nach den Fernbedienungen zu fragen. Ja, ich könnte aufstehen, aber dieses Wecken findet in einer so fiesen Schlafphase statt, dass ich nicht in der Lage bin aufzustehen. Das Kind trollt sich.

Zumindest für 45 Minuten.  Dann braucht er ganz dringend und unbedingt sofort die Fernbedienungen. Da flippe ich aus. Und nein, ich flippe nicht aus, weil er mich weckt. Ich flippe aus, weil dieses Kind wieder mal total im Bildschirm-Rausch ist und es trotz Nikolausgeschenken und diversester Spielsachen nicht schafft, sich ohne ein elektronisches Device zu beschäftigen. Ich flippe durch die Wohnung und kassiere die Adventskalender und Nikolausgeschenke ein. Dann sehe ich, dass das Kind nicht nur seine Nikolausgeschenke reingeholt hat, sondern gleich alle Schuhe geplündert hat. Ich flippe nochmal rum.

Dann frühstücke ich mit dem RB. Das Kind möchte ich (erstmal) nicht dabei haben.

Irgendwann habe ich mich abgeregt.

Der Rest des Tages verläuft unaufgeregt. Das Kind geht irgendwann raus. Der RB geht auch kurz raus. Ich räume auf, kümmere mich um Krempel und dekoriere ein bisschen die Wohnung.

Zwischendrin machen wir eine #BAdventskaffee-Generalprobe:

Keks-Qualitätstest mit Glögg***

Dann telefoniere ich mit meiner Mutter. Wir essen Bestelltes und vom RB Abgeholtes. Das Kind geht relativ früh ins Bett. Ich nutze den ruhigen Abend, um mich um ein paar Kisten des Grauens zu kümmern. Uff, es wird.

Das Kind war übrigens so ganz ohne Device und mit einer Runde draußen durchaus ausgeglichener als an digital intensiven Tagen.

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* Zum Fernsehen braucht eine bei uns mindestens zwei Fernbedienungen, wenn Gestreamtes geguckt werden soll, dann braucht es eine dritte.

** Wobei da (noch) die Gefahr besteht, dass ihm das seinen Schlafrhythmus kaputt macht.

*** für die Erwachsenen, das Kind hat warmen Traubensaft

Lieferservice

Lieferservice

#ClosedAdvent (5)

Ich komme schwer aus dem Bett und dann muss ich mich sputen, damit ich nicht zu spät zur Post komme. 16 Maxibriefe und ein Paket gehen auf den Weg. Danach packe ich die restlichen acht Keks-Päckchen.

Reste nach 33 Keks-Päckchen

Nun sollte ich mich um Essensplanung und -einkauf kümmern, aber das prokrastiniere ich, indem ich das Kind aus dem Haus jage und dann selbst gen Westen aufbreche – mit dem Auto. Im Gepäck: zwei Kekspäckchen sowie ein Minion und ein Schal in Gryffindor-Farben. Ich liefere erst die beiden Kekspäckchen aus – an zwei verschiedene Personen. (Note to myself: Die eine Maske mit dem Bembelmuster ist zwar sehr schön, aber wirklich dicht und ich kann damit nicht atmen.) Dann fahre ich nach Wiesbaden. Ja, ökologisch fürn Eimer, aber nun, der Mini-Minion und der Schal mit den Fransen werden dringend auf dem Doktor-Hut der frisch-promovierten Kollegin gebraucht. Und auf die Post ist derweil kein Verlass. Nicht umsonst wollte ich heute alle Kekspäckchen per Post raushaben.

Der Himmel über Frankfurt als ich nach Hause komme.

Auf dem Rückweg fasse ich einen Raclette-Beschluss und kläre mit dem RB, dass wir den anderen Tag essen holen. Zum Einkaufen kann ich mich immer noch nicht aufraffen, bis es 17h40 ist und mir siedendheiß einfällt, dass morgen ja Nikolaus ist und dass meine fürs Kind bestellten Bücher in der Dorf-Buchhandlung auf Abholung warten. Eines der vier Bücher würde sich prima im Stiefel machen. Und weil ich schon mal unterwegs bin, gehe ich auch einkaufen.

Raclette macht alle glücklich.

Danach gucken das Kind und ich „Nightmare before Christmas“ und der RB verschwindet … zunächst in die Wanne und dann ins Bett.

Ich versumpfe – nachdem das Kind im Bett ist – noch vor dem Fernseher und am Rechner. Dazwischen nikolause ich und stelle die Geschenke fürs Kind und den RB vor die Tür.

Schuhu, sagte die alte Eule.

Packstraße

Packstraße

#ClosedNovember (4)

Ich habe FREItag und der RB muss schon wieder früh raus. So kann ich tatsächlich ausschlafen. Allerdings habe ich nicht so ganz frei, denn ich wurde gefragt, ob ich an einer Besprechung teilnehmen könnte. (Und ja, wenn ich gefragt werde und es drängt und kein anderer Termin gefunden wird, kann ich auch am FREItag.) Danach bespreche ich mich noch kurz mit einer anderen Kollegin.

Ups, und dann ist es auch schon spät. Um 15h00 soll das erste Keks-Päckchen im Ostend ausgeliefert werden und ich muss es noch packen.

18* auf einen Streich

Ich stelle fest, dass die Kekstüten und die Versandkartons nicht ganz optimal zusammenpassen. Es klappt irgendwie. Aber für die nächsten 32 Päckchen ist noch Optimierungspotential.

Ich nutze, dass es nicht regnet und gehe zu Fuß. Ich komme ja eh zu wenig raus. Unterwegs mache ich ein Date mit dem RB aus. Das Keks-Päckchen wird übergeben und danach besorge ich noch kurz Noppenfolie für die zu verschickenden Keks-Päckchen. Der RB wartet schon auf mich. Und weil wir einfach Romantik-Profis sind, daten wir uns im Auto bei …

… Käse-Rindswurst von Gref Völsing.

Wieder zu Hause kümmere ich mich um die nächsten Kekspäckchen. Zunächst werden die Spezial-Päckchen gepackt (nussfrei, vegan) und dann die zwei Päckchen, die ins Ausland (Norwegen und Österreich) müssen. Die beiden Auslands-Päckchen bringe ich auch direkt zusammen mit Paketen vom RB zur Post.

Ich überlege mir, wie ich das Keks-Päckchen-Packen optimieren kann und baue mir eine Packstraße auf. Während der RB kocht, stelle ich fest, dass ich mit meiner Adressliste auf der Post-Webseite automatisch frankierte Adresse-Etiketten erstellen kann. Hach, ich liebe sowas. Als das Kind im Bett ist und die #CorotäneKneipe läuft, packe ich alle Päckchen, die verschickt werden müssen: insgesamt 16.

Zusätzlich habe ich noch die Päckchen gepackt, die beim RB im Laden abgeholt werden und damit habe ich heute insgesamt 25 Keks-Päckchen gepackt und muss morgen noch acht fertig machen.

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Mir hängt den ganzen Tag nach, dass ich mich von Teilen meines RL-Freundeskreis entferne. Uns fehlt zunehmend eine Werte-Basis. Von außen betrachtet, ist das nicht wirklich verwunderlich, wenn eine unsere individuellen Entwicklungen etwas kennt. Aber wir kennen uns teilweise schon über 25 Jahre und lange haben wir davon profitiert, dass wir so verschieden sind. Aber ich werden zunhemend unerbittlicher mit bestimmten Haltungen: Kapitalismus, Neoliberalität, Pandemie-Ignoranz**, Homöopathie, rechte Tendenzen***.

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* Ja, es sind 20 Dosen. Zwei Kekssorten gibt es in je zwei Versionen (normal und nussfrei bzw. nussfrei und vegan). Und die Nougat-Baiser haben keine Dose (weswegen ich sie in vielen Päckchen vergessen habe… mea culpa).

** Im Sinne von: „Ich finde die Pandemie doof und mache alles, was erlaubt ist und vielleicht nutze ich auch die Grauzonen. Ich will mein Leben nicht einschränken.“ Pandemie-Leugnerinnen werden direkt entfreundet und geblockt.

*** Natürlich bin absolut unerbittlich und intolerant bei Nazis und Co. Aber es geht um latent rassistischen, populistischen Kommentare und „Witzchen“.

Habe fertig

Habe fertig

#ClosedNovember (3)

Der Arbeitstag war sehr produktiv – trotz der (sehr) kurzen Nacht. Der nachmittägliche Workshop (Fortsetzung vom kritischen Projekt) läuft gut. Dann heißt es abschalten. Ich lege mich hin. Der RB kocht heute.

Nach dem Essen will ich weiter entspannen. Und ja, Keksebacken entspannt mich. Mich entspannt dabei, etwas anderes zu machen, etwas sichtbar Produktives zu machen. Etwas zu machen, mit dem ich andere Menschen erfreue. Und heute entspannt mich besonders, dass der Backwahn zu Ende sein wird: Die Bethmännchen warten darauf gemacht zu werden. Bevor ich das Kind ins Bett bringe setze ich den Teig bis zum Süßungsmittel an. Und als das Kind im Bett ist, geht es an die Produktion. Die Mandeln hatte ich bereits letzte Nacht gehäutet und heute nach der Arbeit gespalten. Den Teil teile ich 1:2 auf. Ein Drittel süße ich mit Agavendicksaft, damit sie vegan sind. Um die kümmere ich mich als erstes. Als die im Ofen sind, mache ich den nicht-veganen Teig mit Honig fertig und stelle zwei weitere Bleche Bethmännchen her. Insgesamt verarbeite ich 1 kg Marzipanrohmasse zu über 100 Bethmännchen.

Ich habe allerdings noch Eiweiß und Nougat übrig. Daraus mache ich „noch schnell“ Nougat-Baiser als 19. ungeplante* Kekssorte.

Nun ist aber endgült Schluss mit der Weihnachtsbäckerei. Morgen – sofern die Versandkartons endlich kommen – werde ich die Keks-Päckchen für die Teilnehmerinnen des #BAdventskaffees packen und verschicken, verteilen und abholen lassen.

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* Baiser plane ich nicht aktiv ein, aber weiß, dass sie in der Regel immer „abfallen“

Un-irgendwas

Un-irgendwas

#ClosedAdvent (2)

Der RB übernimmt nochmal den Frühdienst mit Kind. <3 Als ich aufstehe, stelle ich fest, dass mal wieder weder Warmwasser noch Heizung laufen. Mal wieder. So beginnt der Tag wie der gestrige abends endete: mit eine unerfreulichen, um nicht zu sagen unverschämten e-Mail. Ich werde daraus einfach mal Konsequenzen ziehen und bin froh, dass ich eine Rechtsschutzversicherung habe.

Mittags telefoniere ich länger mit der einen Klassenlehrkraft. Ich bin ja froh, dass sie endlich gerafft hat, dass ich – als Elternbeirätin – nicht gegen sie arbeite. Das war anfangs noch etwas schwierig.

Der Nachmittag ist arbeitstechnisch etwas zäh. Irgendwann kann ich nicht mehr und ich muss mich hinlegen. Zum Essenplanen komme ich dadurch nicht, außerdem bin ich kochunlustig. So gibt es nur Abendbrot – auch weil ich schon wieder dabei bin, die letzten Kekse vorzubereiten.

Sesam-Cookies (vegan)

Nachdem das Kind im Bett ist, muss ich noch was für die Arbeit machen. Und als der RB im Bett ist, überziehe ich die Dominas und lasse die Ingwer-Crossies glitzern

Das zieht sich wieder sehr lange. Die neue Staffel „Virgin River“ habe ich auch schon wieder durch.

Morgen muss ich dann nur noch die Bethmännchen fertig machen: Ein Kilo Marzipanrohmasse warten im Kühlschrank* auf Verarbeitung.

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* So kann das Marzipan besser geraspelt werden. Und wenn es geraspelt ist, kann besser verarbeitet werden.

Ende in Sicht

Ende in Sicht

Nach #ClosedNovember also #ClosedAdvent. So soll es sein. Wenn es doch nur wirklich „closed“ wäre…

Der beste Mann der Welt muss früh auf stehen und übernimmt deswegen die Kind-in-die-Schule-schick-Schicht. Ich kann also etwas länger schlafen. Mit Arbeit und Kekse backen haben die Tage einfach zu wenig Stunden.

Arbeit: Nichts Besonderes außer dass ich das prokrastinierte Projekt fertig mache. Yeah!

Das Kind hatte Spaß im bzw. mit dem Schnee. Ganz glücklich und mit roten Wangen kam er nach Hause. Als ich mit der Arbeit für heute fertig bin, gehe ich ins Dorf, um neue Keksdosen* zu kaufen. Dabach backen wir zusammen des Kindes liebste Kekssorte:

Während der #CorotäneKneipe und danach backe bzw. verziere ich weiter Kekse:

Nun sind 15 von 18 geplanten Sorten gebacken.

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* Nach der letzten Kekssorte sind ein oder zwei Keksdosen nicht zu mir zurückgekommen und eine hatte ich entsorgen müssen.

** Schon Montag fertig gemacht, aber das Nougat musste noch fest werden.

*** Müssen noch mit Schokolade übeerzogen werden.

 

#ClosedNovember (29)

#ClosedNovember (29)

Trotz allem Werkeln und Wirken gestern kam ich nicht zur Ruhe und bin erst entsprechend spät eingeschlafen. Das allein ist schon ätzend genug, aber dieses frühe Aufstehen, um das Kind zur Schule zu schicken, bekommt mir nicht. Ich bin eine Eule von ganzem Herzen und hasse frühes Aufstehen.

Ich wurschtel mich so durch den Tag, habe diverse Besprechungen und prokrastiniere erfolgreich ein Projekt.

Dann kochen der RB und ich zusammen Abendessen. Eigentlich können wir nicht so gut zusammen kochen, allerdings haben wir heute Abend unsere eigenen Tanzbereiche: Er macht die Fischkrikadellen und ich mache die – tadaaaa, ich habe seite Tagen Jieper drauf – Schmorgurken.

Nach dem Essen muss ich mich hinlegen mit dem Gedanken, dass ich ausgeruht das prokrastinierte Projekt noch abrocken kann, wenn das Kind im Bett ist. Der RB versucht das Kind in Bett zu scheuchen. Aktuell ist Abendverlängerung mal wieder hoch im Kurs. Orrrrrrrrr. Tja, wer zu spät ins Bett geht, bekommt nicht mehr vorgelesen.

Als das Kind im Bett ist, setze ich mich … nicht an den Rechner, sondern stelle mich in die Küche, um meine Backliste abzuarbeiten. Der RB geht früh ins Bett. Ich backe drei Kekssorten und packe zwischendurch die Adsventskalender fürs Kind.

So war ich so lange auf, dass ich den ersten Schnee des Winters sehen konnte.

Das hat mich den Pandemiemist kurz vergessen lassen und einfach glücklich gemacht.