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Monat: März 2019

Wunderheilung

Wunderheilung

Wenn wir auf das Gejammer vom midi-monsieur gehört hätten – so bei Kilometer Zweieinhalb -, dann wären wir heute nicht mit der Rhein-Seilbahn gefahren. Dann wären wir auch nicht durch den Rheinpark geschlendert und das Kind hätte keine Wunderheilung erlebt, als er das Wort „Spielplatz“ hörte. Dann hätte das Kind auch kein Floß keinem Stock in den Rhein schleppen können. Und wir wären auch nicht insgesamt 6,5 Kilometer am Rhein entlang gelaufen.

Die liebe DangerMouse und ihr Kind hätten wir vermutlich dennoch getroffen, aber das Kind hätten wir sicherlich am kleinen Zeh hinter uns her dahin ziehen müssen.

Gut, dass wir so ignorant sind. Und dass Wunderheilungen beim Kind durchaus nicht unüblich sind.

Schöner Tag

Schöner Tag

Ich bin zu müde zum ausführlichen Bloggen. Außerdem verdaue ich noch und hoffe, dass mir der Kölsch-Konsum nicht auf die Füße fällt allzu heftige gastrointestinale Beschwerden bereitet.

Aber wir hatten einen schönen Tag, nachdem alle ausreichen koffeiniert waren. Dank Frühstück nur bis 10h00 waren wir recht zeitig unterwegs zum Odysseum. Ja, vielleicht war das Wetter ein bisschen zu schön für Museum, aber die Karten waren schon besorgt.

Ich mag Mitmachmuseen ja sehr, denn so kann eine – und Kinder im Besonderen – Dinge begreifen. Außerdem gibt es da auch das Mausmuseeum. Warum wir allerdings überhaupt hin sind: Bricklive. (Das Kind und ich kannten die beide Dauer-Museumsteil ja schon.) Auch das war toll. Soooo viiiieel Lego.

Danach kurze Pause in der Jugendherberge, bis wir dann keine Minute zu spät zum Päffgen-Brauhaus aufbrachen. (5-10 Minuten später und wir hätten keinen Platz bekommen.) Außerdem war es wirklich (!) An der Zeit, dass wir alle drei zu essen bekamen.

Lecker gegessen. Viel Kölsch getrunken (vermutlich war alles > 1 für mich zu viel). Viel Spaß gehabt.

Dann im Dunkeln zurück. Nur fürs Tourifoto.

Hoppigaloppi

Hoppigaloppi

Heute morgen habe ich, als das Kind weg war, direkt den Rechner angeworfen und habe dann bis 12h30 eigentlich durchgearbeitet. Bis 11h30 war der Koffer noch nicht gepackt, was aber dann der RB machte. Um 11h45 kam das Kind aus der Schule und um 13h00 verließen wir das Haus. Zwischen Arbeitende und Haus verlassen musste ich noch duschen.

Aber als wir dann trotz allem pünktlich – mein nicht kommunizierter Plan sah 13h00 vor – gen Köln aufbrachen, konnte ich wenigstens den Laptop zu Hause lassen. Yeah!

Im Zug nach Köln verzweifelte ich kurzfristig am Kind. Bis ich dann die glorreiche Idee hatte, ihm eine Mindmap anzulegen. Und dann waren wir auch schon in Köln und die Sonne schien und spazierten über die Hohenzollernbrücke zur Jugendherberge. Wir checken ein, das Kind versteckte sich im Wandschrank Alkoven

und der RB und ich drehten eine kleine Runde Kennedy-Ufer

und dann mussten wir uns auch schon fertig machen, um zum Konzert zu kommen.

Das Konzert selbst war toll, aber …

… es war ziemlich ätzend, dass die Band über eine Stunde zu spät anfing,

… dieses dauernde „immer und zu allem Pogo“ nervt,

… ich (2. Reihe) hatte einen über 1,90-Mann vor mir, der sich null bewegte – noch nicht mal 10 cm nach links, als das Kind sich neben ihn stellte,

… ab mehr als 500 Leuten haben Konzert das Potential, zum Krieg zu werden.

Wir hatten aber trotzdem Spaß.

Für die Füß‘ – ein Highlight

Für die Füß‘ – ein Highlight

Schon spät. Um 8h30 die erste Telko gehabt und seitdem durchgearbeitet. Kurz unterbrochen vom Kind, das nach Hause kam. Um die Wäsche habe ich mich immer wieder zwischen den Projekten gekümmert. Dann eine Pause, weil ich das Rad vom Kind untersuchen musste. Dabei etwas vor mich hingeflucht. Wenigstens gibt es in diesem Haushalt mehr als ein Fahrrad und auch mehr als ein Fahrrad, auf dem das Kind fahren kann. So radelte er mit dem Klapprad zum Lauftraining. Danach von einem kleinen Highlight unterbrochen: Der Paketbot brauchte die bestellten neuen Docs (<3). Jetzt muss ich überlegen, welche Docs ich auf dem Konzert in Köln anziehen werden.

Das Kind vom Rugby abgeholt. Dann erstmal Essen gemacht. Parallel in die e-Mails geguckt: Da musste noch was überarbeitet werden und das andere Projekt musste ich heute auch noch fertig machen. Gegessen. Gearbeitet. Wäsche. RB wieder zu Hause. Wäsche. Sachen für Köln zusammensuchen. Mich freuen, dass der RB sich freut, weil ich ihm ein paar Docs mitbestellt hatte.

23h40 Tag wird mit einer Folge Vikings abgeshlossen. Dann Bett. Oder so.

 

Flach

Flach

Leider ist meine Lernkurve manchmal etwas flach. Ein besonderes Thema dabei ist: Trinken.

Ich trinke oftmals zu wenig. Würde ich morgens nicht zumindest einen halben Liter Tee trinken, tränke ich vermutlich nichts, bis mir die Zunge trocken am Gaumen klebt. Doch so viel kommt nicht danach. Zumindest nicht viel Flüssigkeit. Denn auch wenn ich es eigentlich weiß, dass Hunger oft auch Durst ist, greife ich dann doch eher zu was Essbarem als dass ich mein Glas auffülle. (Ja, schlau ist anders.)

Irgendwann komme ich dann an den Punkt, dass ich mich insgesamt nicht gut fühle, schlapp bin. Bis ich dann raffe, woran es liegt, ist es meistens schon Sommer und heiß und ich schiebe es auf die Hitze. Wenigstens fange ich dann an zu trinken. Da ist es gut, dass wir die großen Gerippten haben. So weiß ich, dass ich wenigstens vier davon trinken sollte, um schon mal zwei Liter zu mir genommen zu haben. Das klappt dann auch gut und ich merke recht schnell, dass es mir besser geht. Das halte ich dann eine Weile durch. Mindestens so lange es heiß ist, aber dann passiert irgendwas und es reißt wieder ein. Also wieder alles auf Anfang.

Nun war es letzte Woche mal wieder so weit. Ich kam morgens nicht mehr in die Gänge. War abends fertig, als hätte eine mir den Stecker gezogen. Musste mich oftmals hinlegen (und schlief dann auch).

Wie schon mal, habe ich mir eine Trink-App installiert, die mich erinnert, dass ich was trinken sollte. Bislang funktioniert es gut. Ich merke auch direkt den Effekt. Mir geht es insgesamt wieder besser – obwohl ich immer noch leicht Seuche habe. Ich bin nur gespannt, wann ich wieder genervt bin von den Remindern der App und sie vom Handy lösche. Ich wage gar nicht erst zu hoffen, dass ich das erst machen, wenn sich die Sache mit dem Trinken wirklich verinnerlicht hat. Vielmehr muss ich mich wohl eher zwingen, die App nicht zu deinstallieren oder nur dann, wenn ich eine andere dafür installieren.

Wohin?

Wohin?

Eigentlich bin ich ja mit einem recht unerschütterlichen Optimismus gesegnet. Irgendwie wird (und wurde bislang) alles schon gut. Irgendwann. Aber heute hat es mir ein bisschen den Boden unter den Füßen weggerissen.

Obwohl ich noch sehr optimistisch aufgewacht war, denn

hatte es mir dann doch erstmal die Laune verhagelt. Neben organisationsbedingter schlechter Laune scheint es da was zu geben, das wohl nicht wieder gut wird. Es wurde dann aber bei mir nach Tee und Dusche besser und war wieder bestens, als ich mit dem RB auf dem Weg ins Museum war. Die aktuelle Austellung des Museums für angewandte Kunst „Moderne am Main“ wollte schon länger von uns besucht werden (und sie läuft nur noch bis zum 14.4.).

Sehr interessante Ausstellung. Wer noch kann, sollte sie besuchen.

Unser Kultur-Date rundeten wir mir einem kleinen Snack in meinem liebsten Innenstadtcafé, dem Naschmarkt, ab. Dann musste der RB in den Laden und ich dringend arbeiten. Als ich wieder am EssSchreibArbeitstisch saß, gab es ein bisschen dies und das. Die Kundin war nicht ganz zufrieden, aber gut. Dafür war es an anderer Stelle erfreulicher. Parallel schrieb ich mit meiner Mutter und da musste ich schon sehr schlucken. Meinem Vater geht es echt schlecht. Auf der einen Seite bräuchte er wohl Ruhe, aber auf der anderen Seite muss er therapeutisch am Ball bleiben. Ihm fehlen Kraft und Antrieb. Und gerade letzteres macht mir große Sorgen.

Später dann kam das Abstimmungsergebnis des Europäischen Parlaments zum Urheberrecht.

Und ich frage mich (nicht nur) seitdem: Wohin wird das alles noch führen? Es ist so viel passiert, beschlossen worden in den letzten wenigen Jahren, das in die allgemeine Freiheit eingreift. Nein, die wenigsten von uns, also aus meinem direkten Umfeld, sind unmittelbar davon betroffen oder spüren es. Aber es ist da. Vorneweg krakelen die Blaubraunen und hintenrum beschließt unsere (haha, meine ist das nicht) Regierung genau das, was die Blaubraunen krakelt haben. Nur, dass die nun den nächsten Schritt nach recht gegangen sind.

Ich habe noch nie damit gehadert, ein Kind in die(se) Welt gesetzt zu haben. Aber gerade frage ich mich, ob das so sinnig war. Was hinterlasse ich ihm? Wie wird er leben? Noch geht es ihm und uns gut. Gefühlt seht ihm noch alles offen. So wie mir – damals in den 1980ern und 1990ern. Im 29. Jahr nach der Wende frage ich mich allerdings: Wo stehen wir, also die Gesellschaft? Sind wir wirklich 29 Jahre weiter? Oder haben wir uns seitdem kontinuierlich zurückentwickelt? Mir fehlt der Zukunftswille, ach, allein schon ein leises Blinzeln in die Zukunft von unserer Politik. Ich sehe kein Gestalten mehr, kein „wir wollen eine bessere, gerechtere Gesellschaft“. Es wirkt alles zu machtgierig und machterhaltend, rückwärtsgewandt.

Ich würde die Gedanken gerne abschütteln, aber es geht nicht. Denn es kommt immer mehr dazu. Dieser massive Rechtsruck macht mir Angst und ich habe noch mehr Angst, dass viele es unter „DAS wird uns nicht wieder passieren“ abtun. Es war toll, dass am Wochenende 10.000 für #FrankfurtGegen13 demonstriert haben, aber es ist erschreckend, dass bei der Demo #GegenDenRechtsruck maximal nur ein Viertel dabei waren. So ändert sich nichts.

Es wird nur noch schlimmer, während wir uns gleichzeitig schleichend immer mehr daran gewöhnen.

An rechte Parolen.
An Freiheitseinschränkungen.
An ertrinkende Menschen im Mittelmeer.
An die zu wenigen Insekten und zu heiße Sommer.

Daran, dass unsere Stimme(n) nicht interessieren.

Irgendwie unnötig

Irgendwie unnötig

Bis jetzt gerade (23h30) gearbeitet und mich dabei latent geärgert, wie unsauber manche Menschen arbeiten. Sonst hätte ich vermutlich nicht so lang gearbeitet.

Insgesamt habe ich viel gearbeitet heute. Viel Kleinkram, der sich so hochschaukelt und dann immer mehr wird und schon hydra’eske Züge annimmt.

Zwischendurch aber auch andere Dinge gemacht: Unerfreuliches wie frieren. Es war nämlich fies kalt am Rugby-Platz und noch viel kältara auf dem Rückweg mit dem Fahrrad. Handschuhe wären super gewesen.

Irgendwie komischer Tag gewesen. Irgendwie so viele unnötige Momente gehabt.

Komischer Tag

Komischer Tag

  • Ziemlich krank wach geworden. Es ist mindestens Seuche, vermutlich aber auch Dings.
  • Mich über „Die Entdeckung der Langsamkeit“ vom Kind geärgert. Bevorzugt morgens (wie heute).
  • Über eine Stunde in einer Vollsperrung gestanden. Mich über die Rettungsgasse gefreut, aber über die Deppen, die sie zum Spazierengehen nutzten, den Kopf geschüttelt.
  • Von 12h00 bis 16h00 in Heidelberg dem Kind beim Rugby zugeguckt.
  • Staufrei zurückgefahren.
  • Verwundert Dinge gelesen. Schwanke zwischen Irritation und Loyalitätskonflikt.
  • Mich geärgert. Und dann über 2 Stunden geputzt und gekocht.
  • Lecker gegessen.
  • Hustenanfall gehabt. Danke Seuche. Danke RB. Danke Merkel.
  • Noch ne Runde Vikings gucken.
  • Virtuelle Küsse bekommen. Zur Sicherheit.
Dem Ruf gerecht werden

Dem Ruf gerecht werden

Kürzlich erst schrieb das Zeitmagazin, dass Frankfurt Deutschlands Demo-Hauptstadt sei.

Und als wollten die Frankfurter diesem Ruf unbedingt gerecht werden, gab es heute allein 3 Großdemonstration. Dazu waren noch 9 kleinere angemeldet. Also insgesamt 12 Demos. In der Innenstadt.

Und nachdem heute Morgen der Wecker so klingelte, dass der RB und ich vor 10h30 vom Markt zurück waren. Und ich danach direkt die restlichen Sachen einkaufen ging, sodass ich um 12h00 wieder zu Hause war, als der Kumpel vom Kind kam, die beide bis 14h40 bei uns spielten und dann zusammen zum Kumpel gingen, konnte ich mich trotz Dings (oder halt doch Seuche) dann doch aufmachen, um zur #SaveyourInternet-Demo dazuzustoßen.

Als ich 15h20 an der Paulskirche ankam, war die Demo, die eigentlich um 14h00 losgehen sollte, immer noch da. Gut für mich, so musste ich nicht suchen.

Ich ging bis zur Zwischenkundgebung am Willy-Brandt-Platz mit. Die Stimmung war entspannt. Erfreulich viele junge Menschen beteiligten sich. Es war wenig Polizei zu sehen.

Dann wechselte ich folgte ich den Wasserwerfern über Friedensstraße und Kaiserstraße zur Hauptwache, wo die #GegendenRechtsruck-Demo erwartet wurde …

… von einem großen, wirklich großen Polizeiaufgebot (inkl. Bundespolizei, USK und Beamten aus „allen“ Bundesländern).

Die Stimmung war schon sehr angespannt. Ich habe noch nie so viel Polizisten in voller Montur gesehen. Es war kurz beängstigend. Aber die Demo endete friedlich (zumindest soweit ich das gesehen habe).

Dann kündigte sich an, dass die #SaveyourInternet-Demo auf dem Rossmarkt nebenan zur Abschlusskundgebung eintreffen würde.

Wow, da waren immer noch 10.000 unterwegs.

Aber da musste ich dann nach Hause.

Nicht mal das

Nicht mal das

Heute war ich genervt. Und das betraf auch den RB. Also kommunizierte ich das. Direkt. Ohne Rumgeeier. Jaja, ich hab schon darauf geachtet, keine blöden Du-Botschaften rauszuhauen, weil es halt kein „Du-Thema“ sondern ein „Wir-Dings“ ist. Aber es ging an ihn.

Und was macht er?!

Er versteht mich. Sieht die Dinge auch so. Macht konstruktive Vorschläge.

Orrrr, nicht mal streiten kann muss ich mit diesem Mann*.

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* Stimmt nicht ganz. Wir haben uns auch schon mal sehrsehrsehr heftig gefetzt.