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Monat: Juli 2013

Warum französische Kinder keine Nervensägen sind*

Warum französische Kinder keine Nervensägen sind*

Ein Buch mit so einem Titel muss ich lesen. Sollte dieses Buch mir erklären, warum der monsieur und ich das ein oder andere in der Erziehung des mini-monsieurs anders sehen?

Eins vorneweg

Ich halte nicht viel von Erziehungsratgebern. Ich glaube, dass sie wuschig, unentspannt und inkonsequent machen. Oder man sollte sich wenigstens nur einen zulegen und an den auch halten. Es gibt bei der Kindererziehung selten ein „Besser“. Es ist meistens nur ein „Anders“.

Zum Buch

Das Buch ist irgendwie schon ein Erziehungsratgeber. Aber irgendwie auch nicht. Frau Druckerman schildert ihre Erlebnisse, die sie als Amerikanerin macht, als sie zunächst ein, später drei Kinder in Paris groß- und erzieht. Es fängt damit an, dass sie und ihr Mann mit einem Kind Urlaub machen und sie feststellt, dass französische Familien im Gegensatz zu ihnen entspannt mit Kindern ALLER Altersstufen essen gehen können. Ihre Nachforschungen nach dem Warum, lassen sie immer tiefer ins französische (Selbst-) Verständnis von Kindererziehung Einblick nehmen.

Pamela Druckerman beschreibt ihre Beobachtungen und Erfahrungen am eigenen Leib Kind mit Witz und wissenschaftlichen Belegen. An einigen Stellen verherrlicht mir die Autorin das französische System zu sehr. Aber das ist vielleicht das Problem, wenn man von einem vermeintlichen Extrem (amerikanische Erziehungsideen) in ein anders schlittert. Dennoch ist das Buch kein dogmatischer Ratgeber im Sinne: Das muss so und so gemacht werden.

Und so wird daraus ein insgesamt sehr lesenswertes Buch. Nicht nur für Eltern mit entsprechendem Hintergrund so wie wir als deutsch-französische Familie.

Meine Sicht

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