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Kategorie: Freundschaft

#ClosedNovember (7)

#ClosedNovember (7)

Der Tag steht unter dem Motto „Walking Dead“ … ähm … „Walking Date“. Ich bin noch etwas angeschlagen von der Seuche, aber Wandern ist ja eher gesundheitsförderlich bei mir. Moderate Bewegung an der frischen Luft. Das macht die Nebenhöhlen frei und entspannt. Vielleicht war ich durch die Seuche aber nicht so gesprächig. Dennoch habe ich mich sehr gefreut, das ein befreundetes Paar mitgewandert ist. Diesmal ging’s rund um Götzenhain.

Dank Kassiopeia war die Bolo für die Lasagne schon fertig und so musste ich nur schnell die Bechamel anrühren, die Lasgnen schichten (fürs Kind mit Pastaplatten, für den RB und mich mit Kürbisscheiben) und – mööp – den Herd reinigen.

Leider halfen weder frühes Essen noch die lange Wanderung, dass das Kind zeitig einschlief. Stattdessen spukte er nach bis 22h30 rum, was mich so langsam in den Wahnsinn treibt. Denn er spukt immer wieder und ich möchte wirklich einfach mal Feierabend haben am Abend.

Wandertreff

Wandertreff

Zweite Welle: Tag 93

Yeah, endlich ist mein Biorhythmus wieder im Lot. Endlich wieder Normalzeit. Und ja, diese eine Stunde macht viel bei mir aus. (Ich freue mich für jede, für die das egal ist. Mir eben nicht.) Dank der Zeitumstellung fiel es auch nicht so schwer trotz Sonntag bereits um 9h30 aufzustehen, weil wir um 11h30 das Haus verlassen wollten. Denn heute waren wir zum Wandern verabredet: Zu siebt wanderten wir um Hohensolms rum:

Abgesehen vom Regen, der zur Halbzeit einsetzte, war das eine sehr schöne Strecke. (Es fühlte sich ein wenig komisch an, die Tour nicht mit Else geplant zu haben.) Toll war auch, dass da andere Menschen waren. Ich genieße zwar schon, wenn wir „nur“ zu zweit oder zu dritt unterwegs sind, aber sich mal mit anderen Erwachsenen unterhalten zu können, war eine schöne Abwechselung.

In der zweiten Welle

In der zweiten Welle

Zweite Welle: Tag 84

Die Zahlen steigen ins Unermessliche. Ich kann mich darüber gar nicht (mehr) aufregen. Es war so klar, dass es so kommen wird. Die zweite Welle wird heftig – viel heftiger als die erste. Und ich bin mir sicher, dass jede in dieser zweiten Welle mindestens eine dirkete Angehörige oder Freundin haben wird, die sich infiziert. Andere Pandemie haben gezeigt wie es läuft. Aber warum aus der Vergangenheit lernen. Eine sieht ja auch am Rechtsruck wie lernresistent der Mensch ist.

Ich denke ein bisschen: Ach, hätte ich meine Eltern doch im Sommer nochmal besucht. Jetzt wird es so schnell nicht mehr gehen und das letzte Mal haben wir uns Weihnachten 2019 gesehen. Für das Kind ist es noch länger her. *seufz*

In der #CorotäneKneipe diskutieren wir darüber, wie Weihnachten gefeiert wird. Ich bin froh, dass wir keine Weihnachtstradition haben im Sinne von „da kommt die ganze Familie zusammen“ und auch dass ich generell nicht an den Weihnachtstagen hänge. Das Kind wird hier sein und wir werden es uns sicherlich zu dritt gemütlich machen. In der Kneipe machen die meisten mehr oder weniger große Abstriche, um die Liebsten und sich selbst heil durch die Pandemie zu bringen.

Und alle sind müde von den Maßnahmen, von unsolidarischen Mitmenschen vom Hüh und Hott der Regelungen. Wir werden weniger rauskönnen in den nächsten Monaten, es wird dunkler sein. Ich mag mir nicht ausmalen, was das mit der einen oder dem anderen macht. Wir haben alle unterschiedliche Limits. Ich bin immer noch an dem Punkt, dass ich denke „jo, da müssen wir jetzt durch und wenn es noch zwei Jahre dauert, dann ist das so. Aber was sind schon zwei Jahre?! Unter 5 Prozent meines bisherigen Lebens. Das ist nichts.“ Und klar, für das Kind mit seinen 11 Jahren sind 2 Jahre wiederum fast 20 %. Das ist eine ganze andere Nummer. Mir helfen dennoch die Relationen. Mir hilft auch sehr, mit immer wieder bewusst zu machen, in welche priviligierter Situation ich diese Pandemie erlebe:

  • super Kind,
  • toller Partner,
  • eine schöne Wohnung, in der ich gerne bin,
  • ein Job, den ich mag und im HomeOffice ausüben kann, und der ausreichend lukrativ ist.

Wenn andere sagen, dass 2020 weg kann, fühle ich mich immer etwas ertappt, weil ich denke: Naja, so schlimm ist das alles für mich persönlich nicht. Und ich denke auch, dass, wenn sich wirklich alle an die wenigen Regeln (Abstand, Maske, soziale Kontakte einschränken (sic!)) halten würden, dann wäre es für alle auch einfacher zu ertragen und wir kämen deutlich entspannter durch die Pandemie.

Nighter am Nachmittag

Nighter am Nachmittag

Zweite Welle: Tag 57

Ich habe nicht bis in die Puppen ausgeschlafen (trotz langer Kneipe).

Beim Aufwachen war ich aber ausreichend verwirrt und der festen Überzeugung, dass Sonntag sei.

Wir haben keinen Essensplan gemacht und waren auch nicht einkaufen. Verwirrend.

Am Nachmittag machten wir uns schick, denn wir waren zum Grillen bei den Skinheads eingeladen. Und wie so viele Subkulturen gibt es ja auch bei den Skinheads einen Dresscode. Aber während der RB das sehr gerne trägt und sich damit identifiziert, würde ich mich nicht als Renee*/Skingirl bezeichnen. Und das Kind ist ja eh gerade in der Findungsphase. Er mag die Skinheads, weil sie ihn so nehmen, wie er ist. Auch mit Iro, der extra gestylt werden sollte

Ihm tut es so gut, er sein zu dürfen. Keine redet über seine Frisur und wenn dann nur anerkennend und positiv.

Dafür fing ich mir zwei neckende Sprüche, weil ich mein Strickzeug auspackte. Aber was eine denn machen, wenn sie nicht tanzen darf?!

Den Freund, den wir mitgenommen hatten**, umarmte ich zum Abschied. Der zweite Mensch, jenseits vom Kind und dem RB, den ich seit März umarmt habe.***

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* sprich Rinie

** selbstverständlich mit MNS im Auto

*** Ich bin beim Umarmen etwas ambivalent. Wenn beide MNS tragen, weiß ich nicht, wie da was übertragen werden könnte.

FREItag. Wirklich.

FREItag. Wirklich.

Zweite Welle: Tag 49

Yeah, wirklich FREItag inklusive wieder in Bett legen, nachdem das Kind aus dem Haus ist und nochmal schlafen.

Und ich habe wirklich gar nicht in meinen Arbeitsrechner geguckt.

Dafür war ich in Sachen Eskapismus unterwegs: Nachdem Freundin* L. in der Twitter-Kneipe fleißig einen Afghan Hue Shift strickt, ging ich ja mit der Idee schwanger, auch einen zu stricken. Heute holte ich die Wolle**.

Von den Farben 5 und 7 bzw. E und G war nur ein Knäuel da***

Und weil ich gerade bei bestem Sonnenschein eh unterwegs war, löste ich auch gleich die Trinkflaschensituation in diesem Haushalt. Hoffentlich.

Das Kind brauchte eine Flasche für die Schule und der RB eine zum Wandern

Weil es so sehr sommerlich war, grillten wir mal wieder und aßen draußen, bevor die #CorotäneKneipe losging.****

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* Ist „Freundin“ zu vermessen?!

** Weil ich ja etway piensig mit Kunststofffasern bin und Acrylwolle echt ungern verstricke, wird das eine Luxusdecke aus Merinowolle. Für den Materialwert würde ich mir vermutlich nie eine Kolder kaufen.

*** Sind bestellt, aber sollte erstmal reichen.

**** So unter uns: Ich lieb die Crew. Ich mag die Diskussionskultur.

Glück

Glück

Zweite Welle: Tag 45

Das Kind kam heute recht spät von der Schule. Der Unterricht war um 15h50 zu Ende, aber er war – trotz Fahrrad – erst um 16h15 zu Hause. Dadurch musste er etwas hetzen, um sich rechtzeitig zum Rugby loszukommen. Dann war er aber so zeitig, dass er mich um 16h50 vom Pitch aus anrufen konnte, weil er seinen Zahnschutz vergessen hatte. Glück im Unglück: Ich hatte eine Verabredung im Westend um17h30. Da konnte ich mit dem Rad problemlos kurz am Club vorbeifahren und ihm den Zahnschutz bringen.

Es tat gut, mit dem Rad durch die Stadt zu fahren. Auch die große Runde – 3,5 Kilometer – durch den Grüneburgpark tat gut. Aber besonders gut tat der Grund, warum ich überhaupt 3,5 Kilometer Luftlinie westwärts unterwegs war: Ein Treffen mit Freundin C. Es hat mich sehr gefreut, sie endlich mal wieder zu sehen. Das letzte Mal war Ende Februar.

Ein bisschen wenig Glück hat leider ein lieber Tweep. Daher braucht er dringend Hilfe vom virtuellen Dorf.

Und weil es nicht nur die Heizung, sondern auch das Warmwasser betrifft, ist schnelle Hilfe wichtig. Weitere Infos findet ihr hier.
(Selbst wenn der Spendentopf nicht voll wird, hilft hier wirklich jeder Euro.)

Schwerer

Schwerer

Zweite Welle: Tag 43

Ich war aus. Draußen. In kleiner unterhaltsamer Runde. Das war eine schöne Abwechslung. Es fühlte sich aber auch etwas komisch ungewohnt an: Mit Menschen längere Zeit verbringen, die nicht zu meinem Haushalt gehören.

Ich muss ein bisschen aufpassen, dass ich das nicht verlerne. Ich merke, dass ich extrem im Katastrophenmodus bin: funktionieren, alles am Laufen halten, immer in Habachtstellung. Ich kann eine grundlegende Anspannung nicht abstreiten. Ich habe kein Problem mit der „neuen Normalität“ (zumindest, wenn sich alle an die wenigen Regeln – AHA – halten würden), aber ich merke, dass von meiner Leichtigkeit, meinem Optimismus etwas in der Maske hängen geblieben abhanden geraten ist. Und nein, dass ist nicht dieses „endlich erwachsen werden“. Es ist vielmehr, dass die leichten Momente (Konzerte, spontan Museum, Freundinnen treffen, Umarmungen zur Begrüßung etc.) fehlen.

Ich kann und will nicht wie ein trotziges Kind schmollen, dass ich den SARS-CoV-2 doof finde und dass ich meine altes Leben zurück haben will. Da macht mein Kopf einfach nicht mit. Es ist jetzt wie es ist und wir müssen mit leben. Aber ich finde es doof, dass die Pandemie dazu führt, dass ich viel mehr Gefahr wittere (als eh schon), das Vertrauen in die Menschheit verliere und dass Freundschaften auf dem Prüfstand stehen.

Die Pandemie macht viel mit uns. Und wir werden als andere herausgehen (sollte sie einmal beendet sein). Wir werden nicht zu unserem „früheren Ich“ zurückkehren können.

Kränker

Kränker

Zweite Welle: Tag 35

Während ich morgens noch dachte, dass es möglicherweise langsam besser würde, wurde ich am Nachmittag eines besseren belehrt: Noch nicht einmal mehr fernsehen ging. Zack, Stecker raus. Hinlegen.

Das Kind hatte immerhin einen schönen Nachmittag mit – tadaaa – ein paar Klassenkolleginnen. „Es war ja auch keiner dabei, der mich nervt“, begründete er den erfreulichen Sachverhalt.

Der RB versorgte mich abends mit Hühnersuppe und – weil ich Gelüste hatte – mit Pommes.

#CorotäneKneipe fand für mich als Hörspiel statt.

Das Kind musste sich zum Vorlesen erneut mit you.tube Rufus Beck begnügen.

Hoffentlich geht es nach diesem „Ich werde sterben“-Tag endlich aufwärts.

Fast FREItag

Fast FREItag

X-53 Tage bis zur zweiten Welle

Das Kind möchte, dass ich was poste:

Wie lautet die Zahl der Liebe?

Ich löse das später auf.

Heute ist FREItag. Allerdings muss ich mich kurz um zwei Projekte kümmern. Jedes nur 30 Minuten. Mehr Zeit habe ich auch nicht. Denn ich habe einen Friseurtermin. Ich muss noch frühstücken, duschen und dann mit dem Bus nach Offenbach.

Wie immer ist es toll beim Friseur. Ich mag es, wie sie mit der Pandemie umgehen. Ich mag, wie er mir die Haare schneidet. Und ich mag, dass er für mich „Postbote“ spielt. Denn Freundin T, wegen der ich überhaupt bei diesem Friseur bin, ist später noch bei ihm und ich hatte ein kleines Geschenk für sie, das er ihr dann übergab.

Ich gehe zu Fuß zurück. Allein. Das tut auch mal gut.

Die Antwort auf die Frage vom Kind:

26893

Erklärung kommt später.

Am späten Nachmittag – und ich möchte an dieser Stelle betonen, dass heute Freitag, der 14.8., und damit letzter Tag der hessischen Ferien ist – kommt eine e-Mail von der Klassenlehrkraft. Infos zum Schulanfang Hygieneregeln, Maskenpflicht … und … tadaa, eine Info zu den benötigten Materialien im kommenden Schuljahr. Eine Info, auf die wir Eltern seit sechs Wochen warten. Und dann heißt es lapidar: „Das Gleiche wie im letzten Jahr.“ Ich glaub, ich spinne. Das konnte uns nicht schon vor 6 Wochen mitgeteilt werden?! Herrje, ich bin schon wieder total genervt von der Schule, bevor das Schuljahr überhaupt richtig angefangen hat.

Gut, dass später noch #CorotäneKneipe ist. Heute mit ein paar Neuen, was ich sehr schön finde.

Auflösung der Liebeszahl:

Wenn sich 2 Menschen lieben und 6 haben und dabei nicht 8 geben, sind sie nach 9 Monaten zu 3.

Unbeschwert

Unbeschwert

X-50 Tage bis zur zweiten Welle

Für den kleinen Hummer mit dem Wolf fiel Rugby-Camp aus, weil eben Hummer und Wolf*.

Zudem hatte er sich mit seinem besten Grundschulkumpel verabredet. So konnte er früher hin.

Der RB war arbeiten und ich hatte so meine Ruhe am Nachmittag. Das ist ja durchaus angenehm.

Ich schaffte es parallel zum Arbeiten zweierlei Spinatrollen zu machen.**

Abends waren der RB und ich bei den Kumpeleltern verabredet. Der RB kam pünktlich, als ich gehen wollte und so gingen wir zusammen – und mit den Spinatrollen.

Die Kinder daddelten und ließen sich nur gelegentlich blicken, um Essen zu holen. Und wir Erwachsene quatschen lang und ausgiebig.

Ach, das tat schon gut, sich msl wieder mit wem zu treffen und einen halbwegs unbeschwerten*** Abend zu haben.

Das Kind hatte einen tollen Nachmittag und Abend und schlief umgehend ein.

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* Zudem gab es wohl die Ankündigung einer Kollektivstrafe, die ich bedingt ok finde, aber vom Ausmaß her beim dem Wetter als nicht gesund einstufe.

** Sehr lecker, aber Backofen bei den Außentemperaturen ist ja schon sehr masochistisch.

*** Natürlich kamen wir nicht um das Thema Covid-19 drumrum. Aber so ist das wohl.