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Autor: Little B.

Komatös

Komatös

Wetterumschwung, Hormone, Alter, Pandemie, fehlender Sport, wenig frische Luft, suboptimale Ernährung, Eul’ismus – vermutlich ist es eine Kombination aus allem, weswegen ich zur Zeit mal wieder abends so k.o. bin, dass ich zwischen 18 und 20h00 in eimen komatösen Schlaf falle.

Wenigstens trinke ich genug.

Vielleicht Bestimmt sollte ich wieder mit Vitamin D anfangen.

Und Sport.

Und die Ernährung wieder umstellen.

$#§&!

$#§&!

Falls Ihr im Rhein-Main-Gebiet wohnt, habt Ihr heute morgen gegen 9h30 einen wilden Fluch gehört. Ich gebe Entwarnung: Das war ich. Und ich habe mich auch schon wieder beruhigt.

Aber heute morgen war ich tatsächlich den Tränen sehr nahe, denn Word hat mal wieder Arbeit von mir gefressen. Acht Stunden Arbeit waren weg. Einfach weg. Wenigstens konnte ich mich an meinen Denkprozess erinnern, sodass ich nur 5 Stunden brauchte, um das wiederherzustellen.

Das – also nicht immer in dem Umfang – ist mir, seit ich festangestellt bin, schon ein paar mal passiert und der Grund dafür ist auch einfach frustrierend, weil einfach zu lösen, aber Lösung wird nicht akzeptiert, weil es nicht zum Agentur-CD passt. Denn wir müssen mit Mac arbeiten. Da aber die meisten unserer Kundinnen in der Regel PCs haben und wir ja eine gewisse Kompatibilität gewährleisten wollen und sollen, haben wir natürlich ein Office-Paket. Ich habe mal im Studium Word und Excel gelernt und bin seitdem der Überzeugung: In der Regel sitzt der größte Fehler davor. Word, Excel und auch PowerPoint können mittlerweile ne Menge, wenn eine es weiß. Und wenn sie auf einem Windows-Rechner laufen.

Nicht nur, dass Word auf dem Mac nicht alle Funktionen hat, die eine Windows-Userin kennt, nein, wichtige Basics wie Sicherungskopie und Autospeichern funktionieren nur bei Vollmond und wenn die Venus im Skorpion steht extrem unzuverlässig. Gerne hängt sich Word auch einfach mal auf, wenn ich beim Speichern einen neuen Ordner eröffne.

Ich sage ja immer: Für Schreiberlinge ist Word auf dem Mac wie Backhandschuhe für Menschen, die im Labor arbeiten.

Wie ich …

Wie ich …

… mal früh ins Bett wollte, aber als der Mann sich Richtung Horizontale bewegte, gerade feststellte, dass es eine neue Staffel von „The Bold Type“ gibt und ich erstmal 3 Folge weggebingt habe.

Vielleicht werde ich irgendwann mal so schlau wie der Mann und gehe ins Bett, wenn ich müde bin.

Place to zock

Place to zock

Das Kind ist mit 12 schon sehr pubertär. Es gibt Tage, da möchte ich ihn an die Wand tackern oder zumindest wie seine sechs Kuscheltierfledermäuse unter sein Hochbett hängen. Aber gleichzeitig ist er sehr selbstständig und zuverlässig, dass ich die hormonbedingten zerebralen Aussetzer weiterhin weglächeln und schnell vergessen kann.

Zum Pubertieren gehört auch dazu, dass er eigene Welten hat. Welten, die mich nichts angehen, die mich nur bedingt interessieren. Bei uns ist es hauptsächlich das Zocken. Ich habe damit keinen Vertrag. Meine Computerspiel-Karriere endete bei Lemmings. Videospiele finde ich seit jeher uninteressant*. Und Handyspiele sind auch nichts meins**.

Das Kind also zockt. Aber nicht allein und so war bzw ist es während der Pandemie ein großer Teil seines Soziallebens. Eine Win-Win-Situation. Eigentlich sogar eine Win-Win-Win-Situation, denn er zockt zu Hause und ich muss keine Angst haben, dass er mit seinen Kumpels irgendwo draußen rumhängt, wo ich Angst haben muss, dass er in Situationen gerät, die er (noch) nicht kontrollieren kann***.

Und da ich seine Hobbies in d er Regel gerne unterstütze, unterstütze ich auch das Zocken – mit Equipement zum Geburtstag, Spielen zu Weihnachten, ein neuer Stuhl, weil nötig und gerade im Angebot etc. Oder halt wie gerade – weil ich gerade in meiner „Schöner Wohnen“-Phase bin – mit einem vernünftigen und Pubertier-gerechten Platz zum Zocken in seinem Zimmer:

 

Das Grün haben wir gestern zusammen gestrichen. Die Tischplatte haben der RB und ich zugeschnitten, die Böcke hatte der RB noch übrig. Die Haken für die Kopfhörer dümpelten seit mindestens acht Jahren hier rum.

Das Kind ist happy. Ich bin es auch (und hoffe ein bisschen, dass es ihn animiert, etwas mehr Ordnung zu halten.)

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* Ich erinnere mich dunkel daran, dass während meines Studiums für einige Zeit die Konsole meines jüngeren Bruders an unserem Fernseher angeschlossen war und dass ich da irgendwas durchgespielt habe.

** Ab und an überkommt es mich und ein Spiel ist sehr temporär installiert.

*** Ich vertraue ihm sehr und weiß, dass er sehr umsichtig ist, daher darf er auch allein durch den Frankfurter Straßenverkrehr radeln. Wobei ich immer auch etwas Angst habe, das ich den motorisierten Verkehrsteilnehmern nicht traue.

Feuchtgebiete

Feuchtgebiete

Als ich Richtung Baumarkt fuhr, sah ich fette graue Wolken, die nichts Gutes versprachen. Ich dachte noch: „Oh, hoffentlich kommt das nicht runter, wenn die Kommode angeholt wird.“

Dass es runterkommen könnte, wenn ich mich draußen bewegen muss, habe ich nicht gedacht.

Ich holte meinen Zuschnitt ab und suchte noch Kleinkram im Baumarkt. Plan war eigentlich, danach nur kurz zum Möbelschweden, um Rahmen (für Bilder, keine Nudelsuppe) zu kaufen.

Als ich aber gezahlt hatte und Richtung Ausgang schob, fuhr ich fast ein paar Leuten auf, denn es hatte sich im Ausgangsbereich ein Stau entwickelt. Keine traute sich unter dem Vordach hervor, denn der Himmel kam gerade runter. Und zwar so dermaßen, dass das Wasser nicht vom Parkplatz ablaufen konnte.

Als der Regen nach 10 Minuten etwas weniger wurde, stand das Wasser auf dem Parkplatz so hoch, dass ich mir meine Schuhe ruiniert hätte. Also zog ich sie kurzerhand aus und watete zum Auto.

Zuletzt bin ich barfuß durchs regenüberflutete Paris gelaufen. Das war 1994.

——————

Nach einem etwas unrunden Spätnachmittag mit dem Kind, an dem wir aber wenigstens zusammen die eine Wand gestrichen haben, verzog er sich auf sein 2-Meter-Hochbett.

Mit etwas zu trinken.

In einer Glasflasche, denn hier gibt es im Normalfall alle Getränke in Glasflaschen.

Es kam, wie ich es schon seit Tagen vorhergesehen habe: Die volle Wasserflasche fiel vom Bett und zerbarst.

Da war es vorbei mit gemütlich. Ich war not amused und das Kind lernte, wie weit Splitter sich verteilen können, dass Wasser in und unter alles fließt, was ihm im Weg ist. Er weiß jetzt, was so ein Mist für eine Arbeit nach sich zieht und dass wir dafür keine Heinzelmenschen haben. Und dass es gar nichts bringt, sich unfähig anzustellen, denn dann werde ich noch weniger amused und das will hier eigentlich keine.

Morgen bleibt es hoffentlich trocken.

Jieper

Jieper

Im Laufe des Nachmittahs entwickelte ich – gefördert von einem Instagrambild – eine großen Jieper auf CurrywurstPommes von Best Worscht.

Ich teilte dem Mann meine Gelüste mit und er war d’accord. Wir wollten uns am Best Worscht treffen.

Ich klärte mit dem Kind, der im Freibad weilte, dass er rechtzeitig da zurück kommen sollte. Während wir das klärten, fing es an zu regnen, was das Heimkommen des Kindes beschleunigte.

Während ich immer hungriger wurde, regnete es sich ein und der Mann wurde auf seinem Weg so nass, dass er nach Hause kommen wollte. Verständlich, änderte aber nix an meinem Hunger. Der schon so weit fortgeschritten war, dass ich nicht mehr in der Lage war, über eine Essensalternative nachzudenken.

Der Mann kam pitschnass, aber es hatte aufgehört zu regnen. Also ließ ich den Mann sich warmduschen und dann gingen wir los. Zum Glück.

Scharf war’s (B+). Lecker war’s. Und es hätte mich heute Abend nichts anderes so glücklich gemacht.

(Und wer nach Frankfurt kommt, der kann ich Best Worscht sehr empfehlen.)

Darf nicht

Darf nicht

Grummel, grummel… vor 13 Wochen war ich zuletzt beim Friseur. Und das ist mit einem Kurzhaarschnitt ja nicht so empfehlenswert. Zumal meine Haare ja auch tatsächlich gerne wachsen.

Normalerweise wäre ich in den 13 Wochen schon zweimal da gewesen.

War ich aber nicht, denn ich habe da was an der Kopfhaut. Ein fieses Ekzem, mit dem ich tatsächlich einen Akuttermin bei der Hautärztin brauchte. Was ja quasi unmöglich ist. Aber ich zum Glück einen bekam.

Die Therapie schlug insgesamt gut an. Die Kopfhaut wurde besser, aber dann bildete sich auf dem Rücken Ähnliches. Mit der Therapie für die Kopfhaut wurde es besser. Aber es beunruhigte mich trotzdem. Die Hautärztin sollte nochmal draufschauen. Was sie tat. Lang und ausgiebig. Sie nahm mein Sorgen ernst. Wir gehen weiter auf Ursachenforschung – wenn der Rücken wieder gut ist. Bis dahin muss ich Shampoo und Duschgel wechseln und auch sonst auf alles verzichten, was die Haut reizen könnte.

Heißt auch, dass ich nicht Haare färben darf. Und wenn ich zum Friseur gehe, dann bitte mit meinem neuen Shampoo. Argh.

Vielleicht lasse ich mir einfach die Haare abrasieren. Oder zumindest raspelkurz, damit der Ansatz verschwindet. Dann bin ich halt wieder blond.

Grummel, grummel.

Impfzahlen

Impfzahlen

Seit 17 Wochen werte ich Woche für Woche genau 6 bzw. 12* Zahlen zum Impfen gegen Covid-19 aus. Als ich es meiner Mutter erzählte, musste sie lachen: Papa hätte das wohl auch gemacht. Ich bin halt seine Tochter.

Die erste Auswertung war noch etwas ungenau, aber ab Kalenderwoche 19 hatte ich ein Exelsheet mit definierten Formeln, in die ich nur die Liefermenge der einzelnen Impfstoffe (vier) und die Zahl der Erst- und die der Zweitgeimpften eintrage und den Rest spucken mir dann die Formeln automatisch aus. Das sind auch keine hochtrabenden Formeln: profane Prozentrechnung und ein bisschen Dreisatz.

Anfangs ging es mir darum aufzuzeigen, dass es wirklich „bald genug Impfstoff für alle“ geben wird und dass niemensch, die will, erst 2022 geimpft wird. Mittlerweile ist es ein liebgewonnenes Ritual, mit dem ich auch das Impftempo ablesen kann und sehen kann, wie sehr die Impfbereitschaft zur Urlaubssaison hin eingebrochen ist.

So wuchs ab KW 24 bis KW 30 der Impfdosenlagerbestand von 6,1 Mio auf 14,8 Mio an. Dafür dass in dieser Zeit so viele gejammert haben, weil angeblich Lieferungen wegfallen würden, ist das eine ganze Menge.

Seit KW 31 wird auch deutlich weniger Impfstoff geliefert. KW 34 und 35 waren es jeweils unter 1 Mio. In KW 33 wurde erstmals Impfstoff vernichtet? gespendet? Zumindest war bei Vaxzevria ein deutliches Minus.

Aber hier die Zahlen von KW 35;

Liefermenge:

  • Comirnaty: 848.616
  • Vaxcevria: 0 (- 745.820)
  • Spikevax: 0
  • Covis-19 Vaccine Janssen: 70.740

In den Lagern befinden sich 8,7 Mio Impfstoffdosen.

Seit Lieferbeginn wurden pro Woche durchschnittlich 3,3 Mio Impfdosen nach Deutschland geliefert.

Geimpfte (kumuliert seit Impfbeginn)

  • Erstgeimpft: 52,7 Mio
  • Zweitgeimpft: 51,0 Mio

Damit sind 74 % aller Menschen in Deutschland, die geimpft werden können (≥ 12 Jahre), erstgeimpft und 69 % sind vollständig geimpft.

Auf die Gesamtbevölkerung bezogen sind es 66 bzw. 61 %.

93 % aller geimpften sind vollständig geimpft.

Noch fehlende Dosen zum vollständigen Impfschutz

  • 42,3 bzw. 51,6** Mio, um alle Impfbaren zu impfen
  • 60,3 bzw. 33,6** Mio für die Gesamtbevölkerung

Sollten wir weiterhin mit dem wöchentlichen Durchschnitt beliefert werden dauert es 10 bzw. 16 Wochen bis genug Impfstoff für alle da ist. Mal sehen, ob es dabei bleibt, da wir noch nicht alles geliefert bekommen habe, was eigentlich geliefert werden sollte. Allerdings sind 2 Impfstoffe*** noch nicht zugelassen und die Zusatzverträge für Comirnaty und Spikevax sind wohl noch nicht unter Dach und Fach.

Wichtig wäre aber auch, dass sich die, die geimpft werden können, sich endlich mal impfen lassen. Damit halt auch die geschützt werden, die (noch) nicht geimpft werden können.

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* 12 inkl. der Zahlen der Vorwoche

** Wenn ich den Lagerbestand abziehe.

*** Curevac und Sanofi/GSK

Bad vibrations

Bad vibrations

Schon sehr lange funktionierte mein CD-Player nicht richtig. Er fand den ersten Track nicht und hüpfte so auf den CDs rum. Musikhören machte damit keinen Spaß. Schon vor ein paar Jahren war ich damit im Fachgeschäft, das mit einer kalibrierten (?) CD feststellte: Alles in Ordnung. Im Laden. Zu Hause nicht. Meh.

Das Streaming zog hier ein und CDs waren zunehmend irrelevant. Aber weder von den CDs noch vom Player wollte ich mich nicht trennen.

Nun habe ich aber umfassend von meinen CDs verabschiedet. Aber vom Player will und kann ich das nicht. Denn den hat mir Papa geschenkt. Vor 31 Jahren. Zur Konfirmation. Ich bekam ihn etwas nach dem eigentlichen Termin. Und weiß noch, wie er das gute Stück anschleppte. Wohl überlegt ausgesucht, mit vielen coolen Features. Heutzutage gibt es sowas gar nicht mehr *Krückstockgefuchtel*. Das sagte auch der Mensch im Fachgeschäft. So und so: Ich hänge an dem Teil.

Also besorgte ich mir hochprozentigen Alkohol und reinigte die Linse. Das half und das Gerät lief ohne Holpern. Im Schlafzimmer.

Im Wohnzimmer fand das Gerät wieder keine Spur auf der CD und rödelte ergebnislos.

Ich recherchierte und las was von Vibrationen. Nunja, durchs am Wohnzimmer vorbei geht eine Straße. Sollte die wirklich so einen Einfluss haben? Meh. Ich suchte ein ausrangiertes Kissen, bettete den CD-Player darauf und siehe da: kein Hüpfen und Springen.

Bis die Schaumstofffüße kommen, habe ich dem Gerät interimsweise meine Garten-Kniematte untergeschoben und mich heute schon sehr über flüssig durchlaufende Musik gefreut.

Kratz, kratz

Kratz, kratz

Ich hatte es befürchtet, als mir gestern schon den ganzen Tag über im Hals kratzte: Heute könnte das mit dem Arbeiten schwierig werden.

Die Nacht war nur semi und ich musste früh aufstehen, da das Kind ja zu Schule musste. Ich schaffte es, dem Kind die Brotdose zu präparieren, aber dass nicht viel mehr heute drin sein wird. Ich machte einen Schnelltest (um sicher zu gehen) und meldete mich krank. Bis Mittag lag ich im Bett und träumte wild.

Der Hals kratzte weiterhin, der Kreislauf war wohl nicht mit mir aufgestanden. Der RB und ich brachten ein paar Pakete 30 Meter die Straße hoch weg und dann musste ich mich auch wieder aufs Sofa legen. Mit Temperatur. Also erhöhter. Ich habe nie Temperatur.*

Kurz bevor das Kind nach Hause kam, dopte ich micht, denn ich musste** mit dem Kind schnell einen neuen Fahrradhelm*** kaufen gehen und hatte am späten Nachmittag ein berufliches Gespräch, dass bereits 1,5 Monate überfällig ist und schon einmal verschoben wurde.

Danach war dann das Doping auch schon wieder aufgebraucht und ich verkroch mich ins Bett, während der RB kochte.

Ich denke morgen werde ich auch noch nicht wieder arbeiten. Oder höchstens ein bisschen im Hintergrund – je nachdem, wie es mir geht.

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* Meine Normal-Temperatur liegt bei ca 35,5° C.

** wollte, wenn es nicht gegangen wäre, wäre es nicht gegangen

*** Es wurde ein neuer Helm und ein neues Schloss.