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Autor: Little B.

AG, die zweite

AG, die zweite

Das AG-System an der Schule ist nicht ganz schlüssig. Als ich heute zur neuen Runde antrat, fand ich einen Zettel mit 6 Namen drauf. „Ui, kleine Runde“, dachte ich. „Ob sich rumgesprochen hat, dass ich streng bin?!“

Naja, letztlich kann es mir egal sein. Wenn es nicht zu viele sind, ist das ja gar nicht so unangenehm.

Doch dann saßen auf einmal 12 Kinder im AG-Raum. Genau genommen 12 Jungs, kein Mädchen. Und die Hälfte auch schon Sechstklässler.

Nein, ich beneide keine Lehrkraft, die sich täglich mit diesen Testosteron-Monstern abgeben muss.

Und weil mir das Gegockel und Geprolle sehr schnell sehr auf die Nerven ging, machte ich eine Ansage, dass ich sie nicht zur AG zwinge, aber dass ich erwarte, wenn sie kommen, dass sie mitarbeiten.

Mal sehen, wie viele nächste Woche kommen und wie es dann läuft.

Ssssssssst

Ssssssssst

Das Gemeckere über dem ÖPNV im Rhein-Main-Gebiet ist eines auf höchstem Niveau. Ja. Es ist ärgerlich, wenn es mal wieder stockt oder steht auf der Strecke, aber wenn es halbwegs läuft, also fährt, dann ist die Taktung zwischen hinter Offenbach und Wiesbaden ein feuchter Traum.

So konnte ich gestern problemlos ein Haltestelle vor Ziel aussteigen, um kurz mit dem RB zu knutschen, während wir auf seine Bahn nach Hause bzw. meine nächste Bahn warteten. Ich habe gewonnen.

Wäre ich heute 10 Minuten früher aus dem Haus gekommen, hätte ich noch eine Verbindung bekommen, die ich gar nicht auf dem Schirm hatte. Was aber nicht so wirklich schlimm war, denn es war klar, dass irgendeine der 3 S-Bahnen gen Wiesbaden schon fahren würde. Wenn ich Pech hätte, die S8. Zum Glück aber nicht: Die S1 war zwar gerade weg, aber als nächstes kam die S9.

Das war gut, allerdings sollte ich so erst um 9h20 in Wiesbaden ankommen, sollte aber um 9h30 in einer Telko sein. Der Weg vom Bahnhof zur Agentur dauert aber 15 Minuten strammen Schrittes zu Fuß.

Hmpf.

Ich loggte mich ins WLAN der S-Bahn ein, wartete, bis wir aus dem Tunnel waren, und recherchierte dann, wie das mit den e-Scootern funktioniert. Als ich in Wiesbaden ankam, waren 3 Optionen installiert und feinsäuberlich auf dem Handy sortiert.

Die drei gängigsten Anbieter, da ich nicht wusste, welche in Wiesbaden vertreten sind.

Für Lime hatte ich sogar einen Freifahrtcode gefunden.

Vor dem Bahnhof standen Limes. Das Leihen mit der App einfach. Die ersten Meter war ich etwas unsicher, aber dann wurde es durchaus spaßig. Mit 20 km/h sauste ich am RMCC und Museum Wiesbaden vorbei. Kurz vor dem Ziel stellte ich den Roller ab – Fahrt beenden, Foto machen – und kam fast ganz pünktlich an.

Und weil auf dem Rückweg am späten Nachmittag das Lime noch stand, wo ich es abgestellt hatte, fuhr ich sssssssst damit zum Bahnhof zurück.

Dauerhaft werde ich es allerdings nicht nutzen, denn dafür ist es mir zu teuer. Aber für Notfälle wie heute morgen durchaus sinnvoll, da Taxi noch teurer gewesen wäre und ich mit dem innerstädtischen ÖPNV, aka komisches Busnetz, nicht zu Agentur komme.

Mittelfristig werde ich mir wieder ein Stadtrad zulegen, dass ich mit in die Bahn nehmen kann.

MiFiMi*

MiFiMi*

Ganz persönlich für mich war der Tag tagsüber okay bis abends gut.

So übergeordnet fällt mir nur das ein:

Es wird fatal enden.

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* Mittelfingermittwoch

Hilflos

Hilflos

Morgens eine e-Mail lesen, die mich für den Rest des Tages beschäftigt hat, sodass mich nicht richtig aufs Arbeiten konzentrieren konnte.

Nein, Gras wächst nicht schneller, wenn eine daran zieht.

Später am Tag das Kind zur Reflexion gezwungen. Dinge miteinander gemacht.

Nein, Gras wächst nicht schneller, wenn eine daran zieht.

dénoncer qn bedeutet auch (ver)petzen. Und während das deutsche Wort fast niedlich klingt, hat der französische Ausdruck doch etwas Bedrohliches.

Kopfnoten

Kopfnoten

Am Freitag gab es Zeugnisse. Und tatsächlich stimmt der Plural, denn das Kind bekam zwei Notenzeugnisse und noch ein eine weitere etwas differenzierte konstruktivere Bewertung. Notenzeugnis 1 unfasst klassisch Noten für die inhaltlich-fachliche Leistungen und die sind durchweg erfreulich. Notenzeugnis 2 ist für die mittelalterlichen Kopfnoten Arbeits- und Sozialverhalten.

Puh, ich habe wirklich ein Problem mit diesen Noten, denn ich finde sie sehr destruktiv. Sie bewerten auf gewisse Art die Person, den Charakter. Und das finde ich für Kinder fatal.

Noch fataler finde ich es, wenn gerade diese Noten von Lehrkräften als Druckmittel genutzt werden. Das war auf der Grundschule extrem, aber auch an der weiterführenden blitzt es durch.

Dennoch bin ich ein ganz klitzekleines bisschen versöhnter mit den Kotzpfnoten, denn sie werden pro Fach vergeben. Das macht es durchaus differenzierter. Und vielleicht hilft es dem Kind ja auch sein Verhalten, NICHT sein Wesen, zu reflektieren und auch zu ändern.

Denn das wird etwas sein, das ihn und uns im kommenden Halbjahr beschäftigen wird.

Ein Reminder (gesehen auf Twitter)
2 Jahre

2 Jahre

Heute sind der RB und ich 2 Jahre zusammen.

Schon.

Erst.

Auf jeden Fall passt das alles ziemlich sehr gut zusammen. Noch immer bin ich sehr verliebt, was gepaart mit der wachsenden Vertrautheit eine ziemlich coole Sache ist.

„Herzlichen Jahrestag“, wünschte das Kind noch mal beim Insbettbringen. Und ja, auch er mag den RB. Ohne würde es auch gar nicht funktionieren.

❤️

Grauzone

Grauzone

Ich freue mich, dass die ersten Merch-Päckchen schon unterwegs sind. Im Sinne von #WirSindMehr muss #NazisRaus mehr sichtbar sein. Es muss sichtbar sein, dass wir wirklich mehr sind.

Beim Sabaton-Konzert extra einen Button am T-Shirt getragen. Ich mag den Sound von Sabaton sehr und auch die Show war toll, aber mich durchzuckt es dennoch immer wieder ob der Songtexte. Wie verherrlichend sind vermeintlich neutrale Texte über real stattgefundene Kriege? Wie richtig ist es in der heutigen Zeit, keine Position zu beziehen und damit alle Tore offen zu halten? Das Publikum wirkte hier und da doch recht grauzonig. Ich verbuche das Konzert unter guilty pleasure und werde sehr überlegen müssen, ob ich nochmal zu einem Sabaton-Konzert gehen kann.

Apropos Grauzone*: In der Bahn zurück hatte ich meine Mütze mit dem großen petrolfarbenem #NazisRaus-Button auf. Neben mir saß eine Frau. Ihr Partner stand neben ihr im Gang – er hatte gute Sicht auf den Button. Am Bahnhof kam ein Obdachloser in die Bahn und fragte nach Geld. Als er am stehenden Mann vorbei war, sagt dieser: „Hier, die Dame gibt bestimmt was.“ und zeigte mit einer unwirschen Handbewegung an seiner Partnerin vorbei auf mich. Der Obdachlose hatte es nicht mehr gehört. Und ich bin mir auch nicht sichet, ob er das unbedingt sollte. Aber ich sollte es hören. Ich sollte hören, dass er mich als „linke Zecke“ erkannt hat. Ich ging nicht drauf ein, reckt aber den Kopf etwas höher.

Dennoch war ich froh, dass dieses Paar eine Stationen vor mir ausgestiegen ist.

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* Ich bin mir nicht sicher, ob der Typ und die Frau auch auf dem Konzert waren.

Merch

Merch

Endlich sind alle #NazisRaus-Aufkleber und -Buttons da. Also könnt Ihr sie nun bei mir zum Selbstkostenpreis zzgl. Versand bei mir bestellen.

Die Buttons bekommt Ihr einzeln, die Aufkleber im 5er-Pack (natürlich auch 10, 15, 20 etc möglich).

Buttons

 

Aufkleber

 

Bestellungen nehme ich vorzugsweise per e-Mail (siehe Impressum) auf.

Und jeder Cent, der zu viel überwiesen/ gepaypalt wird, geht natürlich an ein Projekt gegen Rechts.

Halbgarer Tag

Halbgarer Tag

Fast meine Lieblingsverbindung in die Landeshauptstadt verpasst.

Krankes Kind zu Hause.

Gemeetet und gemeetet und gemeetet.

Doofe Verbindung zurück erwischt.

Müüüde.

Mit Kind eingeschlafen.

Auf dem Sofa eingeschlafen.

Müde.