Ein Anfang

Ein Anfang

Mir ist ja tatsächlich ein bisschen langweilig so ohne Arbeit. Das war fast zu erwarten. Aber ich weiß auch, dass ich nicht zurück in die Mühle darf. Aber den ganzen Tag rumsitzen und nichtstun bzw. Dinge totdenken hilft auch nicht. Heute war das Kind noch zu Hause. Aber auch das muss sich wieder ändern (jaja, nach dem Wochenende völlig ok, aber der fehlt in letzter Zeit wieder zu oft). Ich muss einen Rhythmus für mich finden.

Dabei habe ich gerade das Gefühl, dass ich mich wieder im Stillstand befinde. Was nicht stimmt. Es ist eher ein Innehalten, eine kurze Pause. Und völlig still stehen tut hier ja eh nichts. Ich muss hier und da warten, aber ich bin sicher, dass sich alles regeln wird.

Eine unerwartet gute Nachricht kam heute: Ich rutsche wohl doch noch in die Lastenrad-Förderung. Yeah!

Da der Umzug vermutlich schneller und – haha – überraschender kommen wird, habe ich heute angefangen Dinge zu räumen. Im Kopf mache ich schon einen Plan, in welcher Reihenfolge die Zimmer leergemacht werden und wie viel ich wohl sukzessive umziehen kann, um den Bedarf einer Spedition so klein wie möglich zu halten (ohne wird es jetzt nicht gehen, wenn ich danach noch Freundinnen haben möchte). Da ich ja gerade alles, was mich nervt und in Wohnzimmer, Küche und meinem Zimmer rumsteht, ins freie Zimmer räume, habe ich angefangen dort zu sortieren. Ich muss mir bei den aussortierten Dingen überlegen, ob ich die Energie habe, sie zu verkaufen oder zu verschenken, oder ob ich sie einfach wegschmeiße (oder vor der Tür aussetze). Ich packte eine Kiste mit Büchern, von denen ich immer noch nicht weiß, ob sie umziehen sollen. Das sind allerdings auch die letzten gedruckten Bücher, die ich habe. Alle anderen habe ich verkauft, verschenkt und ausgesetzt. Ich lese mittlerweile fast ausschließlich digital.

Während ich ja vergangenen Sommer durchaus einiges ausgemistet habe und ich gerade nur wenig sehe, von dem ich mich noch trennen könnte, graut mir besonders vor des Kindes Zimmer. Da ist noch echt viel drin. Viel Spielzeug (auch im Keller), mit dem er nicht mehr spielt. Auch Bücher, die nicht mehr gelesen werden. Das wird noch ein große Herausforderung.

Dann habe ich mich um den Balkon gekümmert. Keine Ahnung, ob das funktionieren wird, aber am liebsten wäre mir, wenn die Auflagenbox (in der keine Auflagen sind) im ganzen transportiert werden kann. Da ist nämlich jetzt alles drin. Dazu natürlich noch die Möbel, die Pflanzen, der Standkorb und Herr Weber. Und ich muss noch die Droschel in einen Topf pflanzen, aber das sollte ich erst machen, wenn es keinen Nachtfrost mehr hat. Die Himbeeren bleiben in den festen Kästen.

Das dauerte allerdings alles nicht so lang wie gehofft und so hatte ich immer noch Leerlauf, den ich für einen kurzen Einkauf und ein spätes Mittagessen nutzte. Apropos Essen: Es ist weiterhin schwierig. Ich habe durchaus Hunger, aber keinen Appetit. Dadurch kann ich nichts essen und irgendwann habe ich den Punkt überschritten und dann ist mir mein Hunger egal. Dennoch bemühe ich mich über den Tag wenigstens irgendwas zu essen. Haute Cuisine ist das nicht, aber es ist was zu essen.

Später ging ich noch zur Vorab-Demo zum 8. März. Die Redebeiträge haben mir mal wieder klar gemacht, wie priviligiert ich bin. Was nicht heißt, dass ich mich nicht feministisch engagieren möchte. Morgen dann große Demo. Ich hoffe es kommen ein paar mehr als heute.

(gelaufen: 6 Kilometer)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.