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Tag: 29. April 2020

Abschottung, Tag 47

Abschottung, Tag 47

Nachtrag zu gestern (weil es in den gestrigen Blogpost nicht passte):

  • Der erste Termin fürs virtuelles Klassenzimmer steht. Yeah.
  • Nicht so yeah: Der Kv dreht etwas durch, weil er unbedingt das Kind sehen will. Erschwerend kommt dazu, dass es wohl ab 11.5. in Frankreich deutliche Lockerungen geben wird. Ich fürchte ja schon, dass er am 12.5. auf der Matte steht. Aber a) kommt er nicht in die Wohnung und b) kann er das Kind nur sehen, wenn er nach Grenzübertritt zwei Wochen in Quarantäne war. Denn ich habe ehrlich gesagt keine Lust, dass ich hier alles mache, dass uns der Virus nicht ins Haus kommt und dann hat er 1000 km lang Gelegenheit, den Scheiß aufzusammeln. Das Kind ist auch nicht überzeugt davon, dass er hierher kommt.*

Zu Punkt 2 kann ich nun doch noch ein Yeah! verbuchen: Das Kind hat mit seinem Vater gesprochen und der Kv wird vorerst nicht kommen. Er will nicht daran schuld sein, wenn das Kind krank wird. Außerdem weiß er nicht, wo er den Hund lassen soll. Und als ich dann noch mitbekam, dass der Kv fröhlich Menschen bei sich versammelt, bin ich doppelt froh ob dieser Einsicht.

Ansonsten war die Wanderung gestern gut. Ich habe immer noch nicht perfekt geschlafen – dazu ist die unterschwellige Anspannung vermutlich einfach zu groß -, aber schon deutlich besser als sonst und so war das Arbeiten heute auch deutlich angenehmer und effektiver. Voll auf der Höhe bin ich aber immer noch nicht. Spät am Nachmittag ergab sich noch ein dringendes Projekt, sodass ich noch etwas arbeiten musste, als die virtuelle Tür der #CorotäneKneipe geöffnet wurde.

Der RB war im Laden und brachte auf dem Rückweg Essen von der liebsten Frankfurter Küch‘ mit.

Das Kind rollerte morgens zur Schule, um ein Buch zu holen. Diese kleine Sporteinheit nützte aber nicht so viel. Er schläft derzeit schlecht und spät ein. Wie auch der RB und ich träumt er derzeit intensiv und teilweise auch sehr schlecht.

Ach, die Situation, die Abschottung machen gerade so viel mit uns.

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* Beim Kv kommt ja auch noch seine Erkrankung dazu. Ich glaube nicht, dass eine Covid-19-Infektion bei ihm zwingend glimpflich ablaufen will. Zudem ist er Raucher. Er sollte auch das Maximum tun, um sich nicht unnötig zu gefährden. Und dazu gehört dann jetzt auch, dass er sein Kind nicht sehen kann. Zumindest nicht in echt.