Dilemma

Dilemma

Ich habe eine Déjà-Vu: Vor rund 10 Jahren steckte ich in einer Job-Hopping-Schleife. Binnen 3 Jahren hatte ich 4 Arbeitgeberinnen. Nun ist es sogar extremer: Ich bin in diesem Jahr bei der 3. Arbeitgeberin angestellt. Ich bin – im Gegensatz zu den ersten beiden AG in diesem Jahr – inhaltlich durchaus zufrieden(er) und ausreichend gefordert. Diese AG ist ein Schritt „back to the roots“.

Seit jeher stecke ich beruflich in einem ethischen Dilemma, das mit den Jahren nicht besser wird. Deswegen war für mich schon immer klar, dass ich nie in einem Unternehmen arbeiten könnte*. Außerdem bin ich schon eher Dienstleisterin. Ich bin wirklich gut in meinem Job**, das hat sich bei der aktuellen AG wieder gezeigt: Ich bin schnell im Thema, die Kund*innen sind zufrieden und auch die Kolleg*innen schätzen meine Arbeit und Erfahrung. Das fühlt sich gut an.

Aber meine Arbeitgeberin bereitet mir Bauchschmerzen, da sie meinem ethischen Dilemma neue Aspekte hinzugefügt hat. Neben der Unternehmenskultur hadere ich sehr mit einer unternehmenspolitischen Entscheidung, die drei Tage, nachdem ich dort angefangen habe, verkündet wurde.

Und so führe ich (mal) wieder Gespräche. Und hinterfrage mich (mal) wieder, warum ich mich so unstet fühle.

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* Gerade gibt es sogar eine Stellenausschreibung bei einer ehemaligen Kundin von mir. Da hätte ich vermutlich gute Chancen und würde auch gut verdienen, aber ich kann das nicht mit mir vereinbare.

** Klar könnte ich mir auch andere Jobs vorstellen, doch in denen würde ich nicht so gut bezahlt. Scheiß-Kapitalismus… vielleicht kann ich darüber nachdenken, wenn das Kind aus dem Haus ist.

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