Frankfurt

Frankfurt

Das Kind ist mal wieder in die Schule gegangen, daher musste ich früh aufstehen, durfte aber wieder einschlafen, nachdem er aus dem Haus war – AU sei dank.

Nachdem ich wach war, verdaddelte ich Zeit damit, den geschenkten Drucker zu intallieren, aber er will nicht. Er hat ein Netzwerkproblem und ich weiß nicht, welches. Hmpf.

Resultierend aus dem gestrigen Post habe ich Papas Bild von der Wand genommen. Das ist nicht meine Art an Verstorbene zu denken. Papa muss nicht über mir wachen.

Dann stach mich der Hafer und ich machte eine recht umfangreiche Sporteinheit. Ich werden morgen Muskelkater haben.

Das Kind kam heim und warf mir unzusammenhängende Informationsbrocken zu. Irgendwas mit einem Date, Klassenausflug, Schule am anderen Standort und einer „heißen“ neuen Mathelehrkraft.

Der Mundschutz, der explizit mit festen Zahnspangen funktionieren soll, funktioniert nicht. Also weitersuchen, damit das Kind wieder zum Rugby kann.

Am späten Nachmittag fiel mir ein, dass ich noch nicht draußen war und machte mich auf zum therapeutischen Wandern. Nachdem in der letzten Woche bei jeder Wanderung irgendwelche – teilweise sehr schmerzhafte – Erkenntnisse hervorbrachte, scheint es bereits seit Sonntag um Klärung zu gehen: Sei es durch Sprechen, sei es, weil sich Handlungen ergeben, sei es, weil das Weiterdenken dazu führt, dass ich meinen Frieden schließe.

Meine Wanderung führte mich am Main lang und beim Blick auf die Skyline fühlte ich … nichts. Ich muss nicht mehr in Frankfurt wohnen. Frankfurt hat seinen Reiz verloren, den ich vor 24 Jahren zum ersten Mal gespürt habe. Ich wollte damals – vor 17 Jahren – unbedingt nach Frankfurt und war auch sehr froh, dass wir nach dem Hamburg-Abstecher wieder zurückkommen durften. Frankfurt war mir Heimat. So fühlt es sich nicht mehr an. Ich wohne in Frankfurt, aber ich lebe hier nicht mehr (die Pandemie hat das sicherlich einen großen Anteil). Die Wohnung fühlt sich „falsch“ an. Und wäre nicht das Kind, wäre ich noch freier in der Wohnortwahl. So brauche ich einen Kompromiss zwischen seinem Schulweg, meinem Arbeitsweg und meinem Wunsch nicht weiter in die Stadt rein zu ziehen*. Denn eins ist klar: Ich werde ihn nicht wieder umschulen. Ihm geht es gut auf der neuen Schule. Das soll jetzt erstmal so bleiben.

Mal sehen, was der erste Besichtigungstermin am Donnerstag ergibt.

(Gelaufen: 9,5 Kilometer)

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* Was gewissermaßen absurd ist, da ich wirklich zentral wohne, aber halt im Osten der Stadt und ich will nicht weiter gen Westen.

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