Zeichen setzen

Zeichen setzen

Uiuiui, ich war noch nie so nervös vor einem Tattootermin wie heute. Aus zwei Gründen:

  1. Ich hatte echt Respekt davor, dass mir der Rücken tätowiert wird. Zum einen sehe ich nicht, was da gemacht wird und zum anderen hatte ich durchaus Angst vor den Schmerzen.
  2. Ich wollte zusätzlich zum Backpiece aka Arschgeweih ein Statementtattoo. Ans rechte Handgelenk. Sicht- und lesbar – zum Beispiel beim Händeschütteln.

Nach kurzer Überlegung beschlossen mein Tätowierer und ich, dass wir erst das Handgelenk bearbeiten. Denn ich hatte die begründete Vorahnung, dass ich nach der Bearbeitung meines Rückens keine Lust mehr darauf haben würde, mich noch an irgendeiner anderen Stelle stechen zu lassen. Q.e.d.

Nun steht an meinem Handgelenk: #NazisRaus

Ja, ein bisschen mulmig ist mir immer noch damit. Wer wird sich den Schuh anziehen? Was wird dann passieren? Was können die Folgen sein? Und während ich mir diese Fragen stelle, meldet sich mein Trotz und sagt: „Wo leben wir denn, dass wir uns von sowas bange machen lassen (müssen)? Es ist so wichtig, Zeichen zu setzen. Sich eben NICHT bange machen zu lassen.“

Es ist jetzt da und geht so schnell auch nicht weg*. Soll es auch nicht. Denn ich bin schon ein bisschen stolz drauf.

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* Da ich ja langärmlige Oberteile nicht mag, wird es schwierig, es zu verstecken – außer ich lasse die 1980er-Schweißband-Mode wieder aufleben.

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