Browsed by
Tag: 4. Mai 2020

Abschottung, Tag 52

Abschottung, Tag 52

Long story short: Kackscheißtag.

Dabei fing der Tag gar nicht so schlecht an. Zwar mit etwas dumpfen Kopf und dem Gefühl von aufsteigender Seuche, aber ich hatte ok geschlafen, war vom Wecker wach geworden und halbwegs fit für den Tag. Allerdings war mir den ganzen Tag über kalt.

Ich versuchte Dinge abzuarbeiten, aber telefonierte wieder elends viel. Das zerreißt mir immer den Tag.

Ich chattete auch mit Nintendo in der Hoffnung, das Profil vom Kindes irgendwie sinnvoll mit einem passenden Account zu verknüpfen. Mir konnte nur bedingt geholfen werden. Das Kind nahm es aber mit Fassung.

Am späten Nachmittag dann zusammen mit dem RB den Kopf über Menschen geschüttelt. Über Menschen, die gegen Zwangsimpfungen sind und auch sonst eher in Aluhuthausen unterwegs sind. Zur Klarstellung auch an dieser Stelle:

Kinderkrankheiten heißen nicht so, weil sie so niedlich sind, oder Kinder so niedlich damit aussehen, sondern weil Kinder daran sterben (können). Und in unserer Zeit und unseren Breitengraden sterben mehr ungeimpfte Kinder an einer Kinderkrankheit als dass Impfschäden überhaupt auftreten.

Apropos Alhuhut: Der vom Kv drückt kräftig und er scheint gerade zu viel Zeit zu haben. Da er unbedingt sein Kind sehen will, hat er mittlerweile das französische Innenministerium kontaktieren lassen. Ergebnis: Er darf nach dem 11. Mai herkommen und das Kind abholen. Dass das Kind in Quarantäne muss, wenn er wieder nach D kommt, will er nicht glauben. Er möchte lieber das Innen- und Außenministerium anrufen (von welchem Land ist unklar). Dem Kind gegenüber haut er Dinge raus wie: Das mit dem Virus ist nicht so schlimm. Anderswo würden ja viel mehr Menschen verhungern, als bisher an Covid-19 verstorben sind. Und impfen lässt er sich auch nicht.

Da musste ich leider dem Kind gegenüber sehr deutlich werden:
1. Solange der Kv die Pandemie nicht ernst nimmt, wird das Kind nicht zu ihm fahren.
2. Der Kv ist Risikogruppe und wenn er sich ansteckt, gepaart mit seinem Unwill überhaupt zum Arzt zu gehen, kann sich das Kind schon mal auf eine Beerdigung einstellen.

Die selbstgemachte Ramen hatte zwar was tröstliches, konnte aber an den Themen auch nicht ändern.

Ich war noch nie so froh über das alleinige Aufenthaltsbestimmungsrecht wie jetzt.

Nachdem das Kind im Bett war, musste ich nochmal an den Schreibtisch, da die Projekte echt nicht weniger werden.

Und weil das alles noch nicht doof genug war, haben der RB und ich uns zum Abschluss der Tages noch ordentlich gestritten.